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Dual 510 - Lohnt Reparatur?

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ferdijtb
Neuling
#1 erstellt: 27. Okt 2012, 10:44
Hallo liebe Forenmitglieder,

ich bin vollkommen neu auf dem Gebiet der Plattenspieler. Allein schon, weil es nicht unbedingt meine Generation gewesen ist, die den ersten Boom dieser Geräte mitbekommen hat. Nun bin ich entschlossen, mir ein wie auch immer geartetes System aufzubauen, dass als Ausgangspunkt einen Plattenspieler hat.

Wir haben noch einen in die Jahre gekommenen Dual 510 - Spielerherumstehen, der wohl viele Jahre nicht gelaufen ist (15?). Nun frage ich mich, ob sich bei diesem Modell generell eine Restauration lohnen würde.
dual 510
Als Tonabnehmersystem (?) ist ein M95 von Shure installiert- nehme mal an, den müsste man ersetzen.
Problematisch scheint mir jedoch ein Geräusch, dass der Spieler von sich gibt, wenn er läuft.
Ich habe mal eine Aufnahme davon gemacht, die sich folgendermaßen anhört:
https://dl.dropbox.com/u/1130512/Sprachmemo%20005.mp3 (hoffe, das funktioniert)
Hat jemand eine Idee, ob das normal ist oder der Motor defekt sein könnte?

Eine weitere Frage ist, ob der Anschluß zeitgemäß ist. An meine Sony-Anlage passt er vmtl. nicht, bräuchte daher wohl eh etwas neues.

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar!

MfG Ferdinand
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 27. Okt 2012, 10:50
Hallo,

für das Shure-System gibt es akzeptable Nadeln zu bekommen.

Der Plattenteller läuft problemlos? Geschwindigkeit passt?

Gönn dem Motor und dem Tellerlager mal ein paar Tropfen Oel. Die Motoren sind nahezu unkaputtbar, nur sollte man ein wenig Wartung da reinstecken.
Kein Problem, halb so wild, hier Anleitung

http://dual.pytalhost.eu/510/
und Service http://dual.pytalhost.eu/510s/

Für den DIN-Stecker gibt es Adapterkabel für ein paar Euro bei Amazon oder Ebay.

Das Ding ist recht einfach wieder zum Laufen zu bringen und ein Gerät, was heute alle Neugeräte bis 700 - 800 Euro problemlos "schlägt".

Peter
thom53281
Stammgast
#3 erstellt: 27. Okt 2012, 12:14

ferdijtb schrieb:
An meine Sony-Anlage passt er vmtl. nicht, bräuchte daher wohl eh etwas neues.

Hat die Anlage einen eingebauten Entzerrer-Vorverstärker für Plattenspieler (=Anschluss "Phono")? Wenn nicht, benötigst Du entweder einen externen Entzerrer-Vorverstärker oder eine andere Anlage.

Ansonsten ist der Dual 510 fast unkaputtbar, auf jeden Fall herrichten. Wie schon gesagt, ein paar Tropfen Öl an den richtigen Stellen, eine neue Nadel und evtl. einen neuen Riemen (wenn der alte ausgeleiert oder "kaputtgestanden" ist) und schon läuft das Gerät mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wieder. Mechanik, die kaputtgehen könnte, hat das Gerät sowieso nicht.

Ich würde die alte Nadel auch erstmal reinigen und an einer wenig wertvollen Platte testhören. Vorher Tonarm neu ausbalancieren (siehe Anleitung) und Auflagekraft und Antiskating korrekt einstellen (beides auf 1,25). Wenn dort im Innenbereich der Platte keine hörbaren Verzerrungen auftreten, so wird die Nadel sogar noch einigermaßen gut sein. Müsstest mal schauen.


Grüße
Thomas
luckyx02
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 27. Okt 2012, 12:57
Ja würde ich auch versuchen wieder hin zu bekommen. Er ist es wert !
ferdijtb
Neuling
#5 erstellt: 27. Okt 2012, 15:11
Hey,
vielen Dank schon einmal für die aufmunternden Worte und die schnelle Hilfe!
Nach euren Hinweisen bin ich motiviert, den Spieler wieder flott zu machen.

Meines laienhaften Erachtens nach läuft der Teller konstant und rund..
Verzerrungen konnte ich nicht direkt ausmachen (akustisch), lediglich ein zwischenzeitliches Knacken, was evtl jedoch normal ist (?). Werde mir die Nadel mal ansehen.

Werde also zunächst einmal säubern und Ölen.

Hat sich jemand das Laufgeräusch angehört? Ist das normal oder vermutet ihr, dass das durch Wartung rückgängig zu machen ist?

Lg und danke,
Ferdinand
thom53281
Stammgast
#6 erstellt: 27. Okt 2012, 15:20
Ich hab es mir vorher schon angehört. Wie schon gesagt, Motor ölen ist meiner Meinung nach erstmal das Beste. Hört sich für mich nämlich nach dem Motor an.

"Knacken" im Sinne von "Knistern"? Ich weiß nicht, wie viel Ahnung Du bisher von Schallplatten hast, aber Knistern kann durchaus - je nach Erhaltungszustand der Platten auftreten. Das ist durch Staub und Dreck in der Rille bedingt. Knacken kann von Kratzern in der Schallplatte kommen, aber auch auf ein Problem im Spieler hindeuten.


Grüße
Thomas
ferdijtb
Neuling
#7 erstellt: 27. Okt 2012, 20:20
Habe die entsprechenden Stellen geölt, das Geräusch war immernoch zu vernehmen. Mittlerweile habe ich aber herausgefunden, woran es zu liegen scheint: Folgendes Bauteil, es hält das Antriebsrad des Riemens, scheint zu schwingen:

pll

Werde mal schauen, ob man das irgendwie festziehen kann. Ist natürlich die Frage, ob Spiel im Lager ist o.Ä.


@ Thom: Ja, es könnten auch Knackgeräusche von Staub o.Ä. sein; die Platten sind sehr alt. Muss mir noch Reinigungsbürsten oder so besorgen.

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, zu prüfen ob die Nadel noch in Ordnung ist?
Und ist das Abnehmersystem generell in Ordnung? (Shure M95)

Vielen Dank,
Ferdinand


[Beitrag von ferdijtb am 27. Okt 2012, 20:21 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#8 erstellt: 27. Okt 2012, 20:35
hallo,

die Antriebswelle.... dann schreit das Motorlager nach Oel.

Dreher aus dem Häuschen bauen, das Brückenlager abschauben, das Sinterlager säubern und einige Tropfen gutes Motoröl draufträufeln.

Peter
ferdijtb
Neuling
#9 erstellt: 27. Okt 2012, 20:42
Diese Begriffe sagen mir noch nicht so viel aber ich nehme an, dazu muss ich den Motor abnehmen? Okay, schaue dann mal. Ich habe 15W40, geht das?

Noch eine dumme Frage: Den metallenen Plattenteller bekomme ich nicht ab. gibt es dort noch eine Schraube, die ich nicht finde? Ich dachte, man müsse den abheben können? In der Explosionszeichnung finde ich nichts derartiges.

Danke,
Ferdinand
thom53281
Stammgast
#10 erstellt: 27. Okt 2012, 20:46
15W40 sollte gehen. Zum Thema "Teller abnehmen":
http://www.analog-forum.de/wbboard/index.php?page=Thread&threadID=22860


Prüfen könnte man die Nadel, wenn man einen Experten mit langjähriger Erfahrung und einem entsprechenden Nadelmikroskop kennt. Dieser könnte den Verschleiß der Nadel untersuchen und genau beurteilen. Da es aber sehr unwahrscheinlich ist, dass Du heutzutage noch auf jemanden mit diesen Möglichkeiten triffst, kannst Du die Nadel eigentlich nicht wirklich prüfen.

Von vielen Forenmitgliedern (und auch mir) wird daher nur reines "Probehören" benutzt. Eine abgenutzte/beschädigte Nadel kann die Toninformationen der Rille nicht mehr so gut wiedergeben und fällt daher vor allem im Innenbereich der Schallplatte durch Zischeln, Übersteuern und Verzerrungen auf. Hier kannst Du sehen, was bei einer abgenutzten Nadel passiert:
http://www.west-techservices.com/p5.htm

Da Du aber neu im Schallplattenbereich bist, wäre es unter Umständen am besten, die Nadel einmal grundsätzlich durch ein neues Exemplar (am besten Original und kein Nachbau) auszutauschen. Wenn Du dann Deinen Plattenspieler besser kennst, kannst Du einmal die alte Nadel herauskramen, saubermachen und vergleichhören. Wenn die Nadel ungefähr genauso abtastet, wie die neue, hast Du eine Reservenadel. Tastet sie nicht mehr sauber ab, weg damit.


Grüße
Thomas
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 27. Okt 2012, 20:55
Hallo,

Du kommst nur an den Motr, wenn Du den Dreher aus der Zarge ausbaust.

Guck Dir das Video an, Unterschied: Du hast 3 Schrauben: http://www.youtube.com/watch?v=CpuH-PTXzPk

Peter
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