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Grundig V2000 selber Überholen

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Autor
Beitrag
toyo
Stammgast
#1 erstellt: 12. Dez 2009, 15:20
Erstmal gibts ein hallo an die Hifi Klassik Fans.
Zugeben ich bin noch keiner, aber das kann ja noch werden. Ich hab mich hier schon ein wenig umgeschaut
und muss sagen die Verstärker aus den späten 70ziger sehen ja mal scharf aus.8)
Auf jeden Fall hab ich mir jetzt in den Kopf gesetzt, mir auch mal analog Sound an zu tun.
Daraufhin hab ich mir, vor ein paar Tagen folgendes Gerät ersteigert.

Denkmal nichts besonderes, dafür aber schön schlicht und solide.
Und als erstes Projekt wollte ich dann doch nicht gleich eine Rarität schlachten... zudem Sitz das Geld bei einem Schüler nicht so locker.

Dann hier noch 2 Bilder von den Innereien:


So nun zu meinem Problem/Vorhaben.
Einmal komplett Überholen, damit der technisch wieder i.O. ist.
-Gibt es da hilfreiche DIY Anleitungen, Tips, Vorschläge Anregungen oder ähnliches?
-Den Schaltplan hab ich schon bekommen
-hier gab es mal einen Treath zum V2000 leider ist der Weg, hab nur noch den Link gefunden

Vorgehen:
-1- Was selbst ich gesehen hab, die 2 großen Elkos (C904/C905) sind hinüber und müssen getauscht werden.

-2- Nach fast 30j werden die anderen Elkos auch nicht mehr so fit sein, aber alle auslöten und nachmessen ist ganzschön aufwendig.
Gibt es da Vorschläge welche Elkos schon auf Verdacht getauscht werden sollten, oder welche ich unbedingt mal nachmessen sollte?

-3- Alle Potis, Schalter, Steckkontakte und die LS-Relaiskontakte werden gereinigt.
An bzw in einigen Steckern (nochmal nachgeschaut nur den Steckern, auf der Platine der Klinkenbuchsen, also für die Kopfhörer)
ist so leicht bräunlich schleimig klebriges Zeugs, ich denk mal, dient als Korrosionsschutz?

Ist das gut? Was gibts da heute was man da dran schmieren kann?

Bis dahin erstmal
Gruß toyo
hf500
Moderator
#2 erstellt: 12. Dez 2009, 17:35
Moin,
fuer die beiden grossen Elkos gibt es hier Ersatz:
Reichelt "BE 22000/40"

Die groessere Kapazitaet schadet nicht, die hoehere Spannungsfestigkeit auch nicht ;-)

Die anderen Elkos sehen erstmal unverdaechtig aus, kritisch koennen die kleinen Elkos in den Endverstaerkern werden.
Da es nur wenige sind, sollte man sie tauschen (105°C Typen verwenden).
Achtung, die beiden Module im Endverstaerker sind nicht codiert und duerfen keinesfalls unter Spannung gezogen/gesteckt oder vertauscht werden!

Die anderen Elkos koennen so lange drinbleiben, wie sie noch keine Ausfallerscheinungen zeigen.

Nicht alle Elkos sind automatisch nach 30 jahren trocken, man sollte erstmal nur die tauschen, die die Betriebssicherheit gefaehrden.

73
Peter
audiophilanthrop
Inventar
#3 erstellt: 12. Dez 2009, 20:15

toyo schrieb:
-hier gab es mal einen Treath zum V2000 leider ist der Weg, hab nur noch den Link gefunden :(

Da wäre schon mal einer, überhaupt solltest du dich mal durch Reinhards Beiträge wühlen.

Treath ist kreativ - ich wäre dann aber doch eher für Thread (engl. für Faden).
toyo
Stammgast
#4 erstellt: 12. Dez 2009, 21:11
@hf500
Vielen Dank für die Tipps, bin schon am bestellen

@audiophilanthrop
Ich gebs ja zu ich bin so schlecht bei der Benutzung der SuFu. Ich hab noch nicht mal den Reparatur & Wartung Bereich gefunden.
Bin dann mal Reinhards Beiträge durchwühlen.

Wegen "treath" gibts das Wort überhaupt?
Meine RS ist noch um einiges schlechter wie mein Talent zum Beiträge finden und in englisch erst... aber wayne:D...

Danke und ein schönen 3. Advent.
Gruß
toyo
Bertl100
Inventar
#5 erstellt: 12. Dez 2009, 22:12
... bei meinem allerersten V2000 hab ich die kleinen Module tatsächlich mal vertauscht eingesteckt. Jung und dumm eben ...
Interessanterweise ging dabei nichts kaputt. Das wird aber wohl Glück gewesen sein!

Übrigens war bei genauerem Hinsehen auf der Hauptplatine die Position eines etwas größeren Elkos auf der kleinen Platine aufgedruckt, als Orientierung quasi.

Gruß
Bernhard
oldiefan1
Inventar
#6 erstellt: 12. Dez 2009, 22:54
Ich hab's hier und im Grundig-Forum zwar schonmal gesagt, aber ich muss es einfach wiederholen:

Der Grundig V 2000 ist ein weitgehend sehr unterschätzter Verstärker zu einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis. Sein Klang ist untadelig, die Leistung ansprechend und ausreichen auch für grössere Räume (50W an 4 Ohm), Klangregelung sehr vielseitig (auch Mittenregelung!) und die Messdaten (Klirrfaktor, Intermodulation und Frequenzgang) stehen dem grossen V 5000 nicht nach und sind einfach gut. Ausserdem hat er einen exzellenten Signal-Rauschabstand.

Optisch gefällt zwar der flache SV 2000 noch besser. Aber messtechnisch gewinnt eindeutig der V 2000, der auch in den Receivern R 35, R 45, R 2000 und R 3000 enthalten ist.

Herzlichen Gruss,
Reinhard
toyo
Stammgast
#7 erstellt: 13. Dez 2009, 00:03
Ah gut hab ich gleich wieder eine Frage.
Wegen der Leistung... ich hab im Netz gefunden das der V2000
Bei 8Ω Lautsprechern eine Dauerleistung von 35W hat.

Jetzt steht in der Bedienungsanleitung zu meinen (8Ω Lautsprechern) Das man einen Verstärker mit einer Leistung größer als 30W (30-280W) verwenden soll.(Da Verstärker mit schwacher Ausgangsleistung, den Boxen schon bei mittleren Lautstärken gefährlich werden können aufgrund das sie viel schneller übersteuert werden können wie kräftigere Verstärker...)

Ich höre eigentlich nie über "Zimmerlautstärke" wegen den Nachbarn und Mitbewohnern... (Wobei Zimmerlautstärke jetzt auch schon ein ziemlich subjektiver Begriff ist)
Kann ich meine Lautsprecher bedenkenlos verwenden?
Hab dann zu not auch noch zwei alte RFT B 9161 4Ω Lautsprecher aber die müssten mit Sicherheit ja auch erst mal reanimiert werden...

Gruß
toyo
oldiefan1
Inventar
#8 erstellt: 13. Dez 2009, 01:21
Ja,Du kannst Deine Boxen mit dem V 2000 bedenkenlos verwenden!

Die Angabe der Leistungsempfehlung von 30 Watt wird gegeben, da leistungsschwache Verstärker, wenn sie an wirkungsschwächeren Boxen mit hoher Lautstärke betrieben werden, eher an ihre Leistungsgrenze kommen. An der Leistungsgrenze (beim V 2000 etwa 35 Watt pro Kanal, an 8 Ohm, der Lautstärkeregler steht dann etwa auf 3 bis 4 Uhr) setzt dann das sog. "Clipping" ein. Das heisst, dass die Verstärkunksgrenze erreicht wird und die Signalamplitude sozusagen "gekappt" wird. Dieses Clipping wirkt elektrisch wie ein Gleichstrom, der die Lautsprecher beschädigen kann.

Aber kein Problem mit dem V 2000, der kann 35 Watt an 8 Ohm ohne Clipping. Bei 30 W fällt Dir dasTrommelfell schon raus noch bevor der Verstärker ins Clipping kommt.

Herzlichen Gruss,
Reinhard
toyo
Stammgast
#9 erstellt: 17. Dez 2009, 16:44
Hallo,
Wollte die Gleichrichter, GL 701/702 laut Schaltplan
auch erneuern.
GL 701 hat die Bezeichnung B80 C5000/3300
Den hab ich bei Conrad gefunden (ArtNr: 501930 - 62)
Passt der? (Kann die nächsten Tage nicht selber nachschauen und wenn ichs wieder kann geht das mit den einkaufen nicht mehr )
Für den GL 702 (B80 C900/600) hab ich nichts gefunden, gibt es da Ersatztypen bzw welchen sollte ich da verwenden?

Noch etwas Allgemeines:
Ist der Klang des V5000 im Vergleich zum V2000 nochmal besser? Oder berechnete sich der damals doppelt so hohe Preis nur aufgrund der höheren Leistungsaufnahme, paar mehr Schalter und besserer Klang Regelung?
oldiefan1
Inventar
#10 erstellt: 17. Dez 2009, 20:27
Hallo toyo,

Gleichrichter im V 2000 zu erneuern, wenn sie nicht defekt sind, ist überflüssig! Da Si-Typen (und nicht mehr Se-Gleichrichter), ist der Ersatz, den Du einbaust, genau dasselbe. Er verschleisst auch nicht. Kannst Du Dir sparen.


Zu Deiner Frage V 5000:
Deine Vermutung ist richtig, der höhere Preis rechtfertigt sich aus den genannten Extras und der höheren Leistung,die eine aufwendigere Konstruktion bedingt. Der V 5000 hat auch einen sehr viel aufwendigeren Phono-Vorverstärker und ist sogar für MC-Systeme umschaltbar und mit Pegelanpassung.

Im Klang ist kein hörbarer Unterschied, wenn bei Leistung unter 30W betrieben. Auch Frequenzgang und Klirrfaktor, Intermodulation und Fremdspannungsabstände sind beim V 2000 nahezu ebensogut. Nur bei hoher Leistung hat der V 5000 natürlich noch jede Menge Reserven.

Gruss,
Reinhard
hifibastler2
Stammgast
#11 erstellt: 19. Dez 2009, 00:16
Hallo, ich selber habe keinen V2000, aber etliche R2000 und R3000-3, ich finde an dem Verstärker die Klangstufe unschlagbar, Puristen mögen mir verzeihen, aber was der Bass und Höhenregler zusammen mit der Grundig-Loudness bringt, finde ich toll. Der 3000-3 scheint mir aber nicht nur eine PLL-Sythesizervariante zu sein, sondern eine Neukonstruktion. Keine Darlingtons mehr in der Endstufe usw...
Der Trafo vom V2000 schaut gegenüber den obiger Receiver recht mickrig aus. Überhaupt recht leer da drin.
An den Themenersteller: Nicht so viel tauschen. Never change a running system. Die alten Siliziumgleichrichter werden Dich noch überleben.
oldiefan1
Inventar
#12 erstellt: 19. Dez 2009, 20:00

hifibastler2 schrieb:
Der Trafo vom V2000 schaut gegenüber den obiger Receiver recht mickrig aus. Überhaupt recht leer da drin.


Der V 2000 hat dennoch alles, was ein guter Verstärker braucht. Die Vorstufe liegt auf der extra Platine, die in der 2. Ebene Eingebaut ist. Dadurch entsteht neben der Endstufe links und rechts etwas Luft. Das ist aber sinnvoll, da ein hervorragender Störabstand erreicht wird. Auch die Siebkondensatoren mit zusammen 30'000 µF sind sehr anständig. Der Trafo ist zwar geometrisch nicht ganz so gross wie im R 3000 (im Receiver müssen ja auch noch die Beleuchtung und der Tuner versorgt werden), aber bringt dennoch souverän mehr als genug Leistung. Es ist ein Schnittbandkern-Trafo mit geringem Streufeld, sieht "altbacken" aus, ist aber konstruktiv Spitzenklasse! Grundig hat seine Trafos übrigens selbst gewickelt, die haben genau gewusst, was sie taten. Kein Murks "von der Stange".

Wiegesagt, der V 2000 schlägt technisch den flacheren, vollgepackten SV 2000.

Herzlichen Gruss,
Reinhard
hf500
Moderator
#13 erstellt: 19. Dez 2009, 20:12
Moin,
es tut mir leid, sber der V2000 hat keinen Schnittbandkerntrafo. Wie man sehen kann, ist es ein Manteltrafo mit M-Blechschnitt.

Trotzdem hat ihn Grundig selbst gebaut, es waren immer gute Trafos, die auch die Leistung bringen, die gefordert ist.
Mit den neuen Elkos stecken im Netzteil dann 2x 22000µF, das ist fuer einen 2x 50W Verstaerker nicht wenig.

Die Gleichrichter muss man nur tauschen, wenn sie defekt sind. Im Gegensatz zu Selengleichrichtern altern Siliziumgleichrichter so gut wie ueberhaupt nicht, es ist jedenfalls nichts Signifikantes bekannt geworden.
Mit 3,3/5A ist er auch ausreichend bemessen.

73
Peter
oldiefan1
Inventar
#14 erstellt: 19. Dez 2009, 20:19

hf500 schrieb:
Moin,
es tut mir leid, sber der V2000 hat keinen Schnittbandkerntrafo. Wie man sehen kann, ist es ein Manteltrafo mit M-Blechschnitt.


Hallo Peter,

Ja, da war ich zu voreilig. Nach genauerer Information aus dem Grundig-Forum (mike Jordan):

"...der V2000 hat einen Netztrafo mit einem PM Schnitt. Dieser Schnitt nach „Philberth“ zeichnet sich aus, dass er optimierte Eisenwege hat, das bringt weniger magnetische Verluste. Ausserdem hat er eine Wickelraum der zu minimalen CU-Verlusten führt. Der Trafo kommt vom R20, R30 und V1000. Dort ist er mit Dynamoblech IV bestueckt. Zusaetzlich mit Metallkappen und einen Schirm aus hochpermeablen Blech das besonders gut schirmt.
Dieser Trafo wurde für die R40, 45 und 48, sowie V2000 weiterentwickelt. Um die weit höhere Belastung zu erlauben, ist er mit 50% Blech IV und zu weiteren 50% mit hochpermeablen Blech bestueckt.Dieser Trafo kann also als „Hart“ was die U-I daten angeht bezeichnet werden, er liefert quasi ein relativ stabiles Fundament für die Endstufen.

Dazu kommt, dass die beiden Lade/ Auskoppel-Elkos die ja den AC- Signal- Strom bereitstellen müssen, sehr günstig bei den Endtransistoren stehen. ...Alle diese Merkmale machen die Qualität von V2000 ( und sicher auch die von R2000 und R3000) aus."

Hier die Klirrmessung am Beispiel des R 3000:

http://www3.pic-upload.de/19.12.09/4ewgfzjjwuqs.jpg

Gruss,
Reinhard

Edit (20:54h):
Die nicht unbekannte HiFi-Firma ASR Audiosysteme schreibt z.B. über ihren Entwicklungsfortschritt: "In 1988 wurden die bis dato verwandten Ringkerntransformatoren durch die wesentlich stabileren und klanglich besseren PM ( Philbert- Mantelschnitt) Transformatoren ersetzt."

Wie man sieht, war das bei Grundig schon 10 Jahre früher, u.a. beim V 2000 der Standard.


[Beitrag von oldiefan1 am 19. Dez 2009, 20:57 bearbeitet]
hf500
Moderator
#15 erstellt: 19. Dez 2009, 22:27
Moin,
ich meine, dass Grundig schon sehr frueh M- bzw. PM-Schnitte verwendet hat.
Der NF2 hat einen solchen Trafo, Stereomeister 300/3000 hat, glaube ich, (schon) PM.
Das geht dann weiter bei vielen Geraeten bis hin zu Kofferradionetzteilen. Trafos mit EI-Schnitten sind bei Grundig selten (praktisch nur Roehrenradios), haeufiger dagegen Schnittbandkerne (SM).

Der Nachteil der M- und PM-Schnitte ist die teure Fertigung, die Kerne muessen von Hand gestopft werden.

Wahrscheinlich der Grund, warum diese Bauform heuer so "zahlreich" ist :-/

73
Peter
hifibastler2
Stammgast
#16 erstellt: 24. Dez 2009, 19:37
Die Fertigungstiefe von Grundig war in der Tat beeindruckend.Allerdings waren Ende der 70er/Anfang der 80er immer weniger Verbraucher bereit, sich auch dadurch die teuren Grundiggeräte zu kaufen. Außerdem waren diese Geräte durch ihre Komplexität recht reparaturanfällig. Auch ich hatte als Schüler nur für meinen ersten Radiorecorder einen C5000 von Grundig gekauft, später kaufte ich die 200er-Serie von Telefunken, made in Fernost, viel besseres Preis-Leistungsvehältnis als bei den Grundig Hifibausteinen.
toyo
Stammgast
#17 erstellt: 03. Jan 2010, 20:47
Hallo bin wieder zurück.
Vorweg mal ein für die Mitarbeit und Infos.
Konnte heute den Verstärker testen. Hab ein bisschen Musik (CD und mp3) gehört.
Als vergleich hab ich ein Yamaha RXV659 der Spielt recht linear, hat ein Musik Enhancer für mp3 der ist schon ok,
bei einigen Medien kommt es aber noch recht dünn rüber, weswegen ich mich auch nach einem Stereo-Verstärker umgeschaut hab...
Beim V2000 hab ich jetzt Bass/Höhen/Mitten fast mittig stehen, Loudness an und oh mein Gott,
bei meiner bevorzugten Zimmerlautstärke dachte ich schon mich pustet es aus dem Sessel. Ich bin zufrieden

Lautsprecher sind zwei Heco Victa 700 Standlautsprecher.
Verbrauch gibt mein Messgerät mit ~20Watt an. (Lautsprecher + Verstärker(Laustärkeregeler zwischen 6-8))

Ein Problem gab es dann doch noch.
Beim ausschalten über den "Power"-Schalter kam über ein Lautsprecher, ein kurzer aber fieser Ton.
Denke mal das ist so nicht gewollt, kennt das Problem jemand kann man da was gegen tun?

Gruß
toyo
oldiefan1
Inventar
#18 erstellt: 03. Jan 2010, 22:36
Hallo toyo,

Der Ton kam aus dem Verstärker oder aus den Boxen?
Was heisst "fieser Ton"? Bitte beschreiben.

Man dreht die Lautstärke zurück und schaltet dann aus. Natürlich am Powerschalter. Da darf kein Ton kommen.

Ggf. müsste das Gerät eine Ueberholung bekommen. Die grossen Siebelkos, bei denen schon die Stopfen fehlten, sind bereits erneuert?

Herzlichen Gruss,
Reinhard
toyo
Stammgast
#19 erstellt: 03. Jan 2010, 23:18
Hallo Reinhard,
Ja die Elkos hab ich wie weiter oben empfohlen wurde getauscht.

Hab es jetzt nochmal probiert. Die Lautstärke auf 0 gedreht.
Der Ton kommt aus dem linken Lautsprecher,
klingt so wie dieses rauschen wenn man beim Radio kein Empfang hat und ist ca. 0,5 sekunden lang.

Wenn ich im eingeschalteten Zustand den Netzstecker zieh kommt der Ton nicht.

Gruß
toyo


[Beitrag von toyo am 03. Jan 2010, 23:26 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#20 erstellt: 04. Jan 2010, 02:31
Hallo toyo,

mit dem Netzschalter schaltest Du ja auch die Lautsprecher-Relais ab, so dass die Verbindung zwischen Verstärker und der LS-Box getrennt werden sollte. Allerdings passiert diese Trennung nicht unendlich schnell, so dass ein Defekt von der Endstufe merkbar sein könnte oder ein Fehler bei den LS-Relais.

Fragen:
1)Hast Du diesen Ton auch, wenn Du den Verstärker eingeschaltet lässt und nur mit dem entsprechenden Lautsprecherschalter die Lautsprecher abschaltest?

2) Hast Du den Ton (Rauschen) auch, wenn Du die Lautsprecher an das andere Paar LS-Ausgangsbuchsen anschliesst (die hängen an einem anderen Relais).

3) Wenn Du die Lautsprecher rechts-links vertauscht, wandert dann der Fehler mit?

4) Drehe die Lautstärke auf Null, entferne die Lautsprecher vom Verstärker (LS-Stecker ziehen), beide LS-Schalter auf "ein" und miss mit einem Multimeter im kleinsten Spannungsmessbereich bei eingeschaltetem Verstärker die Spannung zwischen den beiden LS-Buchsenstiften an einer der beiden Buchsen des linken Kanals (auf der Seite, wo es beim Abschalten rauscht). Es sollen weniger als 0.1 Volt (DC) sein. Ggf. kommt man mit der Messspitze in den schlitzförmigen Kontakt der LS Buchse nicht richtig rein, um Kontakt zu bekommen, dann stattdessen mit dieser Messspitze an eine blanke Gehäuseschraube (Masse) gehen und mit der anderen Messspitze in die runde (stiftförmige) LS-Buchsenöffnung. Wenn Du einen Wert von Null misst oder die Anzeige hin und herspringt, hast Du keinen richtigen Kontakt. Dabei nicht beide Pole der Lautsprecherbuchse kurzschliessen oder den Runden Pol mit Masse in Berührung kommen lassen!

Es könnte sein, dass ein bestimmter Kontakt in einem der Relais nicht ordentlich öffnet (oder zusammengebrannt ist). Das sollte durch die Fragen zu beantworten sein.

Ebenso, ob es Gleichspannung auf dem Lautsprecherausgang gibt, ohne dass die Schutzschaltung anspricht.

Sollte der Fehler beim rechts-links Vertauschen der Boxen mitwandern, liegt es an den Boxen.

Du bist ganz sicher, dass bei dem Elkoersatz sehr sauber gelötet wurde und nicht versehentlich eine kleine Lötbrücke oder unsaubere Lötstelle produziert wurde, die Spannung auf benachbarte Leiterbahnen führt, wo sie nicht hingehört?

Sollte der Fehler genauso beim zweiten LS-Ausgangspaar bestehen bleiben, kann es nicht am Relais liegen, dann liegt ein Fehler im Endverstärker oder in der Stromversorgung vor. In diesem Fall sollten auch alle kleinen Elkos auf der Endverstärkerplatine erneuert werden (wie schon von Peter geraten) und die Lötstellen, Leiterbahnen und Spannungen auf der Endstufenplatine danach penibel kontrolliert werden.

Ausserdem sollte anschliessend der Ruhestrom für beide Kanäle neu eingestellt werden. Dafür schaltet man ohne angeschlossene Lautsprecher und ohne Eingangssignal ein Voltmeter im Millivoltbereich zwischen die Messpins X und Y, schaltet dann den Verstärker ein und dreht gaaanz vorsichtig das Ruhestrompoti des Entsprechenden Kanals bis es 30 mV anzeigt. Dasselbe dann beim andern Kanal. Dabei nicht an Masse kommen und keinen Kurzschluss machen - sonst droht unweigerlich Transistortod (ärgerlich, aber auch reparierbar).

Herzlichen Gruss,
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 04. Jan 2010, 02:35 bearbeitet]
toyo
Stammgast
#21 erstellt: 04. Jan 2010, 15:32
Wiedermal danke Reinhard für die Mühe.

oldiefan1 schrieb:

Fragen:
1)Hast Du diesen Ton auch, wenn Du den Verstärker eingeschaltet lässt und nur mit dem entsprechenden Lautsprecherschalter die Lautsprecher abschaltest?

Nein, kein Ton nur das klicken des Relais hört man da


oldiefan1 schrieb:

2) Hast Du den Ton (Rauschen) auch, wenn Du die Lautsprecher an das andere Paar LS-Ausgangsbuchsen anschliesst (die hängen an einem anderen Relais).

Ja und auch im selbern Lautsprecher.
(Weil der Ton so Kurz ist, war das mit dem Rauschen schlecht beschrieben, also ist eher ein Knacken so "Krikzz" :D)




oldiefan1 schrieb:

3) Wenn Du die Lautsprecher rechts-links vertauscht, wandert dann der Fehler mit?

Ja, den Ton kommt jetzt aus dem anderen Lautsprecher.



oldiefan1 schrieb:

4) Drehe die Lautstärke auf Null, entferne die Lautsprecher vom Verstärker (LS-Stecker ziehen), beide LS-Schalter auf "ein" und miss mit einem Multimeter im kleinsten Spannungsmessbereich bei eingeschaltetem Verstärker die Spannung zwischen den beiden LS-Buchsenstiften an einer der beiden Buchsen des linken Kanals...[/b]

Mein Messgerät zeigt bei allen 4 Lautsprecherbuchesen 3,0mV (DC) an.


oldiefan1 schrieb:

Du bist ganz sicher, dass bei dem Elkoersatz sehr sauber gelötet wurde ...
Sollte der Fehler genauso beim zweiten LS-Ausgangspaar bestehen bleiben, kann es nicht am Relais liegen, dann liegt ein Fehler im Endverstärker oder in der Stromversorgung vor. In diesem Fall sollten auch alle kleinen Elkos auf der Endverstärkerplatine erneuert werden (wie schon von Peter geraten) und die Lötstellen, Leiterbahnen und Spannungen auf der Endstufenplatine danach penibel kontrolliert werden.
Ausserdem sollte anschliessend der Ruhestrom für beide Kanäle neu eingestellt werden.
Herzlichen Gruss,
Reinhard


Auf der Endstufenplatine hab ich vorsorglich schon alle Kondensatoren (bis auf 3 die hab ich bei der Bestellung, wo ich nur den Schaltplan zur Verfügung hatte übersehen. (C903/910/913 laut Schaltplan.) Die haben alle eine Spannungsfestigkeit von 100V und dienen wohl nur zur Glättung der Versorgungsspannung für… gute Frage, geht auf jeden Fall zur Regler Modulplatte und dann verzweigt sich das alles.
Die 3 Kondensatoren tausch ich auch noch und schau mir dann alle meine Lötstellen nochmal genau an.

Ruhestrom hab ich auf 30mV +/-10% eingestellt.
Der Verstärker ist aber die letzten Tage ganzschön rumgewandert, könnte sein das sich das ein wenig verstellt hat, wird beim nächsten öffnen auch wieder nachgeschaut.

Was Allgemeines:
Wenn der Ruhestrom zu hoch eingestellt ist sollte man das doch eventuell am etwas erhöhten Verbrauch merken, bzw wird der sich dann wahrscheinlich stärker erwärmen.
Was ist wenn der zu niedrig eingestellt ist? AP der Transitoren verstellt?, funktioniert dann noch was?

Gruß
toyo
oldiefan1
Inventar
#22 erstellt: 04. Jan 2010, 18:01
Hallo toyo,

Hier nochmal eine entscheidende Frage/Antwort:
Zitat:
"Wenn Du die Lautsprecher rechts-links vertauscht, wandert dann der Fehler mit?
Deine Antwort:Ja, den Ton kommt jetzt aus dem anderen Lautsprecher."

Wenn der Fehler mitwandert kommt der Ton immer noch aus demselben Lautsprecher. Oder er wandert nicht mit, dann kommt er jetzt aus dem anderen Lautsprecher.

Bitte entscheide Dich zwischen diesen beiden Antworten:

1. "Nein, der Ton kommt jetzt immer noch von derselben Seite (Kanal)"

oder

2. "Ja, der Ton kommt beim Vertauschen der Lautsprecher von der anderen Seite (Kanal)".

Falls 1. stimmt, liegt der Fehler im Verstärker. Falls 2 stimmt, gibt es ein Problem mit dem Lautsprecher oder der Weiche.

Angenommen, Du wolltest sagen, dass 1. stimmt (Fehler wandert nicht mit, bleibt also auf derselben Seite (Kanal):

Das Problem liegt dann am Verstärker. Nach Deinen anderen Antworten zu schliessen, liegt der Fehler nicht am LS-Relais, die Endstufentransistoren sind auch OK, keine Gleichspannung auf den Ausgängen. Ruhestrom ist OK.

Am Ruhestrom solltest Du nicht zu viel rumstellen. Einmal eingestellt und gut ist es. Er verträgt auch rumtragen. Das viele hin und her bringt nichts, ausser, dass man einen Fehler macht und dabei am Ende noch den Verstärker killt. Zu hoher Ruhestrom lässt den Verstärker zu heiss werden (ja auch etwas mehr Stromverbrauch) und schadet der Lebensdauer; zu niedriger Ruhestrom führt zu grösseren Verzerrungen bei kleiner Lautstärke. Die Toleranz ist aber etwa +/- 10-20%.

Die von Dir genannten noch nicht erneuerten Kondensatoren C910-913 gehören nicht zur Endstufe sondern zur Spannungsstabilisierung vom Netzteil. Daran kann es ja nicht liegen, da Dein Fehler nur in einem Kanal auftritt.

Wenn Du bereits die anderen Klein-Elkos im linken Kanal der Endstufe getauscht hast,scheiden dann auch trockene Elkos und dadurch ggf. bedingtes Schwingen der Endstufe aus. (wichtig zu erneuern: C2002/2005/2008)

Dennoch hast Du im linken Kanal so etwas wie eine hochfrequente Entladung über den Lautsprecher beim Ausschalten, noch bevor das LS-Relais öffnen kann. Beim Abschalten des LS über den LS-Schalter tritt dies nicht auf, da einerseits der LS-Schalter den "heissen" Ausgang sofort unterbricht und dabei auf Masse legt, andererseits der Endverstärker im Betriebszustand bleibt. Soweit klar, aber das war's dann auch mit "Ferndiagnose".

Wenn ich den Verstärker vor mir hätte, würde ich die ausgebaute Endstufenplatine sorgfältig auf kalte Lötstellen (mit der Lupe) und Haarrisse (im Durchlicht!) prüfen. Vielleicht eine der Masseverbindungen nicht ganz OK? Lötstellen sauber und keine "versehentliche" Lötbrücke? Ausserdem: Widerstände auf hochohmige Abweichungen prüfen (Vergleich: linker-rechter Kanal). Mit Diodentest Funktion am Multimeter alle Dioden prüfen (auch in Sperrichtung). Im Betrieb alle Spannungen nach Schaltplan überprüfen (Vorsicht: lebensgefährliche 220 V liegen offen an einigen Stellen, erst vergewissern wo!).

Mehr kann ich Dir an diesem Punkt nicht sagen, da müsste man das Gerät schon sehen und daran arbeiten können.


Herzlichen Gruss,
Reinhard
toyo
Stammgast
#23 erstellt: 04. Jan 2010, 22:37
Abend Reinhard,
Das war schlecht von mir geschrieben ich hab nicht die Lautsprecher getauscht sondern die Kabel, und immer der Lautsprecher der am Linken Kanal angeschlossen ist macht das Geräusch beim Ausschalten, also liegt es am Verstärker und wohl irgendwo im linken Kanal.
Den werd ich mir mithilfe deiner Tipps mal bei Gelegenheit vornehmen.
Das es an den Kondensatoren C910-913 nicht liegen kann leuchtet mir somit jetzt auch ein.

Ist die Annahme richtig das der Fehler nicht so gravierend ist, und ich den Verstärker an den Boxen erst mal weiter betreiben kann? (Hör kein Unterscheid zwischen rechten/linken Kanal) Mir ist aufgefallen das meine Küchenradio beim Ein und Ausschalten und meine PC 2.1 Lautsprechersystem auch ähnliche Geräusche beim Ausschalten von sich geben.

Gruß
toyo
oldiefan1
Inventar
#24 erstellt: 05. Jan 2010, 02:48
Hallo toyo,

Ohne Gewähr: Ja wahrscheinlich kannst Du den weiter betreiben. Aber 100% wohl ist mir dabei nicht. Besser, immer erst die LS mit dem LS-Schalter ausschalten, bevor Du Power Off schaltest. Jedenfalls solange das Problem nicht beseitigt ist.

Herzlichen Gruss,
Reinhard
toyo
Stammgast
#25 erstellt: 18. Apr 2010, 19:56
Mal ein kleines Update.
Hab jetzt den zweiten V2000 hier stehen.
Nach dem alle relevanten Kondensatoren getauscht wurden.
Zeigte der das gleiche Fehlerbild wie mein erster, diesmal in beiden Lautsprechern.
Kurzes Geräusch (Ptzzkz ) beim Ausschalten wenn die Lautsprecherrelais noch angezogen sind. Wenn man erst die Lautsprecherrelais abschaltet und dann Aus ist Ruhe.
Würde es jetzt, da es bei beiden Verstärkern Auftritt als „Normal“ bezeichnen.
Kann das jemand bestätigen/widerlegen?


[Beitrag von toyo am 18. Apr 2010, 20:08 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#26 erstellt: 19. Apr 2010, 14:50
Hallo toyo,

ich kann das nicht als normal bezeichnen. Habe selbst den V 2000. Bei mir ist beim sofortigen Ausschalten sofort Ruhe.

Gruss,
Reinhard
hifibastler2
Stammgast
#27 erstellt: 19. Apr 2010, 19:05
Bei mir auch
hifilover77
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 19. Apr 2010, 22:18
Hallo,
bei meinem V2000 ist auch sofort Ruhe nach dem Ausschalten.
Ist ein sehr schönes Gerät,genau wie die R2000/R3000,usw.

Hab nochmal eine Frage zum Thema:
Bei meinem V2000 fehlen auch die Stopfen an den beiden Siebelelkos,daß Gerät läuft aber seit ich ihn hab (3 Monate) perfekt.
Müssen die trotzdem unbedingt getauscht werden bzw. gibt es irgendwelche Gefahren,wenn man es nicht macht?

Gruß,
Michael
Bertl100
Inventar
#29 erstellt: 20. Apr 2010, 08:17
Hallo Michael,

ja, bitte unbedingt tauschen! Die Elko trocknen jetzt immer mehr aus.
Entweder kann die Endstufe schwingen, wenn die Kapazität fast weg ist, oder sie schließen irgendwann kurz.
Beides kann Folgefehler nach sich ziehen.
Und irgendwann ist es sicher so weit!

Gruß
Bernhard
hifilover77
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 20. Apr 2010, 13:32
Ok,
danke Bertl100.

Werde den Verstärker ab jetzt nicht mehr betreiben und mir erst mal neue Elkos besorgen.

Laut Schaltplan sind 15000/35V verbaut.
Bei Reichelt gibt es den BE15000/40 und auch den BE22000/40 und BSN22000/40.Welchen soll ich nehmen?

Viele Grüße,
Michael
Bertl100
Inventar
#31 erstellt: 20. Apr 2010, 15:21
Hallo Michael,

der 15000er wäre eigentlich der richtige.
Leider hat der nur 35mm Durchmesser.
Das Original hat 40mm.
Das Pinning dieser Baureihe von Becherelkos hängt vom Durchmesser ab. Die 40mm Typen haben 5 Pins, die 35mm Typen aber nur 4 Pins.
Es passen also die 35mm Typen NICHT einfach rein in den V2000!

Gruß
Bernhard
Bertl100
Inventar
#32 erstellt: 20. Apr 2010, 15:24
... BE22000/40V müßten reinpassen.

Der BSN ist eine andere Baureihe, das ist ein "Snap-In"-Typ, der hat nur 2 Pins.

Gruß
Bernhard
toyo
Stammgast
#33 erstellt: 20. Apr 2010, 16:52
Ja der BE 22.000/40 passt "plug and play"

@Michael, wenn du schon bei Reichelt bestellst.
Dann kauf gleich noch folgendes:

2mal RAD FC 2,2/50
2mal RAD FC 1,0/50
8mal RAD FC 47/63

Damit kannst du alle Elkos auf der End und Vorverstärkerplatine(n) tauschen, das ist ein
aufwasch wenn du die Ladekondensatoren wechselst.


[Beitrag von toyo am 20. Apr 2010, 16:56 bearbeitet]
hifilover77
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 20. Apr 2010, 23:32
Ok,werde ich machen.
Ist ja ein Abwasch und kostet nicht die Welt.

Danke für die Antworten und Tips.

Dann nehme ich natürlich die BE22000/40

Gruß,
Michael
hifilover77
Hat sich gelöscht
#35 erstellt: 05. Mai 2010, 20:04
So,es ist vollbracht.
Habe heute meine neuen Kondensatoren bekommen und gleich alles getauscht.
Scheinbar hab ich alles richtig gemacht,der Verstärker läuft perfekt.

Danke nochmal für die Tipps.
Die BE22000/40 passen perfekt,so sollte der V2000 wieder lange Zeit laufen und ich kann beruhigt sein.

Gruß,
Michael
Bertl100
Inventar
#36 erstellt: 05. Mai 2010, 21:34
Hallo Michael,

na super! Gratulation! Und viel Freude mit dem V2000!

Gruß
Bernhard
hifilover77
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 05. Mai 2010, 21:36
Ja,vielen Dank.
hifibastler2
Stammgast
#38 erstellt: 07. Mai 2010, 15:14
Apropos Grundig Verstärker-Klassiker, hat jemand einen MV-100 Vollverstärker (Miniserie) in Silber irgendwo in der Rumpelkammer übrig, gerne defekt, ich wäre sehr interessiert.
Denn ich habe einen bildschönen, intakten MT100 und MCF600, welche nach einem Amp-Geschwisterchen schreien
eee901
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 30. Jun 2014, 06:50
Moin,
kann mir jemand sagen, ob und wo man evtl. einen Schalter für den V2000 bestellen kann? Der Monitorschalter ist bei meinem defekt, der Kunststoff hat leider die Zeit nicht überstanden. Folgendes ist vermerkt: DC Japan, 59500-712 q27e

Gruß
oldiefan1
Inventar
#40 erstellt: 09. Jul 2014, 20:01
Leider....

...nur aus einem Schlachtgerät.


Gruss,
Reinhard
mäxle2007
Neuling
#41 erstellt: 13. Jul 2015, 09:37
Hallo an die Grundig Experten im Hifi-Forum,
möchte mich auf diesem Weg mal bei den kompetenten und sehr geduldigen Fachleuten, Peter, Reinhard und Bernhard für Ihre Tips bedanken. Bin selbst ein großer V2000 Fan, besitze selbst 3Stck., hatte aber auch schon mal einen V5000 gekauft. Bei einem V2000 und dem V5000, ging bei etwas größerer Leistungsanforderung der Endstufe jeweils die Puste aus. Die Lautsprecher fingen bei etwas gößerer Lautstärke an zu scharren und kratzen, nur bei sehr geringer Lautstärke war der Ton sauber.
Dank Eurer Beiträge im Hifi-Forum war ich ind er Lage, eine Diagnose zu stellen und die Fehler zu beseitigen. Beim V2000 habe ich die großen BE22000/40 Kondensatoren gewechselt und der V5000 hatte unten an einem der großen Kondensatoren eine kalte Lötstelle. Beide Geräte liefen nach meinem "laienhaften" Eingriff wieder perfekt. Wie gesagt ich bin elektronisch kaum vorbelastet und nicht mit Messgeräten ausgerüstet.
Bin aber bei V2000 geblieben, für mich in Verbindung mit gescheiten Lautsprechern der klanglich beste Verstärker mit ausreichend Leistung für den Heimbetrieb. Er macht mir von Rock bis Klassik viel Freude mit seinem transparenten Klang.
Da Eure Beiträge schon früheren Datums sind, hoffe ich das mein Dankeschön Euch trotzdem erreicht.
Gruß aus Bad Tölz
Jürgen
oldiefan1
Inventar
#42 erstellt: 13. Jul 2015, 20:44
Hallo Jürgen,

ich bin sicher, dass Deine Rückmeldung Bernhard und Peter genauso freut wie mich. Schöner kann das Kompliment nicht sein, Danke!

Herzlichen Gruss,
Reinhard


[Beitrag von oldiefan1 am 13. Jul 2015, 20:44 bearbeitet]
Bertl100
Inventar
#43 erstellt: 14. Jul 2015, 10:01
Hallo Jürgen,

ja, freilich freut man sich da! Gratulation zur erfolgreichen Operation!

Gruß
Bernhard
Mr_Eyeballz
Ist häufiger hier
#44 erstellt: 06. Jan 2017, 15:53
Hallo zusammen,

erstmal ein frohes neues Jahr!!!

Da der linke Kanal meines Schnäppchens deutlich leiser als der rechte ist, muss ich wohl auch auf die Fehlersuche gehen. Ich habe absolut nichts an Elkos oder ähnlichem zuhause, wollte daher mal eine Bestellung bei Reichelt machen dieses Wochenende.

Gibts eine Liste an Teilen, die ich jetzt mal guten Gewissens einfach bestellen kann. Es geht mir halt darum nicht nach Problem 1 auf Problem 2 und 3 und 4 zu stoßen und jedes mal eine einzelne Bestellung machen zu müssen.

Macht es Sinn euch hier mal Fotos vom Innenleben zu posten? Vll. können mich die Erfahrenen Bastler und Pros hier ein wenig leiten.

Danke und Beste Grüße!
Mr_Eyeballz
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 08. Jan 2017, 16:47
Habe heute mal ein paar Bilder gemacht. Rein optisch ist mir nichts aufgefallen.
Werde wohl nicht drum rum kommen nach und nach alles zu tauschen.

DSC_0060DSC_0061DSC_0062DSC_0063
DSC_0064DSC_0065DSC_0066DSC_0067


[Beitrag von Mr_Eyeballz am 08. Jan 2017, 16:47 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#46 erstellt: 11. Jan 2017, 02:04
Das ist einfach, weil ich es auf den Fotos genau sehen kann.

Genau zwei Elkos sind hinüber, und zwar die Roederstein im weinroten Kunststoffbecher auf den kleinen Differenzverstärkermodulen. Die Elkos auf der Hauptplatinen, auch die kleinen sind alle noch erstklassig. Die Marken die da in deinem V 2000 drin sind, sind allererste Wahl. So gute gibt es heute kaum noch!

Also: ledeglich auf beiden Differenzverstärkermodulen (die kleinen Steckplatinen) den roten Elko ersetzten und alles läuft wieder super! Ich empfehle dringend, an der Stelle einen 100 µF/50V oder 60V als Ersatz zu setzen!

Gruss,
Reinhard
Bertl100
Inventar
#47 erstellt: 11. Jan 2017, 13:39
Hallo zusammen, Hallo Reinhard,

noch eine kleiner Anmerkung:
Diese beiden kleinen Platinen sind NICHT gleich. Also nicht vertauschen. Die richtige Position ist schematisch auf der Hauptplatine skizziert.

Gruß
Bernhard
Mr_Eyeballz
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 12. Jan 2017, 16:14

oldiefan1 (Beitrag #46) schrieb:
Das ist einfach, weil ich es auf den Fotos genau sehen kann.

Genau zwei Elkos sind hinüber, und zwar die Roederstein im weinroten Kunststoffbecher


Vielen Dank Reinhard!!!

Ich hatte es mir fast gedacht. Der eine sah mir so brüchig oben aus - ist das auch deine Einschätzung?
Auf der Hauptplatine konnte ich selbst nichts verdächtiges erkennen. Ich habe damals immer mal wieder auf Mainboards die Böller gewechselt, wusste also grob schon wonach ich Ausschau halten musste.

@ Bernhard,

ja ich hab zum Glück darauf geachtet - und war auch sehr angetan als ich sah, dass das Schema auf der Hauptplatine aufgedruckt ist. Mit etwas Sorgfalt sollte man also merken wenn man etwas falsch macht.

Dann mache ich mal meine Bestellung fertig.

Gruß Henrik


[Beitrag von Mr_Eyeballz am 12. Jan 2017, 16:19 bearbeitet]
Grundi69
Inventar
#49 erstellt: 12. Jan 2017, 17:41
Hallo,

gelegentlich wird ja auch empfohlen, die blauen Tantal-Kondensatoren zu erneuern.
Auf einem Bild kann man auch sehen, dass das Ruhestrompoti ziemlich angelaufen ausschaut.
Auch die Kontakt-Pins für die Module auf der Hauptplatine sehen recht angegammelt aus - sollte man auch wieder blankmachen.

Grüße
Grundi


[Beitrag von Grundi69 am 12. Jan 2017, 17:47 bearbeitet]
oldiefan1
Inventar
#50 erstellt: 13. Jan 2017, 23:19
Wenn die weinroten Roederstein Elkos warm stehen, bekommt die Kunststoffhülle Haarrisse und dann gehen die Elkos hinüber. Die frühere orangene Serie hatte komischerweise dieses Problem nicht. Die weinroten sind an kühlen Positionen heute auch meist noch sehr fit.


Gruss,
Reinhard
Mr_Eyeballz
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 14. Jan 2017, 14:30
Hallo,

habe heute mal beide mit 100µF/50V Elkos ersetzt. Ergebnis - ernüchternd. Das Problem bleibt weiterhin bestehen.
Der Linke Kanal, sowohl auf LS1 als auch auf LS2, bleibt deutlich zu leise.

Die Tantals auf den Differenzverstärkermodulen habe ich jetzt mal mangels Vorrat neuer einfach mal von rechts nach links umgelötet.
Zuerst die 1.0µF/50V, dann die 2.2µF/50V. Ich hatte gehofft das Problem damit lokalisieren zu können. Aber auch hiermit ändert sich nichts.

Bin für weitere Vorschläge offen!


[Beitrag von Mr_Eyeballz am 14. Jan 2017, 15:43 bearbeitet]
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