* Großer privater Kopfhörer-Test

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apaoai
Neuling
#1 erstellt: 02. Apr 2011, 12:45
Liebe Leute,

da mein alter Kopfhörer den Geist aufgegebn hat, brauchte ich einen neuen. Preisvorstellung: 100-200€ Bei A..zon bestellt ich 11 Kopfhörer für insgesamt ca. 2000€.

Die Ergebnisse habe ich mitgeschrieben, weil man sonst den Überblick verliert. ich hoffe, dass meine Eindrücke anderen bei ihrer Kaufentscheidung helfen können.
Das Hörempfinden und damit der Test ist natürlich rein subjektiv, aber welcher Test ist das nicht. Zumindest ist er nicht gekauft - im Gegenteil. Da ich viel Klassik über Kopfhörer höre, habe ich darauf besonderen Wert gelegt. Ich hatte urspränglich vor, den Kopfhörer auch an meinem epiano zu testen, aber ein paar Stichproben ergaben, dass die Unterschiede hier viel kleiner sind als bei der Konserven-Musik. Aus Zeitgründen habe ich einen ursprünglich geplanten dritten test mit Jamiroquai wieder verworfen. Die Scheibe habe ich des Öfteren zwischendurch mitgehört, und konnte damit die Ergebnisse aus dem House-Test verifizieren.

Grüße
florian

P.S. Wer Tippfehler findet, darf sie behalten.


Teststücke:
Klassik: Anton Bruckner, Ave Maria gesungen von La Chapelle Royale unter Phillippe Herreweghe, Ich kenne keine Choraufnahme, bei der man näher an den Sängern ist.
Anforderung: Natürliche und direkte Stimmwiedergabe, transparentes Klangbild, Heraushören einzelner Stimmen, intensive Übertragung der Stimmung

Hed kandi, A TASTE OF KANDI 2007, Track 6: Funky Love
schneller, bassiger Funk-House-Track mit Elektro-Grundlage und natürlichen Stimmen darüber
Anforderung an die Kopfhörer: mitreißende, aber differenzierte Bässe, darf keinesfalls brummen oder dröhnen, klare Wiedergabe von Mitten und Höhen sowie klare Gesangsstimmen, guter Raumklang

Testablauf: Die Kopfhörer wurden in wahlloser Reihenfolge aufgereiht (so wie aus dem Versand-Karton geholt). Zuerst lief der komplette Klassiktest, dann der House-Test. Bei jedem Hörer wurde der bis dato Testsieger gegengehört sowie häufig auch ähnlich klingende Konkurrenten. Für schwierige Bewertungen habe ich weitere Stücke hinzugezogen, zum Beispiel Jamiroquai, Ashley Maher (Pomeogranate), Mozarts c-Moll Messe (Kyrie), Motörhead, Roger Cicero (die Auswahl ist eher historisch gewachsen ;-)




Audio Technica ATH-AD700
Optik/Haptik: gewöhnungsbedürftig, das auffällige pinkfarbene Metallgitter lässt einen andere Zielgruppe als die meine vermuten ;-), ausgefallener Abschluss am Kopf, der kaum Fixierung zulässt
Sitz: fühlt sich sehr labberig an, auch wenn er de facto nicht rutscht, sicher auch bei längerem Tragen kein Druckgefühl, die Ohrmuscheln sind für meinen Geschmack viel zu groß und liegen nicht an, kaum Abschirmung
Klang:
Für Klassik eher nicht geeignet, zu wenig Präsenz, klingt flau, aber dadurch auch wenig aufdringlich. House klingt etwas besser als Klassik, trotzdem kommt kein Feeling für die Musik auf. Aus Zeitgründen lasse ich diesen Hörer beim dritten Test weg.

Sennheiser HD 598
Optik/Haptik: sehr gediegen, Sennheiser-typische Oval-Aufhängung, die mir nicht so gut gefällt, aber auch kein Hinderungsgrund darstellt, die Eischalenfarbe-Holz(-Imitat?) bildet einen angenehmen Kontrast zum großen Mehrheit der Testauswahl, Zielgruppe sicher eher älter als ich, find’s trotzdem gut 
Komfort: sehr angenehmer, eher leichter Andruck, komfortabelster Kopfhörer im Test, wenig Abschirmung

Klang:
Bruckner: sehr direkt und gutes Raumbild, Nuancen in einzelnen Stimmen des Chores sind hörbar, trotzdem nicht penetrant, sehr detailreich, sehr warm und voll klingend , enorm „nah dran“, Bässe klingen sehr voll, könnte aufgrund dessen bei House o.ä. Probleme machen, könnte (auch aufgrund der Optik) insgesamt als Klassikkopfhörer konzipiert worden sein. siehe auch Text zu Sennheiser HD 600

Had Kandi: Der Hörer ist klar basslastig, löst aber trotzdem die oberen Frequenzen gut auf, einzig die Mitten leiden etwas, was einen zwar irgendwie transparenten, aber gefärbten Klang ergibt. Die Bässe sind nicht dröhnend, aber wirken etwas verwaschen. Der Eindruck aus dem Klassik-Test bestätigt sich damit, obwohl die Einschränkungen nicht so gravierend sind wie befürchtet. Trotzdem nicht unbedingt dauerhaft spaßig, wenn auch für Basssüchtige vielleicht eine gute Wahl. nach einigem Überlegen, beschloss ich, den Hörer beim dritten test wieder m mit antreten zu lassen.

AKG K 701
Optik/Haptik:
interessante Mischung aus weißem Kunststoff, Metallic/Metall und Leder. Passt überhaupt nicht zusammen, aber ist schon originell,
Komfort: sitz sehr komfortabel, angenehmer, leichter bis mittlerer Druck, wenig Abschirmung
Klang
Bruckner: detailreich, aber eher kühl, Männerstimmen etwas flau, insgesamt wenig stimmungsvoll
Hed Kandi: Der Hörer hat mich insgesamt enttäuscht. Obwohl im Netz hochgelobt, kann ich den Reiz nicht nachvollziehen. Die Wiedergabe ist flau, Bässe kommen nicht richtig, Mitten und Höhen werden sehr gut aufgelöst, aber Spaß macht das Ganze irgendwie nicht. Der Hörer mag für Tontechniker oder ähnliches wegen der nüchternen Wiedergabe nützlich sein, aber für mich als Genusshörer ist das nichts.


Beyerdynamic DT-770 Pro 250Ohm
Optik/Haptik sieht sehr robust und eher bodenständig aus, für Rechts-Links-Kennzeichen in Blindenschrift gibt’s Sympathiepunkte, schnörkellos, wenig gediegen, fast ein bisschen grobschlächtig und damit das Gegenteil von beiden Sennheisers, gefällt mir sehr gut

Komfort: komfortabel, angenehmer, mittlerer bis starker Druck, mittlere bis hohe Abschirmung
Klang
Bruckner: direkt und räumlich, sehr ausgewogen, detailreich, deutlich wärmer als der AKG, vom bisherigen Führenden in Sachen direkter, voller und lebendiger Wiedergabe (Senni 598) weit entfernt. siehe auch Text zu Sennheiser HD 600

Hed Kandi: Der Beyerdynamic kommt hier viel besser zur Geltung. Die Bässe kommen schön trocken, aber nachdrücklich. Klingt sehr natürlich und linear. Ein sehr guter Kopfhörer, der aber im Vergleich zum Sennehiser 600 etwas eindimensional wirkt.

Denon AH- D 2000
Optik/Haptik: sieht edel aus mit seinen mattgrauen Ohrmuscheln, kombiniert mit metallic-Oberflächen schon sehr ansprechend, aber eher kühl, sehr hochwertig wirkende, textil ummantelte Kabel, asymmetrische Polsterung
Komfort
ausgesprochen angenehmer Sitz mit leichtem bis mittlerem Druck, mittelstarke Abschirmung, In Sachen Komfort und Haptik mit dem Sennheiser 598 auf dem ersten Platz.
Klang
Bruckner: ähnelt dem Beyerdynamic 770Pro, klare aber wenig mitreißende Wiedergabe, schmale Basswiedergabe

hedkandi:
Im Vergleich zum Beyerdynamic einen Tick weniger Bass, dafür bessere Räumlichkeit. Schwer zu sagen, ob er besser klingt als der Beyerdynamic. Ich habe den Eindruck, dass Beyerdynamic etwas druckvoller ist. Er klingt noch etwas direkter und ich würde ihm hier den Vorzug geben. Zum analytischen Hören ist der Denon hier besser geeignet. Sennheiser 600 bleibt klar vorn.


SHURE SRH-840E
Optik/Haptik: schwarz mit silbernen Akzenten, rel. schwer, ansprechend, das Kabel ist mit einem Bajonettverschluss abzutrennen bzw. vor Gebrauch anzubringen (mag transportbedingte Kabelschäden vermindern), Als einzigem sind dem Shure Ersatz Polster für die Ohrmuscheln beigelegt.
Komfort
Nicht ganz so komfortabel, mittlerer bis starker Druck, starke Abschirmung,
Klang
Bruckner: schöne, und räumliche Wiedergabe, deutlich weniger warm und direkt als der Senni 598, aber bisher Zweitplazierter, die Nähe zu Beyerdynamic und Denon (nach unten) ist aber größer als die zu Sennheiser 598.

Hed Kandi: Der Shure macht hier einfach Spaß. knackige Bässe, die aber nie dröhnen, sehr gute Räumlichkeit, druckvoll, aber nicht ermüdend. Beeindruckend direkt, aber weniger dreidimensional als der Sennheiser 600. Der Shure liefert sich ein Kopf an Kopf-Rennen mit Beyerdynamic und Denon. Die drei habe ich oft gegeneinander gehört. Je nach Musikstück klingt mal der eine oder andere besser als die anderen zwei. In der Gesamtschau liegt für mich der Shure vor den anderen beiden.


Creative Aurvana live!
Optik/Haptik Das „Küken“ preislich gesehen, habe ich nur wegen der mir unbekannten Marke und einer sehr guten Rezension im Netz bestellt, die Ohrmuscheln sind kleiner als bei der Konkurrenz, dadurch fällt es mir schwer, ihn auf dem Kopf zu vergessen, sehr leicht, Kombination aus schwarzem Lack und Chrom, die nicht hässlich ist, aber meinen Geschmack nicht so ganz trifft, insgesamt weniger wuchtig als alle bisherigen Kopfhörer und vom Erscheinungsbild/Gewicht sicher auch für unterwegs zu gebrauchen
Komfort
wie schon beschrieben, nicht ganz so komfortabel, aber alles andere als störend, wenig bis mittlere Abschirmung, wenig Andruck
Klang
Bruckner: positive Überraschung, sehr direkt und gute Räumlichkeit, natürlich und detailreich, auch lebendig, bis jetzt Nummer zwei hinter senni 598 und vor Shure, dahinter dann Denon und Beyerdynamic. siehe auch Text zu Sennheiser HD 600

Hed Kandi
Wieder richtig gut, keine großen Schwächen hörbar. Etwas weniger räumlich als Shure, aber kraftvoll und natürlich. Für mich auf einer Stufe mit Beyerdynamic/Denon

Sennheiser HD 600
Optik/Haptik: Alle Hersteller haben sich Mühe gegeben, ihre Produkte ansprechend und vorteilhaft zu verpacken und zu gestalten, aber Sennheiser hat hier den Vogel abgeschossen. Der Kopfhörer kommt in einer massiven texturierten Hartkarton-Box in edlem Dunkelgrau. an dem metallenen Scharnier wird der Deckel hochgeklappt und der Hörer liegt in einem glitzernden, passgenau ausgelassenen Schaumstoff. Der Kopfhörer selbst kommt in einer Art Marmoroptik in Grau-Tönen daher. Die seitlichen Metallgitter sind so transparent, dass die dahinter liegende, wiederum eher profan aussehende Technik betrachtet werden kann. Trifft insgesamt meinen Geschmack nicht, das Marmor-Imitat wirkt eher lächerlich.

Komfort
überraschend hoher Andruck, ansonsten passt das Sennheiser-typisch sehr gut, wenig Abschirmung

Klang
Bruckner: den 660 habe ich lange gegen den 598 gehört. Die Unterschiede sind zwar gut hörbar, aber die Bewertung empfand ich als schwierig. Daher habe ich eine zweite Hörprobe ausgewählt (Gloria der großen C-Moll Messer von W.A. Mozart) und auch Beyerdynamic, Shure und Creative gegengehört. ich habe gemerkt, wie schwierig es ist, an nur einem Stück zu bewerten, da auch die Aufnahmetechnik eine große Rolle spielt und mit der Ausrichtung des Kopfhörers korrespondieren muss. Hier setzt sich Beyerdynamic vor Shure, bleibt aber weiterhin hinter Creative und den beiden Sennheisers zurück.
Der 600-er liegt dann doch ein gutes Stück vor dem 598-er, der etwas mitten- und bassbetonter wirkt und im räumlichen Eindruck hinter dem 660 zurück bleibt. Der 600 wirkt insgesamt natürlicher und agiler. Trotzdem für einen lebendigen Klassik-Klang super geeignet.

Grado SR 125i
Optik/Haptik
Puristisches Äußeres, ist optisch klar ein Street-Kopfhörer, minimalistische, aber funktionelle Größen-Anpassung, keine Polsterung am Kopfbügel, was aber bei dem geringen Gewicht nicht weiter stört. Insgesamt klein und leicht. Das superfette Kabel konterkariert dieses Erscheinungsbild etwas. Für den Namen „The Prestige-Series“ gibt’s bei mir keine Sympathie-Punkte. Die Verpackung ist übrigens gar nicht prestigeträchtig, sondern wirkt eher ausgesprochen billig. Sie ist allerdings funktional und darauf soll es bei einer Verpackung ja ankommen.

Komfort Der einzige on-ear-Kopfhörer ohne umschließende Ohrmuschel. Dadurch sehr offen in beiden Richtungen. Warum gerade diese Modelle für die laute Straße geeignet sein sollen, wird mir immer ein Rätsel bleiben. Ich wollte aber gerne einen der legendären Grados im Testfeld haben, da kam in meiner Preisklasse nur dieser (oder preislich darunter) in Frage. Der Tragekomfort ist denn auch nicht berauschend. Dass der Schaumstoff direkt auf dem Ohr liegt ist für mich gewöhnungsbedürftig. Insgesamt aber nicht unbequem, auch wegen des geringen Gewichts. Der Hörer ist sehr luftdurchlässig, was dem Komfort im Dauerbetrieb zugute kommen sollte. Die Berührung der Ohrmuscheln verzerrt den Klang.
Klang
Bruckner: Sehr natürlich, agil und lebendig, aber weniger räumlich, Klang wirkt etwas „weiter weg“ als bei Sennheiser 600. Ich musste mich immer ein wenig einhören, dann macht der grado aber schon großen Spaß. Zum analytischen Hören aber weniger geeignet.

Hed Kandi: Der Eindruck vom klasik-test bestätigt sich. Leichter, luftiger klang, ohne dass Volumen fehlen würde. Daher aber auch weniger direkt uns druckvoll. Bewertung ist hier sicher vorwiegend Geschmackssache.


Ultrasone HFI 780
Optik/Haptik Der Ultrasone glänzt im wahrsten Sinne des Wortes mit Chrom und gebürstetem Metall. Für meinen Geschmack etwas zu auffällig, aber sicher nicht hässlich.
Komfort. Starker Andruck, eng umschließende Ohrmuscheln, mittelstarke bis starke Abschirmung, sitzt insgesamt ziemlich „knackig“, könnte über längere Zeit etwas drücken.
Klang
Bruckner: klarer, wenn auch etwas schmalbrüstiger Klang, detailreich, aber weniger räumlich. Spielt nicht in der ersten Liga

Hed Kandi: Keine großen Schwächen, aber auch nicht sonderlich mitreißend. Für meine Bedürfnisse zu nüchtern.

Audio Technica ATH-Pro700
Optik/Haptik: wirkt etwas billiger als die Testkonkurrenz, silberner Kunststoff dominiert, optisch nicht so mein Fall, aber auch kein optischer Reinfall
Komfort
sitzt rel. stramm, rel starker Andruck und entsprechend hohe Abschirmung, weniger komfortabel
Klang
Bruckner: Klanglich kann der ATH durchaus überzeugen. Er klingt angenehm voll, aber weniger transparent als Sennheiser 600. Ich würde ihn auf eine Stufe mit Grado und Creative stellen, wobei die Stärke hier eher im Volumen als in der Räumlichkeit liegt.

Hed Kandi: Der Klang ist sehr ausgewogen und trotzdem druckvoll. Leichte Basslastigkeit, die für meine Begriffe aber nicht stört, da die anderen Frequenzen trotzdem gut aufgelöst werden.


Fazit Bruckner: Klare Testsieger in der Sparte Klassik sind die beiden Sennheiser-Modelle, wobei der HD-600 in Sachen Transparenz und Räumlichkeit sich vor den HD-598 platziert. Dahinter würde ich ein Dreigespann aus Shure, ATH Pro700 und Überraschungkandidat Creative sehen. Der Grado mit lebendiger und agiler Wiedergabe überzeugt, kann der ATH vor allem mit einem voluminösen Chorklang punkten. Der Creative kann beides recht gut und ist damit klarer Klassik-Preis-Leistungs-Sieger.

Fazit Hed Kandi: Für mich überraschend hat sich das Klassik-Testergebnis weitgehend bestätigt. Der Senneheiser 600 erzeugt ein ums andere mal den Wow-Effekt. Shure und ATH Pro700 klingen sehr gut mit großer Auflösung und tollen Bässen. Knapp dahinter folgen Grado, Beyerdynamic und Denon. Creative kann erstaunlicherweise in dieser Liga mithalten.

Gesamtfazit: Eigentlich war ich bei der Bestellung der Hörer davon ausgegangen, dass ein Exemplar der kleinen Firmen Grado, Shure, ATH o.ä. den großen AKG und Sennheiser klar die Kante zeigen und ich einen Geheimtipp präsentieren kann, weil sich die großen Firmen wie so oft auf ihrem Namen ausruhen. Das hat leider nicht funktioniert. Gut, der AKG hat mich schon enttäuscht, aber die anderen spielen alle in einer Liga mit einer Ausnahme: Der Sennheiser HD600 stellte sich schnell als Testsieger heraus. Er war in jeder Disziplin den Konkurrenten überlegen und hat mich einfach begeistert. Insbesondere der Raumklang ist eigentlich nur als Surround-ähnlich zu bezeichnen.
Klarer Preis-Leistungssieger ist der Creative, der sich bei keinem Musikstück einen Ausrutscher erlaubte und gut mit anderen Kopfhörern konkurrieren kann, die das Dreifache kosten.
Vom Rest würde ich in erster Linie ATH Pro700 und Shure empfehlen. Sie sind gute Allrounder und machen gerade mit moderner Musik viel Spaß. Für Klassikhörer bietet sich der Sennheiser HD 598 an. Er gibt einer Chor so wieder, wie man ihn im konzert auch wirklich hört: voluminös und vielschichtig. Allerdings scheint er dafür die Bässe zu überziehen und irgendwie weichzuzeichnen, so dass sein Einsatz für moderne bassige Musik nicht empehlenswert ist.
patrick12
Stammgast
#2 erstellt: 02. Apr 2011, 19:26
auf deiner stelle wuerde iich noch den 12. kh "hd650" bestellen:)
Class_B
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 02. Apr 2011, 20:10
Schönes Review !!!
Vielen Dank!

Thomas
erictc666
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 02. Apr 2011, 21:03

apaoai schrieb:
Der Hörer mag für Tontechniker oder ähnliches wegen der nüchternen Wiedergabe nützlich sein, aber für mich als Genusshörer ist das nichts.



Das ist doch gerade der Vorteil des 701/702. Wie soll man denn sonst den Unterschied zwischen gutem und schlechtem Mastering und oder Mischung erkennen?
Wenn alles gleich schön klingen soll, dann kannst du auch gleich einen Vitalizer mit EQ dazwischen hängen.
tubi1
Stammgast
#5 erstellt: 23. Okt 2013, 10:48
Hallo,

Am letzten Sonntag war ein Freund bei mir zu Besuch mit einem AKG K701 im Gepäck, den er mir unbedingt vorspielen wollte.
Da ich eigentlich mit meinem GRADO SR80 (ohne i) und den LakePeople G93 symetrisch am Weiss Dac 2 ganz zufrieden bin, war ich völlig unbeeinflußt und hörte mir den K701 einfach mal an.

Was gleich auffiel, daß ich den G93 über 1/3 weiter aufdrehen mußte, um die Lautstärke des Grado zu erreichen. Man braucht also schon mal eine KH-amp mit Power...das hat der G93 ja zum Glück.

Ich hörte ein paar Aufnahmen mit 24/96 bis 24/172kHz von L2 und Acousence Recordings direkt über Amarra2.6.

Im erstem Moment hat mich die Räumlichkeit angemacht, aber als ich denn wieder auf den Grado gewechselt habe war ich dichter an der Bühne und hatte deutlich mehr Rhythmik ,vollere Klänge und Spaß an der Musik.
Der K701 klang dagegen kraftlos und wie der Threadersteller schreibt "flau".
Meinen Grado SR 80 würde ich immer noch dem K701 vorziehen, zumahl er auch an schwachbrüstigen KH-Ausgängen von Ipod&Co gut läuft.
Sicherlich hat er nicht die breite Bühne und ganz so viele Klangabstufungen, aber lieber auf ein paar Feinheiten verzichten, als auf den Groove und den Spaß an der Musik.
Für rund 100EUR bekommt man schon den SR80, dann bleiben noch über 100EUR für einen guten KH-Amp, in der Kombi kommt man sicherlich weiter.

Ob sich ein Tontechniker für einen K701 entscheiden würde, kann ich kaum glauben, es ist ein reiner Hifi-Hörer.

Meinem stolzen Freund mußte ich so diplomatisch wie möglich sagen wie ich seinen neuen teuren KH finde...ich hoffe er liest nicht mit


[Beitrag von tubi1 am 24. Okt 2013, 10:20 bearbeitet]
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