Subchassis Thores TD-166 MK VI - Einstellung

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Gryphon
Stammgast
#1 erstellt: 05. Jun 2004, 13:49
Hallo zusammen,

ich habe kürzlich einen Thorens TD 166 MK VI gebraucht gekauft (Neuzustand). Beim Transport im Auto habe ich (leider und aus Unwissenheit) nur den Plattenteller entfernt und die offensichtlich obligatorische Schraubsicherung vergessen. Während des 6-stündigen Transports wurden offensichtlich die Subchassis-Federn beschädigt (bzw. sind jetzt ausgeleiert). Der Plattenteller berührt jetzt die Antriebswelle und den 33/45-Hebel. Ich habe dann versucht, den Plattenspieler neu zu justieren (gemäß Anleitung unter Thorens-Info.de, habe die Bodenplatte entfernt und die Muttern stärker angezogen (selbstverständlich mit einer Wasserwaage und viel Geduld), aber letztlich so stark, daß eigentlich schon keine Federwirkung mehr vorhanden war. Hat aber alles nichts gebracht, der Abstand des Plattentellers zur Deckplatte hat sich nur minimal vergrößert, von den empfohlenen 7 - 9mm bin ich weit weg. Ich gehe davon aus, daß ich die Federn austauschen muss. Da das rein mechanische Tätigkeiten sind, traue ich mir das auch selber zu.

Aber: Liege ich mit meiner Vermutung richtig ? Kann noch mehr kaputt sein ?

Wo kann ich die Ersatzteile kaufen ? Angeblich gibt es ja bei Modellen dieses Typs Probleme mit der Ersatzteilversorgung seit der Thorens-Pleite.

Kennt jemand ansonsten einen Händler im Raum Regensburg, der Thorens-Geräte wartet ?

Vielen Dank vorab für die Hinweise!!!!!
applewoi
Stammgast
#2 erstellt: 05. Jun 2004, 21:23
hallo Gryphon,

ruhig Blut!

Dein Problem liegt, glaub ich, nicht an den Federn...

Wahrscheinlich hat sich der Innenteller auf der Achse verschoben, sodass der jetzt zu tief liegt. Das kommt bei dem 166er manchmal vor, da es sich nur um eine Presspassung handelt.

Man kann dem Problem mit ein paar vorsichtigen Plastikhammerschlägen beikommen.
Dazu sollte man den Innenteller möglichst auf eine plane Fläche mit einem Loch legen, durch das die Lagerachse durchpasst. Dann von oben vorsichtig die Achse wieder nach unten treiben und anschliessend mit Loctite sichern.

Anschliessend Federn wieder lockern sodass der Teller mit aufgelegter Platte schön wippt.

gruss frank
Gryphon
Stammgast
#3 erstellt: 05. Jun 2004, 22:06
Hallo applewoi,

super - das ist es. Vielen Dank für den Tip! Die Achse hat sich in der Tat verschoben, das kann man auch sehen. Das vereinfacht die Sache natürlich ungemein.

Viele Grüße
Stephan
Shadows0001
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 18. Mai 2018, 16:30
Hi,
ich habe das Problem auch....
Werde ich wie beschrieben versuchen zu lösen.
Ich habe dem 166er noch einen neuen Riemen gegönnt...
Jetzt läuft der Plattenspieler unrund an.
Beruhigt sich aber dann bei Solldrehzahl...
Jemand ne Idee?
Gruß Claus


[Beitrag von Shadows0001 am 18. Mai 2018, 16:32 bearbeitet]
onabudget
Stammgast
#5 erstellt: 18. Mai 2018, 17:48

Shadows0001 (Beitrag #4) schrieb:

Jemand ne Idee?

Ja, wenn ich Dich richtig verstanden habe, beschreibst Du die übliche Weise, mit der ein Riemenantrieb den Platterteller auf die Solldrehzahl bringt.
Holger
Inventar
#6 erstellt: 18. Mai 2018, 18:02

Shadows0001 (Beitrag #4) schrieb:

Jemand ne Idee?


Den Teller erst von Hand andrehen, dann einschalten.
Shadows0001
Ist häufiger hier
#7 erstellt: Gestern, 09:53
Hi, ja das habe ich auch gemacht...
Aber das ist ja nicht das Abschalten der Ursache...
Trotzdem vielen Dank für die Antwort.

Gruß Claus
Holger
Inventar
#8 erstellt: Gestern, 09:59
Die Ursache ist vermutlich der neue Riemen, kommt sehr oft vor.
Nachbau-Riemen sind meist nicht so präzise nach den ehemaligen Thorens-Vorgaben gefertigt und passen somit nur zu 90 Prozent... die fehlenden 10% sorgen dann eben für den unrunden Anlauf.
Shadows0001
Ist häufiger hier
#9 erstellt: Gestern, 10:03

onabudget (Beitrag #5) schrieb:

Shadows0001 (Beitrag #4) schrieb:

Jemand ne Idee?

die übliche Weise, mit der ein Riemenantrieb den Platterteller auf die Solldrehzahl bringt.

Vielen Dank für die Antwort...
Also bei meinem TD 145 MKII läuft der Plattenteller nicht so unrund an...
Bei Testen ist mir aber auch aufgefallen, dass der TD 145 eine höhere Federkraft hat...
Evtl. muss ich doch mal das Subchassis etwas härter stellen...

Gruß Claus


[Beitrag von Shadows0001 am 22. Mai 2018, 10:03 bearbeitet]
Shadows0001
Ist häufiger hier
#10 erstellt: Gestern, 10:06
Hi :-)
Der alte Riemen rutsche halt erst mal durch und brachte den Teller "schonend" auf Drehzahl...
Das mit dem "Andrehen" scheint wohl die schonenste Möglichekti zu sein, wenn es keine andere technische Abhilfe gibt..

Gruß Claus
Holger
Inventar
#11 erstellt: Gestern, 10:08

Shadows0001 (Beitrag #10) schrieb:

Der alte Riemen rutsche halt erst mal durch und brachte den Teller "schonend" auf Drehzahl..


Nennt sich Rutschkupplung und war genau so von den Entwicklern vorgesehen...
Shadows0001
Ist häufiger hier
#12 erstellt: Gestern, 10:42

Holger (Beitrag #11) schrieb:

Shadows0001 (Beitrag #10) schrieb:

Der alte Riemen rutsche halt erst mal durch und brachte den Teller "schonend" auf Drehzahl..


Nennt sich Rutschkupplung und war genau so von den Entwicklern vorgesehen...
;)


Haha, ja das könnte passen :-) :-)
Also doch wieder der alte Riemen drauf und das System "schonend" anfahren *g*
Wie ist denn der TD 166 MK VI einzuordnen Holger?
Wie sieht es mit dem TP 50 aus...?
Auf dem Dreher ist das handelsübliche Stanton 500 montiert...
Ich hätte noch ein 2m Bronze und ein Denon DL 160 zur Verfügung...
Was würde dem Dreher besser stehen?
Tonarm ist als leicht bis mittelschwer einzuordnen?

Gruß Claus
Holger
Inventar
#13 erstellt: Gestern, 12:04
Hallo Claus,

Persönlich würde ich fast alle Modelle der 14x/16x-Baureihe als gleichwertig erachten, wobei der TD 160 Super und der TD 147 wegen der massiveren Zarge etwas herausstechen.
Ein Modell mit TP50-Tonarm hatte ich noch nicht, kann mir aber kaum vorstellen, dass man bei Thorens da einen Ausreißer produziert hat, was die Qualität und die Fertigkeiten eines Tonarms angeht... denn die anderen Thorens-Arme sind mbMn durchwegs als sehr gut zu bewerten.
Der TP50 ist mittelschwer, denke ich. Da aber das "Problem" der Kompatibilität von Tonabnehmer und Arm eher ein theoretisches und NUR SELTEN in der Praxis auftretendes ist (mEn jedenfalls), dürfte da so ziemlich jedes System gut passen.
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