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Stereon 211 - Schaltplan+A -A |
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zastafari
Stammgast |
#1
erstellt: 09. Dez 2012, 00:38
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Hi, hab grad einen kleinen Stereon in der Mache. Leider weiß ich nichts zu dem Gerät, außer das er wohl über Quelle vertrieben wurde... Hat jemand Infos und v.a. einen Schaltplan? Wäre super! |
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zastafari
Stammgast |
#2
erstellt: 09. Dez 2012, 20:27
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So, mal paar Bilder, damit man sich was vorstellen kann: ![]() ![]() ![]() Ich hab den gestern noch ans Laufen gekriegt, die rechte Phonovorstufe war hin und die Elkos auf den Endverstärkerplatinen wurden getauscht. Die Tage mach noch das Netzplatine fertig, die Elkos sehen auch etwas mitgenommen aus. Aber der Kleine macht mit seinen 2x8W nen ganz amtlichen Sound. Also, wenn jemand Infos hierzu hat, dann her damit! |
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shabbel
Inventar |
#3
erstellt: 10. Dez 2012, 16:40
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Der ist ja schon mächtig alt. Mach mal Fotos vom Innenleben. Dann kann man Dir mehr sagen. Ich tippe auf Germaniumtranisistoren. |
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shabbel
Inventar |
#4
erstellt: 13. Apr 2026, 09:26
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CarlM.
Inventar |
#5
erstellt: 13. Apr 2026, 11:15
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Danke fürs Zeigen. Erinnert ein wenig an die Bausätze, die es in den 60er und 70er Jahren von RIM, Oppermann etc. gab. Was ist mit dem axialen Elko links neben dem Trafo, von dem man nur die Stirnseite sieht? Der sieht noch "original" aus. |
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BMPBrother
Ist häufiger hier |
#6
erstellt: 13. Apr 2026, 11:50
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Vom Gehäuse her sieht der aus wie mein erster selbstgebauter Verstärker in den 80ern in der DDR Aber bei meinem sah das Innenleben wesentlich ordentlicher aus! Für ein gekauftes Gerät geht das eigentlich gar nicht ![]() Auch wenn ich mir diverse Lötstellen sieht das aus wie die erste praktische übung mit dem Lötkolben von einem angehenden Elektroniker [Beitrag von BMPBrother am 13. Apr 2026, 11:52 bearbeitet] |
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gst
Inventar |
#7
erstellt: 13. Apr 2026, 13:25
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Die Verstärkerschaltung sieht nach einer gemischten Germanium-Silizium-Bestückung aus. Die Betriebsspannung von 43Volt ist sicher auch der Umstellung von 220V auf 230V geschuldet - wenn eine Möglichkeit besteht, dass auf 240V umzustellen, bitte sofort. Die AD150 sind gute Bekannte von mir (hab' noch zwei in der Germanium-Grabbelkiste), aber die mögen die hohen Spannungen so arg nicht. Ich glaub, die hatten sowohl Vcb als auch Vce0 nicht viel über 30V. Edit: Laut Radiomuseum.org könnte das einem Metz 420 sehr ähnlich sein. Letzterer ist zwar noch Germanium-bestückt, aber alle halten sich ziemlich eng an die originale Siemens-Applikation zu Endverstärkern mit 2x AD150. [Beitrag von gst am 13. Apr 2026, 13:37 bearbeitet] |
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shabbel
Inventar |
#8
erstellt: 13. Apr 2026, 15:53
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Der Metz 420 ist gar nicht vergleichbar. Der schaffte nur mit Ach und Krach knappe 10 Watt pro Kanal und hatte ein helles, gesoundetes Klangbild. Dieser hier kam arg verbastelt an. Der Verstärker ist überhaupt nicht auf Zugänglichkeit gebaut. Deshalb habe ich zum Teil frei verlötet. Je mehr man ablötet und demontiert, desto eher schleicht sich ein Fehler ein. Zumal es keinen Schaltplan gibt. Die Loudness war bei 1500 Hertz abgetrennt. Ich bin noch beim Varieren. Momentan ist bei 400 Hertz getrennt. Stimmt, der eine Elko im Netzteil ist noch nicht getauscht. Ans Netzteil muss ich nochmal ran. Ich schick mal das Foto vor der Überholung mit. ![]() |
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gst
Inventar |
#9
erstellt: 13. Apr 2026, 17:37
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Die AD150 sitzen auf den flachen (Alu-)Streifen unterhalb der Platine? Die normalen Siemens-Applikationen geben dem Pärchen AD150 20W Ausgangsleistung bei 30-32V. 25W erfordert ja 10Veff x 2,82 - das wäre aber reichlich ausgereizt. Aber jeder so, wie er mag. |
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shabbel
Inventar |
#10
erstellt: 13. Apr 2026, 17:52
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Ich habe mir die Spannungsplatine vorgenommen. Es scheint, die Spannungstabilisierung ist durchgebrannt. Deshalb kommt die volle Spannung an den Endstufen an. Die dicke schwarze Diode hat in einer Richtung Durchgang, müßte also in Ordnung sein. Über die beiden Transistorentypen kann ich nichts im Netz finden. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() [Beitrag von shabbel am 13. Apr 2026, 17:57 bearbeitet] |
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Rabia_sorda
Inventar |
#11
erstellt: 13. Apr 2026, 18:11
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Die KI wirft zu "TKD 39/15A Transistor" dies raus: "Bei der Bezeichnung TKD 39/15A handelt es sich um einen historischen Transistor der Firma Te-Ka-De (Süddeutsche Telefon-Apparate-, Kabel- und Drahtwerke AG), die vor allem in den 1950er und 60er Jahren Halbleiter in Deutschland produzierte.Technische DetailsDa es sich um ein sehr altes Bauteil handelt, sind detaillierte Datenblätter heute selten. Aus historischen Katalogen und Vergleichstabellen lassen sich jedoch folgende Eckdaten ableiten: Typ: Germanium-Transistor. Funktion: Je nach spezifischer Untergruppe wurde die 39er-Serie oft als NF-Transistor (Niederfrequenz) für Verstärkerzwecke oder als Schalttransistor eingesetzt. Vergleichstypen: Historische Quellen setzen TKD-Transistoren oft in Relation zu den damals gängigen OC-Typen (z. B. OC 70 oder OC 72). Hersteller: Te-Ka-De (TKD) war ein bedeutender deutscher Hersteller, dessen Halbleitersparte später teilweise in anderen Unternehmen aufging. Heute ist der Name "TKD" primär als TKD Kabel GmbH im Bereich der Kabeltechnik bekannt. Anwendung: Diese Transistoren finden sich heute fast ausschließlich in:Oldtimer-Radios: Zur Reparatur von Empfängern aus den 60er Jahren.Gitarren-Effektgeräten: Viele Musiker suchen gezielt nach alten Germanium-Transistoren ("New Old Stock" - NOS), da diese für einen charakteristischen, warmen Klang bei Verzerrern (Fuzz-Pedalen) sorgen. Falls Sie einen modernen Ersatz für eine Schaltung benötigen, müssten die genauen Betriebswerte (Spannung, Strom, Verstärkungsfaktor) der konkreten Schaltung bekannt sein, da moderne Silizium-Transistoren ein anderes Schaltverhalten (Basis-Emitter-Spannung ca. 0,7V statt 0,3V) aufweisen" |
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CarlM.
Inventar |
#12
erstellt: 13. Apr 2026, 18:29
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Wenn es sich denn tatsächlich um eine Spannungsstabilisierung handelt, wird sie vermutlich nur für den Phono-Bereich nicht aber für die Endstufen verwendet werden. Die von GST angesprochenen AD150 vertragen laut Datenblatt 30V. Der blaue Elko 50µF wird mit Sicherheit staubtrocken sein. |
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shabbel
Inventar |
#13
erstellt: 13. Apr 2026, 19:22
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Danke für Eure Hilfe. Ich mache mir mal ein paar Gedanken dazu. Ich denke schon, dass es eine Spannungstabilisierung ist, weil sonst die Grenzwerte der AD150 deutlich überschritten werden. 43 Volt statt maximal 30 Volt! Tatsächlich funktioniert die Phono-Stufe nicht. Eine Diode und zwei Tranistoren für die Versorgung einer Phonostufe, die fast nichts verbraucht, wäre seltsam viel Aufwand. Was mache ich jetzt mit den beiden Transistoren? Sind die pnp wie die meisten Germanium-Transitoren? Wie ist da die Pinbelegung bei Gehäuse TO-39? |
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CarlM.
Inventar |
#14
erstellt: 13. Apr 2026, 21:22
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Sind denn beide Transistoren des Netzteil defekt? Ansonsten solltest Du den aktuellen Zustand präzise dokumentieren und dann die Transistoren auslöten. Dann kannst Du messen, ob es NPN oder PNP ist. Man kann natürlich auch die Schaltung in einen Schaltplan transferieren. Dann ergibt sich daraus, ob NPN oder PNP Sinn machen. Man kann auch bei gezogenem Netzstecker prüfen, ob die Endstufen oder das Phonoteil eine direkte Verbindung zum Netzteil hat/haben. |
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shabbel
Inventar |
#15
erstellt: 13. Apr 2026, 21:56
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An eine Schaltzeichnung dachte ich auch. Ich überprüfe morgen mal die Widerstandswerte anhand Farbcodes. Auslöten der Transistoren steht auch auf dem Plan. @gst Die AD 150 sitzen direkt auf den 4 Alublechen. Eine pro Blech ohne Isolierscheiben. |
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CarlM.
Inventar |
#16
erstellt: 13. Apr 2026, 22:10
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Ich wollte es oben schon schreiben ... habe es dann aber wieder gelassen: dieser Typ Kohlewiderstände im markant eckigen Gehäuse ist für seine schlechte Qualität bekannt. Auch wenn die Werte stimmen mögen, können sie im Signalweg auch Rauschen verursachen. |
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shabbel
Inventar |
#17
erstellt: 14. Apr 2026, 07:27
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Ja. Alles die schlimmen Vitrohm Widerstände. Scheinen weitgehend in Ordnung zu sein. |
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gst
Inventar |
#18
erstellt: 14. Apr 2026, 10:40
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TO39 im Halbrund E-B-C, sollte auch gut mit den Diodenstrecken messbar sein. npn - pnp ? Ich kenn im europäischen Germanium-Halbleiter-Bereich für die Heimelectronic eigentlich nur drei pnp/npn Pärchen : AC127/AC132 oder AC152, AC187/AC188 und AD161/AD162. Alles andere ist pnp. Vielleicht gibts da noch was im ACY oder ADY-Bereich - wer weiß das? Edit: Google sagts: AD165 und AC176 hat's auch gegeben, vorher noch nie davon gehört. zurück zu den AD150: Ich hatte die seinerzeit nur mit stabilisierter Betriebsspannung betrieben, lieber beide auf einen großen Kühlkörper und die NTC für die Ruhestromkontrolle in allernächster Nachbarschaft, am besten die schraubbare Version. [Beitrag von gst am 14. Apr 2026, 18:32 bearbeitet] |
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oldiefan1
Inventar |
#19
erstellt: 14. Apr 2026, 21:17
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Dieser kleine Stereon Verstärker macht übrigens 2 x 8 W. Woher ich das weiss? Es steht auf dem hersteller-Etikett auf der Hinterseite. Nach den TKD (Nürnberg) Germaniumtransistoren zu urteilen und dem sonstigen Geräteaufbau und der Datumsangabe auf den großen blauen Elkos (Neuberger) dürfte der Verstärker von 1967 sein und aus deutscher Fertigung. TKD dürfte zu dieser Zeit bereits von Philipps übernommen worden sein. Falls die blauen Neuberger-Elkos nachträglich angebracht wurden (irgendwie sieht es danach aus), kann der Verstärker auch älter sein und von ca. 1964-1966 stammen. Stereon war eine Verkaufsmarke des Versandhauses Quelle. Die Geräte wurden von verschiedenen Herstellern zugekauft (Kuba-Imperial, Metz,...). Wer diesen Stereon hergestellt hat, ist nicht bekannt. Es ist für die Zeit ein mustergültig sauberer Aufbau und, da nicht nur bereits mit eisenloser Endstufe sondern auch ohne Treiberübertrager, schon eine damals moderne Konstruktion.Deutlich fortschrittlicher als Körting zu der Zeit, die bis 1969/1970 in allen Verstärkern noch Germaniumendstufen mit Treiberübertrager - Trafos verwendeten. Der für heutige Augen "erschreckend erscheinende" Aufbau aus teils freiverdrahteten Bauteilen, teils Platinen (ohne Bestückungsdruck) und der gut erkennbaren Handfertigung war in den 1960iger Jahren bei allen Herstellern noch in dieser und ähnlicher Art verbreitet. Ein schönes Stück HiFi (?) - Stereo- Geschichte! Gruß Reinhard [Beitrag von oldiefan1 am 14. Apr 2026, 21:32 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#20
erstellt: 14. Apr 2026, 21:39
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Naja ... mustergültig und sauber ist Ansichtssache. Vielfach haben sich Kleinserienhersteller deutlich mehr Mühe bei Geräteinnereien gegeben. Die Anbringung der blauen Elkos, so frei baumelnd reingehängt, ist einfach unangemessen. MfG DB |
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CarlM.
Inventar |
#21
erstellt: 14. Apr 2026, 21:50
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Es war halt die Zeit des Übergangs von freier Verdrahtung zu geätzten Platinen. Es ist einigen Entwicklern sicherlich nicht leicht gefallen, sich von den Schaltungen und der Fertigungspraxis der Röhrengeräte zu lösen (siehe Übertrager etc.) |
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oldiefan1
Inventar |
#22
erstellt: 14. Apr 2026, 21:51
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Wobei fraglich ist, ob die blauen Elkos Original sind - schrieb ich oben bereits. Die sehen nachträglich ersetzt aus und weitere aussen angebracht, zumal die beiden Treiber/Endstufenplatinen damit nicht gleich (symmetrisch) versehen waren. Es hat sich wohl nachträglich ein Bastler dran versucht. Deshalb werte ich das nicht. shabbel hat die links und rechts aussen angepfriemelten dann auch nicht mehr drin. Gruß Reinhard [Beitrag von oldiefan1 am 14. Apr 2026, 21:58 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#23
erstellt: 15. Apr 2026, 06:58
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. [Beitrag von DB am 15. Apr 2026, 07:00 bearbeitet] |
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DB
Inventar |
#24
erstellt: 15. Apr 2026, 07:00
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Das ist so die Generation von Halbleitergeräten, wo ich mich immer wieder frage, welchen Grund die Leute wohl hatten, damit Röhrengeräte abzulösen. Das war doch größtenteils nur gruselig. Scheußliche Rauschbomben, zumeist auch elektrisch nicht besonders.robust. Trotz allem sind das aber auch historisch interessante Geräte. |
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shabbel
Inventar |
#25
erstellt: 15. Apr 2026, 09:11
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Die blauen Elkos überhängend waren nachträglich. Die habe ich entfernt. Siehe erstes Foto nach der Entfernung. Die 2 x 8 Watt könnten messtechnisch tatsächlich so gewesen sein. Der Ladeelko hatte nur 1000 µF, was etwas sehr klein ausgelegt ist. Die Frage ist ja, ab wann der Klirrfaktor ansteigt. |
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gst
Inventar |
#26
erstellt: 15. Apr 2026, 11:45
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bei 80Watt hat man auch selten mehr als 10.000 µF verwendet, aber da war meist auch die Ladespannung höher, sonst würde das ja entsprechend sein. Bei 8Watt an 4Ohm habe ich knapp 6V Effektivspannung am Ausgang und Vss bei ca. 16,5V. Mit einem Oszi könnte man sehen, ab wann die Sinusspannung verformt oder Dächer bekommt. Da reicht die Betriebsspannung dicke. Solche Experimente sollte man aber lieber unter geschützten Bedingungen wagen, sonst nehmen die Endstufen einem das übel. [Beitrag von gst am 15. Apr 2026, 11:47 bearbeitet] |
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shabbel
Inventar |
#27
erstellt: 15. Apr 2026, 11:54
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Ich kann an dieser Stelle nur raten. Die beiden Transistoren auf der Netzplatine sind ausgelötet und gemessen. Diodentest: E-C ist in beiden Richtungen gesperrt Die beiden anderen Beine haben in jeweils eine Richtung Durchgang. 1. Transistor 243, 236 2. Transitor 252, 244 hFE: Als pnp eingesteckt. Werte sind 382 und 418. Das deutet auf intakte Transistoren hin. Die Widerstände auf der Netzplatine sind grob in Ordnung. Ich werde zwei oder 3 davon wegen Abweichungen über 10% tauschen. Die Diode, wahrscheinlich eine Zener, ist intakt. Alle Bauteile scheinen einigermaßen in Ordnung zu sein. Ihr könnt ja das Bild in Beitrag 8 sehen, wie da verschlimmbessert worden ist. Meine jetztige Theorie ist, die Spannungsstabilisierung ist intakt. Es wurde lediglich der Abgriff für die Spannung der Endstufe umgelötet. Im Original Abgriff hinter der Spannungsstabilisierung bei etwa 30 Volt. Jetzt Abgriff vor der Spannungsstabilisierung, wo 43 Volt anliegen. Tatsächlich hatte ich vorher an verschiedenen Stellen der Netzplatine 30 Volt gemessen. Ich gehe davon aus, das wäre die korrekte Endstufenspannung. |
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gst
Inventar |
#28
erstellt: 15. Apr 2026, 13:00
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Für das Schaltbild deiner Endstufe schauz doch mal das Service-Manual vom Grundig TK320, habe ich bei Elektrotanya gefunden. Könnte bei dir passen (gemischte Germanium-Silizium-Bestückung). Edit: Braun CSV 250 auch bei Elektrotanya, vielleicht noch ähnlicher [Beitrag von gst am 15. Apr 2026, 15:47 bearbeitet] |
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shabbel
Inventar |
#29
erstellt: 15. Apr 2026, 15:58
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So hier ist das Schaltbild. Habe sowas noch nie gemacht und hoffe, es enthält keine Fehler. Es war noch ein dritter Transistor Typ AD??? unter dem Netzteil auf dem Alublech versteckt, dessen Bezeichnung nicht lesbar ist. Dieser Leistungstransitor scheint aber auch in Ordnung. Im Schaltbild T3. Wie man sieht, ist die Stromversorgung für die Endstufe bei 43 Volt abgegriffen. Also direkt am Ladeelko. Die Frage wäre jetzt, wo sollte die Stromversiorgung der Endstufe richtigerweise abgegriffen werden? ![]() |
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gst
Inventar |
#30
erstellt: 15. Apr 2026, 18:11
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Finde ich gut, dass du versuchst, den Schaltplan des Netzteils nachzuvollziehen. Von mir ein etwas anderer Plan, könntest du den mal mit der Realität abgleichen? https://ibb.co/BVzXsSRT [Beitrag von gst am 15. Apr 2026, 18:15 bearbeitet] |
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shabbel
Inventar |
#31
erstellt: 15. Apr 2026, 19:00
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Tut mir leid, das kann ich nicht nachvollziehen. Du hast 2 x R7 in dem Plan und der 3. Elko 300 µF fehlt. Das verwirrt mich. Dies war der Plan, den ich von der Platine gemacht habe. Der eckige Kasten diagonal in der Mitte ist der Elko 300 µF. Links aussen ist der Leistungstransistor, der an der Lötseite sitzt. Vielleicht habe ich EBC bei T2 falsch zugeordnet. ![]() [Beitrag von shabbel am 15. Apr 2026, 19:11 bearbeitet] |
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oldiefan1
Inventar |
#32
erstellt: 15. Apr 2026, 19:22
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Eigentlich war damals weit verbreitet, anders als heute, dass die Versorgungsspannung negativ war und "Plus" an Chassis-GND lag. Und es wurden ausschliesslich pnp-Transistoren verwendet. Ist Wert, das zu prüfen. Gruß Reinhard [Beitrag von oldiefan1 am 15. Apr 2026, 19:36 bearbeitet] |
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CarlM.
Inventar |
#33
erstellt: 15. Apr 2026, 19:25
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Die Transistor-Anschlüsse hast Du korrekt zugeordnet? Es ist auf den Fotos nicht genau erkennbar: C an der Unterseite mit Metall verbunden. B in der Mitte E beim Metallfähnchen |
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gst
Inventar |
#34
erstellt: 15. Apr 2026, 19:54
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[Beitrag von gst am 15. Apr 2026, 20:00 bearbeitet] |
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shabbel
Inventar |
#35
erstellt: 17. Apr 2026, 07:42
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gst
Inventar |
#36
erstellt: 17. Apr 2026, 10:09
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Die Zenerdiode, 15V oder 18V? Edit: Ich fürchte, beide TKD hat's erwischt wg. zu hoher Spannung. Ich würde den Austausch gegen BC140-16 oder BC141-16 empfehlen und dann den AD 131 oder AD149 oder wer es auch ist, überprüfen. Wenn der defekt ist, Austausch gegen MJ2955 oder ähnliches (mit TO-3 Gehäuse). [Beitrag von gst am 17. Apr 2026, 10:18 bearbeitet] |
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CarlM.
Inventar |
#37
erstellt: 17. Apr 2026, 10:37
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[quote="shabbel (Beitrag #35)"]#CarlM die Germaniumtransistoren haben keine Verbindung von C mit Metall (Gehäuse). [/quote] Wenn die Basis in der Mitte ist und das Fähnchen den Emitter anzeigt, ist eine Zuordnung aller Anschlüsse möglich. Für mich sah es nur so aus als seien Basis und Emitter zunächst vertauscht. In der letzten Grafik passt alles. Widerstand 4 ist aus meiner Sicht 27k (2. Ring violett "7") Im Übrigen stimme ich gst zu. [Beitrag von CarlM. am 17. Apr 2026, 10:39 bearbeitet] |
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shabbel
Inventar |
#38
erstellt: 17. Apr 2026, 11:17
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#CarlM. Der 2. Farbring an Widerstand 4 sieht mit blossem Auge nach braun aus. Auf den Fotos tatsächlich violett. Ich habe aber 30K gemessen, was bei 27K im Original und violett näher liegt. Ich würde erstmal mit erneuerten Widerständen einen Testlauf machen. Mal sehen, wie nah ich mit meinem vorhandenen Sortiment an die nötigen Werte komme. Vielleicht wars das ja. Wichtig, dass ich jetzt sicher weiss, wie die Beine von T1 und T2 liegen müssen. Ich hatte 43 Volt an Verstärker-plus gemessen und 1 Volt an Verstärker-minus. Wenn es läuft, müssten dann an Minus über 10 Volt anliegen. Meint ihr, der Ladeleko (original 1000 µF) dürfte auch 4700 µF haben? Oder soll ich bei 2200 µF bleiben? |
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CarlM.
Inventar |
#39
erstellt: 17. Apr 2026, 12:41
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Die 27k resultieren auch aus den E-Reihen. Danach sind 21k-Widerstände sehr selten. Der nächste wäre der 22k (rot-rot-orange), was aber hier sicher nicht zutrifft. Also komme ich zu 27k. Zu Deiner Frage: Welcher Gleichrichter ist denn vorhanden? Eine zu hohe Kapazität beim Siebelko führt zu einem ggf. zu einem hohen Stromimpuls beim Einschalten und somit zu einer Überlastung des Gleichrichters. Ich sehe also ein Risiko und andererseits keine wirklichen Vorteile. Schon 2.200µF wären 100% mehr. Ich würde es so belassen. |
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CarlM.
Inventar |
#40
erstellt: 17. Apr 2026, 13:49
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Irgendetwas stimmt da auch noch nicht. @gst BC140-16 sind aber NPN? Bei PNP muss die Spannung an der Basis niedriger als am Emitter sein. Wie passt das an T3? Aktuell liefert mir LTSpice keine sinnvollen Werte. Habe aber auch nur mal nebenbei geguckt. Muss erst einmal unterwegs ... [Beitrag von CarlM. am 17. Apr 2026, 13:49 bearbeitet] |
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Rabia_sorda
Inventar |
#41
erstellt: 17. Apr 2026, 13:59
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Was ich mich frage, weshalb man an der ollen Platine so lange herumdoktert und sich den Kopf zerbricht, zudem die alten G-Transen wohl kaum noch erhältlich sind .... Ich hätte mir daher längst eine neue Netzteilplatine mit den erforderlichen Spannungen gebaut. |
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gst
Inventar |
#42
erstellt: 17. Apr 2026, 14:08
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@Carl: Natürlich BC160 oder BC161. Aber Carsten hat Recht, irgendein anderes Netzteil mit Reduktion von 43V auf 30V täte es auch. Ich habe aber keine passende Applikationsschaltung im Kopf und Plus müsste hier die Masse bilden. [Beitrag von gst am 17. Apr 2026, 14:09 bearbeitet] |
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CarlM.
Inventar |
#43
erstellt: 17. Apr 2026, 14:43
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Naja, ich wäre bemüht alles mehr am Originalzustand zu behalten ... auch wenn es manchmal im Stil der Entwicklungszeit "gebastelt" aussieht. Zudem müsste man gucken, ob an verschiedenen Stellen noch Abgriffe für z.B. Phono-VV-EQ mit 15V oder ähnlich vorhanden sein müssen. |
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shabbel
Inventar |
#44
erstellt: 17. Apr 2026, 14:45
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Erster kurzer Betriebstest: 29 Volt Versorgungsspannung liefert die Netzversorgung jetzt. Endstufensicherungen entfernt.Vorschaltglühbirne bleibt dunkel. Es wurden folgende Teile getauscht: 1 Widerstand 300 Ohm. |
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shabbel
Inventar |
#45
erstellt: 17. Apr 2026, 15:45
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Die Spannung bricht ein, sobald Leistung abgerufen wird. Verzerrungen im Klangbild. T1 wird zu warm. Ich habe die Basis-Emitter Spannungen gemessen. T1 = 0,19 V T2 = 0,31 V T3 = 0,10 V |
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gst
Inventar |
#46
erstellt: 17. Apr 2026, 16:21
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Soll ich dir zwei BC161 für die TKD und einen MJ2955 für den AD149 zuschicken?. |
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shabbel
Inventar |
#47
erstellt: 17. Apr 2026, 17:19
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Ich habe GST per PM kontaktiert. Kann ich die Siliziumtransistoren BC161 ohne Anpassung einbauen? Passt es auch, wenn ich den AD149 im Netzteil belasse? |
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Poetry2me
Inventar |
#48
erstellt: 18. Apr 2026, 11:20
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Tolle Aktion, diesen hübschen Oldtimer wieder zu beleben Ohne weitere Platinenanalyse habe ich mal auf den Schaltplan aus Post #34 und #35 geschaut, wie plausibel er wäre:
Insgesamt sieht das schon wie eine normale Reglerschaltung aus, bis auf ... Drei Anmerkungen: 1. Bei der Pin-Zuordnung an T1 dürfte die Benennung von B und E wahrscheinlich vertauscht sein. T1 ist der Steuertransistor des Reglers, quasi der Eingangstransistor. Die Basis würde über den Spannungsteiler R1 und R3 die tatsächliche Ausgangsspannung messen (darf hochohmiger sein). Der Emitter würde über die Zenerdiode und deren Vorwiderstand R2 eine Referenzspannung vorgeben. Der Transistor versucht immer, seine Basis-Emitter-Spannung von 0,6V (Silizium) bzw. 0,3V (Germanium) zu halten und steuert das über seinen Collector-Strom bis es passt. Die Darlington-Schaltung aus T2 und T3 wird von T1 angesteuert und stellt den Längsregler dar, der die hohen Ströme umsetzt. 2. Der Zener-Vorwiderstand R2 muss wahrscheinlich an der ungeregelten Spannung abgehen und nicht an der geregelten. R2 sollte dann direkt "nach unten" kontaktieren. 3. Eine Ausgangskapazität wäre zu empfehlen, damit die Sache bei unterschiedlichen Lasten stabiler wird. - Johannes [Beitrag von Poetry2me am 18. Apr 2026, 11:34 bearbeitet] |
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Valenzband
Inventar |
#49
erstellt: 18. Apr 2026, 12:17
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Korrekt. Nach #35 bestünde eine Mitkopplung, die Regelung würde versagen.
Nein. Es ist tatsächlich deutlich besser den oberen Anschlusspunkt des R2 an die geregelte Spannung zu legen. Dadurch wird auch die Zenerdiode mit weitgehend konstantem Strom betrieben und ihr Arbeitspunkt ist entsprechend stabiler als mit ungeregelter Versorgung.
Die dynamische Stabilität wird hier schon durch den recht "fetten" 300µF Elko an der Basis des Darlingtons geprägt. Je nach Eigenheiten der Transistoren kann die Regelung bei hoher Ausgangskapazität sogar instabil werden (HF). Ohne erkennbare Not sollte man hier nichts ändern. Der beobachtete Spannungseinbruch unter Last ist 1. oft auf zu geringe Verstärkung (Schaden) eines oder beider Längsregler-Transistoren zurückzuführen, oder 2. manchmal auf einen alterschwachen eingangsseitigen Siebelko. Dadurch fällt die Eingangsspannung zwischen den Ladepulsen des Gleichrichters zu weit ab, die nachfolgende Regelung kann dann nicht mehr ausgleichen. 3. Auch ein defekter Gleichrichter kann ähnliche Auswirkungen haben (Halbwellen- statt Vollwellen-Gleichrichtung). |
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gst
Inventar |
#50
erstellt: 18. Apr 2026, 16:03
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ja, Basis und Emitter sind vertauscht, sonst könnte der T1 gar nicht regeln. Es wäre bei dem Spannungseinbruch unter Last interessant, wieviel Spannung von den vorher 43V übrig ist. Sonst mag ich den TKD nicht so arg trauen und dem vermeintlichen AD149 auch nicht. hfe mäßig ist der MJ 2955 gut ihm zu vergleichen, der Unterschied ist eher klein. Die Grenzfrequenz unterscheidet sich von mehreren zig kHz zu mehreren MHz, aber das sollte hier nicht von Belang sein. |
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CarlM.
Inventar |
#51
erstellt: 18. Apr 2026, 16:18
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Hier die Ergebnisse einer LtSpice-Simulation mit Si-Transistoren - einmal mit den aktuellen Widerstandswerten und ein anderesmal mit angepassten Werten. ![]() https://i.ibb.co/MYLsxjb/Stereon-Netzteil-LTSpice-simu-2.jpg![]() https://i.ibb.co/dn6Bb1s/Stereon-Netzteil-LTSpice-simu.jpg [Beitrag von CarlM. am 18. Apr 2026, 19:54 bearbeitet] |
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