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kamikaze7777
Stammgast
#1 erstellt: 29. Mrz 2016, 12:52
Hallo allerseits,

nach circa 18jähriger Pause habe ich meinen Plattenspieler wieder in Betrieb genommen.
Es handelt sich um einen Dual CS 5000 von circa 1988.
Die originale Headshell (inkl. VST) mit Ortofon OM(B)20 hatte ich relativ schnell durch eine neue Headshell (ebenfalls inkl. VST) mit einem Elac ESg 796 HSP Jubiläum ersetzt. Die Headshell mit dem Ortofon System müsste noch irgendwo rumliegen, kann sie aber trotz intensiver Suche nicht mehr finden. Gut möglich, daß sie bei einem Umzug verlorengegangen ist. Es geht mir weniger um das System sondern vielmehr um die Headshell, die z.Zt. sehr schwer zu finden sind und für eine Menge Geld bei ebay verkauft werden.
Habe mir bei einem Händler eine Headshell ohne VST bestellt, um mal was anders probieren zu können ohne Umbau- und Justierstress mit einer einzigen HS. Der Plattenspieller wurde seinerzeit von mir auf Chinch umgerüstet > festes Kabel raus und durch hochwerige Chinchbuchsen hinten ersetzt. Natürlich wurde auch an die Erdungschraube gedacht.
Auflagekraft ist 1,2 g (gemessen mit Digitalwaage), AS Einstellung ca. 0,75. Seinerzeit wurde das System mangels besserem Wissen mit 1,2 betrieben.
Als Phono Preamp habe ich den hier oft empfohlenen Art DJ Pre II. Der brummte zeitweise, da die Erdungfeder ztw. Kontaktprobleme hatte. Da half nur draufklopfen für eine zeitlang. Ich habe deshalb von der Masse der Platine ein kurzes kabel zur Erdungsklemme gezogen und seitdem herscht Ruhe. Stromversorgung ist ein von mir gebasteltes Eneloop Akupack mit 7,2 Volt. Wieso keine 9V, wie im Original Netzteil? Der im Art verbaute Spannungsregler 7805 verträgt so ziemlich alles zwischen 7V bis 15V. Je niedriger die Eingangsspannung, desto weniger Hitze wird produziert.
Verbindungskabel ist ein ca. 1 Meter langes von mir hergestelltes Kabel (Sommercable The Spirit LLX mit Rean Stecker).
http://www.thomann.de/de/sommer_cable_the_spirit_llx.htm
Die 200pF Einstellung scheint besser zu klingen. Ein probeweise getestetes 1 m RG59 Kabel war dagegen ziemlich bedeckt/muffig. Konnte auserdem kein Unterschied feststellen zwischen der 100/200 pF Einstellung.
Weiter geht es zu einem Violectric V200 oder Stax SRM 313 mit SR303/SR507.
Höre aber im Moment meistens über den Violectric mit einem ATH-50x.
Bin überrascht wie gut die meisten Platten klingen. Bei einigen wenigen, meistens Singles und meistens in Mono, habe ich hörbare Verzerrungen im rechten Kanal. AS erhöhen hilft auch nicht.

Die Nadel scheint i.O. zu sein bis auf die oben erwähnten Probleme mit manchen Platten im rechten Kanal.
Da ich mal was neues probieren will, wollte ich wissen ob ein Upgrade möglich oder sinvoll ist?
Dachte nämlich an folgendes:

Jico SAS oder Shibata Einschub im vorhandenen Generator
AT 150MLX
Ortofon VM Silber (den ürsprünglich anvisierten 2M Bronze habe ich wieder verworfen und der 2M Black ist schlicht zu teuer)
Evtl. ein AT 440 MLb
Oder vielleicht ein AT 95 E mit Shibata Nadel Upgrade ?

Ein AT 95 E ist sowieso für schlechtere (Flohmarkt) Platten bestellt.

Der einzig vergleichbar scharfe/schärfere Schliff zum VdH 1 meines Elac System wäre der Gyger Schliff der größeren Ortofon.
Wäre eine Verbesserung möglich mit o.g. Systeme? Oder würde es nur anders klingen? Würde gerne bei MM bleiben mangels MC Eingang.

Vielen Dank im voraus!
akem
Inventar
#2 erstellt: 29. Mrz 2016, 13:20
Bist Du sicher, daß das Elac mit 1,2g Auflagekraft korrekt betrieben wird? Auf der Thakker Seite steht beim ähnlichen System 1,25-1,75g, was bedeutet, daß die optimale Auflagekraft irgendwo bei 1,5g liegen dürfte.
Außerdem wäre es denkbar, daß die fraglichen Platten mal mit einer beschädigten Nadel abgespielt wurden oder mit einer falschen Antiskatingeinstellung so daß die äußere Rillenflanke schlichtweg ne Macke hat und deswegen Verzerrungen auftreten.
Vom Nadelschliff her kommt von den Kandidaten nur das AT150mlx mit der Van den Hul Nadel mit. Ich denke, daß es sich um einen vdHul 1 Schliff handelt und der hat einen seitlichen Radius irgendwo um die 2µm. Das ist schon ganz schön scharf und die Gyger 2 Nadel von Ortofon kommt mit ihren 6µm da nicht hin.

Gruß
Andreas
Dan_Seweri
Inventar
#3 erstellt: 29. Mrz 2016, 13:51
Ich würde an Deiner Stelle die Jico SAS-Route einschlagen. Der Radius der SAS liegt auch bei scharfen 2,5µm * 75µm. Mit einer SAS-Nadel übertrifft das Elac 796 den Klang mit einer "Fang den Hool" 1 Nadel. Hier mein ganz praktischer Erfahrungsbericht zu Deiner Entscheidungsfrage: http://www.hifi-foru...d=21146&postID=11#11
kamikaze7777
Stammgast
#4 erstellt: 29. Mrz 2016, 13:53
@akem
Tja, wenn ich das wüsste.
Es gibt da sehr widersprüchliche Angaben.
Hier beispielsweise:
http://www.hifimuseum.de/elac-esg796-hsp-h30.html
ist von 12-15mN die Rede
Im Originalem Beiblatt ist von 10 bis 12,5 mN die Rede
Elac
Eigentlich ist es laut Skala 1,3 eingestellt. Gemessen habe ich mit der analogis Digitalwaage 1,21 g bzw 12,1 mN.
Es ist laut Beiblatt ein VdH 1 Schliff mit 4/80. Ich denke bei Thakker handelt es sich um andere Schliffe/Nadelnachgiebigkeiten, deswegen die abweichenden Auflagekräfte.
Ich glaube die großen Ortofone haben ein FG70 Schliff mit 70µm x 5µm (entspricht ungefähr VdH 2).
Was hat denn das 150 MLX für Schliff. Finde da nichts genaues, nur Microline:
http://eu.audio-tech...subID=56&prodID=4528
kamikaze7777
Stammgast
#5 erstellt: 29. Mrz 2016, 13:59

Dan_Seweri (Beitrag #3) schrieb:
Ich würde an Deiner Stelle die Jico SAS-Route einschlagen. Der Radius der SAS liegt auch bei scharfen 2,5µm * 75µm. Mit einer SAS-Nadel übertrifft das Elac 796 den Klang mit einer "Fang den Hool" 1 Nadel. Hier mein ganz praktischer Erfahrungsbericht zu Deiner Entscheidungsfrage: http://www.hifi-foru...d=21146&postID=11#11


Hatte ich gelesen und deshalb die Jico SAS Nadel in die engere Auswahl genommen.

Was haben die Jico SAS Nadeln eigentlich gekostet, bevor sie von Jico abgekündigt wurden und die Preise explodierten?

Und weiß vielleicht jemand warum es außer bei VdH selber keine entsprechenden Schliffe mehr bei anderen Herstellern gibt?
akem
Inventar
#6 erstellt: 29. Mrz 2016, 14:13
Was die Auflagekraft angeht: im Zweifel würde ich eher dem originalen Beiblatt glauben.
Warum ist der van den Hul Schliff bei anderen Herstellern nicht mehr verbreitet? Das kann mit den Produktionskapazitäten zusammenhängen, mit den Kosten / Preisen, die vdHul verlangt, oder schlichtweg damit, daß die vdHul Schliffe nicht mehr so "angesagt" sind.

Gruß
Andreas
Dan_Seweri
Inventar
#7 erstellt: 29. Mrz 2016, 14:15
Die letzten Preise der SAS Nadeln waren bei Jico direkt US$ 133,- und bei Thakker 199 Euro. Letzterer will also jetzt 50 "Thakkern" mehr. Schon eine Stange Geld, aber meines Erachtens ist die Nadeln den Preis trotzdem noch wert.

Solltest Du mit einer AT 150 MLX liebäugeln, solltest Du Dich übrigens etwas ranhalten: Diese Nadel wird es auch nicht mehr lange geben. Dort ist nämlich auch ein Borstäbchen verbaut. Wegen eines Lieferengpasses bei diesem Bauteil gibt es auch die SAS-Nadeln nicht mehr. Mit etwas Glück kann man jetzt noch für 260 bis 270 Euro ein AT 150 MLX ergattern. Dieses ist aber beim Anschluss an den Vorverstärker wohl kapazitätskritischer als der Elac ESG Generator. Mit einer SAS Nadel am Elac wärst Du klanglich gewiss ähnlich gut bedient und bei den Anschlussmöglichkeiten etwas flexibler.
kamikaze7777
Stammgast
#8 erstellt: 31. Mrz 2016, 11:47
Danke für die Entscheidungshilfe. Die Jico SAS ist bestellt. Bin mal gespannt...
kamikaze7777
Stammgast
#9 erstellt: 04. Apr 2016, 21:24
Die Nadel ist heute angekommen. Eine kurze Rückmeldung.
Muss Dan_Seweri beipflichten. Der oft bemühte Teppich ist weg. Besonders die Höhen profitieren von der Nadel. Dabei wirkt sie in den Höhen nicht so harsch/scharf, wie eine eliptische Nadel von Jico beispielsweise.
Würde mich interessieren ob es von Anfang an so war oder verschleissbedingt so geworden ist.
Die King´s Singers erstrahlen nun im neuen Glanz.
Hatte allerdings befürchtet ein neues Knacksersuchgerät in Betrieb zu nehmen. Hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Ist auch nicht mehr als mit mit der VdH Nadel. Gefühlt eher weniger.
So gesehen hat sich das ganze gelohnt. Hätte ich es bloß ein Monat vorher getan...
Nochmals danke für den Tip.
kamikaze7777
Stammgast
#10 erstellt: 04. Apr 2016, 22:42
Kleine Anekdote VdH vs SAS:

http://www.hifi-foru...ead=381&postID=29#29
Hörbert
Moderator
#11 erstellt: 04. Apr 2016, 23:22
Hallo!


......Warum ist der van den Hul Schliff bei anderen Herstellern nicht mehr verbreitet?.........


Weil der verwendete VdH-II-Schliff mit dem Gyger-II-Schliff identisch war und Gyger die Produktion eingestellt hat.

Früher war der Gyger-II/VdH-II-Schliff schon einigermaßen verbreitet und selbst Ortofon hat ihn z.B. beim MC-20S MK-II verwendet.

MFG Günther
Dan_Seweri
Inventar
#12 erstellt: 05. Apr 2016, 09:07

kamikaze7777 (Beitrag #9) schrieb:
Die Nadel ist heute angekommen. Eine kurze Rückmeldung.
Muss Dan_Seweri beipflichten. Der oft bemühte Teppich ist weg. Besonders die Höhen profitieren von der Nadel. Dabei wirkt sie in den Höhen nicht so harsch/scharf, wie eine eliptische Nadel von Jico beispielsweise.
So gesehen hat sich das ganze gelohnt. Hätte ich es bloß ein Monat vorher getan...
Nochmals danke für den Tip.

Freut mich, dass Dir der Klang der SAS Nadel gefällt und dass ich Dir mit dem Tipp ein kleines bisschen weiterhelfen konnte. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Hören! Man kann mit der Nadel alte Platte, die man zum Teil länger nicht gehört hat, noch einmal sehr schön neu entdecken.
thebosswas
Stammgast
#13 erstellt: 05. Apr 2016, 10:33
Zitat ...

Es handelt sich um einen Dual CS 5000 von circa 1988. Es geht mir weniger um das System sondern vielmehr um die Headshell, die z.Zt. sehr schwer zu finden sind und für eine Menge Geld bei ebay verkauft werden.
Habe mir bei einem Händler eine Headshell ohne VST bestellt, um mal was anders probieren zu können ohne Umbau- und Justierstress mit einer einzigen HS.

Hallo,
da ich für meinen CS 5000 auch ein zweites Headshell zum wechseln suche:
Kannst du mir einen Tipp geben wo du das Headshell bestellt hast?

Uwe


[Beitrag von thebosswas am 05. Apr 2016, 10:35 bearbeitet]
kamikaze7777
Stammgast
#14 erstellt: 05. Apr 2016, 13:19

Hörbert (Beitrag #11) schrieb:


......Warum ist der van den Hul Schliff bei anderen Herstellern nicht mehr verbreitet?.........


Weil der verwendete VdH-II-Schliff mit dem Gyger-II-Schliff identisch war und Gyger die Produktion eingestellt hat.

Früher war der Gyger-II/VdH-II-Schliff schon einigermaßen verbreitet und selbst Ortofon hat ihn z.B. beim MC-20S MK-II verwendet.


Interessant zu wissen. War halt etwas verwundert nach meiner langen Abstinenz, daß der einst so geliebte Schliff nicht mehr benutzt wird.
kamikaze7777
Stammgast
#15 erstellt: 05. Apr 2016, 13:21
@ thebosswas

Bezugsquelle via PM mitgeteilt. Möchte nicht, daß Spekulanten den Laden leerräumen.
Hörbert
Moderator
#16 erstellt: 05. Apr 2016, 13:31
Hallo!

Dazu kommt natürlich noch das der VdH-I respektive Gyger-I Schliff durch ein Versehen bei der Produktion einer Charge für eines der VdH-Systeme seinerzeit ohne Dämpfergummis ausgeliefert wurde.

Damals wurde genau diese Charge im übrigen von einer der HiFi-Zeitschriften lobend besprochen die "Tester" bemerkten dabei nicht daß die fraglichen Abtasterexemplare die damit gespielten Platten zerstörten. Wohl aber die Kunden die das System erworben hatten. So bekamen die scharfen Schliffe einen Ruf als Plattenschädigend der heute noch in etlichen Köpfen nachhallt.

Ganz allgemein gibt es die sehr scharfen Schliffe zumindestens zur Zeit gar nicht mehr, sowohl Micro-fine-line wie die beiden sehr scgharfen Gyger-I/-II-Schliffe wie auch der größte Teil der Triangel-Schliffe sind z.Z. nicht erhältlich.

Nur noch ein Teil der "mittelscharfen" Schliffe und die stumpfen ellipsen sowie Rundnadeln gibt es noch zuhaufe.

MFG Günther
thebosswas
Stammgast
#17 erstellt: 05. Apr 2016, 17:39
@ Kamikaze7777 :

Danke
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