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Neuanschaffung, Audio-Technica vs. Pro-Ject Debut

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Isoroku
Neuling
#1 erstellt: 03. Nov 2015, 11:07
Moin!

Wie in einem anderen Fred schon (vor langer Zeit) angekündigt, soll nun (endlich) ein 'vernünftiger' Plattenspieler her und der China-Plastik-Bomber entsorgt werden.
Dazu zwei Vorbemerkungen:
1. Aufgrund einiger sehr schlechter Erfahrungen mit dem Erwerb gebrauchter Elektronik, ist die Bucht keine Option. Gebranntes Kind scheut das Feuer.
2. Zwecks Digitalisierung der musikalischen Kleinode wäre ein USB-Anschluss sehr nützlich.

In die engere Wahl bei einer Budget-Schmerzgrenze von ~ 400 EUR (wenn's sich lohnt leg' ich auch 20 EUR mehr auf den Tisch, weniger wäre aber eigentlich zu bevorzugen) sind gekommen:

Audio-Technica AT-LP1240-USB für ~280 EUR
Pro-Ject Debut III USB für ~400 EUR

Eigentlich favorisiere ich den Pro-Ject, da der installierte TA (Ortofon OM 10) nach den Meinungen hier im Forum dem AT-95e des Audio-Technica-Drehers klar überlegen ist.

Nun bin ich auf die Idee verfallen, den Audio-Technica mit beispielsweise einem Ortofon 2M-Red (ca. 90 EUR, Gesamt dann 370 EUR), der wiederum dem OM 10 überlegen sein soll) zu pimpen.
Das aufgrund zweier Aspekte:
1. Unter der 400 EUR Budget-Schmerzgrenze
2. Gehe ich davon aus, dass ich durch den besseren TA mehr gewinne, als durch den besseren A/D-Wandler im Pro-Ject (zumal das auch nur eine Vermutung ist, theoretisch könnte es ja auch der gleiche Chip sein)

Bringt es etwas, noch weiter beim „Unterbau“ einzusparen um es dann in den TA zu investieren?
Es wäre doch auch folgende Kombi möglich... nur ob sie dann auch Sinnvoll ist, ist dann die Frage?!

OMNITRONIC DD-2550 USB für ~ 200 EUR
Ortofon 2M-Blue für ~ 170 EUR.

Was haltet ihr von diesen Überlegungen?
Schlagt ihr eventuell ganz andere Kombinationen im Budget von 400 EUR vor?

Ich freue mich auf eine lebhafte und lehrreiche Diskussion

Danke und MfG!

Iso.

PS: Zur Hilfe noch ein paar Beispiele, was so gehört wird:
- Ambient, wie z.B. Burzum – Ways of Yore https://www.youtube.com/watch?v=iP-87d1k-fQ
- Folk & Neo-Folk, wie z.B. Ulver – Kvaeldssanger https://www.youtube.com/watch?v=KWTpdOPAZDw
- Pagan-Metal, wie z.B. Falkenbach – Asa https://www.youtube.com/watch?v=RoqXerGx-gk
- Viking-Metal, wie z.B. Mithotyn – In the Sign of the Ravens https://www.youtube.com/watch?v=3OwjL06m34Y
- Black-Metal, wie z.B. Kampfar – Mellom Skogledde Aaser https://www.youtube.com/watch?v=DUiFEPtNBT8


[Beitrag von Isoroku am 03. Nov 2015, 11:36 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#2 erstellt: 03. Nov 2015, 11:42
Hallo lso

Zuerst einige Bemerkungen zu den Tonabnehmern:
OM10=2M Red: beides im Prinzip nur aufgeklebte Diamantsplitter, immerhin elliptisch geschliffen
OM20=2M blue: Nun ganze Diamanten, elliptisch geschliffen. Lebensdauer der Nadel ca. 800 Stunden

Ich besitze den 2M Blue. Solide Sache, optisch sehr schick. Nur: Punkto Feinauflösung bin ich damit nicht glücklich geworden. Auch stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis nicht. Für 170.- bekommt man auch ein Audio Technica 440Mla mit hochauflösender Microline-Nadel.

Interessanter wird es bei Ortofon ab folgender Stufe:
OM30=2M Bronze: Fineline-Schliff, Lebensdauer mindestens 1200 Stunden
OM40 (kein 2M-Gegenstück): Gyger-Schliff, Lebensdauer mindestens 1800 Stunden
2 M Black: Shibata-Schliff, Lebensdauer mindestens 1800 Stunden

Richtig gut klingen die OM40 (habe ich selbst) und 2M Black. Perfekte Auflösung. Letzteres ist leider schweineteuer.

Das OM40 ist mit ungefähr 300.- noch bezahlbar, gibt es auch in der Version Vinylmaster Silver (ausserhalb von D als 540 bezeichnet). Das 2M Black geht schon Richtung 500.-

Fakt ist dass es nun mal der Tonabnehmer respektive die gute Nadel ist, die für den Löwenanteil des guten Sounds verantwortlich ist. Hier sparen ist hörbar.


So, und nun zu den Plattenspielern. Ich würde halt doch auf ein Gebrauchtgerät gehen, und zwar eines, das in den späten 70er und frühen 80er-Jahren obere Mittelklasse war. Heute wäre so eins absolute Spitzenklasse und mehrere tausend Euro teurer. Ebay ist in der Tat aber nicht unbedingt der richtige Ort, um so was zu kaufen. Ab und zu bieten hier Freaks im Forum Dreher in sehr gutem Zustand an, diese wissen auch, wie man einen Plattenspieler richtig verpackt, damit kein Schrott ankommt. Alternativ gibt es Händler, die einem gute Geräte mit Garantie verkaufen. Einen guten Ruf hier im Forum hat www.analog-revival.de

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 03. Nov 2015, 11:43 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 03. Nov 2015, 12:02
Plattenspieler mit eingebautem Vorverstärker, AD-Wandler und USB-Interface würde ich nicht kaufen. Eine anständige, an den Tonabnehmer anpaßbare Phonostufe kostet schon ~150€, eine gute Soundkarte auch nochmal nen knappen Hunni und ein USB-Interface wird auch noch mit nem Zehner oder so zu Buche schlagen. Dann ziehst Du noch den Tonabnehmer ab und Du weist, was für den Dreher übrig bleiben würde... Ist der Dreher "hochwertiger", dann bleibt nicht genug für die Elektronikkomponenten übrig... Du kannst es drehen und wenden, wie Du willst: so bequem es erscheinen mag, so minderwertig ist es qualitativ, so ein All-in-One Paket zu kaufen.
Zu den Tonabnehmern hat mein Vorredner schon einiges geschrieben. Mit den Beipack-Tonabnehmern wird man bei auch nur leicht gesteigerten Ansprüchen nicht glücklich. Außerdem hörst Du (genau wie ich) Metal und ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß für Metal die Nadel (entgegen anderslautenden Aussagen, die wohl meist von Nicht-Metallern stammen...) nicht gut genug sein kann. Ein AT440 ist da schon das Mindeste, was Du kaufen solltest. Ein OM30 ist auch nicht gut genug (die Fine-Line-Nadel hat auch nur 8µm horizontale Verrundung und löst damit auch nicht wirklich besser auf, als die Ortofon-Ellipse des OM20, die den gleichen Radius hat). Der horizontale Radius sollte <= 6µm sein für diese Art von Musik.

Gruß
Andreas
Tauern
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 03. Nov 2015, 13:19
Hallo,

da bin ich wieder, derjenige der den Omnitronic empfiehlt Gebrauchtkauf ist immer eine Option. Dann im Kollegen- ider Bekanntenkreis fragen, oder ebay Kleinanzeigen in deiner Gegend mit persönlicher Abholung. Tonabnehmer: mehr als bei dem Original-Tonabnehmer geht immer: vom einfachen Nadelupdate mit elliptischer Nadel bis hin zu entsprechend hochwertigen und teuren Tonabnehmern, die natürlich zum Tonarm passen müssen. Empfehlung dabei: Anschaffung einer kleinen digitalen Tonarmwaage (kostet unter 30 EUR). Häufig wird hier der Tonabnehmer Sumiko Pearl empfohlen. Müsste m.E. auch zum Omnitronic passen. Habe verschiedene Tonabnehmer, die am Omnitronic problemlos laufen.

Grüße

Tauern
Isoroku
Neuling
#5 erstellt: 03. Nov 2015, 14:07
Moin!

Zunächst einmal Danke für die bisherigen Beiträge.

Mir ist natürlich klar, dass ich für 400 EUR kein "ultimatives" Set zusammen bekomme, aber jetzt, wo die kalte Jahreszeit beginnt, und man sich verstärkt zu Hause alter (musikalischer) Werte erinnert, möchte ich mir nicht mehr von dem Medion-Dreher meine Vinylscheiben (darunter einige seltene Sammlerstücke) zerfräsen lassen, und 400 EUR ist halt das, was ich mir problemlos leisten kann, ohne dass das Geld an anderer Stelle fehlen würde (ist ja auch wichtig!).

Vielleicht noch ein paar Worte zu restlichen Audio-Kette, damit ihr wisst, wo sich der neue Dreher einreihen soll.
Lautsprecher: Magnat Monitor Supreme 200
Verstärker: Yamaha R-S300 (hier ist auch ein Vorverstärker eingebaut, den ich zu nutzen gedenke - sooo schlecht wir der ja wohl nicht sein!)

Der USB-Anschluss dient einzig dazu die Musik (auf recht einfachem Wege) portabel zu machen, für das Musik-Methadon unterwegs... Mehr als MP3 (also alles andere als HiFi) soll da ja eh' nicht rumkommen ...der eigentliche Musikgenuss findet zu Hause statt. Deswegen schrieb ich ja, dass ich lieber mehr in den TA investieren möchte, wie Marsilio schon schrieb:
Fakt ist dass es nun mal der Tonabnehmer respektive die gute Nadel ist, die für den Löwenanteil des guten Sounds verantwortlich ist. Hier sparen ist hörbar.


Durch die bisherigen Post inspiriert wäre dann (gemessen am Budget natürlich):
Omnitronic DD-2520 (200 EUR) + AudioTechnica AT440Mla (170 EUR) eine "brauchbare" Kombination!?! - Alternativ ein Sumiko Pearl, zu dem ich mich jetzt mal belesen werde...

MfG!

Iso.


[Beitrag von Isoroku am 03. Nov 2015, 15:18 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#6 erstellt: 03. Nov 2015, 16:00
Könnte passen.

Ich würde bei dem Budget, das so klein gar nicht ist, jedoch etwas anders vorgehen:
Guterhaltenen Technics SL-Q3 für max. 100.- suchen, persönlich abholen und vor Ort testen, dann ENTWEDER passenden Tonabnehmer (z.B. AT440, ev. reicht das Geld dann sogar noch für ein supergeiles AT150MLX, kostet rund 330.-) dazu kaufen ODER, falls noch einer der guten originalen Technics-Tonabnehmer verbaut sein sollte, für 200.- die passende SAS-Nadel von Jico dafür bestellen. Bei letzterer respektive der AT440-Variante wären sogar noch 100.- für einen gebrauchten, guten Vorverstärker übrig.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 03. Nov 2015, 16:01 bearbeitet]
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