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Suche MM Tonabnehmer bis 400€

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Autor
Beitrag
OliverL87
Stammgast
#1 erstellt: 23. Apr 2016, 08:45
Hallo liebes Froum,

ich würde mir gerne einen neuen MM Tonabnehmer zulegen.
Meine Phono-Kette besteht aus folgenden Komponenten:
- Technics SL-Q3
- Denon PMA 2020AE
- Canton Vento 890 DC

Daheim habe ich schon diese Tonabnehmer:
- Technics EPS 207C, einmal mit orginaler NOS Nadel und Jico SAS Nadel
- Audio Technica AT 33 PTG/II

Vorwiegend höre ich House Schallplatten, wie z.B. Robin Schulz, Alle Farben, Fritz Kalkbrenner...

Ich habe schon folgende TA ins Auge gefasst: Audio Technica AT 150 MLX oder das Ortofon OM 40 Super.


Was habt ihr für Vorschläge?
akem
Inventar
#2 erstellt: 24. Apr 2016, 10:14
Schwierige Preisklasse - für die echten Top-MMs ist es zu wenig.
Top-MMs wären das Ortofon 2M Black (nicht zu vergleichen mit den anderen Ortofon Top-MMs VM Silver / OM40) oder das Reson Reca. Das Nagaoka MP500 ist ja nochmal deutlich teurer.
Ansonsten sind 300€ so ne Art Schallmauer. Da dürfte das AT150mlx so ziemlich der best buy sein. Allerdings solltest Du darauf achten, bei der Kapazität unter 200pF zu bleiben sonst kippt der Klang ins "Giftige". Und der Schliff erfordert peinliche Justage.

Gruß
Andreas
Jazzy
Inventar
#3 erstellt: 24. Apr 2016, 13:33
Das AT33PTG/II ist doch sehr gut.Wie soll man das mit nem günstigeren MM toppen?
raphael.t
Inventar
#4 erstellt: 24. Apr 2016, 14:06
Der Meinung bin ich auch

Grüße Raphael
OliverL87
Stammgast
#5 erstellt: 24. Apr 2016, 14:32
Danke für die Antworten

Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt mir vllt das Ortofon 2m Black zu holen oder doch vllt dann ein höherwertiges MC.
Was ich mich auch schon gefragt habe, wie groß wird wohl der Unterschied zwischen dem AT33PTG/II und dem AT33Sa ausfallen?
Lohnt sich da der 250€ Aufpreis?
Oder lieber sparen und vllt eher in Richtung 1000+ € für einen TA.
akem
Inventar
#6 erstellt: 24. Apr 2016, 14:50
Vielleicht solltest Du mal sagen, was Du an den vorhandenen Tonabnehmern vermißt. Ich denke nämlich, daß das AT33PTG am MC-Eingang Deines Denons nicht optimal läuft. Der Denon hat 100 Ohm Eingangswiderstand und das AT33PTG läuft besser, wenn es hochohmiger abgeschlossen wird (500-1000 Ohm).

Gruß
Andreas
Papa_San
Stammgast
#7 erstellt: 24. Apr 2016, 15:27
Garrottbrothers P77i

Ob Du mit 400,-€ auskommst hängt vom Wechselkurs ab. Ich habe letztes Jahr knapp 380,- inkl. Zoll und Mehrwertsteuer bezahlt. Der Lieferant ist sehr zuverlässig,allerdings musst Du mit ungefähr 4 Wochen Versand und Zollabfertigung rechnen.

Das System klingt so wie im Werbetext beschreiben,also ähnlich dynamisch und hochauflösend wie dein AT33 aber ohne die typische Schärfe von MC-Systemen.
Ist ein bisschen Risiko,weil in D kaum bekannt und hier auch von der Hifi-Presse kaum wahrgenommen. International hat Garrott aber einen Ruf wie Donnerhall. Lies mal in den engl. Foren.

Gruß
Siggi
OliverL87
Stammgast
#8 erstellt: 24. Apr 2016, 18:13
Das P77i würde jetzt ungefähr knapp über 500€ kosten.

Ich lege beim Musik hören auf Detailreichtum.

Ich hatte auch schon an einen Phono-Vorverstärker gedacht, aber war mir da ziemlich unsicher und weiß leider nicht, wie viel diese bringt und was?
Die Pro-Ject Tube Box DS gefällt mir, da diese vielseitig einstellbar ist oder gibt es da bessere?

Gruß Olli


[Beitrag von OliverL87 am 24. Apr 2016, 18:13 bearbeitet]
ad-mh
Stammgast
#9 erstellt: 24. Apr 2016, 19:45

akem (Beitrag #6) schrieb:
Vielleicht solltest Du mal sagen, was Du an den vorhandenen Tonabnehmern vermißt. Ich denke nämlich, daß das AT33PTG am MC-Eingang Deines Denons nicht optimal läuft. Der Denon hat 100 Ohm Eingangswiderstand und das AT33PTG läuft besser, wenn es hochohmiger abgeschlossen wird (500-1000 Ohm).

Gruß
Andreas


Ich würde den Tipp mal beherzigen. Mein DL 103 war ebenfalls an 100 Ohm MC angeschlossen und verlangt ebenfalls 500-1000 Ohm. Der Unterschied war groß, sehr groß.
Da würde ich mal einen passenden VV ausleihen und testen.
Irgendein VV bringt da nichts. 1k Ohm sind nicht bei vielen einstellbar. Ob die Project DS etwas taugt, kann ich nicht sagen.


[Beitrag von ad-mh am 24. Apr 2016, 19:49 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#10 erstellt: 24. Apr 2016, 20:48
Nabend !

Um die Eingangsimpedanz zu erhöhen lötet man entsprechende Vorwiderstände in großräumige Adapter. Dazu braucht man keinen anderen Preamp.

Auch ein SL-Q3 hat abtasttechnisch seine Grenzen. Da drohen Fehlinvestitionen.

Stand heute braucht niemand im Großraum Berlin mehr als 500 Euro für ein 2M Black auszugeben. Die Onlinepreise sind Pillepalle.

MfG,
Erik
vanye
Inventar
#11 erstellt: 24. Apr 2016, 21:21
Ich weiß, dass das 2M Black hier im Forum sehr beliebt ist, habe aber selbst keine guten Erinnerungen daran. Hatte es mehr als,2 Jahre an einem Rega RB 300 und empfand es immer als sehr höhenlastig. Bässe waren etwas überbetont, die Mitten eher schwach. Nur um mal eine gegenläufige Meinung zu präsentieren.
akem
Inventar
#12 erstellt: 25. Apr 2016, 06:09

Wuhduh (Beitrag #10) schrieb:

Um die Eingangsimpedanz zu erhöhen lötet man entsprechende Vorwiderstände in großräumige Adapter.

Um von 100 Ohm auf 1kOhm zu kommen bräuchtest Du 900 Ohm Vorwiderstand. Das Ergebnis wäre ein Spannungsteiler 9:1 mit dem Ergebnis daß nur noch 10% der Ausgangsspannung des TA in der Phonostufe ankommt...

Gruß
Andreas
Marsilio
Inventar
#13 erstellt: 25. Apr 2016, 08:12

vanye (Beitrag #11) schrieb:
Ich weiß, dass das 2M Black hier im Forum sehr beliebt ist, habe aber selbst keine guten Erinnerungen daran. Hatte es mehr als,2 Jahre an einem Rega RB 300 und empfand es immer als sehr höhenlastig. Bässe waren etwas überbetont, die Mitten eher schwach. Nur um mal eine gegenläufige Meinung zu präsentieren. :)


Durch was hast Du das 2M Black denn ersetzt?

LG
Manuel
Papa_San
Stammgast
#14 erstellt: 25. Apr 2016, 11:04

OliverL87 (Beitrag #8) schrieb:
Das P77i würde jetzt ungefähr knapp über 500€ kosten.

Ich lege beim Musik hören auf Detailreichtum.


Es gibt noch einen Anbieter in AUS,der das System für 100,-$ weniger anbietet. Auch da kann man bei Export die 10% australische MWST einsparen. Selber habe ich dort nicht bestellt aber jemand im AAA-Forum und der war zufrieden mit dem Ablauf.
Durch den feinen Nadelschliff und ebenso feinen Aluträger bietet das P77i Detailreichtum,ohne auf Dauer anstrengend zu werden.
Zum externen VV: Ich hatte den Vorgänger PMA2000AE und da gefiel mir der Phonoeingang sehr gut. Sehr rauscharm auf jeden Fall. Um da was besseres zu kriegen......schliesse mich der Empfehlung von @Wuhduh an.
Empfehlenswert wären auch noch die alten Goldring aus der 1000er Serie. Das GX1042 ist ein feines System und würde in Dein Beuteschema passen aber ich kenne die Eingangskapazität des Denon nicht. Bei falscher Kapazität klingen die Goldrings müde.
Ansonsten bleibt nicht viel in dem Preisrahmen. Das Ortofon 2M Black wäre mir zu teuer. Ist gut aber nicht viel besser als die 250,-€-Klasse. Die OM-Systeme wiederum fühlen sich wohler an leichten Armen. Das 40Super klingt auch sehr hell,genauso das AT150ML. Hängt natürlich auch immer von der Kette,besonders von den Boxen ab und ist letztendlich Geschmacksache.

Gruß
Siggi


[Beitrag von Papa_San am 25. Apr 2016, 11:05 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#15 erstellt: 25. Apr 2016, 14:25

akem (Beitrag #12) schrieb:

Wuhduh (Beitrag #10) schrieb:

Um die Eingangsimpedanz zu erhöhen lötet man entsprechende Vorwiderstände in großräumige Adapter.

Um von 100 Ohm auf 1kOhm zu kommen bräuchtest Du 900 Ohm Vorwiderstand. Das Ergebnis wäre ein Spannungsteiler 9:1 mit dem Ergebnis daß nur noch 10% der Ausgangsspannung des TA in der Phonostufe ankommt...

Gruß
Andreas


Dann halt noch 2 Übertrager mind. 1:10 , oder ?
ad-mh
Stammgast
#16 erstellt: 25. Apr 2016, 14:54
Ich möchte mich da mal einklinken.
Albus hat freundlicherweise für meinen Mission am MC Eingang 100 Ohm angegeben.

http://www.hifi-foru...m_id=26&thread=21327

Im Fundus ist ein DL 103. Kann ich mittels Y-Adapter und angestecktem 470 Ohm Widerstand experimentieren?

a) Wenn ich den Widerstand direkt in den Cinch Stelcker einlöte, dann verbinde ich Innenleiter und Geflecht mittels Widerstand.
b) Bei einem Y-Adapter setze ich den Widerstand in einen Stecker. Dort verbindet der Widerstand Innenleiter und Anschlussklemme für die Abschirmung.

Die Widerstandswerte werden addiert. 100 Ohm Verstärker + 470 Ohm Kabel (incl. Widerstand) = 570 Ohm.
Verstehe ich das so alles richtig?
Jazzy
Inventar
#17 erstellt: 25. Apr 2016, 15:38
Nein!Die Kehrwerte der Widerstände werden addiert,das Ergebnis abermals als Kehrwert berechnet.Wenn du 100Ohm Eingangs-R hast,geht nur verkleinern.
vanye
Inventar
#18 erstellt: 25. Apr 2016, 15:42

Marsilio (Beitrag #13) schrieb:

vanye (Beitrag #11) schrieb:
Ich weiß, dass das 2M Black hier im Forum sehr beliebt ist, habe aber selbst keine guten Erinnerungen daran. Hatte es mehr als,2 Jahre an einem Rega RB 300 und empfand es immer als sehr höhenlastig. Bässe waren etwas überbetont, die Mitten eher schwach. Nur um mal eine gegenläufige Meinung zu präsentieren. :)


Durch was hast Du das 2M Black denn ersetzt?

LG
Manuel

Ein Nagaoka MP150. Kostet zwar nur die Hälfte, aber mir gefällt es besser.
ad-mh
Stammgast
#19 erstellt: 25. Apr 2016, 19:05

Jazzy (Beitrag #17) schrieb:
Nein!Die Kehrwerte der Widerstände werden addiert,das Ergebnis abermals als Kehrwert berechnet.Wenn du 100Ohm Eingangs-R hast,geht nur verkleinern.


Es wäre zu einfach gewesen. Im Netz findet man leider viel Unsinn.
Danke für die eindeutige Antwort.
Das Selbststudium im Hobbybereich geht weiter...
Dan_Seweri
Inventar
#20 erstellt: 25. Apr 2016, 19:36

OliverL87 (Beitrag #1) schrieb:
Daheim habe ich schon diese Tonabnehmer:
- Technics EPS 207C, einmal mit orginaler NOS Nadel und Jico SAS Nadel
- Audio Technica AT 33 PTG/II

Warum willst Du von diesen beiden Tonabnehmer weggehen? Wo siehst Du Steigerungspotenzial?
OliverL87
Stammgast
#21 erstellt: 25. Apr 2016, 20:05
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten

Das Denon DL-103 oder 103R hatte ich mir auch schon mal näher angeschaut, aber leider passte es nicht so recht an den Verstärker.

Wie würdet ihr das Ortofon 2M Black beschreiben?

Das Goldring G1042 klingt echt nicht schlecht

Die Canton Lautsprecher sind schon Hellabgestimmt, da könnte vllt ein heller TA dann zu schrill klingen oder?

Die Nagaoka TAs sagen mir jetzt nicht so zu.


Wenn ich das alles so lese, kommt mir das Gefühl, dass ich vllt erstmal lieber einen ordentlichen Phono-Verstärker oder einen Übertrager holen sollte.


@Dan_Seweri
Ich finde die Beiden TAs schon sehr gut, vorallem der deutliche Unterschied beim EPS mit der NOS und JICO SAS Nadel.

Ich frage mich aber immer, ob es noch besser geht?


[Beitrag von OliverL87 am 25. Apr 2016, 20:08 bearbeitet]
Dan_Seweri
Inventar
#22 erstellt: 25. Apr 2016, 20:46
@Oliver87: Ich persönlich betreibe unter anderem 3 verschiedene Tonabnehmersysteme mit SAS-Nadel: Elac ESG, Shure M97xE und Technics P33. An allen drei Systemen überzeugen mich die SAS-Nadeln. Ob es noch besser geht? Vielleicht. Aber zu welchem Preis? Der SAS-Schliff (Micro-Ridge) ist top. Was soll eine Nadel mit Shibata-Schliff (2M Black) noch besser können?
Papa_San
Stammgast
#23 erstellt: 26. Apr 2016, 06:39
Moin
eine "Verbesserung" bei dem von Dir angestrebten Preisrahmen sehe ich nicht. Vielleicht im Bereich der MC-Systeme aber in den letzten Jahren haben alle Hersteller derart an der Preisschraube gedreht.....wird schwierig. Letztendlich musst Du das selber ausprobieren. Du weisst am besten,was Dir gefällt.

Grados vielleicht? Kenne sie nicht aber die sollen eher warm klingen. Sind MIs und machen keine Probleme mit zu hohen Eingangskapazitäten.

Die Phonostufe des Denon ist wirklich gut. Denk dran,dass man mit einer Externen Vorstufe auch gleich paar Kabel mehr unterbringen muss. Mich stört der Kabelsalat.

Gruß
Siggi
OliverL87
Stammgast
#24 erstellt: 26. Apr 2016, 19:46
Guten Abend liebe Forumsmitglieder,

in welchem Preisrahmen würden wir uns bewegen, um eine Verbesserung zu erfahren? 1000€ + ?

Mich interessieren auch die Schliffe. Deswegen auch das Audio Technica AT 150 MLX, welches denn gleichen Schliff hat, wie das AT 33 PTG/II.
Genauso würde mich mal der Fritz Gyger oder Shibata Schliff interessieren.
Gibt es eine Seite wo alle Nadelschliffe zusammengefasst sind?

Mit einem Phono PreAmp hätte ich keine Probleme, Platz dafür und die Kabel hätte ich.
Jedoch kenne ich mich mit denen nicht sonderlich aus.
kamikaze7777
Stammgast
#25 erstellt: 26. Apr 2016, 20:47
Alle Schliffe zwar nicht, aber die meisten.
Hier kann man etwas über diverse Schliffe erfahren:
http://www.vinylengine.com/turntable_forum/viewtopic.php?t=22894

Hier steht ein bisschen was über Gyger/VdH Schliff:
http://www.analog-fo...ul-gyger/#post569461
raindancer
Inventar
#26 erstellt: 26. Apr 2016, 20:51

OliverL87 (Beitrag #24) schrieb:
in welchem Preisrahmen würden wir uns bewegen, um eine Verbesserung zu erfahren? 1000€ + ?

Tja, annähernd schon. Kandidaten:

Ortofon MC 20 Super Retro ca 700,-
Ortofon MC30 II Super ca. 800,-
Audio Technica ART7 oder ART9 ca. 1100,-

Die Unterschiede zu einem OM40 sind dann aber schon SEHR deutlich.

aloa raindancer
Dan_Seweri
Inventar
#27 erstellt: 27. Apr 2016, 07:46

OliverL87 (Beitrag #24) schrieb:
Mich interessieren auch die Schliffe. Deswegen auch das Audio Technica AT 150 MLX, welches denn gleichen Schliff hat, wie das AT 33 PTG/II

Dass die Jico SAS denselben Schliff wie diese beiden Nadeln hat, ist Dir sicherlich bekannt, oder? Insofern solltest Du von einem Systemwechsel lieber keine nennenswerten Verbesserungen erwarten.


raindancer (Beitrag #26) schrieb:
Ortofon MC 20 Super Retro ca 700,-
Ortofon MC30 II Super ca. 800,-
Audio Technica ART7 oder ART9 ca. 1100,-
Die Unterschiede zu einem OM40 sind dann aber schon SEHR deutlich.

Das OM 40 klingt tendenziell etwas heller als manch andere Tonabnehmersysteme. Es stellt sich die Frage, ob der von Dir angeführte Unterschied nicht eher tonaler Natur ist. Der Fritz Gyger Schliff der OM40 Nadel ist sehr scharf. Die qualitativen Verbesserungspotenziale in Bezug auf Detailauflösung, Abtastfähigkeit und Verzerrungsarmut schätze ich "oberhalb" der OM40 Nadel nicht mehr sonderlich groß ein.


[Beitrag von Dan_Seweri am 27. Apr 2016, 07:51 bearbeitet]
Marsilio
Inventar
#28 erstellt: 27. Apr 2016, 08:04
Als OM40-Besitzer und Besitzer eines TA mit SAS-Nadel sage ich jetzt mal: Die Abtastfähigkeiten der Gyger-Nadel ist zweifellos gut, jene SAS-Nadel finde ich aber noch eine Kleinigkeit besser. Mit dem Microridge-Schliff ist man sehr weit oben angekommen.

Unterschiede gibt's meines Erachtens aber noch bei den Generatoren. Meine SAS-Nadel hatte ich zunächst an einem Shure V15V MR-Generator. Später wechselte ich die Nadel auf ein Shure Ultra 500-Generator (der Einschub ist kompatibel), de facto also gleiche Nadel auf gesupertem Generator. Da höre ich jetzt wirklich einen Unterschied. Das Ultra gibt eine breitere Bühne als das V15V wieder und das Klangbild empfinde ich als noch stimmiger als beim V15V.

Im Direktvergleich Ultra500/SAS vs. OM40/Gyger hört man gut heraus, dass Ersteres noch eine Liga höher ist, vor allem auch wenn es um die Abgrenzung im Stereobild links-rechts geht. Da ist das Ultra einfach präziser. Das allerdings dürfte meines Erachtens nicht unbedingt an der Nadel sondern eher am Generator liegen.

LG
Manuel
Rascas
Stammgast
#29 erstellt: 27. Apr 2016, 10:34
Ich beschäftige mich gerade mit einer ähnlichen Problematik: Tonabnehmer für meinen TD 320 (TP 16 Mk.IV).

Ich habe das Gerät damals neu gekauft (muss ja dann 1986-89 gewesen sein) und kann mich an einen AKG-Tonabnehmer erinnern. Mit diesem war ich sehr zufrieden. Habe heute noch damals schon digital gemachte Aufnahmen in der Playlist, die ich als gut empfinde.

Irgendwann war dann die Nadel platt. Muss so um 2000 gewesen sein. Das Thema Plattenspieler war da nicht gerade auf dem Höhepunkt und ich wollte mir einfach die gleiche Nadel wieder reinsetzen um das Teil am laufen zu halten. Überraschung: gab es nicht mehr!

Also habe ich mir preiswerten aber passenden Ersatz empfehlen lassen. Irgendwie ist es zu einem Goldring G 1009 gekommen, was heute noch drauf ist.

Funktioniert, aber der Funke ist nie so recht übergesprungen. War aber auch fast egal. Jetzt ist nicht mehr egal und etwas ansprechenderes muss her.

Im Prinzip bin ich jetzt bei der einfachsten Variante gelandet: da das Gehäuse bei den Goldring G 1xxx immer gleich ist kann man einfach einen höherwertigeren Nadeleinschub kaufen und hat ein einfaches upgrade, was sich auch im Preis nieder schlägt.

Weiterer Vorteil: das System muss nicht neu verbaut werden. Höchstens kontrolliert, ob es noch richtig sitzt.

Also kommen jetzt die Ersatznadel Goldring D42 oder alternativ die Transrotor-Nadel UC-R (baugleich mit Goldring D42 reference, welche ich von Goldring selbst im Augenblick am Markt nicht sehe?!) in Frage.

Preise habe ich dafür von 250 - 350 Euro gesehen...

Macht das Sinn oder ist der grundsätzliche Charakter (zum G 1009) so gleich, dass ich lieber was ganz anderes Suche? Allgemein hört man über das Goldring G 1042 nichts schlechtes...
akem
Inventar
#30 erstellt: 27. Apr 2016, 10:39
Ich hatte mal das 1022 und das 1042. Beide klingen nicht schlecht aber doch etwas hell.
Das Reon Reca basiert auch auf den Goldring 1xxx, jedoch paßt die Nadel leider nicht: die haben nämlich am Nadeleinschub eine Nase, deren Form eine Art mechanische Codierung darstellt. Von daher wäre ich auch vorsichtig mit der Transrotor-Nadel. Letzterer traue ich zwar auch einen satteren Sound zu als den Goldringen, jedoch ist nicht unbedingt gesagt, daß sie das auch mit dem Original-Goldring-Generator tut und daß die Nadel da auch paßt. Da würde ich vielleicht in Erwägung ziehen, doch das ganze Transrotor-System zu kaufen. So groß sind die Preisunterschiede zwischen Ersatznadel und Komplettsystem meistens nicht.

Gruß
Andreas
Rascas
Stammgast
#31 erstellt: 27. Apr 2016, 11:06
Bei mehreren Händlern steht die Aussage, dass das Transrotor System baugleich mit Goldring ist und der Einschub passt. Falls das wieder erwarten nicht passen sollte würde ich das allein aufgrund dieser Aussage zurück schicken... Das wäre dann aber eine kollektive Fehlinformation...
Rascas
Stammgast
#32 erstellt: 27. Apr 2016, 14:58
Habe mir jetzt das Goldring G 1042 Reference bzw. Transrotor Ucello Reference als Ersatznadel für mein Goldring G 1xxx System bestellt.

Habe extra noch mal nachgefragt, ob das passt und es wurde mir schriftlich bestätigt.

System am Plattenspieler habe ich schon mal geprüft. Sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Damit dürfte der Wechsel eine Sache von Sekunden werden.

Bin mal gespannt, ob es sich wirklich lohnt. Ist zumindest mal eine neue Nadel und qualitativ sollte das 3 Klassen besser sein (gegenüber der alten 1009 Nadel).
raindancer
Inventar
#33 erstellt: 27. Apr 2016, 17:02

Dan_Seweri (Beitrag #27) schrieb:
Das OM 40 klingt tendenziell etwas heller als manch andere Tonabnehmersysteme. Es stellt sich die Frage, ob der von Dir angeführte Unterschied nicht eher tonaler Natur ist. Der Fritz Gyger Schliff der OM40 Nadel ist sehr scharf. Die qualitativen Verbesserungspotenziale in Bezug auf Detailauflösung, Abtastfähigkeit und Verzerrungsarmut schätze ich "oberhalb" der OM40 Nadel nicht mehr sonderlich groß ein.

Du schätzt, ich höre.
Letztes Jahr war ein Forenkollege hier, den ähnliche Fragen wie den TE umtrieben, es wurde dann bei ihm ein Ortofon MC30 wie oben empfohlen.

aloa raindancer
Dan_Seweri
Inventar
#34 erstellt: 27. Apr 2016, 19:32
@raindancer: Ich "schätze" nicht, ich. "schätze ein". Zwischen diese beiden Begriffen besteht ein Unterschied. "Ich schätze ein" heißt "ich beurteile".

Mich würde Deine Beurteilung interessieren, was das Ortofon MC30 Deines Erachtens besser kann als das OM40 und wie groß die Unterschiede nach Deinem Empfinden sind.
OliverL87
Stammgast
#35 erstellt: 27. Apr 2016, 19:43
Guten Abend liebes Forum,

vielen dank für eure Antworten.

Nun stehe ich vor der Wahl der Qual.
Entweder ein MM-Tonabnehmer ala Goldring G1042 oder lieber auf ein MC-TA sparen?!

Die Ortofon MC 20 bzw. MC 30 gibt es nicht mehr.
Bei Ortofon auf der Homepage könnte man sich das Kontrapunkt h Refurbished für 710€ bekommen, was meint ihr dazu?
Oder etwas mehr sparen und das Ortofon Cadenza Bronze für 1290€?

LG Olli
Dan_Seweri
Inventar
#36 erstellt: 27. Apr 2016, 19:48
Olli, offensichtlich verfügst Du über reichliche finanzielle Mittel und willst mit aller Macht das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens am eigenem Leibe überprüfen.
raindancer
Inventar
#37 erstellt: 27. Apr 2016, 20:17
@ dan: Wie kannst du denn beurteilen, was du nicht kennst?

Im Vergleich om40 (genauer bei mir VM silver) zu MC30 sind Präzision und Klangfarben die großen Diffenrenzen, tonal ist da nur der im MC30 erweiterte Tiefbass, der in meiner Musik recht selten vorkommt.

@TE: Goldring 1042: Lass es. Hatte mal die Transrotor Ucello Reference Ausführung und war nicht begeistert, relativ betrachtet zum Preis.

aloa raindancer
Dan_Seweri
Inventar
#38 erstellt: 27. Apr 2016, 20:46

raindancer (Beitrag #37) schrieb:
@ dan: Wie kannst du denn beurteilen, was du nicht kennst?

Netter Versuch. 1985 wärst Du damit durchgekommen. Mit vernünftigen digitalen Musikquellen kann heute jedermann erleben, was ein sehr guter Klang ist. Also kann auch jedermann einen Tonabnehmer anhand einer solcher Musikquellen qualitativ einstufen.


raindancer (Beitrag #37) schrieb:
Im Vergleich om40 (genauer bei mir VM silver) zu MC30 sind Präzision und Klangfarben die großen Diffenrenzen, tonal ist da nur der im MC30 erweiterte Tiefbass
Äh, ich bin verwirrt. Was ist der Unterschied zwischen "Klangfarben" und "Tonalität"? Für mich sind dies im Hifi-Bereich Synonyme.
Hörbert
Moderator
#39 erstellt: 27. Apr 2016, 20:53
Hallo!

Das ist dochj ganz einfach:

Tonalität beschreibt das Gefüge der Töne bei diatonischer Musik.

Klangfarben beschreiben z.B. Mikkrotonale Schwebungen die sich aus den Differenztönen (Reibungen) ergeben, sogenannte "Klangfarbenmelodien waren z.B. in den 60ger Jahre ein Austrucksmittel der neuen Musik (z.B. Györge Ligetis "Atmospheres" ist ein Lehrstück solcher Musik und dürfte problemlos über YouTube anhörbar sein.

MFG Günther
raindancer
Inventar
#40 erstellt: 27. Apr 2016, 20:59
@dan: Ich bin nicht minder verwirrt. Einen Tonabnehmer mit digitaler Quelle beurteilen ???

Aber um hier niemanden zu langweilen bitte ich dich meine posts zu ignorieren, ich werds umgekehrt auch so halten.

aloa raindancer
Dan_Seweri
Inventar
#41 erstellt: 28. Apr 2016, 06:27

raindancer (Beitrag #40) schrieb:
@dan: Ich bin nicht minder verwirrt. Einen Tonabnehmer mit digitaler Quelle beurteilen ???

Ja, nee, is klar.

Detailauflösung, Dynamik, Kanaltrennung, Signal-to-Noise-Ratio, Verzerrungsarmut, Verfärbungsfreiheit, Gleichlaufverhalten sind bei CDs völlig indiskutabel. Deshalb sollte ein Vergleich mit einer CD bei der Beurteilung von analogen Abspielgeräten keinesfalls und unter keinem Umständen in Erwägung gezogen werden!

<Ironie aus>


[Beitrag von Dan_Seweri am 28. Apr 2016, 06:29 bearbeitet]
Jazzy
Inventar
#42 erstellt: 28. Apr 2016, 14:33
Ich kann Dan nur beipflichten.Ich habe von STEREO das Hörvergleichsset mit Hochbitfiles,SACD und DMM-LP.Da kann man sehr gut vergleichen.Das ist dann schon fast objektiv
Hörbert
Moderator
#43 erstellt: 28. Apr 2016, 14:49
Hallo!

@Dan_Seweri

Nun ja, wenn es dir auf eine möglichst lineare Abtastung der Schallplatten ankommt kannst du sicherlich mit einer CD (vorausgesetzt du hast wirklich die gleiche, -unbearbeitete-, Aufnahme auf beiden Formaten und die Schallplatte ist nicht allzusehr abgeschrubbt) einen Tonabnehmer raussuchen der ein optimal lineares Ergebniss liefert.

Was aber wenn du das gar nicht willst?

Heutzutage gilt doch bei analoger Abtastung eher "Hauptsache anders" und "zum baumeln für die Seele", wieso sollten da allzuviele User auf eine möglichst verzerrungsfreie und lineare Abtastung überhaupt noch wert legen?

...und schließlich ist doch erlaubt was gefällt...

MFG Günther
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