Stax SR Lambda - Ein Schwurbelreview

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Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 03. Dez 2015, 23:39
Stax Sr Lambda Normal Bias

Für alle, denen er unbekannt ist:

Nun habe ich seit einiger Zeit einen Stax Lambda, der erste Stax-KH, der mit dem bekannten Lambda-Gehäuse ausgestattet worden ist. Zusammen mit dem Lambda Professionell im Auftrag von Mercedes entwickelt worden, um die Innenraumakustik sinnvoller erforschen zu können.

Der SR Lambda ist der einzige Lambda, der mit "Normal Bias"-Spannung betrieben wird. Ich treibe ihn mit einem SRD 7/SB an, welcher an den Ausgang eines LS-Verstärkers geklemmt wird und dort die Bias-Spannung vom Verstärker abfängt.

Wie kam es zu der Entscheidung für einen Stax?
Ich habe mich ja schonmal in´s Stax-Land gewagt (SR 202 und SR 303 an SRM252A) und obwohl ich da gerade viele teure und hochwertige KH besessen habe, kam das günstige Set hervorragend weg. Klang, Komfort und noch viel mehr das Preisleistungsverhätnis (Gebrauchtkauf) empfand ich als absolut unschlagbar.
Je mehr KH ich dann nach und nach probiert habe, desto mehr zog es mich zu "günstigen" Modellen hin, da der ewige Vergleich irgendwann dafür sorgte, dass auch das "Beste" nicht gut genug ist.
Somit war ich sehr lange mit einem selbst umgebauten DT880 und HD650 höchst zufrieden. Der DT880 ging, der HD650 blieb aufgrund des Komforts. Dazwischen kam noch einmal ein AKG K501, den ich auch sehr lieb gewinnen konnte dazu.

Kurz danach kam ich in die Gelegenheit das Set aus dem Lambda und SRD7 zu ergattern.

Da die bessere Hälfte definitiv Ärger gemacht hätte, ging der K501 dann leider recht schnell wieder. Habe ihm dann aber nicht lange hinter her getrauert...

Was nun folgt, ist nicht ganz objektiv, denke ich: (aber warum auch? Wenn man schon ein Review raushaut, sollte es ruhig als Huldigung verstanden werden und Transfer der Emotionen, die man damit verbunden hat)


Stax SR Lambda - oder der Eindruck, dass sich in über 30 Jahren nichts in der Kopfhörerlandschaft gebessert hat

Das Paket war da.
Draußen war es kalt, drum ließ ich es offen erstmal über eine Stunde stehen, bevor ich mich daran wagte, alles anzuschließen.

Meine Erwartungen:
Hoffentlich funktioniert er!
Erste Sichtung war definitiv nicht vertrauenserweckend. Der Schaumstoff war zerbröselt und sammelte sich am unteren Polsterrand an. Staub soweit das Auge reichte, leicht klebrig wirkte der Rahmen.

Soweit so ...hmpf

Der nächste Gedanke ging dahin, dass ich keine allzu ideale Hardware für einen KH hier habe, den man an einen LS-Verstärker anschließt. Hier hatte ich nur einen Pro Logic-Receiver von Campus (by Revox - eine Farce, den Namen dieser Firma da zu erwähnen) stehen, dessen größte Leistung ist, dass er an geht, wenn man ihn an schaltet.

Absolut auf Kopfhörer ist hier alles seit Jahren ausgerichtet und Lautsprecher sind zwar im Einsatz, aber ich verstehe sie eher als Hintergrundbeschallung (was früher nicht so war).

Erster Test:
Vorsichtig alles angeschlossen und fast wie ein rohes Ei dabei beäugt, hoffte ich nur, dass er funktionierte. Tja, das war es - mehr Erwartungen hatte ich garnicht mal.
Es ist ja "nur" einer der Normal Bias Staxe, die zwar eine Fangemeinde zu haben scheinen, aber wohl eher belächelt werden und von Bezeichnungen wie "SR-009, SR 404, Omega..." förmlich erschlagen werden.
Was lernt man, wenn man flüchtig nach Stax sucht? Teuer sind sie!
Was lernt man aber, wenn man gewissenhaft nach Stax sucht? Erschwinglicher als so mancher dynamische KH + Verstärker und dabei nicht schlechter.

Meine Recherchen besagten nur, dass die ersten Lambda durchaus ihre ganz eigenen Liebhaber hatten, aber der Lambda-Normal Bias nur von wenigen genannt wurde. Die, die ihn nannten, verglichen ihn dann mit KHs wie z.B. dem HD650 (nicht klanglich, sondern weil viele Beiträge aus der Zeit waren, als das noch dynamisches High-End war).

Dann höre ich die erste Takte aus dem "kleinsten" aller Lambda kommen. Jubel, dass er funktioniert. Grinsend aufgesetzt und dann war nach unter 5 Sekunden mein erstes Urteil klar: "Der sieht kein Land gegen den HD650!"
Daran erinnernd, dass das Ding nicht wie ein neuer KH, sondern wirklich wie ein 30 Jahre alter KH aussieht, ließ ich ihn nach ca. 10 Minuten hören einfach mal den ganzen mit moderater Lautstärke spielen.
Nach 30 Minuten habe ich beide Seiten mal gemessen und mit erstaunen festgestellt, dass keinerlei Kanalungleichheiten oder sonstige Macken vorhanden waren. Das war der erste Moment, wo ich nur noch Respekt für ein altes Stück Hifi-Geschichte empfinden konnte.

Stunden später setzte ich ihn, nachdem er die ganze Zeit durchgedudelt worden ist, wieder auf und dachte sofort, dass sich da einiges getan hat im Klang. Weniger dröhnig und Grundtonlasig, eher die typische Stax-Helle kam nun durch. Die vorher wirklich nicht besondere räumliche Darstellung war dadurch natürlich auf einmal auch wesentlich besser.
Transparent und Durchsichtig wirkte er, dabei mit einem Anteil im Superhochton, den ich selten bei KHs gehört habe.

Nochmal gemessen und da zeigten sich auch genau diese Dinge:
Der Frequenzgang war nun von 80 Hz bis 1kHz schnurgerade und zeigte ab ca. 7kHz einen sehr ausgeprägten Hochton.

Die Sache mit den 80 Hz bereitete mir etwas Kopfzerbrechen. Dabei störte mich das nichtmal.
Im Gegenteil empfand ich den ganzen Bass- und Grundtonbereich eigentlich wie bei einem dynamischen oder orthodynamischen KH.

Meine bisherige Erfahrung mit Stax (SR 202/303)war:

- alles klingt mühelos und "schnell"
- Hochtonverhalten finde ich unnerviger, als bei dynamischen KH
- Bass und Grundton wirkt selbst bei gemessen linearem Verhalten eher, als würde man bei Lautsprechern mit Dipolsubwoofern hören oder jeglichen Raumeinfluss eliminiert

Beim SR Lambda nun:

Bass und Grundton waren voll da. Das Ding konnte richtigen Druck/Punch erzeugen. Während ich anfangs nur die typischen gut aufgenommenen Alben, die meist eher im Bereich Singer/Songwriter, Jazz oder Klassik angesiedelt waren, wechselte ich sehr schnell in Elektro und Metalbereiche über.

Nach kurzer Zeit war ich wirklich extrem aus dem Häuschen, weil ich ganz ehrlich selten einen so dermaßen geil rockenden Hörer hatte.

Nach etwas längerer Zeit war ich mir dann sicher, dass dieser Stax einer der besten Allrounder war, die ich jemals gehört habe.

Aufgrund der Messungen und der Vergleich zu anderen SR Lambda Normal Bias kam aber schnell der Verdacht auf, dass das Ding im Bass spinnt.
Genauso schien die linke Seite eine kleine Macke zu haben, die sich bei lauteren Stellen wie ein Haar auf der Membran oder ähnliches anhörte.

Ich verglich dann diverse andere Messungen, die ich mit dem selben merkwürdigen Receiver gemacht hatte und da merkte ich zum ersten Mal, dass dieser einen fest eingebauten Hochpaß bei ca. 100Hz besaß.

Das war natürlich sehr ernüchternd, weil ich keinen anderen Verstärker hier hatte.
Um einen Irrtum auszuschließen, habe ich den SRD7 dann an den Ausgang von meinem KHV angeschlossen. Siehe da -> Bass!
Immer noch genau die selben Qualitäten, nur dass nun bis gut 40Hz runter ein richtig schöner Tiefbass mit dabei war.

Fand es nun noch wesentlich erstaunlicher, wie wenig mir das vorher aufgefallen ist. Selbst Quercheck zum HD650 ließ den Stax erstmal nur "schlanker" wirken. Dabei aber viel knackiger und dynamischer.

Neue Messungen -> Abfall ab 40 Hz - alles gut.

Von den anfänglichen Erwartungen sind nun alle erfüllt gewesen. Er funktionierte ja.

Die Hörteste über den ersten und zweiten Tag verteilt sorgten für neue Erwartungen:

Ich wollte nun das beste aus dem Stax rausholen. Mich störte der starke Hochtonbereich dann doch leider sehr und die Macke im linken Treiber nervte mich. Eines Tages nahm ich den Stax dann komplett auseinander und habe das ganze Gehäuse komplett gereinigt, die Mineralwolle und jeden Schaumstoffkrümel entfernt. Dabei auch behutsam versucht ein paar Krümel, die wohl am Staubschutz hingen, zu entfernen.

Operation geglückt. Patient lebt immer noch.
Was mir dabei aufgefallen ist -> Die Konstruktion der Lambdas ist wie aus dem Bilderbuch. Selten so einen minimalistischen, aber sinnvollen Aufbau gesehen bei einem Kopfhörer.

Nach der Reinigung sah das Ding nicht mehr wie ein 30 Jahre alter KH aus.

Klanglich tat sich vorallem durch den Wegfall der Mineralwolle einiges. Etwas weiter wirkend in der räumlichen Darstellung und tada - der überpräsente Hochton war wesentlich gezähmter, ohne zu dunkel zu sein. Der Bass wirkte dabei aber ganz leicht schlanker, was ich nicht schlimm fand. Ebenso zeigte sich danach der mir von den SR202/303 bekannte 1,5kHZ Peak.
Er erinnerte mich nun beim ersten Hören auch wieder mehr an die SR202/303. Mit dem Unterschied, dass ich den Normal Bias klar besser finde.

Der linke Treiber machte auch keine Probleme mehr.

Die Wochen zogen nun in´s Land und ich hörte wirklich alles mögliche mit dem Lambda. Egal, was ich mit ihm höre, er ist quasi ein Schönfärber. 100% neutral ist er nicht, aber sehr nahe dran, ohne langweilig zu klingen.

Der Kaufgrund für den Lambda war auch, da ich ihn für Messungen meiner eigenen HRTF nutzen wollte, da planare Hörer dort gewisse Vorteile bieten können.
Aufnahmen mit In-Ear-Mikrofonen klingen über ihn mit der richtigen Entzerrung wirklich absolut plastisch und echt. Besser geht es kaum noch. Ich habe hier Aufnahmen eines Gewitters das ich selbst gemacht habe, wo ich wirklich sagen muss, dass die Illusion nur noch besser wäre, wenn ich dabei die Blitze sehen könnte.

Vor kurzem habe ich mir nun auch einen Ersatz für den unsäglichen Receiver besorgt und konnte damit nochmal eine Steigerung im Bereich Lautstärke/Dynamik feststellen.

Was wirklich schön ist:
Mit richtig hochwertigen Aufnahmen klingt der KH fast perfekt.
Mit schlechteren klingt er immer noch gut.
Selbst mieserable Aufnahmen bleiben erträglich.

Macht ihn das zu einem Schönfärber?

Was ist ein Schönfärber eigentlich? Ein KH, der einen Bereich betont, der dafür sorgt, dass 90% aller Aufnahmen gut klingen?
Ja, das wäre auch meine Interpretation davon gewesen.

Wenn ich mir nun aber angucke, dass der Lambda gemessen mit meinen Ohren eine Minimalst-Entzerrung braucht, die dafür sorgt, dass kein hörbarer Unterschied zwischen Original und Aufnahme (das kann ich als der Mensch, der beides hören konnte, durchaus sagen)mehr vorhanden ist...

...dann würde ich eher sagen, dass er meinem Ideal nur verdammt nahe kommt.


Zu diesem Thema der eigenen HRTF werde ich irgendwann mal ein paar Details veröffentlichen, aber das wird noch dauern.

Das ist die kleine Geschichte hinter dem Lambda.

Noch ein paar Kleinigkeiten:

Komfort:

Fand ich damals schon beim SR202 und 303 wirklich sehr gut. Er ist leicht, die Polster sind angenehm. Headbanger finden sicher keine Freude, da er nicht allzu fest auf dem Kopf sitzt.
Langes Hören ist problemlos möglich. Sowohl vom Klang- wie auch Tragekomfort.

Klang:

Ich könnte hier jetzt sagen, dass der Bass so ist...die Mitten so...die Höhen so.
Kurz gehalten: Ich habe schon sehr sehr viele wesentlich schlechtere Hörer für sehr sehr viel mehr Geld gehört.

Ich würde diesen Lambda jederzeit einem HD800, T1, allen Hifiman und auch Audeze vorziehen. Das meine ich wirklich ernst.

Hier habe ich einen KH, der in der Summe einfach überlegen ist. Er bereitet Hörspaß, kann analytisch sezieren, zeitgleich einfach losrocken und ich freue mich nun schon seit Wochen jedes Mal wieder darauf, mit ihm zu hören.
Dazu ein sehr guter Tragekomfort und vorallem ist er günstig zu haben.

Sehr nettes Feature ist auch noch, wie pegelfest er ist: Ich hatte bislang keinen KH, den ich dermaßen laut und trotzdem stressfrei dabei hören konnte. Fantastisch hier -> gute Klassikaufnahmen mit ordentlichem Dynamik-Umfang.

Wenn man ihm dann noch die Entzerrung vom Stax ED-1 bescherrt, verstehe ich beim besten Willen nicht mehr, was man noch großartig "mehr an Klang" haben will oder braucht.

Finde es wirklich interessant ->

Nach allen möglichen KH, die teilweise auch recht teuer waren, begeistert mich nun ein Dinosaurier von über 30 Lenzen am Meisten.

Wer wissen will, warum Stax den Ruf hat, den sie haben, braucht sich nur in dem Kopf zurückrufen, wann dieses Ding damals raus kam und sich selbst heute kein bisschen verstecken muss.

Räumlichkeit:

Kunstkopfaufnahmen sind hervorragend. Musik bleibt im Rahmen des für Kopfhörer möglichen. Das heisst -> das ist schon so gut, wie es geht, ohne akustische Tricks anzuwenden. Ein HD800 mag größer klingen, aber der Stax ist schon sehr gut in dem, was er dort leistet.



So nun genug Lobpreisung.

Bleibt bestimmt auch nicht der letzte KH, aber dieser hier ist für mich ein Meilenstein, den ich von meinem Geschmack her ganz weit oben ansiedeln muss. Ich habe für meinen Teil jedenfalls nur damals beim HD800 zuvor ein ähnliches "Echtheits"-Gefühl gehabt.

Vorallem räumt er mit dem Vorurteil "Stax = Steril" auf. Für alle Rocker/Metaller: Das ist für Metal der geilste KH, den ich je gehört habe. Aber nicht nur dafür.

Soviel zu dem nicht ganz objektiven Review. Sollte wohl klar geworden sein, dass ich das Teil wirklich ganz besonders gut finde (und zwar besser als die wesentlich neueren SR202 und 303.
thewas
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 04. Dez 2015, 00:04
Sehr schöner Bericht, der in mir den langen Wunsch nach einem Stax und dem damit verbundenen Ende der KH Reise?, weckt (hätte es schon längst getan, bin aber nicht so der Freund von vielen Zusatzgeräten).

Bestätigt auch meine Erfahrung von Lautsprechern und Kopfhörern dass entgegen eines der vielen Mythen des Hifi, neutrale und saubere Wiedergabe meistens sogar weniger nervig und störend wirkt, auch bei schlechteren Aufnahmen, da zu dessen Peaks und Dips sich nicht noch die des Schallwandlers addieren.

Mal schauen, Weihnachten naht.
ZeeeM
Inventar
#3 erstellt: 04. Dez 2015, 00:25

thewas (Beitrag #2) schrieb:

Bestätigt auch meine Erfahrung von Lautsprechern und Kopfhörern dass entgegen eines der vielen Mythen des Hifi, neutrale und saubere Wiedergabe meistens sogar weniger nervig und störend wirkt, auch bei schlechteren Aufnahmen, da zu dessen Peaks und Dips sich nicht noch die des Schallwandlers addieren.


Da ist auch meine Erfahrung.
BurtonCHell
Inventar
#4 erstellt: 04. Dez 2015, 17:20
Kann die Begeisterung sehr, sehr gut nachvollziehen - Danke für Deine sehr schön beschriebenen Eindrücke!

In meinem Falle handelt es sich auch um so nen ollen Stax, der mich (fast) alle anderen Hörer vergessen lässt und universell wie kein anderer wirkt. Zwar 15 Jahre "jünger" wie der Ur-Lambda, aber auch schon an die 20 Jahre alt ...

Ich glaube der weitreichendste Eingriff der ED-1 Entzerrung zielt auf den zu präsenten 1,5 kHz-Peak ab.
Kann man auch leicht mit dem EQ nachhelfen und dann lässt der Lambda, in welcher Iteration er auch immer vorliegen mag, fast keine Wünsche mehr offen.

Trotzdem hat es mein AKG K702 65th Anniversary OE-Mod (sic!) nach längerer Zeit in der Schublade wieder geschafft, mich neu mit seinen (anderen) Qualitäten zu begeistern (leichte Tiefbasseuphonie, sehr natürliche bis vollmundige / stressfreie Abstimmung über alle Genres hinweg).
Den EINEN Hörer gibt es nicht. Auch wenn die Begeisterung für die Staxe, und vor allem durch deren Luftigkeit, bei mir lange anhält bzw. -hielt ..

Hoffe demnächst schaffen wir es zum Problelausch von SR-L700 & L500 .. danach habe ich hoffentlich meine Ruhe ... (oder auch nicht ... ) ..
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 04. Dez 2015, 19:28

Ich glaube der weitreichendste Eingriff der ED-1 Entzerrung zielt auf den zu präsenten 1,5 kHz-Peak ab.


Nicht ganz:
staxed1

Dazu noch meine Gehörresonanz bei 7,2kHz rausfiltern und gut ist.
BurtonCHell
Inventar
#6 erstellt: 04. Dez 2015, 22:45
Ui, sieht aber recht grobschlächtig aus. Ich habe per EQ (miniDSP) den Bereich um 2400 Hz mit -3 dB gezähmt und um 4200 Hz 4 dB dazugegeben. Deckt sich nicht ganz mit der ED-1 Entzerrung. Ach ja und bei 8260 Hz nochmal +4 dB, das lässt sich dann doch einigermaßen wieder in der Kurve wiederfinden. Die Glättungsintensität bei 1,5 kHz spricht aber Bände. Warum haben sie den Peak bei keinem Lambda innerhalb der 36 Jahre Evolutionszeit elimiminiert? Soll das ein besonderes Erkennungsmerkmal sein ..
kempi
Inventar
#7 erstellt: 04. Dez 2015, 23:32
Hallo
als langjähriger Hörer eines STAX SR-Lambda Pro (ED-1) mit SRM-1/MK-2 & Diffusfeld-Equalizer kann ich nur sagen, dass ich mir keinen besseren Kopfhörer vorstellen kann.
Als ich ihn bekam, waren der dünne Schaumstoff zerbröselt und ich habe ihn entfernt. Als ich neue Ohrpolster bei Zingel gekauft habe, bekam ich auch noch zwei ovale Gitter mitgeliefert. Nach einem gewissen Misstrauen habe ich die ausprobiert. Sie haben imo dem Klang etwas Schärfe genommen und ihn "runder" gemacht -- also für mich deutlich besser.
Ich höre von Klassik bis Rammstein alles außer Songs jeder Art und finde der STAX kann alles sehr gut.
Hirnwindungslauscher
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 05. Dez 2015, 00:13
@Burton

Die Entzerrung sieht wilder aus, als sie ist. Das sind ja max. nur 5dB.

Mit der Entzerrung klingt er für meine Begriffe wirklich sehr ausgewogen. Arbeite gerade aber an einer neuen Entzerrung, die mir ebenfalls sehr gut gefällt und etwas langzeittauglicher ist. Basieren aber darauf, wie sich die Stax mit meiner HRTF messen.

Damals beim SR202/303 passte die ED-1 Entzerrung nicht gut. Hat mir aber beim Hifiman HE5-LE ähnlich gut, wie beim SR Lambda gefallen.

Was aber perfekt bei der ED-1 Entzerrung passt, ist die Entzerrung im oberen Hochton. Ohne, klingt es wirklich nicht so gut.

Hier noch zwei (nicht mehr aktuelle) Messungen.
lambda2 (In-Ohr-Messung)

lambda1 (Hier sieht man, wie sich der Bass verhält, wenn keine komplette Abdichtung zwischen Treiber und Ohr anliegt - daher ist der "Strohhalm-Mod" auch ähnlich im Verhalten - edit: ED-1 Entzerrung ist nicht mit drin)

Für meine Ohren passt der Hörer super und Entzerrungen sind wesentlich zielführender als beim HD650 (oder den meisten anderen dynamischen Hörern).

@kempi


als langjähriger Hörer eines STAX SR-Lambda Pro (ED-1) mit SRM-1/MK-2 & Diffusfeld-Equalizer kann ich nur sagen, dass ich mir keinen besseren Kopfhörer vorstellen kann.


Der Lambda Pro ist ehrlich gesagt auch mein Traumhörer.


[Beitrag von Hirnwindungslauscher am 05. Dez 2015, 00:15 bearbeitet]
puffreis
Stammgast
#9 erstellt: 10. Dez 2015, 20:49
Danke für deinen informativen Bericht, was mein persönliches subjektives Empfinden bestärkt hat.
Ich habe hier auch diverse Kopfhörer vorliegen, unter anderem

AKG K240DF
AKG K260 Prof
AKG K530Ltd
Koss Porta Pro
Sennheiser HD 580
4x Sennheiser IS850
Superlux HD-681B

früher auch:
Beyer DT990
Sennheiser HD540 Ref.
Sennheiser HD480

aber der STAX SR Lambda+SRD X (geschossen für 124€ incl. Versand !) ist doch etwas anderes. Bisher dachte ich, dass der UVP mir einen besseren Klang suggeriert hat, aber dein Bericht bestärkt mich der Annahme, dass der Stax doch unter den Genannten der Beste ist.

Nur im Bassbereich ist der HD580 pegelfester.

thewas
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 10. Dez 2015, 23:47
Der Weihnachtsmann war bei mir auch dann doch etwas früher da (SR-207 und SRD-7Mk2) und kann obiges nur voll bestätigen, ich ärgere mich nur noch für die vorigen KH Anschaffungen und dass ich es erst so spät gewagt habe.


[Beitrag von thewas am 11. Dez 2015, 00:00 bearbeitet]
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