Thorens TD320 MKii Chassis-Probleme

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Hatschmaster
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Jan 2018, 19:45
Nabend miteinander,

mein letztes Problemchen mit meiner Analogtechnik ist ja nicht lange her...
Dieses mal aber habe ich tatsächlich ein Problem an meinem Thorens, den das Schwingchassis und Chassis bilden keine Ebene.
Die Schraube an dem Ecke wo das Tellerlager sitzt macht halt mal gar nix.
Wie komme ich dem Problem bei?
Weiter kommt jetzt das Problem, dass der Tonarm nicht in richtig "einrastet" beim starten, ich muss den Tonarm oft erstmal in Richtung Endabschaltung schieben bis es klack macht, wieder zurück zurück und es gibt wieder ein klack und dann erst kann ich den Tonabnehmer auflegen. Das letzte Phänomen hab ich noch gar nicht im Internet gefunden.
Wenn ich nicht diesen Tanz mit dem Tonarm vollführe driftet mir der Tonarm immer Richtung Mitte.

Besten Dank und
MfG Hatschi
20180119_173325 20180119_173334
raindancer
Inventar
#2 erstellt: 19. Jan 2018, 19:55
Da ist ev ein Blattfeder "inaktiv" , also verdreht oder gebrochen etc. Unterschale abschrauben und drunter schauen.

aloa raindancer
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 20. Jan 2018, 12:12
Moin,

also ich hab mal den Boden abgeschraubt und was soll ich sagen, mehr als Staub war nicht zusehen auf dem ersten Blick.
Im ersten Moment gut im zweiten Moment kommen dann die Fragezeichen.

Die Zugseile hängen alle an den Stellschrauben, sehen auch gut aus und die Blattfedern sehen auch für mich gut aus.

Eventuell das Zugseil kürzen?

20180120_093202 20180120_093257 20180120_093211


[Beitrag von Hatschmaster am 20. Jan 2018, 12:13 bearbeitet]
akem
Inventar
#4 erstellt: 20. Jan 2018, 17:18
Die Einstellschraube sitzt ja in einem begrenzten Gewinde. Vielleicht wurde die mal soweit verdreht, daß sich nicht mehr ins Gewinde greift?

Gruß
Andreas
Ralf_Hoffmann
Inventar
#5 erstellt: 20. Jan 2018, 17:58
Ohne aufgelegten Plattenteller bilden beide Chassis-Teile natürlich keine Ebene. Von daher ist das, was auf dem ersten Bildern rechts zu sehen ist, korrekt.
Wie sieht es denn mit aufgelegtem Teller aus?

Der 320 hat eine elektronische Endabschaltung, die am Ende der Plattenseite den Arm anhebt (das beschriebene klacken kommt von der Liftmechanik) und den Motor abstellt.
Wenn man dann den Arm wieder zur Basis bringt, bleibt der Lift oben, damit man, wenn man den Arm zum Anfang der zweiten Seite führt auf der sicheren Seite ist.
Also wenn man den Arm zurück zur Basis führt sollte es nicht "klack" machen

Ob da nun ein mechanisches oder elektronisches Problem vorliegt, lässt sich leider so einfach nicht sagen.

Sind dir irgendwelche Teile oder Fragmente davon aufgefallen, die im Gehäuse "hin- un herfliegen"?
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 21. Jan 2018, 12:36
Ja Moin,

das er sich absenkt war mir dann auch wieder irgendwann klar geworden, nur fand ich es schon komisch, dass ich die Höhe einfach nicht verstellen konnte.
Auch wenn die Seite "deutlich" höher sein muss, sollte es ja schon möglich sein, die Seite ab zu senken und rauf zuschrauben.
NA JA gestern habe ich jedenfalls mal zwei Blattfedern miteinander vertauscht, jetzt läuft es wieder;)
Manchmal ist die Lösung trivialer als man denkt...

Zu dem Problem zwei, wenn ich manchmal eine Platte auflege hab ich das Problem, das mir der Tonarm eben über die Platte schrubbt, mit dem Tanz eben nicht?
Also beim Aufmachen, ist mir nicht entgegengekommen und es sah insoweit für mich alles gut aus.
onabudget
Stammgast
#7 erstellt: 21. Jan 2018, 13:02

Hatschmaster (Beitrag #6) schrieb:
Zu dem Problem zwei, wenn ich manchmal eine Platte auflege hab ich das Problem, das mir der Tonarm eben über die Platte schrubbt, mit dem Tanz eben nicht?


Ich weiß nicht, was das von mir Hervorgehobene bedeuten soll, deswegen mag mein Hinweis: Antiskating kontrollieren! falsch sein.
Ralf_Hoffmann
Inventar
#8 erstellt: 21. Jan 2018, 15:13
Drei Beispielgründe, warum eine Nadel merkwürdige Sachen tut

Antiskating falsch oder gar nicht eingestellt - Auswirkungen von null bis wenig
Auflagekraft zu niedrig - Auswirkungen von gering bis "schrubbt" über die Platte
Untergrund schief - Auswirkungen je nach Schieflage

Also: Stabile waagerechte Unterlage + eine Tonarmwaage + Antiskating auf den gleichen Wert wie Auflagekraft stellen = alles gut.
Wenn dann noch die Nadel über die Platte schrubbt, ist die Nadel hinüber.

Die Blattfedern eines TD3XX kann man in aller Regel eine Plattenspielerleben lang unangetastet lassen. Ich hab das in den Jahrzehnten, die Thorens bei mir die Musi macht jedenfalls noch nicht erlebt, dass das nötig wäre.
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 21. Jan 2018, 15:25
@onabudget
damit war das hin und her schieben des TA gemeint vor dem Auflegen.

@Ralf
ich denke auch das es vielleicht mit der aus der Waage gekommen Geometrie zusammenhängt, werde es heute Abend vielleicht nochmal testen können.

An sich sind die Blattfedern rein optisch in Ordnung, nur hat es halt einfach irgendwie nicht richtig funktioniert.
Aber das hat sich jetzt erledigt, das berühmte erste mal.
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 22. Jan 2018, 23:07
Nabend,

an sich sieht es jetzt ja ganz gut aus, nur am Anfang von den Platten bzw. Bei 3/4 des ersten Songs springt er etwas (so eine Rille) zurück.
Höhe sieht gut aus und Gewicht+ Antiskating sollte passen, klingt nicht verzerrt.
In Waage ist er ja jetzt

Muss wohl jetzt wieder meine "schöne Schablone" finden und die anderen Punkte durchtesten.

MFG Hatschi


[Beitrag von Hatschmaster am 22. Jan 2018, 23:22 bearbeitet]
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 27. Jan 2018, 18:59
So ich hab meine Schablone gefunden und angewendet.
Gewicht und Skating eingestellt, Höhe passt und jetzt auch die Waage.

Ach und Platten sind in der Knosti gewaschen, Nadel mit Nagaoka gesäubert.
Die Platten sich auch neu/ neuer.

Doch hmm irgendwie hüpft mir weiterhin immer in den ersten Liedern die Nadel zurück. Man kann sehen wie sich die Nadel Richtung Tellermitte zieht und immer wieder zurückspringt. Antiskating auf null stellen scheint auch irgendwie zu helfen doch dann später recht sich das genullte Skating und muss abgesehen von den Stellen in den ersten Liedern wieder ein normales Skating wählen.

Was kann das sein?


[Beitrag von Hatschmaster am 27. Jan 2018, 19:03 bearbeitet]
BassTrombose
Stammgast
#12 erstellt: 27. Jan 2018, 19:30
mal die Liftbank kontroliieren

a) entweder senkt sich sie nicht weit genug ab, so das der Tonarm noch Kontakt zur Liftbank hat, wenn die Nadel schon in der Rille ist, dann Liftbank niedrieger stellen

oder

b) an sich ist die Liftbank richtig eingestellt, sie senkt sich aber viel zu langsam, dann Lift neu mit Silikonöl 500.000 schmieren (iss aber nicht so einfach so ein Ausnau, Schmieren, und Wiedereinbau

oder

Tonarm an sich hakt, dann den sogenannten Pustetest machen.
a) Tonarm in schwebe bringen
b) AS auf null
c) und dann mal vorsichtig anpusten richtung Tellermitte, bewegt sich der Tonarm sanft und ruckfrei richtung Tellermitte ?


[Beitrag von BassTrombose am 27. Jan 2018, 19:34 bearbeitet]
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 28. Jan 2018, 13:52
Hi Tom,

1 und 2 sehen eig. gut aus.

Bin also direkt zu Punkt 3 gegangen und was soll ich sagen...
Der Arm schwingt bei ganz leichten Pusten schön ein doch sobald er in die Nähe des Plattentellerrandes kommt hängt er.
Was nun?
BassTrombose
Stammgast
#14 erstellt: 28. Jan 2018, 15:03
welcher Tonarm ist es denn ?

ggf. Lagerspiel neu einstellen , ggf. ist aber auch was kaputt.....

Da du auch noch im Eingangspost die nicht ganz funktionierende Endabschaltung bemerktest, kann es auch sein, dass die Sichel (ist für die optoelektronische Endabschaltungzuständig ) in Ihrer "Führung" behindert ist und ggfl schleift:

guck mal hier das Bild thumb659390 in Post #10

http://www.hifi-forum.de/viewthread-26-21391.html

Die Sichel sitz auf einer Achse (da wo die Käbelchen rauskommen) und falls sie schleift muss man sie auf de Achse entweder nach oben oder unter verschieben, was schwierig ist, weil zu 90% bei den alten Thorens der Arretiermchanismus bzw. die Schraubarretierung gebrochen ist und Ersatzteile gibt es nicht. Oft hilft man sich dann mit Kleber....
13mart
Inventar
#15 erstellt: 28. Jan 2018, 15:07

BassTrombose (Beitrag #14) schrieb:

ggf. Lagerspiel neu einstellen , ggf. ist aber auch was kaputt.....


Ich würde eher auf ungünstig verlegte Kabel tippen.

Gruß Mart
BassTrombose
Stammgast
#16 erstellt: 28. Jan 2018, 15:12
möglich, jedoch ist mir das bei dutzenden von Thorensen noch nie untergekommen.....

in dem von mir verlinkten Thread war letztendlich ein Kugellager kaputt.....


[Beitrag von BassTrombose am 28. Jan 2018, 15:23 bearbeitet]
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 28. Jan 2018, 19:32
Die Sichel sieht gut aus.
Sie dreht frei, jedoch beim drehen ruckelt Sie.
Wenn ich den Tonarm bewege hört man auch etwas schleifen, erinnert mich tatsächlich an durchgescheuerte/ verdreckte Kugellager aus meinen Modellautos.

Ich muss wohl den Tonarm rausoperieren und zerlegen?
Vielleicht ruf ich mal beim nahgelegensten HiFi Laden an ob die mir nicht helfen können, auch wenn die kein Thorens haben. Die Zeit ist halt manchmal knapp, wer kennt das nicht;)

Danke für den Link, das passt ja voll zu meinem Problem.

Anbei ein Foto wo ich glaub Risse sehe bei den Schrauben (sry für den Staub)
20180128_142041


[Beitrag von Hatschmaster am 28. Jan 2018, 19:33 bearbeitet]
BassTrombose
Stammgast
#18 erstellt: 28. Jan 2018, 19:40
ja das sind die üblichen Alterungsrisse bei dem Modell genau an der Strelle bei dem Ring und Schraube.

Entweder kleben oder versuchen Ersatz zu bekommen und ersetzen...das bedeutet aber viel viel arbeit....aber wenn du eh den tonarm ausbaust und die die Kabel ablötest....;-)
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 28. Jan 2018, 20:08
Naja viel Arbeit ist ja an dem Punkt Wurst, nächstes Wochende ein bisschen McCallen, ein Lied und Zeit hilft.
Wenn man sein Vinyl hören möchte braucht man(n) einen funktionierenden Dreher und ein neuer wäre glaub einfach der falsche Weg. (Wer würde einen "kaputten" bitte schon nehmen und neue vergleichbare kosten ne Ecke mehr).
Vielleicht kann man sich bei shapeways was druck lassen, so wie ich das verstehe ist das nur ein Plastikring-> hängt nicht an dem "Brett" wo auch das Skating eingestellt wird!?


[Beitrag von Hatschmaster am 28. Jan 2018, 20:15 bearbeitet]
BassTrombose
Stammgast
#20 erstellt: 28. Jan 2018, 20:19
genau, ist nur ein ring der die tonarmbasis hält....
Hatschmaster
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 28. Jan 2018, 21:15

BassTrombose (Beitrag #20) schrieb:
... tonarmbasis ....

Vorteil von so Problemen und dem Zerlegen man lernt die Teile richtig kennen, nach 7 Jahren Anfängertum.
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