Grundig V2000 Kratzen bei vollem Bass

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Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 06. Apr 2012, 14:46
Hi,

bisher kam ich damit aus, nur zu lesen... jetzt nicht mehr. Aber bis hierher schonmal danke
Mein Wissen ist auf die totale Basis (Schulwissen und ein bisschen mehr) beschränkt.

Dank ein paar Einträgen hier konnte ich meine Becher-Elkos und ein paar andere austauschen. So siehts aus:
Grundig V2000 Platine (oben)


Zuerst hatte ich nur die Becher-Elkos ausgetauscht und dann getestet um sicherzustellen, dass ich dabei nichts falsch gemacht habe.

Fehlerbild:
Das Sound-Ergebnis war aber folgendes:
Grundig V2000 kratzen bei lautem bass (Das Kratzen gleich am Anfang der Aufnahme (ca 0:06) ist afaik ein anderer Fehler. Das scheint bei bestimmten Tönen/Frequenzen zu passieren)
Auch wenn es durch die Aufnahme nicht mehr original klingt, so erkennt man doch, dass was nicht stimmt.

Todo bis Fehler
Drehe ich die Lautstärke nicht ganz auf und lasse die Effekt-Regler mittig, passiert nichts.
Das große Problem tritt auf, wenn ich den Bass voll aufdrehe. Dann kommt nach ein paar Sekunden ein kratzen / knacken und anschließend wird der Ton total schlecht / kratzend und leiser (so wie bei 0:24 in meiner Aufnahme)

Es hört sich so an, als ob was überläuft..

Mögliches Problem
Ich hatte bei meinem ersten Test die Kabel nicht korrekt angeschlossen.
- Es gibt einen schwarzen 2-poligen Stecker der am Ein/Aus-Schalter hängt. Der war nicht angeschlossen
- Es gibt ganz hinten links eine grüne Buchse -> Die wurde nicht gefüllt
- Den grünen zweipol-Stecker, der eigentlich hinten in die grüne Buchse kommt, hatte ich auf der Poti-Platine in C18 gesteckt (also schwarze Buchse)

Kann dadurch was kaputt gegangen sein? Oder liegt es wahrscheinlich an den Becher-Elkos bzw. deren (Löt)montage?

Gruß
Ricksan
hf500
Moderator
#2 erstellt: 06. Apr 2012, 18:49
Moin,
willkommen im Forum.

Da stecken im Endverstaerker jetzt je zwei wuerfelfoermige Folienkondensatoren, wo zuvor Elkos waren. Haben die den korrekten Wert? Ich meine, da muessten 47µF hin und dafuer sind mir die Folien etwas klein (den gleichen Verstaerker haben auch schon R45 und R48, dort sind es 47µ).

Mach mal ein Detailfoto von der Gegend mit den gruenen Steckern.

73
Peter
Grundi69
Inventar
#3 erstellt: 06. Apr 2012, 21:22
N'abend

hf500 schrieb:

Da stecken im Endverstaerker jetzt je zwei wuerfelfoermige Folienkondensatoren, wo zuvor Elkos waren. Haben die den korrekten Wert? Ich meine, da muessten 47µF hin und dafuer sind mir die Folien etwas klein (den gleichen Verstaerker haben auch schon R45 und R48, dort sind es 47µ).

Da wirst Du vermutlich Recht haben.
Die beiden rechts oben (C3005+C3008) müssten laut Schaltplan jedenfalls 47uF/50V Elkos sein. Vermutlich hat sich ein 'Tuner' um ne Kommastelle vertan und sie gegen 4,7uF Folienkondensatoren 'upgegradet' Das Gleiche gilt wohl für den anderen Kanal (müssten C2005+2008 sein, kann die Bautteilbezeichnug auf der Platine aber nicht erkennen)
Das sollte natürlich dringend überprüft werden und ggf. geändert werden.

Grüße
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 06. Apr 2012, 21:36 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 07. Apr 2012, 02:00
Danke für die schnelle Antwort

hm.. ich dachte, da wäre kein komma, weil das vllt. so ne Standardzahl ist, dass man das auch weglassen kann. Die war'n ja auch so groß wie die 4,7-er fand ich.

Dann könnte das zweite Problem wahrscheinlich daran liegen.. Ich habe nämlich tatsächlich die 47er durch 4,7er ausgetauscht.
Wie würde sich das denn auswirken?
Wobei ich habe gerade nachgeguckt. Auf allen steht da 47µF drauf. Selbst auf denen, die auf den zwei ansteckbaren Endstufenteilen waren (und die sollen ja afaik so ausgetauscht werden können (da gabs mal nen coolen Beitrag hier im Forum, den ich aber erst wieder raussuchen müsste. Da hat jmd. die ganzen Elkos gegen Folien getauscht - was halt möglich war))

Aber das eigentliche Problem, was bei zu hohem Bass auftritt war schon vor dem Tausch der Elkos (also nur Becherelkos getauscht). Oder kann es sein, dass die Elkos vorher auch schon nicht mehr ok waren und ich deswegen das aufgetreten ist?
(Ich weiß leider nicht mehr sicher, wie der klang vor dem Umbau war)

Gruß
PBienlein
Inventar
#5 erstellt: 07. Apr 2012, 06:04
Hallo Ricksan,

warum um alles in der Welt tauscht Du sämtliche Elkos? Ich würde die ausgelöteten Exemplare messen und alle, die noch OK sind (das werden vermutlich alle sein) wieder einlöten. Dabei auf die korrekten Werte und vor allem die richtige Polung achten sonst gibts wieder neue Fehler.

Wirklich defekte Elkos tauscht man gegen gleiche Werte mit höherer Spannungsfestigkeit.

Gruß
PBienlein
Bertl100
Inventar
#6 erstellt: 07. Apr 2012, 08:35
Hallo,

Auf allen steht da 47µF drauf.

Reden wir von den roten quaderförmigen Folien-Kondensatoren?
Diese gibt es definitiv nicht in 47µF.
Womöglich hast du nicht mal 4.7µF sondern .47µF (=0,47µF) eingebaut.
Das Komma müßte ansonsten schon deutlich zu erkennen sein.

Bevor nicht wieder alle Bauteile in der Endstufe den richtigen Wert haben, brauchen wir über mögliche Auswirkungen ja gar nich zu spekulieren.

Gruß
Bernhard
Grundi69
Inventar
#7 erstellt: 07. Apr 2012, 09:14
Hallo!


Rickysan schrieb:
hm.. ich dachte, da wäre kein komma, weil das vllt. so ne Standardzahl ist, dass man das auch weglassen kann. Die war'n ja auch so groß wie die 4,7-er fand ich.



Du hast höchstwahrscheinlich so einen hier eingesetzt!?
wima_4_7
Wenn das Komma da nicht deutlich drauf zu sehen ist...

Rickysan schrieb:
Selbst auf denen, die auf den zwei ansteckbaren Endstufenteilen waren (und die sollen ja afaik so ausgetauscht werden können (da gabs mal nen coolen Beitrag hier im Forum, den ich aber erst wieder raussuchen müsste. Da hat jmd. die ganzen Elkos gegen Folien getauscht - was halt möglich war))

Der obercoole Tipp lautet vermutlich, die Koppelkondensatoren im Signalweg gegen Folienkondensatoren gleicher Kapazität zu ersetzen.
Gut, kann man natürlich machen...(über die klanglichen Auswirkungen wollen wir jetzt mal nicht diskutieren).
Die von Dir getauschten liegen aber gar nicht im Signalweg und haben nur 1/10 der vorgesehen Kapazität!

Rickysan schrieb:
Ich habe nämlich tatsächlich die 47er durch 4,7er ausgetauscht.Wie würde sich das denn auswirken?

Eben so, dass die Schaltung nicht mehr wie konzipiert, berechnet und getestet funktioniert!
Hoffentlich hast Du die großen Elkos polaritätsrichtig eingebaut - sonst könnten sie irgendwann platzen...


Rickysan schrieb:

Wobei ich habe gerade nachgeguckt. Auf allen steht da 47µF drauf.
Selbst auf denen, die auf den zwei ansteckbaren Endstufenteilen waren

Ja, in der Endstufe sind tatsächlich großenteils 47uF Elkos eingesetzt (und 1x 100uF, sowie je ein 1uF und 2,2uF).
Du meinst wohl diese hochkant eingelöteten kleinen Platinen?
Der einzige Koppel-Elko, den ich hier sehe, ist ein 2,2uF/50V.

Ansonsten siehe Bernhard:

Bertl100 schrieb:

Bevor nicht wieder alle Bauteile in der Endstufe den richtigen Wert haben, [...]

Exakt!

Gruß
Groomy

Die Enstufenschaltung ist so auch im SV2000 enthalten, der Slim-Line Ausführung


[Beitrag von Grundi69 am 07. Apr 2012, 09:38 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#8 erstellt: 07. Apr 2012, 12:55
edit: warum funktionieren die BBCodes nicht? oO

[quote]Reden wir von den roten quaderförmigen Folien-Kondensatoren?[/quote]
nene, auf denen steht schon 4,7µ drauf. Es sind genau die, die auch auf Groomys Bild sind.
Die blauen Elkos meinte ich. Auf denen steht nur 47µ drauf.

[quote=Groomy][quote=Ricksan]

Wobei ich habe gerade nachgeguckt. Auf allen steht da 47µF drauf.[/quote]
Selbst auf denen, die auf den zwei ansteckbaren Endstufenteilen waren

Ja, in der Endstufe sind tatsächlich großenteils 47uF Elkos eingesetzt (und 1x 100uF, sowie je ein 1uF und 2,2uF).
Du meinst wohl diese hochkant eingelöteten kleinen Platinen?[/quote]
Die hochkant aufgesteckten Platinen.

[quote=PBienlein]warum um alles in der Welt tauscht Du sämtliche Elkos?[/quote]

[url=http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-6941.html]Ich habe das hier gelesen[/url] und das hörte sich so an, als ob man die 3 Elkos (?) auf den Aufsteckplatinen austauschen kann. Bei mir sieht das jetzt so aus:
[img]168723[/img] edit: da der bbcode nicht funktioniert hier die URL: http://bilder.hifi-forum.de/max/717201/grundig-v2000-aufsteckplatine-modifiziert_168723.jpg
Wie man auf dem Bild erkennen kann, hat der orangene Elko eine Aufschrift "47". In Verbindung mit dem verlinkten Thread dachte ich also, dass das normal sei, statt 4,7 47 zu schreiben.

[quote=Bertl100]Bevor nicht wieder alle Bauteile in der Endstufe den richtigen Wert haben, [...][/quote]
Nja. Aber um mal wieder den Schwenk zu kriegen: Das eigentliche Problem trat ja schon viel früher auf. Nämlich nachdem ich die großen Becher-Elkos getauscht hatte.

Dafür hab ich [url=http://www.reichelt.de/Becher-Elkos/BE-22-000-40/index.html?;ACTION=3;LA=2;ARTICLE=5390;GROUPID=3146;SID=12TYyP5X8AAAIAAHSD4Mc9342195b055b3926771851331299c4de]diese hier (klick)[/url] benutzt. Darauf gekommen bin ich über [url=http://www.hifi-forum.de/viewthread-185-7227.html]diesen (klick)[/url] Thread

[quote=Groomy]offentlich hast Du die großen Elkos polaritätsrichtig eingebaut - sonst könnten sie irgendwann platzen...[/quote]Du meinst die Becher, oder? Da die 5 Stifte haben und nur in eine "Richtung" rein gehen, sollte da alles korrekt sein.
[b]AUTSCH![/b] Kann es sein, dass die Becher-Elkos die falschen sind?... ich bin grade ein wenig verwirrt bzgl. Polung. Im Datenblatt auf Reichelt wird was von 6 Polen erzählt. Ich glaub die ursprünglichen hatten einen Minus- und 4 Plus-Pole...


[Beitrag von Rickysan am 07. Apr 2012, 12:59 bearbeitet]
Grundi69
Inventar
#9 erstellt: 07. Apr 2012, 13:31
Hmm, irgendwie ging's in Deinem letzten Posting ziemlich schief mit dem quoten.

Zu der kleinen Aufsteckplatine:
C4001: 1uF/50V ist OK!
C4003: 2,2uF/50V (kann den Wert nicht lesen, könnte aber von der Größe her durchaus ein 2,2uF FoKo sein - wäre dann auch OK)
C4008: 47uF/40V Hier hast Du ganz offenbar auch wieder einen falschen 4,7uF (1/10 der geforderten Kapazität) Kondensator eingebaut. Hier (wie auch für die anderen 47uF Elkos) hätten solche hingepasst: http://www.reichelt....d9e76a8175823309dd01

Du hast also mehrere Kondensatoren durch falsche ersetzt und wunderst Dich, dass das Teil nicht mehr so klingt, wie's soll?
Der erste Rat an Dich kann nur lauten, diese eingebauten Fehler erstmal rückgängig zu machen!
Achte beim wiedereinbauen der Elkos pingelig auf die Polarität!! (i.d.R Minuspol auf dem Elko markiert, auf der Platine ist aber oft '+' gekennzeichnet).

Ja, ich meine die blauen Becher. OK, wenn Du die von reichelt hast, sind es wohl Elkos mit höherer Kapazität, dafür haben sie die gleiche Baugröße wie die originalen.
Pin 1 ist laut der reichelt-Beschreibung 'Plus' und Pin 5 ist 'Minus'.

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 07. Apr 2012, 14:32 bearbeitet]
hf500
Moderator
#10 erstellt: 07. Apr 2012, 15:08
Moin,
die grossen Becherelkos sind in ihrem Wert relativ unkritisch und die verfuegbaren 22000µ sind schon ganz richtig. Verpolt einbauen ist ohne Gewalt unmoeglich.

Alle anderen Kondensatoren sollten aber den Wert haben, der da hingehoert. Auch die von mir oben genannten Kondensatoren tragen wesentlich zum korrekten Arbeiten des Verstaerkers bei. Sie muessen auch bei niedrigen Frequenzen fuer definierte Spannungsverhaeltnisse sorgen, was bei zu kleinen Kapazitaeten nicht geht. Diese Kondensatoren muessen idR. auch nur ausgetauscht werden, wenn sie tatsaechlich defekt sind. Meist ist das der Fall, wenn es noch die beruehmten "weinroten Eros" sind, _und_ deren Becher bruechig geworden ist. Solange die Becher einwandfrei sind, hat der Kondensator etwa die gleichen Werte (ESR), die Neuware der Standardklasse auch hat. Nur ausgewiesene Low-ESR Typen liegen besser.

Also: Erstmal die Kondensatoren einbauen, die da hingehoeren, dann sehen wir weiter. Bei der Gelegenheit auch auf kalte Loetstellen achten.

73
Peter
Grundi69
Inventar
#11 erstellt: 08. Apr 2012, 08:00

Rickysan schrieb:

Nja. Aber um mal wieder den Schwenk zu kriegen: Das eigentliche Problem trat ja schon viel früher auf. Nämlich nachdem ich die großen Becher-Elkos getauscht hatte.


hf500 schrieb:
die grossen Becherelkos sind in ihrem Wert relativ unkritisch und die verfuegbaren 22000µ sind schon ganz richtig. Verpolt einbauen ist ohne Gewalt unmoeglich.

Gut, wenn's also die richtigen Elkos sind bliebe noch die Möglichket, dass die Lötstellen dort evtl. nicht ganz einwandfrei (kalte Lötstellen) ausgeführt sind (wie gut kannst Du löten?) oder aber durch die anfängliche Falschverkabelung etwas beschädigt worden ist.


Rickysan schrieb:

Mögliches Problem
Ich hatte bei meinem ersten Test die Kabel nicht korrekt angeschlossen.
- Es gibt einen schwarzen 2-poligen Stecker der am Ein/Aus-Schalter hängt. Der war nicht angeschlossen
- Es gibt ganz hinten links eine grüne Buchse -> Die wurde nicht gefüllt
- Den grünen zweipol-Stecker, der eigentlich hinten in die grüne Buchse kommt, hatte ich auf der Poti-Platine in C18 gesteckt (also schwarze Buchse)

Kann dadurch was kaputt gegangen sein? Oder liegt es wahrscheinlich an den Becher-Elkos bzw. deren (Löt)montage?

Punkt 1: Wenn der Netzschalter nicht angeschlossen war, dürfte der Verstärker ja überhaupt keinen Strom bekommen haben, ergo dürfte da auch nichts kaputt gegangen sein.
Punkt 2: Meinst Du den grünen Stecker mit dem blauen und braunen Kabel? Das ist die Netzzuleitung. Wenn die nicht eingesteckt war: siehe Punkt 1
Punkt 3: Hmmm, verstehe ich nicht ganz...hoffentlich hast Du nicht die Netzzuleitung da an die 'Poti-Platine' gesteckt?! ...Neee, kann ja eigentlich nicht passen.

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 08. Apr 2012, 08:13 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 10. Apr 2012, 20:30
hoihoi,

so, ich fand zwar, dass die roten optisch besser wirkten, aber jetz is alles wieder umgelötet.
Leider ist das Ergebnis immernoch kratzend. Ich habe mal 'ne WAV-Datei hochgeladen:
Klick

Allerdings hat die cam für die Aufnahme oder VDub mist gemacht, also nicht wundern, wenn da vllt. 0Byte groß steht, oder der Fortschrittsbalken sich nicht bewegt.

Ansonsten weiter:
Wie gesagt: alles umgebaut.
Die Aufnahme ist mit vollem Bass.

Ich habe jetzt gelesen, dass der Ruhestrom noch eingestellt werden muss. Kann das Kratzen davon kommen, dass ich das bisher noch nicht gemacht habe?

Gruß
Ricksan
PBienlein
Inventar
#13 erstellt: 11. Apr 2012, 05:11
Hallo Ricksan,

das Soundfile läßt eigentlich auf einen/mehrere defekte Halbleiter schließen. Tritt das auf beiden Seiten auf?

Gruß
PBienlein
Grundi69
Inventar
#14 erstellt: 11. Apr 2012, 08:28
Hi!

Rickysan schrieb:

so, ich fand zwar, dass die roten optisch besser wirkten, ...

Jaja, die Bauteile werden vom Hersteller halt selten nach optischen Gesichtspunkten ausgewählt

Anfang des Jahres hatte hier jemand Probleme mit seinem SV2000 klick, der ja schaltungstechnisch fast identisch ist.
Problem war auch, dass er (auf einem Kanal) verzerrte, der Ruhestrom sich nicht einstellen ließ.
Es lag dann letztlich an den Endstufentransistoren des Kanals.
Dreh mal am Balance-Regler und versuch herauszufinden, ob das Problem bei dir beide Seiten betrifft.

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 11. Apr 2012, 08:35 bearbeitet]
cmoss
Inventar
#15 erstellt: 12. Apr 2012, 13:10
Hallo,

ist nur so ein Einfall: Bist Du sicher, daß das Problem nicht von den Boxen kommt?
M.E. könnte es auch sein, daß bei voller Lautstärke und voll aufgedrehtem Bass der Verstärker einfach übersteuert oder überlastet wird (Ein Hifi-Gerät ist für sowas nicht konstruiert, das ist eher was für PA). Möglicherweise bricht die Versorgungsspannung zu weit ein, das könnte man messen. Hast Du schon mal mit einem Lastwiderstand und einem Oszi das Signal überprüft, das bei Vollast am Widerstand anliegt?

Am Ruhestrom wird es sicher nicht liegen, da kratzt nichts.

Gruß
Claus


[Beitrag von cmoss am 12. Apr 2012, 13:11 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 16. Jun 2012, 12:43
So.. nach elendig (viel zu) langer Zeit kann ich mich mal wieder zurückmelden. Nach 1 Monat totalkrank und 1 Monat Urlaub, kann ich mich endlich wieder den wichtigen Sachen widmen...

Passiert zwar auch links, aber erst bei extremen Lautstärken (Lautstärke = max, Balance = max links, Bass = max, Input = max...) (für in-der-Wohnung). Auf rechts dagegen passiert es auch bei "laut".
Also würde ich mich mal hauptsächlich auf rechts konzentrieren.

-------------------------------------
Zitat: Groomy
===================
Anfang des Jahres hatte hier jemand Probleme mit seinem SV2000, der ja schaltungstechnisch fast identisch ist.
Problem war auch, dass er (auf einem Kanal) verzerrte, der Ruhestrom sich nicht einstellen ließ.
===================
Danke für den Link... Die Endstufentransistoren sind die 3 auf den zwei extra Platinen (T4001, T4002 und T4003)... sind die drei zusammen in einer Darlington-Schaltung? Oder nur die ersten zwei gleichen (T4001 und 2)? unten rechts die beiden:
http://bilder.hifi-forum.de/medium/717201/grundig-v2000-aufsteckplatine-modifiziert_168723.jpg

-------------------------------------
Zitat: cmoss
===================
Bist Du sicher, daß das Problem nicht von den Boxen kommt?
===================
Sollte nicht sein, weil es Kanalabhängig ist.

-------------------------------------
Zitat: cmoss
===================
Hast Du schon mal mit einem Lastwiderstand und einem Oszi das Signal überprüft, das bei Vollast am Widerstand anliegt?
===================
..Dazu bräuchte ich ein Oszilloskop, oder?... das besitze ich nicht... ich hoffe, dass ich das Problem ohne lösen kann...


btw: wieso funktioniert bei mir eig. der BB-code dauernd nicht? oO


[Beitrag von Rickysan am 16. Jun 2012, 12:46 bearbeitet]
Grundi69
Inventar
#17 erstellt: 18. Jun 2012, 11:25

Rickysan schrieb:
Nach 1 Monat totalkrank und 1 Monat Urlaub,

Oh mann, der 1.Teil hört sich besch...eiden an. Hoffentlich hat der Urlaub das wieder kompensiert

Rickysan schrieb:

Die Endstufentransistoren sind die 3 auf den zwei extra Platinen (T4001, T4002 und T4003)... sind die drei zusammen in einer Darlington-Schaltung? Oder nur die ersten zwei gleichen (T4001 und 2)? unten rechts die beiden:
http://bilder.hifi-f...difiziert_168723.jpg

Ähm...nein...knapp daneben
Die Endstufentransistoren sind hinten auf den großen, schwarzen Kühlkörper geschraubt:

grundig-v2000-platine-oben_168460
(im Bild gelb eingekreist)

Ja, das sind Darlington-Transistoren mit den Bezeichnungen GP140 und GP145. Findeste heute nicht mehr, daher greift man zu den Ersatztypen BDW83C und BDW84C.

Gruß
Groomy

PS: Vielleicht ist es stressfreier, du holst dir einfach einen anderen V2000?


[Beitrag von Grundi69 am 18. Jun 2012, 15:01 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 23. Jun 2012, 16:06
schnelle Antwort. Dankeschön!

Die Darlingtons, die du hier markiert hast, sind zwei verschiedene Typen... deswegen auch GP140 und GP145. Allerdings sitzen bei mir 4 gleiche am Kühlkörper. Neben den zwei inneren jeweils außen nochmach die, die auch ganz außen sitzen.

Die Aufschrift lautet auf den äußeren: BDV64A (von Phillips)
und auf den inneren (die du markiert hast): BD135

Wenn ich bei google danach suche bekomme ich als Datenblatt nachher andere Ergebnisse, als für GP140 / 145.
Ist das trotzdem korrekt so?

Wobei ich gerade sehe, dass BD135 ein einfacher Transistor ist. D.h. du hast versehentlich die falschen innen markiert? Aber warum sprichst du dann von zwei Typen (140 und 145) ? Imo sind die vier äußeren dieselben...

edit:
Seh ich das richtig, dass ich den hier (BDX33C)
http://docs-europe.e...0900766b80e7f34e.pdf
nicht nehmen kann, weil er zu wenig Collector Strom (10A) hat?

Ich weiß nicht, in welche Richtung die Werte daneben liegen dürfen. Aber die "Total Power dissipation" ist doch besser, wenn sie kleiner ist, oder?

edit2:
Aber den hier müsste ich nehmen können, oder?
http://docs-europe.e...0900766b8078eaa0.pdf



Groomy schrieb:
PS: Vielleicht ist es stressfreier, du holst dir einfach einen anderen

Wenn man nur auf das Ergebnis aus ist, schon. Für mich hat das aber momentan Lehrcharakter

Gruß


[Beitrag von Rickysan am 23. Jun 2012, 16:15 bearbeitet]
Grundi69
Inventar
#19 erstellt: 24. Jun 2012, 08:50
Hi!

Entschuldigung, ich konnte das auf dem Bild nicht so 100%ig erkennen, weil die Transistoren teilweise von den Emitterwiderständen und diesen Alu-Kühlwinkeln verdeckt sind. Die Endstufentransistoren sind natürlich die großen Transistoren (mit der silbernen Metallfahne). Offenbar wurden bei deinem V2000 BDV64A (und der Komplementärtyp BDV65A) verwendet.
Diese Transistoren sind noch lieferbar: BDV 64B und BDV 65B (als B-Version=höhere Spannungsfestigkeit)
Vermutlich sind es aber Nachbauten (oftmals ISC / China).
Als Ersatztypen für diese Transistoren sind auch BDW83C und 84C verwendbar, ebenfalls zumeist Nachbauten von z.B. ISC

Der kleinere BD135 gehört zur Ruhestromregelung und ist auch auf dem Kühlkörper angeschraubt (quasi als Temperatursensor)


Rickysan schrieb:

Wenn man nur auf das Ergebnis aus ist, schon. Für mich hat das aber momentan Lehrcharakter

Ja, OK, das ist dann natürlich etwas anderes - und man wächst ja auch an seinen Aufgaben

Gruß
Groomy


[Beitrag von Grundi69 am 24. Jun 2012, 09:04 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#20 erstellt: 24. Jun 2012, 16:51
hm... jetzt muss ich mir erst noch was einfallen lassen, was ich zusammen mit den Darlingtons bestelle... Reichelt und sein Mindestbestellwert

Ansonsten danke soweit
Ich werde mich dann wieder melden, wenn die darlingtons da und eingebaut sind.

Ich gehe mal davon aus, dass ich da auch irgendwie Kleber dran machen muss (zur Isolierung?), wenn ich die neuen drin hab.


Groomy schrieb:
Ja, OK, das ist dann natürlich etwas anderes - und man wächst ja auch an seinen Aufgaben

Wobei das natürlich nur dank euch geht

edit: wobei... mir fällt gerade auf.... BDV64B ist ein PNP.
Aber der von dir noch vorgeschlagene BDW83C ist ein NPN... imho sollte das doch eigentlich garnicht gehen, oder?

Gruß


[Beitrag von Rickysan am 24. Jun 2012, 16:54 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#21 erstellt: 24. Jun 2012, 18:20
Hallo zusammen,

BDV 64B (pnp) und BDV 65B (npn) sind ein Komplementärpärchen, ebenso wie BDW83C (npn) und 84C (pnp).
Für die Montage benötigst du Wärmeleitpaste. Achtung! Auf dem Kühlkörper wird die Glimmerscheibe (durchsichtiges Plättchen) zurückbleiben (Isolation)
Nicht beschädigen! Falls doch, mußt du auch diese ersetzen.

Gruß
Bernhard
Grundi69
Inventar
#22 erstellt: 24. Jun 2012, 18:30

Rickysan schrieb:

Ich gehe mal davon aus, dass ich da auch irgendwie Kleber dran machen muss (zur Isolierung?), wenn ich die neuen drin hab.

Nein, keinen Kleber, die Transisoren sind mit Schrauben befestigt aber ja, sie sind isoliert montiert, d.h. hinter den Transistoren befindet sich eine dünne, durchsichtige Glimmerscheibe die beidseitig noch mit Wärmeleitpaste eingeschmiert ist. Auch die Schrauben haben eine kleine Kunststoffhülse, damit sie keinen Kontakt zur Metall-Kühlfahne des Transistors bekommen.

Bei der Montage musst du das *unbedingt* auch wieder so machen, die Metall-Kühlfahne ist mit dem Kollektor verbunden und es darf keinen Kontakt zum Kühlkörper geben sonst...*Pufff*
Die Glimmerscheibe kann man auch bei Reichelt bestellen (sollte man sogar, weil die alten zu klein oder brüchig sein könnten). Alternativ kann man diese dünnen, grauen Silikon Wärmeleitpads unterlegen, da spart man sich das Geschmiere mit der Wärmeleitpaste.

Stimmt, Ersatz für den BDV 64A = BDW 84C
und für den BDV 65A = BDW 83C


[Beitrag von Grundi69 am 24. Jun 2012, 18:32 bearbeitet]
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 25. Jun 2012, 17:56
d.h. ich kann auch einfach Wärmeleitpaste von meiner CPU dafür benutzen?
hf500
Moderator
#24 erstellt: 25. Jun 2012, 18:33
Moin,
ja, denn die ist so ziemlich das gleiche. Nur die korrekte Montage mit Glimmerscheibe und Isoliernippel auf der Schraube ist wichtig. Es ist unbedingt auch darauf zu achten, dass keine Glimmerscheibe doppelt untergelegt wird. Der Verstaerker kann dann leicht thermisch durchgehen, weil der betreffende Transistor schlechter gekuehlt wird. Es ist wichtig, dass beide Endtransistoren und der kleinere Ruhestromtransistor etwa die gleiche Temperatur haben. Fehlt dieser thermische Kontakt untereinander und mit dem Kuehlkoerper, geht schnell der Ruhestrom "durch die Decke". Transistoren leiten umso besser, je waermer sie werden. Dann fliesst mehr Strom, die Transistoren werden noch waermer, es fliesst mehr Strom, bis...

73
Peter


[Beitrag von hf500 am 25. Jun 2012, 18:33 bearbeitet]
Grundi69
Inventar
#25 erstellt: 25. Jun 2012, 20:57

Rickysan schrieb:
d.h. ich kann auch einfach Wärmeleitpaste von meiner CPU dafür benutzen?

Ja, aber nicht die silberhaltige, die möglicherweise leitfähig ist.
Rickysan
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 15. Jul 2012, 22:18
hm... hatte das letztes WE ausprobiert. Nach der Montage gabs 3 Stellen, an denen es ziemlich stark geraucht hat....
Eigentlich wollte ich dieses WE nochmal ne analyse davon machen, aber ich komm grad zu garnix..

Ich denke, ich werde es jetzt wohl doch aufgeben damit. Jetzt nimmt es eine Form an, bei der ich doch ein wenig angst habe...

Aber ich danke euch trotzdem VIELMALS!!!!

Gruß


[Beitrag von Rickysan am 15. Jul 2012, 22:19 bearbeitet]
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