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Test: AKG K 601 vs. K 701 vs. HD 650

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Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 03. Dez 2011, 17:00
Hallo werte Forengemeinde!

Wie im Titel bereits geschrieben geht es hier um einen Test zwischen dem K 601, K 701 und dem HD 650.
Aber erstmal zu mir:
Für Hifi habe ich bereits seit meinem 11. Lebensjahr interessiert, als ich mit dem Lautsprecherbau begonnen habe. Von Breitbändern bis großen 4-Wege Monster kam mir da schon einiges unter und hatte damals meine Eltern zur Weißglut getrieben. Ebenso hatte ich ein großes Faible für Hifi-Geräte aus den 70ern, wovon ich damals mir einige über Ebay zusammengespart habe.
Da ich mit 26 Jahren nun allerdings eine akustisch sehr hellhörige Wohnung bezogen habe und meine Freundin weitaus weniger Musikbegeistert ist, als ich es bin, habe ich immer mehr interesse an Kopfhörerwiedergabe gefunden.
Der erste vernünftige Kopfhörer, den ich damals gehört habe, war der AKG K 400 meines Vaters. Sonst hatte ich lange Zeit billigste Uralt-Hörer, die wirklich keinen schönen Klang vollbrachten.

Meine erste Eigeninvestition war ein Sennheiser HD 435, der mir auch ein Jahr lang gereicht hat. Das gute ist des schlechten Feind und der nächste sollte dann ein HD 558 sein, der allerdings schnell gegen einen HD 598 getauscht wurde. Klanglich faszinierte mich bei denen vorallem die Räumlichkeit, die einfach viele Klassen oberhalb des HD 435 angesiedelt war.

Aber der HD 598 sagte mir nicht ganz zu. Ich höre sehr viel Querbeet und dabei klang dieser teilweise einfach nur nervig bei gewissen Songs.
Trotzdem fing hiermit eine Ausrichtung komplett auf Kopfhörerwiedergabe an (ich habe aber immer noch 2 Fostex FF 225 WK im Wohnzimmer stehen).
Da 99% meiner Musik über den PC läuft, kaufte ich mir eine ESI Juli@, die ich wirklich jedem, der ernsthaft Musik am PC hören möchte, empfehlen kann. Ebenso ein erster Kopfhörerverstärker (Bravo Audio, später folgte aus Spaß an der Freude noch ein C´moy) zog in meine Bude ein.

Ich wollte Kopfhörer haben, die mich nicht nur beim Musikhören nerven. Meine Aufmerksamkeit zog sich nach dem Lesen hunderter Reviews auf den HD 650. Nach langem Zögern kaufte ich ihn mir und merkte danach ganz schnell, was der HD 598 nicht kann. Der Bass und Grundton war zwar stärker, aber viel sauberer. Mitten und Höhen nervten nicht. Es war alles da, wobei die HD 598 mehr "sezierten". Aber ich fand die Fähigkeit, Details zwar nicht zu verschweigen, aber "abzurunden" beim HD 650 sehr überzeugend.

Aber Zufriedenheit währt nicht ewig, weshalb ich mir günstig einen gebrauchten AKG K 601 kaufte. Unzufrieden war ich aber eigentlich nicht. Ich wollte nur einen Kopfhörer mit anderem Klang, quasi als Gegenpol zum HD 650.
Als der AKG ankam, war ich sehr überrascht, wie gut mir das Ding gefiel. Irgendwann dachte ich mir nach vielen Rezensionen, dass der AKG K 701 dann wohl was für mich sein könnte....

Somit beginnt nun meine Rezension:

Hinzufügen muss ich, dass ich den Vergleich von Lautsprechern leichter finde, da immer diese Ab- und Aufsetz-Pause bei Kopfhörern hinzu kommt, die direkte Vergleiche nahezu unmöglich machen.


Musikalisch kam hauptsächlich zum Einsatz:
Kraut-Rock:

Electric Orange
Electric Moon
Faust
Südstern
Can
Hawkwind
Sula Bassana
Zone Six


Prog-Rock/Prog-Metal:

Strapping Young Lad
Devin Townsend
Opeth
Pain Of Salvation
Ufomammut
King Crimson

Elektro:

Cathode
Hypersona
Lol
Scuba
Ellen Allien
Vex'd

Sowie einige Kunstkopf-Aufnahmen...


Fangen wir mit dem HD 650 an:

Klangbild
Er klingt einfach überall gut. Das ist wohl Vor- wie auch Nachteil des HD 650, da er nicht wirklich raussticht. Allerdings wirkt er einfach unglaublich gut ausgetüftelt. Höre ich lange nur mit ihm fehlt mir nichts. Für mich ist er klanglich sehr nahe an Lautsprecherwiedergabe. Einzig der Hochtonbereich klingt manchmal minimal angestrengt. Der Bass ist betont, der Tiefbass aber leiser im Verhältnis.

Räumlichkeit
Die Räumlichkeit ist relativ kompakt, aber realistisch.
Alles klingt sanft, aber irgendwie auch sehr gezähmt. Allerdings kann man ihn durchaus auch 6 std. am Stück hören. Ebenso sind seine dynamischen Eigenschaften wirklich sehr beeindruckend.

Einspielen
Mit dem Einspielen des Sennheisers ist vorallem der Bass etwas kontrollierter und der Hochton sanfter geworden. Eine Änderung, die ich am HD 650 vor einiger Zeit vorgenommen habe, ist der Tausch der Schaumstoffovale vor den Treibern gegen Nylon. Klanglich ändert sich meiner Meinung nach relativ wenig, aber es nervte auch nicht, weshalb die Änderung beibehalten wurde.

Komfort
Komforttechnisch war der HD 650 anfangs gewöhnungsbedürftig. Der Anpreßdruck ist sehr hoch, legte sich aber nach einigen Tagen. Allgemein finde ich den HD 650 sehr angenehm zu tragen. Auch schwitzende Ohren sind kein Problem.

Design/Konstruktion
Vom Design finde ich den HD 650 wirklich ansprechend. Er sieht irgendwie so wuchtig aus, wie er dann auch klingt. Sehr hochwertig und massiv gebaut. Ihm traue ich auch definitiv viele Jahre Spielzeit zu. Das beidseitig angebrachte, austauschbare Kabel empfinde ich als extrem sinnvoll.

AKG K 701:

Klangbild
Klanglich war ich sehr überrascht, wie viel anders er doch klang, als ich dachte (dank vieler Reviews).
Die Bühne war nicht so breit, der Hochtonbereich nicht so nervig und der Bass nicht so schwach, wie ich gedacht habe.
Klanglich finde ich ihn nicht richtig neutral, aber auch nicht übermässig analytisch.
Vielleicht habe ich eine "Bass-Heavy"-Version erwischt, aber der Tieftonbereich ist für mich wirklich nahezu ideal. Gerade (gut produzierte) elektronische Musik ist da ein gutes Testmaterial. Entgegen der Meinung von vielen finde ich ihn gerade bei nicht-akustischen Sachen wirklich verdammt gut.
Es ist das Zusammenspiel aus der räumlichen Luftigkeit, dem schön trockenen Bass (hat der HD 650 auch, nur ist er dort etwas lauter abgestimmt) und diesem feinen Hochtonbereich.

Ich empfand ihn eigentlich nicht zu dünn vom Klangbild her. Es gibt schon Momente wo er etwas zu übereifrig im Hochtonbereich agiert und den Rest damit komplett bedeckt. Ebenso habe ich bei einem Song das Gefühl gehabt, als würde die Membran des K 701 im Hochtonbereich auch ein paar hörbare Resonanzen aufzuweisen.

Faszinierend aber ist, wie er kleine Details sehr klar wiedergibt (was dem Hochtonbereich zu verdanken ist).


Räumlichkeit
Die Räumlichkeit ist sehr weit zu den Seiten raus. Es klingt ein bisschen, als würde man über einen Dipol-Lautsprecher Musik hören. Weitausladend, transparent, luftig. Beim Wechsel von K 701 auf HD 650 scheint die Bühne wesentlich kleiner zu sein und etwas näher.
Der K 701 klingt, als bilde er alles in weiter Ferne ab.
Er klingt mir manchmal sehr diffus in dem Bereich. Aber beeindruckend ist es trotzdem.
Auch klingt es manchmal, als ob keine direkte "Mitte" vorhanden ist.

Einspielen
Sehr interessant, wie sehr sich der K 701 immer mehr verbessert hat. Wirklich in allen Bereichen hat er konstant zugelegt und tut es immer noch. Bin wirklich auf das Endresultat gespannt.

Komfort
Sehr angenehm zu tragen, allerdings kann das Kopfband manchmal etwas drücken. Beim AKG K 601 finde ich das wesentlich besser gelöst.

Design/Konstruktion
Etwas wackelig hier und da, erweckt er nicht den soliden Eindruck, den der HD 650 bei mir hinterlassen hat. Die AKG-Kopfband Justage finde ich sehr sinnig gelöst, weil sie zumindest bei meinem Kopf gut funktioniert. Meine Freundin z.B. konnte weder den K 601 noch den K 701 lang auf dem Kopf behalten. Ihr erster Satz war nach dem Aufsetzen:"Die sind ja unbequem!"
Vom Design her finde ich die K 701 wirklich sehr schick. Leider kein abnehmbares Kabel.

AKG K 601


Klangbild
Sehr neutral, aber etwas "englisch" abgestimmt, würde ich persönlich sagen. Nichts nervt oder sticht hervor. Aufgrund der Räumlichkeit hatte ich manchmal den Eindruck, als würde der K 601 mehr Details liefern, als der HD 650. Beim Quercheck mit dem HD 650 empfand ich alles noch immer am rechten Platz und im Hochtonbereich war der HD auch minimal präsenter und sauberer. Den Bass fand ich beim K 701 trockener.

Der K 601 klingt schon anders, als der K 701. In seiner Preisklasse würde ich ihn eigentlich jedem empfehlen, der einen relativ neutralen Kopfhörer sucht. Allerdings nicht mehr wenn der Vergleich zu K 701 und HD 650 aufgedrängt wird. Er geht da einfach etwas unter. Schlecht ist er nicht, aber er wirkt wie eine gezähmte Version des K 701.

Räumlichkeit
Auch er klingt "weiter" als der HD 650, aber nicht so "weit" wie der K 701. Wer die Bühne des K 701 minimal übertrieben findet, könnte mit dem K 601 glücklicher sein.

Einspielen
Ich habe ihn gebraucht gekauft und allgemein wenig Unterschiede feststelle können.

Design/Konstruktion
Hier ist das gleiche wie beim K 701 zu sagen. Das Kopfband ist hier jedoch angenehmer auf dem Schädel.


Fazit:

Vielleicht ist es noch das "neues Spielzeug"-Syndrom, oder der K 701 gefällt mir doch besser als der HD 650. Aber was der K 701 nicht kann -> Bei jeglicher Musik und jeglicher Lautstärke einfach vernünftig klingen. Der HD 650 ist da einfach ungeschlagen, hat es aber nicht leicht, weil er auch viel unspektakulärer klingt.
Der Wechsel von K 701 auf HD 650 ist meist erstmal ernüchternd. Auf den ersten "Blick" scheint der K 701 wirklich dynamischer(aber nicht grobdynamischer) und lebendiger zu sein.

Was auch auffällt -> Ich höre mit dem HD 650 generell lauter, als mit dem K 701. Meine Ohren freut es einerseits. Aber andererseits kann der K 701 ab einer gewissen Lautstärke schnell nervig werden. Gerade bei dem meisten mies produzierten Metal ist der HD 650 einfach die einzige Wahl.
Bei Lautsprechern liebe ich den In-Your-Face-Sound, aber für Kopfhörer lieber andersrum

Der K 601 wird wohl verkauft werden. Bei dem HD 650 bin ich mir noch nicht ganz sicher.


Eine Feststellung ist aber am Ende dieses Review: Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen.

PS.: Trotzdem denke ich in Zukunft noch über einen HD 800 und Audeze LCD 2 nach.


[Beitrag von Hirnwindungslauscher am 03. Dez 2011, 17:02 bearbeitet]
shaft8
Inventar
#2 erstellt: 03. Dez 2011, 17:42
Schönes Review.
Ich kenne auch beide Hörer und beide haben dieses gewisse Etwas.
Mir gefiel der 650 bei Klassik und Rock am Besten und der 701 bei elektronischer Musik, die bereits genug Bass mitbrachte.
Sich zwischen den beiden zu entscheiden fällt schwer. Der 701 ist entspannter, der 650 hat mehr Fusswipp-Qualitäten.
DasNarf
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 07. Dez 2011, 15:57
So unterschiedlich können die Geschmäcker sein... bei mir flog der 650 nach wenigen Minuten aus dem Rennen - Im Vergleich um 701 klang der mir viel zu schwammig und bedeckt.

Möglich, dass er bei bassschwacher Musik und älteren Aufnahmen groß aufspielt, aber gerade bei guten Aufnahmen zieht mich der AKG dermaßen in seinen Bann, damit konnte sonst kein anderer KH mithalten.

Gestern hab ich entdeckt, wie geil "Clint Eastwood" von den Gorillaz auf dem K701 klingt. Der pure Hammer, diese saubere, tiefe Bassline und die vielen kristallklaren Effekte. Genau wie auf meinen Hummeln!

Dass man mit dem AKG sehr leise schon das volle Potential bekommt, betrachte ich eher als Pluspunkt: Denn das schont die Ohren.

Dennoch hast du da einen sehr schönen Bericht geschrieben. Danke dafür und viel Erfolg bei deiner Entscheidung.
Johannes666
Neuling
#4 erstellt: 08. Dez 2011, 10:16
Servus,

tatsächlich sehr schöner und genauer Bericht. Er gibt genau meinen Höhreindruck mit dem AKG K701 wieder. Ich habe diesen an einen Fiio E11 und wahlweise als Quelle einen PCM-Rekorder (Olympus LS 5), ein Iphone 4 und einer NAD Kombination. Was soll ich sagen, der 701 HAT Bass, und genau richtig. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Als Bassist einer Rockcombo habe ich da ein Öhrchen für und da fehlt nach meinem Dafürhalten gar nichts. Aber nicht nur das, was mich immer wieder begeistert ist die luftige und leichte Wiedergabe. Insbesondere auch von Jazz und Instrumentalsachen. Bei klassischen Aufnahmen merke ich auf einmal, wieviel schlechte Aufnahmen es dort gibt. Alles in allem kann ich den AKG K 701 wirlich all denjenigen empfehlen, die auf ehrlichen und linearen Klang stehen und keine gesoundeten Kopfhörer mögen. Badewanne ist nicht, habe ich dafür schon bei Bedarf mit meinem Nixon RPH.

Grüsse aus MUC
Johannes
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 09. Dez 2011, 00:51
Ich habe allgemein das Gefühl, dass der AKG immer mehr wächst mit der Zeit. Ich habe gestern ein Schlüsselerlebnis gehabt, wo ich nach sehr langer Hörzeit mit dem K 701 zum HD 650 gewechselt habe. Zuvor kam mir der Gedanke: "Jetzt muss ich es mal richtig laut krachen lassen mit dem HD 650!"

Ich war erschrocken, wie "mies" alles klang. Ich konnte jegliche Beschreibungen, die dem HD 650 negativ angelastet wurden, mehr als nur nachvollziehen. Er klang schwammig und mupfig. Bei gewisser Musik hatte ich auch das Gefühl, dass der Bassbereich vom K 701 dem HD 650 wirklich in nichts mehr nachsteht.

Die Nervigkeit bei Metal ab gewisser Lautstärke kann man aber nicht leugnen. Ist für mich kaum ein
Problem, weil ich zwar wirklich viel Rock höre, jedoch eher "gemäßigtere" Sachen (Electric Orange - Netto -> der Hochtonbereich ist der Wahnsinn beim K 701! Allerdings ist die Aufnahme auch wirklich gut produziert).

Ich höre wie oben erwähnt eigentlich zu nahezu 100% mit Kopfhörern Musik (der fehlende Körperschallanteil fehlt mir nicht wirklich). Heute habe ich anfangs mit dem HD 650 gehört und merkte, dass er für mich richtig klang. Wechsel zum K 701 -> Luftiger, räumlicher, irgendwie "besser".

Es wundert mich stark, weil ich damals den HD 598 zwar auch mochte, aber er mich schnell nervte. Der K701 hat ähnliche Nerv-tendenzen bei den falschen Aufnahmen, jedoch finde ich ihn einfach grandios.

Die Serienkonstanz scheint bei AKG wohl nicht alzu einheitlich zu sein. Ich bin froh, eines der Modelle (SN:62***), welches einen wirklich sauberen und mehr als ausreichenden Tieftonbereich reproduzieren kann, zu besitzen. Es war wirklich nur ein Kauf aus reiner Neugier, ob er vllt. bei eigenen Musikstücken besser klingen möge.
Ich mag den HD 650 eigentlich. Allerdings kommt es mir vor, dass ich ihn einfach aus Trotz nicht schlecht machen möchte. Hätte ich den K 701 nie kennengelernt, würde ich den HD 650 im Defektfall auch nach Garantieablauf ohne zu zögern wieder kaufen. Nun grübel ich, ob ich ihn verkaufe.

Andererseits frage ich mich immer mehr, welche noch besseren Alternativen zur Auswahl stehen. Ich hätte über Ebay fast einen DT 880 ersteigert, just for fun (noch vor dem AKG K 701). Könnte er was für mich sein?
Was würde ich dafür geben, wenn hier im Umkreis (Oldenburg) einen vernünftigen Händler finden würde, wo man wirklich vernünftige Kopfhörer probehören und kaufen könnte. Mediamarkt und Saturn sind mit einem Denon AH D2000 (der mich auch eine weile gereizt hat) als "Topmodell" nun wirklich keine Alternative.
Somit bleibt mir meist nur der Blindkauf. Allerdings wäre sicher sowieso kaum ein Händler bereit, mir mehrere Kopfhörer im Gesamtwert von 5000,- für einen Monat auszuleihen

Ein starkes Interesse zieht mich noch zum HD 800 hin. Meine Freundin würde mich zwar töten wollen, aber das muss sie erstmal schaffen Grados würden mich auch klanglich reizen, allerdings finde ich sie von der Verarbeitung her (von Fotos! Leider habe ich nie einen persönlich gesehen oder gehört), auf dem Niveau von schlechten 80er billig-Kopfhörern, was sie für mich etwas disqualifiziert.

Es ist schon wirklich eine Qual, wenn man sich jemals mit hochwertiger Musikwiedergabe beschäftigt hat und immer im Hinterkopf hat, dass es etwas besseres gibt/geben könnte

In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob der HD 650 bleibt, oder nicht. K 601 ist eigentlich sowieso raus, aber bei ihm überlege ich, ob ich ihn als "Reise-Kopfhörer" behalte, was weniger den mobilen Einsatz, als eher rumgeschleppe kennzeichnet, wenn ich mal meine Eltern besuche. Sammelleidenschaft halt.
Hier liegt auch der leider defekte AKG K 400 (Metallsplitter im Luftspalt...argh!) von meinem Vater herum. Hätte ihn gerne gegen die aktuellen AKG-Riege gehört.

@DasNarf

So unterschiedlich können die Geschmäcker sein... bei mir flog der 650 nach wenigen Minuten aus dem Rennen - Im Vergleich um 701 klang der mir viel zu schwammig und bedeckt.


Wie oben geschrieben, hatte ich genau dieses Erlebnis gestern gehabt. Der K 701 klingt einfach klarer und detailreicher. HD 650 ist wieder für eine andere Zielgruppe, finde ich. Ich glaube, ich entweiche dieser Zielgruppe zur Zeit immer mehr.
DasNarf
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 09. Dez 2011, 02:54
Den 880 Pro kenne ich auch. Ich finde ihn nicht schlecht, ist so ne Mischung aus HD 650 und K701. Eine Hörprobe kann man auf jeden Fall mal riskieren. Bassmäßig quantitativ etwa so viel wie die Heavy Bass Version des AKG, welcher allerdings in der Basspräzision imho vorne liegt und im Hochton ist der Beyerdynamic ein bisschen zahmer.

Allerdings gibt es mehrere Versionen des DT 880, und nur eine ist angeblich gut.
Jeopardy
Neuling
#7 erstellt: 09. Dez 2011, 08:27

Hirnwindungslauscher schrieb:

Es ist schon wirklich eine Qual, wenn man sich jemals mit hochwertiger Musikwiedergabe beschäftigt hat und immer im Hinterkopf hat, dass es etwas besseres gibt/geben könnte
.


Dann nimm gleich den LCD-2, bei dem spielt die Musik. Ein Zurückwechseln auf dem K-701 wird dann recht freudlos ;).
zabelchen
Inventar
#8 erstellt: 09. Dez 2011, 15:35
[quote][PS.: Trotzdem denke ich in Zukunft noch über einen HD 800 und Audeze LCD 2 nach.

/quote]


falls Du den K701 bevorzugst, würde ich zum HD800 greifen, der LCD-2 geht eher in Richtung HD650. beide natürlich erheblich besser.

oder Du nimmst irgendwann beide.
DasNarf
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 09. Dez 2011, 16:08
Der HD800 ist schon nochmal ne Ecke besser als der K701. Aber bei dem Preisunterschied würde ich nicht lange überlegen - den saftigen Aufpreis ist er imho nicht wert.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 20. Dez 2011, 15:15
Nun kam es doch zu einer Planänderung:

In den nächsten Tagen kommt ein Grado SR 325i ins Haus. Da ich nicht alzu viel bezahlt habe, würde ich es auch bei Nicht-gefallen als sinnvollen Kauf bezeichnen. Große Erwartungen habe ich ehrlich gesagt nicht.
Ich werde definitiv berichten, sobald ich ihn in meinen Händen halte.

Ich höre fast nur noch mit dem K 701. Egal ob bei Spielen, Musik, Filmen. Der HD 650 bleibt trotzdem erhalten, weil das bisschen mehr "Power" gelegentlich ganz nett ist.
DasNarf
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 20. Dez 2011, 15:56
Ui, da bin ich aber gespannt, wie du den findest.

Ich bin ja mit Grado nicht warm geworden, vor allem wegen des Preises. Darf man fragen was du bezahlt hast?
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 20. Dez 2011, 19:09
Dank einem Kabeldefekt und falscher Deklaration (das "i" vergessen) mit Versand nur 70,-
Da konnte ich einfach nicht widerstehen und somit habe ich wenigstens von vornherein einen Grund, das Ding erstmal gründlichst auseinander nehmen zu können.

Deswegen denke ich kaum, dass er mich wirklich enttäuschen wird. Wenn wohl, wird er trotzdem flott gemacht und weiter verkauft.
Deshalb -> abwarten...
DasNarf
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 21. Dez 2011, 01:12
Also, für den Preis würd ich die Plastikrassel auch nehmen.


Hirnwindungslauscher schrieb:
Große Erwartungen habe ich ehrlich gesagt nicht.


Also wirklich schlecht sind die Grados nicht, da gibts schlimmeres. z.B. den HD 650.

Für Rockmusik fand ich die echt knäcke, punchige Bässe und klare Mitten mit etwas dezenterem Hochton, man darf halt nur nicht diese kristallklare Homogenität und die Lässigkeit eines K701 erwarten. Je komplexer das Geschehen wird, desto klarer gewinnt bei mir der AKG. Kleine Bands, die es krachen lassen oder feine Jazztrios bringt der Grado super rüber. Ist nur alles nah am Ohr, sehr direkt und etwas chaotischer und weniger strukturiert als beim AKG. Die Bühne besteht aus rechts - mitten im Kopf - und links. Beim AKG gibts da nahtlose Übergänge mit viel mehr Raum dazwischen. Und ich hab ein Bass-Dröhnen wahrgenommen, was entweder zum Sounding gehört oder eine unerwünschte Resonanz darstellt. Sowas hat der AKG nicht, bei keiner Frequenz!

Sie sind für den Deutschlandpreis einfach unverschämt billig verarbeitet, und sehen bis auf den RS-1 nicht wirklich edel aus, vor allem die Kabel, die zu allem Übermaß auch noch viel zu kurz sind. Außerdem drückt der anfangs aufs Ohr, das geht gar nicht. Man sollte ihn eventuell erstmal etwas mit der Hand straffen. Den AKG spüre ich nicht, wenn ich ihn aufhabe.
Na gut, wahrscheinlich kann man so ein Ding im Sommer problemlos ins Schwimmbad mitnehmen, das klaut dann wenigstens keiner, weils einfach nach nem 20-Euro-Headset aussieht.

Der Deutschland-Vertrieb gehört zumindest mal generalüberholt. Dann kann man wieder drüber reden.

Das ist meine Meinung über Grado.


[Beitrag von DasNarf am 21. Dez 2011, 01:27 bearbeitet]
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 22. Dez 2011, 13:16
Verarbeitungstechnisch erinnern mich die Grados wirklich immer an alte Walkman-Kopfhörer. Einfach "billig". Grados RA-1 KHV ist wirtschaftlich gesehen sicherlich eines der intelligentesten Produkte seit Jahren
Ich werde auf jedenfall ein Review hier abgeben. Vielleicht sagen mir die Dinger ja wirklich zu. Aber das Auge hört trotzdem etwas mit...

Gerade liebäugel ich noch mit einem DT 880. Immerhin hätte ich dann die "großen drei" in meiner Sammlung.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 28. Dez 2011, 13:23
Es hat sich erstmal Aus-ge-Grado-t. Leider ist es kein Kabeldefekt, sondern ein defekter Treiber, was ohne Mikroskop kaum mehr zu richten ist. Immerhin habe ich faszinierende Einblicke in einen Grado bekommen. Die Verarbeitung ist wirklich ein Graus. Gleichzeitig komm ich mir vor, als wenn ich hier einen Kopfhörer vor mir habe, der seinen Ruf eher aus High-Endigen Glaubenskriegen gewonnen hat, anstatt basierend auf Qualität.
Wenn ich mal einen zweiten kaputten erwische, wo noch eine Seite funktioniert, bastel ich mir einen "neuen" zusammen. Aber wer weiss, wie lange das dauern wird.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 05. Jan 2012, 00:22
Kopfhörervirus...

Nachdem ich nun ununterbrochen mit dem K701 gehört habe, gefällt mir plötzlich der HD 650 wieder ziemlich gut. Es fehlt mir die Räumlichkeit und Dynamik, ebenso wie der schlankere Mitteltonbereich des AKGs.
Aber irgendwie erkenne ich wieder, warum ich den HD 650 doch schon wirklich mag. Er bleibt defintiv.
Der HD 650 hat für mich ein typisches Problem, was manches gutes Hifi-Gerät disqualifiziert: Unspektakuläre Wiedergabe ohne Höhen und Tiefen.

Aber:
Ich pendel noch zusätzlich zwischen DT 880, Grado SR325i, AKG K 550 und Denon AH D-2000.

Der DT 880 aus purer Internet-induzierter Sammelleidenschaft.
Der Grado, weil mich der defekte hier so sehr anlächelt.
Der AKG K 550 weil meine bessere Hälfte sich sicher freut, wenn ich mal einen geschlossenen Kopfhörer habe.
Der D-2000, weil er schon länger in meinem Visier war/ist...

Hat irgendjemand Erfahrung mit allen genannten, inklusive K 701 und HD 650 ?
Reinhard
Inventar
#17 erstellt: 05. Jan 2012, 21:09
Keine Erfahrung, nur seit Monaten Interesse am K701. Ein Probehören ist aber nach 10 Minuten gescheitert wegen Schmerzen auf dem Kopf durch die bekannten Noppen am Bügel.

Das Problem wird seit Jahren in Foren debattiert, ich verstehe auch nicht im Ansatz, warum AKG so hartleibig gegen die Kritik bleibt. Wirkt auf mich irgendwie, als wäre der Erfinder der Noppen persönlich gekränkt?

Mein alter K240 hatte keine Noppen und saß perfekt wie auch andere aktuelle AKG. Es kann doch nicht so schwer sein, diesen häufig bemängelten Stein des Anstoßes zu beseitigen. Weiß da jemand etwas? Eine freundliche Mail an AKG blieb unbeantwortet...

Gruß Reinhard
Firionus
Stammgast
#18 erstellt: 05. Jan 2012, 21:42
Also ich weiß nur das hier:
AKG K 701 Kopfband-Mod

Hilft super, das Kopfband ist praktisch nicht mehr zu spüren
Einfach eine Schuhsohle (wie bei mir), altes Fell, dicke, alte Decke oder eine (alte) Katze drüber binden und der Tragekomfort des K 701 ist SPITZE.
Reinhard
Inventar
#19 erstellt: 05. Jan 2012, 21:55
Hm , sicherlich Geschmackssache.

Klärt aber auch nicht wirklich, warum sich AKG nachhaltig weigert, das Problem zu beseitigen. Wenn man wenigstens den Bügel problemlos auswechseln könnte...
ZeeeM
Inventar
#20 erstellt: 05. Jan 2012, 21:56
Weil sich nur recht wenige Leute darüber beschweren?
Reinhard
Inventar
#21 erstellt: 05. Jan 2012, 22:00
Mag sein, das würde allerdings auch bedeuten, dass sämtliche verantwortlichen AKG-Mitarbeiter und deren Bekannte und Freunde nie im Internet surfen, denn dort wird seit Jahren immer wieder Klage über das Problem geführt.


[Beitrag von Reinhard am 05. Jan 2012, 22:01 bearbeitet]
Firionus
Stammgast
#22 erstellt: 05. Jan 2012, 22:00
Weil Harmann kein Interesse daran hat, ein perfektes Produkt zu schaffen?
Weil es den Gewinn verkleinern würde, eine "Neuentwicklung" vorzunehmen?
Und weil sich kaum einer beschwert sondern AKG-Nutzer eben intelligent genug sind, um sich was drunter zu machen?
ZeeeM
Inventar
#23 erstellt: 05. Jan 2012, 22:04

Reinhard schrieb:
Mag sein, das würde allerdings auch bedeuten, dass sämtliche verantwortlichen AKG-Mitarbeiter und deren Bekannte und Freunde nie im Internet surfen, denn dort wird seit Jahren immer wieder Klage über das Problem geführt. :.


Wer klagt seit Jahren und wie steht das im Verhältnis zu den abgesetzten Stückzahlen?
Das weiss ich nicht, auch du nicht
Vermutlich werden die so sein, das man sich nicht genötigt fühlt das Produktdesign zu ändern. Muss man auch mal so akzeptieren.
Reinhard
Inventar
#24 erstellt: 05. Jan 2012, 22:12

ZeeeM schrieb:

Reinhard schrieb:
Mag sein, das würde allerdings auch bedeuten, dass sämtliche verantwortlichen AKG-Mitarbeiter und deren Bekannte und Freunde nie im Internet surfen, denn dort wird seit Jahren immer wieder Klage über das Problem geführt. :.


Wer klagt seit Jahren...


Also, ich interessiere mich für den Hörer und lese seit Monaten in verschiedenen Foren in jedem Thread immer wieder von den drückenden Noppen. Zudem: der Beweis, dass es andere stört, wird ja von Firionus prompt geliefert.

"Produktdesign ändern" klingt ja mächtig. Ich würd's schlicht Wechsel des Bügels nennen
ZeeeM
Inventar
#25 erstellt: 05. Jan 2012, 22:19
Menschen reden weniger über ihre Zufriedenheit - leider.
Negative Wahrnehmungen werden um sich Luft zu machen, um das Leid zu lindern eher artikuliert und dadurch entsteht ein Eindruck, der leider so nicht unbedingt der Realität entspricht.
Dir bleibt wahrscheinlich nix übrig, als selber zu probieren. Ist ein bisschen wie Sex
Firionus
Stammgast
#26 erstellt: 05. Jan 2012, 22:19
Naja, ich kann mir gut vorstellen, dass das Ändern des Bügels gar nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt. Es müssen Fertigungsstraßen geändert werden, man muss alles neu berechnen und was weiß ich noch nicht alles. Das ist es AKG/Harmann sicher nicht wert.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 05. Jan 2012, 23:46

Naja, ich kann mir gut vorstellen, dass das Ändern des Bügels gar nicht so einfach ist, wie man sich das vorstellt. Es müssen Fertigungsstraßen geändert werden, man muss alles neu berechnen und was weiß ich noch nicht alles. Das ist es AKG/Harmann sicher nicht wert.


Wenn sie das Lederband vom K 601 beim 701 nehmen würden, wäre das die einfache Alternative. Persönlich merke ich das Kopfband beim K 701 kaum noch negativ. Mittlerweile finde ich sie wirklich in jeder Hinsicht sehr bequem (Allerdings habe ich auch lange Haare, die durchaus dämpfend wirken).

Heute ist mir aufgefallen, wie stark die "Tagesform" vom Klangempfinden abhängig ist. Der HD 650 sagte mir heute nicht so sehr zu, wie gestern.
Stress im Job prägt...
kopflastig
Inventar
#28 erstellt: 06. Jan 2012, 07:20

ZeeeM schrieb:
Menschen reden weniger über ihre Zufriedenheit - leider.

Dann will ich das mal Reinhard zuliebe ändern: Ich empfand den K 701 (neben dem K 601) als den bequemsten Kopfhörer, den ich bisher auf meiner Rübe hatte - und das auch nach mehreren Stunden.


Reinhard schrieb:
Also, ich [...] lese seit Monaten in verschiedenen Foren in jedem Thread immer wieder von den drückenden Noppen.

Hast du mal zusammengezählt, wie viele Nutzer sich beschweren?

Grüße,
Markus

PS: By the way: hat AKG den K 601 aus dem Programm genommen? Er erscheint nicht mehr auf der Internetseite. Fände ich schade...
Reinhard
Inventar
#29 erstellt: 06. Jan 2012, 08:22
Mir ging es nur darum, dass das Thema Tragekomfort/Noppen immer wieder kommt und m. E. durch schlichtes Wechseln des Bandes auf das vom 601 einfach und ohne Aufwand zu lösen wäre.

Ich verstehe nicht recht, dass man mir hier einreden will, das seien Einzelfälle. Besitzer spielen Nachteile zwar gern herunter, aber man sollte doch objektiv bleiben. Hier mal ein paar Zitate, die allein auf der Seite http://www.thomann.de/de/akg_k701.htm zu lesen sind. Hunderte ähnliche Äußerungen kann man problemlos in Kopfhörerforen finden ...

"...denn das Kopfband ist mit seiner "Beulen" eine unglaubliche Fehlkonstruktion. Das drückt einfach auf den Kopf und ist nach kurzer Zeit nicht auszuhalten. Wie man auf SO eine Idee kommt, ist mir echt ein Mega-Rätsel."

"allerdings befinden sich auf der unterseite "ausbeulungen", die visuell ein polster suggerieren. leider sind diese nicht weich sondern hart! dies führt dazu, dass der "anpressdruck" des bandes am kopf nicht gleichmässig, flächig, und somit angenehm ist, sondern punktuell verstärkt wird. für dauerträger mit grösseren köpfen unerträglich!"

"Der Kopfhörer drückt nach längerem Tragen auf die Schädeldecke."

"...so dass das Lederband nach einigem Tragen etwas auf den Kopf drückt."

"Tragekomfort: bei mir drückten die Noppen (trotz langer Haare) auf den Kopf, sehr unangenehm. Mir ist unverständlich, was diese Noppen unterhalb des Bügels sollen, der Hauptgrund für die Rücksendung ist für mich der schlechte Tragekomfort."

"Einziges Manko: Der Lederbügel. Die Polster sind schon sehr hart...Nach einiger Zeit muss man den Kopfhörer leider absetzen weil die Polster so sehr drücken. Sehr schade."

"Einzig der Komfort mit den Rillen im Lederteil auf dem Kopf sind nicht optimal. Die Lösung mit einem flachen Lederband wie beim K-601 ist viel besser !"

"Allerdings ist das Lederband mit Noppen wirklich eine Spaßbremse. Muss wohl an Gipsköpfen getestet worden sein. Nach einiger Zeit drücken die Noppen so stark, daß es Schmerzen verursacht"

"Ich habe den k701 Kopfhörer schweren Herzens wieder verkauft.
Der Grund: Das genoppte Lederband drückte nach ca. 1-2 Stunden so stark, dass ICH davon Kopfschmerzen bekommen habe (habe das leider nicht innerhalb der ersten 30 Tage bemerkt und konnte ihn nicht mehr zurückschicken)."

"Der Bügel drückt etwas streng von oben"

"Bei längerem Trag und kurzen Haaren kann er schon mal oben auf dem Kopfetwas drücken"

Gruß Reinhard


[Beitrag von Reinhard am 06. Jan 2012, 12:16 bearbeitet]
Class_B
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 06. Jan 2012, 09:02
Bei mir hat der 701 nie gedrückt

@Reinhard:
wieso steht in jedem 2.Satz "thomann"

Gruß
Thomas


[Beitrag von Class_B am 06. Jan 2012, 09:09 bearbeitet]
Reinhard
Inventar
#31 erstellt: 06. Jan 2012, 12:13

Class_B schrieb:
@Reinhard:
wieso steht in jedem 2.Satz "thomann"

Gruß
Thomas


Ups, ist mir gar nicht aufgefallen. Darauf hatte ich keinen Einfluss , das ist beim Kopieren des Textes passiert, vermutlich so eine Art digitales Wasserzeichen, das die Quelle des Textes anzeigen soll. Hab's geändert.

Gruß Reinhard


[Beitrag von Reinhard am 06. Jan 2012, 12:15 bearbeitet]
Firionus
Stammgast
#32 erstellt: 06. Jan 2012, 12:46

kopflastig schrieb:

PS: By the way: hat AKG den K 601 aus dem Programm genommen? Er erscheint nicht mehr auf der Internetseite. Fände ich schade... :(


Was zur...?
Tatsächlich. So wie ich AKG bisher kenne verschwindet das Produkt dann nach ein paar Jahren. Wetten jetzt kommt ein Bassbomber, der sich gut verkauft
Gabs ja schonmal, so K530 und K 540 *hust*
HDMANN
Ist häufiger hier
#33 erstellt: 08. Jan 2012, 13:26
Da mein uralter AKG Kopfhörer (ich bin also AKG mässig vorbelastet ;-), Typenummer habe ich nicht, aber ähnlich der 121/141er Serie, ca. 15 Jahre alt) verschollen gegangen ist, die Pads waren auch am bröseln, wollte ich jetzt endlich wieder einen guten Kopfhörer mein Eigen nennen.

Auch für diverse Anwendungen am PC wollte ich was auflösendes einsetzen können. Eigentlich sollten um 100 Euro das Limit darstellen (also 141MK2 z.B.), aber ihr kennt das ja....eigentlich....

Durch diverse Tests, Foren, Unpackvideos durchgeackert und wieder voll auf der AKG Schiene angekommen, dann doch auf Beyerdynamic umgelenkt. Da ich von Beyer ein Messmikro mein Eigen nenne, dachte ich mir, cool, mit Carry Case wieder dieser super professionelle Angang "made in Germany", also her mit dem gelobten 880 Pro, dem linearsten Kopfhörer und mit Carry Case.

Dann gestern ab zum Dealer des Vertrauens um vor Ort an gleichem Equipment mal alle durchzuhören. Bin kein Freund der Amazon Versandorgien. Alle waren da, der 770er, der 880er, ich glaube sogar der 990er, der AKG 601, der 701, der 702, der 271, der 121, etc.....

Der Beyer 880 Pro....der Linearste.....er wollte meiner Wasserrübe einfach nicht gefallen, egal wie ich den Bügel auch eingestellt habe. Er hatte zu viel Druck auf den Earpads. Nach 10 Minuten unangenehm. Der Klang war aber viel schlimmer, wo war die Raumtiefe, der Nachhall von Instrumenten und Räumen, der gemischte Hall in Vocals, alles da, aber in meinem Augen deutlich weniger als auf den Abhören, die ich einsetze. Er klang mir viel zu rund, wenig offen, fast dumpf....die Bühne...war es überhaupt eine Bühne ?

Ich war tatsächlich bereit 240 Euro dort zu lassen, statt 100, aber es haute nicht hin. Vielleicht hilft es Euch, beim Händler liefen zwei dieser Behringer "4 Kopfhörer Verstärker", so daß man 8 KHs parallel hören und einpegeln kann.

Tja, dann den kleinen AKG 271, der wollte noch gerade passen (kleinere AKGs lagen "auf" dem Ohr, wollte ich dann nicht mehr haben), besser über die Zeit als der 880 Pro am Kopf, aber die echte Offenbahrung in Sachen Klang und Komfort kam erst ab 601, diese Riesenteile. Endgeiler Sitz am Kopf.

Nur welcher ? Der 702 hing da noch für 349 Euro...aua..der 701 für 199....hmmmmm.....und der 601 für 149, den ich gar nicht kannte.

Dann erinnerte ich mich nach 15 Minuten unfreiwillig, bzw. fühlte ich es, was ich fast vergessen hatte. Das Headband des 701/702 mit den Noppen.....tja....so geht das nicht.....dann war da noch der mir unbekannte 601 "made in China", der am Kopf am "gedehntesten" wirkte, man merkte er wurde wohl deutlich öfter aufgesetzt oder (über)strapaziert. Hing etwas locker am Kopf....Er wirkte im Bass daher weniger heftig und in den Höhen leicht zurückhaltender als 701/702, schon hörbar, aber für guten Sound noch wirklich ausreichend brilliant, weil ein Test auch noch kommen sollte. Die Bühne war ähnlich breit und gut gestaffelt, wie beim 701/702. Toll.

Dann letzter Test, mal lauter....auch noch mal den 880 Pro wieder auf. Immer wieder versuchend mir den schön zu reden. Ich habe doch lineare Abhören zu Hause, da muß mir doch auch der gefallen. Er tat es nicht, obwohl die Dynamik schon überzeugen konnte. Immer wieder dieses Gefühl von Decke über dem Sound.

Tja....und die großen AKGs, die beiden teuren wurden auf einmal etwas nervig.....nanu.....Die Behringer KHVs standen nur auf 1/3 bis 1/2 aufgedreht, genug Saft liefern die also. OK, Behringer 19 Zoll KHVs werden wohl nicht die Besten sein, schon klar, aber das Beste habe ich auch nicht zu Hause.

Ich mußte mir eingestehen, 701/702 können nervig werden und diese Basswellen ganz unten sind zwar noch etwas beeindruckender als beim 601, aber sie können auch ablenken.

So gefiel mir der 601 immer besser.....überalles einfach, vom Sound bis zum Sitz, und ich habe den "Ausläufer" eingepackt, für 149 Euro (waren noch zwei OVP da) ist es auch kein Wunder, warum er rausfliegt. Für mich ist mein Exemplar sehr nah am 701/702, aber preislich jetzt zu nah an den aktuellen Preisen der kleineren Range ohne "das Reference Gehäuse". Ich kann mir vorstellen, daß da auch gar nichts neues kommt, weil zwischen 601 und 271 liegen nur noch 20 Euro. Im Prinzip marketing technisch ein Alptraum.

Zu Hause höre ich an einer externen USB Soundkarte von Tascam, der US144MK2. Ganz laut hören geht damit nicht, der 601er braucht schon mehr Saft (Wirkungsgrad und 120 Ohm). Es muß noch irgendwann ein KHV her, geht aber erst mal. Da ich jetzt günstiger eingekauft habe, als erst gedacht, wird da noch was in Sachen KHV folgen.

Der 601 ist für mich ein wirklich sehr schöner Allrounder....paßt :-)


[Beitrag von HDMANN am 08. Jan 2012, 13:35 bearbeitet]
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 10. Jan 2012, 17:25

Der 601 ist für mich ein wirklich sehr schöner Allrounder....paßt :-)


Sehe ich genauso. In seiner Preisklasse halte ich ihn für eine hervorragende Wahl. Hat man auch nichts "besseres" nebenher laufen, ist er wirklich eine gute Investition.
K 701 finde ich allerdings einfach noch einen Tick besser. Gegen den HD 650 hat der K 601 m.M.n. aber auch keine Chance mehr.

Nun da Sennheiser den neuen HD 700 vorgestellt hat, grübel ich, ob ausser K 701 alles verkauft wird und dieser gekauft wird. Bis März hab ich noch genug Zeit Geld zu anzusparen
shaft8
Inventar
#35 erstellt: 10. Jan 2012, 17:35
HD 700? Wusste ich noch gar nicht.
Ist ja interessant - optisch und preislich eher ein HD800, von der Nummerierung und Verkabelung aber näher zum 650.

Hmmmm.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 10. Jan 2012, 18:13
Ich dachte, dass die meisten hier es schon wissen würden:

http://www.av-magazin.de/Ton_News.49+M5e6a619223e.0.html

Er soll im März auf den Markt kommen. Im Head-Fi-Forum sind die meisten schon am spekulieren wie gut er wohl werden möge.

Ich finde ich ehrlich gesagt ziemlich "hässlich", aber wenn er etwas klarer und weiträumiger klingt, als der HD 650 ist er mein
ZeeeM
Inventar
#37 erstellt: 10. Jan 2012, 20:51
Zu den Wandlern wird nur geschwurbelt, es wird nicht der Ringradiator sein, der auch im 800er seinen Dienst tut. So wie es ausschaut wird es eine Kreuzung der 5xx Reihe mit dem Design des 800 sein. Aber genaueres wird man erst wissen, wenn jemand dem 700er genauer auf die Hardware geschaut hat.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#38 erstellt: 15. Jan 2012, 14:23
Hier nochmal ein kleines Update:

Nachdem ich ein paar Aufnahmen gefunden habe, die zwar musikalisch eine Wonne sind, jedoch absolut nicht zum K 701 kompatibel sind, kommt der HD650 wieder mehr zum Einsatz.

Interessant finde ich die Unterschiede in der Räumlichkeit: Beim K701 hatte ich das Gefühl, dass gleich die Sonne aufgeht, sobald da eine interessante Aufnahme beginnt. Aber wie schon anfangs von mir gesagt: Der K701 klingt mehr nach Dipol-Lautsprecher. Die räumliche Breite ist mehr, als eigentlich sein sollte, was sehr beeindruckend klingt. Jedoch nicht echt. Das Problem ist wirklich die Ortung der Schallquellen.
Der HD650 ist da unschlagbar! Hervorragend ist das bei Kunstkopfaufnahmen zu hören. Über den K701 höre ich eine Stimme, die eigentlich von hinten kommen müsste, definitiv nicht von hinten. Beim HD650 klappt sogar die oben/unten Ortung hervorragend. Er spielt mir da sehr viel ehrlicher, als der K701, der einfach über eine verbreiterte Stereobasis mehr Effekthascherei vorspielt.

Wirklich interessant, wie ich die beiden Kopfhörer mittlerweile beurteile. Anfangs hatte ich das Gefühl, dass der HD650 ein absoluter Langweiler im Vergleich ist. Ein Wechsel auf den K701 verläuft meist absolut spektakulär (bei den richtigen Aufnahmen) und hat das Gefühl, Dinge zu hören, die vorher nicht da waren. Vorallem dieser "Dipol"-Effekt schmeichelt vielen Aufnahmen.
Ich habe bei Lautsprechern auch sehr gerne mit Dipolen gehört (Breitbänder in offenen Schallwänden). Aber es klingt nicht wirklich "echt".

Der HD650 klingt im ersten Moment langweilig und gebremst. Aber er ist definitiv ein Kopfhörer der mich wohl noch viele Jahre begleiten kann und wird! Das Kriterium Langzeittauglichkeit ist halt schwer zu erkennen, wenn man "eben schnell" querhört. Aber da schlägt er den K 701.
Spektakulär klingende Geräte klingen im ersten Moment geil, aber auf Dauer wünsche ich mir etwas bodenständigeres. Leider ist der K 701 nicht ein solcher Hörer.
Er gefällt mir ohne Frage, aber er ist für mich eher ein "Effektgerät". Der HD650 klingt mir im gesamten ehrlicher und vorallem Musiktauglicher. Ausserdem habe ich es beim HD650 eigentlich nie gehabt, dass mir gewisse Töne im Ohr fast schmerzten, im Gegensatz zum K701 (wo ich schon sagte, dass er leiser besser funktioniert!).
Ich habe ein paar Breitbandlautsprecher gehört, die nahmen einen wirklich sofort gefangen, obwohl der Frequenzgang beschi...eiden war. Aber auf Dauer hatte sowas bei mir nie überlebt.

Wenn ich nicht sehr viele Stunden am Tag Musik hören würde, würde ich vielleicht sogar den K701 bevorzugen. So ist es allerdings der HD650, der für mich persönlich einfach besser ist.
Ich halte sie auf eine gewisse Weise schon für Ebenbürtig, allerdings glaube ich nicht, dass der K701 jemals soviel Spielzeit bei mir haben wird, wie der HD650.
Vom K701 hab ich fast schon satt gehört...beim HD650 kann ich das nicht behaupten.
Ihr Geld sind beide Kopfhörer trotzdem wert. Vorallem ist der K701 mittlerweile ja wirklich sehr günstig zu haben. Falsch machen kann man je nach persönlicher Präferenz nicht viel mit ihm.
Aber beim HD650 investiert man wohl wirklich für lange Jahre in etwas gutes.


[Beitrag von Hirnwindungslauscher am 15. Jan 2012, 14:27 bearbeitet]
wollbern
Neuling
#39 erstellt: 19. Mrz 2012, 23:37
Hallo an alle "Kopfhörer - Musikanten" !

Also ich habe auch beide (HD 650 + K-701) und kann mich deinen Ausführungen nur anschließen. Allerdings empfinde ich momentan den K-701 als den besseren Kopfhörer weil er ehrlicher sein Wesen zeigt und zudem luftiger klingt. Gerade bei Klassik - Aufnahmen nimmt er mich dermaßen gefangen, dass man wirklich denkt, man sei mitten im Geschehen - unglaublich diese Präsenz... !!!
Einen HD 800 hatte ich mal über ein Wochenende zum Probehören zur Verfügung gestellt bekommen - allerdings war ich angesichts des Preises von 1000.- € eher enttäuscht, denn er konnte nicht allzu viel mehr als der K-701 !!! Ich bin vom K-701 überzeugt, weil er mit der Zeit "reift" und besser wird, aber auch der HD 650 hat eine Menge Potential zu bieten und kommt nach wie vor regelmäßig bei mir zum Einsatz - bei Rock, Pop und auch Klassik ! Allerdings hast du recht, wenn du sagst, dass ein K-701 eine etwas größere Bühne abbildet und noch eine Spur luftiger klingt als der gute HD 650.
Insofern möchte ich Beide nicht missen und haben, bei entsprechender Musik ihre Daseinsberechtigung !

Gruß Wolle


[Beitrag von wollbern am 19. Mrz 2012, 23:49 bearbeitet]
petitrouge
Inventar
#40 erstellt: 20. Mrz 2012, 08:46

wollbern schrieb:
Einen HD 800 hatte ich mal über ein Wochenende zum Probehören zur Verfügung gestellt bekommen - allerdings war ich angesichts des Preises von 1000.- € eher enttäuscht, denn er konnte nicht allzu viel mehr als der K-701 !!!
Gruß Wolle


Hi Wolle,

das deckt sich auch mit meiner Erfahrung!
Habe mittlerweile meinen 2'ten 701 und bin begeistert von dem Teil!



Grüsse Jens
Class_B
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 20. Mrz 2012, 09:02

petitrouge schrieb:

....Habe mittlerweile meinen 2'ten 701 und bin begeistert von dem Teil!

Grüsse Jens


Wieso denn schon den 2. ?

Gruß
Thomas
Elhandil
Inventar
#42 erstellt: 20. Mrz 2012, 09:08
Man kann nie genug Kopfhörer haben.

Ich habe mittlerweile sogar schon den dritten DT-770 Pro weil ich jedes Mal nach dem Verkauf gemerkt habe, dass ich ohne ihn nicht auskomme.
petitrouge
Inventar
#43 erstellt: 20. Mrz 2012, 10:13

Class_B schrieb:
Wieso denn schon den 2. ?

Gruß
Thomas


Hi Thomas,

Der erste hat anscheinend doch was abbekommen gehabt vom besagten Ein/Ausschaltplopp vom LYR.
Somit hat der rechte Treiber angefangen sehr unangenehme Störgeräusche zu machen und ich sah mich gezwungen aus der ersten Liebe heraus mir einen neuen zuzulegen.
Resultat: erfolgreich umgesetzt, da sogar einen ticken ausgeprägterer Bass als mein alter und die Bühne ist interressanterweise nicht über der Stirn sondern vorne.....warum auch immer ich finde es perfekt.



Grüsse Jens
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#44 erstellt: 24. Mrz 2012, 00:21
Seit meinem letzten Posting hier sind fast 2 1/2 Monate vergangen, daher wollte ich mal ein Update liefern, wie es zur Zeit aussieht (Ich muss dazu sagen, dass mich viele Beiträge in diversen Hifi-Foren dieser Welt zu diesem Post angestiftet haben).

K 701 und HD 650 sind für mich immer noch auf Augenhöhe. Von den Details liegen beide gleichauf. Wobei der K701 sie mehr zur Schau stellt, aufgrund der helleren Abstimmung.
Die Räumlichkeit ist breiter, der HD 650 aber "intimer".


Schwer zu sagen, was ich favorisiere. Der AKG 701 bekommt bei mir mittlerweile definitiv mehr Spielzeit, als der HD 650. Das liegt aber daran, dass ich den HD 650 immer brav in der Box verwahre, in der er ausgeliefert wird.
Der K 701 wiederrum liegt immer griffbereit auf seinem Ständer. Damit ist er leichter erreichbar und wird schnell angestöpelst.

Ja, der K 701 klingt heller und direkter. Teilweise mitreissender bei bestimmter Musik. Ich kann kaum sagen, welche Genre ich mit HD 650 mehr bevorzuge. Metal definitiv!

Aber ein Zitat meines letztes Postings:"Das Kriterium Langzeittauglichkeit ist halt schwer zu erkennen, wenn man "eben schnell" querhört. Aber da schlägt er den K 701."

Tja...

Was soll man sagen...ich nehme es "halb" zurück!

Der K701 ist für mich auf Augenhöhe mit dem HD 650. Allerdings ist der HD650 etwas dunkler abgestimmt. Mehr nicht.
Qualitativ halte ich sie beide für spitzenmässig (wer sich an dem Satz muckiert, darf mir gerne etwas besseres ausleihen ).

Momentan ist es mehr Tageslaune, wer von beiden mehr Spielzeit erhält.
Allerdings, wenn ich gute Aufnahmen mit dem HD 650 höre, denke ich sofort:"Mal sehen, wie die es "wirklich" klingt..." und setze den K 701 auf.
Umgekehrt habe ich es seltener.

Ehrlich gesagt habe ich nicht geplant, hier über Monate lang meine Eindrücke festzuhalten, welcher der KH mir besser gefallen würde, aber nun würde ich es sogar begrüßen, wenn mehr Leute merken würden, wie stark die Tagesstimmung für die Beurteilung eines Kopfhörers abhängig ist.
Genauso wäre es schön, wenn hier nicht mehr die Genre-Empfehlungen je Kopfhörer ausgesprochen werden würden.
Weil ->
Ein K 701 soll allgemein nicht für Rock benutzt werden. Es gibt jedoch nahezu unzählig viele Bands in dem Genre Rock. Das Genre Rock wiederrum ist in sehr viele Sub-Genres aufgeteilt. Von langsam bis schnell ist da alles bei.
Wenn ich mir z.B. Electric Orange - Netto anhöre, denke ich mir: "Warum nicht für Rock? Besser gehts nicht!"
Wiederrum höre ich dann "bösen Rock" alá Emperor - Prometheus (Vorsicht Witz...Emperor spielen Black Metal...aber Metal gehört ja zum Rock), dann denke ich mir: "Viel zu hell!"

Besagte Electric Orange klingen sehr ausgewogen, wie ich finde. Sie klingen auf vielen KH gut.
Emperor klingt jedoch auf allen Alben tendeziell hell. Somit fast nur auf dunkel abgestimmten KH erträglich.

Was heisst das nun? K 701 ist für Rock untauglich? Mitnichten!!!

Für mich ist das hier nur der Anstoß, mehr auf die Musik einzugehen, die im Hintergrund läuft. Ich liebe den K 701 für elektronische Musik z.B. Normalerweise wird gesagt: "Er hat zuwenig Bass!"
Dass viel von der elektronischen Musik, die ich höre, aber einen für neutrale Kopfhörer/Lautsprecher angepassten Sound hat, vergessen viele. Oder sie hören irgendwelchen basslastigen Mist, weil das ja "Techno" ist...

Denkt dran, jede Band mischt anders ab und das ist nicht genre-bedingt.


Nun höre ich mit K 701 oder HD 650...so wie ich Lust habe.

P.S.:
Achja, der HD 650 ist beim Punkt Komfort definitiv überlegen. Ihn konnte ich teilweise 8 Stunden am Stück aufhaben, ohne ein Problem bzgl. schweiß zu haben. Beim K 701 geht das nicht.
Wundert mich eigentlich. Immerhin sitzt der K 701 nicht so fest wie der HD 650. Das ist der einzige Kritikpunkt, wo ich definitiv sagen kann -> Der da ist besser!


[Beitrag von Hirnwindungslauscher am 24. Mrz 2012, 00:43 bearbeitet]
shaft8
Inventar
#45 erstellt: 24. Mrz 2012, 14:06
Ja, die beiden gehören schon zu Recht zu den grossen Drei.
Aber beim Komfort ist der 650 am Anfang sehr drückend. Dafür hat der 701 eben diese blöden Noppen.

Dass du mit dem AKG diverse Rock / Metalsachen als hörbar empfindest wundert mich aber jedoch.
Wenn ich mal mit einem basslastigeren Hörer (also alle) eine zeitlang Metal höre und dann auf den 701 wechsele, dann ist das so, als wenn der Drummer mal kurz auf die Toilette gegangen wäre und die Band eben eine zeitlang ohne ihn spielen muss.
Auch scheinen die Gitarristen gegen Engel ausgetauscht worden zu sein.
Und Jan Delay als Sänger - da wär die Band komplett.

(Ist nur Spass).


Ich liebe den K 701 für elektronische Musik z.B. Normalerweise wird gesagt: "Er hat zuwenig Bass!"


Absolut!
Für elektronische Sachen total fesselnd und trotzdem sehr entspannt.
Auch beim Einsatz eines Eq's klingen die Frequenzen nie falsch, nur eben an- oder abgehoben.

Preislich bleibt der 701 auch stets stabil und fair im Gegensatz zum 650, dessen Preis wegen eines Nachrückermodells mal eben so quasi verdopplet wurde.
DasNarf
Hat sich gelöscht
#46 erstellt: 24. Mrz 2012, 14:56
Komisch, ich liebe meinen K701 sogar bei Metal. Hab ich etwa eine Ultra-Heavy-Extended-Bass-Version?


[Beitrag von DasNarf am 24. Mrz 2012, 14:56 bearbeitet]
RobN
Inventar
#47 erstellt: 24. Mrz 2012, 17:18
Vielleicht bist du auch einfach nur mit wenig Bass zufrieden oder gehörst gar zu denjenigen, für die Bass etwas gaaanz schlimmes ist
DasNarf
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 24. Mrz 2012, 18:51
Letzteres kann man ausschließen, bei der Membranfläche meiner Anlage... auch wenn ich tatsächlich allergisch gegen übertrieben basslastige Abmischung bin.

Ich würde echt gern mal einen anderen 701 hören. Meiner hat definitiv Bass, da fehlt mir nichts. Der bullert halt nicht alles mit Bass zu, so dass man vom Rest nix mehr hört. Keine Ahnung wie ich das beschreiben soll. Manchmal höre ich fasziniert den Bassläufen zu, und vergesse ganz den Rest, kann mir gar nicht vorstellen, dass man da von "Drummer geht auf Toilette" sprechen kann. Das ganze Klangbild ist meinen Monitoren sehr ähnlich, und die sind zwar grundsätzlich sehr neutral, gegen den Roomgain hab ich aber nicht viel gemacht, denn ich mags grundsätzlich schon gerne eher warm als kalt untenrum.
Ich finds nur witzig, wie sehr die Meinungen zu dem Kopfhörer offensichtlich auseinander gehen.

Es gibt zwar ein paar Alben, die mir auf dem K701 tatsächlich zu dünn klingen (überwiegend Heavy Metal aus den 70/80ern, und einige neuere Death-Metal-Scheiben), aber die klingen auch auf meiner großen Anlage beschissen.

Oder es liegt daran, dass ich jahrelang den K500 hatte, und der war wirklich sehr analytisch, und ich bin nie richtig warm geworden mit dem Teil.

Es gibt nicht zufällig noch einen Besitzer im Raum Südbaden?

Grüße


[Beitrag von DasNarf am 24. Mrz 2012, 19:07 bearbeitet]
RobN
Inventar
#49 erstellt: 24. Mrz 2012, 19:57

DasNarf schrieb:
Ich finds nur witzig, wie sehr die Meinungen zu dem Kopfhörer offensichtlich auseinander gehen. :)

Wahrscheinlich kommen da mindestens zwei Ursachen zusammen. Einmal die völlig unterschiedlichen Geschmäcker und Ansichten und andererseits die Tatsache, dass es ja gerade beim K701 tatsächlich extreme Serienschwankungen geben soll.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#50 erstellt: 25. Mrz 2012, 11:16
@shaft8

Dass du mit dem AKG diverse Rock / Metalsachen als hörbar empfindest wundert mich aber jedoch.
Wenn ich mal mit einem basslastigeren Hörer (also alle) eine zeitlang Metal höre und dann auf den 701 wechsele, dann ist das so, als wenn der Drummer mal kurz auf die Toilette gegangen wäre und die Band eben eine zeitlang ohne ihn spielen muss.
Auch scheinen die Gitarristen gegen Engel ausgetauscht worden zu sein.
Und Jan Delay als Sänger - da wär die Band komplett.


Bzgl. Metal:
Das Album Strapping Young Lad - SYL kommt hervorragend mit dem K 701. Die Abstimmung ist sehr mittenlastig bei diesem Album und da nervt nichts beim K 701. Vom Genre her ist das in Richtung Extrem (Death)-Metal gehend.
Das Devin Townsend - Deconstruction Album ist ebenfalls wunderbar hörbar mit dem K 701.
Beide Alben klingen mit dem K 701 besser als mit HD 650 (für mich!).

Wiederrum viele andere Alben sind quasi unhörbar mit dem K 701. Meshuggah - ObZen ist für mich zu "scharf" mit K 701.

Wenn es aber um langsameren Rock geht, dann finde ich, dass der K 701 bei den meisten Sachen wirklich klasse klingt.

Wie gesagt, bin ich selbst erstaunt, wie gut der K 701 bei Rock (aber ich höre auch vermehrt "Hippie-Musik", die gerade von der breiten Räumlichkeit des K 701 profitiert ;)) für mich klingt, wenn man bedenkt, wie er meist gerade bei diesen Genres kritisiert wird.

Ich glaub, es wird bald Zeit für ein neues Spielzeug, immerhin gefallen mir beide Hörer langsam zu gut *g*
DasNarf
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 25. Mrz 2012, 12:23
Cool, die Alben hab ich alle. Werd heute mal testen, ob ich ein Bass-Eunuch bin oder nicht.
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