Tapedeck Kenwood kX-990SR läuft zu schnell

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jorat
Neuling
#1 erstellt: 25. Jul 2009, 17:00
Hallo zusammen,
ich habe in meinem Tapedeck (Bj. 86 und Erstbesitzer, habe ich mir nach meinem Abi gegönnt )einen neuen Antriebsriemen eingebaut, weil der alte nur noch durchdrehte. Ich muß allerdings sagen, dass das Tape längere Zeit nicht benutzt wurde. Nach dem Einbau mußte ich nun feststellen, dass alle Tapes zu schnell laufen, also wie wenn man am Pitch des Plattenspielers drehen würde. Ansonsten funktioniert alles einwandfrei. Habe ich da vielleicht beim Ausbau des Laufwerks aus versehen etwas verstellt oder woran kann das liegen? Die Andruckrollen und Capstanwellen sind gereinigt und die Rollen sehen noch gut aus. Kann es eventuell auch an den Rollen liegen? Oder kann man irgendwo etwas verstellen, damit das ganze wieder normal läuft? Wäre dankbar für Tipps. Weil so ein tolles Autoreverse-Tape-Deck finde ich so schnell nicht wieder.
Danke für eure Bemühungen.
Viele Grüße aus der Ortenau
Joachim
AndreasTV
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 26. Jul 2009, 06:36
Guten Morgen,Joachim .
Kenne das Deck zwar nicht "persönlich" - doch hat Es hinten im Antriebsmotorgehäuse ein Loch hinter Dem ein kleines Potentiometer ist?
Dort wird dann die Motordrehzahl bzw. die Bandgeschwindigkeit eingestellt.
Wenn jedoch zuvor das Deck mit korrektem Speed lief ist Das doch schon etwas eigenartig.
Davon ab: Die Andruckrollen könne zwar noch "Gut" aussehen, trotzdem verhärtet sein und deshalb den Schlupf des Kassettenbandes so erhöhen.
Probiere doch mal bitte aus ob sich die Geschwindigkeit "normalisiert" wenn Du die jeweilige Andruckrolle (Foward = echte Andruckrolle u. umgekehrt) leicht während des Abspielens einer Kassette gegen die Capstanwelle drückst -> Aber bitte vorsichtig u. nicht mit "roher Kraft".
Sollte dabei die Kassette bzw. das davon wiedergegebene Musikmaterial korrekt wiedrgegeben werden sind die Andruckrollen - trotz einwandfreiem Aussehen - ausgehärtet und müssen ersetzt werden .

Ich gehe jetzt mal im weitern davon aus das Du vor der Riemenmontage die Schwungmassen u. Alle sonstigen Berührungspunkte Riemen - Antrieb mit Isopropanol gereinigt hast ...

MfG

Andreas
armin777
Gesperrt
#3 erstellt: 27. Jul 2009, 08:03
Hallo Joachim,

da sich der Geschwindigkeitsunterschied direkt nach dem Riemenwechsel eunstellte, sollte man dort auch nach dem Fehler suchen und nicht gleich die Geschwindigkeit am Motor verstellen.

Hast Du vielleicht versehentlich den Riemen auf einer der Aussenscheiben des Pullys (das ist dieses Messingrad vorne am Motor) montiert? Dann würde das Gerät ein wenig zu schnell laufen. Schau doch mal nach.

Beste Grüße
Armin


P.S. Wenn Du Dich fragst, wie ich denn darauf gekommen bin - das ist mir auch schon passiert!
AndreasTV
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 27. Jul 2009, 09:47
Guten Tag, Joachim / Armin .
@ Armin: Normalerweise gehe ich bei derartigen Arbeiten davon aus das das betreffende E - Teil - hier der Riemen - exakt so montiert wird wie der Alte Es war ->
Darum fragte ich dahingehend erst garnicht nach sondern verwies auf das Poti .
Davon ab ->
Ich schrieb ja schon das ich das betreffende Gerät selbst nicht kenne, aber: Warum hat das Teil den eine "Doppelpulli" , ist das Deck aufgrund seiner "länderübergreifenden " Auslieferung einfach so in seiner Geschwindigkeit "grob" geregelt worden anstatt mit einer doch elektronisch einfacheren Möglichkeit (Weniger Material = Herstellungskosten)auszukommen?

MfG

Andreas
armin777
Gesperrt
#5 erstellt: 27. Jul 2009, 10:27
Hallo Andreas,

das Gerät hat keinen "Doppelpully", aber rechts und links halt breite Ränder, die das Abgleiten des Riemens verhindern. Wenn man den Riemen dort versehentlich auflegt, dann läuft das Gerät zu schnell, weil der Durchmsser größer ist.

Beste Grüße
Armin
jorat
Neuling
#6 erstellt: 27. Jul 2009, 10:44
Hallo Andreas/Armin
vielen Dank für eure Tipps. Als erstes werde ich mal das mit den Rollen-von-Hand-andrücken versuchen. Im Sankyo-Motor, der die Capstanwellen antreibt, ist hinten ein Loch, das durch 4 Plastiklaschen abgedeckt ist. Ich bin da mal vorsichtig mit der Schraubenzieherspitze reingegangen. Da ist tatsächlich eine Schraube dahinter an der man drehen kann. Wahrscheinlich ist das das Poti zum die Geschwindigkeit zu verstellen. Aber das habe ich ja erst jetzt gefunden und beim Riemenwechsel daran nichts geändert. Mein erster Gedanke war auch, dass es am Riemen liegt, weil vor dem Riemenwechsel war eigentlich alles ok. Es ist allerdings vor dem Riemenwechsel längere Zeit nicht benutzt worden (länger als 1 Jahr)und als ich es wieder mal benutzen wollte ging erst mal gar nichts wegen dem durchdrehenden Riemen. Beim Riemenwechsel hat mich auch gewundert, dass die Riemenscheibe am Motor viel breiter als der Riemen ist und so eine "Weinfaßform" hat, also zum Rand hin wird der Durchmesser jeweils kleiner. Ich werde das auch nochmals überprüfen mit dem Riemenlauf.
Ich melde mich wieder.
Viele Grüße
Joachim
AndreasTV
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 27. Jul 2009, 11:51
Mahlzeit, ihr "Zwei - Beiden" .
Ah - Alles klar, Armin .
Doch - so ich gerade den Joachim richtig interpretiere - handelt Es sich doch wohl um eine ganz normalen Pulli 0> "Faßform", sprich bauchig in der Mitte ->
da kann der Riemen doch eigentlich garnicht nach "aussen" wegrutschen bzw. zieht sich immer sofrt wieder in die Mitte mit dem größtem Durchmesser; deshalb sind ja auch z. Bspl. sehr viele - wenn nicht sogar die Meisten - Andruckrollen ebenso gearbeitet, nur halt derart unauffällig das Es mit normalem Auge sehr selten auffällt (Kommt der Bandführung sehr zu Gute.

Was käme ansonsten noch in Betracht für eine "wundersame" Drehzahlerhöhung ... ->
Andruckrollen = Ausgehärtet oder aber eventuell (Äußerst selten)
ein Widerstand in der Motorregelung welcher - im Gegensatz zum "Gewohntem" - seinen Wert nicht erhöht sondern verringert hat und demzufolge ein etwas zu hoher Strom fließen kann = erhöhte Drehzahl <-> erhöhte Bandgeschwindigkeit .

Aber erstmal abwarten Was die Überprüfung mit dem leichtem Andrücken der Andruckrollen ergibt ... .

MfG

ANdreas
jorat
Neuling
#8 erstellt: 27. Jul 2009, 15:56
Hallo ihr 2 ,
ich denke es liegt an den Andruckrollen. Wenn ich sie leicht nach oben drücke an die Capstanwelle läuft das Band langsamer Ist ja auch irgendwie logisch, da das Band durch die erhöhte Kraft nicht mehr so viel Schlupf hat. Es könnte aber auch an der Feder liegen, die die Andruckrolle nach oben zieht. Vielleicht hat sie im Laufe der Zeit an Spannung verloren ist also ausgeleihert. Ich habe jetzt mal am Poti gedreht und sie da, die Geschwindigkeit ändert sich. Durch probieren, habe ich jetzt die richtige Geschwindigkeit gefunden. War ne ziemlich "fuddelige" Angelegenheit.
So lange es so läuft werde ich jetzt vorerst mal nichts weiteres unternehmen. Ich habe mich aber schon mal schlau gemacht, was die Andruckrollen betrifft, also die orginal Andruckrollen gibts nicht mehr. Da wo ich den Riemen gekauft habe, bei Elektroteile-Herwiger, kann man sich die alten neu vulkanisieren lassen. Er will allerdings 30Eur pro Stück dafür!!! . Kommt also auch nicht in Frage. Bei Conrad habe ich einen Antriebssatz mit verscheidenen Größen für 1Euro gesehen. Da wäre auch meine Größe dabei (Bolzendurchmesser 2mm/ Rollendurchmesser 13mm). Allerdings glaube ich nicht, dass das viel taugt für 1Eur. Der Kern der Rolle ist aus Plastik. Da sind mir meine alten mit Messingkern noch lieber und so lange es auch so läuft...
Vielleicht habt ihr auch noch eine Adresse wo man eventuell Ersatzandruckrollen bekommt.
Ansonsten bedanke ich mich erstmals für eure Hilfe, hat mir unheimlich weitergeholfen
Viele Grüße
Joachim
P.S. Riemen verläuft richtig, genau in der Mitte, da wo es "bauchig" ist.


[Beitrag von jorat am 27. Jul 2009, 16:03 bearbeitet]
armin777
Gesperrt
#9 erstellt: 27. Jul 2009, 16:46
Kenwood-Ersatzteile findest Du hier:

nullhttp://www.etus-landgraf.de/

Beste Grüße
Armin
AndreasTV
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 27. Jul 2009, 17:12
Guten Abend .
Der Armin hat doch immer eine gute Adresse parat - Super.

Joachim, wegen der Plastik"bodys" der Andruckrollen keine allzu großen Sorgen machen ->
WAren nicht mal diverse Austauschrollen der "GX" - Modelle von Akai auch von ursprünglich Messing auf Plastik gewechselt u. liefen trotzdem einwandfrei ; Das müsste Armin wissen.

Da das Deck aber sehr lange gestanden hat kämen - um bei der Baustelle "Andruckrolle" zumindest in unmittelbarer Nähe zu bleiben - auch noch außer der von Dir erwähnten Feder auch generell der Schlitten in Betracht:
Aufgrund verharzter / eingetrockneter Fett an diesen Stellen bringt die Mechanik die Rollen bzw. deren Arme nicht mehr mit genügend Anpressdruck "nach Oben" .
Das wirdt Du aber spätestens dann feststellen wenn die Austauschrollen da u. verbaut sind und das Problem immer noch besteht - dann dürfte eine "s...arbeit" (zumindest für darin nicht Geübte) auf dich zukommen .
Bezüglich der dann notwendigenSchmierung wird Dir wohl auch der Armin weiterhelfen können da ich z. Zeit selbst noch nach geeigneten Schmiermitteln suche mit entsprechender Langzeitkonstanz u. Materialverträglichkeit (vonwegen Plastik an manchen Schmierstellen usw.).

MfG

Andreas
jorat
Neuling
#11 erstellt: 28. Jul 2009, 15:25
Hallo zusammen,
die Rollen gibts auch bei Landgraf nicht mehr. Egal sei's drum. Bei einer meiner nächsten Conrad-Bestellungen werde ich den Billig-Rollen-Satz einfach 2x mitbestellen für zukünftige Reparaturen. Vorerst lasse ich jetzt mal alles beim Alten. Der Tipp mit dem Poti war Gold Wert!!!
Danke nochmals.
Gruß
Joachim
AndreasTV
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 28. Jul 2009, 15:35
Hall zusammen .
SchauenWir mal ob die Geschwindigkeit nicht wieder retour geregelt werden muss wenn die neuenRollen da u. verbaut sind - eigentlch Ja .
Aber: Stay tuned .

MfG

Andreas
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