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Technics SL-1210MK2 mit Denon DL-110 System justieren

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DeluxeReverb
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 04. Dez 2011, 17:18
Nabend zusammen,

ich drehe im wahrsten Sinne des Wortes so langsam am Rad.

Ich habe mit auf Empfehlung hin, ein Denon DL-110 für meinen Technics gekauft.
Nun habe ich den Tonabnehmer samt Headshell montiert und bekomme Ihn einfach nicht justiert.

Die Wiedergabe ist völlig abgehakt. Ich habe natürlich schon ein paar Threads durchgelesen, aber die Einstellung die dort vorgeschlagen werden, meist Ortofon Systeme, passen hinten und vorne nicht.

Ich gehe wie folgt vor:
Ich stelle das Gewicht, bei herabgelassenen Hebel, so ein das der Arm frei schwingt.
Dann stelle ich die Skala auf 0 (Halte das Gewicht natürlich dabei an seiner Position)
und gehe dann auf ca. 1,5-2,0 Gramm auf der Skala.

Dann wird mehrfach empfohlen das Anti-Skating so auf ca. 1,5 zu stellen.
Dabei reißt der Tonarm aber voll nach rechts. Also habe ich versucht eher Richtung 0,5 zu gehen.
Hier muss ich sehr penibel sein so wie es aussieht, damit die Nadel normal nach innen läuft.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so richtig ist. Die vorherigen Tonabnehmer konnte ich alle Problemlos allein dem Gefühl nach einstellen.

Sorry, dafür das dies bestimmt der xte Thread bzgl. dieses Themas ist. Aber ich muss eine Antwort speziell auf dieses System bezogen haben.
DeluxeReverb
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 04. Dez 2011, 18:19
:

So,
nach einer Stunde (Nach Threaderstellung) habe ich es jetzt endlich geschafft.
Meine Fresse ist das Ding eine Diva. Sollte mal ein Snickers essen.

Ich habe jetzt folgende Einstellung, falls sie jemanden interessieren:

Anti-Skating ziemlich genau auf 0,5 und das Gewicht steht auf 1,7.
Es war jetzt echt die Kombination, wenn ich einen Wert auch nur gering verändert habe, ging gleich wieder alles den Bach runter.

Aber jetzt klingt der Plattenspieler dafür deutlich besser als er je zuvor geklungen hat.
Ich möchte daher eine ganz klare Empfehlung bzgl. dieses Systems aussprechen
Trotz ein paar Zickereien.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 04. Dez 2011, 19:39
Moin,

mit dem System hat das Problem eigentlich nicht viel zu tun.
Das Antiskating arbeitet "im Verborgenen".
Beim Einpendeln des Arms muss es auf Null stehen.
Das AS wird erst nach dem Einstellen der Auflagekraft auf den selben Zahlenwert eingestellt.
Das ist meistens nicht exakt der optimale Wert, aber ungefähr.
Wenn das System auf der Platte nach aussen zieht, stimmt etwas anderes nicht.
Könnte sein, dass der Plattenspieler etwas schief steht, nämlich rechts zu tief.
Dann zieht der Arm zusätzlich etwas nach aussen. (rechts)
Die Toleranzen beim Antiskating kann ich nicht beurteilen, aber 0,5g zu 1,7g erscheinen mir zu hoch.
Da aber das AS eh relativ ukritisch ist, macht´s nichts, wenn sonst alles stimmt.

Gruss, Jens
Antiphon
Stammgast
#4 erstellt: 04. Dez 2011, 19:46
Hallo DeluxeReverb,

selber habe ich auch schon das Denon DL-110 an einem Technics 1210 montiert und dabei gab es keinerlei Zickereien.

Das der Tonarm (in Schwebeposition) bei erhöhtem Antiskating zurück zu seiner Ruheposition schwingt ist doch normal, dafür ist das Antiskating doch dar, sodass bei eingestelltem Auflagegewicht die Nadel genau senkrecht und mittig in der Rille sitzt.

Die abgehackte wiedergabe kann auch mit der nicht korrekten Justage der Nadel an der Headshell zusammenhängen! Hast Du das System einfach darunter geschraubt, oder nach einer Schablone justiert?

Beim Technics 1210 ist (als Richtwert) für das Antiskating der gleiche Wert wie die Auflagekraft einzustellen. In deinem Fall wäre das bei 1,7g = AS auf 1,7.

Ich hatte mein System nach der Schön-Schablone justiert und 1,8g als Auflagekraft ud AS auf 1,8 -> es klang wirklich gut!

Beste Grüße,
Steven!


[Beitrag von Antiphon am 04. Dez 2011, 19:48 bearbeitet]
DeluxeReverb
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 04. Dez 2011, 20:15
@rorenoren
Ah interessant,
das mit der Reihenfolge war mir z.B nicht bekannt. Habe dies aber vorhin als ich es dann "hinbekommen" habe Intuitiv so gemacht.

Habe jetzt aber auf euren Rat hin das ganze nochmal eingestellt und jetzt klappt es auch.

@Antiphon
Ich habe das System auch mit der beiliegenden Schablone installiert.
Interessant ist, ich habe gerade mal meine 1,7 Gramm mit deinen 1,8 Gramm verglichen.
Ich nehme hierbei tatsächlich einen Klangunterschied wahr der nicht unerheblich ist.
Es ist für mich nicht in Worte zu fassen was mir an deinen 1,8 Gramm besser gefällt, aber sie tun es
Zudem habe ich die Nadel beobachtet, sie läuft irgendwie noch etwas ruhiger und gleichmäßiger.

Sprich jetzt habe ich 1,8 Tonarm Gewicht und 1,8 Anti-Skating. Alles Top.

Einen schönen Sonntagabend noch und vielen Dank.
Antiphon
Stammgast
#6 erstellt: 04. Dez 2011, 21:41
Hallo DeluxeReverb,

es freut mich zu hören, dass es jetzt geklappt hat.
1,8g ist die empfohlene Auflagekraft des Denons (siehe BDA) mit einer Toleranz von +/- 0,3g. Stelle es so ein, dass es für Dich am besten klingt. Ich würde allerdings nicht unter 1,7g gehen, da der Verschleiß bei abnehmender Auflagekraft stärker wird, weil die Nadel nicht richtig in der Rille sitzt und eher "herumschlackert" und somit die Rillenflanken beschädigen kann.


Ich habe das System auch mit der beiliegenden Schablone installiert.


Du meinst aber damit nicht die Überhanglehre, an dem das Denon in der Verpackung befestigt war, oder? Hätte ich mein Tonabnehmer nach dieser Lehre eingestellt, dann stimmte der Überhang absolut nicht an meinem 1210er und die Kröpfung kannst Du damit auch nicht einstellen.
Zur korrekten Justage benötigt man bspw. so etwas.

Beste Grüße,
Steven!


[Beitrag von Antiphon am 04. Dez 2011, 21:45 bearbeitet]
DeluxeReverb
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 05. Dez 2011, 22:05
Doch,
ich habe es mit der beiliegenden Justierlehre gemacht.
Habe mir aber gemerkt welches der Wert (52mm) bei der Justierlehre speziell für Technics ist.
Bei dieser Lehre muss die Nadel direkt auf das Ende der Lehre zeigen und mittig sitzen.
Daran habe ich mich dann orientiert.
DeluxeReverb
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 05. Dez 2011, 22:47
Ich habe mir mal eben so eine Schablone ausgedruckt.
Auf welche Werte muss hier nun achten?

Muss ich einfach aussen das 120er Kreuz "treffen" und innen das 66er?
So würde ich es jetzt aus ein paar Anleitungen nämlich rauslesen.

Zudem würde ich dort rauslesen das die horizontale Linie (Von oben auf die Schablone gesehen)
in der richtigen Position quasi eine Linie mit der Nadel bilden muss.
Antiphon
Stammgast
#9 erstellt: 06. Dez 2011, 10:06
Hallo DeluxeReverb,

hier im Forum gibt es schon genung Themen, die sich mit der Justage des Tonabnehmers beschäftigen, schaue zB.: mal hier Achtung: Im Video fehlt aber auch wieder die Einstellung der Kröpfung, da nur der Überhang am inneren Nullpunkt eingestellt wird.
Ganz wichtig noch: Vor dem Einstellen das Antiskating auf 0, da Dir sonst der Tonarm immer nach rechts zieht! Nach fertiger Justage das AS wieder auf den gewünschten Wert stellen.


DeluxeReverb schrieb:
Ich habe mir mal eben so eine Schablone ausgedruckt.
Auf welche Werte muss hier nun achten?


Bei einer ausgedruckten Schablone ist in erster Linie darauf zu achten, ob der Maßstab 1:1 mit dem Original übereinstimmt. Ist das ausgedruckte Exemplar nur minimal kleiner/größer, dann verschieben sich die Nullpunkte und eine korrekte Montage ist nicht möglich. Zudem sollte man darauf achten, ob die Schablone auch zum Dreher und Tonarm passt. Persönlich habe ich gute Erfahrungenen bei der Justage nach IEC Norm gemacht. Falls Du Dir unsicher bist mit Deiner Schablone, dann PN an mich und ich schicke Dir Die von mir verwendete via Email.


DeluxeReverb schrieb:
Muss ich einfach aussen das 120er Kreuz "treffen" und innen das 66er?
So würde ich es jetzt aus ein paar Anleitungen nämlich rauslesen.

Zudem würde ich dort rauslesen das die horizontale Linie (Von oben auf die Schablone gesehen)
in der richtigen Position quasi eine Linie mit der Nadel bilden muss.


Im Prinzip richtig. Gehe wie folgt vor:

01
Den Plattenspieler in Waage bringen und die Auflagekraft einstellen. Antiskating im Anschluss nicht auf den Wert der Auflagekraft einstellen, sondern auf 0 lassen.

02
Tonarmhöhe einstellen (siehe Technics BDA) Falls Du die nicht hast -> PN an mich

03
Das System im Headshell ganz leicht losschrauben, sodass Du es mit minimalen Kraftaufwand verschieben kannst, es sich selbst von alleine aber nicht verschiebt. Das System sollte zudem am Anfang gerade in der Headshell sitzen.

04
Die Schablone auf den Plattenteller legen.

05
Eine dünne Bleistiftmiene (Druckbleistift) am Tonabnehmer mit etwas Tesafilm befestigen (siehe Post #2 im ersten Link)
Am Denon DL-110 nicht an der Vorderkant, da diese zu den Seiten hin schräg abfällt. Ich habe die Mine an den
hochgeklappten Nadelschutz besfestigt.

06
Nadel in den inneren Nullpunkt (Überhang) setzen und den Tonabneher nur durch Vor- und Zurückschieben (nicht drehen/verwinkeln) in der Headshell so ausrichten, das die Bleistiftmine bei Draufsicht parallel zu den Linen der Schablone verläuft.

07
Nadel in den äußeren Nullpunkt (Kröpfung) setzen und den Tonabneher nur durch Drehen/Verwinkeln (nicht Vor- und Zurückschieben) in der Headshell so ausrichten, das die Bleistiftmine bei Draufsicht parallel zu den Linen der Schablone verläuft.

08
Zwischen Punkt Nr. 06 und Nr. 07 so lange rotieren, bis bei beiden Nullpunkten die Bleistiftmine bei Draufsicht parallel zu den Linen der Schablone verläuft. Wenn dies der Fall ist, kannst Du die Schrauben wieder anziehen

09
Azimut: Den Tonabnehmer auf einen Spiegel, oder eine spiegelnde Fläche einer Schallplatte legen (siehe Video aus erstem Link). Das Spiegelbild sollte genau senkrecht unter dem Tonabnehmer sein. Falls dies nicht der Fall ist, dann kannst Du die Headshell im etwas gelöstem Bajonett/SME - Verschluss minimal verdrehen. Sollte dies noch nicht reichen, dann befindeen sich unter diesem Anschluss zwei Schrauben, mit deren Hife Du den SME-Anschluss weiter verdrehen kannst.

10
Nochmals die Auflagekraft nachjustieren und im Anschluss das Antiskating auf den gewünschten Wert einstellen.
->FERTIG

Nun sollte Dein System korrekt eingestellt sein.

Noch ein kleiner Off-Topic Hinweis: Zur Reinigung empfehle ich das Onzow Zerodust Gelkissen. Schneller und effektiver kann man seine Nadel nicht reinigen. Ich mache das vor jeder Schallplatte einmal und wenn das Gelkissen dreckig ist, kann man es abwaschen und wiederverwenden. Diese Investition lohnt sich!

Beste Grüße,
Steven!

PS: Falls ich irgend etwas vergessen, oder falsch beschrieben habe, dann korrigiert mich bitte, liebe Forenmitglieder. Für jeden Hinweis/Verbesserungsvorschlag bin ich dankbar.


[Beitrag von Antiphon am 06. Dez 2011, 10:09 bearbeitet]
lunatic303
Stammgast
#10 erstellt: 06. Dez 2011, 12:58
Hi,

Du kannst es Dir natürlich erheblich einfacher machen und die Technics-Übrhanglehre verwenden. Die kostet in der Bucht ca. €5.-. Da steckst Du die Headshell samt System dann drauf und stellst den Übrhang auf 52mm. Ansonsten musst Du nur darauf achten, dass das System genau mittig unter der Headshell sitzt und die seitlichen Kanten parallel zu denen der Headshell sind, das System also gerade montiert ist.

Grüße,

Patrick
Antiphon
Stammgast
#11 erstellt: 06. Dez 2011, 13:32

lunatic303 schrieb:
Du kannst es Dir natürlich erheblich einfacher machen und die Technics-Übrhanglehre verwenden.

Hallo Patrick,

Das habe ich auch mal probiert und dann mit der Schön-Schablone penibel nachjustiert und im Anschluss daran nochmals auf die Technics-Überhanglehre gesteckt und das hat dann nicht mehr gepasst. Ich vertraue da lieber der Schablone.
Diese Überhanglehre berücksichtigt doch die Kröpfung des Tonabnehmers nicht, oder irre ich mich jetzt

Natürlich erfüllt diese Lehre auch ihren Zweck, doch wenn ich mir einen (für mich) hochwertigen Tonabnehmer kaufe (zZ: Denon DL-160), dann möchte ich aus diesem auch das Möglichste rausholen und dafür nehme ich die Schablone zur Justage.

Beste Grüße,
Steven!
Albus
Inventar
#12 erstellt: 06. Dez 2011, 14:48
Tag,

ich wollte auch gerade doch noch auf die unbedingte Nützlichkeit der Überhanglehre hinweisen, eben diese:
http://www.4-dj.de/s...%83%C5%B8-p-302.html

Selbst unter schematischer Einrichtung auf die Technics-Daten in Zentimetern und Millimetern, die originalen Abmessungen in Inch (Zoll, 1 inch = 25,4 mm; Genauigkeiten bis in 1/32tel inch), also 230 - 15 - 215 mm, Kröpfung 22°, ergeben sich gute Resultate, insbesondere auch im Falle von Platten, die deutlich bis unter die R = 60 mm bespielt sind, und sehr gut auch bis unter die Norm von R = 57,5 mm.

Wer Lust hat, die Möglichkeiten des Technics-Armes rechnen zu lassen, der verlinkt sich zur Vinyl Engine, deren Overhang Shift Calculator. Hier dann auch noch der Link:
http://www.vinylengi...5.5&submit=calculate

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 06. Dez 2011, 14:49 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#13 erstellt: 06. Dez 2011, 15:03
[quote="Antiphon"]Das habe ich auch mal probiert und dann mit der Schön-Schablone penibel nachjustiert und im Anschluss daran nochmals auf die Technics-Überhanglehre gesteckt und das hat dann nicht mehr gepasst.[/quote]
Hallo Steven,
das ist auch logisch, denn die Technics-Lehre ergibt eine andere Geometrie als die Schön-Schablone.
Außerdem ist sie anfällig für Toleranzen des Tonarms.

Andere Schablonen ergeben wiederum andere Geometrien.

Mit einer Zweipunktschablone bist Du immer auf der sicheren Seite.
Die Punkte von Schön (insbesondere 61,15/111,65, aber auch 62,5/117,2)finde ich sehr überzeugend.

Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 06. Dez 2011, 15:04 bearbeitet]
lunatic303
Stammgast
#14 erstellt: 06. Dez 2011, 16:21
Hi Steven,

wie Du den Posts der Vorredner schon entnehmen kannst, ist es logisch, dass nach Justage mit der Technics-Überhanglehre Abweichungen zu anderen Schablonen auftreten. Die perfekte Justage gibt es nicht, wenn Du nach der Überhanglehre justierst, erreichst Du damit die von Technics für diesen Arm vorgesehene Geometrie - meines Erachtens das Sinnvollste, wenn man nicht aus einem bestimmten Grund nach einer speziellen Geometrie justieren will, beispielsweise weil man fast nur Scheiben nach DIN-Norm spielt.

Habe anfangs auch mit allen möglichen Schablonen experimentiert, bei korrekter Justage waren die Unterschiede zur Justage per Überhanglehre meist nicht wahrnehmbar. Interessant ist auch die Lehre in Verbindung mit einer Xinntox-Headshell. Diese hat eine Schraube zum Verstellen des Überhangs, statt der Langlöcher gibt es fixe Löcher für das System. Dadurch ist eine perfekt gerade und mittige Platzierung des Systems unter der Headshell gegeben und die Überhangjustage ist einfach und sehr präzise durchführbar.

Aber jeder, wie er mag

Grüße,

Patrick
Slowpicker
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 06. Dez 2011, 16:37
Hi Patrick,

meinst Du die hier:

Xinntox Carbon Headshell

Gruß,
Markus
lunatic303
Stammgast
#16 erstellt: 06. Dez 2011, 16:43
Hi Markus,

genau die ist es. Habe mir testhalber eine bestellt und war auf Anhieb sehr zufrieden. Die HS ist ordentlich verarbeit und sieht auch nicht wirklich schlecht aus. Zu beachten wäre nur, dass sie ca. 1g schwerer ist, als die Technics-HS.

Grüße,

Patrick
malchuth
Stammgast
#17 erstellt: 06. Dez 2011, 17:51
Moin,

an Technics-Armen justiere ich auch nur noch mit der Technics Ueberhanglehre und benutze die Xinntox Headshells.
Klanglich ueberzeugt mich das mehr als meine frueheren Versuche den Technicsen mit der Schoen/Elac-Schablone
beizukommen und weniger fummelig ist es auch.

Gruss,
Dirk
Antiphon
Stammgast
#18 erstellt: 06. Dez 2011, 19:32
Hallo,

aufgrund der ganzen positiven Stimmen für die Technics Überhanglehre bin ich jetzt auch schon wieder total juckig und möchte am liebsten sofort wieder mal vergleichen, ob ich akustische Unterschiede zur Schablonenjustage feststelle - leider bin ich momentan nicht zuhause, verdammt. Naja, dann wird es eben nachgeholt.


juergen1 schrieb:
Mit einer Zweipunktschablone bist Du immer auf der sicheren Seite.
Die Punkte von Schön (insbesondere 61,15/111,65, aber auch 62,5/117,2)finde ich sehr überzeugend.


Hallo Jürgen,

bei 62,5/117,2 kann ich nur zustimmen - damit hatte ich bisher keine Probleme, bzw. Verzerrungen. Die Nullradien bei 61,15/111,65 sind auf meiner Typ2-Schablone nicht drauf, oder bin ich blind

Beste Grüße,
Steven!
Antiphon
Stammgast
#19 erstellt: 07. Dez 2011, 20:50
Hallo zusammen,

So nun habe ich das Denon DL-160 nach der Technics Überhanglehre justiert. Ergebnis: Die Überhanglehre hat den "Neil Young - Shots" - Test nicht bestanden. Die hohen Töne & Pegel ließen jede Verzerrung zum Vorschein kommen, egal wo sie sich versteckten zudem empfand ich die Bässe extrem überzogen und wuchtig - da kamen Erinnerungen an das Concorde auf . Im Anschluss wieder alles auf die Nullradien bei 62,5/117,2 mm eingestellt und es klingt klar und ohne Verzerrungen.

Verdikt: ich emfehle Dir eine Schablone, anstatt der Technics-Überhanglehre.

Beste Grüße,
Steven!
juergen1
Inventar
#20 erstellt: 08. Dez 2011, 02:37

Antiphon schrieb:

bei 62,5/117,2 kann ich nur zustimmen - damit hatte ich bisher keine Probleme, bzw. Verzerrungen. Die Nullradien bei 61,15/111,65 sind auf meiner Typ2-Schablone nicht drauf, oder bin ich blind :?

Hallo Steven,
ich kenne sie nur aus der Anleitung zur Schön-Schablone:Anleitung Schön-Schablone
Ist lesenswert!

Gruß
Jürgen
Antiphon
Stammgast
#21 erstellt: 08. Dez 2011, 10:40

juergen1 schrieb:
ich kenne sie nur aus der Anleitung zur Schön-Schablone:Anleitung Schön-Schablone
Ist lesenswert!


Hallo Jürgen,

Dem kann ich nur zustimmen. Die Anleitung ist wie ein Aufklärungsheftchen, nur eben für Phono-Pupertierende :D. Als ich vom Concorde auf des Denon umgetiegen bin, war diese Anleitung so hilfreiche, dass kaum eine Frage offen blieb. Habe sie jetzt nochmal kurz überflogen:

"Für alle, die ihrem Augenmaß weniger vertrauen, hatte
die alte Schön-Schablone noch zwei alternative, nach
diesem Prinzip für die Winkeltoleranz ±1° berechnete
Nullstellen B‘ bei 61,15 mm und A‘ bei 111,65 mm. Sie
wurden bei der Schön-Schablone Typ 2 weggelassen,
da sie nicht benutzt wurden und die Schablone ohne
die zusätzlichen Nullstellen übersichtlicher ist."
(Erklärung und Bedienungsanleitung Schön-Schablone Typ 2, Walter E. Schön, Seite 4)

Beste Grüße,
Steven!
Antiphon
Stammgast
#22 erstellt: 16. Dez 2011, 17:03
Hallo,

wie schaut's - hat es funktioniert? Feedback wäre schön!

Beste Grüße,
Steven!
DeluxeReverb
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 31. Dez 2011, 22:18
Sorry, bin in letzter Zeit ziemlich unter Zeitdruck. =)

Also, ich habe gleich nachdem ich die neue Schablone erhalten habe, einfach meine bisherige Einstellung und es schaut alles gut aus.

Und da meine Ohren mir auch nichts anderes sagen, bin ich zufrieden =)
GomJabbar
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 20. Jan 2012, 20:51

DeluxeReverb schrieb:
Ich habe mir mal eben so eine Schablone ausgedruckt.
Auf welche Werte muss hier nun achten?

Muss ich einfach aussen das 120er Kreuz "treffen" und innen das 66er?
So würde ich es jetzt aus ein paar Anleitungen nämlich rauslesen.

Zudem würde ich dort rauslesen das die horizontale Linie (Von oben auf die Schablone gesehen)
in der richtigen Position quasi eine Linie mit der Nadel bilden muss.


Woher bekommt man die Schablone? Hast Du mal einen Link parat für mich?

Danke
Gruss Sebastian
juergen1
Inventar
#25 erstellt: 20. Jan 2012, 22:39

GomJabbar schrieb:

Woher bekommt man die Schablone? Hast Du mal einen Link parat für mich?

Hallo Sebastioan, die hier kannst Du verwenden:
click
Du kannst die Originalpunkte verwenden oder die nach Schön. (Würd ich empfehlen)
Gruß
Jürgen


[Beitrag von juergen1 am 20. Jan 2012, 22:41 bearbeitet]
GomJabbar
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 20. Jan 2012, 23:09

juergen1 schrieb:

GomJabbar schrieb:

Woher bekommt man die Schablone? Hast Du mal einen Link parat für mich?

Hallo Sebastioan, die hier kannst Du verwenden:
click
Du kannst die Originalpunkte verwenden oder die nach Schön. (Würd ich empfehlen)
Gruß
Jürgen


Super. Danke! das sieht ja mal Narrensicher aus...

Ich hab schon nach so eingen Schablonen gegooglet, war mir aber alles mal zu kompliziert und ich kann nicht wirklich glauben, ob man den Unterschied merkt, wenn der ganze Krempel mal nicht so richtig Grade draufgeschraubt ist.

Kann ich evtl auch einen Zahnstocher dann vorne am Tonabnehmer befestigen, oder müssen das zwingend Bleistiftminen sein?

Und diese Punkte , da muss die Nadel draufsitzen?
Und das mit dem Drehen kapiere ich nicht - dreht man den Plattenteller, oder den Tonabnehmer?


[Beitrag von GomJabbar am 20. Jan 2012, 23:12 bearbeitet]
juergen1
Inventar
#27 erstellt: 20. Jan 2012, 23:32

GomJabbar schrieb:

Super. Danke! das sieht ja mal Narrensicher aus...

Ich hab schon nach so eingen Schablonen gegooglet, war mir aber alles mal zu kompliziert und ich kann nicht wirklich glauben, ob man den Unterschied merkt, wenn der ganze Krempel mal nicht so richtig Grade draufgeschraubt ist.
Kann ich evtl auch einen Zahnstocher dann vorne am Tonabnehmer befestigen, oder müssen das zwingend Bleistiftminen sein?
Und diese Punkte , da muss die Nadel draufsitzen?
Und das mit dem Drehen kapiere ich nicht - dreht man den Plattenteller, oder den Tonabnehmer?

Hallo Sebastian,
einige Grade Fehljustage wären tatsächlich übel und hörbar. Ich schätze, auf ein Grad kriegt man es hin.
Bleistiftmine oder z.B. Injektionsnadel sind wesentlich gerader als Zahnstocher. Es geht aber auch ganz ohne so eine Hilfe.
Aber man sollte sich wirklich große Mühe geben, daß keine sichtbare Abweichung zu den Gitternetzlinien verbleibt.

Die Nadel muß auf den Nullpunkt gesetzt werden, und wenn keine Parallelität gegeben ist, muß man den Tonabnehmer drehen (am äußeren Nullpunk), oder schieben (am inneren Nullpunkt).

Wenn man vom äußeren auf den inneren Nullpunkt wechselt, muß man zwangsläufig den Teller drehen. Aber zur eigentlichen Justage muß die Nadel immer exakt auf dem jeweiligen Nullpunkt sitzen.

Druck einfach mal aus und schau dirs dann auf dem Plattenteller an.
Gruß
Jürgen
GomJabbar
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 21. Jan 2012, 10:02
Danke Jürgen :-)

Das mit dem Tonabnehmer verschieben ist ja klar, aber wie zum Teufel drehe ich einen Tonabnehmer?
rorenoren
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 21. Jan 2012, 11:22
Moin,

am besten gar nicht.
Normalerweise ist der Überhang so angegeben, dass der Tonabnehmer exakt gerade in der Headshell sitzt.
Bei Schablonen, die von der Herstellervorgabe abweichen, kann es nötig sein, den Tonabnehmer in der Headshell zu drehen.
(von oben betrachtet)
Das sollte man aber nur in Ausnahmefällen machen, denn es verändert die Geometrie des Armes.
Mit passender Schablone sollte es ohne Verdrehen klappen.

Bei Technics gab es eine Überhanglehre, nach der der Tonabnehmer montiert wird.
Die Headshell wird da hineingesteckt und der Tonabnehmer solange hin- und hergeschoben, bis die Nadel an einer Marke am Ende der Lehre steht.
Damit stimmt der Überhang.
Das System muss dabei exakt gerade ausgerichtet sein.
So eingestellt hast du sehr genau die vom Hersteller vorgesehene Justage erreicht.

Albus hatte diesen Link schon genannt:

http://www.4-dj.de/s...%83%C5%B8-p-302.html

Und die Anleitung dazu:

http://www.4-dj.de/s...ctions_EPC-U1200.pdf

Bei der Schablone stellst du auf zwei Nullradien ein.
An diesen Punkten steht das System exakt gerade zur abgetasteten Rille. ("Null Fehlwinkel")
An allen anderen Punkten weicht der Winkel vom Ideal ab.
Man kann sich aussuchen, welche Nullradien man bevorzugt.
Die meisten Schablonen haben Standardpunkte, die in der Praxis hinreichend universell sind und geringe Verzerrungen über den gesamten Bereich erlauben.
Dabei verändert man aber entweder den Überhang, oder muss das System verdrehen.
(oder es stimmt gleich)
Das Verdrehen finde ich persönlich unschön.
Da mit dem Überhang bei gerader Montage eine gute bis perfekte Justage nach Herstellerangabe vorhanden ist, würde ich die Schablonen erst mit etwas Erfahrung ausprobieren.

Übrigens ist es für die Nadel "angenehmer", wenn die Auflagepunkte mit Tesafilm (glatt!) beklebt werden.
Die Nadel kann dann beim versehentlichen Verrutschen besser gleiten.
Am besten wäre das Bekleben der ausgedruckten Schablone mit einer durchgehenden Folie.
(z.B. für Schulbücher)
Dann gibt es keine Kanten, an denen die Nadel hängenbleiben kann.

Ich weiss nicht, ob die Zahl bei deinem Technics stimmt, aber die Lehre soll 52mm (?) vom Anschlag an der Headshellbefestigung (Gummiring) bis zur Nadelspitze haben.
Wenn du diesen Wert einstellst (schaue nochmal nach, ob der stimmt), wird die Justage genau genug sein, um keine Probleme aufkommen zu lassen.
Es geht immer noch minimal besser oder "anders", je nachdem, was du genau willst.
(z.B. bei Singles)
Verzerrungen solltest du wie gesagt auf diese Weise nicht mehr in störendem Maße haben, sonst stimmt etwas anderes nicht.

Gruss Jens
GomJabbar
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 21. Jan 2012, 11:57
Danke Jeans für Deine ausführlichen Erklärungen. Also reicht es erstmal den Tonabnehmer mit der Lehre zu justieren.?
juergen1
Inventar
#31 erstellt: 21. Jan 2012, 12:11

GomJabbar schrieb:
Das mit dem Tonabnehmer verschieben ist ja klar, aber wie zum Teufel drehe ich einen Tonabnehmer?

Hallo Sebastian,
die Langlöcher haben genug Spiel, um den Tonabnehmer ca 1-2 Grad zu drehen.
Wie Jens schon sagte, sitzt der Tonabnehmer bei Abweichung von der Originalgeometrie immer ein wenig verdreht in der Headshell. In Deinem Fall wohl aber nur ganz minimal. Ist in erster Linie ein rein optisches Problem.
Also noch einmal kurz ausgedrückt:
-Einstellung nach der (passenden!) Lehre ist am einfachsten und schnellsten. Falls die Lehre doch nicht zum Arm passt, wird die Einstellung grottenschlecht.

-Zweipunktschablone mit den Originalnullpunkten ergibt exakt das gleiche Ergebnis. Weist der Arm jedoch Fertigungstoleranzen auf, ergeben Nullpunkte eine bessere Einstellung. Daher würde ich sicherheitshalber immer über Zweipunktschablone einstellen.

-Alternative Nullpunkte führen immer zu einem verdrehten Sitz des Tonabnehmers. Können jedoch zu besserer Abtastung führen, wenn die Originalgeomerie nichts taugt.

Gruß
Jürgen
Albus
Inventar
#32 erstellt: 21. Jan 2012, 12:55
Tag,

auch ich rate, für den Anfang die Überhanglehre zu verwenden - oder - mit ruhiger Hand auf den Abstand von 52 mm hin zu montieren, und zwar in der Linie, die durch den Arm und die Headshell vorgegeben ist, keine Verdrehung unter der Headshell; gemeint ist, wie schon gesagt, der Abstand zwischen Gummiring und Nadelspitze (dies unter Auflagekraft). Unter Auflagekraft verschiebt sich die Nadelspitze um Millimeterbruchteile nach vorn (für den Beginn unbeachtlich).

Wollte man es an der Überhanglehre sehr genau machen, dann darf die Nadelspitze nicht überstehen, auch nicht einen Millimeterbruchteil - ABER: die Nadelstpitze darf um einen Millimeterbruchteil hinter der Kante zurück bleiben (was eine annähernd perfekte Geometrie ergibt).

Also: Montage auf 52 mm hin, das Ergebnis ist funktional robust oder die Überhanglehre zum SL12xxx verwenden; für den Anfang bitte keine Experimente mit irgend angeblichen Spezialschablonen.

Zusatz zwei: Von der Seite gesehen. Nach Montage auf 52 mm befindet sich die Nadel auf der Linie, die durch die Unterkante der Buchstaben des Aufdruckes 'Technics' auf der Oberseite der originalen Headshell gebildet wird; d.i. 1/20 Zoll (entsprechend 1,27 mm) hinter der Vorderkante zwischen den Buchstaben 'h und n' des Wortes 'Technics' gemessen. - So findet man den sog. stylus point auch ohne jegliches Messmittel. Früher verfügten viele Headshells über die seitliche Markierung des stylus point (wie auch Tonabnehmer für die Nadelposition, linke Seite des Nadeleinschubes).

Freundlich
Albus

Zusatz: Nur für den Fall der Gelegenheit, sich in der Sache orientieren zu wollen, ein Link:
http://www.vinylengi...e=d&submit=calculate


[Beitrag von Albus am 21. Jan 2012, 14:51 bearbeitet]
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