Service Kenwood KA8150

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StereoGunny_95
Neuling
#1 erstellt: 27. Feb 2026, 12:34
Guten Tag liebe Hifi-Forum-User,

seit geraumer Zeit bin ich den Kenwood-Verstärker KA8150 vollständig am revidieren.
Die normalen Elektrolytkondensatoren zu bekommen war kein Problem.
Allerdings sind dort mehrere Keramikkondensatoren verbaut mit unterschiedlichen Werten und es ist leider unmöglich,
Diese irgendwo käuflich zu erwerben?
Ich habe eine Liste erstellt, wo alle Keramik-Kondensatoren aufgelistet sind.
Es wurden alle durchgemessen, teilweise defekt durch austrocknen, die Teile haben unterschiedlichste Volt Angaben und nF-Werte.

Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen?

Vielen lieben Dank
Mit freundlichen Grüßen

der Stereogunny :-)
CarlM.
Inventar
#2 erstellt: 27. Feb 2026, 12:38

StereoGunny_95 (Beitrag #1) schrieb:
Es wurden alle durchgemessen, teilweise defekt durch austrocknen,


Keramik-Kondensatoren trocknen nicht aus.
Am besten Du erstellst eine Liste anhand der Bauteilnummer im Schaltplan.
StereoGunny_95
Neuling
#3 erstellt: 27. Feb 2026, 13:23
Ok das ist gut zu Wissen,
allerdings stimmen die Teile des Schaltplans teilweise nicht mit Denen überein die damals verbaut wurden(sprich andere Elkos, mit anderen Werten, als die im Schaltplan angegeben sind.
Ich kann gerne eine Liste hochladen mit den Keramikkondensatoren die tatsächlich verbaut wurden,
Inklusive der Werte die wir gemessen haben.

Vielen Dank
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 27. Feb 2026, 14:23

Ich kann gerne eine Liste hochladen mit den Keramikkondensatoren die tatsächlich verbaut wurden,
Inklusive der Werte die wir gemessen haben.


Die Kerkos habt ihr zum messen alle zuvor ausgebaut?
StereoGunny_95
Neuling
#5 erstellt: 27. Feb 2026, 14:48
Ich muss mich korrigieren,
wir haben sie nicht alle gemessen, da wir der Meinung sind, dass solche Bauteile aufgrund ihres Alters ausgetauscht
werden müssen. Auch wenn Die Kerkos nicht austrocknen können diese dennoch brüchig sein, es entstehen feine Risse o.Ä.
Des Weiteren haben wir die Kerkos nicht ausgebaut sondern nur notiert und bis auf Weiteres in Ruhe gelassen.
Leider kann ich, warum auch immer aktuell keine Fotos hochladen daher einmal die Liste beigefügt in dieser Nachricht.

Keramikkondensatoren Poweramp
2x 471K= Name ,soll (471K=0,47nF 10% 80-100v)
4x 103P= Name ,soll(103P=10nF 0,5% 80-100V)
2x 104K= Name ,soll(104K=104nF 10% 80-100V)

Keramikkondensatoren Preamp
2x682J=Name soll(682J=6,8nF 0,5%80-100v)
2x823K=Name Soll(823K=82nF 0,5% 80-100v)
2x333K=Name soll(333K=33nF 0,5% 80-100v)
4x332K=Name Soll(332K=3,3nF 0,5% 80-100v)
4x473K=Name soll(473K=47nF 0,5% 80-100v)
2x224J=Name soll(224J=220nF 0,5% 80-100v)
2x105K=Name. Soll(105K=1000nF 0,5% 100v)
2x182K=Name. Soll(182K=1,8nF 0,5% 80-100v)
2x563K=Name Soll(563K=56nF 0,5% 80-100v)
2x683K=Name Soll(683K=68nF 0,5% 80-100v)

Keramikkondensatoren Eingangsplatine
124G=Name/(126,6) ist, soll (124G=120nF 2%/4,6-6v) C11
333G=Name/(34,62) ist, soll (333G=33nF 2%/4,6-6v) C13
103Z=Name/(ist fehlt), soll (103Z=10nF -20/+80% 250v) nicht auf Platine


[Beitrag von StereoGunny_95 am 27. Feb 2026, 14:50 bearbeitet]
StereoGunny_95
Neuling
#6 erstellt: 27. Feb 2026, 14:57
Um euch das Problem mal genauer zu beschreiben.
Anfänglich hatte der Verstärker das Problem, dass er auf einmal komisch leise wurde und vom Sound deutlich weniger Volumen und Körper hat.
Daraufhin haben wir die Elkos getauscht, danach leider immernoch Lautstärke Probleme inklusive Schrubben im Bass, jeweils Kabel an beide Boxen angeschlossen um Diese zu 100% auszuschließen. Es wurde zusätzlich noch ein Mosfett getauscht.
Alle Potis sind gemacht.
Was könnte es noch sein?? Transistoren?? Signalpotis auf der Hauptplatine(diese wurden nur gereinigt und richtig eingestellt)
Rabia_sorda
Inventar
#7 erstellt: 27. Feb 2026, 15:25
Hinweis:
Niedrige Kapazitäten lassen sich oftmals nicht mit einem X-beliebigen Kapazitätsmessgerät ganz genau ermessen.
Die Messstrippen alleine besitzen schon eine Kapazität und dann noch, wie weit sie auseinander liegen.
Hin und wieder gibt es an den Messgeräten eine Kalibrierfunktion (manuell oder automatisch) um genau DIESEN Messfehler schon mal grob ausschließen zu können.
Normalerweise sollte man dazu ein "hochwertiges" Messgerät verwenden.
Und eingebaut haben Messungen eh keine Aussagekraft, da man dabei ja die Kapazität(en) der kompletten Schaltung misst.

Deine "Soll - Ist" - Angaben sind ja auch noch teilweise nicht korrekt.
Z.B. hat ein 104K eine Kapazität von 100 nF und nicht 104 nF usw. .

Bei Kerkos wird der Fehler sicherlich nicht liegen, sondern eher bei Halbleitern oder sogar auch Widerständen.
Ich würde mal mit einem Signalverfolger/Oszi auf die "verlorenen" Signale gehen und auch alle Betriebsspannungen prüfen.


[Beitrag von Rabia_sorda am 27. Feb 2026, 15:29 bearbeitet]
CarlM.
Inventar
#8 erstellt: 27. Feb 2026, 16:08
Das ist ja ein Verstärker in Monoblock-Design, d.h. jede Endstufe besitzt einen eigenen Trafo und zwei eigene Siebelkos 10.000µF 56V.
Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass in diiesem Bereich zeitgleich ein solcher Defekt auftritt, der beide Kanäle betrifft.

Ich würde aus diesem Grund bei den Vorstufen und der Klangregelung und hier der gemeinsamen Spannungsversorgung (Längsregeler Q13, Q14 und deren Umfeld) ansetzen.

Ein erster Test wäre es, die PreOut-Buchsen zu nutzen und dort eine andere Endstufe anzuschließen - oder (invers) - die Endstufen des Kenwood durch Anschluss eines andere Vorverstärkers an MainIn zu testen. Damit hättest Du jedenfalls den Ort des Problems deutlich eingeschränkt.


[Beitrag von CarlM. am 27. Feb 2026, 16:10 bearbeitet]
StereoGunny_95
Neuling
#9 erstellt: 27. Feb 2026, 17:13
Vielen Dank für eure Tips!
Die Ansätze nehmen wir uns dann als erstes vor,
bei der nächsten Bastel Stunde!!

Ich halte euch auf dem Laufenden!!
Rabia_sorda
Inventar
#10 erstellt: 27. Feb 2026, 17:33
Übrigens sind Kerkos (auch Elkos) in einem Hifi-Verstärker garantiert nicht so berechnet, dass sie DIE ABSOLUTEN Kapazitätsangaben erfüllen müssen. Deren Toleranzangaben sind also absolut hinzunehmen und definitiv auch nicht "übertrieben" daneben anzusehen.
Es würde einem Hifi-Verstärker, der mit noch höheren Kapazitäts-Toleranzen der verbauten Kondensatoren versehen wäre, durchaus egal sein - Es ist ja kein Laborgerät ....


Ein erster Test wäre es, die PreOut-Buchsen zu nutzen und dort eine andere Endstufe anzuschließen - oder (invers) - die Endstufen des Kenwood durch Anschluss eines andere Vorverstärkers an MainIn zu testen. Damit hättest Du jedenfalls den Ort des Problems deutlich eingeschränkt.


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