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Selbstanfertigung von Plattentellermatten

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Compu-Doc
Inventar
#1 erstellt: 22. Jul 2016, 11:41
Gedankenaustausch zum Thema Plattentellermatten:

Ich weiß , daß das hier der Bilderthread ist, aber trotz foreninterner Suche finde ich keine andere Rubrik für mein "Projekt".

Es geht um die Herstellung von Plattentellermatten; Fils....Leder.....Kork.
Ich beobachte diese Szene schon lange und finde, daß die-in der Bucht-angebotenen Matten überteuert sind.

Im Laufe der Zeit hat sich bei mir ein Stapel von verschiedenen Materialien abgesammelt, welche sich gut für die Herstellung von "Absorber-Matten" eignen.

Die im Handel erhältlichen Matten sind vermutlich gestanzt, daher recht sauber am Rand und kreisrund.

Da ich mir aber kein Werkzeug bauen, kaufen will, suche ich nach einer Alternative, wie man die versch. Materialien bearbeiten kann, um als Endprodukt eine runde Matte zu bekommen.

Ein Gedankenansatz ist eine sich drehende Scheibe, auf die der "Rohling" (beschwert und mit Loch ->Locheisen) justiert wird und ein-gewichtebeschwertes-Cuttermesser, welches in einem Schneidearm befestigt das Material sauber und kreisrund ausschneidet.

Angetrieben wird die Scheibe durch einen starken E-Motor (Saftpresse )

Drehzahl, Messerform, Schneidedruck muss im Experiment ermittelt werden.

Was denkt Ihr, könnte das vom Ansatz her funktionieren?
Tatatataaa
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 22. Jul 2016, 12:29

Compu-Doc (Beitrag #19043) schrieb:
Ein Gedankenansatz ist eine sich drehende Scheibe, auf die der "Rohling" (beschwert und mit Loch ->Locheisen) justiert wird und ein-gewichtebeschwertes-Cuttermesser, welches in einem Schneidearm befestigt das Material sauber und kreisrund ausschneidet.

Ich könnte mir vorstellen, dass es Probleme geben könnte, da das Messer nicht einfach so durch den Rohling "gleitet", und sich dadurch das zu schneidende Material "aufstaucht"/verzieht und so der Schnitt nicht ganz rund wird, insofern die Beschwerung nicht ganz bis zu Schnittkante reicht.
Grendel82
Inventar
#3 erstellt: 22. Jul 2016, 12:31

Compu-Doc (Beitrag #19043) schrieb:
Ich weiß , daß das hier der Bilderthread ist, aber trotz foreninterner Suche finde ich keine andere Rubrik für mein "Projekt".

Es könnte Sinn machen, dass du einen eigenen Thread eröffnest.
akem
Inventar
#4 erstellt: 22. Jul 2016, 12:40

Tatatataaa (Beitrag #19044) schrieb:

Ich könnte mir vorstellen, dass es Probleme geben könnte, da das Messer nicht einfach so durch den Rohling "gleitet", und sich dadurch das zu schneidende Material "aufstaucht"/verzieht und so der Schnitt nicht ganz rund wird, insofern die Beschwerung nicht ganz bis zu Schnittkante reicht.

Sehe ich genauso. Eine mögliche Lösung: eine runde Schneide, die sich mitdreht - wie bei einem Dosenöffner. Sowas kostet ja nicht die Welt und vielleicht könnte man einen solchen als "Organspender" benutzen.

Gruß
Andreas
arizo
Inventar
#5 erstellt: 22. Jul 2016, 13:33
Du könntest zwei Plattenteller nehmen, das entsprechende Material dazwischenlegen und mit einer Schraubzwinge fixieren.
Dann kannst du mit einem Teppichmesser einfach das überschüssige Material abschneiden.
doc_barni
Inventar
#6 erstellt: 22. Jul 2016, 13:36
Hallo,

wäre es eine Möglichkeit, das Schneiden einer Dekupiersäge zu überlassen und die Scheibe mit dem fixiertem Material manuell und radial am Sägeblatt vorbei zu drehen...???

freundliche Grüsse

Wolfgang
Compu-Doc
Inventar
#7 erstellt: 22. Jul 2016, 14:09
ich merk schon, hier brodelt´zz Hirnschmalz!

Das einspannen in zwei Scheiben habe ich mir auch schon überlegt und dann ab auf die Drehbank und ganz nah an den (Metall)Scheiben sauber abgestochen; da sollten schon 4-6 Matten auf einen Hieb "produziert" werden können.

Das Problem bei dieser Methode ist aber, daß der Spanndorn nicht dicker als das Mittelloch der Matte sein darf.

Die hintere Platte kann man ja derart fertigen, daß selbige direkt eingespannt wird,
das vermindert das Gewicht, welches auf die dünne Spannwelle wirken wird.
jickmagger
Stammgast
#8 erstellt: 22. Jul 2016, 14:57
In etwas größerer Menge wäre Wasserstrahlschneiden eine Möglichkeit.
Lohnt für eine natürlich nicht. Da erübrigt sich aber auch jeder Bastelaufwand vorher.

Gruß Udo
hajott54
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 22. Jul 2016, 15:25
Hallo,

habe meine 3 mm Lederauflage ( Odenwälder Nordhangrind ) einfach wie folgt geschnitten:

Acryplattenteller als Referenz, Leder fixiert und dann mit OPeinmalscalpell aus der Apotheke (sauscharf) langsam und vorsichtig am Rand lang ausgeschnitten, Achsenloch dto. Ergebnis: einwandfreier Rand, nicht ausgefranst oder gefasert und passendes Mittelloch. Passt für Einzelstücke oder geringe Stückzahlen.

Wenn Du natürlich in Stückzahlen produzieren möchest, sind die im Thread angedachten, ausgefuchsten Vorschläge besser.

Schönen Tag noch an alle.

Hajott54
Compu-Doc
Inventar
#10 erstellt: 22. Jul 2016, 15:41
Die 1xSkalpellnummer habe ich schon seit Jahren "durch", die funktioniert schon, aber bei Kork und Fils (beide um 2-4 mm) franzt der Rand aus und die Sache wird unhübsch.
.....oder man läßt es franzig und deklariert die Sache als shabby-look
hajott54
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 22. Jul 2016, 16:01
Ich auch,ist schon einiges an Zeit her.
Funktioniert super bei Leder und Filz, kommt auf die Unterlage unter der Messerspitze an.
Kork , ja könnte ein Problem sein, deine Idee mit den Metallscheiben sieht besser aus. Da braucht es aber kleine Drehzahl und der benötigte Auflagedruck der Schneide muss der Korkstruktur angepasst werden.
Viel Spaß
Hajott54
doc_barni
Inventar
#12 erstellt: 22. Jul 2016, 16:13
Hallo Doc,

da wäre noch der " Laserschnitt ", vielleicht bei einem befreundetem Unternehmer.....die schneiden doch ganz andere Sachen sauber aus.....

freundliche Grüsse

Wolfgang
Compu-Doc
Inventar
#13 erstellt: 22. Jul 2016, 18:14
Klar , ein Laser schneidet schon fein!

Hier bei mir zu hause leider nicht vorhanden und wenn ich auch so eine Firma hier in Frankfurt ausfindig machen könnte/würde,

wären die Kosten sicherlich hoch.
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 23. Jul 2016, 08:36
Hallo!

Es sollte eigentlich ein leichtes sein eine entsprechende Schablone aus Metall für den Aussenrand zu fertigen (z.B. mit einem Stahlband dem man eine entsprechende Schneide anschleifen kann und eine improvisierte Stanzvorrichtung zu bauen. Das Mittelloch sollte ebenfalls keinerlei Probleme bereiten da man es entweder mit einem Stecher herausnehmen könnte oder einfach Bohren kann.

Jedenfalls ist Stanzen der geläufige Weg wie solche Matten hergestellt sein dürften.

Zwar halte ich eine solche Anfertigung einer Tellermatte persönlich für reine Zeitverschwendung aber jeder wie er will.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 23. Jul 2016, 21:36 bearbeitet]
wp48
Stammgast
#15 erstellt: 23. Jul 2016, 13:23
Hi,

bei Kork würde ich's mal so probieren: grob zuschneiden, zwischen zwei Scheiben einspannen und dann mit Schleifpapier in verschiedenen Körnungen beischleifen. Drehzahl (falls z.B. mit Bohrmaschine) müsste man ausprobieren; wäre vielleicht auch von Hand machbar. Erfahrung habe ich nicht damit, aber wenn's für mich wäre, tät ich's mal versuchen.

Gruß
Wolfgang
Compu-Doc
Inventar
#16 erstellt: 23. Jul 2016, 14:15
@ Günther: Stanzen ist schon interessant, wenn das Werkzeug sauber arbeitet. Eine seklbstge....zimmerte Lochstanze erscheint mir in Punkto Materialbfestigkeit problematisch.

So einen 30er-Kreis aus Filz, oder Leder kraftschlüssig auszustanzen, da braucht es schon ein solides werkzeug; vom aufzuwendenden Druck einmal ganz abgesehen.

@ Wolfgang:

Ich sehe auch da das Hauptproblem im Spannen der "Lagen" ! das LP-Mittenloch ist ja nur knapp 7-8mm und so eine 30er-Scheibe wiegt schon was, besonders wenn selbige sich dann auch noch-schnell- dreht.

Eine Werkstattpresse könnte ich beim Nachbarn schon nutzen, vllt. kontaktiere ich einmal einen Werkzeugbauer, der mir aus einem ~30er-Rohr...rest ein "Stanzeisen" baut.
Feebe
Stammgast
#17 erstellt: 24. Jul 2016, 00:35
Servus

Also. Mein Arbeitsplatz befindet sich hier
http://www.ilt.fraunhofer.de/

Es gibt aber noch einige Fremdfirmen im Haus, die soetwas erledigen würden. Ich könnte da mal für eine Kleinserie anfragen. Man müsste sich nur auf ein Material einigen. Vorrausgesetzt mein Kontakt würde Nichtmetalle schneiden.... Ist immer sehr stinkig....
Also wenn es genügend Interessenten gibt, würde ich mal anfragen.
Besten Gruß, Andreas
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