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Verstärker für 78er-Plattenspieler

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avalon74
Stammgast
#1 erstellt: 19. Mai 2016, 15:59
Hallo,

habe seit Jahren einen Pro-Ject Plattenspieler Debut III Phono mit eingebautem Phonovorverstärker zur Plattendigitalisierung am PC. Höre hauptsächlich 78er Schellackplatten damit.
Jetzt soll er endlich vom Schreibtisch verschwinden. Möchte ihn nun im Raum betreiben wo ich meine Platten lagere. Ein Paar Lautsprecher habe ich noch und was fehlt jetzt noch? Ein Stereo-Verstärker?

MfG
8erberg
Inventar
#2 erstellt: 19. Mai 2016, 17:28
Hallo,

wenn es passive Boxen sind brauchst Du einen Verstärker.

Aktivboxen haben Verstärker eingebaut und können direkt an den Plattenspieler angeschlossen werden.

Peter
avalon74
Stammgast
#3 erstellt: 19. Mai 2016, 17:49
Es sind wohl passive LS. Von einer älteren Kenwood-Kompaktanlage. Modell LS-28, 2-Wege, 6 Ohm, max. input power 60 watt.

Würde ein Telefunken TA-350 passen? Was ist mit der Ohm-Angabe, kenne mich da nicht aus.

http://www.hifi-wiki.de/index.php/Telefunken_TA_350
RocknRollCowboy
Inventar
#4 erstellt: 19. Mai 2016, 17:54
Der Telefunken passt schon.
Schönes Gerät, gefällt mir.

Gruß
Georg
avalon74
Stammgast
#5 erstellt: 19. Mai 2016, 18:01
Finde ich auch. Dachte eben an ein älteres Gerät wegen den Schellackplatten und die Marke passt da auch prima.
Mache mir nur Sorgen wegen der Lebensdauer des Gerätes ...
8erberg
Inventar
#6 erstellt: 19. Mai 2016, 18:04
Hallo

jaaa, wirklich schönes Gerät, Du nimmst aber einen Hochpegel-Eingang (Aux) wenn Du den Phono-Vorverstärker im Plattenspieler nutzt.

Aus der Serie hat ich damals das Tape-Deck mit Highcom.
Die letzte Serie von Telefunken Made in Germany.
Seufz.

Peter
avalon74
Stammgast
#7 erstellt: 19. Mai 2016, 18:06
Nabend Peter,
danke für den Tipp! Werde ich so machen wenn es denn dieses Modell wird. Alternativen dürft Ihr mir gerne nennen.
RocknRollCowboy
Inventar
#8 erstellt: 19. Mai 2016, 18:17
Was soll das Telefunken denn kosten?

Eigentlich kannst du jeden Vollverstärker oder Receiver nehmen.
Dein Flaschenhals sind vermutlich die Lautsprecher.
Ich hab diese Kenwood noch nicht gehört, aber die Bilder, die ich ergoogelt habe, sehen nicht vielversprechend aus.

Gruß
Georg
avalon74
Stammgast
#9 erstellt: 19. Mai 2016, 18:27
Hmm, kenne das Modell auch nur von eBay, ca. 130 Euro ...

Naja, da ich nur Schellack abspielen will werden die LS wohl ausreichen?!
RocknRollCowboy
Inventar
#10 erstellt: 19. Mai 2016, 18:32

Naja, da ich nur Schellack abspielen will werden die LS wohl ausreichen?!

Stimmt, hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.
Für Schellack sehr wohl ausreichend.

Gruß
Georg
8erberg
Inventar
#11 erstellt: 19. Mai 2016, 18:46
Hallo,

ach ruckzuck schließt über n Adapterkabel Dein Handy an den Verstärker und hörst darüber Deine Playlist...

Peter
avalon74
Stammgast
#12 erstellt: 19. Mai 2016, 18:50
Oooch, die richtige Anlage mit Projektor, Leinwand und Denon/Rotel/Canton 5.1 steht im Raum nebenan.
Der Vorteil eines Eigenheimes


[Beitrag von avalon74 am 19. Mai 2016, 18:51 bearbeitet]
RocknRollCowboy
Inventar
#13 erstellt: 19. Mai 2016, 18:58
Bei Ebay beendete Angebote kannst Du sehen, wie der Telefunken Verstärker gehandelt wird.
Schwarz heißt: Nicht verkauft
Grün: Um diesen Preis verkauft

Gruß
Georg
avalon74
Stammgast
#14 erstellt: 19. Mai 2016, 19:04
Danke.

Hier eine eher lustige weil hektische Präsentation des Gerätes ...

https://www.youtube.com/watch?v=kE2c64Rf938
RocknRollCowboy
Inventar
#15 erstellt: 19. Mai 2016, 19:16
Für Schellack reicht aber auch ein 08/15 Wald und Wiesen Verstärker um 20€ gebraucht.
Außer es geht Dir um die Optik.

Gruß
Georg
avalon74
Stammgast
#16 erstellt: 19. Mai 2016, 20:16
So sieht's aus Habe hier noch ein China-Nachbau eines Finite Elemente SPIDER-Racks. Das werde ich wohl dafür nutzen.
ratfink73
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 20. Mai 2016, 13:19
Um Schellacks richtig hoeren zu koennen, brauchst du noch einen Entzerrer fuer die verschiedenen Kennlinien.
Dieter
avalon74
Stammgast
#18 erstellt: 20. Mai 2016, 13:30
Hallo,

wie sieht sowas aus? Hast Du ein passendes Modell "im Kopf"?
Passat
Moderator
#19 erstellt: 20. Mai 2016, 13:39
Für Schellacks muß man den im Project eingebauten Phonovorverstäker umgehen.
Dessen RIAA-Entzerrungskennlinie passt überhaupt nicht zu Schellacks.
Damit klingen Schellacks baßlastig und dumpf.

Man braucht einen speziellen Phonovorverstärker/Entzerrer für Schellacks.

Grüße
Roman
8erberg
Inventar
#20 erstellt: 20. Mai 2016, 17:08
Hallo,

beim Telefunken nicht mal nötig: einfach den Plattenspieler direkt an den Mikrofoneingang anschließen. Passt.

Peter
tomtiger
Moderator
#21 erstellt: 20. Mai 2016, 22:30
Hi,


8erberg (Beitrag #20) schrieb:
beim Telefunken nicht mal nötig: einfach den Plattenspieler direkt an den Mikrofoneingang anschließen. Passt.


zum Hören nicht, vor ca. 1945 wurden die Höhen meist nicht angetastet, der Tiefton je nach Label irgendwo zwischen 200 und 700 Hz. abgesenkt.

Mit RIAA klingt das wummerig, ohne Entzerrung anämisch.

LG Tom
-Thesis-
Neuling
#22 erstellt: 20. Mai 2016, 22:42

8erberg (Beitrag #6) schrieb:
Hallo

jaaa, wirklich schönes Gerät, Du nimmst aber einen Hochpegel-Eingang (Aux) wenn Du den Phono-Vorverstärker im Plattenspieler nutzt.

Aus der Serie hat ich damals das Tape-Deck mit Highcom.
Die letzte Serie von Telefunken Made in Germany.
Seufz.

Peter


Nach meiner Kenntnis wurden die damals schon in Tschechien hergestellt. Nur das RC 300 (sehr selten) wurde in Deutschland zusammengebaut.
Dennoch war die Qualität schon echt nicht schlecht. Gibts übrigens bei Ebay für wenig Geld hinterhergeschmissen.
avalon74
Stammgast
#23 erstellt: 21. Mai 2016, 07:48
Ein DYNAVOX TPR-2, wäre das passend? Evtl. passend zur Plattenspielermarke ein Pro-Ject Phono Box USB V?
Oder sind die nur für Vinyl ausgelegt?


[Beitrag von avalon74 am 21. Mai 2016, 07:53 bearbeitet]
8erberg
Inventar
#24 erstellt: 21. Mai 2016, 09:59
Hallo,

beim RC300 gibts inzwischen sowas wie eine Fangemeinde, die "kleineren " und älteren Geräte kriegt man wirklich zum Spottpreis, denn meist sind nur die Riemen ausgenudelt.

Peter
Passat
Moderator
#25 erstellt: 21. Mai 2016, 10:32
Die sind alle nur für Vinyl ausgelegt.

Es gibt einige Phonovorverstärker mit Schellackentzerrung, aber die sind allesamt leider sehr teuer (geht irgendwo bei 700,- € los).

Grüße
Roman
avalon74
Stammgast
#26 erstellt: 22. Mai 2016, 13:10
Aha, unschöne Beträge! Wenn ich einen alten DUAL 1229 nehme anstatt des modernen Pro-Jects, braucht man dann auch einen Entzerrer?
Passat
Moderator
#27 erstellt: 22. Mai 2016, 14:12
Für Schallacks braucht man immer einen passenden Entzerrer.
Das hat rein gar nichts mit dem Plattenspieler zu tun, sondern mit den Platten an sich.

Beim Schneiden der Platten wird das Signal verzerrt.
Bei Vinyl werden die Bässe abgesenkt und die Höhen angehoben.
Bei der Wiedergabe muß das piegelbildlich rückgängig gemacht werden.

Sinn der Sache ist folgender:
Die Bässe werden abgesenkt, damit die Rillenauslenkung in einem vertretbaren Rahmen bleibt.
Bei zu großer Rillenauslenkung hätte man sonst weniger Spielzeit pro Seite und außerdem kämen die meisten Tonabnehmer damit nicht zurecht.

Die Höhen werden angehoben, damit die Rillengeräusche bei der Wiedergabe nicht so stark sind.
Mit der Höhenabsenkung bei der Wiedergabe werden nämlich gleichzeitig auch die Rillengeräusche mit abgesenkt, da die meist hochfrequent sind.
Bei Vinyl hat man sich auf die sog. RIAA-Kurve geeinigt.
Bei Schellack gabs das noch nicht.
Da hat quasi jedes Label eine andere Entzerrungskurve gewählt, aber nie entsprechend der späteren RIAA-Kurve.
Deshalb haben Phonoentzerrer für Schellack auch meist mehrere umschaltbare Entzerrungskennlinien.

Grüße
Roman
8erberg
Inventar
#28 erstellt: 22. Mai 2016, 14:58
Hallo,

wobei das mit den Schellacks sonne Sache ist, die fehlende Entzerrung wenn man z.B. den Mikroeingang nimmt kann man auch durch Klangreglung anpassen.

Ist eh so oder so kein Hifi und kann es auch nicht sein.

Peter
Hörbert
Moderator
#29 erstellt: 22. Mai 2016, 16:08
Hallo!

Bezüglich der Schellackentzerrung dürfte diese Page erhellend sein:

http://grammophon-platten.de/page.php?534

Am einfachsten dürfte hier heutzutage entdweder gleich die Entzerrung via Rechner und entsprechender Soundkarte oder aber das auf dieser Page erwähnte Umrechnen von einer heutigen RIAA-Entzerrung auf die entsprechende Schellackkurve sein.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 23. Mai 2016, 17:17 bearbeitet]
avalon74
Stammgast
#30 erstellt: 22. Mai 2016, 18:16
Danke, aber das Ziel ist ja das Hören der Platten ohne PC.

Was ist mit diesem Gerät?
http://www.amazon.co...Switch/dp/B0006U89ZM
8erberg
Inventar
#31 erstellt: 22. Mai 2016, 18:33
Hallo,

wie gesagt, es spricht nichts dagegen erst einmal den Plattenspieler am Mikrofoneingang anzuschließen und dann mit dem Klangregler zu spielen, denn was anderes macht ein "Entzerrer" ja im Prinzip auch nicht.

Wenn Dir der Klang damit nicht gefällt kannst Dir noch immer überlegen

Peter
Passat
Moderator
#32 erstellt: 22. Mai 2016, 22:35

avalon74 (Beitrag #30) schrieb:
Danke, aber das Ziel ist ja das Hören der Platten ohne PC.

Was ist mit diesem Gerät?
http://www.amazon.co...Switch/dp/B0006U89ZM


Das Gerät passt so halbwegs.

Im Grunde bräuchte es aber ein Gerät mit umschaltbaren Kennlinien und nicht nur eine Universalstellung für 78 UPM.

Grüße
Roman
kamikaze7777
Stammgast
#33 erstellt: 23. Mai 2016, 15:31
Es gibt Dutzende und Aberdutzende von Kennlinien bei Schellack Platten, abhängig von Label und Jahrgang:
http://grammophon-pl...schellackplatten.pdf

Hier gibt es mehr Infos:
http://grammophon-platten.de/page.php?534

Ich glaube das entzerren in Software ist die einzig kostengünstige und praktikable Lösung.
8erberg
Inventar
#34 erstellt: 23. Mai 2016, 16:13
Hallo,

man muss es aber auch nicht übertreiben...

Peter
tomtiger
Moderator
#35 erstellt: 23. Mai 2016, 16:14
Hi,

da ist noch nicht berücksichtigt, dass 78 in den USA anders drehen als in Europa.

Tatsächlich sollte es von ESP eine Entzerrerplatine geben, wo man recht einfach durch Kondensatortausch/Umschalter die Grenzfrequenzen anpassen kann, hat mal 20 Euro inklusive Porto aus Australien gekostet, Bauteile dazu sollte man unter 50 Euro bleiben. Muss man halt löten und rechnen.

An sich sollten sich aber recht einfach viele RIAA Entzerrer anpassen lassen. Im Tieftonbereich sind 12 Einstellungen ausreichend, 200 bis 800Hz in 50 Hz. Schritten. Ich habe mehrere hundert Schellacks und "brauche" 5 oder 6 Einstellungen (vermutlich, sind viele unbekannte Hersteller, muss man versuchen nach Gehör einzustellen).

LG Tom
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