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Neue Nadel - Frage zur Justage am RB250

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olibar
Stammgast
#1 erstellt: 17. Mrz 2015, 14:01
Hallo Forum,

so kurz nach Ostern soll nun endlich ein neuer TA an meinen Bohrturm. Dazu ist ja eine Tonwaage nach Möglichkeit hilfreich. Die wohl beste Lösung (nach meinen Recherchen) ist die Shure-Waage, nicht zu teuer und immer einsatzbereit da keine Batterien. Wie auch immer, meine Frage geht eigentlich woanders hin.

Um das Gewicht zu messen, muss ich ja den Tonarm runter lassen, genau auf die Waage. Da hätte ich aber Angst, dass mir die Nadel abbricht (habe das Ortofon Quintett Red im Auge) - ein teures Vergnügen... Oder lasse ich da die Schutzkappe drüber (was ja unlogisch wäre)

Ich habe einen Rega RB250, die derzeitig verbaute Nadel hat ein Auflagegewicht von 20 Nm,. die Q red hat 23 Nm. Demnach müsste ich doch das Tonarmgewicht um etwas weniger als eine viertel Drehung in Richtung Tonabnehmer drehen um das Auflagegewicht des red zu erreichen? Oder gibt es noch etwas zu beachten?

Der Antiskate steht bei etwa Markierung 1, den würde ich erstmal so belassen, ggf einen kleinen Tick in Richtung 2 schieben - sollte doch so passen oder?

Habe ich was wesentliches Vergessen?

VG
Oliver
Holger
Inventar
#2 erstellt: 17. Mrz 2015, 14:13

olibar (Beitrag #1) schrieb:
Um das Gewicht zu messen, muss ich ja den Tonarm runter lassen, genau auf die Waage. Da hätte ich aber Angst, dass mir die Nadel abbricht


Wenn du dabei nicht gewaltig an den Arm stößt oder heftig den Teller oder die Waage bewegst, während die Nadel aufliegt (und all dies ist locker zu vermeiden), ist diese Angst vollkommen unbegründet...
SAC_Icon
Inventar
#3 erstellt: 17. Mrz 2015, 14:43

olibar (Beitrag #1) schrieb:

Ich habe einen Rega RB250, die derzeitig verbaute Nadel hat ein Auflagegewicht von 20 Nm,. die Q red hat 23 Nm. Demnach müsste ich doch das Tonarmgewicht um etwas weniger als eine viertel Drehung in Richtung Tonabnehmer drehen um das Auflagegewicht des red zu erreichen? Oder gibt es noch etwas zu beachten?


Ganz so einfach ist das nicht. Du kannst nicht einfach das Gewicht 0,3g weiter drehen. Du mußt vorher den Tonarm mit dem neuen System erst mal ausbalancieren um den 0 Punkt zu ermitteln, den einstellen und dann auch 2,3 g drehen. Antiskating nimmt man den gleichen Wert. Will mans genauer machen wäre ne Testschallplatte empfehlenswert.

Wie man ein System sauber justiert weißt Du, einfach nur anschrauben reicht das nicht, Stichwort Einstelllehre oder Schablone. Und um die Nadel brauchst Du dir wie schon gesagt wurde keine Sorgen machen solange Du Dich nciht ebsonders dämlich anstellst, das ist schließlich Diamand das härteste Material der Welt.

P.s ich hätte das Geld in was anderes inverstiert als in das relativ schlappe Red.
olibar
Stammgast
#4 erstellt: 17. Mrz 2015, 14:50
...noch hab ich's ja nicht

Was schlägst du vor? Max 250,- Eur (ProJect Tube Box II)

Achso: ausbalanzieren heißt: neues System ran, Gewicht auf null (bis Tonarm in der Waagerechten steht) und dann um 2,3 Umdrehungen in Richtung Tonarm? Klar, das neue System hat ja ein anderes Gesamtgewicht als das alte - vordenkopfklatsch

Und klar, die Schablone für die Ausrichtung des Tonabnehmers habe ich nicht vergessen


[Beitrag von olibar am 17. Mrz 2015, 14:53 bearbeitet]
SAC_Icon
Inventar
#5 erstellt: 17. Mrz 2015, 14:57
Masse des RB250 ist 12g das ist schonmal gut, das dafür massich Systeme am Markt gibt. Man müßte Deinen Musikgeschmack kennen.So aus dem Bauch raus um 200 EUR kann man sich mal Denon DL110, Grado Prestige Gold, At440 oder auch ein Goldring anschauen oder mit etwas Aufpreis ein AT150 MXL. Was einem da dann besser gefällt ist dann Geschmackssache. Falls werksseitig das übliche Ortofon OMB irgendwas verbaut war, kannst Du auch einfach die Nadel tauschen gegen einen höherwertigeren OM30 Einschub.
olibar
Stammgast
#6 erstellt: 17. Mrz 2015, 15:02
...werksseitig - ich schweige mal

Ich glaube, da bin ich mit all deinen Empfehlungen besser dran, das AT440MLa hat mir hörbert schon vor geraumer Zeit mal empfohlen...ist bislang nichts geworden.

Was machen denn deine besser, als das Q red (welches MC ist)? Hast du Erfahrungen?
SAC_Icon
Inventar
#7 erstellt: 17. Mrz 2015, 15:33
Ok da muss ich direkt Abitte leisten ich dachte Du willst das 2M red also die MM Version. Das Quintett ok das kenne ich nicht hab aber selber zwei Ortofon MCs darunter ein älteres MC10 Super das zumindest den gleichen eliptischen Nadelschliff hat, und bin mit beiden sehr zufrieden. Das würde ich also schon deutlich höher einstufen als das 2M red. Ob das jetzt genausogut wie einige der genannten MMs ist kann ich nicht sagen, da ichs halt nicht kenne.

Aber verkehrt ist es sicher auch nicht und würde auch passen.
akem
Inventar
#8 erstellt: 17. Mrz 2015, 17:34
Das Quintet Red hat eine einfache gebondete elliptische Nadel. Klang dürfte ziemlich bescheiden sein, in etwa auf Niveau des OM10, untenrum wahrscheinlich besser, obenrum aber nicht. Ich empfehle auch eher ein gutes MM für den Arm oder ein Denon DL110 (da sollte man dann aber schon ein Zusatzgewicht am Headshell einsetzen, so 1 bis 2g).
Zur Montage und Justage:
Erstmal mußt Du ja die Geometrie einstellen. Dazu ausbalancieren und dann etwa die Hälfte der empfohlenen Auflagekraft einstellen. Bedenke, daß die Auflagekraft ja ansteigt, wenn das System im Rahmen der Justage weiter nach vorne muß. Wenn Du erstmal nur die Hälfte einstellst, hast Du da genug Spielraum, so daß die Nadel nebst Träger und Aufhängung geschont werden. Gerade wenn es ein MC wird, ist der Spanndraht da durchaus empfindlich...
Wenn die Geometrie stimmt, dann neu ausbalancieren und die Auflagekraft einstellen. In der Anleitung zum RB250 steht, wieviel Gramm eine Drehung des Gegengewichts entspricht. So kannst Du erstmal grob einstellen und dann mittels Waage optimieren.
Die Antiskating-Skala beim RB250 hat die Eigenheit, um den Faktor 2 zu hoch zu sein. Das bedeutet, da wo die 1 steht ist in Wirklichkeit schon 2. Je nach Nadelschliff darf man auch nicht Antiskating gleich Auflagekraft einstellen. Bei elliptischen Nadeln kannst Du AS = 0,8 mal AK einstellen, bei scharfen Nadeln wie Shibata, Line Contact etc kannst Du die Optoimierung bei AS = 0,6 mal AK beginnen. Der RB250 gehört auch zu den Armen, die Dir durch Verzerrungen relativ deutlich zeigen, wenn das AS nicht stimmt. Verzerrt es links, muß das AS etwas runter, verzerrt es recht muß es etwas rauf. Bei der Optimierung in kleinsten (!!) Schritten vorgehen, gerade mal so, daß der Regler einen viertel mm weiter rutscht...

Schau Dir auch mal dieses Video an, da wird vielleicht auch manches klarer:
http://www.phonophon...hono/justierung.html

Gruß
Andreas
olibar
Stammgast
#9 erstellt: 24. Mrz 2015, 14:07
Danke an alle für die Tips.

Habe gestern zugeschlagen und nachdem ich eigentlich gar keine Lust hatte, abends noch was zu machen, habe ich so gegen 20:30 doch angefangen, den neuen Tonabnehmer zu montieren.

Hat zwar bissl gedauert, aber dank der Tips hier habe sogar ich das hinbekommen

@akem...nun, das OM10 kenne ich nicht, aber das Quinted red klingt alles andere als Bescheiden, trotz der einfachen Nadel.

Vielleicht leiste ich mir mal ein gutes MM (oder fische eins aus der Bucht) zum Vergleich, aber vorerst bin ich vom Q red begeistert.

Eigentlich müsste man einen zweiten Tonarm haben


[Beitrag von olibar am 24. Mrz 2015, 14:11 bearbeitet]
akem
Inventar
#10 erstellt: 24. Mrz 2015, 15:43
Naja, wenn Du nun schon ein MC hast, kannst Du es auch zum Nadelspezialisten schicken und eine Shibatanadel draufmachen lassen. Dann rutscht Du für rund 200€ auf ein Niveau nahe dem Quintet Black

Gruß
Andreas
olibar
Stammgast
#11 erstellt: 24. Mrz 2015, 16:04
...kann sein, ich habe mit aber ein Limit gesetzt. Und das ist im Grunde schon übertreten - aber eben nicht so viel.

Das kann ich ja immer noch machen, wenn die Nadel mal abbricht...hast du mal eine Adresse?
akem
Inventar
#12 erstellt: 24. Mrz 2015, 16:12
Klar spricht nichts dagegen, das System erstmal so spielen zu lassen, wie es ist. Aber eine gebondete Rundnadel hält auch nicht besonders lang. Vielleicht um die 600-max 700h.
Die Adresse ist www.nadelspezialist.de. Alternative Retipper wären z.B. Alex Schürholz (hat mehr verschiedene Schliffe zur Auswahl, ist aber teurer und hat längere Wartezeiten) oder Thomas Schick (bietet aber nur zwei Varianten an, Line Contact auf Bor-Nadelträger und Micro Ridge auf Saphir-Nadelträger; beides um die 250€, beides sehr gut und auch ziemlich flott bzgl. Bearbeitung).

Gruß
Andreas
SAC_Icon
Inventar
#13 erstellt: 24. Mrz 2015, 16:25
Trotzdem kann man Klang nicht nur ausschließlich immer nur am Schliff vorhersagen, da ist man hier im Forum etwas überfixiert drauf. Gerade MCs haben in ihren Preisklassen eigentlich immer einfachere Schliffe als gleichteure MMs, daraus nun zu folgern das muss schlechter klingen stimmt einfach so nicht.

Natürlich ganz klar der Schliff ist ein entscheidender Faktor aber nicht der alleinige. Konnt ich kürzlich erst wieder erleben, habe mir für ein gebraucht gekauftes Technics EPC270 eine SAS Nadel in Japan bestellt, das hatte fast zwei Monate Lieferzeit (ist übrigens klasse), Solange hab ich mir ne Pfeifer Nadel für 20 EUR als Übergang geholt, einfacher eliptischer Schliff. Hatte eihgentlich kaum was erwartet und wurde sehr positiv überrascht, das Ding war für seine 20 EUR richtig gut, Höhen Tiefen alles da natürlich nicht die Auflösung und Geschmeidigkeit die das SAS bietet aber um Klassen besser als ein OMB10 das wohl den gleichen Schliff hat und auch nicht schlechter als ein älteres Philips das ich hier habe und immerhin einen Shibata Schliff hat und trotdem kaum besser klingt. Mit ner Testplatte mal geprüft Auslesefähigkeit 90%, also was will man da meckern. Man kann nicht einfach so vorhersagen Schliff x puh das klingt dann nicht besser als das Muh Y mit dem gleichen Schliff. Das wäre etwas zu einfach gedacht.

Und das Quintet wird eben sicher auch viel besser klingen als ein OM10 und wahrscheinlich auch besser als ein Ortofon 2M red obwohl es keinen besseren Diamanden als dieses hat.
olibar
Stammgast
#14 erstellt: 24. Mrz 2015, 17:11
...davon gehe ich mal aus, der Klang ist ja auch vom eingesetzten Spulenmaterial abhängig.

Die Sache mit dem retipping ist für mich interessant, wenn die Nadel mal runter ist oder abgebrochen oder so was. Ist preiswerter, als ein neues System, auswechseln ist bei MC ja nicht. Aber 700 Stunden am Plattenspieler müssen auch erst mal geschafft werden.

Also danke für den Tipp
akem
Inventar
#15 erstellt: 24. Mrz 2015, 17:33

olibar (Beitrag #14) schrieb:
auswechseln ist bei MC ja nicht.


Genau das geht bei Ortofon (und manchen anderen Herstellern) schon.
Bei Ortofon bekommst Du für ein verschlissenes / defektes MC eine Gutschrift bei einem Neukauf eines mindestens gleichwertigen Systems. Kaufst Du das gleiche System wieder, bekommst Du es de facto zum Preis einer Ersatznadel, wenn Du das alte System beim Händler abgibst. Im Falle des Quintet Red sind das 62,50€. Siehe hierzu http://www.audiotra.de/media/pdf/Ortofon/Ortofon_Preisliste.pdf auf Seite 16.
Im Onlinehandel ist das zugegeben nicht ganz einfach. Insbesondere, wenn das Neusystem preislich reduziert ist, wird der Eintausch oft verweigert oder es wird nicht der volle Rücknahmewert erstattet.

Für einige der teuren MCs hat Ortofon mittlerweile sogar einen "Refurbishing" Service. Da schickt man sein System an Ortofon Dänemark und bekommt es mit komplett neuem Innenleben zurück. Hab ich bei einem Rohmann schon mal gemacht. Da hab ich für 800€ ein neuwertiges System bekommen. Der Preis hängt natürlich vom Modell ab...

Andere Hersteller wie z.B. Benz (bis auf die kleinen Zukaufsysteme Gold und Silver), Lyra, Koestu bieten auch eine "Erneuerung" des Systems an. Z.B. Audio Technika bietet analog zu Ortofon ein Erstattungssystem an für Neukauf oder Austausch.

Gruß
Andreas
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