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ad-mh
Stammgast
#1 erstellt: 02. Mrz 2016, 15:04
Hallo,

vor Kurzem habe ich einen TD 318 mit TP 21 Arm und OM10 relativ spontan erworben.
Der Spieler hat wenig gekostet und wurde in der Nachbarschaft angeboten.
http://www.hifi-forum.de/bild/20160227125537_652563.html

Mein TD 166 VI mit TP 50 und Denon DL 103 ist ins Büro umgezogen.
Der 318 ist gegenüber dem 166 bei Dielenboden die deutlich bessere Wahl, wenn man kein Wandregal mag.

Nun stehe ich für den TD 318 vor der Auswahl eines besseren Systems.

Die Phonosektion des Mission Cyrus II + PSX hat lt. Hifi Wiki folgende Daten:
Phono MC/MM Empfindlichkeit MC = 0,02 mV / Empfindlichkeit MM = 0,30 mV / Eingangsimpedanz MC = 100 Ohm + 6.8 nF / Eingangsimpedanz MM = 47 kOhm + 100 pF


Als Limit hätte ich 300 EUR angesetzt.

In der Vorauswahl:
Ortofon 2M red 80 EUR
Habe ich gehört und fand ich gar nicht übel. Ich könnte durchaus etwas mehr anlegen.

Denon DL 110 179 EUR
Wurde mir mehrfach empfohlen und ist derzeit verhältnismäßig günstig zu haben.
Im Moment tendiere ich dazu.

OM40 Super 280 EUR
Wenn ich das komplette System nehme, dann kann ich den montierten Nadelträger lassen und muss nur die neue Nadel anstecken. Nadelträger OM 10 und Nadel OM 40 passen wohl.

Ortofon 2M Black 500 EUR
Habe ich ebenfalls gehört. Leider habe ich noch andere Hobbys, die auch Geld kosten - ausserhalb des Limits. Schade

Was würdet ihr empfehlen? Passen die Systeme praxisgerecht zum Phonoeingang? Falls ich mich für das Super OM40 entscheide, was passt besser, die OM oder die Super Aufnahme? Da besteht ja wohl ein Unterschied.

VG

Andreas
akem
Inventar
#2 erstellt: 02. Mrz 2016, 16:08
Ob das OM40 in Frage kommt kannst Du am besten selbst beantworten, indem Du Dir das verbaute OM10 mal anhörst. Natürlich wird die 40er Nadel eine erheblich bessere Auflösung bieten und auch weniger Abtastverzerrungen, tonal weißt Du aber schon mal, wohin die Reise gehen würde und ob Dir das zusagt. Ruhig auch mal mit und ohne eingelegtem Gewicht an der Montageplatte des OMs experimentieren - der TP21 Tonarm hat laut Thorens-Info.de stramme 15g effektive Masse.
Das DL110 klingt ein bischen ausgewogener, hat ein bischen mehr Baß - ist aber kein Baßmonster. Und es paßt insgesamt wahrscheinlich besser zum Tonarm. Dafür ist es relativ leise was manche Leute stört.
Außerdem hat Dein Phonoeingang günstige 100pF im MM-Eingang, da könntest Du auch eine Reihe anderer MMs gut betreiben wie z.B. ein Audio Technika AT150mlx oder ein aufgebrezeltes AT95 (z.B. als AT95 + Shibatanadel vom Thakker oder in der Inkarnation Goldenote Babele).
Auch ein Low Output MC Audio Technika AT-F7 sollte sehr gut an dem Tonarm gehen. Gibt's beim Thakker für schmale 219€ und ist für das Geld im Low-Output-MC Bereich der absolute Best-Buy.

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#3 erstellt: 02. Mrz 2016, 17:39
Ich bin hier einer der Nadelschliff-Fetischisten.
Daher empfehle ich schon eher eine Nadel mit Multifacettenschliff, weil solche Nadeln halt schon noch etwas mehr aus der Plattenrille rausholen. Zudem gelten solche Nadeln als bedeutend längerlebig.

Konkret: Das OM-40 müsste bei den gegebenen Kapazitäten gut passen; ich habe diesen Tonabnehmer selber, ich schreibe immer dasselbe darüber: Er ist in positiven Sinn neutral aufspielend, schon fast CD-like, sehr detailliert. Etwas schwierig zum justieren, was aber eminent wichtig ist damit der Klang nicht zu höhenlastig wird. Die Nadel hat einen Gyger-Schliff und dürfte rund 1600-2000 Stunden halten. Preis-Leistung anders als bei vielen neueren Ortofon-Tonabnehmern meines Erachtens in Ordnung. Da du das OM-10 hast ist keine Neumontage nötig, der Generator ist exakt der gleiche, man kann also einfach die Nadel tauschen.

Auch das AT150MLX, das Andreas erwähnt hat, hat hier im Forum viele Fans. Preislich im Moment praktisch gleich wie das OM-40. Selber habe ich es nicht, daher kann ich nichts zum Klangbild schreiben. Die verbaute Nadel hat einen Microline-Schliff, den ich dem Gyger-Schliff in etwa ebenbürtig erachte.

Etwas günstiger als OM-40 und AT150 (beide ca. 280.-) ist das AT440Mlb. Auch dieses System hat hier seine Fans, es dürfte aktuell das günstigste System mit einem Multifacettenschliff (ebenfalls Microline) sein, allerdings liest man hier auch öfters, dass es etwas höhenbetont und bassarm ist.

Das Denon DL-110 ist ein High-Output-MC. Sein wesentlicher Vorteil gegenüber den MM's ist, dass man sich bei diesem TA keine Gedanken über Kapazitäten machen muss - nur dürfte das bei deinem Setup eh kein Problem sein. Ich konnte das DL-110 bei einem Kollegen ausführlich probehören, klanglich hat es mir ebenfalls gut gefallen. Leider weist die Nadel nur einen elliptischen Schliff auf, die Lebensdauer beträgt daher nur rund 800 Stunden.

LG
Manuel
Wuhduh
Inventar
#4 erstellt: 02. Mrz 2016, 18:21
Nabend !

Anderer Gedankenansatz: Sollte der Mission bei der Klangwiedergabe einen sogen. " britischen " Beigeschmack haben, so kann ein dynamisch-knackiges System für einen gewissen Ausgleich sorgen. Ansonsten wird das alles " Häuptling Schlaffe Socke ".

Ja, ich weiß, einige meinen, daß Verstärker klingen nicht.

MfG,
Erik
ad-mh
Stammgast
#5 erstellt: 02. Mrz 2016, 18:26
Danke erstmal für die Antworten.

Der TP 21 hat 12,5g eff. Masse, genauso wie der TP 14 IV. Die Angabe 15g stammt von der L-Version in 10 Zoll.

Eine eher niedrige Lautstärke des DL 110 wäre unproblematisch. Der Phonobereich beim Mission ist ziemlich rauscharm. Über die 10 Uhr Stellung beim Verstärker hinaus kann man eh kaum regeln, da man ansonsten Schwierigkeiten mit den Nachbarn bekommt.
Der Gesamtcharakter des OM 10 gefällt mir, wenngleich das DL 103 am TD 166 vergleichsweise deutlich mehr Dynamik und Bass entwickelt. Nur bei der Auflösung ist das OM 10 nicht gut. Die Bühnenabbildung ist nicht gerade berauschend und Verzerrungen sind vorhanden.
Kann ich das so verstehen, dass der Grundklang bei OM 10-40 ähnlich ist und mit der Güte des Schliffs die Präzision besser wird?

Die Justage-Einstellung beim OM 10 dürfte stimmen. Ich hatte mir eine Schablone ausgeliehen und die Punkte stimmten (wenn ich die Anleitung richtig verstanden habe). Waage ist vorhanden. Auch der Spieler selbst ist ausgerichtet.

Was ist von der interessant erscheinenden Lösung AT95 + Shibatanadel vom Thakker zu halten. Es handelt sich doch wohl um ein 25 EUR System mit Shibatanadel? Taugt das? Ein 2m black kostet immerhin mehr als das Doppelte.

Thakker ist von uns aus übrigens quasi nebenan.

Was ich übrigens bisher nicht richtig verstanden habe, sind die Rechnungen rund um die Anschlusskapazitäten.
http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=21303

Albus scheint sich hier ja wohl auszukennen. Antwort 16

Im dortigen Thread hat der Marantz Verstärker wohl ungünstige Daten? Wie verhält sich das bei meinem Gerät?


Wuhduh (Beitrag #4) schrieb:
Nabend !

Anderer Gedankenansatz: Sollte der Mission bei der Klangwiedergabe einen sogen. " britischen " Beigeschmack haben, so kann ein dynamisch-knackiges System für einen gewissen Ausgleich sorgen. Ansonsten wird das alles " Häuptling Schlaffe Socke ".

Ja, ich weiß, einige meinen, daß Verstärker klingen nicht.

MfG,
Erik


Guter Ansatz...
Der Mission hat von sich aus eine Tendenz zum Dynamischen. Mit Denon DL 103 wird das zuviel, unabhängig davon, dass der MC Eingang keine 400-1000 Ohm bereitstellt.
Darum befindet sich der TD 166 auch im Büro.


[Beitrag von ad-mh am 02. Mrz 2016, 18:30 bearbeitet]
akem
Inventar
#6 erstellt: 02. Mrz 2016, 18:40
Das AT95 ist ja die Basis so mancher auch durchaus recht teurer MM-Systeme. Die ganzen Clearaudio MMs basieren darauf. Der Generator eines MM ist also nix Besonderes und schon gar nix Teures. Den Generator des Ortofon 2M Black hat neulich jemand für 50€ als Ersatzteil gekauft, den Generator der Ortofon OM-Systeme kann man sogar für unter 10€ kriegen...
Die Performance wird wesentlich von der Nadel sowie der elektrischen Anpassung zwischen Generator und Phonoeingang plus Kabelkapazität bestimmt.
Das AT95 mit der Shibatanadel sieht zwar nicht so doll aus (Clearaudio macht ja ne neue hübsche Umverpackung drum rum...) klingt aber richtig gut und braucht sich absolut nicht zu verstecken. Die Nadel wird zwar unter dem Namen Thakker verkauft, wird aber von Jico gefertigt. Im Vergleich zur Ortofon-Shibatanadel der 2M Serie ist es leider nur ein gebondeter Diamant während Ortofon einen nackten Diamant hat. Aber immerhin ist die Bondingschicht relativ dünn und damit klanglich relativ unschädlich.

Gruß
Andreas
Albus
Inventar
#7 erstellt: 03. Mrz 2016, 11:04
Tag,

zu den eingangs aus dem HiFi.Wiki zitierten Daten eine Klarstellung. Informationen aus dem Service Manual zum Cyrus 2 in der Library der Hifiengine.

Vom Cyrus 2 gab es drei Modelle, Issue 06, Issue 07 und TOG, die Phono-Sektionen sind deutlich verändert. Issue 06 umfasst die Seriennummern 200100 bis 212780, Issue 07 die Nr. 222000 bis 222791, die Version TOG gilt dann ab Seriennummer 223001, Produktionsende im September 1992.

Für die Issue 06 zeigt das SM eine MM-Kapazität von 250 pF (C13,14 mit 100 pF, C15,16 mit 150 pF), für MC stehen in den Datenlisten (einschließlich Bestückungslisten) 100 Ohm mit 68000 pF (kein Schreibfehler meinerseits, A.), es sind die C3 und 4 (also in der Tat 68 nF).

Für die Issue 07 und das Modell TOG ist die MM-Kapazität auf 150 pF gesenkt (nur noch die C13 und 14, die C15, 16 sind DELETED). MC ist hinsichtlich der Kapazität von 68000 pF geändert auf 100 Ohm mit 100 pF.

Weitere Einzelheiten, wer weiß, wozu nützlich. MM-Gain ist ausgesprochen hoch, 45 dB = 166x, MC-Gain unüblich niedrig, 23 dB = 15x, MainAmp-Gain ist auf der hohen Seite (häufiger bei britischen Verstärkern), 35 dB = 54x. Empfindlichkeiten MM und MC sind gängig.

Anwendung unter Blick auf einen Thorens TD-318 mit Arm TP 21, effektive Masse 12,5 g, Kapazität 150 pF (Daten aus den Unterlagen in der Library der Vinylengine, Thorens BDA und Service Manual).
- Kapazitäten mit Cyrus 2 Issue 06, MM insgesamt 400 pF
- Kapazitäten mit Cyrus 2 Issue 07 oder TOG, MM insgesamt 300 pF
- MC präsentiert in Issue 06 100 Ohm mit 68000 pF (=68 nF)
- MC in Issue 07 und TOG mit 100 Ohm und nur noch 100 pF

Die Frage dann anhand dieser Informationen, um welches Modell handelt es sich? Cyrus 2 Issue 06, Issue 07 oder TOG?

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 03. Mrz 2016, 11:05 bearbeitet]
ad-mh
Stammgast
#8 erstellt: 03. Mrz 2016, 12:48
Hallo Albus,

danke für die Rückmeldung.
Ich wusste, dass es zumindest äußerlich verschiedene Versionen gibt.
Anhand dieses Threads, Beitrag #4

http://www.hifi-forum.de/viewthread-108-16126.html

habe ich eine Version mit Guß Ober- und Unterteil, Druckschaltern und PSX.
Es müsste demnach Version 2 oder 3 sein. Von einer Buchse für PCM II ist mir nichts bekannt.

Wegen der Seriennummer sehe ich heute abend nach.

VG

Andreas
.JC.
Inventar
#9 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:15
Hi,

um im Rahmen der 300 € zu bleiben, das Ortofon 540 MKII

als VM silver ist es 30 € teuerer

Albus
Inventar
#10 erstellt: 03. Mrz 2016, 13:59
Tag,
und Tag Andreas,

dann ist es eine Variante nach Issue 07 oder TOG, insoweit klar. MM-Kapazität Cyrus 2 mit 150 pF, MC mit 100 Ohm und 100 pF.
Für einen MM-Tonabnehmer sind dann 300 pF zu berücksichtigen (150 pF nominell der Thorens TD-318). Somit 'geziemlich' frei Bahn.

Freundlich
Albus
ad-mh
Stammgast
#11 erstellt: 03. Mrz 2016, 15:26
Hallo Albus,

die Seriennummer des Verstärkers ist C 216729.
Das PSX hat C 305808.
Eine 4-polige Buchse für Cyrus PCM II ist vorhanden, jedoch am PSX, nicht am Verstärker selbst.
20160303_153934

Grüße

Andreas


[Beitrag von ad-mh am 03. Mrz 2016, 15:47 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#12 erstellt: 03. Mrz 2016, 15:44

Marsilio (Beitrag #3) schrieb:
Das OM-40... Da du das OM-10 hast ist keine Neumontage nötig, der Generator ist exakt der gleiche, man kann also einfach die Nadel tauschen. ...

Diese Aussage ist vermutlich nicht ganz richtig. Das OM10 wird höchstwahrscheinlich den OM Generator haben, wogegen das OM40 einen OM Super Generator besitzt. Diese beiden Generatoren unterscheiden sich in der Induktivität (OM: 450 mH, OM Super: 580 mH) - und damit auch klanglich. Ich würde die OM40 Nadel auf jeden Fall auf einen Super-Generator stecken. Sollte das OM10 schon einen solchen besitzen, dann ist natürlich kein Generatorumbau nötig.
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 03. Mrz 2016, 16:19
Auch im OM-"Normal"-Generator des OM10 klingt die 40er-Nadel ausgezeichnet (bei mir der Fall).

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 03. Mrz 2016, 16:20 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#14 erstellt: 03. Mrz 2016, 17:08
Ich finde, dass der OM Super Generator einen etwas voluminöseren Klang mit mehr Bass liefert. Der OM Generator klingt im Vergleich dazu etwas schlanker.
Hörbert
Moderator
#15 erstellt: 03. Mrz 2016, 17:25
Hallo!

Klangliche Unterschiede zwischen den einzelnen marginal unterschiedlichen Ortofon MM-Generatoren -auch über die Grenzen der einzelnen Serien ( OM, VM, 2M ) hinweg dürften nur im Grenzbereich der Abschlußbedingungen zu vernehmen sein.

@Dan_Seweri


.....Der OM Generator klingt im Vergleich dazu etwas schlanker........


Dann könnte es gut sein das du dich gerade in einem solchen Grenzbereich bewegst, hier könnte die Eingangskapazität deines Entzerrer-Eingangs oder die Kabellage dafür verantwortlich sein, möglicherweise dämpft die Gesamtkapazität deinen OM-S-Generator bereits ein wenig und der minimal breitbandigere OM-Generator ist gerade noch nicht betroffen.

So gesehen sind die OM-Generatoren (ungeachtet des vollmundigen "S") eigentlich schlechter geworden ohne dafür auf einem anderen Sektor zuzulegen, -bloß ein minimal höherer Output haben die Dinger bekommen- dafür ist die mögliche Kapatizätsbandbreite eingeengt worden.

MFG Günther
Albus
Inventar
#16 erstellt: 03. Mrz 2016, 17:32
Tag,
und Tag Andreas,

schön, die Seriennummer kommt in der Listung zur Unterscheidung der Modell-Varianten nicht vor - aber es gibt ja weitere Hilfsbemerkungen von dort:
- Issue 06 hat an Einstellern nur drei: Volume, Listen (Select in dem SM) und Record, dazu wesentlich eine 'Plastikeinheit'
- Issue 07 hat dann vier Einsteller: Volume, Listen/Select, Record, Balance, dazu ein Druckguss-Gehäuse
- TOG dann mit einem Kippschalter als Netz ON/OFF

Gehen wir doch ruhig von einer 07/TOG-Spielart aus.

Vergleichsweise ein Blick auf die in Rede stehenden Abtaster, hier die rechnerischen elektrischen Hochtonresonanzen bei der zu erwartenden Lastkapazität von 300 pF insgesamt. Also,... (ich verwende eine Simulation des japanischen Autors Yosh, danke dafür Yosh):

- Ortofon OM-Typen, Systemimpedanzdaten 750 Ohm mit 450 mH. Elektrische Hochtonresonanz bei 13,7 kHz mit Q (Güte) von 1,21
- Ortofon OM Super-Typen, Systemimpedanz (real gemessen) 1200 Ohm mit 550 mH. Elektrische Hochtonresonanz bei 12,4 kHz und Q 1,10
- Ortofon VM/500er-Typen, Systemimpedanz (real) 1130 Ohm mit 515 mH. Elektrische Hochtonresonanz bei 12,8 kHz und Q 1,13
- Ortofon 2M-Serie, Systemimpedanzen 2M Red 1380 Ohm/654 mH, Blue 1370 Ohm/675 mH, Bronze 1235 Ohm/612 mH. Elektrische Hochtonresonanz 2M Red 11,36 kHz mit Q 1,02; 2M Blue 11,2 kHz mit Q 0,99; 2M Bronze nicht gerechnet.
Hinweis: Als Wert der Güte = Q sollte für einen annähernd linearen Wiedergabefrequenzgang der Wert 1,00 angestrebt werden.
Nach der elektrischen Hochtonresonanz folgt typisch die mechanische Hochtonresonanz bei 14-15 kHz, je nach Vinylmaterial, effektiver Nadelmasse und Dämpfungsfaktor des Nadellagers.

Und weil ich die Zettel schon hier liegen habe folgen die so häufig beachteten AT150MLX und AT440MLa/b, Bezug jeweils 300 pF:
- AT150MLX, Systemimpedanz 530 Ohm mit 350 mH. Elektrische Hochtonresonanz 15,3 kHz mit Q von 1,36
- AT440MLa/b, Systemimpedanz 957 Ohm mit 438 mH (Stereoplay 4/2007, Seite 42). Elektrische Hochtonresonanz 13,9 kHz mit Q = 1,23

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 03. Mrz 2016, 19:35 bearbeitet]
ad-mh
Stammgast
#17 erstellt: 03. Mrz 2016, 18:24
Hallo allerseits und danke,

stimmt, es gab eine Cyrus Serie mit weniger Einstellern. Die hatte dann Beschriftungen auf den Drehreglern. Die Beschriftung fehlte bei späteren Modellen.
Mein Cyrus hat einen Balanceregler. Die Stellregler sind unbeschriftet.
Also wohl 07.

Danke für die Berechnungen. Die Ergebnisse liegen ja wohl im Bereich des idealen Q=1,0
Am weitesten ist das OM mit Nadel 40 mit Q=1,21 davon entfernt.

Wo liegt die Grenze, bei der man besser ein anderes System wählen sollte. Kurzum ist Q=1,21 beim OM 40 noch in Ordnung?
Die 2M Serie scheint ja optimal zu passen.

Der Vorbesitzer des Spielers hat übrigens die Kabel getauscht. Hoffentlich hat er dabei nichts verschlimmbessert.
Kabel mit Beschriftung "Monacor Low Noise Cable" in grün. Bilder dazu findet man im Netz.

https://pics.ricardo.../776106250_3_Big.jpg

Die Kabellänge ist vergleichbar der originalen am TD 166.
Das hässliche, grüne Kabel möchte ich austauschen. Die Farbe geht gar nicht.
Welches preiswerte Kabel - ich brauche eh nur 1m - ist emfpehlenswert?

In einem anderen Thread wird dieses empfohlen:
http://www.thomann.d...2ade15b9d9ad6173b4f3

Schwierige Entscheidung...

VG

Andreas


[Beitrag von ad-mh am 03. Mrz 2016, 18:36 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#18 erstellt: 03. Mrz 2016, 18:39
88pF/m ist ok.Könnte schon sein,dass das Monacor zu viel C hat.
Albus
Inventar
#19 erstellt: 03. Mrz 2016, 19:52
Tag,
und Tag Andreas,

ein Q von bis zu 1,25 kann man ohne weitere Bedenken akzeptieren. - Macht man sich die Mühe, ein Audiokabel gezielt umwillen der Verminderung der kritischen Kapazitäten zu tauschen, dann sollte man auch gezielt nach einem Koaxialkabel mit bekannt geringer (oder geringster) Kapazität greifen. Man erreicht dann pro Meter eine Kapazität von höchstens 50 pF/m. Derartige Industrietypen sind Kabel wie beispielsweise das RG 62 44 pF/m, etwas steif, oder das RG 180 49 pF/m, flexibel, auch noch das RG 59 Belden 1505A, 53 pF/m. Diese sind beim einschlägigen Handel verfügbar, vereinzelt auch bei Conrad. Mehr als 60 pF/m sollte kein Tauschkabel mitbringen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 03. Mrz 2016, 19:53 bearbeitet]
ad-mh
Stammgast
#20 erstellt: 03. Mrz 2016, 20:50
Danke, dann ist ja alles bestens. Hier kann man ja einiges lernen. Ich habe mich früher immer gefragt, warum beim Plattenspieler so ein Aufwand ums Kabel und den Verstärker gemacht wird.

Morgen hole ich mir den TD166 wieder nach Hause zurück und tausche das Kabel aus. Bei MC ist die Kapazität ja wohl egal aber am TD 166 fehlen mir 10cm unm einen Spieler links, den anderen rechts neben dem Mission zu platzieren.

Dann werde ich mal sehen, ob ich eine OM 40 Nadel testweise bekomme.

Eine Frage hätte ich noch. Welches MC würde mit dem Thorens sowie dem Eingang des Mission (100 OHm und 100pF) harmonieren. Der MC Eingang soll noch etwas besser sein als MM. Das DL 103 passt ja wohl nicht, da >400Ohm bis 1kOhm sinnvoll wären.

VG

Andreas
Albus
Inventar
#21 erstellt: 04. Mrz 2016, 15:45
Tag,
und Tag Andreas,

ja, das DL-103 (Innenwiderstand 40 Ohm) kann an 100 Ohm nicht gut verwendet werden, der Hersteller weist mit der auf dem DL-103 jeweils beiliegenden Frequenzschrieb genannten Last von 1 kOhm den Weg.

Es soll doch für den TD-166VI mit TP 50, effektive Masse des Armes 14 g (BDA), mechanisch taugen, nicht wahr? Die Pikofarads machen hier nichts aus, ja. - Für die 100 Ohm schlage ich vor, den Innenwiderstand eines MC-Low Output nicht höher als mit 6 Ohm zu wählen. Damit ist man bei den diversen niederohmigen Ortofon-MCs, typisch 3 - 5 - 6 Ohm, gut bedient. Beispiele: HMC 10 Classic, Quintet Bronze.
Die mittelohmigen AT-Typen mit 10 - 12 - 15 - 16 Ohm benötigen für gute Tauglichkeit einen Lastwiderstand von typisch 250 Ohm. In den BDAs steht zwar "Min. 100 Ohm" - was den Nutzer aber mit der richtigen Größenordnung allein lässt. Thakker beispielsweise ist für das AT-F7 aufmerksamer, es heißt dort immerhin ">100 Ohm" als empfohlene Abschlussimpedanz.

Freundlich
Albus
ad-mh
Stammgast
#22 erstellt: 05. Mrz 2016, 09:33
Moin,

abschließend danke für die Antworten.
So anschaulich hat es bislang niemand erklären können. Nun werde ich, soweit möglich einige Systeme anhören.

Grüße

Andreas
ad-mh
Stammgast
#23 erstellt: 14. Mrz 2016, 21:55
Ich habe mir heute das AT 150MLX angehört. Es gefällt mir sehr.

Das System verlangt allerdings nach 100-200 pF.
Der Verstärker liegt allein bei 150pF. Wenn ich auf 70cm Kabel mit etwa 50pF umrüste, bin ich dann im grünen Bereich?
Albus hatte oben einen Q Wert dazu genannt, der oberhalb 1,25 liegt.
Sinkt der Q-Wert, wenn das Kabel einen niedrigen pF Wert aufweist? So, wie ich es verstanden habe, ist dies der Fall.

Kurzum:
Lassen sich die vorhandenen Gegebenheiten auf das AT 150MLX anpassen?
Wie oben geschrieben, werde ich das Kabel eh austauschen. Albus nannte Kabel mit niedrigen Kapazitäten.
Mittelfristig könnte ich mich auch mit dem Thema Phono VV anfreunden.


[Beitrag von ad-mh am 14. Mrz 2016, 21:59 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#24 erstellt: 14. Mrz 2016, 22:15

ad-mh (Beitrag #23) schrieb:
Mittelfristig könnte ich mich auch mit dem Thema Phono VV anfreunden.


wenn Dir das 150 MLX gefällt, dann verbinde es mit einem Aikido
(s.m.B.)
Albus
Inventar
#25 erstellt: 14. Mrz 2016, 22:20
Guten Abend,
und guten Abend Andreas,

richtig, eine geringere Kapazität bedeutet eine Verbesserung im Falle des AT150MLX auf die Lage der elektrischen Hochtonresonanz, dann bei 18,8 kHz mit Q von 1,11 (unterstellt sind die 150 pF des Cyrus zuzüglich 50 pF Audiokabel). - Das ist dann schon gut eingerichtet (Labortest des Herstellers bei 47 k mit 100 pF, ja ja).

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 14. Mrz 2016, 22:21 bearbeitet]
ad-mh
Stammgast
#26 erstellt: 14. Mrz 2016, 22:26
Hallo Albus,

danke. Dann habe ich auch den Zusammenhang verstanden.

Grüße

Andreas
Papa_San
Stammgast
#27 erstellt: 15. Mrz 2016, 08:40

ad-mh (Beitrag #20) schrieb:

Eine Frage hätte ich noch. Welches MC würde mit dem Thorens sowie dem Eingang des Mission (100 OHm und 100pF) harmonieren. Der MC Eingang soll noch etwas besser sein als MM. Das DL 103 passt ja wohl nicht, da >400Ohm bis 1kOhm sinnvoll wären.

VG

Andreas


Passender Eingangswiderstand und Kapazität sind wichtig. Viel wichtiger für den Klang ist aber eine passende Kombination zwischen Boxen und TA-System! Ein eher hell klingendes System wie das OM40 passt besser zu voluminös abgestimmten Boxen,das DL103 dann eher zu hochauflösenden LS. Auch die Raumakustik spielt da eine große Rolle.

Ihr nennt hier immer nur die Phono-Sektion. Sagt mal was über eure Boxen und die Raumsituation. Gerade die mögliche Anpassung ist ja der große Vorteil von Analog!

Gruß
Siggi
ad-mh
Stammgast
#28 erstellt: 15. Mrz 2016, 15:21
Danke für die Rückmeldung.

Der Raum ist ein reines Hörzimmer, 4x5m. Die Musikanlage steht an der schmaleren Wand.
Holzdielenboden mit Trittschalldämmung, darauf Laminat und darauf ein einzelner Teppich (mittig, nicht vollflächig). Die Decke ist holzvertäfelt.
Hörplatz sind eine Couch und ein Sessel.

Insgesamt finde ich das vorhandene DL 103 passender zu den vorhandenen LS als das vorhandene OM10. Das OM40 kenne ich nicht, vermute aber das die Abstimmung ähnlich ist, bei der Auflösung und Verzerrungsarmut aber deutlich gewinnt.

http://www.hifi-foru...7&postID=43024#43024

An Lautsprechern sind verschiedene Breitband LS vorhanden (Räumlichkeit, Bühnenabbildung).
Derzeit ist eine Tuby mit Cube F155 der Favorit.
http://www.spectrumaudio.de/bausatz/tuby.html
Das Cube Chassis ist nicht mehr erhältlich. Hier in Beitrag # 311
http://www.hifi-foru...=205&back=&sort=&z=7

Im Bau ist dazu ein Pärchen Scamo15. Über Weihnachten hatte ich schon ein Paar für einen Bekannten gebaut. Die Scamo stehen aber nun bei ihm.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-205-671.html
Papa_San
Stammgast
#29 erstellt: 15. Mrz 2016, 15:40
Wichtig ist halt auch die Bassresonanz. Deshalb meine Frage zu Boxen und Raum. Gerade bei Holzdielen kriegt man schnell Subsonic Probleme wenn die Kombi Tonarm/System nicht passt. Achte also auch darauf aber wenn das Denon geht.....

Gruß
Siggi
ad-mh
Stammgast
#30 erstellt: 15. Mrz 2016, 15:50
Du meinst Raummoden? Zum Glück gibt es keine Probleme damit, obwohl ich mit dem eher quadratischen Raum damit gerechnet habe.
Genaueres werde ich bald herausfinden. Ein MiniDsp mit Messmikro steht auf der Wunschliste.

Die LS stehen auf Spikes, Granitplatte, Bitumenmatte, Laminat.
ad-mh
Stammgast
#31 erstellt: 22. Apr 2016, 19:50

Albus (Beitrag #19) schrieb:
Derartige Industrietypen sind Kabel wie beispielsweise das RG 62 44 pF/m, etwas steif...


Aufgrund Albus' Empfehlung habe ich 90cm hiervon verwendet. Aufgrund des massiven Innenleiters ist es in der Tat etwas steif, lässt sich beim Thorens aber problemlos verbauen.
Bei dem vorhandenen Ortofon, ich bin noch nicht dazu gekommen es auszutauschen. Das kommt noch.
Jazzy
Inventar
#32 erstellt: 23. Apr 2016, 16:13

Du meinst Raummoden? Zum Glück gibt es keine Probleme damit
Ui,ein physikalischer Wunderraum Wozu habe ich in meinem 23m²-Raum nur Eckenabsorber installiert......
ad-mh
Stammgast
#33 erstellt: 03. Jul 2016, 18:17
So, der letzte Stand. Der Spieler ist überarbeitet.
Leider muss er gehen. Frau meint, ich habe zu viele Plattenspieler.

K1600_P7038710
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