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audiophile Qualität mit Technics SL 2000 und AT 120E/II?

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mueschuck
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 08. Jul 2012, 19:30
Hallo, habe vor kurzer Zeit die Liebe zum Plattenspieler aufgefrischt, habe mir dazu zum ca 30 Jahre ? alten Technics SL 2000 den im Titel genannten Tonabnehmer von Audio Technica (neu) gekauft. Lange Zeit eher ein Vinyl-Skeptiker und alle Platten verschenkt und verramscht bin akut überrascht über einen sauberen und ausgewogenen Klang. Ich muss mich aber nach wie vor auf diesem Gebiet als Laien bezeichnen. Ist mein positiver Höreindruck nun Ausdruck dieser analogen Unerfahrenheit oder kann die genannte Kombination meinem "Anspruch" eines "audiophilen" Hörgenusses gerecht werden? Wer hat entsprechende Erfahrungen bzw. kann mir ein Feedback geben (Plattenspieler + Tonabnehmer bzw. Kombi)? Rest der Anlage im Profil.....
lini
Inventar
#2 erstellt: 08. Jul 2012, 20:36

mueschuck schrieb:
(...) Ist mein positiver Höreindruck nun Ausdruck dieser analogen Unerfahrenheit oder kann die genannte Kombination meinem "Anspruch" eines "audiophilen" Hörgenusses gerecht werden? (...)


Schwer zu sagen. Prinzipiell sollte die genannte Kombination schon recht brauchbare Qualität liefern. Allerdings ist die Nadel auf dem AT120E/II noch nichts Großartiges - insofern wär da schon noch einiges an Steigerung drin. Sprich: Wenn Du herausfinden willst, ob sich weitere Verbesserungen an der Stelle für Dich lohnen würden, könntest Du ja einfach mal mit 'ner hochwertigeren Nadel am AT120E/II-Body experimentieren - zum Beispiel einer ATN130E oder einer ATN7V...

Grüße aus München!

Manfred / lini
mueschuck
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 10. Jul 2012, 15:47
Vielen Dank für die Rückmeldung, das ist für mich angesichts des Neustarts in Vinyl eine kleine (Ausgangs-)standortbestimmung. Im Moment habe selbst noch keine absolute Klarheit, welche Rolle der Plattenteller in Zukunft einnehmen wird, bzw. ob es erst einmal dabei bleibt, wie es ist. Übrigens stellt sich mir dabei gerade folgende Frage: Welchen klanglichen Stellenwert nimmt der Phono-Preamp ein?

LG aus der Fontanestadt
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 10. Jul 2012, 15:55
Moin,
ich habe mir für das Arbeitszimmer kürzlich auch den Audio Technica AT-LP 120 USB gekauft. Das mitgelieferte System ist oK, aber mit dem Shure M 97 ist der Klang noch mal viel besser. Ausprobieren - kostet nicht viel!
Grüße Kuddel
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 10. Jul 2012, 16:00
Ach so... Phono-Pre. Im AT120-Plattenspieler ist einer eingebaut. Soweit recht gut, aber auch recht leise (im Vergleich). Normalerweise haben die meisten Amps, auch neuere, brauchbare Phono-Stufen eingebaut. Wenn es besser sein soll, dann schaue dir mal die Musical Fidelity-Stufen an. Die sind - für den Preis - über jeden Zweifel erhaben. Preis bei ebay: ca. 100 Euro.
Grüße Kuddel
lini
Inventar
#6 erstellt: 10. Jul 2012, 20:51
Kuddel: Ein M97xE auszuprobieren, wird sich bei mueschuck nicht wirklich lohnen, wenn er schon ein AT120E/II hat, denn da ist kaum Berbesserungspotenzial drin. In Deinem Fall war das anders, denn das ATP-2 ist ja doch ein ziemlich grober DJ-Klopper - wobei man das Problem aber auch einfach mit einer besseren, für Hifi-Zwecke ausgelegten Nadel für den ATP-Body hätte lösen können, nämlich der ATXN5.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 11. Jul 2012, 07:43
Hallo Manfred,
das stimmt - muss ich wohl überleswen haben. Das AT120 (MM-System) kenne ich auch ganz gut. Das hatte ich schon mehrfach unter meinen Plattenspielern. Bin nur erstaunt darüber, wie teuer das mittlerweile ist.
Grüße Kuddel
silberfux
Inventar
#8 erstellt: 11. Jul 2012, 14:43
Hi, audiophil würde ich es nicht nennen, aber sehr ordentlich Musik hören kann man schon damit.

BG Konrad
lini
Inventar
#9 erstellt: 11. Jul 2012, 14:58
Kuddel, Konrad: Wobei das AT120E/II nicht ganz mit dem normalen AT120E(/T) zu vergleichen ist - denn das E/II hat einen niederinduktiveren Generator, aber leider auch nur noch eine gebondete Nadel...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Kuddel_aus_dem_Norden
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 11. Jul 2012, 17:26
Ich hatte immer das orangene. Das war auf meinem Technics 1200 drauf - wunderbar. Auf dem Rega ging es nicht. Zur Plattenmitte hin addierten sich zur Musik Störsignle des Motors.
Grüße Kuddel
lini
Inventar
#11 erstellt: 11. Jul 2012, 18:31
Kuddel: Ich würd's eher karamelfarben nennen, denn so richtig orange war stattdessen das bessere AT130E (bzw. die bessere ATN130E).

Grüße aus München!

Manfred / lini
mueschuck
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 12. Jul 2012, 19:44
Hallo,
der Tonabnehmer AT 120 E / II ist seitens der Farbe taubenblau (oder so ähnlich). So richtig high end audiophil war ja auch nicht gemeint. Habe schon genug Geld in die Anlage investiert und seit der "Auferstehung" meines Plattenspielers aktuell 3 neue LPs gekauft. Ansonsten bislang nur zerkratzte Märchenplatten aus der Kindheit meiner Ehegattin, die ab und zu unsere Kiddis hören. Insofern [b]bislang[b] kein Überehrgeiz meinerseits. Ich wollte nur nicht neue Platten kaufen, um sie dann mit einer minderwertigen Kombination Plattenspieler/Tonabnehmer musikalisch absurd werden zu lassen

LG
aus der Fontanestadt
akem
Inventar
#13 erstellt: 16. Jul 2012, 17:53
Die Rega-Motoren spucken dem AT 120 in der Tat ziemlich rabiat in die Suppe. Was die Nadel angeht, ich hab meinem die ATN 140 LC spendiert. Da spielt das System im Vergleich zur Seriennadel um mehrere Klassen besser. Da hat man plötzlich etwas, was den Begriff Hochtonauflösung verdient...

Gruß
Andreas
Burkie
Inventar
#14 erstellt: 16. Jul 2012, 19:36
Hallo,

mit ordentlicher Nadel/Tonabnehmer und gutem Plattenspieler ist schon ordentlich was aus den Rillen zu holen. Ich habe einen SL1200MKII mit TA Nagaoka 321Be oder Ortofon Arkiv. Mit dem Nagaoka finde ich den Klang am ausgewogensten, nicht spektakulär, sonder in sich rund.

Ob sich weitere Optimierungsmaßnahmen und Ausgaben bei Dir lohnen, kannst Du mit einem einfachen Test herausbekommen. Dazu brauchst Du einen Albumtitel der Mitte bis späten 80er Jahre sowohl auf LP als auch auf CD in ERSTPRESSUNG aus den 80ern. Zu dieser Zeit wurden LPs und CDs noch mit der gleichen Sorgfalt gemastert und gepresst, um die optimale Klangqualität der jeweiligen Tonträger zu erzielen.
(In den 90er waren LPs schon nicht mehr ganz so gut, um nicht der CD zu sehr Konkurrenz zu machen. Danach ging der Loudnesswar auf CD los, und vieles wurde kaputtgemastert. Darunter leiden auch Re-Issues (Neuauflagen) alter Alben der 80er.)
Platten, die dafür taugen sind etwa Paul Simon - Graceland oder Rythm of the Saints, USA for Africa - We are the World, Yes - 90125, und sicher noch viele weitere Titel. Wichtig ist nur, sowohl bei LP als auch CD keine Re-Masters, sondern die originalen Masters bzw. Pressungen aus den 80ern zu bekommen.

Du kannst nun LP und CD im Vergleich hören. Dabei hörst Du ja selber, inwieweit die klanglichen Defizite des Plattenspielers Dir bewusst werden, wo Du etwas am Klang des Plattenspielers vermisst.

Unterscheiden muss man dabei natürlich zwischen systembedingten Unterschieden, z.B. hat die LP mehr Rillenrauschen und Knacken als die CD. Zweitens neigt das System Plattenspieler dazu, hohe Zischlaute wie etwas "S" manchmal leicht verzerrt wiederzugeben. Das liegt teilweise auch an der LP selber und ist auch mit bestem Tonabnehmer nicht wegzubekommen.

Nun, bei meiner Kombination höre ich natürlich den Unterschied zur CD im direkten Vergleich, die CD klingt schon klarer und deutlicher. Die Unterschiede sind aber gering, sodass ich, wenn ich bloß Platte höre (ohne direkten Vergleich) eigentlich nichts vermisse.

Beste Grüße
mueschuck
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 02. Aug 2012, 08:34
Hallo Burkie,

vielen Dank für die Antwort, mit der ich bislang in der Gesamtheit am meisten anfangen kann. Ab und zu ein paar Gelegenheitsplatten und ein bischen Freude bei der Abwechslung, den Plattenspieler zu bedienen steht aktuell zumindest ohnehin im Vordergrund. Die Freude am Musikhören steht außerdem im Vordergrund, dafür überwiegen ganz erheblich die CDs allein schon in der Anzahl. Ich werde also das Thema weder dogmatisch noch verbissen gegeneinander abwägen. Ich freue mich beim Hören guter Songs und nochmehr, wenn es auch noch brilliant klingt - und das gelingt bei meinen "Durchschnittsohren" sowohl bei CD wie auch bei Vinyl.

so far..
Jörg
tek_san
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 02. Aug 2012, 09:17
Gratulation
Musik hören ist wichtiger als Technik.
Und wenn die Musik Freude macht, ist alles andere Nebensache.
Viel Spaß mit dem SL 2000
Oliver
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