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Dual 1218 - Defekter Start/Stop Schalter | Defekte Automatik

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*-JP-*
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 28. Nov 2009, 21:28
Hallo erstmal, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Also, ich habe hier einen Dual 1218 stehen.

Dieser hat zwei Probleme:

1. Der Start/Stop Schalter ist Defekt, der Dreher dreht die ganze Zeit, außer wenn man ihn vom Netz trennt. Der Hebel lässt sich zwar auf Stop stellen, es passiert allerdings nichts.

2. Wenn das Ende einer Platte erreicht ist springt der Tonarm, landet aber nach wenigen Centimetern wieder auf der Platte, und spielt von da an wieder bis zum Ende und so weiter und so fort.

Ist hier ein Reperatur machbar, wenn ja, wie hoch ist der Schwierigkeitsgrad anzusiedeln, und ist das überhaupt empfehlenswert?

Vielen Dank im vorraus schonmal.
Bepone
Inventar
#2 erstellt: 28. Nov 2009, 22:50
Hallo,

hier sollte eine Reinigung und Neuschmierung der Mechanik nötig sein. Dann wird der Dual wieder laufen.

Steuerpimpel und entsprechende Reibfläche am großen Haupthebel innen müssen aber vollkommen fettfrei sein.


Schau auch mal hier rein.


Serviceanleitung u.A. findest du hier.



Eine Reparatur ist auf alle Fälle machbar, der Schwierigkeitsgrad ist für den, der etwas geschickt ist und basteln kann, nicht allzu hoch.

Solltest du auf bestimmte Probleme stoßen, nicht zögern, hier nachzufragen!


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 28. Nov 2009, 23:47
Danke für die Tipps und Links.

Also, habe ihn jetzt mal vorsichtig aufgemacht, und festegestellt, das ich keinen Steuerpimpel entdecken kann. Die entsprechende Mechanik finde ich, aber da ist kein Gummiteil mehr dran. Da muss ich also was nachbauen.

Desweiteren hab ich bei betrachtung des Tonkopfes festgestellt, das hier ein Kabel kaputt ist. Und zwar leider an der Verbindung vom TK zum Tonarm.

Das ist direkt am Anschluss abgerissen.

Würden evtl. auch andere Dual Tonköpfe passen, oder passt nur der TK15?
Bepone
Inventar
#4 erstellt: 29. Nov 2009, 09:39
Hallo,

gern geschehen!

Der TK15 ist der mit dem Rädchen zur Verstellung zw. Normal- und Wechslerbetrieb.

Wenn du den Dual nur als Einfachspieler und nicht als Wechsler nutzt, kannst du einen TK14 oder TK24 verwenden. Letzterer unterscheidet sich ein wenig in der Optik.

Ansonsten passt auch ein TK25, das ist von der Form her ein TK24, hier aber wieder mit dem Stellrädchen für Wechslerbetrieb.



Eventuell kannst du das Kabel auch wieder anlöten, mit einer feinen Lötnadel.
Falls du das nicht machen willst; bevor du den TK wegwirfst, schicke ihn mir bitte zu.


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 29. Nov 2009, 12:06
So, ich hab mithilfe der Anleitung hier einen neuen Steuerpimpel gebastelt, und eingebaut. Das scheint soweit zu funktionieren, wobei ich halt nicht genau testen kann, da ja kein funktionierender Tonkopf dran ist.

Hab mir den Tonkopf nochmal in Ruhe angeschaut, es ist gar nicht der TK 15 (ich hatte im DualBoard gelesen das das der Standard war, und bin erst davon ausgegangen das der hier das auch ist) sondern der TK120. Es ist folgendermaßen:

Der TK hat ja 4 Pins über die er mit dem Tonarm verbunden wird. Bei einem davon, (der mit dem roten Kabel), ist ein kleines Stück des Pins abgebrochen. Das Kabel ist unauffindbar.

Achja, das System das dran hängt ist ein AT13EaV, die Nadel sieht aber nicht mehr sehr vertrauenserweckend aus.

Gibt es denn eine möglichkeit den Pin des TKs durch ein festes Stück Draht zu ersetzen, oder ist es unwahrscheinlich das sowas klappt?
Bepone
Inventar
#6 erstellt: 29. Nov 2009, 13:03
Hallo,

TK120 ist nur eine Bezeichnung des Komplettpaketes TK.. mit zugehörigem System. So wie es ausgeliefert wurde.

Es kann trotzdem der TK15 sein.


Stell am besten mal ein Foto vom TK rein und der Stelle, wo was abgebrochen ist.
Dann kann man sich das besser vorstellen und ggf. einen Lösungsansatz bringen.


Was sieht an der Nadel des AT1EaV nicht Vertrauen erweckend aus? Vllt. auch mal ein Foto reinstellen.
Ist der Nadelträger noch gerade, kann man erstmal den Diamanten gründlich reinigen. Wenn man Glück hat, ist er noch nicht zu verschlissen.


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 29. Nov 2009, 13:57
Hallo Benjamin,

leider ist mir (war ja so klar^^) der Pin des 4. Anschlusses runtergefallen.

Ich bin noch dabei ihn zu suchen, aber hier schon mal ein Paar Bilder vom Rest.

TA von unten 1
TA von unten 2
TA von unten 3
TK von Oben

auf dem letzten Bild sieht man die anderen Pins (abdeckklappe abgenommen)

Beim vierten ist ungefähr 1 mm hinten wo das Kabel dran ist, abgebrochen, und somit auch das Kabel weg. Ich hab ein Kabel von einem anderen TK (von einem Teac Plattenspieler der keinen Ton mehr von sich gibt^^)

Mein erster gedanke war, das einfach, trotz des fehlenden Stücks zu verlöten.

Was meinst du, könnte das funktionieren ?
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 29. Nov 2009, 14:18
Hallo,

zunächst, du hast den TK14.

Die Nadel ist eine Nachbaunadel von Pfeifer, bei dem Nadeleinschub fehlt vorn der durchsichtige, klappbare Nadelschutz.
Der Nadelträger scheint auch leicht geknickt zu sein, kann auf den Fotos aber auch täuschen.
Bei ebay gibt's noch Originalnadeln, Preis um die 50€.
Probiere diese Nadel aber ruhig noch aus, Reinigen mit einem feinen Pinsel, befeuchtet mit Isopropanol.

Des weiteren ist der Tonabnehmer bis auf Anschlag nach hinten im TK geschoben, ich bezweifele, dass das die korrekte Ausrichtung ist.


Aber zu deinem eigentlichen Problem.
Wenn du den Kontaktstift (+Feder) wiederfindest, könnte das mit dem Anlöten durchaus funktionieren - ausprobieren.

Wie gut bist du im Löten?


P.S. Verrate doch evtl. mal deinen Namen, so kann man dich besser anreden.


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 29. Nov 2009, 14:31
Hallo Benjamin,

fas mit dem Löten ist so eine Sache. Grundsätzlich halte ich mich da nicht für unfähig (Cinch Anschlüsse etc verlöten hab ich durchaus öfter schon gemacht) aber der Stift und das Kabel sind nochmal eine gute Nummer kleiner.

Für die schlimmste Variante:
Falls ich den Stift nicht mehr finde, könnte man ihn evl. durch ein Stück sehr harten Draht ersetzen, und da am Ende das Kabel anlöten?

Ansonsten hab ich bei William Thakker schon Dual TK24er gesehen, wenn da also alles nichts mehr hilft könnte ich so einen bestellen.

Zum TA:

Ja der muss justiert werden, der stammt auch von dem Teac PS. Am Dual war ein Noname System, auf dem nur Made in Japan steht. Daran war eine AT Nadel, bzw. die Halterung, aber die Nadel selbst war nicht mehr drin. Die Klappe hab ich gerad gefunden und vorne dran gemacht. Klanglich kenne ich das System, der Teac hat bis vor kurzem noch funktioniert. Da hat es aber manchmal Kratzgeräusche produziert, die bei anderen PS nicht auftraten, wenn ich da Platte da abgespielt habe. Zum justieren brauche ich eine Schablone, oder?

Wäre der Kauf eines neuen Systems, z.b. das Shure M97xE eine Alternative?

Gruß, Jakob


[Beitrag von *-JP-* am 29. Nov 2009, 14:31 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#10 erstellt: 29. Nov 2009, 14:40
Hallo Jakob ,

das mit dem Draht könnte u.U. funktionieren, allerdings muss der dann genauso wie die restlichen Stifte gefedert sein. Sonst funktioniert die Kontaktgebung nicht ordentlich.

Manchmal tauchen in ebay auch solche TKs gebraucht auf, evtl. mit nadellosem Tonabnehmer dran.
Der neue TK24 gänge aber selbstverständlich auch und wäre dann halt neu.



Das Shure M97xE wäre sicher eine Alternative.
Ich denke aber, die Kratzgeräusche kommen von der Nadel, sodass eine neue Originalnadel hier auch Abhilfe schafft.


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 29. Nov 2009, 15:07
Hallo Benjamin,

dann bleibts entweder beim wiederfinden des Stifts (bis jetzt leider nicht) oder einem neuen TK.

Was wären denn passende Ersatznadeln für den TA?

Wie sieht das mit der justierung des Systems aus, ist das mit Schablone verhältnismäßig einfach, oder sollte ich da lieber zum HiFi Händler gehen. (Traue den beiden bei uns da leider nicht so richtig über den Weg, der eine wollte mir Cinch Kabel für hunderte von Euro aufschwatzen, die anderen waren schlicht und einfach unfreundlich, und schienen davon auszugehen, das man als 23-jähriger eh kein Geld hätte)

Gruß,

Jakob
Bepone
Inventar
#12 erstellt: 29. Nov 2009, 15:28
Hallo Jakob,

gib mal bei ebay "AT 13ea*" in die Suche ein, Artikelbeschreibung und Bezeichnung einschließen.
Da kommen versch. Nachbaunadeln und 1 originale (für 48€).

Die Justage mit Schablone ist zwar etwas langwierig, besonders beim ersten mal.
Trotzdem ist es für jeden zu machen.
Such mal hier im Forum nach dem Thema, wirst bestimmt einiges finden.

Einen Tip habe ich gleich parat, der Dual-spezifisch ist:
Der TK hat seitlich eine Kante. Diese muss, von genau senkrecht oben betrachtet, in der Flucht mit der Nadelspitze sein.
Der Tonabnehmer selbst muss dann absolut parallel im TK sitzen.
Dann passt die Justage schon mal so grob.

Foto zur Verdeutlichung:



Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 29. Nov 2009, 17:16
Hey Benjamin,

ich habe den Stift endlich wiedergefunden, und ihn an das Kabel gelötet. Leider kommt auch damit kein Ton beim Verstärker an. Also hab ich jetzt mal den TP24 bestellt.

Die Automatik funktioniert nach einbau des Steuerpimpels allerdings wieder halbwegs.

Man muss denn Tonarm manuell zur Platte bringen, dann startet der Motor. Sobald das Ende der Platte erreicht ist, schwenkt er zurück, und landet nicht mehr wie vorher mitten auf der Platte. Der Start Stop schalter funktioniert immer noch nicht, und der Motor startet nur wenn man den Tonarm über die Platte schiebt.

Soll ich Fotos vom inneren machen, oder ist da einfach nichts mehr zu machen?

Gruß, Jakob
Bepone
Inventar
#14 erstellt: 29. Nov 2009, 17:36
Hallo Jakob,

ich nehme an, gereinigt und neu geschmiert hast du die Mechanik noch nicht?


Der Stift im TK federt auch ordentlich rein und wieder raus, wie die anderen? Hast du die Stirnflächen der Stifte schon gereinigt, ebenso die Kontakte in der Headshell (dort wo die Stifte dann rangedrückt werden)?


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 29. Nov 2009, 17:49
Hallo Benjamin,

nein, gereinigt ist noch nichts. Also laut Anleitung soll ich die Mechanik mit Spiritus vom alten Fett/Öl befreien, und am besten nirgends Ölen.

Bei nochmaliger Betrachtung des Stifts wird mir klar, das da die Feder fehlt. Das kann man wohl getrost vergessen.

Gruß,

Jakob


[Beitrag von *-JP-* am 29. Nov 2009, 17:55 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#16 erstellt: 29. Nov 2009, 18:17
Hallo Jakob,

genau, mit Spiritus das alte verharzte Fett wegmachen. An den Stellen, wo altes Fett war, soll auch sparsam wieder neues hin.
Am besten ein nicht allzu zähes Kugellagerfett o.ä.



Ohne Feder kann das mit dem Stift natürlich nicht funktionieren, schade.


Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 29. Nov 2009, 18:22
Hi Benjamin,

dann werd ich mal ans reinigen machen.

TK, Ersatznadel und Justierschablone sind bestellt, danach sollte er ja wieder vernünftig laufen.

Ist eh nicht für mich, der gehört meinem kleinen Bruder.

Für mich selbst schau ich gerad bei eBay, was da so in nem angemessenen Preisrahmen angeboten wird.

Gruß,

Jakob
*-JP-*
Ist häufiger hier
#18 erstellt: 30. Nov 2009, 03:07
So nach langem Putzen und noch längerem wieder Zusammenbauen siehts jetzt wieder gut aus. Das Laufwerk läuft wieder, die Automatik funktioniert auch wieder, fehlt also nur noch die neue Headshell, dann müsste wieder alles gut gehen.
Bepone
Inventar
#19 erstellt: 30. Nov 2009, 08:02
Hallo Jakob,

na also, da sieht's doch gut aus!

Je nach deinem handwerklichen Geschick solltest du noch Motor-, Reibrad- und Tellerlager reinigen und schmieren, damit der 1228 zur Hochform auflaufen kann und noch lange Freude macht.

Motorlager, Reibradlager und Tellerlagerdorn mit Motorenöl 15W-40, untenliegendes Kugellager des Plattentellers mit Wälzlagerfett.



Gruß
Benjamin
*-JP-*
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 30. Nov 2009, 10:41
Danke Benjamin,

da werd ich mich dranmachen sobald ich das entsprechende Öl aufgetrieben habe.

Nochmal zu was anderem:

Im Dual Board hab ich regelmäßig was von "Knallfröschen" gelesen. Hat der 1218 solche? Wenn ja wo, und was muss ich kaufen um die auszutauschen?

Gruß, Jakob
Bepone
Inventar
#21 erstellt: 30. Nov 2009, 12:01
Hallo Jakob,

gern geschehen!

Knallfrösche gibt es bei Dual in Netzteilen oder parallel zum Schalter.
Es sind Entstörkondensatoren, die irgendwann mal mit Knall und Rauch hochgehen.

Der 1218 hat kein Netzteil, und im Schalterkästchen ist, denke ich, ein runder Folienkondensator eingebaut. Diese sind nicht "explosionsgefährdet".

Mach evtl. mal das Schalterkästchen auf und ein Bild, dann kann ich dir sagen ob du ein gefährdetes Exemplar hast oder nicht.


Gruß
Benjamin
Raydiosound
Neuling
#22 erstellt: 05. Jun 2015, 10:22
Hallo,
ich bin neu hier und wollte nochmal auf den Hauptthread defekter Start/Stop-Schalter zurückkommen, was neben dem fehlenden Steuerpimpel scheinbar ein häufiger Defekt ist.

Ich muss dazu sagen, dass ich meine Grundig HiFi Studio 2040 kürzlich vom Sperrmüll (!) geholt habe. Und ich bin überaus begeistert, dass sich bei dem Gerät und dem eingebauten Dual 1218 überhaupt noch was tut. Nach kurzer Überprüfung und Grobreinigung des Steuer- und Reibrades (und ja, auch dank diesem genialem Forum) habe ich beschlossen, den Dual als Zweitdreher in der Bastelwerkstatt einzusetzen. Diese robuste Qualitätstechnik hat es nicht verdient, auf dem Schrott zu landen. Daher bin ich für weitere Tipps hier aus dem Forum sehr dankbar.

Nach dem Ersetzten des Steuerpimpels stellte ich fest, dass die Automatik des 1218ers grundsätzlich läuft,
allerdings wie bei *-JP-* dreht der Teller permanent. Der Startschalter fühlt sich allerdings etwas "schwammig" an und hat ein großes Spiel. Beim drücken auf Start passiert noch nichts, erst wenn man den Schalter noch weiter gedrückt hält, fährt die Automatik an. Der Tonarm zuckt kurz nach innen, senkt sich dann aber an der richtigen Position für LP/10"/7". Abschalten funzt normal, bis auf dem weiterdrehenden Teller.

Liegt dieses Problem also nur an der Reinigung bzw. verharzten Mechanik (dann würde ich mich da nochmal drübermachen) oder könnte auch irgendwas an der Schaltermechanik ausgehängt oder verbogen sein?
Wer kann mir spontan ein brauchbares neues System für Heavy-Rock-Metal – also eher für "Krach" empfehlen?

Schonmal Danke… Ray
evilknievel
Inventar
#23 erstellt: 05. Jun 2015, 11:20
Hallo,

das mit dem schwammigen Starthebel kenne ich. Das ist ein mechanisches Problem. Wenn es ein Dual 601 wäre, könnte ich dir auch die Lösung anbieten. Leider ist die Mechanik beim 1218 völlig anders.
Entharzen und neu fetten hilft immer weiter. Außerdem würde ich vor der Inbetriebnahme prophylaktisch einen Startdurchgang mit verrriegeltem Tonarm durchführen. Damit bringst du die Automatik in Grundstellung.

Ansonsten hilft dir das Servicemanual weiter. Dort sind viele Problemlösungen zu finden.

http://dual.pytalhost.eu/1228s/

Falls auf dem Dreher ein M75 von oder eins der Derivate verbaut ist, kann man für den Bastelkeller durchaus eine Cleorec Nachbaunadel verwenden. Rockt gut, löst aber nicht sehr fein auf.

Gruß Evil


[Beitrag von evilknievel am 05. Jun 2015, 11:21 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#24 erstellt: 05. Jun 2015, 12:08
Hallo,

der weiterdrehende Teller liegt meist an einem durchgepfiffenen Kondensator (überbrückt den offenen schalter) - den ersetzen, dann schaltet der Motor auch ab.

Dann kann man auch sofort die Kontakte vom Schalter reinigen (bitte nur mit sanften Mitteln oder bei Verwendung von Kontakt 60 danach DURCHSPÜLEN mit Kontakt WL und Pflegemittel Kontakt 61 druff).

Peter


[Beitrag von 8erberg am 05. Jun 2015, 12:11 bearbeitet]
Jockel_1970
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 05. Jun 2015, 13:25

Raydiosound (Beitrag #22) schrieb:
Hallo,

Nach dem Ersetzten des Steuerpimpels stellte ich fest, dass die Automatik des 1218ers grundsätzlich läuft,
allerdings wie bei *-JP-* dreht der Teller permanent. Der Startschalter fühlt sich allerdings etwas "schwammig" an und hat ein großes Spiel. Beim drücken auf Start passiert noch nichts, erst wenn man den Schalter noch weiter gedrückt hält, fährt die Automatik an. Der Tonarm zuckt kurz nach innen, senkt sich dann aber an der richtigen Position für LP/10"/7". Abschalten funzt normal, bis auf dem weiterdrehenden Teller.

Hallo Ray,

am besten im Dualboard anmelden und nach "Rillenachse" suchen ... Oder das hier lesen. Was du beschreibst ist das Standardproblem bei lange untätigen Dual 121x mit entsprechendem Wartungsstau.

Gruß
Jörg
Raydiosound
Neuling
#26 erstellt: 06. Jun 2015, 07:11
Erstmal vielen Dank für die hilfreichen Hinweise und Links, ich war gestern nochmal mit dem Service-Manual drübergegangen und bin auch draufgekommen, dass es sich um ein rein mechanisches Problem handelt. Scheinbar fährt der Schaltarm bei Nullposition nicht in die Nut im Kurvenrad. Wenn ich nachdrücke, klickt der Schalter sauber und Motor stoppt. Dann werd ich mir heut mal das schwergängige Rillenachs-Lager vornehmen und alles lt. Service-Anleitung neu justieren… dann müsste es ja funktionieren, sofern nicht doch irgendwo eine Rückholfeder fehlt.

Zum System schau ich mich dann hier nochmal um, wenn die Mechanik tadellos funzt. Jetzt ist das originale SHURE M91 verbaut. Hätte schon gern wieder was vergleichbares oder ein Orthophon-System.
Die Audio-Technica-Ersatznadeln haben mich bei meinem Grundig PS4500 nicht wirklich vom Hocker gerissen…

Viele Grüße
Ray
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 06. Jun 2015, 08:50
Hallo,

ein anderes System ist selten nötig, für höhere Ansprüche gibt es auch noch Jico-Nadeln mit SAS-Schliff.

Peter
Jockel_1970
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 06. Jun 2015, 09:35

Raydiosound (Beitrag #26) schrieb:
Dann werd ich mir heut mal das schwergängige Rillenachs-Lager vornehmen und alles lt. Service-Anleitung neu justieren… dann müsste es ja funktionieren, sofern nicht doch irgendwo eine Rückholfeder fehlt.


Hallo Ray,

das ist mit ziemlicher Sicherheit der richtige Weg und die Lösung für dein Problem. Den 1218 gab es mit der Rückholfeder (Schenkelfeder) und ohne - auf die Funktion wirkt sich das nicht aus. Davon also nicht ablenken lassen. Du bist bald um einen gut funktionierenden Dreher und ein bisschen Erfahrung (was Dual Reibradler angeht) reicher. Ganz sicher ...

Gruß
Jörg
Raydiosound
Neuling
#29 erstellt: 06. Jun 2015, 18:16
Hat geklappt, 1218er schaltet wieder sauber ab. Dank an alle Beteiligten!
Werd ich mich mal Zwecks System den anderen Threads widmen…

Ray


[Beitrag von Raydiosound am 06. Jun 2015, 18:17 bearbeitet]
Raydiosound
Neuling
#30 erstellt: 06. Jun 2015, 18:26

8erberg (Beitrag #27) schrieb:
Hallo,

ein anderes System ist selten nötig, für höhere Ansprüche gibt es auch noch Jico-Nadeln mit SAS-Schliff.

Peter



Hallo Peter,
du meinst also, ich sollte nur eine neue Nadel für das M91 besorgen?
Das Problem ist, das S-M-Einstellrad für Einzel- bzw. Wechslerfunktion ist abgebrochen. Ich musste den Tonabnehmer einklemmen, damit er halbwegs waagrecht zur Platte liegt. Die Nadel sitzt bedrohlich tief, das Kunststoff schabt schon fast auf der Vinyl, bei fast keinem Auflagegewicht.

Ray
8erberg
Inventar
#31 erstellt: 06. Jun 2015, 20:27
Hallo,

evtl. kann das TK repariert werden, siehe http://www.dual-board.de/index.php?page=Thread&threadID=45213

Wenn nicht brauchst Du ein neues TK aber kein neues System.

Peter
Raydiosound
Neuling
#32 erstellt: 07. Jun 2015, 07:22
Cool, danke für den Tipp,
das hört sich nach einer guten Option an. Könnt ich mit meinem Modellbautalent aus der Kindheit sogar hinkriegen;-)
Und die angebotenen Shure-Nachbaunadeln (z.B. William Thakker Nadel für Dual DN 340 DM101MG Shure N / M 91 GD *NEU*) sind soweit okay? Welche würdest du empfehlen?

IMG_3855

Das Shure scheint auf der beweglichen weißen Platte verklebt zu sein, wie bekomme ich das ab, falls ich z.B. ein Orthophon OMB 10 installieren wollen würde?

Danke und Gruß
Ray
akem
Inventar
#33 erstellt: 07. Jun 2015, 12:27
Das System sieht sehr nach "Klick In" Befestigung aus. Dreh das TK mal um, dann solltest Du einen offenen Bereich in dem weißen Teil sehen. Da ist das System mit 2 Clipsen eingeklickt. Wenn Du mit einem kleinen flachen Schraubendreher zwischen das weiße Teil und dem Clips reinstocherst und etwas rumhebelst, dann solltest Du das System in der Hand haben.
Übrigens passen auch normale Halbzollsysteme in den TK. Aufpassen mit der Systembreite, da kann es Systeme geben, die zu breit sind (z.B. wurde mir mal gesagt, daß die Ortofon 2M zu breit seien).

Ich hatte mal eine Thakker-Nachbaunadel für das Shure M44 / M75. Klang schauderhaft... Nimm lieber eine Cleorec oder wenn es richtig gute klingen soll ein neues System oder eine Jico SAS Nadel. Kostet dann aber eine Kleinigkeit mehr, aber Qualität kostet nun mal Geld... Dazu kommt, daß die Shures aus den 60ern und 70ern sind und die Zeit ist auch nicht stehengeblieben.

Gruß
Andreas
evilknievel
Inventar
#34 erstellt: 07. Jun 2015, 15:34
Wenn ich mich recht erinnere gibt es im dual-board jemanden der die Rändelschraube als 3D Druck Nachbau verkauft.
Falls du die Wechselfunktion nicht nutzt, kannst du auch ein Dual Headshell TK14 oder TK24 verwenden. Allerdings muß man dann auf den vertikalen Spurwinkel "VTA" achten. Man kann mit einer dickeren Tellermatte gegensteuern, Distanzplättchen verwenden oder ein sehr hoch gebautes System benutzen.

Gruß Evil
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