Baubericht und Reflexionen zu Troels Gravesen Nomex 164

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Thule2011
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 14. Sep 2013, 08:33
Hi folks,

das umfangreiche Lesen der Anbieterseiten führte zur Entscheidung, die NOMEX 164 zu bauen. Der Entwickler ist in der "Sßtzehne" anerkannt und beruflich in einer gänzlich anderen Branche verortet, was bei mir zu der Annahme führt, dass die Klangqualität seiner Projekte den Kern seiner Motivation darstellt. Das soll nicht heißen, dass ich anderen Entwicklern abweichende Ziele unterstelle, sondern beschreibt die prekäre Situation, sich als Interessent für ein schwer einzuschätzendes Projekt zu entscheiden. Aber die HP von Troels beweist einen Sinn für "britisches" Understatement, was bei mir eine gewisse Sympathie auslöst. Nach der Einspielphase erwiesen sich alle Zweifel als unbegründet, doch es begann mit einem Bretterhaufen:

Nomex 164

Die Schallwand lieferte der Tischler um die Ecke, da 30mm MDF nicht über den Baumarkt zu erhalten war. Die Wände sind aus 19mm MDF und die Zwischenböden aus 16mm Stärke.

...wird fortgesetzt!
qawa
Stammgast
#2 erstellt: 14. Sep 2013, 09:12
Hallo,
ich hoffe, du hast genug Fotos gemacht, um den Fortschritt zu dokumentieren.Ich würde mich freuen.
ScanSpeak und Peerless, nicht von schlechten Eltern.
Gruß, Norbert.
piccobagno
Stammgast
#3 erstellt: 15. Sep 2013, 21:17
Lese hier auch mal fleissig mit, da ich oft auf der Seite gestöbert habe

Gruß Dirk
Thule2011
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 22. Sep 2013, 00:11
Dann will ich eure Geduld nicht strapazieren und den Beitrag fortsetzen - zunächst:

Troels (folgend TG) ist nicht an die Verwendung bestimmter Marken gebunden, das hat auch zur Auswahl beigetragen. Meines Erachtens hat er sich oft zum Ziel gesetzt, maximalen Sound zu minimalen Kosten zu erreichen. Manchmal schmeißt er auch mit edlen Zutaten um sich (CNO). Nach dem Verkauf unserer alten Lautsprecher sowie einiger Voodoo-Artikel passte die Nomex gut in das Budget. Zu den Höreindrücken später mehr.

Ein paar Fotos habe ich gemacht, im Internet ist reichlich Bildmaterial zu finden. Das Projekt basiert auf einer rechtwinkligen Kiste, komplizierte Fasen und Gehrungen kommen nicht vor. An Werkzeugen sollten eine Bohrmaschine, Bits, eine Oberfräse und ein Schleifgerät sowie ein mittelschwerer Hammer, mindestens je ein Nut- und ein Fasenfräser, bei Bedarf auch ein Abrundfräser für die Schallwand vorhanden sein. Meist habe ich im Garten gefräst, eine Feinstaubmaske ist auch bei Arbeiten im Freien zu empfehlen. Ein Gehörschutz sollte zum Einsatz kommen - wir wollen ja auch nach dem Bau noch differenzieren können. Informiert eure Nachbarn besser vor den Arbeiten über den zeitlichen Umfang der Fräserei, wenn ihr nicht auf eine Garage o. ä. zurückgreifen könnt - sie werden sich dann weniger aufregen und dennoch jedesmal auf die Uhr schauen . Die Ausschnitte der Chassis sind auf der Innenseite anzufasen, darauf weist TG auf seiner HP eindringlich hin und hat auch Bilder falscher und richtiger Ausführungen im Angebot. Schaut mal bei seinen Tipps, dort finden sich viele nützliche Hinweise.

Schallwand Nomex 164 Troels Gravesen

TG kommentiert die Ausführung der Fräsungen bei Chassis mit parallelen Seiten gegenüber den verbreiteten runden Varianten. Hier ist in der Tat Vorsicht geboten, aber es ist gut machbar. Ich habe die Kreise mit dem Zirkel gezogen, dann an den Außenseiten einen Millimeter dazugegeben und parallel zu den Kanten der Schallwand die Begrenzungen für die Chassisseiten angezeichnet. Mit dem Parallelanschlag wird die Fräse an diesen Strichen geführt. Nach diesen Bleistiftzeichnungen ist klar, wann die Fräse gestoppt werden muss. Kreissegmente der TMT's: Zunächst habe ich bei stehendem Motor die Markierungen am "Arm" des Fräszirkels angezeichnet, somit wird ausgeschlossen, dass man zuviel Material wegfräst. Etwas mehr Aufwand als bei runden Chassis, aber mir gefällt das optische Ergebnis sehr gut. "Rund" sieht man doch an jeder Ecke... 30mm Materialstärke hat das Ausfräsen von vorne und hinten erfordert; mit dem Fräszirkel hatte ich zuwenig Arbeitstiefe. Nach dem sorgfältigen Ausmessen ergaben sich ungefähr 1/10 Millimeter Versatz. Die Kreise für die Reflexrohre habe ich mehrfach zur Probe mit Resten gefäst, bis ich einen Durchmesser eingestellt hatte, der ohne Verklebung passte. Das Rohr sitzt darin fest und kann trotzdem bei Bedarf abgezogen werden.

Zum Bau der "Kisten" habe ich Spax-Schrauben benutzt, weil ich zuwenig große Schraubzwingen besitze. 4mm Löcher gebohrt und mit 4,5er Schrauben verbunden, dann platzt das MDF nicht. Geiz ist geil wenn man die Schrauben nach dem Aushärten des Weißleims herausdreht. Insbesondere wenn man beidseitig mit Leim bestreicht, hält das nicht schlechter als mit Schrauben. Wer also noch ein paar Cent sparen will...

Nun etwas zur Dämmung: Ich habe 10mm selbstklebende Filzmatten benutzt und Sonofill; passt m. E. ganz gut. Die Frequenzweiche sieht so aus wie bei TG, allerdings habe ich alle Bauteile mit Kabelbindern fixiert. Vielleicht bringt die Verklebung noch etwas besseren Schutz vor Mikrofonie - aber das sollen andere diskutieren. Bezüglich der Induktion ist die Ausrichtung der Spulen nicht optimal - aber deren Abstand hat mich letztlich zu diesem Bau veranlasst.

Frequenzweiche Nomex 164 Troels Gravesen

Wer den Bausatz bei Jantzen bestellt sollte lieber 10 statt 8 Metern Kabel ordern. 8 sind ausreichend, aber man darf sich eben auch nicht vermessen und hat wenig Reserven. Zur Frequenzweiche: Wenn man den R1061 weglässt klingt die Nomex (für mein Gehör) sehr hell. Mit 18 Ohm fehlen mir ein wenig die Höhen. Der Versuch mit 33 oder 47 Ohm ist wirklich zu empfehlen, am besten gleich mitbestellen. Derzeit höre ich mit 47 Ohm, letztlich wird es aber wahrscheinlich der 33er.

Wie klingt die Nomex nun? Sie macht keine Geräusche, sondern Musik - das kann man nicht immer über Lautsprecher sagen. Klangfarben kann sie im für das Ohr wichtigen Stimmbereich, aber nicht nur hier, sehr gut. Sie spielt mit einer hervorragenden Räumlichkeit dynamisch - vital ohne zu nerven. Die Lautsprecher sind nach der Einspielphase nicht mehr ortbar, Musik bekommt eine holografische Qualität. An unserem Verstärker klingt sie auch sehr leise hervorragend. Wer ACDC mit PA-Pegel hören will wird nicht enttäuscht sein - sie kann auch richtig laut! Der Bass ist druckvoll, konturiert und je nach Abstimmung beim R1061 sehr präsent oder audiophil. Sie mag sowohl Holz- als auch Elektro- und Kickbass; Rhythmus und Timing sind ihre Stärke. Beim Hören habe ich immer den Eindruck, der "Geist von Salisbury" hätte ihr ein paar Gene spendiert. Nach wenigen Takten beobachte ich bei allen Gästen Fusswippen - immer ein gutes Zeichen. Stundenlanges Hören macht Spaß; man wünscht sich spontan den nächsten Urlaub und kann die Nomex als Feingeist oder mit Partypunch betreiben - die Geschmäcker und Anforderungen sind bekanntlich verschieden. "Schlechte" Aufnahmen differenziert sie durch einen Mangel an Klangfarben; die Nomex analysiert, aber sie seziert die Musik nicht. Es gab bislang kaum eine CD, die ich "unhörbar" fand. Gibt es etwas zu kritisieren? Sie klingt bei meiner präferierten Abstimmung tendentiell leicht warm, aber nicht "lullig". Der Scan-Speak-HT macht seine Sache schon sehr gut, etwas mehr Energie in der obersten Oktave würde Geigen und Trompeten aber zu mehr "Schmelz", Präsenz und Authentizität verhelfen. Discovery ist eben nicht Illuminator - beides hat seinen Preis. Wer zwischen 700 und 900 Euro (je nach Weichenbauteilen und Finish) für seine Box ausgeben kann und will, sollte die Nomex in die Auswahl einbeziehen.
piccobagno
Stammgast
#5 erstellt: 22. Sep 2013, 08:46
Guten Morgen, einen schönen Baubericht hast Du da geschrieben.

Die Fräsungen, rund und gerade, dann och mit dem Tiefenanschlag mit 4mal Umsetzen, das ist nun wirklich nicht gerade einfach zu machen wenn man bei 1/10 Versatz landen will.

Wo gab es den Filz in 10mm Stärke? Der hab ja auch seinen Preis gegenüber "Fertigprodukten" ala Damping10-

Was für ein Finish soll es denn werden? Gibts ein Bild spielfertig?

Gruß, Dirk
Thule2011
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 24. Sep 2013, 12:41
Danke für die Anerkennung

Den Filz habe ich in Onlineshop bestellt; schau mal in deine PM's.

Als Finish habe ich einen Graniteffektlack gewählt. Die Lackierung erfolgt wenn sich die Chassis eingespielt haben und das endgültige Setup der Weiche (R1061...) feststeht. Hier muss ich meine vorangehenden Aussagen ergänzen: Der D2608 legt immer noch zu Meinen Eindruck bezüglich fehlender Authentizität im Hochtonbereich muss ich relativieren und neu formulieren. Kritikpunkt: Man muss die Nomex selber bauen und sie ist nicht umsonst zu haben. Wir wissen natürlich, dass es noch besser geht - aber die Nomex macht sehr viel richtig und ich kann nichts finden, an dem sich das Ohr "festbeißt". Ich bin mit dem Gesamteindruck rundherum zufrieden und kann es in zwei Worten an TG zusammenfassen: Go ahead!

Meine lackierten Nomexe werde ich hier noch vorstellen; wer nicht warten will schaut hier.

Viele Grüße & happy listening
Thule2011
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 01. Okt 2013, 14:34
Falls jemand probehören will - PLZ 3, LHH

Besteht noch Interesse an weiteren Eindrücken?
herr_der_ringe
Inventar
#8 erstellt: 02. Okt 2013, 08:47

Falls jemand probehören will - PLZ 3

bisschen weit... *grummel*
Thule2011
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 03. Okt 2013, 15:51
Falls jemand eine Schallwand oder ein Rohgehäuse braucht - einfach PM an mich! Für die Tafal besteht bereits eine Versandvariante; vielleicht hat jemand Ideen für ein "Nomex"-System?

VG & happy listening
navi100
Neuling
#10 erstellt: 03. Okt 2013, 18:29
Hallo Harald,

die Nomex 164 scheint mir auch ein wohlklingender Bauvorschlag zu sein und so wäre ich auch an einem Probehören - allerdings bin ich mit PLZ 7 doch viel weiter südlich - oder an einer Versandvariante interessiert.
Die Versandbox gegenüber der der Tafal muss wohl allerdings deutlich grösser und aufwendiger ausfallen...
Du hast die Tafal ja ausgiebig gehört und gelobt und Dich dann doch für die Nomex entschieden. Warum?

Gruß Peter


[Beitrag von navi100 am 03. Okt 2013, 18:29 bearbeitet]
Thule2011
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 29. Okt 2013, 22:57
Hallo Peter,

die Tafal ist ein Ausnahme-Lautsprecher und meine Entscheidung für die Nomex ist keine Kritik an Rainers Tafal oder seiner Entwicklungsphilosophie. Aus 40 Litern tönt es anders als aus 9 Litern; die Nomex kann auf Wunsch laut und hat im Bass mehr Substanz, die Tafal punktet durch ihren exzellenten Mittel-Hochtonbereich. Für mein/unser Hörempfinden hat sich die Nomex inzwischen als gute Wahl herausgestellt - aber die Konzepte sind auch so verschieden, dass man sie m. E. kaum miteinander vergleichen kann.

Ich werde noch ein paar Bilder der fertigen LS liefern und das Resultat der Langzeit-Hörprobe; bei Zugriffszahlen >900 bin ich durchaus motiviert Eines kann ich vorweg nehmen: Unsere Zufriedenheit mit der Nomex drückt sich auch in einer erhöhten CD-Kaufrate aus

Herzliche Grüße & happy listening
Thule2011
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 12. Nov 2013, 15:56
...fast sechs Wochen nach dem letzten Bericht kann ich kaum noch Veränderungen am Lautsprecher feststellen, die größer wären als natürliche Schwankungen meiner Hörfähigkeit. Unerwartet war die Länge der Einspielzeit: Einerseits veränderte sich die Tonalität zur hellen Seite, was Anpassungen am R1061 erforderlich machte, anderseits gewann der Lautsprecher stetig an Feinauflösung - was erwünscht ist. Mit dem Ergebnis bin ich ausgesprochen zufrieden, dieser Däne weiß was er tut Zur Tonalität: Für mich/uns hat sich beim R1061 ein Wert von 38,6 Ohm (33+5,6) als optimal erwiesen - je nach Hörempfinden und Raumakustik kann das anders ausfallen. TG empfiehlt 12 Ohm, damit war der HT für mich praktisch offline. Ohne R1061 war der Frequenzgang als Graph "schöner", aber das Klangbild war sehr hell. Die allgemeine Empfehlung für den R1061 muss also heißen: ...ausprobieren!

Bislang gab es keine Musikrichtung, die mir über die Nomex nicht gefallen hat. Inzwischen (Ausg. 06/2013) hat die K&T in der Rubrik "Highend Projekt" ein vergleichbares Konzept namens Straight veröffentlicht - höchst interessant und wenn die Nomex nicht schon bei uns stehen würden, wäre ich glatt in Versuchung

Fehlen noch Fotos der lackierten Nomexe - die folgen in Kürze.

VG & happy listening
Black-Devil
Gesperrt
#13 erstellt: 12. Nov 2013, 18:28
Danke für den schönen und ausführlichen Bericht!

Jetzt wirds aber wirklich Zeit für Bilder der fertigen Boxen!

Thule2011
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 14. Nov 2013, 01:26

Mit einer Luftgitarre in der Hand kann man keine Waffen halten!


...aber einen Hammer tztztz... Immer diese Rocker...

Also der Termin zum Lackieren steht Somit sind ab Mitte Dezember auch Bilder verfügbar. Vorab schonmal ein "Studie" mit Grundierung. Das Foto habe ich bei direktem Sonnenlicht mit dem Handy geschossen - dadurch wirken die Partikel sehr grob, es ist aber normale Dispersionsfarbe.

Nomex roh


[Beitrag von Thule2011 am 14. Nov 2013, 01:29 bearbeitet]
Black-Devil
Gesperrt
#15 erstellt: 14. Nov 2013, 02:02
Luftgitarre behersche ich auch einhändig mit der Zunge spielend - da ist der Hammer kein Problem!

Ich bin nur gespannt, wie der Graniteffektlack wird!
kapes
Stammgast
#16 erstellt: 19. Nov 2013, 13:29
Hallo,

ich habe mir auch gerade die Seite über die Nomex 164 durchgelesen.
Ich komme auch aus dem Bereich3....
Vielleicht kann ich ja mal zum hören vorbei kommen.

PS
der Hammer hat ja auch keinen Abzug

Gruß
Guido


[Beitrag von kapes am 19. Nov 2013, 13:31 bearbeitet]
Thule2011
Hat sich gelöscht
#17 erstellt: 19. Nov 2013, 15:41
Hi Guido,

Interesse ist (fast immer) gut

Da es für Absprachen sinnvoll ist wechsle ich in den PM-Bereich. Der thread bleibt dadurch einigermaßen übersichtlich und wird natürlich fortgesetzt.

navi100
Neuling
#18 erstellt: 20. Nov 2013, 22:07
Hallo Harald,

ich schaue ja öfter hier vorbei und warte auf die Bilder mit der Lackierung ;-) und so habe
ich neulich per Zufall die "NYKRON 08" von Acoustic System Engineering entdeckt.
Es sind soweit ich das richtig erkenne exakt die gleichen Chassis verwendet nur das Gehäuse und die Weiche unterscheiden sich.
Jetzt fehlt nur noch die Antwort auf die Huhn- Ei Frage und wie die denn klingen ...

VG Peter
kapes
Stammgast
#19 erstellt: 22. Nov 2013, 00:47
Hallo,

die Nykron 08 habe ich auch gefunden.

Man liest aber nichts (Hörerfahrungen,Bauberichte ) zu den Lautsprechern.
Allerdings,wenn man die Chassis hat und die Nomex164 baut kann man ja bei der nächsten Langweile ein paar Gehäuse der Nykron und die Weiche aufbauen und hören.

Gruß
Guido


[Beitrag von kapes am 22. Nov 2013, 01:05 bearbeitet]
Thule2011
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 18. Dez 2013, 15:33
Hier erstmal ein Bild der Lackiervorbereitungen. Die Arbeiten konnte ich freundlicherweise im Künstleratelier von Wolfgang Jeske durchführen. Die Partikel des Graniteffektlacks fliegen gerne zwei bis drei Meter weit wenn man keine Gegenmaßnahmen ergreift!

Nomex 164 Lackierung

Das Ergebnis ist überaus zufriedenstellend - weitere Bilder folgen.

Happy listening


[Beitrag von Thule2011 am 18. Dez 2013, 15:36 bearbeitet]
Thule2011
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 25. Dez 2013, 11:51
Liebe Hobbykollegen,

ich wünsche allen schöne, erholsame Festtage mit euren Lieben und immer das richtige Händchen für stimmungsvolle CD's und Vinyls.

Während der letzten Bauphase bis zum Finish hatte ich unerwartet Gelegenheit, dieses Forum von einem PC ohne Werbeblocker zu nutzen und es hat mich schon beeindruckt, mit welcher Flut von Pop-Up's, flash-Fenstern und Links ich konfrontiert war. Andererseits wurde dadurch deutlich, welch' tolle Erfindung Adblock plus ist Ohne diesen Filter hätte ich keine Lust mehr, hier zu schreiben. Dieses Forum basiert auf einer sozialen Idee: User helfen Usern. Der Anteil an Werbeinhalten hat hier aber für mein Empfinden eine Grenze überschritten, daher habe ich beschlossen, das letzte Bildmaterial bei Troels zu veröffentlichen. Dies auch als deutlicher Hinweis an die Betreiber dieses Forums - aber es gibt ja Alternativen

Kurzum: Ich freue mich über das große Interesse an der Realisierung meines Nomex-Projekts und danke auch für das ungewollte Kompliment aus #2 (Wenn unsere beiden Töchter auch der Meinung sind, ist die Welt schon ziemlich in Ordnung... )

Wer noch Fragen hat oder einen Hörtermin möchte erreicht mich per Mail: harald(at)hifi-zirkel.de

Viele Grüße, kommt gut rüber & happy listening
kapes
Stammgast
#22 erstellt: 25. Dez 2013, 14:00
Hallo,

ebenfalls frohe Weihnacht und Danke für deinen Bericht.
Ja diese Werbung nervt,zum Glück ist es bei mir gut geblockt.
Auch im Fernseher bei den privaten Sendern nervt andauernd dieser Spielfilm zwischen den Werbeblöcken.
Anders kann man das nicht mehr nennen,so macht Filmegucken kein Spass.

Ich komme nächstes Jahr wegen einem Hörtermin per mail auf dich zu.

Gruß
Guido
Thule2011
Hat sich gelöscht
#23 erstellt: 06. Feb 2014, 02:05
Hi folks,

wem der Weg für eine Hörsession zu weit ist:

Das Parallelkonzept stammt von Phonar und heißt Veritas p4 NEXT. Die Pressestimmen loben die Boxen in den höchsten Tönen, die 2-Wege-Kompaktvariante wurde bei der Audio jüngst zum Testsieger gekürt. In der Phonar-Version kommt der D2604/830000 zum Einsatz (35 Euro), der D2608/9130 in der Nomex liegt bei 80 Euro. Bei der Qualitätsbeurteilung wäre der Preis eine eindimensionale und unzureichende Größe, aber wenn Scan Speak in der Discovery Baureihe für mehr als das Doppelte keinen Gegenwert liefert, wäre die Preisgestaltung fragwürdig. Vor diesem Hintergrund kann man ungefähr beziffern, was auf einem Nomex-Preisschild beim Händler stehen würde - aber dazu gleich. Wer weitere Vergleiche sucht wird feststellen, dass die Weiche der Phonar einige Keramikwiderstände enthält. Um den kontroversen Meinungen auf den Grund zu gehen habe ich im Hochtonzweig (R1061) einen Keramikwiderstand eingelötet. Nach wenigen Minuten war der MOX wieder drin; der Unterschied war alles andere als klein. Nun kenne ich die Reaktionen in diesem Forum; dieser Hörvergleich wird von einigen mit dem Prädikat "Goldohr" oder Vodoo usw. belegt - meine Ohren fanden das Ergebnis beim Vergleich der Widerstände unüberhörbar. Bezüglich des Vergleichs zwischen Industrie und DIY meine ich, dass die Nomex sich solide im Bereich der 2.500-Euro - Fertig-LS behaupten kann. Durchaus lohnenswert, wenn man 800 bis 900 Euro Materialpreis investiert.

Noch ein kleiner Hörvergleich zum Thema Verstärkerklang: Wir haben einen Denon PMA 720 mit einem RG 14 Edition verglichen. Die Nomex offenbart dabei profunde Unterschiede. Zugegeben ein "unfairer" Vergleich, aber wenn man die Frage nach dem Verstärkerklang zunächst grob beantworten will, darf der Kontrast der Geräte größer sein, als wenn man innerhalb einer Preisklasse einen Favorit finden will. Der Denon zeigt eine präzise Vorstellung, die bezüglich der Musikalität, Klangfarben, Räumlichkeit und Bassfundament aber deutlich vom RG deklassiert wird. Auch die Performance einer Nomex basiert auf der Qualität des Antriebs - aber kann das überraschen? Der LS offenbart das, was die Elektronik liefert. Bei gegebener Qualität ist die Nomex ein begeisternder Wandler oder, wie schon beschrieben - sie macht Musik und begeistert auch nach mehreren durchgehörten CD's. Sie ist niemals anstrengend, sondern lädt dazu ein, möglichst lange ein Date mit den Lieblingsscheiben einzuplanen. Um es kurz zu machen: Ich würde es wieder tun!

Happy listening


[Beitrag von Thule2011 am 06. Feb 2014, 02:17 bearbeitet]
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