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Tonabnehmer gesucht/Systemverbesserung

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MACxi
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Aug 2011, 18:24
Hallo,

ich besitze einen Dual 1226 auf dem bis vor kurzem ein Shure M75D montiert war. Da ich mal einen neuen Tonabnehmer ausprobieren wollte, habe ich mir einen AT95E bestellt und bin leider mit dem Klang nicht wirklich zufrieden.

Aus meiner Sicht klingt der AT95E wenig dynamisch. Einfache Rockklänge bekommt er recht gut hin, sobald es aber komplexer und damit dynamischer wird (z.B. Pink Floyd oder auch Jazz) merkt man, dass er überfordert wird.
Ebenso wirkt der AT sehr steril. Der "warme" Klang der Platte wird kaum wiedergegeben.


Ich suche also einen Tonabnehmer, der wärmer klingt, dabei aber immer noch sauber abtastet. Mir sind die Höhen wichtiger sind als die Bässe.
Ich höre alles von The Doors über Pink Floyd bis hin zu Tom Waits. Als AMP dient ein Pioneer A-109 und meine LS sind JBL Xti 40.

Preislich würde ich 100€ ausgeben wollen. Ist es ein bisschen mehr macht es nichts, weniger ist aber auch gut

Oder sollte ich gleichzeitig zum Abnehmer auch an ein Upgrade des AMPs nachdenken?

Danke!


[Beitrag von MACxi am 11. Aug 2011, 18:25 bearbeitet]
luckyx02
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 11. Aug 2011, 21:33

Ich suche also einen Tonabnehmer, der wärmer klingt, dabei aber immer noch sauber abtastet. Mir sind die Höhen wichtiger sind als die Bässe.

...wenn er wärmer klingen soll, sind es kaum die Höhen die fehlen.
Empfehlen könnte ich dir ein Sumiko Oyster oder Sumiko Black Pearl. Für einige ist das schon das Platten-nirvana....
Hier mal die Bewertungen für beide Systeme aus:

DIE Liste


Sumiko Oyster = 3+ > Ein audiophiles Highlight für unter 50€. Wo gibts das schon ? Wunderschön musikalisches System mit echten Tiefbass, nicht besonders sauber aber wer bemerkt das schon.... Dazu ein glänzender Hochton der sich gegen den Tiefbass wie helle Sterne am Nachthimmel absetzt. Auch hat es eine tolle Räumlichkeit. Und das schon seit fast 50 jahren, so alt ist es schon, auch verkauft in den 60ern als Nuway 88 ! Also Obacht, vielleicht hängt an der nächsten Dreherleiche solch eine Perle...




Sumiko Black Pearl = 3+ > Warm klingendes Rundnadel Systen mit zwar tief runter reichendem aber nicht sonderlich klaren Tiefbass. Recht gute Räumlichkeit, gute Stimmenwiedergabe mit feinen glänzenden Hochton. Etwas für einen langen Winterabend am Kamin, wird nie nervig auch nach stundenlangen lauten Hörsitzungen hat man ausgeruhte Ohren. Wird erst bei der 3.Platte so richtig symphatisch. Ein klein wenig ähnelt es dem Grado Reference...


mkoerner
Stammgast
#3 erstellt: 12. Aug 2011, 07:38
Hi,

Wenn du trotzdem nochmal AT probieren willst nimm ein AT120E oder noch besser (über Budget) ein AT-7V

Wenn du mit Shure zufrieden warst, dann ist ein M97xE eine gute Lösung (dunkleres Klangbild). Kann man dann noch sehr weit aufrüsten mit hochwertiger Nadel aus Japan (Jico SAS).

Ansonsten wäre noch ein Ortofon Vinylmaster Red (KEIN 2M Red) eine Option (schön schnell rockt gut).

Mike
killnoizer
Inventar
#4 erstellt: 14. Aug 2011, 13:36
Warum versucht ihr Jungs immer wieder mit einem System für 20,- eine hörbare Verbesserung zu erreichen ?? Die Grüne Pest taugt nur als Erstausstattung für Brettchenspieler ...


AT 120 E ist eine sehr gute Empfehlung , das Black Pearl ist auch nicht schlecht , erreicht aber in keiner Hinsicht die Klasse des AT !

Ja , ich hatte beide schon in Betrieb .

Ausserdem ist das AT eine hervorragende Basis um den Systemkörper mit noch wertigeren Ersatznadeln aus dem Audio Technica Programm aufzurüsten .


[Beitrag von killnoizer am 14. Aug 2011, 13:37 bearbeitet]
MACxi
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 14. Aug 2011, 22:04
Hallo,

entschuldigt meine späte Antwort aber die letzten Tage waren stressig.

Das AT120 habe ich mir mal genauer angesehen und ich bin mir nicht wirklich sicher ob es zu mir passt. Phonophono.de schreibt: "Das Klangbild ist insgesamt neutral mit einer leichten Tendenz zum Schlanken, Hellen und Feinen."
Wenn zum Beispiel Jim Morrison in LA Woman singt sollte es auf keinen Fall schlank und fein, sondern kraftvoll und direkt klingen. Genau das vermisse ich beim AT95E. Mein altes Shure 75D konnte das besser.
Daher ist mein aktueller Favorit das Shure M97xE. Leider wird es vergleichsweise selten empfohlen und auch phonophono schreibt vergleichsweise wenig darüber. Woran kann das liegen? Ist die oft bemängelte Serientreuung so gravierend, dass es sich selbst disqualifiziert oder gibt es andere Gründe? Wie zurückhaltend verhält es sich bei den Höhen? Von praktich nicht vorhanden bis schrill ist es ein weiter weg und beides ist schlecht. Leicht gedämpfte Höhen (etwas das das At95E überhaupt nicht macht) gefallen mir gut. Aber bei einem E-Gitarrensolo zum Beispiel dürfen die Höhen nicht untergehen...

Platz 2 auf meiner aktuellen Favoritenliste teilen sich das Ortofon VM Red und das Denon Dl-110. Wobei bei Denon der Reiz wohl darin liegt, ein MC-System zu haben. Andererseits hat es dadurch auch einen komischen Beigeschmack. Es ist halt eines der günstigsten MC-Systeme. Kann es mit gleichteuren MM Systemem konkurieren?

Was sagt ihr dazu? Und was würdet ihr im Bezug auf Räumlichkeit und sattem Klang empfehlen?
Danke!


[Beitrag von MACxi am 14. Aug 2011, 22:10 bearbeitet]
mkoerner
Stammgast
#6 erstellt: 15. Aug 2011, 07:37
Beim M97xE kommen zwei Probleme zusammen:

Zum einen die höhere Serienstreuung (wobei mir jemand erzählt hat das wäre besser geworden ?!). Die sorgt wenn man Pech hat für ein eher schrilles unausgewogenes Klangbild mit wenig Räumlichkeit. Wenns jedoch "stimmt" dann ist es eher etwas "samtiger" als eine neutrale Referenz (bei mir 2M Black, Sony XL-30) und mit schöner Räumlichkeit.

Zum anderen ist das M97xE auch bei den Abschlusskapazitäten ein "modernes" MM, die typischerweise für sehr niedrige Kapazitäten designed wurden. Wenn man das dann mit einem unglücklichen Setup betreibt (z.b. Cambridge Pres) die schon eine hohe Eingangskapazität haben und womöglich kein niederkapazitives Kabel nimmt dann hat man oft schnell mehr als 400pf zusammen. Das M97xE läuft aber mit deutlich unter 200pf am besten. Wenn man zuviel Kapazität hat wirds auch wieder schrill und unausgewogen.

Die VM oder OM Serie ist da deutlich anspruchsloser und konsistenter in der Fertigung, auch die 2M Serie ist kapazitiv nicht ganz so problematisch (aber schon mehr), deshalb gibt es über diese Serien mehr positives zu lesen.

Das wirklich geniale am M97xE ist halt die Möglichkeit für ca. 150€ aus dem TA einen Abtaster zu machen, der auf Augenhöhe mit so TAs wie dem AT150mlx, 2M Black, oder V15VxMR spielt.

Mike
Archibald
Inventar
#7 erstellt: 15. Aug 2011, 10:30
Hallo MACxi,

wer lesen kann, ist klar im Vorteil, ich hatte Dein Posting falsch verstanden, deshalb meine Korrektur.

Gruß Archibald


[Beitrag von Archibald am 15. Aug 2011, 10:32 bearbeitet]
MACxi
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 15. Aug 2011, 18:20
Worin unterscheidet sich der Ortofon VM Red vom Ortofon 2M Red (Blue wäre auch eine Alternative).

Wenn man das Blue zum Vergleich nimmt kommt man auf den selben Hersteller und einen ähnlichen Preis. Worin liegen die Unterschiede klanglicher Natur?
luckyx02
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 15. Aug 2011, 21:37


Das AT120 habe ich mir mal genauer angesehen und ich bin mir nicht wirklich sicher ob es zu mir passt. Phonophono.de schreibt: "Das Klangbild ist insgesamt neutral mit einer leichten Tendenz zum Schlanken, Hellen und Feinen."


...wie alle niederpreisigen AT's kann auch dieses keinen wirklichen Tiefbass und taugt nur auf hoffnungslos wummernden Drehern, oder mit 2Weg Minis wie zB. einer Mission 751, was.
Ausnahmen und deshalb sehr gesucht und selten, sind wohl nur das AT20SLa oder die AT ML 140-180OCC Serie.

Ortofon's 2M und VM sind wohl ziemlich ähnlich im Klang, beide überteuert, relativ weich im Anschlag und nicht wirklich für Pop und Rock zu gebrauchen.

Gute Ortofons sind eigentlich auch nur die alten VMS20E oder M20FL Super und andere aus dieser Familie.

Die Grado Prestige Serie, allen voran das Gold ist da auch noch zu empfehlen und das Nagaoka JT555. Mit denen ist man dem Vinyl Nirvana gerade bei Rockmusik schon sehr, sehr nahe...


[Beitrag von luckyx02 am 15. Aug 2011, 21:38 bearbeitet]
killnoizer
Inventar
#10 erstellt: 18. Aug 2011, 14:30

luckyx02 schrieb:


Das AT120 habe ich mir mal genauer angesehen und ich bin mir nicht wirklich sicher ob es zu mir passt. Phonophono.de schreibt: "Das Klangbild ist insgesamt neutral mit einer leichten Tendenz zum Schlanken, Hellen und Feinen."


...wie alle niederpreisigen AT's kann auch dieses keinen wirklichen Tiefbass und taugt nur auf hoffnungslos wummernden Drehern, oder mit 2Weg Minis wie zB. einer Mission 751, was.
Ausnahmen und deshalb sehr gesucht und selten, sind wohl nur das AT20SLa oder die AT ML 140-180OCC Serie.



EINSPRUCH !


grade der Tiefbass kommt sehr geschmeidig , und hoffnungslos wummerne Plattenspieler habe ich wohl eher nicht ( SONY PS-X 60 sowie diverse Technics DD's ) . Das AT überzeugt einfach , auch bei sehr langem Hören ohne zu nerven. Und es funktioniert auf verschiedensten Tonarmen von leicht bis mittelschwer . Ausserdem ist es in seiner derzeitigen Preisklasse konkurrenzlos gut verarbeitet .
Bepone
Inventar
#11 erstellt: 19. Aug 2011, 07:19
Hallo,

und so sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Geschmäcker und Eindrücke sind.


Tonabnehmerempfehlungen sind eine sehr schwierige und subjektive Sache.
Vielleicht sollte man auch mehr auf objektive Sachen wie Verarbeitung und Abtastfähigkeit (Tiefton, Hochton) eingehen.

Klangbeschreibungen können zwar bedingt hilfreich sein, aber am Ende muss jeder selbst hören, ob der Tonabnehmer gefällt.

Mir gefiel das Shure M97xE z.B. klanglich nicht sehr, obwohl ich auch sonst mehrere Shures habe und mit denen zufrieden höre. Über Verarbeitungsmängel, wie hier und da zu lesen, konnte ich mich aber nicht beschweren.


Gruß
Benjamin
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