Dual CV 1400 - HILFE!

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Flunkerfisch68
Neuling
#1 erstellt: 24. Apr 2011, 14:58
Hilfe, bin neu hier, aber erst mal schöne Ostern!

Habe nach ca. 20 Jahren meine Anlage wieder aktiviert.
Das ist das Dual Hifi-Board von 1980. Dazu gehören auch der Verstärker CV 1400 mit den Boxen CL 730. Drei Wochen lief alles super, freute mich heute auf Musik, kommt aber nur noch Brummen aus den Lautsprechern - in der berühmten 50Hz-Freqenz. Hat da jemnand Ahnung was das sein kann?
Bin ein wenig frustriert.

Gruß an alle!
germi1982
Inventar
#2 erstellt: 24. Apr 2011, 17:01
Wahrscheinlich einer oder mehrere Kondensatoren verreckt...nach langer Standzeit eigentlich typisches Problem. Das ist bei so Elektrogeräten wie mit Autos, die gehen durch Stehen mehr kaputt als wenn man sie benutzt.

Wenn du handwerklich nicht zwei linke Hände hast kannst du das selber richten, sind nur Standardteile. Ich würde gleich alle Elkos des Verstärkers rauswerfen, vor allem die Dicken des Netzteils und der Endstufe.

Alternativ kannst du das einen Profi machen lassen, Radio- und Fernsehtechniker. Die sind nicht so teuer wie man allgemein hin glaubt, vor allem weil die den Fehler aufgrund ihres Equipments weitaus schneller finden...mit einem Signalgenerator wird am Eingang ein 1kHz-Sinussignal aufgegeben und einem mit Oszilloskop wird einfach der Signalweg verfolgt, da wo das Signal unterbrochen ist oder verzerrt wird ist der Fehler...


[Beitrag von germi1982 am 24. Apr 2011, 17:06 bearbeitet]
Flunkerfisch68
Neuling
#3 erstellt: 24. Apr 2011, 21:57
Ja, wahrscheinlich ist es die Endstufe, glaube ich hatte das Problem vor 15 Jahren schon mal, kann mich aber nicht mehr erinnern. Das hatte dann eine Firma repariert. Bin handwerklich nicht ungeschickt und habe seinerzeit auch alles selber gemacht, z.B. alle Lautsprecherschalter selber ersetzt und Chinch-Eingang für den Tuner eingesetzt.

Aber wo sind denn die Elkos von der Endstufe und des Netzteils.
Tut mir leid, bin nur Maschinenbauingenieur und kein Elektriker - bekomme es aber sicherlich hin.

Benötige mehr Infos,Danke!
PBienlein
Inventar
#4 erstellt: 25. Apr 2011, 09:30
Hallo Flunkerfisch,

das Netzbrummen könnte tatsächlich von einem defekten Siebelko kommen. Ich würde mal folgende prüfen:

C1400 / C1401 je 1000 µF. Sie liegen in der +/- Spannungsversorgung der OP-Amps und der Vorstufe.

Wenn es die nicht sind, kämen noch die großen Siebelkos der Endstufe in Frage:

C1315 / C1316 je 4700 µF

Beim Ersetzen der Elkos auf die korrekte Polarität achten! Solltest Du Elkos besorgen müssen, so sollte deren Kapazität mindestens so groß wie beim Original sein. Mehr schadet nicht, ist aber auch nicht unbedingt notwendig. Das gleiche gilt für die Spannungsfestigkeit. Auf keinen Fall jedoch kleiner!

Das Service Manual gibts bei Elektrotanya.

Gruß
PBienlein
Flunkerfisch68
Neuling
#5 erstellt: 25. Apr 2011, 12:43
Hallo PBienlein,

danke für den Tipp! Habe mal reingeschaut in das gute Stück. Die Kondendensatoren C1400, C1401 und C1315, C1316 sehen ganz gut aus. Konnte heute nur Durchgangsprüfung machen - alles OK. Besorge mir morgen ein anderes Messgerät.
Habe mir alles noch mal genauer angeschaut, war gestern auch ein wenig verwirrt. Auf einer anderen Platine für die Spannungversorgung, da wo man auch die Eingangsspannung umlöten kann, hat es den Kondensator C1320 0,047µF zerissen.
Kann das die Lösung sein?

Schöne Grüße Flunkerfisch
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 25. Apr 2011, 13:01
Der Kondensator, den es zerrissen hat, ist in Fachkreisen auch als "Knallfrosch" bekannt. Das betrifft viele Dual-Geräte aus der Epoche. Also unbedingt austauschen. Unter Umständen ist nach dem Austausch auch der Fehler Geschichte.
Bertl100
Inventar
#7 erstellt: 25. Apr 2011, 13:48
Hallo,

C1320 ist wohl der "Knallfrosch" :-)
Den kannst du testweise auslöten, bzw. einen seiner Anschlußdrähte durchzwicken.

Dass dieser Kondensator abraucht, ist eher normal als was besonderes.
Das Gerät kann vorübergehend ohne diesen C betrieben werden.
Um Störungen bei anderen Gerät durch den Netzschalter des CV1400 zu vermeiden, und auch den Netzschalter des CV1400 zu schützen, sollte er aber bald wieder durch einen neuen ersetzt werden.
Es sind Kondensatoren der Spezifikation X2 geeignet.
Z.b. Conrad Best. Nr. 451095.
Oder dort nach 0.047 X2 Kondensator suchen.

Gruß
Bernhard
Flunkerfisch68
Neuling
#8 erstellt: 25. Apr 2011, 14:02
Ok, werde natürlich den Kondensatot tauschen. Kann der Trafo auch einen mitbekommen haben? Hab ein wenig gegoogelt und traf dann auch gleich auf den "Knallfrosch", aber auch mit Trafoproblem.
Merkwürdig ist nur, dass am Tag der "Wiederinbetriebnahme" nach ca. einer halben Stunde Rauch aus dem Gerät kam.
Stank als hätte man eine Zigarette geraucht.
Dann Gerät ausgeschaltet und nache einer Stunde wieder an! Dann lief alles 3 Wochen lang ohne Probleme.
Dachte eigentlich, der Staub ist weggeraucht.
Nun jetzt - Anlage lief - ausgeschaltet - wieder eingeschatet - nur noch Brummen.
Löst sich so ein Kondensator etwa langsam auf?

Besser auch gleich auf 240V umlöten?

Vielen Dank für die Hilfe - Flunkerfisch
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 25. Apr 2011, 14:17
Das, was da geraucht hat, war der Knallfrosch!
Flunkerfisch68
Neuling
#10 erstellt: 25. Apr 2011, 15:37
Hallo Rancid Didi und natürlich allen anderen Helfern!

Wenn das wirklich alles ist, bin ich echt froh. So ein gutes Teil darf man eigentlich nicht verlieren. Kann dieses gequäke aud den heutigen Anlagen, wenn man das noch so nennen kann, nicht mehr ertragen. Einfach furchtbar.
Da hilft auch keine billige Elektronik, sondern nur noch echter "Wumms" von damals.

Auf 240V umlöten ist doch nur das eine Kabel von hüh nach hot, oder?

Nochmals vielen Danke an Alle.
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 25. Apr 2011, 15:42

Flunkerfisch68 schrieb:

Auf 240V umlöten ist doch nur das eine Kabel von hüh nach hot, oder?



Ich hab mal eben einen Blick ins Service Manual geworfen und würde sagen: Ja!
Flunkerfisch68
Neuling
#12 erstellt: 26. Apr 2011, 20:49
Der Flunkerfisch ist wieder da!

Habe neuen X2 0,047µF Kondensator eingesetzt - leider immer noch das gleiche Problem. Ihr schreibt ja, dass man den Verstärker für einige Zeit auch ohne betreiben kann. Aber der löste sich ja schon vor drei Wochen auf. Was geht dann nächstes kaputt??
Bertl100
Inventar
#13 erstellt: 27. Apr 2011, 10:58
Hallo Flunkerfisch,

der Knallfrosch hat mit dem Brummen nichts zu tun.
Dass dieser kaputt geht ist normal. Diese Kondensatoren sind wohl inzwischen alle ausgefallen.
20 Jahre Ruhepause sind halt ein Problem. Da ergeben sich einige Standschäden, grade bei den Elkos.
Da kann es schon sein, dass zunächst mal öfter noch was kaputt geht!

Gruß
Bernhard
Flunkerfisch68
Neuling
#14 erstellt: 27. Apr 2011, 12:28
Hallo Bernhard,

also alle 4 Stück, C1400, C1401, C1315 und C1316. Aber beide Kanäle gleichzeitig defekt? Kann man die Kondensatoren im eingebauten Zustand messen oder muss diese lieber auslöten?

Gruß Flunkerfisch
Rancid_Didi
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 27. Apr 2011, 12:33
Elkos im ausgelötetem Zustand messen.

Abweichungen von +/- 10% in der Kapazität sollten normal sein.
Monsterle
Inventar
#16 erstellt: 27. Apr 2011, 15:10
Ich würd bei den dicken Sieb-Elkos nicht lang 'rummessen, sondern gleich ersetzen. Wenn derart massiv Brumm durchkommt, ist die Sache ja eigentlich eindeutig. Die meisten preiswerten Multimeter können solche Kapazitäten um die 10.000µF ohnehin nicht mehr messen.

Natürlich sind "alle Kanäle gleichzeitig defekt"! Das liegt daran, daß beide Endstufen ihren Strom aus dem selben Netzteil beziehen. Mit den selben defekten Elkos.

Also: Die Sieb-Elkos ohne große Umschweife wechseln, danach Spannungen im Netzteil kontrollieren.

Der "Knallfrosch" gehört zu einem Entstörnetzwerk, das direkt an der Primärseite des Trafos und am Netzschalter sitzt. Er kann deswegen nichts mit dem Brummen zu tun haben. Im Netzteil muß zunächst die Netzspannung heruntertransformiert, dann gleichgerichtet und geglättet werden - letzteres wird von den Sieb-Elkos erledigt, die anscheinend inzwischen trocken sind, also keine Kapazität mehr haben.

Gruß,
Monsterle


[Beitrag von Monsterle am 27. Apr 2011, 20:20 bearbeitet]
Flunkerfisch68
Neuling
#17 erstellt: 27. Apr 2011, 20:41
Nochmal zum Brummen, es kommt garkeine Musike mehr raus. Wenn nach dem Einschalten die Relais durchschalten kommt nur noch das ekelige 50Hz-Brummen oder Summen.
Egal welchen Schalter man auch betätigt - nichts anderes und nichts tut sich. Abgesehen vom Lautsprecherschalter und Lautsprecheregler. Messgerät kann bis 20mF messen.
Aber der Fehler einfach so, kurz alles aus , wieder an und nun aus.
Kommt, wenn sich die Elkos verabschieden, nicht erst einmal ein wenig "Knacken" oder "Rauschen"?

Schöne Grüße Flunkerfisch,

mache weiter, werde die Kondensatoren auch tauschen, glaube aber irgendwie nicht daran.
Monsterle
Inventar
#18 erstellt: 29. Apr 2011, 09:21
Gut, das soll ja vorkommen, daß Maschinenbautechniker sich mit Elektronik besser auskennen als E-Techniker oder -Ingenieure...

Falls ich doch noch einen kleinen, gutgemeinten Tip geben dürfte: Das Gerät gehört zur Reparatur in erfahrene Hände. Ist besser, und vor Allem sicherer.
Flunkerfisch68
Neuling
#19 erstellt: 29. Apr 2011, 12:48
Hallo Monsterle,

bitte nicht böse sein - so war es doch nicht gemeint.
Und klugscheißen will ich hier schon garnicht:(
Die Frage kam mir einfach so - versuche es ein wenig zu verstehen.

Schöne Grüße
Flunkerfisch
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