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Phono-Preamp: CA oder Clearaudio

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Autor
Beitrag
Gringo82
Stammgast
#1 erstellt: 31. Jan 2013, 23:37
Hallo zusammen,

ich möchte gerne in einen vernünftigen Phono Preamp investieren.

Als Dreher kommt ein Dual CS731 mit Original ULM 60 zum Einsatz.

Ich habe die folgenden beiden Geräte inas Auge gefasst:

1. Cambridge Audio 651
2. Clearaudio Nano

Vom 651 liest man recht wenig, dieser würde optisch gut zu meinem CA 740a passen...

Wichrig wäre mir ein zuschaltbarer Subsonic Filter, da ich gerne meine LS schützen möchte (so billig waren die nicht).

Habt Ihr irgendwelche Präferenzen für eines dieser beiden Geräte, oder doch lieber Alternativen?

Beide sind auch MC fähig, wobei der Clearaudio durch den änderbaren Widerstand wohl flexibler ist, allerdings auch noch mal knapp 70 € teurer...eigentlich schon über meinem Limit von 200 €.

Bitte keine Alternativvorschläge in die 500 € Klasse oder "Brat dir doch selber einen Preamp zusammen" Tipps ;-)

Vielen Dank und Grüße
akem
Inventar
#2 erstellt: 01. Feb 2013, 08:14
Mein Tip in der Preisklasse ist der Musical Fidelity VLPS. Kostet um die 150 Euro.
Der Cambridge klingt im Vergleich dazu etwas blechern, den Clearaudio kenne ich nicht. Nachteil ist, daß keine Werte einstellbar sind. Da müßtest Du ans Innenleben ran und Eingangskapazität (MM) und Eingangswiderstand (MC) auf den gewünschten Wert umlöten. Ist durchaus machbar, Garantie ist aber dann natürlich weg. Aber einstellbare Phonostufen ansprechender Klangqualität kosten normal mind. 300 Euro. Es gibt von Project seit kurzer Zeit auch für etwa 150 Euro eine einstellbare Phonostufe, aber die klingt schauderhaft.

Gruß
Andreas
Pilotcutter
Administrator
#3 erstellt: 01. Feb 2013, 09:22

akem (Beitrag #2) schrieb:
Mein Tip in der Preisklasse ist der Musical Fidelity VLPS. Kostet um die 150 Euro.
Der Cambridge klingt im Vergleich dazu etwas blechern


Danke für den Tipp!

Ich habe mir just bei Thiel Acoustics eine VLPS II bestellt für 134 Euronen und hoffe, dass ich es nun endlich einmal schaffe einen Unterschied zwischen den Vorstufen zu eruieren. Ich bin seit geraumer Zeit damit beschäftigt Vorstufen unterschiedlicher Preisklassen auf ihren klanglichen Unterschied zu untersuchen. Nicht um zu missionieren, rein interessehalber. Ich habe auch angefangen die Beispiele digital zu dokumentieren und vielleicht schaffe ich es einmal eine Audio-CD zu erstellen mit eben jenen Unterschieden - weil "klingt im Vergleich dazu etwas blechern" muss ja dokumentierbar sein.

Edit: Die alte Cambridge 640P klang übrigens und IMHO nicht blechern. Und ich habe sie verglichen!

Edit²: Thiel Acoustics ist zurzeit der günstigste Anbieter. Von daher kann man den zurzeit empfehlen.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 04. Feb 2013, 10:20 bearbeitet]
Gringo82
Stammgast
#4 erstellt: 01. Feb 2013, 16:03
Hallo,

danke für die Antwort. Vom MF hört man eigentlich nur gutes, allerdings fehlt mir der Subsonicfilter.

Vielleicht können andere Besitzer des CA 651P nochwas zum Gerät sagen! Empfindet Ihr das Gerät auch als blechern? Oder noch andere Geräte mit Filter empfehlen bis ca. 250 €.

Zum Thema Anpassung: Muss ich tatsächlich die Geräte noch ändern? Der CA hat eine Kapazität von 220 pF und 47 kOhm und 39 dB Gain bei MM (@1 khz). Ist das nicht der Quasistandard (zumindest bei Kapazität und Widerstand) für MM Systeme? Löten möchte ich nix.

Beste Grüße
akem
Inventar
#5 erstellt: 01. Feb 2013, 21:31
Subsonic brauchst Du bei einem halbwegs brauchbaren Laufwerk und einer halbwegs passenden Tonarm-Tonabnehmer Kombination nie. Ich bin sogar ein expliziter Gegner von Subsonic, weil die wirksamen Filter gleichzeitig auch den Bass wegfiltern und die, die den Bass durchlassen auch unwirksam sind... Ein wirksames Subsonicfilter, daß den Bass unangetastet läßt, müßte ein Filter hoher Ordnung sein mit einer Eckfrequenz bei etwa 15...17Hz. Schau Dir die Messungen an, wenn Du welche findest! Die meisten Phonstufen mit Subsonic hören schon deutlich oberhalb von 50Hz auf, Bass zu machen...

220pF ist für viele Tonabnehmer schon viel zu hoch. Bedenke, daß durch das Phonokabel und die Tonarm-Innenkabel auch nochmal 80...150pF dazu kommen! Damit landest Du bei 300...400pF. Damit sind alle Goldring 1xxx und 2xxx Systeme nicht zu betreiben, alle Nagaokas scheiden aus, viele Audio Technikas und wer weiß, was noch alles. Natürlich gibt es auch Systeme, die damit klarkommen, z.B. die meisten Ortofon. Trotzdem ist die Auswahl an Tonabnehmern schon deutlich eingeschränkt.
Die 47kOhm sind genormt, was aber nicht heißt, daß nicht einige Systeme von einem anderen Wert profitieren würden.

Gruß
Andreas
Gringo82
Stammgast
#6 erstellt: 02. Feb 2013, 00:16
Hallo,

danke für deine ehrliche Meinung.

Hmmmm, wie kann ich den rausfinden, ob meine LS in Gefahr sind? Mal den Fingern an die Sicken legen? Wie kann ich das rausfinden. Ich habe halt einen alten Dual 731 von dem ich nicht weiß ob das alles so ok ist mit der Tonarmresonanz usw.

Früher hatte doch eigentlich fast jeder Phono Amp eine Subsonicfilter, oder?

ich würde den CA 651P mit den 220 pF Kapazität Amp an einem ULM 60 von Ortofon betreiben (Standardsystem vom Dual 731), würde das gehen oder werden dann die Höhen weggebügelt?

Wenn mal ein Systemwechsel anstehen würde, würde ich den dann eben wieder verkaufen....

Viele Grüße und nochmals danke.
Gringo82
Stammgast
#7 erstellt: 02. Feb 2013, 01:55
Hallo zusammen,

ich habe noch ein wenig gesucht und mich jetzt für eine Pro-ject Phono Box S entschieden. Dort ist die Kapazität schaltbar und preislich liegt das Gerät nochmals 30 € unter dem CA....

Klar nach oben ist immer besser aber ich hoffe das das gerät meinen Ansprüchen genügen wird. Als Vergleich habe ich den Phono Einang des Yamaha 3010 AVR...

Viele Grüße
Pilotcutter
Administrator
#8 erstellt: 02. Feb 2013, 04:38
Also nach erneutem Suchen auf die "schauderhafte" aus Beitrag # 2 gekommen?

Was ist denn grundsätzlich mit dem Phonoeingang des AVR? Du wirst doch feststellen können, ob das Klangbild Deinen Ansprüchen genügt und ausgewogen genug ist. Eine großartige Klangverbesserung wirst Du mit dem ULM 60E nicht erleben.
Einer meiner zusammengewürfelten Dreher besteht aus einem Akai 003 mit DN 163E mit abenteurlichen Nulldurchgängen von Albus über eine NAD PP2 und klingt spaßmachend schön - ganz egal an welchem VV.

Nur wegen der unsicheren Tonarmresonanz würde ich keinen VV mit extra Subsonicfilter nehmen. Wer weiß denn wie verhärtet das Gummi des Nadelträgers nach über 30 Jahren ist? Da wäre das Geld fast noch besser in ein neues System + Halbzolladapter investiert.
Sonst schau mal im Dual-Board, was die so für den bekannten 731 an Peripherie empfehlen.

Gruß. Olaf


[Beitrag von Pilotcutter am 02. Feb 2013, 10:47 bearbeitet]
Gringo82
Stammgast
#9 erstellt: 02. Feb 2013, 12:48
Och nö, dass hab ich überlesen....verda*****

Mir geht es in erster Linie um den Subsonic Filter. Ich will meine Kette absichern. Da ich da null Ahnung habe, will ich auf Nummer sicher gehen. Ich hab gelesen, dass z. B. auch ein einfacher Höhenschlsg bei ansonsten unkritischer Tonarmeigenfrequenz problematisch sein kann.

Klanglich ist der AVR wohl so einigermaßen ok ( ich hab halt keine Vergleiche), also nichts zum weglaufen.

@akem: Kannst du noch was zu der Pro-ject Phono Box S sagen (die wirst du wohl gemeint haben)? Mit welchem System hast du die ausprobiert? Was genau ist dir aufgefallen? Sonst pack ich die gar nicht erst aus!

Ich habe jetzt in eine unbenutzte Original Nadel Dn160e investiert und hoffe, dass die noch keine 30 Jahre alt ist (bis wann wurden die eigentlich gebaut?j Sitzt der kritische Nadelträger in der Nadel direkt oder im System?

1/2 Zoll Adapter gehen inzwischen für fast 100 € weg, dann nochmals x € für das System....ich wollte es eigentlich bei der Investition in die Originalnadel belassen...trotzdem vielen Dank für den Tipp. Mein Tonarm war leicht verbogen und daher stimmen die Winkel von System nicht ganz genAu (s. anderer Thread), so dass ich in den Dreher nicht mehr soviel investieren will.

Kann man das Gummi nicht notfalls wieder geschmeidig machen (ich kenne aus dem Tauchzubehör spezielle Mittel für die Gummidichtungen von Kameragehäusen)...

Viele Grüße und schönes WE
Gringo82
Stammgast
#10 erstellt: 02. Feb 2013, 13:01
Update: Pro-ject ist storniert!

Jetzt bin ich wieder bei null.

Die meisten Verstärker der Preisklasse habe 220 pF am Eingang.

Wäre damit das ULM 60 vernünftig zu betreiben? Oder fehlen dann die Höhen?

Ich würd halt, falls irgendwann mal ein Systemwechsel kommen sollte den CA mit weggeben!

Ich brauch jetzt erst mal was für den Dual 731 mit dem ULM 60...

Viele Grüße
akem
Inventar
#11 erstellt: 02. Feb 2013, 20:18
Naja, das ULM ist de facto ein Ortofon OM, also eines, das mit den 220pF ganz gut klarkommt.
Nimm doch die Musical Fidelity VLPS, was besseres wirst Du in dieser Preisklasse nicht finden.

Zum Schutz der Lautsprecher: solange nicht die Tieftonmembranen wie wild hin und her wackeln (also mit ungewöhnlich viel Hub, der bei CD-Wiedergabe nicht annähernd erreicht wird) solange hast Du auch kein Problem. Und selbst dann ist es kein Problem, solange Du mit dem Lautstärkeregler vorsichtig bist. Am ausgeprägtesten ist das Gewackel bei Baßreflexlautsprechern. Hier kann man aber auch etwas optimieren, indem man die Baßreflexrohre etwas verstopft, z.B. zusammengerollte Socken reinstopfen.

Gruß
Andreas
Gringo82
Stammgast
#12 erstellt: 02. Feb 2013, 21:17
Hallo,

nochmals danke.

Hmmm, der MF scheint echt gute Kritiken zu haben. Weisst du zufällig, die Kapazität am MM Eingang? Die konnte ich in den Datenblättern nicht finden.

Wir reden doch bei den kritischen Frequenzen über sehr tiefe unhörbare Frequenzen, die aber doch an den Membranen sichtbar sind, oder?!

Über was für Wege reden wir denn da an der Membran? Sollte ich das also mit dem Auge kontrollieren können? Gibt es besonders kritische Scheiben, mit denen ich den Worst Case prüfen kann? Ich habe Nubert Nuvero LS die sind soweit ich weiss komplett abgesichert, ob das bei den tiefen Frequenzen auch wirkt, weiss ich nicht?

Warum sind die BR LS am kritischsten? Überlagert sich da die Eigenfrequenz des Tonarms mit der des Resonators, oder regt der LS den Spieler selber zum schwingen an?

Viele Grüße
akem
Inventar
#13 erstellt: 02. Feb 2013, 22:05
Der Membranhub bewegt sich dann im Bereich >5mm schon bei normaler Lautstärke. Wenn Du normal CD hörst hast Du im Tiefbass Auslenkungen im Bereich weniger mm (vielleicht höchstens mal 3mm), aber da bist Du schon gut im Tiefbass, wenn nicht sogar im Subbass (<40Hz). Und diese Auslenkungen sind selten. Bei Schallplatte hättest Du dann plötzlich regelmäßige hohe Auslenkungen, die im Bereich des maximalen Membranhubs liegen (also wirklich maximaler Hub, nicht der maximale LINEARE Hub...).

Mach Dir da nicht allzugroße Sorgen: Abermillionen von Plattenhörern haben kein Subsonicfilter und deren Lautsprecher leben immer noch... Du darfst auch nicht vergessen, daß die maximale Auslenkung der Tonabnehmernadeln ja auch begrenzt ist und damit subsonische Amplituden ebenfalls von vornherein begrenzt sind. Es kann also nicht passieren, daß sich das System wild und unkontrolliert aufschaukelt. Das können nur Rückkopplungen und das führt normalerweise zu einem Pfeifen. Da wäre also der Mitteltöner gefährdet...

Gruß
Andreas
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