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HiFi Geschäftsethik - Wird Betrug als Kavaliersdelikt wahrgenommen?

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max120209
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 05. Mai 2015, 09:00
Ausgangspunkt ist die Kabelklangdiskussion aus dem Fred "Gibt es echte Beweise für Kabelklang".
Meiner Meinung nach sorgt bereits der Fred-Titel für FUD, denn "gibt es Beweise" impliziert, dass Kabelklang definitiv existiert und nur die Beweise noch "fehlen" oder "schwer zu liefern" sind. Dabei ist das keineswegs der Fall und beruht auf einem falschen Umkehrschluss ("Nichtexistenz lässt sich niemals beweisen").
Dies war bestimmt vom OT nicht so gewollt, jedoch spielt dies unseren Forenverkäufern natürlich stark in die Hände.

Hier schrub ich einst:

Mach doch einfach 'nen Blindtest! Dann weißte auch, ob du danach noch Unterschiede hörst oder ob das Ganze nur Einbildung war.


Darauf antwortete "Hat sich gelöscht":

Das ist falsch. Er weiß dann nur dass er im BT keinen Unterschied (mehr) hört, das ist alles.


Darauf pampte ich zurück:

Nein, das was du sagst ist falsch. Wenn er unverblindet Unterschiede hört, die er verblindet nicht hört, dann hat er sich diese Unterschiede eingebildet.

Es ist tatsächlich so einfach.
Alle deine künstlichen Verkomplizierungen sind Ausdrucks deines Verkaufsinteresses, denn dein Geschäftskonzept beruht darauf, die Unwissenheit deiner Kunden auszunutzen.
Wollen wor mal über Moral reden?
Über Geschäftsethik?
Das fände ich spannend!


Also, ich würde gerne über Moral reden über Ethik hinter dem Kauf / Verkauf.
Ich selbst habe durchaus Erfahrung im Verkauf und Marketing, auch wenn ich sicherlich noch nicht so al ...*hust* so viel Erfahrung wie andere sammeln konnte.

Also, ganz konkret:
- Ist es eurer Meinung nach moralisch unbedenklich, seinen Kunden gewisse Fakten vor dem Kauf vorzuenthalten?
- Ist FUD eine moralisch integere Maßnahme zur Umsatzsteigerung?
- Sollten Händler, die mit diesen Methoden arbeiten rechtlich schärfer belangt werden?
- Wenn der Händler selbst an ein "Wunderversprechen" glaubt - Macht er sich dann moralisch schuldig (rechtlich ja eh nicht)?
- Kennt ihr Händler, die nach diesem Prinzip arbeiten? (Bitte keinen Pranger!)
- Wo ist die Grenze zwischen Betrug und "vergessen den Kunden auf xy hinzuweisen" (Rechtlich Einzelfallprüfung, aber moralisch?)
- Wie können seriöse Händler agieren, um sich vor solchen falschen Fuffzigern zu schützen?
- Wie sollten Kunden auf diese Fuffis reagieren?
- Falls DU dich angesprochen fühlst: Morgens in den Spiel gucken läuft? Und jeden Tag steht ein Dummer auf? Oder wie?
- Findet ihr, dass ich dieser Sache zuviel Wichtigkeit beimesse? War immer schon so? Lieber nicht ansprechen?

Grüße
Meyersen
Stammgast
#2 erstellt: 05. Mai 2015, 09:48
Moin,

ich glaube nicht, dass ein Fred mit dem Thema "Geschäftsethik" hier weit führen wird.

Vorweg: Jeder Gewerbetreibende muss mit sich selbst ausmachen, wie er handeln will, wie er zu Ehrlichkeit steht, und ab welchem Level an Unehrlichkeit er sich morgens im Spiegel nicht mehr ansehen kann. Die Grenzen hier für sind durchaus weit gesteckt...


- Sollten Händler, die mit diesen Methoden arbeiten rechtlich schärfer belangt werden?


Es gibt schon Gesetzte, die Betrug unter Strafe stellen. Was soll denn noch kommen? Die Frage ist doch immer, ob man einen Betrug nachweisen kann. Zum Glück reicht bei uns nicht ein bloßer Verdacht für die Strafverfolgung. Das hatten wir schon mal, und das war nicht so toll.


- Wie sollten Kunden auf diese Fuffis reagieren?


Ist die Frage ernst gemeint? Wer mich ein mal bescheißt, dessen Laden betrete ich nicht mehr, und Freunde und Bekannte werden vorgewarnt. Ist der Betrug groß und eindeutig genug, dann folgt die Anzeige, basta.

Es ist aber auch nicht alles schwarz oder weiß, wie man bei einem Antwortversuch auf diese Frage sehen müsste:

- Wenn der Händler selbst an ein "Wunderversprechen" glaubt - Macht er sich dann moralisch schuldig (rechtlich ja eh nicht)?

Betrug ist, wenn ich ein Versprechen zu Produkteigenschaften mache, von dem ich weiß, dass es nicht zu halten ist.

Bin ich von dem, was ich anzubieten habe, selbst restlos überzeugt, dann betrüge ich nicht - nicht im Sinn der obigen Definition. Ich irre mich eventuell, was die tatsächliche Wirkung des angebotenen Artikels angeht. Das ändert nicht, dass ich eventuell - total begeistert von meinem tollen Produkt - nutzlosen teuren Kram verkaufe, aber ich handle nicht in der Absicht, jemanden zu übervorteilen. Daran kann ich nichts unmoralisches sehen.

Und spätestens hier beginnt die Grauzone, die den übliche Verdächtigen ermöglicht, den Fred zu kapern und Verwirrung zu stiften. Wie immer. Viel Spaß!


Gruß aus Königslutter,

Kai.

PS: Ich liebe meinen Spiegel! Der zeigt mit jeden Morgen ein nettes Gesicht.
Dadof3
Inventar
#3 erstellt: 05. Mai 2015, 11:35
Da die Grenzen zwischen grundehrlicher altruistischer Beratung und knallhartem Betrug fließend sind, wird sich diese Frage kaum klären lassen. Die allermeisten Geschäftsleute werden sich irgendwo dazwischen bewegen, nicht nur aus Gründen der Moral, sondern auch um des guten Rufes und der Kundenzufriedenheit einerseits und der Umsatzentwicklung andererseits wegen, von strafrechtlichen Konsequenzen und zivilrechtlichen Ansprüchen mal gar nicht zu reden.

Verstehe also nicht, was du dir von der Diskussion erhoffst. Ein bisschen Klappern gehört zum Geschäft, wenn Ariel behauptet, am weißesten zu waschen, wird das auch akzeptiert. Es liegt am Kunden, kritisch zu bleiben.

PS: Was ist FUD?


[Beitrag von Dadof3 am 05. Mai 2015, 11:38 bearbeitet]
Meyersen
Stammgast
#4 erstellt: 05. Mai 2015, 11:54
Der Begriff FUD wurde in diversen Kabel- und Verstärkerfreds tausend mal benutzt.

Das sagt Wikipedia

Wenn Ariel sagen würde, dass es "am weißesten" wasche, dann wäre diese absolute Aussage evtl. schon anfgreifbar...

Gruß

Kai
hifi_angel
Inventar
#5 erstellt: 05. Mai 2015, 12:07
Und was ist mit "Dash, wäscht so weiß, weißer geht's nicht."

FUD ist eine Strategie um Produkte an den Mann zu bringen. Ohne FUD würde sich z.B. die Versicherungsbranche sehr schwer tun.

FUD wird auch immer da verstärkt angewendet, wenn die Faktenlage mehr als dünn ist. Also gerade im HiFi-Voodoo-Bereich (Kabelklang. etc).

ABER

für den mündigen Konsumenten besteht auch hinsichtlich Wissen und Fakten eine Hohlschuld. Sie zu ersetzen durch eine Bringschuld der Händler ist mehr als nur naiv.

Zu Ernährungsfragen befrage ich ja auch nicht meinen Lebensmittelhändler. Der ist letztendlich immer "befangen".
max120209
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 05. Mai 2015, 13:06

Dadof3 (Beitrag #3) schrieb:
Verstehe also nicht, was du dir von der Diskussion erhoffst.

Hatte ich recht eindeutig formuliert: Eure Meinungen und Beispiele hören und evtl. darüber zu diskutieren. Vielleicht entstehen so so ja Tipps und Tricks, einen unseriösen Händler von einem seriösen zu unterscheiden, ganz im Sinne von Meyersen.

Wie bei allen Diskussionen in öffentlichen Foren steht es dir selbstverständlich frei, dieser nicht beizuwohnen.
Meyersen
Stammgast
#7 erstellt: 05. Mai 2015, 16:53
Moin,

ist zwar OT, aber ich war doch ein wenig geschockt: Janus hat sich wirklich gelöscht???
MANN, das ist mal ein heftiger Einschnitt hier im Forum. Hat er sich wenigstens ordnungsgemäß abgemeldet? Wurde Janus evtl. unter neuem Namen schon wieder gesichtet? Was tut er nun mit seiner dazugewonnenen Freizeit?

Ich hatte mich schon gewundert, dass hier nix passiert. Ein Voodoo-Fred ohne Janus, das geht eigentlich kaum.


Gruß aus Königslutter

Kai
Dadof3
Inventar
#8 erstellt: 05. Mai 2015, 17:19

Meyersen (Beitrag #4) schrieb:
Wenn Ariel sagen würde, dass es "am weißesten" wasche, dann wäre diese absolute Aussage evtl. schon anfgreifbar... ;)

Ethisch mag man diese Sichtweise vertreten. Rechtlich ist da nichts zu machen. Es gibt keine Pflicht, den Wahrheitsgehalt von Werbeaussagen belegen können zu müssen.

(So ein Gesetz war vor 10 Jahren oder so übrigens wirklich mal in Planung, es ist aber daran gescheitert. dass es praktisch kaum durchzusetzen gewesen wäre und letztlich auch dem Verbraucher nicht geholfen hätte.)


max120209 (Beitrag #6) schrieb:
Wie bei allen Diskussionen in öffentlichen Foren steht es dir selbstverständlich frei, dieser nicht beizuwohnen.

Verstehe mich nicht falsch, ich will nicht Kritik an dem Thread üben, sondern deine Beweggründe verstehen.
Hüb'
Inventar
#9 erstellt: 05. Mai 2015, 17:47
Hi,

Was tut er nun mit seiner dazugewonnenen Freizeit?

viel wichtiger, was tun wir mit unserer dazugewonnenen Freizeit?

Zum Thema an sich:
Die meisten Menschen haben heutzutage ausreichend medialen Zugang, damit Zugriff auf Informationen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Das schließt das Wissen über kontrovers diskutierte Wirkweisen und überprüfbare Effekte windigen Hifi-Zubehörs und assoziierten Hifi-Geräte-Geschmeiß' ein.
Es ist seit jeher so, dass Anbieter von was-auch-immer nicht gerade bestrebt sind, nachteilige und hinterfragenswerte (Nicht-)Eigenschaften ihrer Produkte hervorzukehren. Zu einem Deal gehört auch immer ein bereitwillig glaubender und zahlender Kunde.

Jeder ist seines Glückes Schmied.
Jeden Tag steht ein Dummer auf.
Leben und leben lassen.

Findet ihr, dass ich dieser Sache zuviel Wichtigkeit beimesse

Ja.

Grüße
Frank


[Beitrag von Hüb' am 05. Mai 2015, 17:56 bearbeitet]
Car-Hifi
Inventar
#10 erstellt: 05. Mai 2015, 20:35

max120209 (Beitrag #1) schrieb:
- Ist es eurer Meinung nach moralisch unbedenklich, seinen Kunden gewisse Fakten vor dem Kauf vorzuenthalten?

Wer will festlegen, welche Informationen in welcher Branche ein Verkäufer haben muss, welche Informationen er weitergeben muss? Wie will man das kontrollieren? Man versucht es gerade bei Banken und Versicherungen, und trotzdem verlieren immer noch jährlich hunderte oder gar tausende Menschen deutschlandweit ihr Geld in unsicheren Anlagen.


- Ist FUD eine moralisch integere Maßnahme zur Umsatzsteigerung?
- Sollten Händler, die mit diesen Methoden arbeiten rechtlich schärfer belangt werden?

Wer wollte Gesetze erlassen, die sowas verbieten? Unsere derzeitige Regierung? (und die der letzen 40 Jahre, oder die der nächsten mindestens 10) FUD ist doch deren Politik. Auf FUD beruhen alle Gesetze und Regelungen der letzten ... ich weiß nicht wie viel Jahrzehnten. Lies Dir einfach mal eine Woche Zeitungen, vor allem aus dem Springer-Verlag an. Mindestens 90% der Nachrichten sind FUD!


- Wenn der Händler selbst an ein "Wunderversprechen" glaubt - Macht er sich dann moralisch schuldig (rechtlich ja eh nicht)?
- Kennt ihr Händler, die nach diesem Prinzip arbeiten? (Bitte keinen Pranger!)

Apotheken, Banken, Versicherungen, Autohändler, Wellness-Tempel.... viele verkaufen ihre Waren und Dienstleistungen über Ängste. Und sei es nur die Angst, nicht begehrt zu sein, wenn man keine Markenware kauft. Die offene Erklärung: Ich verkaufe Luxus, was ich im Angebot habe, braucht kein Mensch. Es kann Dein Leben schöner, einfacher, lebenswerter, angenehmer machen, muss es aber nicht. Wenn Du kein Produkt bei mir kaufst, warum auch immer, wird Dein Leben wie bisher weiterlaufen, es wird nicht schlechter werden. hört man nur selten. Oft sind sich die Verkäufer der Tatsache nicht mal bewusst.


- Wo ist die Grenze zwischen Betrug und "vergessen den Kunden auf xy hinzuweisen" (Rechtlich Einzelfallprüfung, aber moralisch?)

Wir leben in einer Marktwirtschaft. Wenn ein Kunde in den Laden kommt, und ein Produkt haben möchte, dann wird man ihm das verkaufen (abgesehen natürlich von Produkten, die rechtlichen Regulierungen unterliegen). Beispiel: Kunde kommt in den Laden und braucht eine Armbanduhr. Der Verkäufer erklärt ihm, dass das Produkt aus deutscher Handarbeit die Uhrzeit viel schöner anzeigt, viel genauer anzeigt und aus der Zeitmessung ein ganz neues Ereignis macht. Wenn der Kunde für diese Uhr den Preis eines Mittelklassewagens bezahlt, wo ist da der Betrug? Als Verkäufer darf man davon ausgehen, dass der durchschnittliche Kunde (nach Gesetz) mündig ist, selbständig Geschäfte abschließen darf, frei darin ist, sich selbst zu informieren, Angebote und Aussagen überprüfen kann. Davon ausgehend ist Betrug - rechtlich und moralisch - aus meiner Sicht schon sehr schwierig.

Das eigentliche Problem scheint mir ein gewisses Maß an Gläubigkeit bei den Menschen. Aus meiner Sicht ist die Anzahl der leichtgläubigen Menschen oder die Schwelle zwischen Glauben und Wissen stets gleich hoch - fast egal wie hoch der Bildungsstand ist, oder der Wohlstand. Und wenn sich der Glauben und das System FUD nicht mehr auf Gott und Teufel konzentriert, suchen manche Menschen neue Gebiete, die sie nicht verstehen, wo sie glauben können: "Naturheilmittel", Kabel, vitalisierende Lebensmittel, Unverträglichkeiten, chemisch hergestellte Vitamine, Chemtrails, Hohlerde, Reichsflugscheiben, 9/11=CIA, Bilderberger, Außerirdische....

Und wenn diese Menschen für ihren Glauben, aus freiem Willen Geld, viel Geld ausgeben wollen, warum soll sich dann nicht jemand finden, der davon sich und seine Familie ernähren kann? Man sollte gläubige Menschen nicht generell für unzurechnungsfähig und besonders schutzwürdig halten.
Burkie
Inventar
#11 erstellt: 06. Mai 2015, 04:54
Hallo.
Das Kabel- und Verstärkerklang-Geschäft funktioniert doch nur deshalb, weil es keinen Kabel- oder Verstärkerklang gibt.

Da sich echt nichts am Klang tut, kann sich der Käufer alle Wunder und Fabeln einbilden.

Das Kabel, der Verstärker, CD-Matten, Klang-Kristallen, dienen dem Käufer als Projektionsfläche für die unerreichbaren Hoffnungen nach einem erfüllten Leben.

Würden Kabel wirklich den Klang verändern, so würde das Geschäftsmodell gar nicht mehr funktionieren.

Das sehen wir ja bei Phonokabeln, den Kabeln zwischen Plattenspieler und Vorverstärker. Spule vom Tonabnehmer und Eingangskapazität vom Vorverstärker plus Kabelkapazität bilden einen Schwingkreis, dessen Resonanzfrequenz richtig liegen muss, damit von Platten ein insgesamt etwa ausgewogener Frequenzgang kommt. Gerade hier könnten Kabelfetischisten sich austoben! Je nach Kabelkapazität könnte man die Resonanzfrequenz hin- und her schieben und damit den Klang hörbar verändern.
Macht aber keiner.
Stattdessen nimmt jeder Kabel mit geeigneter geringer Kapazität, damit es eben gerade keine Klangveränderung gibt.

Bloß bei Lautsprecherkabeln wird das wieder ganz anders gemacht.... Jedes Lautsprecherkabel soll ja seinen Eigenklang haben, mit dem man dann seine "Kette" abstimmen könne...

Da dieser ganze "Hi-End"-Tinnef ja bloß Platzhalter unereichbarer Hoffnungen auf erfülltes Leben sind, können sie vom Käufer mit allen Wunderbaren Fantastereien gefüllt werden. Deshalb brauchen alle diese "Hi-End"-Geräte ihre "Story", ihre "Geschichte". Um die Fantastereien der Käufer anzuregen.
Der 70jährige blinde Lautsprecher-Kabelflechter; der junge revolutionäre Verstärker-"Entwickler", u.s.w. Das Geschwurbel ist wesentlichster Bestandteil des Produkts. Und natürlich der Preis. Es muß teuer sein, sonst funktioniert die Fantasterei der Käufer auch nicht mehr.

Gruß
Hüb'
Inventar
#12 erstellt: 06. Mai 2015, 06:06

Beispiel: Kunde kommt in den Laden und braucht eine Armbanduhr. Der Verkäufer erklärt ihm, dass das Produkt aus deutscher Handarbeit die Uhrzeit viel schöner anzeigt, viel genauer anzeigt und aus der Zeitmessung ein ganz neues Ereignis macht. Wenn der Kunde für diese Uhr den Preis eines Mittelklassewagens bezahlt, wo ist da der Betrug?

Das ist allerdings als Beispiel schon sehr an den Haaren herbeigezogen.
Bei Luxusgütern müssen Verkäufer in aller Regel nicht von der grundsätzlichen Wertigkeit oder dem Nutzen von Artikel überzeugen. Da weiß der Kunden in aller Regel zumindest, in welcher Preiskategorie er sich bewegen möchte.
Zudem steht bei Uhren die implizite Behauptung (Stichwort "FUD") eines tatsächlich funktionalen Nutzens eher nicht im Raum, solange eine Funkuhr vom Discounter die Primärfunktion besser erfüllt, als jeder mechanische, zertifizierte Chronometer für x-TEUR.

Ändert aber alles nix an meiner Grundüberzeugung, dass der Zugang zu Informationen und somit zu einer differenzierten eigenen Meinungsbildung heute einfacher ist, als je zuvor. Man kann Konsumenten nur begrenzt vor sich selbst schützen und so lange Leib, Leben und Vermögen nicht ernsthaft gefährdet sind, sollte IMHO jeder zunächst einmal für sich selbst verantwortlich sein. Regulatorische Eingriffe braucht's da mMn nicht.



[Beitrag von Hüb' am 06. Mai 2015, 06:17 bearbeitet]
THX2008
Inventar
#13 erstellt: 06. Mai 2015, 06:22

Car-Hifi (Beitrag #10) schrieb:
Beispiel: Kunde kommt in den Laden und braucht eine Armbanduhr. Der Verkäufer erklärt ihm, dass das Produkt aus deutscher Handarbeit die Uhrzeit viel schöner anzeigt, viel genauer anzeigt und aus der Zeitmessung ein ganz neues Ereignis macht.

Ich finde das Beispiel gar nicht so falsch. Jeder vernünftig denkende Mensch weiß, dass er mit dem 5-Euro-Aldi-Wecker die Uhrzeit genauso bestimmen kann. Trotzdem gibt der eine oder andere soviel Geld aus, eben weil es für ihn

aus der Zeitmessung ein ganz neues Ereignis macht.
.

Und wenn der Schwubel-Kabel-Verkäufer dem Kunden erklärt, dass sich durch die Kabel ein Vorhang wegzieht und die Höhen brillianter und die Bässe knackiger sind, dann gibt es ja auch offensichtlich eine Menge Kunden, bei denen das dann Zu Hause genau so ist (Vernunft mal wieder außen vorgelassen) - wie man in den einschlägigen Foren erfahren kann.

Wo ist da jetzt der Betrug? Ist doch für alle beteiligten eine Win-Win-Situation.
ZeeeM
Inventar
#14 erstellt: 06. Mai 2015, 06:23
Der Punkt ist wo man sachlich Verkaufsargumente nutzt und wo emotionale Aspekte angesprochen werden. Letztere sind viel Verkaufswirksamer. Der Hifi-Bereich hat nur das Problem das es auch verkaufs- und vertriebsseitig dann doch nur um nüchterne technische Notwendigkeiten gehen soll und die brauchen dann plausible Gründe, auch wenn sie kompletter Nonsens sind. "Aber ich höre es doch" ist das finale Argument.
Was bleibt? Der unbedingte Wille zu glauben, das die technische Qualität mit dem Preis und dem getriebenen Aufwand steigt und die Hersteller quasi damit nur einen Kotau vor den begnadeten Ohren ihrer Kunden tun. Das geht nun soweit, das selbst ein Stück Leiter, einzelne Stecker oder gar die Wahl des Lötzinns diesem Verkaufsmechanismus zum Opfer fällt.
Hüb'
Inventar
#15 erstellt: 06. Mai 2015, 06:25

Ich finde das Beispiel gar nicht so falsch. Jeder vernünftig denkende Mensch weiß, dass er mit dem 5-Euro-Aldi-Wecker die Uhrzeit genauso bestimmen kann. Trotzdem gibt der eine oder andere soviel Geld aus, eben weil es für ihn

Ja, nur muss ihm das kein Verkäufer - im Beispiel Uhren - nahebringen oder erklären...

max120209
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 06. Mai 2015, 07:25

Dadof3 (Beitrag #8) schrieb:
Verstehe mich nicht falsch, ich will nicht Kritik an dem Thread üben, sondern deine Beweggründe verstehen.

Wie cool wäre es, einen Thead posten zu können mit der Aussage: Hier, lies mal da die ersten 3 Seiten und überleg' dir danach, ob das der richtige Händler für dich ist.
So in der Art.
8erberg
Inventar
#17 erstellt: 06. Mai 2015, 08:11
Hallo,

ein guter Verkäufer kommt ja eigentlich nicht von alleine auf so einen Krempel, denn das würde auf ernsthafte Hifi-Fans abstoßend wirken.

Er hört ja besser einfach zu und bekommt vom Kunden ja zu hören was er für eine Anlage (oder "Kette") hat und was ihm wichtig ist.
Natürlich ist es in einem Fachgeschäft klar, dass auch Voodoogläubige ankommen und dann Beratung wünschen.
An dem Punkt unterscheidet sich ein guter Verkäufer von einem schlechten: ein guter Verkäufer wird sagen, dass es da wohl was gibt (was der Kunde ja meist schon aus der F[l]achpresse kennt) aber ohne den Kunden vor dem Kopf zu stoßen dezent daraufhinweisen, dass es "ersteinmal andere Baustellen gibt". Damit wäre man seriös und diplomatisch erst einmal aus der Nummer raus. Leute die dann rumbölken und meinen mit Wunderkabel könnte eine 100 Euro-Box es mit Studio-Monitoren aufnehmen gibt es eh, aber da kann man soweiso nur dezent den Rückzug antreten. Mit solchen Kunden lohnt weder eine Diskussion geschweige denn ein Verkaufsgespräch.

Dummdreiste Verkäufer die sofort einen Kunden in eine gewisse Richtung drängen oder gar mit ihrem Voodoo-Krempel ankommen haben bei mir ganz schlechte Karten, da geh ich nach einem Warnschuß dann auch schon ohne Gruß aus dem Laden.

Peter
kinodehemm
Inventar
#18 erstellt: 06. Mai 2015, 12:17
Moin

wären die Menschen in der Lage,ihre eigenen Bedürfnisse zu eruieren, auszudrücken und dann dazu zu stehen, hätte der windige Verkäufer nen schweren Stand..

Aber der übliche Weg ist ja, das man meint, sich was GÖNNEN zu müssen, weil man es sich verdient hat.

Und da steht vom Krügerrand bis Schlangenöl erstmal alles parat..
ZeeeM
Inventar
#19 erstellt: 06. Mai 2015, 12:21
Und als guter Verkäufer erfüllst du Kundenwünsche, hinterfragst sie nicht oder redest ihnen das aus.

Wie heisst es? Wen der Kunde sagt "spring!", dann fragst du als Verkäufer nur noch, wie hoch und wie weit.
8erberg
Inventar
#20 erstellt: 06. Mai 2015, 12:53
Hallo,

ganz ehrlich? Wenn der Kunde es will - sonst geht der einen Laden weiter.

M.E. ist es schon ein Unterschied ob ich den Kunden son Tinnef aufquassel oder ob er es unbedingt kaufen will.

Mit solchen Leuten braucht man nicht zu diskutieren.

Peter
CHICKENMILK
Inventar
#21 erstellt: 06. Mai 2015, 13:11
phonosophie_biwiringad2modemfd8goszr


Für mich persönlich:
Ein ganz klarer Fall von Betrug durch Kundentäuschung und Irreführung sowie Behauptung falscher Tatsachen.


Das Traurige an der Geschichte:
Ja, es gab hier Leute, die eine deutliche Klangverbesserung durch den Kram behauptet haben.


[Beitrag von CHICKENMILK am 06. Mai 2015, 13:13 bearbeitet]
BassTrombone
Inventar
#22 erstellt: 06. Mai 2015, 13:30
ja dat is sone Sache mit der "Täuschung" im rechtlichen Kontext...

auf der Phonosophie Seite...

http://www.phonosoph...3=74&pid4=160&id=160

....steht zu dem Produkt nirgends etwas, das da in dem vergossenen Adapter irgendeine hochwertige Technologie oder ähnliches verbaut sei.

Ingo Hansen verspricht lediglich:

"Der Effekt ist ein Loslösen des Klanggeschehens von den Lautsprecherboxen, gesteigertes Impulsverhalten und eine deutlich gesteigerte Tonalität. Der Tief- und Hochtonbereich wird kontrollierter, die Wiedergabe erhält mehr Substanz"

Und das ist nun das weite und unbestimmte Feld der menschlichen Wa(h)rnehmung....ich denke kein Gericht der Welt würde einen Blindtest zur Beweisführung in Auftrag geben. Die meisten die das kaufen glauben ja an den Effekt und hören es dann ja auch so, fühlen sich also gar nicht betrogen......

Bitte nicht falsch verstehen, für mich ist Ingo Hansen /Phonosophie ein Zampano, aber ich denke, er glaubt selber wirklich an den Kram den er so verzapft und verkauft. Für einen Betrug im rechtlichen Sinne braucht es zum einen wirklich einen "Schaden" der dem Betroffenen entstanden ist PLUS die innere Intention der Verkäufers den Betroffenen bewußt zu täuschen, und auch zweiteres wird man Ingo Hansen nicht nachweisen können....

Dass die Drahtbrücken so simpel sind und man sie selber löten oder schweissen kann ist klar, darum kommt es einem ja wie Betrug oder Verarsche vor. Im "menschlichen" Sinne vom allgemeinem Unrechtsverständnis ist das auch so, aber rein rechtlich kann man ihm glaub ich nix nix nix....
hifi_angel
Inventar
#23 erstellt: 06. Mai 2015, 14:12
Ich bin dafür, dass man folgendes Schild bei diesen "Buden" anbringt:

gfrgegt

Dann kann hinterher keiner sagen, er hätte es nicht gewusst.

Zum Verarsc... gehören immer zwei, einer der es macht und einer der es mit sich machen lässt.

Aber wer lieber die Katze im Sack kauft und keine nachweisbaren Fakten zuvor abfragt, der muss halt im wahrsten Sinne des Wortes "daran glauben".

Andererseits jedoch, je geringer die (technische) Bildung, desto besser ist es für die Wirtschaft. Und die Wirtschaft, bzw. der Umsatz muss wachsen, sonst ist bald sowieso Ende der Fahnenstange.

Ich denke in einem modifizierten Wirtschaftsförderungsgesetz sollte man explizit den Voodoo-Bereich stärken, das schafft Arbeitsplätze (wo auch immer) und man könnte es mit der Reduzierung der Bildungsaufwendungen gegenfinanzieren, wodurch die Kaufbereitschaft nochmals ansteigt.

------

Und die Finanzbranche macht es uns doch täglich mit ihren phantasievollen "Finanzprodukten" vor. Es kommt nicht darauf an was drin ist, sondern was da klangvoll drauf steht, die Story muss stimmen, nicht der Inhalt. Und wenn einer so dreist ist mal nachzuschauen, hat schon verloren. Solange der Geist in der Flasche bleibt ist die Flasche wertvoll und macht den Besitzer zufrieden.


[Beitrag von hifi_angel am 06. Mai 2015, 14:24 bearbeitet]
Meyersen
Stammgast
#24 erstellt: 06. Mai 2015, 15:53
Moin,

es gibt wirklich auch Kunden, die "drauf bestehen", beschissen zu werden - hat ich auch schon. Kunde aus der Gegend, ital. Künstler, kauft die DF-8. Er hatte einen ital. Test gelesen, die DF-8 dann hier angehört und angesehen, seine Erwartungen wurden erfüllt, er hat gekauft. So weit lief alles gerade.

Dann kam die Frage nach Lautsprecherkabeln. Ich frage nach der benötigten Länge (ich hatte Kabel von der Rolle, also Meterware, im Kopf), was Unverständnis auslöste. Er wollte fertig konfektionierte dicke schwere Schläuche haben.

OK, ich ins Lager, so ein Kabel mit 2 x 3 Meter geholt, gezeigt. Kunde war begeistert, tolle Optik, tolle Haptik, was zum zeigen und angeben - warum nicht. Die Frage nach dem Preis kam, die Antwort auch - und der Kunde fühlte sich nun doch verarscht. So ein billiges Kabel, das kann ja nix taugen, und klingen schon gar nicht... Er wollte sich dann lieber in BS in einem High-End-Laden "richtige und hifigerechte" Kabel holen.

Ich hatte versucht, dem Kunden zu erklären, dass das Kabel keine negativen Auswirkungen auf den Klang haben wird und kann. Das wollte er aber nicht hören. Hätte ich auc hordentlich rumgeschwurbelt und das Kabel in den höchsten Tönen gelobt - egal, es war zu billig.

Kunde samt Boxen weg, ich stand konsterniert da. Die aufgeschlagene Marge war nicht zu klein, aber halbwegs human kalkuliert. Das war der ganze Fehler. Hätte ich den Preis doppelt so hoch angesetzt, dann hätte ich das Geschäft gemacht - und (prozentual gesehen) eine richtig fette Marge gehabt.

Wäre das Betrug? Nein, Marktwirtschaft. Es ist immer ist nur die Frage, wer welches Geld wofür ausgeben will.

Da sieht man mal, dass man sich auch so richtig selbst ins Knie schießen kann, wenn man realistisch und fair handelt.

Gruß aus Königslutter

Kai
8erberg
Inventar
#25 erstellt: 06. Mai 2015, 15:55
Hallo,

min. die Hälfte der Produkte die Apotheken verscherbeln sind ebenfalls Tinnef. Ich denke an die Schlankmacher, Homöopathische "Heilmittel", Bachblüten-Blödsinn usw. usw...

Wie siehts in Supermärkten aus? Wieviele Wunder versprechen Kosmetik, Nahrungsergänzungsmittel usw?

Was so an Schund jeden Tag an Mann/Frau gebracht wird ist schon unglaublich.

Wir wollen doch immer den "mündigen Bürger" und daher seh ich sowas als Intelligenztest: kauft man den Krempel, tscha....

Peter
Soundscape9255
Inventar
#26 erstellt: 06. Mai 2015, 17:43
Ethisch ist das natürlich absolut verwerflich, aber über § 263 ist da in der Regel nichts zu holen, da seitens der Hersteller und Händler keine Zusagen gemacht werden, die nachprüfbar sind und nicht gehalten werden können.

Die Branche weiß das sehr wohl und wählt ihre Formulierungen mit Bedacht.

Der Betrug wird dem Kunden überlassen, der darf sich dann selbst betrügen und alle sind glücklich.

Die Hersteller und Händler könnten ohne dieses Schlangenöl doch teilweise nicht mehr überleben, da es bis auf Lautsprecher, bereits technisch perfekte Geräte für einen Apfel und ein Ei gibt, davon kann man kaum noch leben, hinzu kommt dass die Kundschaft immer weniger wird, also braucht man ein Produkt, mit dem man nichts falsch machen kann und eine Mondmarge hat.

Aber ich könnt bei sowas morgens nimmer in den Spiegel schauen und der Gedanke daran, dass man nur deswegen ein Einkommen hat, weil man den Leuten Bullshit verkauft....

Zum Glück gibts ja noch Händler, die das nicht nötig haben und mit Kompetenz am Markt bestehen und nicht mit schwurbeln.


[Beitrag von Soundscape9255 am 06. Mai 2015, 17:44 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 06. Mai 2015, 18:04
Hallo,

natürlich finde ich es begrüßenswert wenn ein Händler dem Kunden ganz klar sagt "das ist Blödsinn".

Allerdings: wie sag ich es dem durch die entsprechenden Blätter "vorgeprägten" Kunden ohne das der den Laden in seiner Ehre gekränkt verlässt und die Kohle beim Entwickler, Produzenten und Vertreiber oder einer der anderen (ähm) Schwurbelkünstler lässt?

Ist dann nicht der Ehrliche der Dumme?
Und wie lange macht er da dann mit? Bis zur Pleite?

Ich kenne es aus meiner Branche, da war ich früher im Vertrieb von Baufolie. Da wird nur gelogen und betrogen bis die Schwarte kracht. Millionenteure Schäden durch Billigstmist jedes Jahr. Und die armen Bauherren wissen nicht mal, dass die teuren Schäden durch 20 Cent pro qm vermeidbar gewesen wären...
Als prominentestes Beispiel kann ich den Landtagsbau in Düsseldorf erwähnen, wo nach 25 Jahren die Isolierung ruiniert war, weil der Dachdecker eine billige Baufolie statt einer ausgeschriebenen Dampfsperre verwendet hat. Leider verjährt, der doofe Steuerzahler drückts ja ab.
Und keiner unternimmt da was.

Ich verkauf seit Jahrzehnten daher keinen Fizzel Baufolie, hab einfach meinen Betrieb in eine fachliche andere Richtung gemacht. War anfangs äusserst schwer und es ist noch heute nicht einfach, aber ich kann damit leben.

Eins hab ich gelernt: Ich verlang von jedem Baustoff was bei uns von Handwerkern bei Arbeiten am Haus eingesetzt wird die bauartliche Zulassung zu sehen.
Die meisten guggen doof und wollen das nicht - aber ich bleib stur. Vorher wird nix gemacht. Ausreden gibt es nicht.

Peter
Hüb'
Inventar
#28 erstellt: 06. Mai 2015, 18:49
Hallo,

IMHO schon beachtlich, wie mancher Schreiber an dieser Stelle ins Moralisieren gerät.
Wäre interessant zu erfahren, wie haltbar diese hohen ethischen Maßstäbe wären, legte man sie an das Handeln der Arbeitgeber dieser User an.

Grüße
Frank
Soundscape9255
Inventar
#29 erstellt: 06. Mai 2015, 18:58

Hüb' (Beitrag #28) schrieb:

Wäre interessant zu erfahren, wie haltbar diese hohen ethischen Maßstäbe wären, legte man sie an das Handeln der Arbeitgeber dieser User an.


Ich habs da einfach die Messlatte hoch zu hängen. Ich bin als Entwicklungsingenieur in einem Unternehmen tätig, das auf der technischen Seite keine heiße Luft verkaufen kann und auf der Verkaufsseite gehts auch nicht, da die Kunden durchweg Unternehmen "vom Fach" sind.
Hüb'
Inventar
#30 erstellt: 06. Mai 2015, 19:06
Gibt ja auch andere Felder, abseits der hergestellten Produkte, auf denen ein Unternehmen nicht korrekt handeln kann.

Soundscape9255
Inventar
#31 erstellt: 06. Mai 2015, 19:17

Hüb' (Beitrag #30) schrieb:
Gibt ja auch andere Felder, abseits der hergestellten Produkte, auf denen ein Unternehmen nicht korrekt handeln kann.

:prost


Was das angeht, ist die Firma manchmal päpstlicher als... aber darauf hab ich keinen Einfluss, außer dass ich mir einen anderen Job suchen müsste (Wäre kein Problem, Auswahl hätte ich).

Aber dass es genug Firmen mit "Dreck am Stecken" gibt, weiß ich auch.

Wegen der Ethik stellt sich halt immer die Frage, in wie weit man selbst drauf Einfluss hat und in welcher Art man profitiert.
Burkie
Inventar
#32 erstellt: 07. Mai 2015, 05:22

Meyersen (Beitrag #24) schrieb:
Moin,

es gibt wirklich auch Kunden, die "drauf bestehen", beschissen zu werden - hat ich auch schon. Kunde aus der Gegend, ital. Künstler, kauft die DF-8. Er hatte einen ital. Test gelesen, die DF-8 dann hier angehört und angesehen, seine Erwartungen wurden erfüllt, er hat gekauft. So weit lief alles gerade.

Dann kam die Frage nach Lautsprecherkabeln.
.... Kunde war begeistert, tolle Optik, tolle Haptik, was zum zeigen und angeben - warum nicht. Die Frage nach dem Preis kam, die Antwort auch - und der Kunde fühlte sich nun doch verarscht. So ein billiges Kabel, das kann ja nix taugen, und klingen schon gar nicht... Er wollte sich dann lieber in BS in einem High-End-Laden "richtige und hifigerechte" Kabel holen.


Mit welchen Kabeln hat er denn die Box zur Probe gehört? Von der Logik her sollte der Kunde - wenn schon - darauf bestehen, genau diese Kabel aus der Probehörung zu kaufen. Weil, da war er doch mit Klang der Box zufrieden.

Davon abgesehen, erkennt man aus deiner Geschichte, dass der Preis eben ein wichtige Marketingmerkmal ist.
Von den ganzen "technischen" Daten können die meisten Kunden doch nur den den Preis "verstehen".
Deswegen haben die Hersteller auch immer Geräte der verschiedenen Preisklassen im Angebot, von Einsteigerklasse (=billig) bis Spitzenklasse (=teuer).
Selbst wenn es kalkulatorisch günstiger und machbar wäre, nur die voll ausgestatteten Spitzenmodelle im Programm zu haben, zu hohen Stückzahlen günstig zu fertigen und zum Preis der Einsteigergeräte zu verkaufen. Eigentlich hätten dann alle damit gewonnen: Die Käufer der Einsteigergeräte bekommen mehr Austattung gratis obendrauf; hingegen bekommen die Käufer der Spitzenmodelle alle deren Funktionen, bloß günstiger.
Sowas kommt aber wohl auf dem Markt nicht an. Irgendwo will der Kunde sich auch preislich absetzen können.

Nicht umsonst werden ja simple Stereoverstärker ohne Raumkorrektur teurer verkauft (und wohl auch gekauft) als AV-Receiver, die für wengier Geld mehr können.

Gruß
Meiler
Stammgast
#33 erstellt: 07. Mai 2015, 05:44
Was haltet ihr denn davon? Bekloppter gehts ja kaum noch....Ein USB Stick, der zaubern kann!

http://www.albat-onl...1456537/Products/030


Die Besucher des Albat Show-Rooms bei den "Norddeutschen HiFi Tagen" in Hamburg waren begeistert !

Wie funktioniert das "Remaster-Plus System"?

Den USB-Stick des RP Systems einfach in Ihren PC einführen, Original CD kopieren, dann auf einen Rohling brennen - fertig !

Der USB-Stick beeinflusst gezielt sämtliche Bestandteile eines PS´s und sorgt dafür, dass sein Wirkungsgrad sich insgesamt verbessert und Laufwerke Informationen verlustfreier und "wesentlich effektiver" auslesen können.

Und die Klangoptimierung?

Die Klangwiedergabe wird kräftiger und dynamischer, und Sie hören Details, die vorher anscheinend nicht dagewesen sind.

Ihre Lieblings CD´s werden sich Ihnen klangtechnisch auf einem Niveau präsentieren, das Sie bisher nicht für möglich gehalten haben.

Faszination pur !

Lieferung erfolgt per Rechnung. Bezahlen Sie nach Warenerhalt bequem per Banküberweisung oder via PayPal.


Burkie
Inventar
#34 erstellt: 07. Mai 2015, 05:57
Man denke nur an die Klangröhre... oder die Janus'schen CD-Matten und Klangkristalle.
Ich denke, das nimmt sich gegenseitig nichts.

Gruß
*Frrroschi*
Ist häufiger hier
#35 erstellt: 07. Mai 2015, 06:02

Ich denke, das nimmt sich gegenseitig nichts


...es gibt immer 2 Seiten: Die eine bietet irgend einen Blödsinn zum Verkauf an.
Die Andere ist so blöd und kauft den sinnlosen Mist
Max
Stammgast
#36 erstellt: 07. Mai 2015, 20:48

Meyersen (Beitrag #7) schrieb:


Janus hat sich wirklich gelöscht???
MANN, das ist mal ein heftiger Einschnitt hier im Forum. Hat er sich wenigstens ordnungsgemäß abgemeldet? Wurde Janus evtl. unter neuem Namen schon wieder gesichtet? Was tut er nun mit seiner dazugewonnenen Freizeit?

Ich hatte mich schon gewundert, dass hier nix passiert. Ein Voodoo-Fred ohne Janus, das geht eigentlich kaum.



Da schaut man mal ein paar Tage nicht rein...weiß einer zufällig was da los war? Der wackere Don Ki.-Schotte des Kabelklangs hat sich gelöscht?

Gruß vom Küchentisch
Max
Burkie
Inventar
#37 erstellt: 07. Mai 2015, 21:17
Das kann man ab hier nachlesen. http://www.hifi-foru...999&postID=1847#1847

Auf seiner Homepage behauptet Wolfgang J. Reiners hingegen er habe sich nach langer reiflicher Überlegung zum Weggang aus dem Hifi-Forum entschlossen.

Ich denke, das man so stehen lassen.
Glaubwürdigkeit war noch nie ein Problem von Janus.
Seine Homepage wird mit der Zeit wieder ihrer geührenden Bedeutung anheim fallen und nicht weiter beachtet werden.
Diskussionen kann man eben nur in einem Forum führen, nicht aber über Bande über eine private Homepage.

Grüße



[Beitrag von Burkie am 08. Mai 2015, 10:31 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#38 erstellt: 07. Mai 2015, 23:38

Soundscape9255 (Beitrag #26) schrieb:

Die Hersteller und Händler könnten ohne dieses Schlangenöl doch teilweise nicht mehr überleben, da es bis auf Lautsprecher, bereits technisch perfekte Geräte für einen Apfel und ein Ei gibt, davon kann man kaum noch leben, hinzu kommt dass die Kundschaft immer weniger wird, also braucht man ein Produkt, mit dem man nichts falsch machen kann und eine Mondmarge hat.


Das ist allerdings ein Problem.
Aktuelle zeitgemässe Technik, also SACD- oder Blue-Ray-Spieler z.B, sind zum einen technisch sehr ausgereift und bieten perfekten Klang zum sehr kleinen Preis, sind aber zum anderen doch technisch so aufwändig, dass ein einzelner Entwickler einer kleinen Firma praktisch nichts selber entwicklen kann. Man muß auf OEM-Module oder -Geräte zurückgreifen, für die man lediglich Gehäuse, Netzteil oder Ausgangsverstärker selber machen kann. Für den technischen Kern der Geräte muß man auf OEM-Module oder die Referenz-Schaltungen der Chip-Entwickler zurück greifen.

Das war in den 80er Jahren ja auch schon so. Viele kleine oder mittelgroße Hersteller konnten (auch wegen Kostendruck) kaum selber entwickeln, sondern ließen in Fernost entwicklen und / oder fertigen. Und bauten die Technik lediglich in eigene Holz- und Plastegehäuse ein, wie etwa Schneider: Technik (Radio, Verstärker, Kassettenteil) aus Fernost, Plattenspieler von Dual, CD-Spieler von Philips (?), eingebaut in die eigenen braun folierten Holzgehäuse (PowerPacks). Die Endstufen der Verstärker waren praktisch Chips von Toshiba (STK-irgendwas).
Standard-Technik selber zu entwicklen war zu teuer, damals Fortschrittliche Technik (CD-Spieler, Hifi-Videorekorder) zu kompliziert, als das kleinere Hersteller da hinterher kamen.

So ist das ja geblieben. Zeitgemäße Technik wie DSP-Chips, Raumkorrektur in AV-Receivern; SACD- oder Blue-Ray-Spieler oder gar Multinorm-Spieler (DVD-Audio, SACD, Blue-Ray, MP3-CD, Netzwerk-Integration, ...) erfordert von der Entwicklung her doch so einiges an Kompetenz. Sodass kleine Firmen da kaum selber hinterher entwicklen können, was die großen Chip-Hersteller oder OEMs vorlegen.
Allenfalls große Großserien-Hersteller können da noch selber entwickeln.

Zum anderen ist simple Standard-Technik (Audio-Verstärker, UKW-Radios, ...) so gut und perfekt geworden, dass man sie für kleines Geld praktisch komplett als ICs / Chips fertig kaufen kann, wenn man das Referenz-Design (Schaltung) der Chip-Hersteller umsetzt.

Was bleibt denn da noch für kleine oder mittelständige Firmen übrig?
Entweder auf OEM-Module oder -Fertigung setzen, und diese Technik in eigene schöne Gehäuse einbauen. Auf diese Weise entstehen wohl die Hi-End-CD-Spieler.
Oder auf ganz simple Technik setzen (Audio-Verstärker, die man leicht selber diskret konstruieren kann; Plattenspieler: OEM-Motor, Gummiriemen, Schwungmasse, OEM-Tonabnehmer, fertig), die man in aufwändig gestaltete und verarbeitete Gehäuse einbaut.
Preislich könnte man aber (auch mit Billig-Gehäusen) nicht mit Großserien-Herstellern konkurieren.
Also bleibt nur die Flucht nach vorne, ins teure Oberklassen- bzw. Hi-End-Segment übrig.
Das wird dann teilweise mit "der Beschränkung auf das Wesentliche" o.ä. begründet, ist aber letztlich mehr oder weniger simple Technik im Luxusgehäuse.
Immerhin taugen die Geräte meist für Hifi und ordentlichen Klang. Den teuren Preis bezahlt man eher für das Design und die Exklusivität.

Soweit, so gut.

Und dann gibt es wohl Firmen, wo es mit der technischen Kompetenz nicht ganz soweit her ist. Da werden dann halt Luxus-Lautsprecherkabel "entwickelt". Immerhin funktionieren sie und machen den Klang auch nicht schlechter als Meterwaren-Strippen von der Rolle.
Als Gipfel werden von manchen eher Placebo-Produkte wie Klangkristalle und Aktivator-Chips feilgeboten, die eher psychologisch denn technisch funktionieren. Hat den Vorteil, dass man dazu keine teure technische Entwicklungsabteilung benötigt.

Ist das nun moralisch "verwerflich"?

Ich denke, es kommt drauf an...
Wenn es sich um Verstärker, CD-Spieler, Plattenspieler handelt, die ordentliche (OEM-)Technik, betriebssichere Schaltungen, Brummfreie Netzteile usw. enthalten - kurz: die ordentliche Messwerte bieten, die einen perfekten (oder bei Plattenspielern einen hinreichend guten Hifi-tauglichen Klang bieten), so ist gegen luxeriöse Verpackung, haptisch "anspruchsvolle" Drehregler, etc., die sich der Hersteller ordentlich entlohnen lässt für eine Kundschaft, die auf Luxus steht, nichts weiter ein zu wenden.
Wer als Kunde auf "schöne" Kabel steht, soll sich sowas für teuer Geld auch kaufen mögen.
Leicht unredlich finde ich es, wenn solche Geräte oder Kabel mit vermeintlich besserem Klang begründet oder dem Kunden "aufgeschwatzt" werden.
Dass der Kunde, der auf solchen Luxus steht, mit solchen Luxus-Geräten auch ein subjektiv "besseres" Erlebnis als mit einer günstigen Großserien-Anlage hat, steht wohl auch ausser Frage. Mit dem Klang selber und an sich, hat das freilich nichts zu tun.

Gute Musik ist in Mono nicht weniger faszinierend als in Stereo oder in aufwändigem Surround-Sound. Letztlich sind Stereo oder Surround auch nur "technische Mätzchen" im Hifi-Hobby wie etwa schön verarbeitete Gehäuse oder haptisch schön gerasterte Drehregler an Verstärkern.
Immerhin weiß man da aber schon, was man objektiv für sein Geld bekommt: Hie ein paar Soundeffekte aus den hinteren Surroundlautsprechern, dort haptisch angenehm anfassbare Schalter und Drehregler. Na ja, wer's braucht...

Dumm wird's nur, wenn technisch mangelhafte Geräte in teuer Gehäuse eingebaut sind, mit brummenden Netzteilen, oder nicht so ganz betriebssicheren Schaltungen (Verstärker, die danke schlechter Schaltungsauslegung zum Schwingen neigen, o.ä.), und trotzdem für teuer Geld als Hi-End verkauft werden. Oder reine Placebo-Produkte wie Klangkristalle oder Aktivator-Chips, die rein auf Basis von Wunderglauben und Einbildung "funktionieren". So etwas bringt eine ganze Branche in Verruf.

Wie macht man da als ehrlicher Händler seinen Schnitt? Wie häufig kauft sich ein zufriedener Kunde denn wieder eine Hifi-Anlage?
Alle 10 Jahre, wenn die alte Anlage defekt geworden ist?
Wie häufig kauft sich ein zufriedener Kunde denn wieder mal ein neues Hifi-Gerät? Immer dann, wenn die Industrie ein neues Format (5.1-Surround, 7.1, 9.1-Surround; SACD, Blue-Ray-Audio, ...DAB+, Netzwerk-Streaming, ...) auf den Markt bringt?
Kann man als unabhängiger Einzelhändler mit lokalem Kundeneinzugskreis damit überleben?

Da mag man als Händler vieleicht versucht sein, auf "Schlangenöl" und Placebo-Produkte zu setzen, für die es nach jeder Hi-End-Messe neue Säue gibt, die durch's Dorf getrieben werden, und neue Gläubige gibt, die das unbedingt zuhause in ihren 4 Wänden in Ruhe ausprobieren sollen.

Grüße
hifi_angel
Inventar
#39 erstellt: 08. Mai 2015, 03:52
Burkie hat bezogen auf die Hersteller es m.E. schon treffend analysiert.

Jedoch bei allem Verständnis für die wirtschaftlichen Zwänge denen Hersteller als aber auch insbesondere die Händler (hier ist ja wohl im engeren Sinne der BERATENE Einzelhändler gemeint) ausgesetzt sind, ist es dennoch m.E. nicht angebracht moralisch gesehen ein Auge zuzudrücken!

Bullshit bleibt Bullshit!

Auch so Argumentationen wie, müssen ihre Familien ernähren, es tut ja keinem weh und muss ja jeder selber wissen ob er darauf "reinfallen", sprich die Versprechen glauben möchte und dafür seine Kohle ausgeben möchte oder nicht, etc. kann ich nicht akzeptieren!

Bullshit ist durch Nichts zu rechtfertigen!

Mir kommt es so vor als möchte man die HiFi-Fachhändler quasi unter Artenschutz stellen und ihnen daher auch "erlauben" wollen ein wenig, bzw. auch manchmal mehr, Voodoo verkaufen zu dürfen.

Nein, bullshit bleibt bullshit!

Alles hat seine Zeit (gehabt) und nun ist die Zeit für HiFi-Fachhändler aus betriebswirtschaftlicher Sicht einfach vorbei!
Es ist eine logische Konsequenz der von uns "geduldeten" Wirtschaftsordnung in der wir alle nur ein Rädchen sind, mal als Arbeitnehmer, mal als Konsument! Egal in welcher Rolle wir in diesem Hamsterkäfig gerade uns im Rad drehen, wer nicht weiterläuft fliegt raus.

Ja selbst die Voodoo-Artikel-Hersteller vermarkten doch zunehmend online.
Die brauchen zunehmend auch keinen Fachhändler mehr einzuspannen und ihn mit einer hohen Marge zu belohnen. Über ihre Anzeigen in sogn. Fachzeitschriften (oft auch als Test getarnt) und durch virales Marketing (siehe J-Team ) geht das viel schneller, effizienter und besser.

So wie in der Flora und Fauna, sterben auch Berufsarten (Tätigkeitsfelder) im Zuge der "wirtschaftlichen" Weiterentwicklung einfach aus! Man kann es auch Evolution nennen wollen.

Und gerade durch den technischen Fortschritt bedingt ist eben der HiFi-Markt qualitativ gesehen auf hohem Niveau sehr einheitlich, so dass man auf Geräte-Ebene wirklich keinen Haus- und Hof- beratenden HiFi-Fachhändler mehr braucht. Ich brauche nur noch einen Händler, der mir einen guten Preis macht, so wie bei einem Autokauf.

Kurz um, die mittels Bullshit betriebene Massenverblödung, nur um die wirtschaftliche Interessen Einzelner zu sichern, muss man entschieden entgegentreten, egal aus welchem Mund dieser Bullshit auch immer kommt! Und das hat auch mitnichten mit Intoleranz zu tun.

Und wer die Ablehnung von Bullshit als Intoleranz ansieht hat sicher auch nichts dagegen, dass wenige (die davon profitieren) die Gläubigen wieder zurück auf die Bäume schicken möchten und ihnen zudem noch Bananen für ihre Glückseligkeit verkaufen würden.
8erberg
Inventar
#40 erstellt: 08. Mai 2015, 07:30
Hallo,

ganz ehrlich:
Ich hab bei verschiedenen Gesprächen (Diskussionen kann man das nicht nennen) mit Goldohren ein merkwürdiges Verständnis bei denen von Technik, technischen Gesetzen und der Definition von "Meinung" erlebt und daher ist mir es völlig egal, wenn man diese Leute rasiert, die Kohle abgreift, sie ausnimmt.
Sie zahlen freiwillig und haben Spaß dabei.
Die handvoll Spinner werden nicht für einen Weltuntergang sorgen, die leben in ihrer eigenen kleinen Welt voller Klangschalen, informierter Aufkleber, CD-Matten und "audiophiler" Elektronik.

Dieser spezielle Fauna von (meist auch noch blasiert auftretenden) Schmarozern und allzu bereitwillig zahlenden Goldohren sollten wir nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken.

Schlimm wirds nur wenn der Handel unbescholtene Laien die sich was "anständiges kaufen wollen" so beschei**t. Da misch ich mich als "anderer Kunde" auch mal ein... weils Spaß macht...

Peter
max120209
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 08. Mai 2015, 08:10
Du bist quasi so'ne Art Robin Hood des HiFi
ZeeeM
Inventar
#42 erstellt: 08. Mai 2015, 08:20
Der würde bei Tannoy ein paar Westminster klauen und an die Tauben verteilen .. oder so..
BassTrombone
Inventar
#43 erstellt: 08. Mai 2015, 09:05
Robin Hood...Er stahl es den Armen und gab es den Bedürftigen
8erberg
Inventar
#44 erstellt: 08. Mai 2015, 10:12
Hallo,

wobei Hifi ja wohl eher insgesamt ein Luxusproblem ist...

Ich find es einfach nur bescheuert was manche Verkäufer den lieben langen Tag so langlabern..

Peter
ZeeeM
Inventar
#45 erstellt: 08. Mai 2015, 10:32
Schau dir mal bewusst Werbung an. Auch in irgendwelchen Technikmärkten lausche mal den Gesprächen, was da erzählt wird, egal ob Hifi, oder Waschmaschine oder Smartphone.
Ich bin schon lange der Überzeugung, das sich rein über physische Sachverhalte nur eher wenige Kunden erreichbar sind, der Rest möchte Emotion und eine Geschichte dazu.
Beim Kunden soll eine Kaufimpuls ausgelöst werden, egal wie.
Meinen zweiten Dreher kaufte ich mir 1981 in einem High-End Wohnstudio, der dort eine Menge Sachen hatte, Hafler, Mark Levinson, die dicksten Tapes die es damals gab. Acoustat X E-Staten ...
Der Typ hat seine Kunden bewirtet, kleiner EInsatz große Wirkung.
8erberg
Inventar
#46 erstellt: 08. Mai 2015, 10:45
Hallo,

jo, hier gab es damals einen Händler der B&O, Tandberg und Braun vertrieb.

Dort gab es auch ein Sektchen für die werte Kundschaft nach entsprechendem Einkauf...

Ist aber schon lange Geschichte - der Eigentümer hat rechtzeitig aufgegeben weil seine Kinder den Laden nicht übernehmen wollten.

Beim Ausverkauf hab ich noch etliche Nadeln von der "Ersatzteilwand" günstig erworben (man kann ja nicht alles den Jungs aus Bottrop überlassen).

Peter
Burkie
Inventar
#47 erstellt: 08. Mai 2015, 11:04
Wer sind denn die Jungs aus Bottrop?

Gruß
max120209
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 08. Mai 2015, 13:38

ZeeeM (Beitrag #45) schrieb:
Schau dir mal bewusst Werbung an.
Ich bin schon lange der Überzeugung, das sich rein über physische Sachverhalte nur eher wenige Kunden erreichbar sind, der Rest möchte Emotion und eine Geschichte dazu.
Beim Kunden soll eine Kaufimpuls ausgelöst werden, egal wie.

Die Werbetreibenden nehmen da auch schon lange kein Blatt mehr vor den Mund.
Irgend ne Bauspar-Bank hatte letztens noch solche Sprüche in der Fernsehwerbung: "Sie kaufen kein Eigenheim, Sie kaufen die Sicherheit in Ihrem Leben Blablabla. Sie kaufen nicht einfach ein Haus - Sie kaufen Wohlbefinden und eine sichere Zukunft blablabla."

Oder ein Autobauer wirbt derzeit mit:
"Nichts ist schwieriger, als ein Gefühl zu bauen" oder irgendwie so.
Beim ersten Mal schrie ich meine Mattscheibe an: IHR VERKAUFT JA AUCH AUTOS UND KEIN GEFÜHL IHR VOLLPFOSTEN!
Klarer Fall für Gernot Hassknecht.
8erberg
Inventar
#49 erstellt: 08. Mai 2015, 16:34
Hallo,


Wer sind denn die Jungs aus Bottrop?

Nadelwilli Thakker natürlich, der Lagervorrat von denen wuchs auch nicht auf Bäumen...

Peter
*Frrroschi*
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 11. Mai 2015, 13:16

Ich find es einfach nur bescheuert was manche Verkäufer den lieben langen Tag so langlabern..

.....laber...laber...laber und irgendwann kauft Einer den sinnlosen Mist. Er weis dann zwar nicht warum aber der labernde Verkäufter hat sein Ziel erreicht ......

Das Hauptproblem ist einfach: Der Eine erzählt irgend einen Blödsinn und der Beratung suchende Käufer weis es auch nicht besser, sonst würde er keine Beratung brauchen.


Wobei ich hier speziell den Kunden vorwerfe sich jeden Blödsinn auch an drehn zu lassen. ...warum auch immer. Wenn ich etwas will muß ich zuerst eine gewisse Vorstellung haben was es sein soll....ein Preisvergleich vorher währe auch super usw.... Nur damit gibt es irgend wann keine sinnlos labernden Verkäufer mehr.
kinodehemm
Inventar
#51 erstellt: 11. Mai 2015, 14:34
Moin

ich sach ma so: Solange Menschen ohne jede Not oder Androhung von körperlicher Gewalt etwas kaufen, das sauteuer und unnötig ist, dazu noch ihre persönlichen Daten speichert und dessen Hersteller für den amerikanisch-nonchalanten Umgang mit Datenschutz und Persönlichkeitsrechten bekannt ist- da müsste sich der gemeine Hifi-Höker schon sehr ! viel einfallen lassen, um einen Kunden noch bescheuerter dastehen zu lassen..

Insofern - hüben wie drüben werden schlicht 'Bedürfnisse befriedigt' - gut, manchmal muss man zuvor auch ein wenig darauf hinwirken, das Max mustermann auch zum rechten Zeitpunkt dieses Bedürfnis verspürt..
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