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Problem mit Denon DL 103 ?

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Pizza_66
Inventar
#1 erstellt: 06. Apr 2012, 07:51
Moin,

kurz zur Situation:
Mein Kumpel besitzt einen Pro-Ject RPM 4 mit Speedbox und der großen Tube Box SE2. Das Ganze läuft über einen Yamaha RX-V 1800 (gutes Gerät) und einer Boxenkombi aus KEF IQ3 / IQ1 sowie 2 XTZ Subs.

Das Problem:

Tonarm liegt in Ruheposition: Kein Brummen

Nadel berührt die Plattenrille: Es brummt wie Teufel und die Subs fangen an zu flattern

Tonarm wird wieder angehoben und Nadel hat keine Berührung mit der Platte: RUHE !

Was haben wir getestet:

- Verkabelung am Denon DL 103 - ok
- Verkabelung der gesamten Anlage - ok
- Einstellungen der Phonobox mit verschiedenen Ohmzahlen - keine Änderung
- Austausch der Röhren (hatte er eh vor) - keine Änderung
- Einstellung der Tonparameter im RX-V 1800 - keine Änderung
- Störquellen wie z.B. Antennenkabel oder andere Netzteile ausgezogen - keine Änderung
- Andere Steckerleiste inkl. "Umpolung" - keine Änderung

Das Brummen tritt auch nur bei Phono auf, bei CD als andere Quelle ist es so, wie es sein soll. Wie gesagt: Selbst wenn die Eingangsquelle für den Dreher gewählt ist und die Nadel in der Luft hängt, ist kein Brummen zu vernehmen. Erst, wenn die Nadel die Platte abtastet ....

Wir sind mit unserem Latein am Ende und erhoffen uns die Lösung von den Profis hier....

Vielen Dank
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 06. Apr 2012, 11:05
Hallo!

Die Fehlerbeschreibung ist etwas vage, möglicherweise sitzt das Tonarmkabel nicht richtig im Tonarmschaft oder die Headshellkabel sind nicht richtig angeschlossen respektive sie berühren die Schallplatte bei abgesenkrtem Tonarm.

Leider kann aber auch das System selbst beschädigt sein, einige recht häufige und bekannten "Krankheiten" beim DL 103 sind der gebrochene oder abgerissene Spanndraht sowie die kaputten Dämpfergummis die verhindern das die Spulen richtig in das Magnetfeld eintauchen.

Hier hift im Grunde nur eine richtige Fehlersuche die beim Tonarmkabel ansetzt und erstmal im Ausschlußverfahren alle möglichen Fehlerquellen bis zum System selbst ausschließt , läßt sich da nichts findem bleibt nur der Systemtausch der in dieser Preisklasse ja noch im Rahmen des Erträglichen beibt.


MFG Günther
Pizza_66
Inventar
#3 erstellt: 06. Apr 2012, 11:36
Hallo Günther,

wir haben das Denon als Fehlerquelle ausgeschlossen, weil das gleiche Brummen auch bei einen Shure M97 auftritt. Wir vermuten, dass die Käbelchen im Tomarm einen Hau weg haben (vielleicht geknickt?)

Kann das sein ? Würde dann so ein Brummen auftreten ?
Der nächste Schritt wäre dann der Tausch dieser Verkabelung.

Gruß
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 06. Apr 2012, 12:19
Hallo!

Wenn ich das richtig sehe hat der RPM-4 noch den alten Alu-Tonarm?

Falls es an der Tonarm-Verdrahtung liegt sollte der Brumm gleich auftreten wenn der Tonarm aus der offenbar brummfreien Ruheposition herausgeschwenkt wird. Allerdings äussert sich ein Fehler an der Innenverdrahtung für gewöhnlich anders, hier läge dann eher ein konstantes Brummen vor, -selbst ohne angeschlossenes System-, es käme zu einem Kanalausfall oder zum deutlichen Brummen nur auf einem Kanal.

Ich gehe eher von einem Verbindungsfehler bei einem der Headshellkabel aus, einen ganz ähnlichen Fall hatte ich schon mal bei einer guten Bekannten die ihr Abtastsystem selbst wechselte und dabei die Headshellkabel so angeschlossen hatte das diese die Schallplattenoberfläche beim Abspielen berührten, der dadurch verursachte Brumm war ein ganz ähnlicher Effekt wie den von dir beschriebenen.

MFG Günther
Pizza_66
Inventar
#5 erstellt: 06. Apr 2012, 13:06
Da das Denon DL 103 keine farbliche Markierung hat, haben wir laut der Beschreibung angeschlossen. Leider weist die Beschreibung eine Differenz der Verkabelung zwischen der englischen und französischen Version auf. Wir haben aber Beide getestet und das Ergebnis war das Gleiche: Brummen ...

Die englische Beschreibung:
EL = blau
ER = grün
L = weiss
R = rot

Die französische Beschreibung:
EL = blau
ER = weiss
L = grün
R = rot

Wir sind nach dem Test wieder zur Englischen zurück gekehrt ...
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 06. Apr 2012, 15:06
Hallo!

Die normale Farbcodierung der Headshellkabel:

Signal rechts: rot

Signal links: weiss

Masse rechts: grün

Masse links blau

Somit dürfte die Verdrahtung stimmen. Bleibt noch die Masseführung des Systemkorpusses und des Tonarmes, hier sollte aber ein ständiges Brummen zu hören sein falls diese nicht korrekt wäre.

Habt ihr den Sitz der Headsellkabel am System überprüft?

Des weiteren solltet ihr mit einem dutrchgangsprüfer die Tonarmverdrahtung und die Masseführung des Tonarmes überprüfen.

Ach ja, einen zweiten Phono-Entzerrer habt ihr schon ausprobiert? Zuweilen gibt es hier eigentümliche Masseführungen die wenig praxisgerecht sind.

MFG Günther
Pizza_66
Inventar
#7 erstellt: 06. Apr 2012, 16:25
Phonoentzerrer funktioniert. Habe diesen an meine Anlage getestet. Ich gehe inzwischen von Folgenden aus: Mein Kumpel sagte mir mal, dass er die Käbelchen vom Tonabnehmer in den Tonarm zurück gedrückt hat, weil diese zu sehr bzw. zu weit heraus guckten. Ich vermute, dass dabei eines der Kabel im Tonarmrohr geknickt ist oder vielleicht sogar gebrochen ist. Die Original Kabel vom TA durch den Tonarm sind sowas von dünn, da liegt die Vermutung doch nahe, oder ?

Gruß
Roger
Albus
Inventar
#8 erstellt: 06. Apr 2012, 16:53
Tag,

dann zöge ich das gewisse Kabelstück wieder glatt (heraus), auf eine übereinstimmende Länge unter den vieren (rot, grün, weiß, blau). Die feinen Litzen brechen nicht durch bloßes geschobenes Biegen. Ist der übrhaupt Tonarm mit einer Masseverbindung versehen? Was typisch das fünfte, das schwarze Kabel ist, sichtbar gewöhnlich in der Biegung unmittelbar hinter oder in der Drehachse des Tonarmes (90° Winkel). Wenn nicht, dann könnte ein 'eingeschobenes' Tonarmkabel mit Kontakt zur Aluminium-Innenwand statt Signal eben schlicht einen Brumm liefern.

Zunehmender Brumm auf beiden Kanälen bzw. in nur einem Kanal, wenn man den Tonarm anfasst? Tonarm ohne Kontakt zur Platte.

Aber, aus der Ferne meinen, ist Eines, die Tatsachen vor Ort sind ein Weiteres.

Freundlich
Albus
akem
Inventar
#9 erstellt: 06. Apr 2012, 16:59

Pizza_66 schrieb:

Tonarm liegt in Ruheposition: Kein Brummen
Nadel berührt die Plattenrille: Es brummt wie Teufel und die Subs fangen an zu flattern
Tonarm wird wieder angehoben und Nadel hat keine Berührung mit der Platte: RUHE !


Der Fall ist doch klar: der Antrieb vibriert! Wenn es nur brummt, wenn die Nadel die Platte berührt, muß das ein mechanisches Brummen sein, das über den Plattenteller übertragen wird. Als Quelle kommt eigentlich nur der Motor in Frage.

Wenn der Project neu gekauft wurde - reklamieren!
Wenn er schon älter als die Garantiezeit ist, tja: Neukauf eines besseren Modells oder reparieren lassen (wenn das geht).

Übrigens dürfte ein DL103 nicht die ideale Besetzung für die eher leichen Project-Arme sein. Das DL 103 braucht schwerere Arme ab 14g effektiver Masse, um zur Bestform aufzulaufen.

Gruß
Andreas
Pizza_66
Inventar
#10 erstellt: 09. Apr 2012, 16:56
So, hier die Auflösung :

Das Brummen wird durch den Sub neben dem Rack verursacht. Was habt mein Kumpel ausprobiert:

- Tonarmkabel überprüft - Brummen blieb
- nochmals einen anderen TA montiert - Brummen blieb
- alle Kabel (Cinch) getauscht - Brummen blieb
- einen anderen Plattenspieler geholt und angeklemmt - Brummen blieb

Alle anderen Geräte nacheinander vom Strom getrennt - Brummen blieb. Tja, und dann durch Zufall den einen Sub am Cinch-Y-Kabel getrennt und das Brummen war weg. Damit ein Defekt in den Leitungen (Kabel) und auch an diesen Sub ausgeschlossen werden konnte, wurde dieser Sub an den Leitungen des anderen Subs angeklemmt. Das Brummen war weg. Erst, als dieser Sub wieder neben dem Rack stand, brummte es wieder.

Fazit: Viel Aufregung und Gesuche - die Position des Subs neben dem Rack verursachte das Brummen. Aber das Positive ist, dass alle Gerätschaften und Kabel in Ordnung sind. Jetzt muss mein Kumpel "nur" einen anderen passenden Ort für den Sub finden ...
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 10. Apr 2012, 05:23
Hallo!

Um welches Sub handelt es sich genau? Hier liegt offenbar ein Grober Fehler in der Abschirmung vor, jedenfalls ist mir ein so starkes Streufeld noch nicht untergekommen.

MFG Günther
Pizza_66
Inventar
#12 erstellt: 10. Apr 2012, 06:53
Ist ein Sub von XTZ ...

Hallo Günther,
damit hätten wir auch nicht gerechnet. Bei unserer Fehlersuche haben wir uns primär auf die Quelle, sprich den Pro-Ject RPM 4 und den dazu gehörigen Elementen wie TA, Phonobox, etc. konzentriert.

Als mein Kumpel den anderen Plattenspieler angeklemmt hatte und das Brummen auch auftrat, konnten wir den Dreher als Fehlerquelle eliminieren. Das Gleiche war dann mit dem TA, weil er nochmal ein AT 95 montierte und das Brummen blieb.

Durch Zufall ist er den Störenfried Sub auf die Spur gekommen. Er hat 2 Subs im Einsatz. Der Eine direkt neben dem Rack, der Andere ca. 2 m entfernt. Als er den Sub weiter vom Rack entfernt positionierte, war das Brummen weg ...

Ist schon heftig

Gruß
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 11. Apr 2012, 07:07
Hallo!

Eventuell liegt hier eine Magnetische Kopplung vor, fallls das Rack zum Teil aus Einsnhaltigen Materialien besteht. Ein reines Elektromagnetisches Streufeld das einen solchen Einfluß hat wäre unter Umständen Gesundheitsgefährdend, hier dürfte unter normalen Umstanden nach ca. 20-250 Zentimetern der Einfluß auf den Abtaster nicht mehr vorhanden sein da die Feldstärke im Quadrat der Entfernung abnimmt.

MFG Günther
dickesohr
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 11. Apr 2012, 12:42
Ich glaub' das Problem des TE's hat sich erledigt
Pizza_66
Inventar
#15 erstellt: 11. Apr 2012, 12:54

Hörbert schrieb:
Hallo!

Eventuell liegt hier eine Magnetische Kopplung vor, fallls das Rack zum Teil aus Einsnhaltigen Materialien besteht. Ein reines Elektromagnetisches Streufeld das einen solchen Einfluß hat wäre unter Umständen Gesundheitsgefährdend, hier dürfte unter normalen Umstanden nach ca. 20-250 Zentimetern der Einfluß auf den Abtaster nicht mehr vorhanden sein da die Feldstärke im Quadrat der Entfernung abnimmt.

MFG Günther


In der Tat besteht das Rack teilweise aus Metall.

GRuß
Pizza_66
Inventar
#16 erstellt: 11. Apr 2012, 12:55

dickesohr schrieb:
Ich glaub' das Problem des TE's hat sich erledigt ;)


Stimmt. Trotzdem gut zu wissen, dass es an der magnetischen Abschirmung liegt. Anscheinend hat der XTZ Sub hier ein Defizit.

Gruß
Hörbert
Moderator
#17 erstellt: 11. Apr 2012, 14:43
Hallo!

Eine so ungewöhnliche Problemlage verdient schon einige Worte mehr als die üblichen 08/15 Probleme, vermutlich wird eine ähnlich gelagerte Konfiguration nur alle Jubeljahre mal auftauchen und mit einigem Pech sitzt dann derjenige der damit Schwierigkeiten hat ratlos rum und findet wie auch hier die Lösung nur durch Zufall.

Ach ja, in meinem vorherigen Post befindet sich ein Schreibfehler, gemeint sind natürlich 20-25 Zentimeter und nicht 250 Zentimeter ein Feld von solcher Stärke (250 Zentimeter) wäre allenfalls von einer unabgeschirmten Trafo-Umspannstation zu erwarten.

Das sich allerdings ein Magnetischjes Feld unter ungünstigen Umständen auf dem Weg der Kopplung überträgt ist an sich nicht ungewöhnlich nur eben äusserst selten mit solchen Folgen zu beobachten .

MFG Günther
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