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Sumiko Oyster MM Tonabnehmer

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axel001
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Jun 2006, 21:49
Hallo,
ich habe schon einige Zeit damit geliebäugelt ein Sumiko System auszuprobieren. Die original Preise waren mir aber immer zu hoch. Nachdem das Oyster nun schon für ca. die Hälfte des ehemaligen Originalpreises zu bekommen ist (Auktionshaus) und nachdem ich soviel negatives hier im Forum über das Sumiko Oyster gelesen habe, wollte ich mir selbst ein Bild über das System machen.
Der erste Eindruck war positiv. Die Verarbeitungsqualität ist erstklassig. Die Anschlüsse (im Gegensatz zum AT 95) farbig gekennzeichnet und nichtmagnetische Schrauben mit Kunststoffunterlegscheiben beigefügt.
Die Montage an meinen TP70 Tonarm des Thorens 115 Mk2 und Einstellung mittels Schönschablone war einfach. Von der Compliance (12-13)ist es mit dem leichtgewichtigen Tonarm (7,5g eff. Masse) nicht optimal, sollte aber von der Resonanzfrequenz noch gut funktionieren.
Das Auflagegewicht habe ich auf 1,5 g (unteres Ende der angegebenen Auflagekraft bzw. Masse) eingestellt.
Nun folgte der erste Hörtest und der war ernüchternd. Alle hier im Forum beschriebenen negativen Eigenschaften des Systems waren zu hören. Das System hatte relativ heftige Verzerrungen. Der Bass war unsauber und von Auflösungsvermögen konnte keine Rede sein. Ich experimentierte mit der Auflagekraft und konnte ein Optimum bei 1,8g feststellen. Der Klang war allerdings immer noch miserabel. Ich schob es auf das nicht eingespielte System und quälte mich ca. 20 Stunden mit diesem Klang rum. Es wurde etwas besser.Dann allerdings kam der entscheidende Punkt. Ich verstellte den VTA das heisst den Winkel zwischen Platte und Tonabnehmersystem und zwar so, daß der Tonarm vom Lagerungspunkt zur Platte etwas steigend ist (durch unterlegen von DJ-Slipmates und Distanzstücken am Tonabnehmerkopf). Auf einmal verzerrt hier nichts mehr, der Bass spielt sauber und das System hat ein wirklich gutes Auflösungsvermögen.
Eine solch starke Auswirkung auf die Änderung des VTA habe ich bisher bei keinem anderen System erlebt.
Hat jemand mit diesem System ähnliche Erfahrungen gemacht ?
oder ist das System bei den meisten schon im Müll gelandet
Gruß
Axel
HiFi_Addicted
Inventar
#2 erstellt: 20. Jun 2006, 05:23
Bei mir ist es schon entsorgt. VTA Azimuth und Nulldurchgänge hab ich damals bis zum exzess eingestellt. Sogar ein übles Grado Prestige Black ging besser. (Auch schon entsorgt).

Jedes OM 20 ist um welten besser.

MfG Christoph
Breakshot
Stammgast
#3 erstellt: 21. Jun 2006, 03:48
Also ich habe es seit gestern unter meinem SANSUI SR222 MKV (allerdings aus der Not heraus, da mein Ortofon MC 1 Turbo den rechten Kanal verloren hat) und warte derzeit ab.

Das System will wohl eingespielt werden, da es mit jeder LP besser klingt. Ich meine was erwartet man beim Kauf eines solchen Systems ?? - Das es nicht klingt wie ein DENON 103R sollte jedem klar sein, wobei selbst da muß man sagen, es gibt mit Sicherheit Plattenspieler / Tonarmkombis, an denen selbst das 103R zum "in die Tonne kloppen" spielen würde.

Du sagst selbst das der Tonarm "eigentlich zu leicht" ist, ich habe einen mittelschweren bis schweren an dem SANSUI und denke das da das Oyster passen sollte um das heraus zu holen, was in diesem "guten Einsteigersystem" drinne ist.

Ich denke mal die Zeitschrift LP weiß schon was sie schreibt und wie sie testet und DA ist das System im Verhältnis gut weggekommen, wie gesagt, alles eine Frage was man erwartet.


[Beitrag von Breakshot am 21. Jun 2006, 03:49 bearbeitet]
axel001
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 21. Jun 2006, 20:23
Hallo,
hast du bei deinem Sansui Tonarm mal versucht die Tonarmhöhe durch auflegen von Filzmatten auf den Plattenteller ( oder irgendwie anders ) zu verstellen ? Wenn ja, wie hat sich das klanglich mit dem Sumiko Oyster ausgewirkt ?
Gruß
Axel
Breakshot
Stammgast
#5 erstellt: 21. Jun 2006, 21:19
Warum sollte ich das machen wenn ich doch relativ zufrieden mit dem aktuellen Klang bin ?

Es wird mit jeder LP etwas besser, von daher lasse ich das sicher erstmal so.
2wheel
Stammgast
#6 erstellt: 22. Jun 2006, 00:55
Die klangliche Beschreibeung ist zumindest prinzipiell recht typisch für das angegebene Compliance/Masse Verhältnis. Allerdings macht es mich etwas stutzig, dass die Symptome so stark ausgeprägt waren und anscheinend alleine durch das Verstellen des VTA drastisch verbessert wurden. Wundersame Analogwelt...
kelux
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 22. Jun 2006, 09:21
ich hatte das sumiko oyster in einem der ersten pro-jects von vor 10 jahren - es lief für den preis sensationell, kaum verzerrungen auch im innenteil der platte, und der klang war auch zufriedenstellend homogen. allerdings ist mir bei einem umzug dann die tonarmaufhängung gebrochen, nach der reparatur wars dann ein trauriges gezerre und gezischel. auf meine proteste hin wurde immer dem oyster die schuld gegeben, dass das einfach nichts tauge - mein schluss daraus: es kann super laufen, ist aber sehr sensibel gegenüber kleinsten fehleinstellungen.

grüsse max
2wheel
Stammgast
#8 erstellt: 22. Jun 2006, 22:49
Sehr interessante Information, vielen Dank meinerseits!
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