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Eroica LX

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Autor
Beitrag
devilsky
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 05. Jun 2016, 09:00
Hallo zusammen,

ich habe jetzt schon einige Zeit meinen TD320 MkII. Das verbaute Goldring hängt an einem Rotel RQ-970 BX. Bin aber seit Beginn mit dem Klang nicht zufrieden. Bei manchen dynamischen Platten ist der Klang passabel / gut, bei den meisten meiner Rockscheiben jedoch nicht. Liegt das am Rotel oder am Goldring? Weiss nicht wie alt es ist, da der Thorens gebraucht gekauft wurde. Jedoch nicht direkt vom letzten Besitzer. Dreher war / ist in sehr gutem Zustand. Was sollte ich ändern?

Devil
evilknievel
Inventar
#2 erstellt: 05. Jun 2016, 09:31
Hallo,

das ist wahrscheinlich der Aufnahme geschuldet. Dummerweise klingen gut produzierte Scheiben mit hochwertigen Tonabnehmern sehr gut, andersrum schlecht produzierte Scheiben eben auch sehr schlecht. Da wird in beiden Richtungen nichts beschönigt.
Hat man dazu noch Lautsprecher der analytischen Sorte, ist das Desaster perfekt.

Am Pre liegt es wahrscheinlich nicht. Eroica möchte 100 Ohm, Rotel bietet 100 Ohm.
Sicherlich kann man in beide Richtungen experimentieren. Es ist jedoch schwer vorauszusagen, was dich weiterbringt.

Entweder kurbelst du am Bass und Treble Regler rum oder schnallst ein Shure drunter, zu Lasten der Auflösung und Abtastgenauigkeit.
Daraus folgt:
Da beim Thorens je nach verbautem Tonarm der TA nicht mal schnell gewechselt werden kann, sollte der Trend zum Zweitdreher gehen.

Gruß Evil


[Beitrag von evilknievel am 05. Jun 2016, 09:33 bearbeitet]
akem
Inventar
#3 erstellt: 05. Jun 2016, 11:03
Das sehe ich eigentlich nicht so. Vielmehr werden viele schlechte Platten durch ein gutes System überhaupt erst genießbar. Mit schlechten TAs hat man da gefühlte 50% Klirrfaktor, mit guten Systemen "nur" 10%...
Was verstehst Du denn unter schlechtem Klang? Verzerrungen? Tonale Fehler?
Ist das System überhaupt richtig justiert?

Gruß
Andreas
evilknievel
Inventar
#4 erstellt: 05. Jun 2016, 11:40

akem (Beitrag #3) schrieb:
Das sehe ich eigentlich nicht so. Vielmehr werden viele schlechte Platten durch ein gutes System überhaupt erst genießbar...
Gruß
Andreas


Deine Einschätzung kenne ich natürlich. Vielleicht interpretieren wir das auch unterschiedlich. Ich bin der Meinung "Wo nix ist, kann auch nichts kommen".
Judas Priest- Unleashed in the east, möchte ich nicht mit einem AT oder Ortofon an Audio Physic LS hören. Da bekomm ich die Krise.
Ein Shure (bei mir immerhin mit nackigem Diamant) und ein Lautsprecher mit Anhebung im Oberbass hübschen in dem Fall die flache Produktion ein wenig auf, auch wenn sie nicht den fehlenden Bass und Mittenbereich herbeizaubern können.

Hilft dem Themenersteller natürlich nicht weiter....

Gruß Evil
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 05. Jun 2016, 11:45
Hallo!

Andreas, so wie ich das sehe hat evilknievel durchaus recht, je anspruchsloser die Pressung ist um so besser klingt sie mit einem einfachen Abtaster während gute Pressungen verzerrt dumpf und undurchsichtig mit den einfachen Abtastern klingen.

Bei einem besseren Abtaster drehen sich die Verhältnisse allmählich um um dann irgendwann mit einem sehr guten Abtaster diese schwierig abzutastenden Scheiben voll aufgelöst und transparent erscheinen zu lassen währen die schon mit einem einfachen Abtaster passabel bis gut klingenden Scheiben nicht mehr zulegen können und deswegen im direkten Vergleich immer mehr zurückfallen.

Gute Pressungen sind eben nun mal keine Pressungen die einfach abzutasten wären und sehr gute Abtaster würden sich auch gar nicht lohnen falls es andersherum wäre. dann könnte man getrost einfach diese schlechten Pressungen die auch mit einem sehr guten Abtaster nie an die "guten" einfach abzuspielenden herankommen könnten entsorgen und sich mit einer einfachen Rundnadel für 9€95 zufrieden geben so hätte man Geld gespart und eine Sammlung ausgezeichneter Scheiben.

MFG Günther
.JC.
Inventar
#6 erstellt: 05. Jun 2016, 15:02
Hi,


devilsky (Beitrag #1) schrieb:
Liegt das am Rotel oder am Goldring? Weiss nicht wie alt es ist, da der Thorens gebraucht gekauft wurde.


einem gebrauchten TA (Nadel) sollte man nie vertrauen.
Zumal eine defekte / abgerittene Nadel nicht gut für deine LPs ist.

Also: neue Nadel o. TA
devilsky
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 05. Jun 2016, 15:34
Hallo,

zunächst danke für eure Meinungen.
Die Justage stimmt. Sie klingen einfach nicht so gut. Oftmals etwas flach.
Bei Direkt-Einstellung am Onkyo A-9700 und alten Canton Ergo.
Habe nur schon gehört, es gibt bessere Pres, auch für normale Geldbeutel.
Sollte ich an Systemwechsel denken, was gibt es für den TP 90 bis so 500€.

Devil
ParrotHH
Inventar
#8 erstellt: 06. Jun 2016, 14:20

devilsky (Beitrag #7) schrieb:
Sollte ich an Systemwechsel denken, was gibt es für den TP 90 bis so 500€.

Huhu!

Knapp unterhalb der Grenze kommst Du an ein Audio Technica AT 33 PTG/II. Das hängt bei mir zwar nicht an meinem Thorens TD320 MK II mit TP90, sondern an einem Technics SL-1210 MK II, allerdings bin ich ziemlich sicher, dass das Ding hervorragend an den TP90 passt. Das AT33 PTG/II hat einen scharfen Microline-Schliff, löst hervorragend auf, und spielt einfach ganz linear. Bei dem Budget wirst Du m.E. keinen besseren Tonabnehmer finden.

Die technischen Daten des Rotel Preamps sehen m. E. auch gut aus, Kein Wunderwerk der Technik, sondern ein solider Vorverstärker aufgebaut um Standard-OpAmps (NE5534, AD744). Er ist halt nicht einstellbar. Bei MC-Tonabnehmern braucht man aber auch nur wenig Anpassungsmöglichkeiten. Da würde ich mir also keinen großen Kopf machen, auch wenn das AT33 PTG/II etwas leiser ist als das Goldring.

Vielleicht solltest Du trotz allem erst mal testen, ob die mau klingenden Platten auf einem anderen Setup überhaupt besser klingen. Dann kannst Du dir die Investition sparen. Vielleicht findet sich ein Forumskollege in der Nähe, bei dem Du das ausprobieren kannst.

Parrot


[Beitrag von ParrotHH am 06. Jun 2016, 14:42 bearbeitet]
Wuhduh
Inventar
#9 erstellt: 06. Jun 2016, 21:05
Nabend !

Ich empfehle eher eine bewährte Alternative zum Rotel. Dieser scheint klanglich nicht sooo besonders zu sein, denn er wird im Ggs. zu anderen bezahlbaren Preamps meist relativ günstig versteigert. Das könnte daran liegen, daß er nicht indirekt beworben ( = empfohlen ) wird. Diverse Musical Fidelity Produkte ( als Beispiele ) bewegen sich preislich und qualitativ dagegen ganz anders.

Ich kenne den Rotel nicht, weil er ein Nischenprodukt des Herstellers ist. Die eingebauten Phono-Vorstufen hat global gesehen eigentlich einen recht guten Ruf.

Hier einmal ein ausländischer Modding-Freak, der sich ausgesprochen lustvoll und akribisch auf den Rotel gestürtzt hatte. Wozu auch immer. Mann kann sowas unbefriedigendes auch unverbastelt weiterreichen.

Soweit ich weiß gibt es niemanden, der bei Verwendung eines Eroica / Acoire - egal an welchem Tonarm - in einen akustischen Freudentaumel gerät. Ist halt ein eher billiges als preiswertes MC.

MfG,
Erik
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