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Technics SL-D202 - Pitch läßt sich nicht justieren!

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Beitrag
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 08. Feb 2014, 14:40
Hallo zusammen,

habe in der Bucht einen Technics SL-D202 Plattenspieler (Direct Drive) für etwa 50,- EUR in einem guten Erhaltungszustand erstanden.

Folgendes Problem:

Wenn ich den Pitch-Regler ganz nach links drehe habe ich, laut eingebautem Stoboskop, eine ziemlich präzise Umdrehungszahl. Wie gesagt, aber nur wenn er bis zum Anschlag ganz nach links gedreht wurde.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage ob an der Feinjustierung eventuell etwas verstellt wurde, bzw. ob diese defekt ist oder sich irgendwie "verlagert" hat? Denn viel Spielraum zum Justieren ist da ja nicht mehr drin.

Vorab schon mal Danke für etwaige Lösungsansätze.


[Beitrag von Pittylabelle am 08. Feb 2014, 14:41 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#2 erstellt: 08. Feb 2014, 14:54
Moin Moin

ich vermute das es an dem Geschwindigkeitsumschalter (33/45 U/min) und/oder am Pitchpoti liegen könnte.Die Kontakte können korrodiert oder verdreckt sein.Dadurch enstehen Krichströme und die Elektronik kommt durcheinander.Probieren mit Kontakt 60 zu reinigen und mit Kontakt WL spülen.
Es können aber auch kalte Lötstellen irgendwo sein.
Das könnte ein "Laie" evtl. selber beheben.

Schwieriger wird es mit der 3ten Vermutung,das es Kondensatoren sind die ihre Kapazität(Taub) verloren haben.Das Gerät ist ja auch kein junger Hüpfer mehr. Gerade im Quarzsektor hat das gravierende Auswirkungen.Dies ist jedoch nur mit einem Messgerät zu prüfen und diese sind dann zu tauschen.

Pittylabelle
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 10. Feb 2014, 21:48
Hallo Rabia_sorda,

erst mal danke für die schnelle Antwort.

Ich denke das Problem Deiner ersten Vermutung könnte ich noch selbst versuchen zu beheben, dass traue ich mir noch zu. Müßte mir dann aber erst mal Kontakt 60 und Kotakt WL besorgen.

Bei Vermutung 2 und 3 muß ich leider passen.

Schade eigentlich, denn wenn ich dafür einen Profi zu Rate ziehe wird's wohl doch wieder teurer und die bereits investierten 50,- Euro sind dann schon wieder releativ.

Ich möchte auch noch hinzufügen dass das Problem nur bei 33 U/min vorhanden ist. Bei 45 U/min läßt sich die Umdrehung ganz genau mit dem Pichpoti einstellen, und zwar mit genügend Spielraum zum Justieren.

Vielleicht ist das ja auch noch ein Anhaltspunkt für die Fehlersuche.


[Beitrag von Pittylabelle am 10. Feb 2014, 21:52 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#4 erstellt: 11. Feb 2014, 17:34
Dann ist es Wahrscheinlich nur der Schalter.

Es können aber noch 2 Poti´s zur feinjustierung (33/45) auf der Hauptplatine sein.evtl das Poti für 33 reinigen oder tauschen.
Wenn es daran nicht liegt,einfach nochmal melden


viel Erfolg
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 11. Feb 2014, 21:11
So, ich glaube Dein Hinweis mit den zwei Poti's zur Feinjustierung war hilfreich.

Auf der Hauptplatine sind tatsächlich zwei weitere Potis. Nachdem ich mir deren genauen Stand notiert hatte, drehte ich eines der beiden vorsichtig etwas nach links - und siehe da, jetzt läßt sich der Pitch mit dem Regler oben am Gehäuse bei 33 U/min mit dem nötigen Spielraum genauestens einstellen. Die betreffenden Quadrate des Stroboskops stehen absolut still und wanderen nicht mehr.

Beim Pitch für die 45 U/min hat sich dabei nichts verstellt/geändert, also alles OK.

Somit ist das Problem wohl behoben - denke ich.

Fragt sich nur wie sich diese Potis auf der Platine im Laufe der Zeit verstellen konnten, denn sie lassen sich nur mit einem Schraubendreher betätigen. Oder habe ich den Pitch damit einfach nur "nachgezogen" weil sich andere Werte verstellt oder verschlechtert hatten?



[Beitrag von Pittylabelle am 11. Feb 2014, 21:25 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#6 erstellt: 11. Feb 2014, 23:29
Ja COOL

Der Schleifkontakt zur Kohleschicht des 33er Poi´s ist korrodiert gewesen.Dadurch hatte er eine zu hohen Übergangswiderstand.Durch das Drehen hast Du die Korrosion abgeschliffen.Kann sein das es in einiger Zeit wieder auftritt.Verstellen werden sie sich aber von alleine nicht.

Kleiner Tip:
Den Pitchregler genau in Mittelstellung bringen.Mit aufgelegter und laufender LP einmal die Geschwindigkeiten 33 und 45 U/min auf der Hauptplatine justieren-so das das Stroboskop "steht".
Das erspart einem das ewige nachpitchen zwischen den beiden Geschwindigkeiten

Vor gefährlicher Netzspannung (230V) brauche ich Dich wohl nicht zu warnen!!!...

Viel Spaß mit dem Dreher
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 12. Feb 2014, 00:44
Gefährliche Netzspannung (230V):
Nee, nee, da mach Dir mal keine Sorgen - wenn ich an dem Ding rumfummle ist der Netztstecker grundsätzlich immer gezogen.

Aber das mit Deinem weiteren "kleinen" Top-Tip ist in der Tat nicht ganz unproblematisch.:
Hmm, ich muß mir erst mal überlegen wie ich den Dreher aufstelle um kontinuierlich das Ergebnis der Justierung (bei laufender Platte) auf der Häuptplatine zu überprüfen. Eventuell könnte ich den Dreher mit abgeschraubter Unterseite auf eine Tischkante stellen und dann von unten mit dem Schraubendreher nachjustieren?

Andere Frage, wenn ich durch das Drehen die Korrosion abgeschliffen habe, warum funktioniert das dann nur in der neuen Stellung des Potis (also ein wenig nach links gedreht)? Denn, ich hatte übrigens nochmals gegengechecked indem ich das Poti wieder in die Ausgangsstellung gedreht hatte und da funktionierte es dann wiederum nicht.

Liebe Grüße

Michael

PS: Was ist eigentlich mit Deinem Avatar? Hast Du Technics ein für allemal beerdigt oder was? "R.I.P. Technics"


[Beitrag von Pittylabelle am 12. Feb 2014, 01:05 bearbeitet]
Rabia_sorda
Inventar
#8 erstellt: 12. Feb 2014, 12:29
Moin

Du kannst am besten 2 Tische oder ähnliches was gleich hoch ist,aneinanderstellen oder Bücher stapeln und dazwischen den Dreher auf die äußeren Ränder stellen.Er muß sicher stehen....nicht das die Nadel....Du weißt schon .

Das Poti kann an genau der Stelle,wo es vorher stand,auf der Kohleschicht verbrannt(Durch eine Überspannung oder Kurzschluß),verdreckt oder korrodiert sein.Deswegen schrieb ich das mit dem Kontaktspray.....aber probiere mal das Poti so ca.20 mal hin und her zudrehen.Wenn es immer noch nicht geht ist es defekt.

R.I.P=Rest in peace=Ruhe in Frieden
Technics ist gestorben und gibt es schon lange nicht mehr......
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 17. Feb 2014, 21:27
So, habe noch mal ein weinig hier im HIFI-Forum gesucht, und siehe da, der Aufwand mit den beiden Tischen ist gar nicht nötig:

http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-16911.html
"Trimmer sind von oben durch die Öffnungen des Plattentellers einstellbar. Zwei Bohrungen (für Phasenprüfer geeignet) sind halblinks sichtbar. VR202 ist durch die linke Bohrung (wenn man davorsteht) einstellbar."

Der User hatte "fast" das gleiche Problem wie ich.
Rabia_sorda
Inventar
#10 erstellt: 18. Feb 2014, 19:07
Moinsen


...durch die Öffnungen des Plattentellers einstellbar...


JA KLAR.....man...habe ich an meinem Technics ja auch....voll vergessen,wenn man schon 5 Jahre nicht mehr drann geschraubt hat.Hätt ich ja drauf kommen können,Sorry

Funktioniert er denn jetzt wieder vernünftig?
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 18. Feb 2014, 23:20
Ja, im Prinzip läuft er jetzt.

Leider ist die kleine Stange auf der die Nadel sitzt plötzlich gebrochen. Ich sah beim Aufsetzen zufällig dass diese irgendwie schief in der Halterung saß, und beim Anstupsen viel diese einfach raus! Hatte vorher ca. 4 Schallplatten digitalisiert und das klang soweit alles einwandfrei. Weiß auch nicht wie/wann das passiert ist. Vielleicht Altersschwäche? Habe mir in der Bucht bei williamthakker günstig eine neue original-Nadel von Technics bestellt (EPS 25 CS) - eine der letzten die er noch hatte.

Wie gesagt, die Justierung habe ich soweit eingestellt dass bei einem Switchen von 33 zu 45 alles mit optimaler Geschwindigkeit läuft.Trozdem frage ich mich immer noch was genau sich da wohl im Laufe der Zeit verstellt hatte? Denn ich gehe mal davon aus dass der Dreher ab Werk korrekt eingestellt worden ist.
Rabia_sorda
Inventar
#12 erstellt: 18. Feb 2014, 23:37
Pittylabelle schrieb:


habe in der Bucht einen Technics.....



Trozdem frage ich mich immer noch was genau sich da wohl im Laufe der Zeit verstellt hatte?




Rabia sorda schrieb:


Das Poti kann an genau der Stelle,wo es vorher stand,auf der Kohleschicht verbrannt(Durch eine Überspannung oder Kurzschluß),verdreckt oder korrodiert sein.



Das erklärt wohl alles.....da war wohl mal was vorgefallen
Aber Jetze jeht der (bald) widda,suppi
Hörbert
Moderator
#13 erstellt: 18. Feb 2014, 23:39
Hallo!

Willkommen im Club, Es gibt bestimmt keinen Plattenspielerbesitzer der noch nie ein Nadleträgerröhrchen abgerissen hat.

Das ist solange nicht tragisch wie es sich in den niedrigen Preisregionen bewegt, wenn dir das einmal mit einem Benz-Micro Ruby pasiert oder mit einem Lyra Kleos wird es bitter.


...Trozdem frage ich mich immer noch was genau sich da wohl im Laufe der Zeit verstellt hatte?....


Das liegt an der alterung der Elektronik und an der alterung des Plattentellerlagers, auch könnten einige Tropfen Öl für das Tellerlager recht nützlich für einem glatten Gleichlauf sein. Der alte Dtreher hat wahrscheinlich noch nie frisches Öl gesehen.Auch DD´s brauchen etwas Maschinenpflege.

MFG Günther
Rabia_sorda
Inventar
#14 erstellt: 18. Feb 2014, 23:53
Nabend Günther

Da hast Du sehr,sehr Recht mit den Nadeln.Die möchte ich nicht kaufen wollen/müssen



Das liegt an der alterung der Elektronik und an der alterung des Plattentellerlagers....


Das ist auch Richtig.Da sage ich nichts gegen.
Nur möchte ich jetzt nicht das Pittylabelle auf eine "falsche Fährte" gelockt wird.

Er schrieb ja das der Fehler nicht bei 45U/min,sondern nur bei 33U/min auftrat.
Und:

wenn ich durch das Drehen die Korrosion abgeschliffen habe, warum funktioniert das dann nur in der neuen Stellung des Potis (also ein wenig nach links gedreht)? Denn, ich hatte übrigens nochmals gegengechecked indem ich das Poti wieder in die Ausgangsstellung gedreht hatte und da funktionierte es dann wiederum nicht.

Dann gehe ich stark der Annahme das es nur das Poti war......(Klugschei*ermodus aus)



[Beitrag von Rabia_sorda am 18. Feb 2014, 23:54 bearbeitet]
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Feb 2014, 00:36
Danke Euch beiden für Eure Hilfe.

Was sind "DD´s", und wie müssen die geölt werden?
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 19. Feb 2014, 11:02
Hallo!

@Pittylabelle

DD ist schlicht und ergreifend eibne Abkürzung für Direct Drive. wenn du den Teller abnimmst findest du in Tellerachsennähe zumeist ein kleines Loch das zuweilen mit einem Pfeil markiert ist, dort kannst du einige Tropfen 10W-40 oder eines ähnlichen Harz- und Säurefreien Mineralöls einfüllen.

@Rabia_sorda

Richtig, zumeist sind diese Kohleschichtpotis nach der langen Standzeit oxydiert und mit etwa 50-100 Betätigungen über die gesamte Leiterbahnlänge bringt die Funktionalität zumindestens teilweise wieder zurück. Ein paar Tropfen frisches Ol tun hier ein übriges um einen glatten Gleichlauf wieder herzustellen.

MFG Günther
Pittylabelle
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Mrz 2014, 22:43
Hallo zusammen,

die neue Nadel ist nun schon seit einiger Zeit da, und nun habe ich auch wieder etwas Zeit gefunden mich dem Digitalisieren meiner Schallplatten zu widmen.

Vorweg, nur zur Info:
Den Großteil meiner Sammlung machen natürlich die alten originalen Schallplatten aus, aber ich hatte mir kürzlich auch ein paar ganz neue Schallplatten gekauft. Solche von denen ich weiß dass sie analog gemastert wurden und dass der Mix wiklich nur auf der Platte erhältlich ist. Sonst würde mir das Digitalisieren auch keinen wirklichen Spaß bereiten. Das ist aber bezüglich meines eigentlichen Problems nicht von Belang, daher sei es hier nur am Rande erwähnt.

Zum Problem:
Die beiden Nadeln geben auf den beiden Kanälen jeweils unterschiedliche Lautstärken wieder.
Das kann ich sowohl während der Aufnahme in SoundForge als auch später beim Abspielen an den Pegelanzeigen und der Kurvendarstellung der Datei insgesamt sehen.

Das Nachregeln am Antiskating-Rädchen bringt absolut keine Veränderung.

Da ich meine alten Aufnahmen natürlich nicht gelöscht habe kann ich nun folgende Ergebnisse vorweisen:

1. Alte Nadel - alte Platten
Beide Kanäle sind sichtbar annähernd gleich laut (rechts etwas lauter).

2. Alte Nadel - neue Platten
Der rechte Kanal ist sichtbar lauter als der linke Kanal.

3. Neue Nadel - alte Platten
Der rechte Kanal ist sichtbar leiser als der linke Kanal.

4. Neue Nadel - neue Platten
Beide Kanäle sind sichtbar annähernd gleich laut (rechts etwas lauter).

Kann jemand weiterhelfen?

Sind die neuen Platten vielleicht vom Stereobild besser oder anders gemastert als die alten?

Liebe Grüße

Michael


[Beitrag von Pittylabelle am 12. Mrz 2014, 23:00 bearbeitet]
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