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Netzstecker umdrehen?

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Autor
Beitrag
Argon50
Inventar
#1 erstellt: 15. Jun 2007, 12:57
Hallo!

Durch einen anderen Beitrag bin ich auf diese Frage gekommen, war nur dort etwas zu OT.

Also dann mal hier neu.
Kann mir evtl. jemand für einen Halblaien verständlich erklären, was sich ändern soll/ändert wenn ich den Netzstecker meiner Geräte anders herum in die Steckdose stecke?

Verwunderte Grüße,
Argon

kptools
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 15. Jun 2007, 14:07
Hallo,

ein Blick ins HiFi-Wissen hätte Dir da sicherlich schon weitergeholfen . Und auch hier war dies schon sehr oft ein Thema.

Grüsse aus OWL

kp
Argon50
Inventar
#3 erstellt: 15. Jun 2007, 14:16
Hallo!

kptools schrieb:
Hallo,

ein Blick ins HiFi-Wissen hätte Dir da sicherlich schon weitergeholfen ;)
.
Hat es auch, ist aber nicht für Halblaien geschrieben?


kptools schrieb:
Und auch hier war dies schon sehr oft ein Thema.


Weiß ich, möchte mich aber nicht, wie manch andere ebenfalls nicht, durch das ganze OffToppicGedöns wursteln.

Schönen Tag noch!

Grüße,
Argon

hf500
Moderator
#4 erstellt: 15. Jun 2007, 17:20
Moin,
ganz einfach:
Beide Netzpole sind in Bezug auf Erde nicht gleichwertig. Der nulleiter fuehrt normalerweise keine Spannung gegen Erde, der Aussenleiter (Phase) die Netzspannung.
Dann hat die Primaerwicklung des Netztrafos eine bestimmte Kapazitaet gegen den ern und die Sekunderwicklung(en).

Je nachdem, welches Wicklungsende des Netztrafos eine groessere Koppelkapzitaet gegen die Sekundaerwicklung oder den Kern (bei Geraeten ohne Schutzleiter) hat,
koennen sich je nach Netzsteckerpolung unterschiedliche Stoerspannungen in das Geraet einkoppeln. Bei empfindlichen Geraeten kann es also sinnvoll sein, den Stecker so zu polen,
das das Wicklungsende am Nulleiter an der kritischen Koppelkapazitaet liegt. Dann ist die Stoereinkopplung am geringsten.

Hochwertige empfindliche Geraete haben Vorkehrungen gegen diese Phaenomaene, z.B. eine Schirmwicklung zwischen Primaer- und Sekundaerwicklung des Trafos.
Kostet Geld und wird deshalb gerne eingespart ;-)

73
Peter
Argon50
Inventar
#5 erstellt: 15. Jun 2007, 17:26
Das nenn ich mal einfach, klar und auf den Punkt beschrieben!

Super! Klasse! Danke!


hf500 schrieb:
Bei empfindlichen Geraeten kann es also sinnvoll sein, den Stecker so zu polen,
das das Wicklungsende am Nulleiter an der kritischen Koppelkapazitaet liegt.


Wie find ich jetzt aber raus wie rum der Stecker gehört?

Ohne Bauplan des Geräts bin ich da mit meinem Stecker und Latein am Ende.

Grüße,
Argon

Wotanstahl
Inventar
#6 erstellt: 15. Jun 2007, 17:44
Hallo Argon,

du brauchts einen Voltmeter oder besser noch den van den Hul Phasenprüfer.
Den gibst in der Bucht für wenig Geld.

Dann da zu prüfende Gerät von allem bis auf den Netzstecker
trennen und den Phasenprüfer ans eine Schraube des Gerätes halten.
Beim niedriegeren Wert ist die Polung richtig.

Gruss Wotan
KSTR
Inventar
#7 erstellt: 18. Jun 2007, 18:38
Hallo Argon50,

Hier schriebst du:
Ich bin Elektroniker...
Äh, bin also schon etwas verwundert, dass du mit meinem Beitrag Schwierigkeiten hattest ...oder bist du ein reiner Digitalo, ein Gatterfritze?

Grüße, Klaus
Argon50
Inventar
#8 erstellt: 18. Jun 2007, 18:46

KSTR schrieb:
Hallo Argon50,

Hier schriebst du:
Ich bin Elektroniker...
Äh, bin also schon etwas verwundert, dass du mit meinem Beitrag Schwierigkeiten hattest ...oder bist du ein reiner Digitalo, ein Gatterfritze?

Grüße, Klaus


Hallo Klaus!

Ich bin lediglich gelernter Kommunikationselektroniker Fachrichtung Informationstechnik und das ist schon sehr lange her.

Außerdem betreibe ich meine Fragestellung(en) nicht nur für mich.

Keine Angst, dein Beitrag war/ist gut!

Grüße und schönen Abend,
Argon



[Beitrag von Argon50 am 18. Jun 2007, 18:47 bearbeitet]
Uwe_Mettmann
Inventar
#9 erstellt: 18. Jun 2007, 19:49

Argon50 schrieb:
Also dann mal hier neu.
Kann mir evtl. jemand für einen Halblaien verständlich erklären, was sich ändern soll/ändert wenn ich den Netzstecker meiner Geräte anders herum in die Steckdose stecke?

Hallo Argon,

haben die Geräte keine Netzkabel mit Schutzleiteranschluss und keine andere Verbindung zur Erde (z.B. Antennenanschluss), so kann man mit der richtigen Polung der Netzstecker die Ausgleichsströme zwischen den Geräten minimieren, aber nicht beseitigen.

Somit kann man durch das Ausphasen auch nur den klanglichen Einfluss reduzieren und nicht beseitigen. Insofern ist auch bei einer ausgephasten Anlage ein klanglicher Einfluss vorhanden.

Daher sollte man herausfinden, weshalb sich die Steckerpolung klanglich auswirkt, denn im Normfall gibt es keine klangliche Auswirkung des Ausphasens.

Meist ist die Ursache ein ungeeignete NF-Verkabelung. Ein Beispiel ist das DNM-Kabel, dass sehr empfindlich gegenüber Störeinkopplung jeglicher Art ist.

Oft ist die klangliche Wirkung des Ausphasens auch nur Einbildung. Hierzu ein Beispiel. Das ausgeklügelte Gleichgewicht einer ausgephasten Anlage wird sofort zerstört, wenn ein Gerät mit Erde oder mit dem Schutzleiter verbunden wird. Wenn das Ausphasen tatsächlich einen klanglichen Einfluss hätte, also wäre eine Erdverbindung sofort hörbar. Wird nun an ein Gerät eine Antennenleitung angeschlossen, so besteht diese Erdverbindung. Wurde schon einmal hier im Forum berichtet, dass dies einen klanglichen Einfluss hat?

Wo sind die Threads, "Hilfe, wenn ich die Antennenleitung anschließe bricht die Bühne zusammen!"?

Da viele Geräte mit Antennenleitung betrieben werden und keiner dies gehört hat, haben wir massenweise Blindtests, die zeigen, dass das Ausphasen nicht die klangliche Wirkung hat, die ihm immer nachgesagt wird. :)


Nun, dann gibt es noch die Geräte, die bereits ein Netzkabel mit Schutzleiter haben. Wenn bei diesen die Steckerpolung eine Rolle spielt, so sind diese Geräte meiner Meinung nach Fehlkonstruktionen.


Viele Grüße

Uwe
Argon50
Inventar
#10 erstellt: 18. Jun 2007, 20:16
Hallo Leute!

Danke für eure Beiträge!

Jetzt lös ich die ganze Geschichte mal auf.
Mir war das alles von vorn herein klar.
Es ändert sich schon gleich gar nichts, wenn ich meinen Netzstecker umdrehe!

Es taucht nur immer wieder solch ein Beitrag in gewissen Threads auf und auf Anfrage an diese Fledermausohren kommt dann entweder keine Antwort oder der Verweis auf dubiose Internetseiten.

Mein Anliegen war lediglich einen kurzen und klaren(zum Glück ist er das geblieben) Themenstrang für Neulinge, die sich durch so manchen Schweine... äh Voodoo-Priester zu so manchem Unsinn verleiten lassen würden, zu schaffen.

Einfach, schlicht, ohne zu viel Technik, sprich für den normalen durchschnitts Neuling verständlich!

Ihr habt da sehr gut mitgeholfen!

Vielen Dank und einen schönen Abend noch!

Grüße,
Argon

ronmann
Inventar
#11 erstellt: 18. Jun 2007, 20:38
ich habe meine Netzstecker so gepolt, dass die richtige Kabelfarbe ins Gerät weitergeführt wird. Also der blaue Nullleiter der Steckdose geht auch ins blaue Kabel des Netzkabels über, der braune "heiße" Leiter geht auch in den braunen des Netzkabel über. Test ist mit offenem Gehäuse ganz einfach. Aber Achtung, LEBENSGEFAHR!!! Phasenprüfer (Schraubendreher mit Lämpchen) an das braune Kabel an der Geräteinnenseite halten und den Stecker so herum drehen dass das Lämpchen leuchtet. So wird auch der "heiße" Leiter durch den Netzschalter geschaltet und nicht bloß der Nullleiter. Wenn das Gerät richtig konstruiert ist dann sollte hinterher auch alles "ausgephast" sein.
hf500
Moderator
#12 erstellt: 18. Jun 2007, 21:22
Moin,
wobei nicht feststeht, ob der Anschluss des Netzkabels im geraet zufaellig oder aus irgendeinem Grund definiert ist.
Was die reine Elektrotechnik angeht, sind beide Leiter der zuleitung gleichberechtigt, weil die Polung des Netzsteckers in der Praxis zufaellig ist.

73
Peter
ronmann
Inventar
#13 erstellt: 18. Jun 2007, 21:32
vielleicht werden aber multinationale Geräte so gemacht, "wie es sein soll", weil in bestimmten Ländern ja nur eine Polung möglich ist. Naja, zumindest erachte ich es bei meinen fernbedienbaren Steckdosen als sinnvoll sie so zu polen, daß der braune Leiter geschaltet wird. So weiß ich, dass z.B. die Stehlampe in jedem Falle ohne Strom ist wenn ich sie ausschalte. Ich verlass´ mich natürlich nicht drauf, aber wenn z.B. mein Söhnchen die Lampe umkippt und die 300W-Lampe rausnimmt, kann er keine gewischt bekommen. Bei falscher Polung ist das möglich, obwohl die Lampe ausgeschaltet ist. Am besten einen Trenntrafo vor jedes Gerät. Dann lebt´s sich sicherer und ohne Erdbezug.
SR2245
Stammgast
#14 erstellt: 18. Jun 2007, 22:55
Ich konnte beim Umdrehen des Netzsteckers auch noch nie einen klanglichen Unterschied bemerken. Folglich hat mir das Thema nie schlaflose Nächte bereitet. Aber interessieren tut es mich schon. Mit dem Ausphasen hat es bei mir nicht geklappt, hatte nie aussagekräftige Ergebnisse bei meinen Messungen. Liegt wohl an meinem Billig-Multimeter (Conrad-Wecker).
Ich hab es dann immer so gemacht wie von ronmann beschrieben, also dass die Phase auch auf dem braunem Anschlusskabel im Gerät anliegt, da mir beim Öffnen der meisten Geräte aufgefallen war, dass im inneren der Geräte meist eine eindeutige Unterscheidung zwischen hot und cold gemacht wird. Bei einem Verstärker mit geschalteten Steckdosen an Rückseite braucht man dafür ja noch nicht einmal das Gerät öffnen, sondern nur mit dem Phasenprüfer testen ob beim ein/ausschalten des Amps die Phase oder der Nullleiter an den rückseitigen Steckdosen geschaltet wird.
Die Hersteller müssten ja eigentlich wissen an welchem Wicklungsende ihrer einzelnen Geräte (danke an hf500 für die Erklärung) die Phase bzw. der Nullleiter im Zweifel besser aufgehoben ist.
Obwohl ich mir denke, dass die Hersteller durch die zufällige Steckerposition bei unseren zweipoligen Eurosteckern dazu gezwungen sind die Geräte so auszulegen, dass sie in jeder Position ihre volle Qualität bringen.
Die Möglichkeit den Netzstecker so zu markieren, dass klar wäre wo die Phase anzuliegen hat, dürfte ja gesetzlich für den Hersteller nicht möglich sein. Sonst würde man Laien (wie mich) ja dazu animieren mit nem Phasenprüfer in der Steckdose rumzufummeln oder bei jedem Einstöpseln einen Fachmann hinzuzuziehen.
Hat vielleicht mal einer derjenigen, die Ihre Geräte ausgephast haben, nachgeprüft ob die Phase dann auch am braunem kabel anliegt?

Grüße von Nelly

Hier mal der Stromanschluss von meinem CDP Marantz CD63se:

Wotanstahl
Inventar
#15 erstellt: 19. Jun 2007, 07:45
Hallo Uwe Mettmann,

sowas ist mir auch schon durch den Kopf gegangen.
Es sind ja alle Geräte miteinander verbunden.

Was ist den wenn man einen bunten Mix aus geerdeten Geräten mit Kaltgerätestecker und normalen hat?
Meine Endstufe Z.B. kann man nicht ausphasen weil keine Spannung am Gehäuse zu messen ist.

Trotzdem reagiert die Endstufe bei "falscher" Polung mit einem kaum wahrnembaren brummen aus dem Gehäuseinneren.

Stecker rumgedreht und - brummen weg.
Und ich bilde mir ein, es klingt auch weiträumiger.

Gruss Wotan
Argon50
Inventar
#16 erstellt: 19. Jun 2007, 11:10

Wotanstahl schrieb:

Trotzdem reagiert die Endstufe bei "falscher" Polung mit einem kaum wahrnembaren brummen aus dem Gehäuseinneren.

Stecker rumgedreht und - brummen weg.


Ab in die Werkstatt damit, würd ich jetzt mal sagen.

Grüße,
Argon

Wotanstahl
Inventar
#17 erstellt: 19. Jun 2007, 12:28
Hallo Argon,

das ist bei den ML 331/2/3 normal.

Ich habe schon mit mehrern Besitzern und Herr Krauspenhaar
von Sun Audio darüber gesprochen.

Einmal den Stecker in der Wand gedreht - und brummen weg!
Bei der richtigen Polung ist es weg, hat wohl was mit den Trafos zu tun.

Gruss Wotan


[Beitrag von Wotanstahl am 19. Jun 2007, 14:31 bearbeitet]
Argon50
Inventar
#18 erstellt: 19. Jun 2007, 12:40

Wotanstahl schrieb:
Hallo Argon,

das ist bei den ML 331/2/3 normal.

Ich habe schon mit mehrern Besitzern und Herr Krauspenhaar
von Sun Audio darüber gesprochen.

Bei der richtigen Polung ist es weg, hat wohl was mit den Trafos zu tun.

Gruss Wotan


Hallo Wotan!

Das spricht aber dann nicht unbedingt für ein sorgfälltig und ordnungsgemäß verarbeitetes Gerät.

Zumindest macht es mir den Anschein.

Grüße,
Argon

Wotanstahl
Inventar
#19 erstellt: 19. Jun 2007, 12:45
Hi Argon,

Das war jetzt hart.

Kann das sein das Du die ML-332 garnicht kennst ?


Gruss Wotan
Argon50
Inventar
#20 erstellt: 19. Jun 2007, 12:51

Wotanstahl schrieb:
Hi Argon,

Das war jetzt hart.

Kann das sein das Du die ML-332 garnicht kennst ?


Gruss Wotan

Das geb ich gerne zu.

Drum hab ich ja geschrieben "macht es mir den Anschein".

Will da auch garnicht auf ein bestimmtes Gerät "einschlagen", ich find es nur nicht ok, wenn ich mir für teures Geld Geräte kaufe und dann noch rumpfriemeln muß an der Netzleitung damit ich kein Brummen höre.

War jetzt eher allgemein gedacht!

Wotanstahl
Inventar
#21 erstellt: 19. Jun 2007, 14:13
Hallo Argon,

hier meine Mark Levinson 332 von aussen:






Gruss Wotan


[Beitrag von Wotanstahl am 19. Jun 2007, 14:14 bearbeitet]
Argon50
Inventar
#22 erstellt: 19. Jun 2007, 14:16

Wotanstahl schrieb:
Hallo Argon,

hier meine Mark Levinson 332 von aussen:

Gruss Wotan


Cooles Teil!

Gefällt mir!

Die Heizung im Hintergrund ist aber meist arbeitslos, oder?

Gruß,
Argon

Wotanstahl
Inventar
#23 erstellt: 19. Jun 2007, 14:16
Hallo Argon,

und innen:





Das mit dem Bilder hochladen üb´ ich noch.

Gruss Wotan
Wotanstahl
Inventar
#24 erstellt: 19. Jun 2007, 14:22
hey Argon,

die ist im Sommer sowieso aus.

Aber so im Umkreis von 1,5M merkt man es schon.

Aber was tut man nicht alles für den Wohlklang.

Gruss Wotan
Argon50
Inventar
#25 erstellt: 19. Jun 2007, 14:24
Auch klasse!

Ich bleib aber trotzdem dabei, dass ich wenn ich mir so ein feines Gerätchen zulege nicht noch an der Stromverbindung/-versorgung rumspielen will.

Das muß auch ohne (rumspielen, nicht ohne Strom ) gehn!

Uwe_Mettmann
Inventar
#26 erstellt: 20. Jun 2007, 06:49

Wotanstahl schrieb:
sowas ist mir auch schon durch den Kopf gegangen.
Es sind ja alle Geräte miteinander verbunden.

Hallo Wotan,

nicht nur eine angeschlossene Antennenleitung bringt das Gleichgewicht einer ausgephasten Anlage durcheinander, sondern auch ein nicht benötigtes aber ausgeschaltetes Geräte, dass an der Anlage angeschlossen ist. Komisch, dass dies bisher auch noch keinem aufgefallenen ist.


Wotanstahl schrieb:
Was ist den wenn man einen bunten Mix aus geerdeten Geräten mit Kaltgerätestecker und normalen hat?

Wenn die Geräte über die Cinchanschlüsse miteinander verbunden sind, so kann dies zu Problemen führen. Das hat aber nichts mit dem Ausphasen zu tun. Wenn man Geräte mit Cinchanschlüsse kauft, so sollte man nur welche nehmen, dessen Netzkabel keinen Schutzleiter hat oder bei denen die Cinchmasse galvanisch vom Schutzleiter getrennt ist.

Bei Geräten mit XLR-Anschlüssen ist das Ganze unproblematischer, also ist dann ein Netzkabel mit Schutzleiter kein Problem.



Wotanstahl schrieb:
Meine Endstufe Z.B. kann man nicht ausphasen weil keine Spannung am Gehäuse zu messen ist.

Trotzdem reagiert die Endstufe bei "falscher" Polung mit einem kaum wahrnembaren brummen aus dem Gehäuseinneren.

Stecker rumgedreht und - brummen weg.

Was ich nicht verstehe, dass so was nicht beim Hersteller reklamiert wird. Normale Standardgeräte haben solche Probleme doch auch nicht, da kann man doch erwarten, dass wesentlich hochwertige Geräte auch kein Brummproblem haben.

Beispiel Auto, da erwarte ich doch gerade bei Autos er Oberklasse, dass der Motor sauber läuft. Ein unrunden Leerlauf und Schütteln des Fahrzeugs würde ich doch niemals akzeptieren und dies sofort reklamieren. Daher verstehe ich nicht, dass solche Macken wie Brummen bei hochwertigen Audiogeräten einfach so hingenommen werden und der Hersteller nicht zur Verantwortung gezogen wird.


Viele Grüße

Uwe
hf500
Moderator
#27 erstellt: 20. Jun 2007, 16:19
Moin,
ist doch genauso wie bei einem sehr weit verbreitetem Softwarepaket.
Es hat Fehler wie ein Hund Floehe (Der Hund waere allerdings schon aus Selbstschutz beizeiten daran gestorben ;-),
aber anstatt dieses unausgereifte Produkt massiv zu reklamieren, findet man sich entweder damit ab, oder man bedient sich
an zahlreich erscheinender Sekundaerliteratur, die einem jeden Monat wieder mit 1000 geheimen Tricks weiterhelfen soll/will.
(Und praechtig davon lebt ;-)

Das wird also ziemlich klaglos akzeptiert.

Waere dieses Produkt aber ein simpler Toaster, der Haendler haette das Ding spaetestens am dritten Tag wieder auf dem Tresen stehen,
der Hersteller waere inzwischen wegen Erfolglosigkeit am Markt eingegangen.

Anscheinend gibt es eine aehnliche Leidensfaehigkeit bei HiFi Geraffel der oberen Preisklassen. Nur besteht hier die oben erwaehnte
Sekundaerliteratur aus teurem Zubehoer, um die (vermeintlichen oder tatsaechlichen) Fehler der teuren Hardware zu kompensieren.
Anstatt dem Hersteller damit die Bude einzurennen, man hat schliesslich einiges an Geld investiert.

Bei teuren Autos wiederum wird wieder nach der Toastermethode verfahren. Irgendwie merkwuerdig, das Verhalten der Leute....

73
Peter
Argon50
Inventar
#28 erstellt: 20. Jun 2007, 16:29

hf500 schrieb:
Moin,
ist doch genauso wie bei einem sehr weit verbreitetem Softwarepaket.
Es hat Fehler wie ein Hund Floehe (Der Hund waere allerdings schon aus Selbstschutz beizeiten daran gestorben ;-),
aber anstatt dieses unausgereifte Produkt massiv zu reklamieren, findet man sich entweder damit ab, oder man bedient sich
an zahlreich erscheinender Sekundaerliteratur, die einem jeden Monat wieder mit 1000 geheimen Tricks weiterhelfen soll/will.
(Und praechtig davon lebt ;-)

Das wird also ziemlich klaglos akzeptiert.

Waere dieses Produkt aber ein simpler Toaster, der Haendler haette das Ding spaetestens am dritten Tag wieder auf dem Tresen stehen,
der Hersteller waere inzwischen wegen Erfolglosigkeit am Markt eingegangen.

Anscheinend gibt es eine aehnliche Leidensfaehigkeit bei HiFi Geraffel der oberen Preisklassen. Nur besteht hier die oben erwaehnte
Sekundaerliteratur aus teurem Zubehoer, um die (vermeintlichen oder tatsaechlichen) Fehler der teuren Hardware zu kompensieren.
Anstatt dem Hersteller damit die Bude einzurennen, man hat schliesslich einiges an Geld investiert.

Bei teuren Autos wiederum wird wieder nach der Toastermethode verfahren. Irgendwie merkwuerdig, das Verhalten der Leute....

73
Peter

Wunderbar formuliert und auf den Punkt gebracht!

Danke und volle Zustimmung!

Grüße und einen schönen Abend,
Argon

Wotanstahl
Inventar
#29 erstellt: 21. Jun 2007, 08:11
Hallo,

die Endsufe hat soger einen eingebauten Netzfilter.
Die Phase ist markiert.

Wer Sie absichtlich verpolt anschliest ist ja selber Schuld.
Da kann ja Madrigal auch nix dafür.

Bei richtiger Polung ist´s Mucksmäuschen Still und die Musik spielt mehr um dem LS herum.

Ich wollte damit nur bekräftigen das manche Geräte sehr wohl klanglich wie auch technisch auf die Phase reagieren.



Gruss Wotan
Argon50
Inventar
#30 erstellt: 21. Jun 2007, 12:11

Wotanstahl schrieb:
Hallo,

die Endsufe hat soger einen eingebauten Netzfilter.
Die Phase ist markiert.

Wer Sie absichtlich verpolt anschliest ist ja selber Schuld.
Da kann ja Madrigal auch nix dafür.

Bei richtiger Polung ist´s Mucksmäuschen Still und die Musik spielt mehr um dem LS herum.

Ich wollte damit nur bekräftigen das manche Geräte sehr wohl klanglich wie auch technisch auf die Phase reagieren.



Gruss Wotan

Hallo Wotan!

Was nützt es mir aber wenn die Markierung nur am Stecker aber nicht an meiner Steckdose vorhanden ist?

Es bleibt eine nicht praxisgerechte Verarbeitung seitens des Geräteherstellers.
Egal wie gut oder schlecht das Gerät an sich ist.

Würde mir Mercedes ein Auto verkaufen wollen, bei dem ich erst die Verkabelung durchprüfen müßte bevor ich starten kann, so würde ich dieses Fahrzeug nicht kaufen und mich bei BMW ö.Ä. umsehen.

Nichts gegen deine Anlage, die scheint wirklich gut zu sein, nur es bleibt mir unverständlich das manche Hersteller dieses Preisbereichs solche an sich Kleinigkeiten nicht in den Griff bekommen, andere schaffen dies ohne Weiteres.

Grüße,
Argon

chilman
Inventar
#31 erstellt: 21. Jun 2007, 13:00
ich schätze mal, das wurde mit absicht für den psychoakustischen effekt gemacht.
den geneigten highender stellt es wohl mehr zufrieden, wenn er selber stolz den stecker in der dose drehen kann und dann plötzlich die vorhänge vom lautsprecher fallen und die musik durch die gegend springt, als wenn er einfach ein 08/15 gerät auspackt und es auf anhieb funktioniert. kann man denke ich auch auf einige andere phänomene übertragen.
der verstärker sieht ja wirklich sehr nett aus, aber es ist schon komisch, wenn der hersteller es nicht schafft ne "schirmwicklung" auf den trafo zu wickeln und insgesamt für ein vernünftiges erdungskonzept zu sorgen
hf500
Moderator
#32 erstellt: 21. Jun 2007, 17:11
Moin,
ein Verstaerker, der bei "falscher" Polung der Netzleitung derart mit verschlechtertem
Geraeuschabstand reagiert, ist schlicht eine Fehlkonstruktion.
Die Forderung, weitestgehend polungsunabhaengig zu sein, erfuellen schon Billiggeraete,
das also herzustellen kann so schwer nicht sein.
Man koennte fast das Gefuehl haben, dass da geheime Abkommen mit Zubehoerherstellern geschlossen werden...

73
Peter
Argon50
Inventar
#33 erstellt: 21. Jun 2007, 17:29

hf500 schrieb:

Man koennte fast das Gefuehl haben, dass da geheime Abkommen mit Zubehoerherstellern geschlossen werden...


Wohl genau so geheim wie die Absprachen zwischen der Automobilindustrie und den Mineralölkonzernen, die es natürlich auch nicht gibt.

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