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Umrüstung auf Cinch

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Mp3Guy
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 20. Mai 2013, 15:45
Hallo zusammen,

mein Dual 621 ist zurzeit mit einem DIN auf Cinch Adapter am Vorverstärker angeschlossen. Leider kommt es dadurch anscheinend zum Brummen. Deshalb würde ich gerne auf Cinch Kabel umbauen.

Die Frage ist nun: Wie mache ich das am besten?

Erstes Problem: Welche Gesamtkapazität will mein Tonabnehmen Shure M75-Type D mit NB-75 EJ Nadel? Leider findet man darüber garkeine Angaben. Damit hängt dann auch direkt zusammen, was ich für ein Kabel benutzen soll. Hat jemand die Kapazität des Dual 621 Anschlusskabels vielleicht zufällig mal gemessen?

Ansonsten habe ich an folgende Kombination gedacht:

Kabel: http://www.thomann.d...ue_schwarz_weiss.htm
Stecker: http://www.thomann.de/de/hicon_hi_cm06_ntl.htm

Das Kabel hat eine Kapazität von 78pF, zu den Steckern habe ich dem Hersteller mal eine Anfrage geschickt.

Meine Vorstufe ist übrigens eine Pro-Ject Phonobox 2 mit 120pF. Meint ihr ich sollte einfach versuchen bei ungefähr 250pF auszukommen, so wie es oft empfohlen wird, oder hat jemand die genauen Werte, die ideal für meinen Tonabnehmer sind?

lG
Felix
akem
Inventar
#2 erstellt: 20. Mai 2013, 15:58
Du kannst auch einfach den DIN-Stecker abschneiden und stattdessen Cinch-Stecker dranlöten. Beim roten Innenleiter kommt der rote Stecker hin (Rot wie Rechts), beim weißen Innenleiter der andere Stecker (meist schwarz). Dann könnte es aber immer noch Probleme mit Brummen geben. Die meisten Duals haben innen einen sog. Kurzschließer. Das ist eine Mechanik, die die Ausgangssignale des Tonabnehmers kurzschließt, solange die Mechanik beim Starten oder Stoppen arbeitet. An diesem Kurzschließer ist traditionell eine Massebrücke drin, die die beiden Signalmassen und die Chassismasse miteinander verbindet. Diese Brücke ist ein durchgezogener Draht, den Du zwischen den Lötstellen je einmal durchzwicken mußt. Die Chassismasse bringst Du dann durch ein separates Massekabel nach draußen, so wie es 99% aller Plattenspielerhersteller auch machen. Das Kabel schließt Du da an, wo die Massebrücke am Chassis hängt: da ist eine Schraube im Chassis mit einer Lötfahne, von der aus die Massebrücke losgeht. Da lötest Du das neue Massekabel an.
Ein neues Cinchkabel brauchst Du übrigens nicht unbedingt. Im Gegenteil: neue Kabel sind meistens erheblich dicker und sind schwer vernünftig im Dreher zu verlegen und durch die Kabeldurchführungen zu bringen.

Gruß
Andreas
Mp3Guy
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Mai 2013, 16:30
Alles klar, danke schonmal. Wieso schließt der Herr, der diese Anleitung gemacht hat denn die Kabel auch intern neu an, wenn man da garnicht muss? http://www.zwillingssterne.de/download/UmbauDIN-CINCH.pdf

lG
Felix
volvo740tius
Inventar
#4 erstellt: 20. Mai 2013, 20:45
Hallo,


Mp3Guy (Beitrag #3) schrieb:
Wieso schließt der Herr, der diese Anleitung gemacht hat denn die Kabel auch intern neu an, wenn man da garnicht muss?


das ist eine gute Frage und das weiß der Herr wahrscheinlich nur allein. Schirmung auf jeden Fall zusammen lassen und über das Erdungskabel nach außen führen. Nur dann brummt es nicht.

Gruß Thomas
akem
Inventar
#5 erstellt: 21. Mai 2013, 15:13
Man kann es auch trennen.
Der Königsweg ist eh, ein symmetrisches Mikrofonkabel mit zwei Innenleitern zu verwenden. Die Innenleiter dienen dann zum Signaltransport und die Schirmung wird dann nur innerhalb des Drehers an den zentralen Massepunkt angeschlossen und im Cinchstecker nicht angeschlossen. Dann hat man eine symmetrische Signalführung...
Entgegen landläufiger Meinung hat man auf "Cinchmasse" seitens der Phonostufe eben nicht unbedingt Masse. Es kann auch ein sog. quasisymmetrischer Eingang sein, der dahinter einen echten Differenzverstärker hat, der auch als solcher beschaltet ist. Meistens ist da zwar ein Operationsverstärker (der ja grundsätzlich ein Differenzverstärker ist...), aber oft ist eben der nicht-invertierende Eingang direkt auf Masse genagelt, zusammen mit der vermeintlichen Signalmasse, die aber keine Masse ist sondern erst an dieser Stelle dazu gemacht wird

Gruß
Andreas
germi1982
Moderator
#6 erstellt: 21. Mai 2013, 20:54
Der optimale Weg ist der hier, das ist die offizielle Verkabelungsanleitung von Dual....links DIN und rechts in Cinch. Die zweite Reihe ist für dich zutreffen...das was rot markiert ist ist zu durchtrennen bei der Umrüstung von DIN nach Cinch.




Bei Dual gabs nämlich beides, und der Kunde bekam je nach Wunsch entweder DIN oder Cinch. Und meistens wurde hier DIN gewählt, denn der heimische Verstärker hatte ja meist DIN....


[Beitrag von germi1982 am 21. Mai 2013, 20:57 bearbeitet]
Mp3Guy
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 21. Mai 2013, 23:04
Super Danke!!

Zur geforderten Kapazität des Shure Systems weiß niemand etwas? Wenn nicht, dann werde ich das jetzige Kabel einfach weiterbenutzen. Die Dual Ingenieure werden sich ja was dabei gedacht haben.

lG
Felix
schmiddi
Inventar
#8 erstellt: 22. Mai 2013, 07:00

volvo740tius (Beitrag #4) schrieb:

das ist eine gute Frage und das weiß der Herr wahrscheinlich nur allein. Schirmung auf jeden Fall zusammen lassen und über das Erdungskabel nach außen führen. Nur dann brummt es nicht.

Gruß Thomas


Ich habe die Schirmung ebenfalls aufgetrennt und meinen Dual so auf Cinch umgebaut. Es brummt gar nicht.

Ich habe auch das Kabel dran gelassen, die originalen Kabel von Dual passen von den Werten her perfekt. Hinzu kommt natürlich auch das was Andreas mit der Kabeldurchführung erwähnt hat,

Grüße
Jörg


[Beitrag von schmiddi am 22. Mai 2013, 07:03 bearbeitet]
volvo740tius
Inventar
#9 erstellt: 22. Mai 2013, 18:57
Hallo,

mein Fehler, da nur mit dem halben Auge hingeschaut. Alles richtig, was Ihr schreibt.

Gruß Thomas
Albus
Inventar
#10 erstellt: 22. Mai 2013, 19:36
Tag,

das Produkt Shure M75 in seinen zahlreichen Spielarten ist angelegt auf einen Abschluss mit 47 Kiloohm Widerstand und (insgesamter) Lastkapazität von 400-500 pF, wobei das Optimum mit 450 pF angesetzt ist (Shure-Spezifikationen). Der Widerstand kann bis 70 Kiloohm ohne merkliche Änderungen des Wiedergabefrequenzganges erhöht werden (Shure). - Es ist auch ein Abschluss mit 100 Kiloohm und geringer Lastkapazität von 100 pF möglich (Shure-BDA).
Kabelkapazität, des DUAL-Plattenspielers CS-606 (genannt der Nähe zum DUAL 621 wegen), diese hatte das Labor der Zeitschrift Fono Forum einst gemessen, und zwar 180 pF (in einem ausführlichen Test der Radio Electronics, December 1980, waren 150 pF gemessen worden; dazu dann auch ein erhellender Kommentar zu den Tonabnehmern, die 400 pF und mehr erfordern - Quelle: Library der Vinylengine).
Ich empfehle, die 47 k mit 450 pF zu realisieren, sonst wird das: Nichts.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 22. Mai 2013, 19:50 bearbeitet]
Mp3Guy
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Mai 2013, 19:50
Das heißt wohl, dass meine Project Phonobox II mit ihren 120 pF nicht die beste Investition war. Ist die Angabe für den CS 606 vom Tonabnehmer bis zum Anschluss oder nur für das Anschlusskabel und die Verkabelung des Tonarms kommt nochmal mit dazu?

lG
Felix
Albus
Inventar
#12 erstellt: 27. Mai 2013, 19:57
Tag,

die Messdaten gelten für die Strecke vom Headshellkabel bis zum RCA/Cinch-Stecker (oder DIN bei älteren Geräten). - Versuchen kann man es doch, vielleicht gefällt es dennoch - oder gerade so.

Freundlich
Albus
akem
Inventar
#13 erstellt: 28. Mai 2013, 06:53
Man kann die fehlenden pF auch in 2 mal einen Cinchstecker löten und per Y-Adapter dazu schalten. Damit kann man den Kapazitätswert auf jeden beliebigen Wert erhöhen. Nur absenken kann man ihn nicht...

Gruß
Andreas
Mp3Guy
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 28. Mai 2013, 10:13
Ich werde es erstmal ohne probieren. Die Lösung klingt trotzdem intetessant.
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