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Plattenspieler

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Beitrag
zimac
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 27. Jul 2010, 20:49
Guten Abend,

ich bin ein totaler Ahnungsloser im Bereich der Plattenspieler (war auch nicht meine zeit ;-D )und bräuchte euren Rat.
Ich würde ganz gerne neben meiner großen CD-Sammlung eine zweite Sammlung anlegen; diese wird die ältere und vor meiner Zeit dagewesene Musik abdecken. Dazu passend - die Technik.
Nur welchen Plattenspieler kaufen, wenn keine Ahnung vorhanden ist. Und ein wenig Hörgenuss sollte doch schon sein. Mein Budget ist auch ein wenig erschöft, nach meinen Neuerungen.
Mich würde interessieren, wie ihr Folgendes bei einem Auktionshaus bewertet ...
http://cgi.ebay.de/w...geName=STRK:MEWAX:IT
Mal abgesehen vom Preis und dergleichen. Rein objektiv, rein komponententechnisch gesehen. Ist so etwas kaufbar ?? Oder doch eher Finger weg !! ?? und falls dies eintritt, was empfiehlt ihr stattdessen ??

Natürlich hab ich schon die Suchfunktion genutzt, habe auch einiges erfahren können. Nur zum Thema Direkttriebler sieht es dort etwas mau aus.

Freue mich auf rege und informelle Antworten

Gruß Zimac
discrete-head
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 27. Jul 2010, 21:35
Im Prinzip ein ordentliches Gerät. Die von diesem Verkäufer angebotene Ware sieht eigentlich immer recht gut aus. Preislich kommt auch immer noch das mitgelieferte System zum Tragen. Ach ja- Preis, wieviel darf der Dreher denn kosten und wieviel Hörgenuss soll der denn bieten? Der von dir vorgeschlagene Technics hatte übrigens scheinbar auch keine Haube. Hast du denn einen geeigneten Verstärker(welchen) mit Phono Eingang(MM/MC)? Sonst kommt auch noch eine Vorstufe hinzu.
-Vintage-Fan-
Inventar
#3 erstellt: 27. Jul 2010, 21:39
Den Verkäufer kann ich empfehlen. Ein Freund von mir hat bei dem auch mal was gekauft !!

Achtung : Ich bin nicht der Verkäufer !!!!
komme ja aus München !!!

Gruss
Mani
Sankenpi
Gesperrt
#4 erstellt: 27. Jul 2010, 22:07
Zum Einstieg kann es ruhig ein Direktantrieb sein.
Da kommen viele Dreher in Frage. Technics ist schon mal eine bank - und dann kommt die frage: welches System...
Käfermicha
Stammgast
#5 erstellt: 27. Jul 2010, 22:12
Was für einen Verstärker hast Du? Ggf. noch an den Vorverstärker denken...
wegavision
Inventar
#6 erstellt: 28. Jul 2010, 07:00
Wobei man bei Technics natürlich auch aufpassen muss, die haben so viele Spieler gebaut. Finger weg von Riemenantrieb, die sind Billigzeug, und natürlich auch nicht die 80er Plstik-Spieler.

Im Prinzip kann man die Güte am Gewicht ablesen (das geht natürlich bei Ebay schlecht. Die guten sind aus Alu und haben unten eine Stahlplatte, das wiegt. Die vierstelligen sind eigentlich alle zu empfehlen, es gab aber auch hier Einsteigergeräte mit Pressspan-Abdeckung unten. Auch die SL-Q und SL-D Serien haben sehr gute Spieler, die verschiedenen Serien unterscheiden sich hauptsächlich optisch.

Der Preis des angebotenen Gerätes ist vielleicht etwas hoch geraten, weil ohne Haube, Gebrauchsspuren und mit nicht so tollem Systen.
Schwergewicht
Inventar
#7 erstellt: 28. Jul 2010, 10:18
Hallo,

ich hoffe, dass der Threadersteller nicht zugeschlagen hat, denn bei dem SL-3210 handelt es sich um einen preiswerten "Einstiegsdirekttriebler" der DM 300,-- Klasse aus 1978.

Bei Ebay ist er zuletzt für 41,26 Euro verkauft worden.

http://cgi.ebay.de/T...&hash=item4cf073e67f

Selbst die 41,26 Euro sind für den 3210 eher zu viel, die 106,-- Euro für einen 330,-- DM Plattenspieler und dann noch ohne Haube sind allerdings ein (sehr schlechter) Witz.

Allerdings hätte der Käufer (egal wer) zumindest vorher mal bei Ebay unter erledigte Angebote nachsehen sollen, bevor er 106,-- Euro für diesen preiswerten und neben fehlender Haube/Scharniere zusätzlich auch noch schlecht erhaltenen (vermackt/verkratzt, ist auf den Bildern gut sichtbar) Dreher bietet, daher kann man nur sagen, leider selber schuld.


Dieser hochwertige Schwergewichtsplattenspieler verfügt über den selben Direktantrieb wie der 1210er.....


Wobei man solches und ähnliches Geschwurbel als "seriöser" Verkäufer auch nicht zu schreiben braucht (wobei jetzt ja wohl kein User mit der "naiven" Aussage kommt, die haben ja auch beide einen Direktantrieb). Auf jeden Fall kann ein "uninformierter" Leser dieser Anzeige zu dem Schluss kommen, die beiden (1210/3210) sind/haben ein praktisch "gleiches/ähnliches" Kaliber.



[Beitrag von Schwergewicht am 28. Jul 2010, 11:04 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#8 erstellt: 28. Jul 2010, 10:48
Hallo erstmal,
meiner langjährigen Erfahrung nach, hat Schallplattenwiedergabe so seine versteckten Tücken. Unter Umständen hat ein moderner Hifi- Verstärker/ Receiver keinen Subsonicfilter- Filter ( in Deutschland so genannter Rumpelfilter ) mehr eingebaut, zumeist in Verbindung mit dem fehlenden Phono Vorverstärker/ RIAA Entzerrernetzwerk. Sollten dann "offene" Lautsprecher (Expo- Hörner, TML oder Dipole ) betrieben werden, können die Membranen zu unkontrollierten, tieffrequenten Auslenkungen angeregt werden - bedingt durch den vom Schalldruck (auch schon bei geringer Lautstärke) zu Resonanzen angeregten Tonarm.
Ich selber habe dieses Phänomen bei meiner Wiedergabekette beobachten können, da ich Expo Hörner und einen Röhrenvorverstärker ohne entsprechendem Filter und ohne Klangregelung (Eigenbaugerät) benutze.
Dieses geschieht auch bei Schallplattenspielern, die als sogenannte "Masse- Laufwerke" ausgelegt sind (bei mir ein zum 40 KG Masselaufwerk mit Elektronisch geregeltem Riemenantrieb umgebauten Dual 1219 + Shure M 95 ED TA System).
Ich wollte dieses nur mal zur Sprache bringen, ansonsten empfehle ich Dual Schallplattenlaufwerke. Schon ein Mittelklassedreher wie ein 1216 klingt mit einem vernünftigen System nicht übel. Wenn man jedoch "mehr" erwartet- wie wär`s mit einem 1219, 1229, oder evtl. ein 701.

Gruß
Arvid

p.s.: Ein Elac Miracord 50 H oder ein Laufwerk der 900er Serie ist natürlich auch nicht schlecht.


[Beitrag von tubescreamer61 am 28. Jul 2010, 11:06 bearbeitet]
agnes27
Stammgast
#9 erstellt: 28. Jul 2010, 13:29

Sankenpi schrieb:
Zum Einstieg kann es ruhig ein Direktantrieb sein.

Direkt Antrieb ist eigentlich immer besser.
-Vintage-Fan-
Inventar
#10 erstellt: 28. Jul 2010, 13:46
ob Direktantrieb besser oder schlechter ist,kann man so pauschal nicht sagen....

Ich schwöre auch auf Direktantrieb,jetzt nicht unbedingt klanglich gesehen,sondern weil er einfach komfortabler und unproblematischer im Handling ist.Hatte mir mal den neuen Project Genie zugelegt,da kam ich ganz schön ins Schwitzen bis ich ihn zum Laufen brachte...

Für Einstieger ist deshalb ein Direktler besser

Gruss
Mani
EWU
Inventar
#11 erstellt: 28. Jul 2010, 14:16
"Direkt Antrieb ist eigentlich immer besser."

Warum?

Hallo Zimac,

wenn Du ein gebrauchtes Gerät kaufst, kannst Du Geld sparen.
Wenn:
-der Dreher in Ordnung ist
-das System in Ordnung ist
-das System richtig eingebaut ist
-Du den Dreher kennst, und somit beurteilen kannst, wie er
klingt
-Du eine Nadel tauschen kannst
-Du das Lager schmieren kannst
-
Der für Dich bessere Deal ist ein Neukauf bei einem Händler, da bekommst Du einen Dreher mit eingebautem System, kannst Probehören und bekommst sogar noch Garantie. Uns so teuer sind die auch nicht.

Gruß Uwe
zimac
Schaut ab und zu mal vorbei
#12 erstellt: 28. Jul 2010, 16:54
Hey,
entschuldigt die späte Antwort, aber im moment ists echt stressig - Klausurphase

Käfermicha schrieb:
Was für einen Verstärker hast Du? Ggf. noch an den Vorverstärker denken...

Ich habe einen Receiver mit Phono-Eingang. Das dürfte kein Problem sein.

Ob es jetzt ein Direkt-, Riemen- oder ein Reibtribler wird ist mir nicht so wichtig. Hauptsache der Plattenspieler ist was vernünftiges und, wie sagt man hier so schön, ist unkaputtbar.


Schwergewicht schrieb:
Hallo,

ich hoffe, dass der Threadersteller nicht zugeschlagen hat, denn bei dem SL-3210 handelt es sich um einen preiswerten "Einstiegsdirekttriebler" der DM 300,-- Klasse aus 1978.


NEIN !!! Natürlich habe ich nicht drauf geboten. erst wollte ich ja deine Antwort abwarten

Arvid, dein Einwand kann ich im moment noch nicht ganz folgen. Muss ich mir erst einmal in Ruhe anschauen. und das wird nachher sein.

Zusammenfassend schwebt mir ein solider Plattenspieler vor, der in mein Budget von round about 180 euro und zu meinem denon 2106 und (evtl passt dieser einwand zu Arvids Einwand) zu meinen RC-L-Paar passt.

Gruß
Sankenpi
Gesperrt
#13 erstellt: 28. Jul 2010, 18:19

agnes27 schrieb:

Sankenpi schrieb:
Zum Einstieg kann es ruhig ein Direktantrieb sein.

Direkt Antrieb ist eigentlich immer besser.


Sorry, das ist Quatsch.
Warum sind die meisten Spitzenlaufwerke dann mit Riemen ausgestattet?

Pauschal läßt sich jedenfalls nicht bestimmen, welches Prinzip besser ist.
Käfermicha
Stammgast
#14 erstellt: 28. Jul 2010, 19:48
Naja der Grund ist dass heutige Spitzenlaufwerke häufig Riemenantrieb haben weil es einfacher ist, Riemenantriebe zu konstruieren, den Aufwand für gute Direktantriebe kann heute kein Anbieter mehr leisten, wenn er neues entwickelt.
Sankenpi
Gesperrt
#15 erstellt: 28. Jul 2010, 20:00
Oh Mann...
Großmogul
Stammgast
#16 erstellt: 28. Jul 2010, 21:28

Sankenpi schrieb:


Sorry, das ist Quatsch.
Warum sind die meisten Spitzenlaufwerke dann mit Riemen ausgestattet?

Pauschal läßt sich jedenfalls nicht bestimmen, welches Prinzip besser ist.



... weil heute jeder Idiot mit einer Drehbank im Keller einen Riementriebler mit zugekauftem Synchronmotor basteln kann. Das ist keine technologische Herausforderung, sondern Simpeltechnik.
Dagegen ein Direktantrieb, z.B. wie ihn die alten Profi-Laufwerke von Denon, Technics, Sony (hätte gerne einen PSX-9) oder EMT haben, kann heute keiner mehr. Diese Technologie ist einfach verloren gegangen, weil zu kompliziert für den "audiophilen" Kleinserienhersteller.
Selbst ein Dual 701 mit EDS 1000 wäre heute nur noch für richtig viereckiges Geld realisierbar, denn das Rad müsste sozusagen neu erfunden werden.
Riementrieb ist technisch die schlechteste Lösung, aber die billigste und man kann damit so schöne Bohrtürme mit mehreren Motoren, die aufwendig synchronisiert werden müssen bauen...
Eigentlich ist sogar ein Reibrad besser als ein wabbeliger Gummiriemen oder ein String - ein Tape, unflexibel und hart angekoppelt hat dagegen Vorteile.
Daher auch die Renaissance z.B. der alten TD 124 oder Garrards...

Gruß
Großmogul

(der einen Riementriebler und einen Reibradler nutzt)


[Beitrag von Großmogul am 28. Jul 2010, 21:30 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#17 erstellt: 29. Jul 2010, 08:04
Ach Leute, was soll denn das Gelaber, defacto gibt es da keine Allgemeinweisheit.
Beide Antriebsarten haben ihre Vor- und Nachteile.
Allerdings ist es tatsächlich so, das heutzutage vermehrt Riemen angetriebene Laufwerke angeboten werden, weil schlicht und ergreifend Antriebsmotoren für direkt angetriebene Laufwerke in erforderlicher Qualität nicht mehr produziert werden (und infolge der Nachfrage die Produktion wohl auch kaum wieder aufgenommen wird).
Für einen riemengetriebenen Plattenspieler reicht die Qualität und Drehzahlkonstanz heutiger Tachogeregelter Gleichstrommotoren so gerade eben noch aus (ruck- bzw rumpelfreier Antrieb). Die Drehzahlregelung wird im allgemeinen durch die Regelelektronik und die Übersetzung des Motorpulleys zum Antriebsring des Plattentellers erreicht.
Bei direktgetriebenen Laufwerken sieht die Sache schon ganz anders aus, da der Plattenteller zumeist ein Teil des Motors ist. Die Drehzahlregelung ist dort um ein vielfaches komplizierter (langsamlaufender Motor).
Eine Möglichkeit wäre, einen Schrittmotor zu verwenden und die konstante Drehzahl über die Massenträgheit eines schweren Plattentellers zu erreichen.
Allerdings müsste die Schrittfolge eines solchen Motors sehr schnell und in kleinsten Schritten sein ( hab das mal bei einem Hitachi Direkttriebling so gesehen).

MfG
Arvid

p.s.: Was die sogenannten direktgetriebenen Profi- Geräte angeht, ein EMT 927 hat Reibradantrieb, ein EMT 928 hat Riemenantrieb und ein Thorens Reference hat ebenfalls Riemenantrieb - über die Qualitäten der vorgenannte Geräte besteht wohl kaum ein Zweifel.
Der Direktantrieb wurde bei EMT mit dem 950 eingeführt um eine kürzere Hochlaufzeit zu erreichen (sehr wichtig im Rundfunkbetrieb).


[Beitrag von tubescreamer61 am 29. Jul 2010, 08:36 bearbeitet]
Großmogul
Stammgast
#18 erstellt: 29. Jul 2010, 09:47
Naja, der EMT 928 ist ein umgelabelter TD 125 (einer der besseren Thorens, den ich jederzeit dem TD 126 vorziehen würde), aber die "klassischen" EMTs (927/30 und 938/48/50) sind Reibradler bzw. direktgetrieben. Das hat neben der kurzen Hochlaufzeit auch mit der Standzeit und der Langzeittauglichkeit zu tun. Da kommt ein Riementriebler einfach nicht mit. Die großen EMTs, der Sony PSX-9 oder ein Denon DP-100 sind ausserdem in Sachen Gleichlauf jenseits dessen, was ein Riementriebler jemals erreichen kann.

Heute finden wir nicht nur geregelte Gleichstrommotoren bei Riementrieblern, sondern gerne immer noch jede Menge simple, aber dafür solide Synchronmotoren, die ihre Drehzahl aus der Netzfrequenz generieren.

Andererseits bieten Riementriebler viel Raum um mit verschiedenen Antriebsriemen bzw. -strings oder sonstwas zu "experimentieren". Dabei gibt es auch bei den Freunden der riemengetriebenen Dreher keinen einheitlichen Standpunkt. Ein SME z.B. koppelt knallhart an, der Motor ist jederzeit Herr der Lage, während diverse Masselaufwerke mit ihren Winzmotörchen und String den laufenden Teller gerade mal vor dem verhungern retten. Da muss man vorher manuell anschieben. Von der Lagerbelastung (taumeln) durch permanentes Reiben des Riemens beim Ablauf mal ganz zu schweigen.
Meiner Meinung nach muss der Motor die Drehung der Platte steuern, nicht der Teller.

Gruß
Großmogul
wegavision
Inventar
#19 erstellt: 29. Jul 2010, 09:54
Das ist keine Glaubensfrage. Fakt ist aber, dass in den 70er und Anfang 80er die Spitzenmodelle (Dual, Technics) Direktantrieb waren, war damals einfach teurer. Deshalb bekamen sie auch das bessere System oder auch bessere Tonarme. Besonders ist das - wie ich oben schon anmerkte - bei Technics, wo die Riementriebler nur die Hälfte wiegen, weil selbst die Zarge aus billigem Plastik ist. Daher ist man bei einem Klassiker mit Direktantrieb meist auf der richtigen Seite. In den 80er wurden dann irgenwann der Direktantrib so billig, dass das kein Qualitätskriterieum mehr ist.
Fhtagn!
Inventar
#20 erstellt: 29. Jul 2010, 12:08
Moin,

guten Gewissens kann ich dir die großen Kenwood KD Modelle empfehlen.
Da sind gerade einige interessante Exemplare in der Bucht:

Ein KD-750:
http://cgi.ebay.de/K...&hash=item2c560fe644
Meiner Meinung nach einer der besten DD-Dreher überhaupt.
Bei dem würde ich bis ca. 750€ mitbieten. So hoch wird der aber wohl nicht gehen.

Ein KD-990 der mit DJ-Tonabnehmer vergewaltigt wurde:
http://cgi.ebay.de/K...&hash=item2a08f28a42
Wert bis ca. 300€, da die Headshell und der TA neu müssen.

Ansonsten nach den Modellen Kenwood KD-990, KD-7010 und KD-8030 suchen, die sind sich sehr ähnlich.
Hervorragende Geräte, die leider nicht ganz billig zu haben, ihr Geld aber absolut wert sind.


Haakon


[Beitrag von Fhtagn! am 29. Jul 2010, 12:59 bearbeitet]
Großmogul
Stammgast
#21 erstellt: 29. Jul 2010, 12:45

Fhtagn! schrieb:
Moin,

guten Gewissens kann ich dir die großen Kenwood KD Modelle empfehlen.
...
Ansonsten nach den Modellen Kenwood KD-990, KD-7010 und KD-8030 suchen, die sind sich sehr ähnlich.
Hervorragende Geräte, die leider nicht ganz billig zu haben, ihr Geld aber absolut wert sind.


Haakon


Yep!!!

tubescreamer61
Inventar
#22 erstellt: 29. Jul 2010, 14:26
Okay, und warum haben dann einige der besten Dreher der Welt ( Platine Verdier, Micro SZ 1 T, Clearaudio Master Reference oder Thorens Reference MK1 ) Riemenantrieb?
Ich möchte ja hier keinen Stab für riemengetriebene Dreher brechen, aber irgendwas muß ja wohl dran sein.
Abgesehen davon ist es bei höchstwertigen Laufwerken immer so, das die Massenträgheit des Plattentellers den Gleichlauf "kontrolliert" und nicht der vergleichsweise "schwächliche" Motor. Eine Taumelbewegung des Plattentellers kommt bei konstruktiv vernünftiger Dimensionierung des Tellerlagers und einem gewissen Gewicht des Plattentellers zumeist sowieso nicht zum Tragen (ausserdem wirken die Kreiselkräfte, wenn sie auch sehr gering aufgrund der Drehzahl ausfallen stabilisierend auf die Konstruktion - dies noch stärker je weiter die Masse des Tellers am Aussenumfang liegt).
Also ist ein Direktgetriebener Dreher nicht zwangsläufig besser als ein Riemengetriebener (Erfahrungswert aus meiner mehrjährigen Berufspraxis als Radio- und Fernseh- / Audiotechniker)
Gruß
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 29. Jul 2010, 14:28 bearbeitet]
Käfermicha
Stammgast
#23 erstellt: 29. Jul 2010, 15:04
Nein es gibt natürlich sehr gute Riemengeräte. Den EMT-950 von einem Kumpel von mir würde ich dennoch gerne mal mitnehmen

M.E. macht das genau den Reiz von Plattenspielern aus: Eine grundsätzlich unvollkommene Technik hat genug Platz für wunderbare Glaubenskriege
Großmogul
Stammgast
#24 erstellt: 29. Jul 2010, 15:18
Der EMT 950 ist ein Direkttriebler .

... aber auch ein wunderbares Beispiel für den Gegenentwurf. Der Motor bestimmt den Gleichlauf, der Teller wiegt nur etwa 300g. Wie gesagt, es gibt keine Riementriebler, vor allem keine Masselaufwerke, die aufgrund des Dehnungsschlupfs Gleichlaufwerte wie besagter EMT oder Denon oder Sony PSX-9 erreichen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einem der von Arvid erwähnten Geräten und einem Sony PSX-9, dann wäre es der Sony!
Der Kreiselvergleich mit dem Teller stimmt nur teilweise, ein Kreisel dreht sich stabil, wenn er schnell läuft. Je langsamer er wird, desto mehr fängt er an zu taumeln und er steht nicht mehr auf de Spitze, sondern fährt eine Kreisbahn.
Und wenn die Achse auch noch lang ist, haben wir einen schönen Vektor dazu. Ganz schlecht.
Ein Direkttriebler zentriert sich selbst, natürlich ist das Magnetfeld nicht 100% gleich, aber im Ganzen deutlich stabiler als ein einseitiger Zug durch Riemen, der je nach je nach Spannung und Beschaffenheit auch noch Geräusche im Lager macht....

Gruß
Großmogul
tubescreamer61
Inventar
#25 erstellt: 29. Jul 2010, 16:43
Dazu sag` ich jetz mal nix mehr (aber nicht weil ich sprachlos oder vom Gegenteil überzeugt wurde).
Jeder hat so seine Überzeugungen und Affinitäten (was eigentlich ja auch nicht verwerflich ist).

MfG
Arvid


[Beitrag von tubescreamer61 am 29. Jul 2010, 16:45 bearbeitet]
Fhtagn!
Inventar
#26 erstellt: 29. Jul 2010, 16:59
Das gehört auch nicht hierher, komplett OT!!!

Der TE will Beratung zum Kauf eines PS, keine Diskussion um den besseren Antrieb.
germi1982
Moderator
#27 erstellt: 29. Jul 2010, 17:03

Sankenpi schrieb:
Oh Mann...



Nix oh Mann...er hat vollkommen recht. Es gibt einen Direkttriebler in dem Spitzenbereich von Brinkmann, der basiert vom Motor und der Regelung auf dem Dual EDS 920, also dem Motor der im Dual 704 verbaut wurde. Bei dem Preis der für das Gerät aufgerufen wird setzt du dich auf den Hintern...Brinkmann Oasis kostet 16000€.

http://www.stereopla...is-basis-317003.html


[Beitrag von germi1982 am 29. Jul 2010, 17:06 bearbeitet]
Käfermicha
Stammgast
#28 erstellt: 29. Jul 2010, 17:36
Jo ich weiß dass der nen Direkttriebler ist, ich meinte auch (da kam dann Chefin rein eigentlich nur, dass es sicher gute Riemengeräte gibt, aber dass ich lieber nen EMT 950 als einen sündhaft teuren Riemendreher holen würde... Sprich Spitzenklasse a la EMT 950 muss erstmal ein Riemendreher erreichen.

So oder so, sorry fürs Off Topic gehen. Es ist zusammengefasst für den Anfang völlig egal was man für eine Antriebsart man holt.

Wichtig ist dass man keinen Schrott kauft. Es gibt miese Direkttriebler (wenngleich eher weniger, weil das Konzept ja schon besser ist), miese Riemenspieler, miese Reibradspieler.

Daher bleibe ich wie die anderen auch bei der Empfehlung: Lieber was gescheites gebrauchtes. Bei Dual und anderen deutschen Geräten evtl. noch an den Adapter denken.
germi1982
Moderator
#29 erstellt: 29. Jul 2010, 19:24
Alternativ umrüsten von DIN auf Cinch, dazu gibts auch Dual eine offizielle Anleitung, denn die haben auch damals nach Kundenwunsch den Anschluss geliefert. Da aber die meisten deutschen Kunden Verstärker/Receiver mit DIN-Anschlüssen hatten, findet man die gebrauchten Dual-Plattenspieler meist mit DIN-Stecker.

Und in der Regel fährt man mit gebrauchten Plattenspielern besser, zu der Zeit waren die Geräte Massenprodukte und man bekommt für einen niedrigen Preis ein ordentliches Gerät. Heute ist das mehr was für Exzentriker, dementsprechend sind die Stückzahlen bei der Fertigung von Plattenspielern gering und die Geräte auch weitaus teurer als zur Hochzeit dieser Geräte.

Und mit einem Direkttriebler ist man als Anfänger direkt sehr gut bedient, denn die Antriebe sind eigentlich praktisch wartungsfrei. Bei alten Riemen- oder Reibradantrieben muss man meist was machen, und wenn es nur der Riementausch ist. Manchmal kommt dann aber noch verharztes Schmiermittel oder Arbeiten am Tellerlager dazu. Also nicht Plug&Play. Wer da aber geschickte Hände und Lust am Basteln hat, für den ist das natürlich was.

Und ein Riementriebler kann auch gut sein was Gleichlauf betrifft, aber da muss die Konstruktion gut sein. Leider ist der Gleichlaufwert nicht langzeitstabil, je älter der Riemen wird desto schlechter wird der Gleichlauf. Zudem muss man immer aufpassen, ja nicht Pulley oder die Lauffläche des Riemens berrühren. Gleiches gilt für Reibrad, und da auch nicht die Innenfläche des Tellers berrühren. Das kann durch das Hautfett zu einem Schlupf und somit zu Gleichlaufschwankungen führen. Falls man doch mal die Laufflächen, also Subteller oder Teller, berrührt hat, am besten mit einem mit Isopropanol getränkten Lappen abwischen.


Und auch Riemenantriebe können kompliziert sein. Dual hatte einen quarzgeregelten Riemenantrieb entwickelt...

Für meinen Teil empfehle ich Dual 704 oder 721, falls es billiger sein soll 604 oder 621. Erstere sind exzellente Geräte mit großem Umfang an Features wie einstellbare Absenkgeschwindigkeit des Liftes(721), einfach verstellbare Höhe der Tonarmbasis (721 und 704), Aufsetzhilfe/Rillenfinder (704). Kardanische Tonarmlagerung und dynamische Auflagekraft haben die alle. Das kostet bei einem Neugerät gleich richtig Zaster...

@Großmogul:

Das Wissen ist nicht verloren, es existieren noch Serviceanleitungen. Hier findet man den kompletten mechanischen Aufbau des EDS 1000 inklusive eines Schaltbildes der Regelung. Das gilt auch für EDS 1000-2 vom 721 und dem EDS 920 vom 704.... aber es kostet einfach weitaus mehr Geld und drückt die Marge des Herstellers denn das wäre kein Standardteil sondern müsste so hergestellt werden. Die Platinen wären auch kein Standardteil, müsste auch selber hergestellt werden. Das ist ja auch der Grund warum man in solchen Geräten keine Automatik findet, die ist aufwändig wenn sie gut sein soll und eben nicht den Klang stören soll. Und aufwändig kostet immer Geld...


[Beitrag von germi1982 am 29. Jul 2010, 19:44 bearbeitet]
Großmogul
Stammgast
#30 erstellt: 29. Jul 2010, 20:02

germi1982 schrieb:


Und mit einem Direkttriebler ist man als Anfänger direkt sehr gut bedient, denn die Antriebe sind eigentlich praktisch wartungsfrei. Bei alten Riemen- oder Reibradantrieben muss man meist was machen, und wenn es nur der Riementausch ist. Manchmal kommt dann aber noch verharztes Schmiermittel oder Arbeiten am Tellerlager dazu. Also nicht Plug&Play. Wer da aber geschickte Hände und Lust am Basteln hat, für den ist das natürlich was.



Völlig Zustimmung! Meine Zicke namens 1229 macht mir dauernd Stress... Die Automatik ist eine echte Diva, mal geht sie, mal weigert sie sich.



Für meinen Teil empfehle ich Dual 704 oder 721, falls es billiger sein soll 604 oder 621.


Die Halbautomaten (x04) sind für den Anfänger sicher besser geeignet.



@Großmogul:

Das Wissen ist nicht verloren, es existieren noch Serviceanleitungen. Hier findet man den kompletten mechanischen Aufbau des EDS 1000 inklusive eines Schaltbildes der Regelung. Das gilt auch für EDS 1000-2 vom 721 und dem EDS 920 vom 704.... aber es kostet einfach weitaus mehr Geld und drückt die Marge des Herstellers denn das wäre kein Standardteil sondern müsste so hergestellt werden. Die Platinen wären auch kein Standardteil, müsste auch selber hergestellt werden. Das ist ja auch der Grund warum man in solchen Geräten keine Automatik findet, die ist aufwändig wenn sie gut sein soll und eben nicht den Klang stören soll. Und aufwändig kostet immer Geld...


Die Platinen wären heute bei den winzigen Losgrößen Einzelanfertigungen, früher waren das industrielle Großserienprodukte. Andererseits sind heute die früher noch diskret aufgebauten Regelungen heute mit einem Käfer genauso gut abbildbar.
Brinkmann ist meines Erachtens keine Alternative und was die stereoplay schreibt, zeugt nur ein weiteres Mal, dass dieses Käseblatt absolut keine Ahnung von Plattenspielern hat. Es wird immer noch die alte Highender Legende von den ach so un-audiophilen DDs hochgehalten. Schon damals Unsinn und durch Wiederholung nach 25 Jahren immer noch nicht wahr.

Neben Dual gibt es noch die großen Japaner. Die damals verbauten Quarzgeregelten DDs sind heute leider kein Thema mehr und die Entwickler vermutlich längst in Rente. Lohnt sich einfach nicht mehr. Und der gestandene "HighEnder" stellt sich lieber einen Bohrturm mit Stringantrieb hin - dessen Hersteller mal vorsichtshalber keine Messwerte publiziert
Leider!

Gruß
Großmogul


[Beitrag von Großmogul am 29. Jul 2010, 20:49 bearbeitet]
-Vintage-Fan-
Inventar
#31 erstellt: 29. Jul 2010, 20:27
Mann mich juckt`s schon wieder !! Hammerteil
http://cgi.ebay.de/B...&hash=item45f4463a21
Fhtagn!
Inventar
#32 erstellt: 29. Jul 2010, 20:36
Rein optisch sieht der aus wie aus dem, was in der Werkstatt gerade noch so rumlag zusammengezimmert.

Schröcklich!

Sankenpi
Gesperrt
#33 erstellt: 29. Jul 2010, 20:48
Das MC10 will nicht so recht dazu passen...
armin777
Gesperrt
#34 erstellt: 30. Jul 2010, 17:01
Der sehr lange Text birgt manche lustige Formulierung:


Dann merkt man die Präzession des Laufwerks, vor allem die Laufruhe wird sichtbar.


Beste Grüße
Armin
achim96
Inventar
#35 erstellt: 30. Jul 2010, 17:22
ich seh nix


Dann merkt man die Präzession des Laufwerks, vor allem die Laufruhe wird sichtbar.
TomBe*
Inventar
#36 erstellt: 31. Jul 2010, 07:11
Bj. 2008 ? Da führte schon Frau Scheu das Geschäft, da ihr Mann 2004 verstorben ist.
Wenn, dann würde ich einen >2004 suchen auch wenn es makaber klingt .
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