Welchen Plattenspieler für kleines Geld?

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BLND
Stammgast
#1 erstellt: 28. Jul 2012, 09:57
Tagchen zusammen,

da ich derzeit eine Asus Xonar Essence One besitze (Input & Output) und mit dieser äüßerst zufrieden bin, habe ich mich gefragt, mit was und wie ich diese in meine Audiokette am Besten einbringe?
Habe mich bisher nie an Vinyls rangetraut, allerdings sind alleine schon die Hüllen so wunderschön ,dass ich mich nun doch dem Ganzen mal etwas Zeit widmen möchte.

Bisherige Ausrüstung: Asus Xonar Essence One, AKG Q 701 & Denon AH D 2000, in Planung: nuPro A-10, ich bin eher der KH-Hörer (zu 75%).

So, nun bräuchte ich ja eigentlich einen Verstärker mit digitalem Ausgang und natürlich einen Plattenspieler, sehe ich das richtig oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?
Nun ist mir aufgefallen, dass die günstigeren Verstärker alle keinen digitalen Ausgang haben, so ein Mist!

Gibts da von beidem etwas günstiges, dass trotzdem guten Klang liefert?
- empfehlenswerten Plattenspieler mit gutem Klang, der günstig ist
- Verstärker der den Anforderungen entspricht und ebenfalls günstig ist

Danke im Voraus für eure Antworten!
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 28. Jul 2012, 12:00
Hallo,

wenn Du noch keine Schallplatten hast gibt es keinen Grund sich welche anzuschaffen.

Muss es dennoch sein: Du brauchst neben einen Dreher auch einen Entzerrer-Vorverstärker, um den Plattenspieler an Deinen Asus anzuschließen.

2 Fragen vorab: muss es Neuware sein? Dann wirds unter 500,- Euro eng, bei Gebraucht am Besten einen Dreher aus den glorreichen Zeiten Ende der 70er - Mitte der 80er nehmen.
Am Besten einen Direktangetriebenen - aus Japan oder Deutschland - große Auswahl.

Peter
BLND
Stammgast
#3 erstellt: 28. Jul 2012, 12:23
Erstaml danke, nein Neuware muss es nicht sein.
Könntest du mir mal bitte zu den benötigten Komponenten einen Link als Beispiel schicken.
Schreib mir ruhig ein paar Vorschläge rein!
PS: Die Platten würden erst kommen, wenn ich das gesamte Setup dann hätte.

Gruß
8erberg
Inventar
#4 erstellt: 28. Jul 2012, 12:57
Hallo,

also: z.B. ein Dual 6xx-Dreher ca. 60,- Euro, dazu eine neue Nadel und ein Entzerrer-Vorverstärker (z.B. http://www.thomann.de/de/behringer_pp400.htm

Damit liegst Du insgesamt bei ca. 100 - 150,- Euro und hast schon was Gutes. Neulich noch einem aus dem Forum einen 607 verkauft und er hat sich den Behringer Preamp geholt. Er ist sehr zufrieden.


Peter
BLND
Stammgast
#5 erstellt: 28. Jul 2012, 13:08
Sorry, aber das mit dem Dual Dreher ist für mich totales fachchinesich.
Wie bekomm ich sowas, nach was muss ich da bei ebay suchen und wie sieht denn so ein Dreher vom Design meistens aus?
Und der Vorverstärker wie sollte ich den an die Asus anschließen, der hat doch nur analoge Ausgänge?

Vielen Dank trotzdem schonmal, bitte klär mich auf.
Smoke_Screen
Stammgast
#6 erstellt: 28. Jul 2012, 13:43
Die einfachste und billigste Lösung wär wohl ein Plattenspieler mit USB out.
Wie z.B. der hier: Dual DTJ 301
Klanglich lässt sich mit einem besseren Tonabnehmer da auch noch was rausholen. Imho würd
ich aber nicht mehr als in ein Audio Technica AT-120E (~ 120€) investieren,bei Bedarf.


[Beitrag von Smoke_Screen am 28. Jul 2012, 13:50 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#7 erstellt: 28. Jul 2012, 13:55
Hallo,


Leider kein analoger-Eingang, stimmt, Du könntest den Behringer-Ausgang nehmen und direkt Deine Aktivboxen (bzw. auch den Kopfhöhrer, 6,3 mm Klinke-Ausgang hat der Phono-Pre) anschließen.

Willst Du jedoch auch digital Deine Platten aufzeichnen würde sich eher ein Phonopre mit digitalem Ausgang (http://www.thomann.de/de/behringer_ufo_202.htm) anbieten, den kannst Du direkt an Deine Asus anschließen und könntest dann die Musik von der Platte digital "mitschneiden".

So sehen die angesprochenen Dreher optisch aus: http://dual.pytalhost.eu/1982/Seite08.jpg

Peter
audiophilanthrop
Inventar
#8 erstellt: 28. Jul 2012, 15:03
Die Essence One hat tatsächlich keinen Line-In - wie doof ist das denn? Da wird wohl irgendwas nötig sein, das sowas hat - muß es extern sein oder geht auch intern?
Smoke_Screen
Stammgast
#9 erstellt: 28. Jul 2012, 18:11

audiophilanthrop schrieb:
Die Essence One hat tatsächlich keinen Line-In - wie doof ist das denn? Da wird wohl irgendwas nötig sein, das sowas hat - muß es extern sein oder geht auch intern?


Yep,eine weitere Möglichkeit ist den Onboard-Sound zu aktivieren und dessen analogen Eingang zu nutzen.
Erfordert allerdings einen externen Phonopre.
Die Frage ist wie immer welche Qualität angestrebt wird und zu welchem Budget. Und natürlich wieviel
Kistchen man willens ist unterzubringen und wie groß der Kabelsalat werden darf.

Persönlich habe ich genau diese Möglichkeit gewählt und gehe über den OnBoard Audiochip meines
Motherboards analog rein (Realtek 892) mit 16Bit/92kHz. Soundausgabe über Kopfhörer mit der
Prodigy. Was für meine alten Lauscher sehr zufriedenstellend klingt.


[Beitrag von Smoke_Screen am 28. Jul 2012, 18:17 bearbeitet]
BLND
Stammgast
#10 erstellt: 18. Aug 2012, 14:01
Sorry für die späte Antwort!

Gehen wir rein hypothetisch davon aus, ich würde folgende 3 Komponenten benutzen:

Pro-Ject Essential -> Behringer PP400 -> Audio Converter Analog / SPDIF

Nun würde ich das Ganze an den optischen Eingang meiner Asus Xonar Essence One hängen.
Hätte ich dann einen normalen Klang per Kopfhörer oder müsste dazwischen nochmals einen Verstärker gehängt werden?

Grüße
JLes
Stammgast
#11 erstellt: 19. Aug 2012, 21:20
Wieder mal "rein hypothetisch": wenn Du schon zu 75% KH-Hörer bist, hätte ein Yamaha C-4 (im guten Zustand für 150 EUR zu finden) gut gepasst. Der hat genügend Anpassungsmöglichkeiten für MM-Tonabnehmer (5 Kapazitäten und 5 Widerstände) sowie einen guten KH-Ausgang. Für den Rest kann man schon einen echt guten Vintage-Dreher mit dem System anschaffen.
Smoke_Screen
Stammgast
#12 erstellt: 19. Aug 2012, 22:51

JLes schrieb:
ein Yamaha C-4 (im guten Zustand für 150 EUR zu finden)


Wo ?
JLes
Stammgast
#13 erstellt: 20. Aug 2012, 11:50

Smoke_Screen schrieb:

JLes schrieb:
ein Yamaha C-4 (im guten Zustand für 150 EUR zu finden)


Wo ?


Ich habe nicht gesagt, dass er leicht für 150€ zu finden wäre :-) Aber möglich.
max130
Stammgast
#14 erstellt: 20. Aug 2012, 16:41
Das der C-4 einen guten Kopfhörerausgang haben soll, ist interessant!
in diesem thread habe ich eine ganz andere Aussage bekommen:


audiophilanthrop schrieb:

hf500 schrieb:
Und dann gibt es Geraete, bei denen es typisch ist, viele kalte Loetstellen zu haben. Da ist wohl irgendetwas mit dem Loetbad nicht korrekt gelaufen (Geschwindigkeit, Temperatur, Vorbereitung der Loetstellen).

Und dann gibt es noch die Geräte, bei denen man bei der Temperatur auf Nummer sicher gegangen ist und die Top-Lötstellen haben, ... aber leider undichte SMD-Elkos. (Die "SONY-Krankheit".)

max130 schrieb:
Was mir neben dem schönen Klang auffällt, ist die extreme Rauscharmut.

Kein Wunder, 4-Gang-Lautstärkepoti (Lautstärkesteller vor und hinter der Spannungsverstärkerstufe). Die Kiste ist wirklich aufwendig, in jeder Hinsicht!

In einem anderen Fred ging es gerade um eine Luxman C-120A aus der gleichen Zeit. Die war sogar noch teurer als die C-4, aber vom schaltungstechnischen Aufwand her sehr viel bescheidener.

Wenn du übrigens vorhast, den Kopfhörerausgang an der C-4 zu nutzen, dann empfiehlt sich eine Modifikation. Ab Werk liegt der Ausgangswiderstand bei stolzen 330 Ohm, das ist für sehr viele Hörer zu hoch und kann den Frequenzgang erheblich verziehen. Auch scheint die Spannungsverstärkung mit 36,6 dB extrem hoch zu sein - unnötigerweise, meine ich. Für die seinerzeit üblichen Hörer von 600 Ohm bis zu 8-Ohm-Gurken war das alles noch durchaus OK, heutigen Ansprüchen an einen hochwertigen Kopfhörerausgang wird man damit aber keineswegs mehr gerecht. Von Kopfhörern verstehen die Verstärkerentwickler bei Yamaha dem Anschein nach bis heute nichts.

EDIT: Ihhh, die Bias-Dioden im Kopfhörerverstärker sind die "allseits beliebten" VD1212 (die in älteren Marantz-Geräten gern mal Ärger machen). Das wird ja 'ne halbe Großbaustelle, wenn das so weitergeht. Vielleicht doch lieber 'nen neuzeitlichen O2 o.ä. an den Zweit-Pre-Out hängen...


Der C-4 ist sehr gut und hat wohl nur eine Schwäche: der Kopfhörerausgang!

VG
Stefan


[Beitrag von max130 am 20. Aug 2012, 16:42 bearbeitet]
JLes
Stammgast
#15 erstellt: 20. Aug 2012, 23:57

max130 schrieb:
Das der C-4 einen guten Kopfhörerausgang haben soll, ist interessant!
in diesem thread habe ich eine ganz andere Aussage bekommen:

(ganze Tuningprozedur entfernt)

Der C-4 ist sehr gut und hat wohl nur eine Schwäche: der Kopfhörerausgang!


Alles richtig. Nach dem Tuning wird auch der Kopfhörerausgang sehr gut :-)
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