Pioneer A 656 Bassregler abgebrochen

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Cartouche-Cologne
Neuling
#1 erstellt: 13. Jul 2007, 20:39
Hallo!

lange tat der Pioneer-Verstärker fleissig seinen Dienst und er tut es jetzt ja eigentlich auch noch, aber irgendwann musste auch mal was mit der Pioneer-Endstufe geschehen, vielleicht weil heute der 13. ist.

Der Bassregler ist heute glatt abgebrochen (Gerät steht auf dem Boden - sollte mir vielleicht mal einen anderen Standort ausdenken - ins Straucheln gekommen und mit dem Fuss derbe drangekommen, glatt durchgebrochen) Rest der Achse steckt noch im Knopf, da macht man nichts mehr.

Wo bekomme ich einen Bassregeler her, neu oder gebraucht wie heisst das Ding genau bzw. hat es eine Typenbezeichnung, dass man vielleicht mal bei Conrads-Electronic oder sonst wo schauen könnte.
Und wenn man nicht direkt zwei linke Hände hat, kann ich mir den selbst einlöten. Kurze Antwort wäre nett!

Gruss
Cartouche-Cologne
bukongahelas
Inventar
#2 erstellt: 14. Jul 2007, 04:26
Schon mal bei Pioneer selbst gefragt ?

Wieso kann man nichts machen ? Poti ausbauen,Achse kleben.
Oder Poti ausbauen und beim grossen C als Muster vorzeigen.

Das Teil heisst Potentiometer und hat einen bestimmten Wert,meistens aufgedruckt,sonst kann mans einfach nachmessen.
Z.B. "100k" bedeutet 100000 Ohm gleich 100 KiloOhm.
So ein Poti hat (pro Kanal,Du hast ein Stereopoti) 3 Anschlüsse: Eingang,Ausgang,Masse. Der Ausgang liegt in der Mitte. Den Ohmwert eines Poti misst man zwischen den beiden äusseren Anschlüssen.

gruss
bukongahelas
Cartouche-Cologne
Neuling
#3 erstellt: 14. Jul 2007, 06:50
Hallo bukongahelas!

Riesendank für deine Tipps. Ja so ist es , wenn Laie auf Fachmann trifft.

Kleben denke ich wird schwierig werden, da es wirklich mittig durch ist, da haben die Kräfte meines Fußes ganze Arbeit geleistet.

Ich werde dann den Regler erst einmal ausbauen, jetzt weis ich ja, dass ich kein spezielles Pioneer-Ersatzteil benötige, drei Kabel zu löten traue ich mir auch noch zu, Feinmechanik-Lötkolben vorhanden (also so ein Teil mit feiner Spitze).

Ja dann werde ich mal zum großen C, wie du so schön geschrieben hast, wenn ich das Teil ausgebaut habe.

Gruss
Udo
rorenoren
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 14. Jul 2007, 07:00
Moin Cartouche,

wenn du geschickt bist, kannst du folgendes versuchen:

Nimm einen rundlaufenden Akkuschrauber,

spanne einen 2-3mm Bohrer ein,

bohre jeweils in die Poti- Achsen genau mittig ein Loch (max. 5mm tief,

vorher solltest du etwas rundes langes aus Metall herausgesucht haben, das in das Loch passt (also die Grösse des Loches vorher bestimmen, abhängig vom gefundenen Metallteil)

Ein Nagel, eine Schraube ein Stück Schweissdraht, alles was nicht zu leicht verbiegt, und sich ewas aufrauhen lässt, ist geeignet.

Also mit der Feile das Äussere etwas aufrauhen und nachprüfen auf die richtige Länge (bei 2x 5mm Loch also knapp unter 10mm) in den Potirest am Verstärker einkleben.
(Superkleber, der möglichst "frisch" sein sollte, und nicht zuviel davon!)

Etwas warten bis der Kleber getrocknet ist, (überquellenden Kleber sofort mit Q-Tip oder Papier abtupfen!)

Aufpassen, dass nichts zwischen Achse und Reglergeäuse läuft, dann war alles umsonst.

Jetzt den Achsstummel (vorher aus dem Knopf herausfummeln) auf das herausragende Stück Metall stecken und auf Passung prüfen, Stellung mit dem Hochtonregler vergleichen, damit die Abflachung zumindest ungefähr an der richtigen Stelle steht. (Das Poti lässt sich mit einer Zange vorsichichtig auf Mittenrastung oder zum Anschlag drehen)

Wenn´s passt, in der richtigen Stellung mit Superkleber draufsetzen und warten.

Mit etwas Glück ist das stabil genug, um noch viele Jahre zu funktionieren.

Ansonsten solltest du tatsächlich bei Pioneer anfragen, was es kostet, wenn es das Poti überhaupt noch gibt.

Deutlich über 30 Euro inkl. Versand solltest du nicht ausgeben.

Dann lieber ausbauen und versuchen beim blauen C etwas passendes zu finden.
Achse und Knopf lassen sich notfalls anpassen.

Wichtig ist, ob das Poti log oder lin ist. (+log oder - log gibt es auch)

Aber besser bis 30 Euro ausgeben, als sich nacher mit einem nicht passenden Poti für 5 Euro herumquälen.

Gruss, Jens
Toni_
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 14. Jul 2007, 07:24
Guten Tag Cartouche-Cologne,

naja mit dem 13. ist Quatsch, hier im Oberbergischen
stand gestern in der Zeitung : Der 13. kann ihr Glückstag werden !
( Es ging um das montieren von Rauchmeldern )

Aber nun zum Thema :


Wenn Du keinen Ersatzpoti bekommst gibt es vielleicht noch eine andere Möglichkeit.
Eventuell kann man die Potiachse "schienen" indem Du an beiden abgebrochenen
Achsstücken ein kleines Loch reinbohrst und einen Metallstift einklebst.
Wenn es eben geht den Poti auslöten !

Die Bohrungen solltest Du möglichst mittig einbringen und diese sollten etwas größer
sein, als der einzusetzende Metallstift.
Als Stift kann man ein Stück vom Bohrerschaft nehmen, dieser hat die richtige Stabilität.
Beim verkleben darauf achten das kein Kleber in das innere vom Poti kriecht, dann haste ein größeres Problem.
Das ganze dann mit 2 Komponentenkleber z.B Uhu Endfest 300 verbinden, die Klebestelle zusätzlich
am Umfang der Achse abkleben, das der Kleber da bleibt wo er hingehört und min 24 Std. aushärten lassen !!

Diese Art von Reparatur, wende ich in der Firma schon mal, an einer älteren CNC-Maschine an.
Die Stege der Tastaturschalter brechen schon mal ab und werden dann wie oben beschrieben.
Nur als Stift reicht in dem Fall ein Stück der Büroklammer und Sekundenkleber aus.
Diese Reparatur ist schnell vollzogen ein Austausch würde so mindestens 3 Stunden dauern.

SViel erfolg !

Gruß

Toni
Toni_
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 14. Jul 2007, 07:25
Da war schon jemand schneller...
bukongahelas
Inventar
#7 erstellt: 15. Jul 2007, 02:32
Ein Mono-Poti hat 3 Anschlüsse,ein stereo demnach 6.
Eben ein 2 Mono Potis auf derselben Achse / Gehäuse.
Lin und log ist noch wichtig,frag bei C extra danach,die "Experten" dort wissen dann schon was das richtige ist.Im Zweifelsfall nimm "lin" das bedeutet linear und nix anderes als das halber Einstellwinkel auch halbe Ohmzahl ergibt.Bei log Potis geht das nach der Logarithmus Funktion: Erst wenig,dann viel Widerstand (oder umgekehrt = negativ logarithmisch).Der Zusammenhang zwischen Stellwinkel und Ohmzahl ist bei log Potis nicht proportional/verhältnisgleich.
Diese log Potis sind meist der MasterVolume,das ist wegen der menschlichen Gehörempfindlichkeit so (für doppelte Lautstärkeempfindung braucht man etwa die 10fache Leistung).Bass-Höhen-BalancePotis sind meist linear.

gruss
bukongahelas
Cartouche-Cologne
Neuling
#8 erstellt: 15. Jul 2007, 09:15
.... ersteinmal Danke für die schnelle und vor allem kompetente Antworten an bukongahelas, Toni und rorenoren.

Ich habe bei dem Ersatzteilpartner von Pioneer erst einmal nach dem Original-Ersatzteil per email nachgefragt, wenn der mir nicht weiterhelfen kann, dann werde ich den Poti ausbauen und zum Geschäft mit dem großen C, sollte ich nun gar nicht weiterkommen, dann werde ich versuchen die Achse zu kleben, ist mir aber als nicht "Profischrauber" etwas zu heikel, da ja auch die Achse an der Stelle gebrochen ist, wo sie sich für den Knopf nochmals um die Hälfte verjüngt (so eine Einsparung).

Wenn das Ding wieder im gutem Zustand ist, werde ich nochmals kurz berichten.

Gruss und Danke
Cartouche-Cologne
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