DUAL 704 mit AT 95E - geht das noch besser?

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Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 01. Jul 2018, 20:16
Hallo zusammen,

ich lese schon seit Jahren mit Interesse und Staunen die lehrreichen Beiträge hier im Forum. Nachdem mein DUAL 704 nun ein paar Jährchen im Regal versauert ist, hab ich ihn letztens wieder hervorgeholt, generalüberholen lassen und bin nun wieder völlig begeistert beim Platten hören. Meine Güte, wie konnte ich das so lange missen!? Jedenfalls ist nun die Zeit reif, mich hier mal zu Wort zu melden und euren Rat zu erbitten.

Ich betreibe:
Einen DUAL 704 mit einem Audio Technica 95 E, auf einem Yamaha A-S700, der die Töne durch ein Paar KEF iQ7 SE schickt. Ich spiele zwar mit dem Gedanken, bald mal nach ein paar Regallautsprechern zu sehen, wollte aber erst mal klein anfangen und eure Meinung zum TA hören. Geht da noch was? Vielleicht für unter 80 Euro? Oder muss man dann doch schon deutlich höher gehen, wenn man einen Unterschied hören will?

Ich höre meist Gitarrenmusik, Akustisch bis verzerrt, Folk bis Rock,Villagers, Denison Witmer, The National, Thermals, Springsteen, QOTSA.

Andere "Handwerksfrage" am Rande: Ich habe den Dual vor 15 Jahren mal gebraucht erstanden, alles schick, super Zustand. Lediglich: Die Haube schließt nicht, steht zu jeder Zeit 1,5 cm weit offen. Das ist etwas unschön und lässt auch unnötig Staub rein. Ich bin leider unwissend... wie repariert man sowas??

Ich freue mich sehr auf eure Tipps!
gundus
Stammgast
#2 erstellt: 01. Jul 2018, 20:19
Hallo-
ich empfehle ein Dual / Ortofon M20E mit neuer Originalnadel- das ist meiner Erfahrung nach schon richtig gut.

Die Haubenscharniere lassen sich oben durch zwei Rädchen einstellen- sollte das nicht funktionieren evt. die hinteren Federn erneuern.

Grüße Gunter
doc_barni
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 01. Jul 2018, 20:22
Hallo,

du fragst:


Andere "Handwerksfrage" am Rande: Ich habe den Dual vor 15 Jahren mal gebraucht erstanden, alles schick, super Zustand. Lediglich: Die Haube schließt nicht, steht zu jeder Zeit 1,5 cm weit offen. Das ist etwas unschön und lässt auch unnötig Staub rein. Ich bin leider unwissend... wie repariert man sowas??


wenn du mal aussagekräftige Bilder einstellen könntest, wäre es vielleicht einfacher, die Ursache für die Fehlfunktion zu finden.

freundliche Güsse
Wolfgang
Marsilio
Inventar
#4 erstellt: 01. Jul 2018, 22:21
Ein Dual 704 mit einem Audio Technica AT95 ist wie wenn Du einem Porsche die Reifen eines Trabis aufziehen würdest...
Marsilio
Inventar
#5 erstellt: 01. Jul 2018, 22:30
Albus, der Kapazitätencrack hier im Forum, hat vor etwa einem Jahr geschrieben, dass die Eingangskapazität Deines Yamaha A-S700 in etwa gegen 250pF betragen dürfte. Der Dual 704 plus Kabel kommt auch nochmals auf etwa 200-250pF.

MM-Systeme von Audio Technica fallen da schon mal grundsätzlich raus; für diese Tonabnehmer ist diese Kapazität zu hoch. Ortofon hingegen passt; das erwähnte M20e ist ein gutes, aber schon ziemlich altes System. Irgendwann sind da die Originalnadeln alle - und ein hochwertiger Nachbauer ist mir nicht bekannt. Ortofon-Alternativen wären da noch das Vinylmaster Silver und die aktuelle (teurere) 2M-Reihe.

Ab Werk wurde Dein 704 mit dem Shure V15III ausgeliefert, das ich mit der elliptischen Originalnadel als vergleichbar gut wie das M20e einstufe; allerdings konnte man das V15III damals auch mit noch besseren hyperelliptischen und sogar mit Microridge-Nadeln haben, letztere mit Beryllium-Nadelträger. Leider sind diese Nadeln längst vergriffen; als Nachbaulieferant ist aber der japanische Spezi Jico in die Bresche gesprungen, der für rund 100 Dollar ziemlich gute hyperelliptische Nadeln und für etwa mehr die famose SAS-Nadel auf Saphir-Nadelträger anbietet (der SAS-Schliff entspricht mehr oder weniger dem Microridge). Auch Shure-Tonabnehmer kommen mit etwas höheren Kapazitäten noch recht gut klar. Meine Empfehlung wäre daher: In der Bucht ein gebrauchtes V15III (oder V15IV oder V15V) suchen und je nach Budget mit der HE- oder SAS-Nadel von Jico wiederbeleben.

Auch in neu gibt es noch einen recht guten Tonabnehmer von Shure, das M97xE, das rund 120.- kostet (elliptische Nadel). Allerdings hat Shure soeben die Einstellung der Produktion mitgeteilt. Immerhin dürfte auch hier dank Jico der Nadelnachschub gesichert sein.

Im ähnlichen Preisrahmen bewegt sich das Sumiko Pearl, bei dem weiss ich aber nicht wie es sich mit den Kapazitäten verhält.

LG
Manuel (der seinen 704 mit Shure V15V und SAS-Nadel betreibt)


[Beitrag von Marsilio am 01. Jul 2018, 22:35 bearbeitet]
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#6 erstellt: 01. Jul 2018, 23:21
Holy hell, guys, that's what I'm talking about!

Vielen Dank, Gundus und Marsilio! So kenn ich das Forum und genau solche Tipps hab ich gesucht. Ich hab es nicht eilig und wenn es den Porsche entsprechend sausen lässt, dann soll es mir die (hoffentlich) 100 Euro auf jeden Fall wert sein. Meine Eltern haben noch einen alten Dual zuhause, da werd ich mal ganz frech ganz nahe auf den TA schauen... oder gleich das Sure auf ebay kaufen... mmh...
tinnitusede
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 01. Jul 2018, 23:22
und was ist mit der Haube

will ihm denn keiner sagen, dass an den Scharnieren Rändelräder vorhanden sind, mit denen durch Verdrehen die Spannung der Feder so eingestellt werden kann, dass die Haube in jeder Stellung stehen bleibt und auch auf der Zarge aufliegt.

Hans
Marsilio
Inventar
#8 erstellt: 01. Jul 2018, 23:28
Wenn die Eltern noch einen alten Dual da rumstehen haben könnte da ein recht interessanter Tonabnehmer dran hängen - M20e, DMS240, V15III - oder auch ein altes Shure M95. Letzteres würde ich als interessante Low-Budget-Alternative zum V15III ansehen - im Grunde basiert dieses nämlich auf dem V15, wurde damals aber etwas günstiger da in der Reihe darunter eingestuft verkauft. Gemäss vielen Dual-Besitzern steht das M95 dem V15III aber praktisch nicht nach.

Und nun das Gute: Fürs Shure M95 gibt es bei Herrn Naber (Cleorec) für 25.- schon sehr ansprechend klingende Nachbaunadeln. Darüberhinaus besteht auch beim M95 die Aufrüstmöglichkeit mittels HE- und SAS-Nadeln von Jico.

LG
Manuel
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 01. Jul 2018, 23:29
Zur Haube...





An den Rädern hab ich gedreht, wenn man die ganz locker macht, geht die Haube zwar weiter zu (wenn auch nicht ganz bis zur Zarge) bleibt aber auch nicht oben stehen, wenn man sie aufmacht. Wenn man die Räder so einstellt, dass die Haube beim Öffnen auch oben stehen bleibt, dann ist es wie auf den Bildern zu sehen (in "geschlossenen" Zustand).

Wie ist das mit der Feder? Wo kann man sowas kaufen? Kann man die selbst wechseln (guten Gewissens)?
tinnitusede
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 01. Jul 2018, 23:37
so etwas gibt es nicht mehr zu kaufen, ich glaub auch nicht, dass da was kaputt ist.
Die Haube ist in den Scharnieren nur eingesteckt, wenn sie da nicht ganz drinsteckt, könnte sie auch besser schließen, da muss man eben ein bisschen dran rumfummeln.
.JC.
Inventar
#11 erstellt: 02. Jul 2018, 06:32
Moin,


Matt_Murdock (Beitrag #1) schrieb:
Geht da noch was?
Vielleicht für unter 80 Euro? Oder muss man dann doch schon deutlich höher gehen, wenn man einen Unterschied hören will?


Klar.
aber nicht unter 80 € (beim Tonabnehmer)

wegen der Kapazitätsgeschichte wäre zunächst mal ein externer Phonopre empfehlenswert

probiere den mal aus (14 Tage Rückgaberecht), vielleicht bist Du ja dann schon voll zufrieden
wenn nicht, dann ein besserer Tonabnehmer
Marsilio
Inventar
#12 erstellt: 02. Jul 2018, 15:02
.JC. ist der Audio Technica-Fan hier im Forum.

Für ein AT-System geht es mit dem Yamaha wie geschrieben nicht; Shure und Ortofon hingegen passen schon. Zu AT ist ausserdem zu sagen, dass sie gut mit dem Dual-Tonarm harmonieren, aber auch eine gewisse Höhenbetonung haben. Das kann einem gefallen - oder eben auch nicht. Ich ziehe Shure vor.



LG
Manuel
8erberg
Inventar
#13 erstellt: 02. Jul 2018, 15:35
Hallo,

zum Deckel siehe: http://www.hifi-archiv.info/Dual/704/704-12.jpg

Das Scharnier in Explosionszeichnung http://www.hifi-archiv.info/Dual/hs148s/148-09.jpg

Das AT 95 hat leider oft genug murxige Originalnadeln (da ist die QS wohl sehr tolerant), eine https://www.pickupna...nica_ATN-95-HE__7102

benötigt dann noch einen Phonopre mit sehr geringem Kapazitätsabschluß, dann würde es passen.

Persönlich rate ich jedoch zur Originalbestückung Shure V15 mit scharfer Nadel oder Shibata oder einem Ortofon M20E. Das Ortofon ist mein persönlicher Favorit. Damit ist das Ganze auch nicht so kapaztätsempfindlich.

Peter
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#14 erstellt: 02. Jul 2018, 22:22
Nochmal recht herzlichen Dank an alle für die rege Beteiligung an meinem Thread. Das freut mich wirklich sehr!

Danke auch für die vielen Links und die Bilder aus der Anleitung. Hätte jemand vielleicht die komplette Anleitung parat, die er verlinken oder mir per Mail/PM schicken könnte?

Zur Haube:
Ich hab sie abgezogen, die Feder ganz auf und ganz zu gedreht und im mm-Bereich mit den Einstellungen gespielt - ohne Erfolg. Mein Fazit: Das Plastik ist verzogen und ich fürchte, das lässt sich nicht besser justieren



Evtl. Hoffnung: Den Plattenspieler meiner Eltern ausrauben

Dazu: Meine Eltern haben einen Dual 1249 mit einem D105ED (was, wenn ich das hier richtig nachgelesen habe, dem oben bereits erwähnten M95 entspricht), gekauft irgendwann in den 70ern. Die Nadel ist das Original, daher könnte/sollte/müsste man die vielleicht erneuern, um die entsprechende Verbesserung auch wirklich auszuspielen. Was meint ihr? Bei der Erläuterung der Nadeln oben bin ich allerdings nicht ganz mitgekommen. Was genau muss ich googeln bzw. in der Bucht angeln?

Nochmal im Überblick - Ich sehe aktuell folgende Möglichkeiten:

D105ED/M95 mit neuer Nadel (welche?)
V15 III (für 100€-115€ mit unbekannter Nadel und für €165 mit TK135+Supertrack Nadel gefunden)
Ortofon M20E mit Original-Nadel für 150€ oder für €73 "ohne Halterung" (?)
Was wäre eure Empfehlung?

Und die Haube des 1249 - entspricht die der Haube des 704?
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#15 erstellt: 02. Jul 2018, 22:25
Und vielleicht kann mir dann auch nich jemand erklären, wie ich das dann alles zusammenbekomme und wie/wo einstelle...

Bisher weiß ich einzig, wie ich das AT "abbaue"...



.JC.
Inventar
#16 erstellt: 02. Jul 2018, 22:53

.JC. (Beitrag #11) schrieb:
wegen der Kapazitätsgeschichte wäre zunächst mal ein externer Phonopre empfehlenswert


kannst du eigentlich lesen ?
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 02. Jul 2018, 23:05
Jawohl, kann ich


8erberg (Beitrag #13) schrieb:

Das AT 95 hat leider oft genug murxige Originalnadeln, benötigt dann noch einen Phonopre mit sehr geringem Kapazitätsabschluß, dann würde es passen.

Persönlich rate ich jedoch zur Originalbestückung Shure V15 mit scharfer Nadel oder Shibata oder einem Ortofon M20E. Das Ortofon ist mein persönlicher Favorit. Damit ist das Ganze auch nicht so kapaztätsempfindlich.


Marsilio (Beitrag #12) schrieb:

Für ein AT-System geht es mit dem Yamaha wie geschrieben nicht; Shure und Ortofon hingegen passen schon. Ich ziehe Shure vor.


Und ich lese hier, dass ich einen Vorverstärker für das AT brauche, nicht aber für ein Shure oder Ortofon. Falsch verstanden?
SonyPioneer
Inventar
#18 erstellt: 02. Jul 2018, 23:13
Ich habe den Dual CS 601 auch mit dem AT95 bestückt und das ist mein Lieblings Tonabnehmer. (achso, betrieben am Sony TA F590ES ohne Preamp)
.JC.
Inventar
#19 erstellt: 02. Jul 2018, 23:53

Matt_Murdock (Beitrag #17) schrieb:
Und ich lese hier, dass ich einen Vorverstärker für das AT brauche, nicht aber für ein Shure oder Ortofon. Falsch verstanden?


richtig verstanden
Marsilio
Inventar
#20 erstellt: 03. Jul 2018, 09:19
Hallo Matt!

STOOOPPP!!!

Bevor Du nun weitere kostspielige Schritte unternimmst: Das Shure M95 mit der 105er-Nadel ist was feines - nackter Diamant, scharf elliptisch geschliffen (0.2x0.7mil Verrundungsradius), übrigens der gleiche Schliff wie die Nadel des Ortofon M20e hat.

Cool: Der Dreher Deiner Eltern hat einen mit Deinem Dual 704 kompatiblen Tonabnehmeranschluss. Will heissen: Du kannst das Headshell (im Dual-Jargon TK genannt) beim Dreher Deiner Eltern einfach rausziehen (zuerst den Bügel nach hinten schieben) und anschliessend an Deinem Dreher wieder reinschieben. Die Nadel beim Shure M95 würde ich vorher noch rasch etwas vom Schmodder befreien, der sich im Laufe der Zeit da festgesetzt hat. Einfach Nadel in etwas Reinigungsflüssigkeit eintauchen und dann mit einem Pinselchen oder Schmutzradieren ganz sachte (!) von hinten nach vorne (!!) reinigen.

Das Shure M95 passt punkto Kapazitäten noch zu Deinem Verstärker; Ersatznadeln gibt es in grosser Zahl:
- für 25.- bei Cleorec.de (gebondet, elliptischer Schliff 0.3x0.7mil Verrundung; derzeit urlaubsbedingt kein Verkauf)
- für 120.- hyperelliptisch geschliffen (von Jico, in Japan günstiger): https://www.thakker....5-he-nachbau/a-5563/
- für 209.- als SAS-Nadel (nackter Diamant, Microridge-Schliff, auf Bor- oder Saphir-Nadelträger): https://www.thakker....5-ed-nachbau/a-9379/

LG
Manuel
8erberg
Inventar
#21 erstellt: 03. Jul 2018, 09:49
Hallo,

beim TK würde ich mal die feinen Stifte an der Stirnseite säubern (Glasfaserstift aus dem Büroartikelladen oder Q-Tips mit Isopropanol, möglich 99 %ig bei Ebay, wenn Du in Zukunft Platten reinigen möchtest kannst auch ruhig ein paar Liter mehr bestellen). Die Kontakte im Headshell auch damit reinigen, die sind versilbert (bester elektrischer Leiter) und das läuft bei "Nichtgebrauch" gerne an - was dann nicht mehr gut leitet.

Sonst siehe Anleitung: http://www.hifi-archiv.info/Dual/704/

Die dort beschriebenen Einstellungen sorgfältig und in aller Ruhe vornehmen, nix "schnell, schnell" oder "passt schon".

Ein Plattenspieler ist ein feinmechanisches Präzisionsgerät und er dankt gute Behandlung mit feinem Klang und langer Lebensdauer.

Wenn weitere Fragen - einfach fragen - hier beisst (kaum) einer.

Ach ja: die Haube passt. Obwohl - der 1249 ist auch ein sehr guter Dreher (einer der besten Plattenwechsler überhaupt).

Na gut, wenn der 704 toll läuft kümmern wir uns um den

Peter


[Beitrag von 8erberg am 03. Jul 2018, 09:51 bearbeitet]
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#22 erstellt: 03. Jul 2018, 13:59
Hahaha, ihr seid klasse!!

... und Gedankenleser... da ich den Shure M95 erst in 3 Wochen kriege hab ich mir heute morgen kurzerhand einen Preamp zum Testen bestellt (Nowsonic 309423). Macht das für den M95 auch noch Sinn oder braucht der keinen? Wann das mit dem Preamp ein Muss und wann ein Nice to have ist, hab ich noch nicht ganz verstanden... Physik war leider noch nie meine Stärke...

Dann werd ich diese Woche erst mal Isopropanol kaufen! Das geht dann auch zum Nadel reinigen, oder?

1000 Dank nochmal!
8erberg
Inventar
#23 erstellt: 03. Jul 2018, 19:51
Hallo,

warum ausgerechnet den Phono-Pre? Kennst Du die Abschlußkapazität? Die Anleitung (bei Conrad auf der Homepage zu finden) liefert keinerlei Angaben hierzu.

Der https://www.thomann....4cRhcyenIYqHENkW87k-

hat sehr geringe und dazu einstellbare Abschlußkapazität und ist daher für die ATs geeignet.
Die handelsüblichen nicht einstellbaren Phonopres haben vielfach eine viel zu hohe Kapazität und klingen damit schrill.

Wenn den schon bestellt hast - storno.

Peter
Marsilio
Inventar
#24 erstellt: 03. Jul 2018, 22:04

Matt_Murdock (Beitrag #22) schrieb:
Macht das für den M95 auch noch Sinn oder braucht der keinen? !


Shure braucht keinen Preamp weil es mit den etwas erhöhten Eingangskapazitäten Deines Yamaha-Verstärkers problemlos klarkommt. Anders dagegen Dein altes AT95, das mag auch lieber tiefere Eingangskapazitäten. Allerdings stellt sich auch mir hier eine ganz grosse Frage - was der Geier ist das für ein Preamp den Du da auf die Schnelle bestellt hast? Wenn man da nicht mal Angaben zur Kapazität bekommt kann man das Teil eigentlich direkt in den Müll werfen.

Tiefere Eingangskapazitäten und damit Audio Technica-tauglich ist z.B: der ART DJ PRE II, den es bei thomann.de für rund 55. gibt.

Bei Shure und auch bei Ortofon brauchst Du aber KEINEN Preamp!

Investiere dieses Geld besser in eine feine Nadel oder in Schallplatten.

LG
Manuel

EDIT: Ich sehe gerade, dass Peter auch den ART DJ PRE empfohlen hat.


[Beitrag von Marsilio am 03. Jul 2018, 22:05 bearbeitet]
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#25 erstellt: 03. Jul 2018, 23:33
Ihr habt natürlich recht... Asche auf mein Haupt... Der Preamp wird storniert und das Shure wieder flott gemacht. Und erst wenn das läuft, dann sehen wir mal nach einer Jico Nadel

Danke, dass ihr aufpasst!
Deep_Groove
Stammgast
#26 erstellt: 04. Jul 2018, 10:44
Aus eigener Erfahrung kann ich die Jico SAS für das Shure M95/105 am Dual 704 wärmstens empfehlen. Den Art DJ noch optional dazu, einen Haken an das Thema Analogabteilung machen und weitere Investitionen im Bereich Schallplattenwaschmaschine und Schallplatten alokieren.
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#27 erstellt: 04. Jul 2018, 19:08
so wird’s gemacht! (wenn auch wahrscheinlich eher hypereliptisch)

Danke Manuel und Peter für die Detailtiefe - genau das brauche ich! Bin ab dem WE längere Zeit unterwegs, komme dann aber mit dem M95 zurück und werd mich ans Säubern machen. Ich melde mich!
maicox
Stammgast
#28 erstellt: 05. Jul 2018, 13:48
Hallo,

Zu dem Problem mit der nicht schließenden Haube:

Die Lösung des Problems dauert ein paar Minuten und ist mit wenig Aufwand machbar. Du brauchst auch nichts an der "verbogenen" Haube basteln. Das würde das Problem nicht beheben.


Dieses Problem ist bei der ersten Serie der 704 (mit Sägezahnteller) bekannt. Es handelt sich dabei wohl schlichtweg um einen "Konstruktionsfehler", der damals der Firma Dual bekannt war und wohl als Feature "verkauft" wurde, weil man wohl scheinbar nicht wirklich an einer Lösung des Problems interessiert war.

Spätere Modelle (mit Pickelteller) haben eine überarbeitete Zarge bzw. Scharnier- Einheit bekommen. Da war dann das Problem mit der nicht richtig schließenden Haube behoben.


Platt ausgedrückt: Haube raus, Scharnier links ausbauen. Merke Dir die Reihenfolge. Auch wie das Ganze montiert war. Dazu die beiden Kreuz-Schrauben lösen und dann die kleinen Haltebleche verdrehen. Dann die Einheit entfernen und zerlegen. Merke Dir die Reihenfolge. Auch wie das Ganze montiert war. Zur Not an der noch montierten Seite orientieren.

Dann das Mittelstück überarbeiten. Die außenstehenden "Nocken" einfach ca. 1,5-2mm abschleifen. Alles gründlich Reinigen, etwas Fett dran, und dann wieder zusammen bauen. Richtig in die Zarge einsetzen und dann die andere Seite genau so bearbeiten. Beide Seiten bearbeiten, sonst funktioniert es nicht.


Guck mal hier:

Link

Genau so überarbeitet schließt die Haube wunderbar. Ich habe es selbst auch schon mehrfach gemacht. Allerdings mit einer Feile oder Schleifpapier, nicht mit einem Küchenmesser.

Ebenfalls kannst Du diese dann wieder "normal" einstellen. Also wieder mit etwas mehr Spannung, damit die Haube auch ordentlich offen bleibt.

Zum Tonabnehmer: Das Shure M95 mit einer guten Nadel ist meiner Meinung nach schon eine Ansage, wenn man denn die Shure- Tonabnehmer mag.

Ich persönlich mag die alten Shure. Bei mir tummeln sich da einige. M44,M72B,M75-6S (der Allesfresser), M91, M95, V15II, V15III, M97x .....
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#29 erstellt: 06. Jul 2018, 22:46
Wow - danke für den Tipp, Maiko! Spätestens nach dem Urlaub wird daran mal gebastelt.
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#30 erstellt: 30. Jul 2018, 21:20
Guten Abend,

aus dem Urlaub zurück wollte ich mich gleich mal ans Werk machen. Das M95 hab ich vorsichtig gesäubert, ebenso die Kontakte am Tonarm. AT95 raus, M95 rein... und... nichts. Ich hör Musik direkt am Dual (also quasi aus der Nadel raus), aber in meinem Verstärker kommt nichts an. Wenn ich das AT wieder anbaue, läuft es wie vorher (also aus den Boxen). Was mache ich falsch??
tinnitusede
Hat sich gelöscht
#31 erstellt: 30. Jul 2018, 22:31
ach du Sch.....

brummt es denn wenigstens?
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#32 erstellt: 30. Jul 2018, 22:34
nein, gar nichts... aber komisch, dass es die Musik der Platte ja irgendwie "abspielt"... nur nicht in die Leitung geht...
tinnitusede
Hat sich gelöscht
#33 erstellt: 30. Jul 2018, 22:47
nun ja, die Nadel macht beim Abtasten vielleicht ein Zehntel Auslenkung dass bisschen reicht, um die Luft zu bewegen, was man dann hört.

Sitzt der Nadelträger bis zum Anschlag drin?,

Hast Du ein DMM, um die Spulen zu messen?,
Marsilio
Inventar
#34 erstellt: 30. Jul 2018, 22:48
Ich hätte jetzt mal auf die Kontaktpins getippt, aber die hast Du ja bereits gereinigt.

Ich würde als nächstes kontrollieren, ob die Pins richtig angeschlossen sind. Und dann einfach mal ganz blöde die Dinger mehrere Male an- und wieder rausziehen. Und dann auch mal ein bisschen dran "rumrütteln". Eines meiner TK's ist auch nicht mehr so gut drauf; wenn ich es jeweils an den Dreher stecke muss ich das öfters auch mehrere Male machen bis der "Strom" wieder fliesst.

Theoretisch ist natürlich auch denkbar, dass der M95-Generator hinüber ist.

Überprüfe doch auch noch rasch, ob da der Nadeleinschub richtig drin ist: Raus - rein - raus - rein; vielleicht ist ja auch da der Hund begraben...

LG
Manuel
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#35 erstellt: 30. Jul 2018, 22:59
Puh... meine Herrn... das war jetzt vielleicht ein Schock

Es funktioniert!

Beim vielleicht 7. Mal rein-raus mit rumrütteln und wackeln... zwischenzeitlich ging dann auch das AT nur noch mono und ich hatte schon Angst um den Plattenspieler. Jetzt tönt das Shure durch die Boxen. Ich verdaue den Schock, schenk nochmal den Suntory nach, und morgen geht's ans "Genusshören". Danke euch für die schnelle Hilfe und das "Dranbleiben".

tinnitusede
Hat sich gelöscht
#36 erstellt: 30. Jul 2018, 23:01
na also!
Marsilio
Inventar
#37 erstellt: 30. Jul 2018, 23:04
Bitte noch ein Bild vom M95 von vorne, ich würde gerne sehen, was da für eine Nadel dran ist.

LG
Manuel
Wuhduh
Inventar
#38 erstellt: 30. Jul 2018, 23:42
Nabend !

Nadel in Erstbestückung war wohl meistens die beige mitta sphärischen Nadel.

Sporadische Kontaktprobleme zwischen Pins und Kontaktflächen am Headshell sind bekannt nach der Reinigung mit einem Glasfaserstift. Es fehlt sozusagen die Oxidationsschichten. Außerdem werden die Pins unsichtbar unter dem Plättchen mit dem TK-Aufkleber federnd gelagert sein. Sie neigen im Alter zu klemmen, was einen Kontakt ins Headshell verhindert.

MfG,
Erik
Marsilio
Inventar
#39 erstellt: 30. Jul 2018, 23:51

Wuhduh (Beitrag #38) schrieb:
Nabend !

Nadel in Erstbestückung war wohl meistens die beige mitta sphärischen Nadel.

MfG,
Erik


Du meinst die dunkelgraue Nadel, Bezeichnung übrigens "G".

Beige waren die Ellipsen...

LG
Manuel
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#40 erstellt: 31. Jul 2018, 17:33

Marsilio (Beitrag #37) schrieb:
Bitte noch ein Bild vom M95 von vorne, ich würde gerne sehen, was da für eine Nadel dran ist.




Was jetzt allerdings deutlich anders ist, ist die Luft zwischen TA und Schallplatte, die nun einen knappen Millimeter beträgt...



Muss ich da noch irgendwas an der Tonarmhöhe einstellen? Benötigt das Shure sonst noch irgendwelche Korrekturen/Einstellungen an Tonarm oder Antiskating?
.JC.
Inventar
#41 erstellt: 31. Jul 2018, 17:44
Hi,

das TK sitzt doch gar nicht richtig, siehst du den Spalt rechts oben nicht ?
ParrotHH
Inventar
#42 erstellt: 31. Jul 2018, 17:48

Matt_Murdock (Beitrag #40) schrieb:


Muss ich da noch irgendwas an der Tonarmhöhe einstellen? Benötigt das Shure sonst noch irgendwelche Korrekturen/Einstellungen an Tonarm oder Antiskating?

Vor allem solltest Du den TK nochmal ordentlich einsetzen. Der ist hinten nicht richtig drin. Das muss alles bündig abschließen!

So muss das im Prinzip aussehen:

Benz Micro ACE SH

Ist mir aber auch schon passiert im Eifer es Gefechts.

Du solltest zur Sicherheit den Arm neu auspendeln. Auflagekraft habe ich grad nicht parat, für die originale HE-Nadel werden 1,25g empfohlen, glaube ich...

Ansonsten würde sich der Plattenteller Deines 704 sicher über eine kurze Behandlung mit Nevr-Dull freuen.

Parrot
Marsilio
Inventar
#43 erstellt: 31. Jul 2018, 18:39
Die schwarze Nadel mit der gelben Aufschrift "Shure" dürfte eine originale Dual DN362 sein. Gebondete, aber scharf geschliffene Ellipse, Verrundungsradius 0.2x0.7mil, Auflagekraft 1.2g. Also eher noch besser als die Cleorec und definitiv besser als jene des AT95.

Stellt sich halt die Frage, wie viele Stunden sie schon auf dem Zähler hat.

LG
Manuel


[Beitrag von Marsilio am 31. Jul 2018, 18:44 bearbeitet]
Matt_Murdock
Schaut ab und zu mal vorbei
#44 erstellt: 31. Jul 2018, 21:45
Ihr hattet schon gemerkt, dass ich von der ganzen Materie null Ahnung hab, oder...?

Nun denn, erneut großen Dank für die vielen Hilfestellungen, Korrekturen und Tipps. Ich habe den TA nun richtig montiert (was ich gar nicht so einfach und ehrlich gesagt auch nicht wirklich intuitiv fand), die Anleitung des 704 nochmal eingehend studiert (danke nochmal, 8terberg, für den Link!), Tonarmhöhe, Auflagekraft und Antiskating eingestellt. Das ganze sieht nun so aus:





Mein naives Auge findet das jetzt schon mal gut so (Verbesserungen natürlich willkommen!) und mein naives Ohr erfreut sich gerade auf das Höchste am guten Denison Witmer der wohlig warm durch meinen Boxen musiziert. Hach

Was das Alter bzw. die Spielzeit der Nadel angeht, so weiß ich, dass sie in den 40 Jahren zwar nicht im Dauereinsatz, so aber doch schon durchaus oft im Einsatz war. Auch wenn ich, ehrlich gesagt, erst mal vor weiteren Umbauten zurückschrecke, so wäre eine Erneuerung (Marsilio hatte ja schon die hyperelliptische von Thakker ins Spiel gebracht) vielleicht mal noch ein Projekt, dass sich lohnt.

Polierwatte dann auch mal als Zukunftsprojekt
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#45 erstellt: 31. Jul 2018, 22:10
Noch mal kurz zur Haube:

Hast du mal versucht das Ganze gängig zu machen, indem du etwas Silikonöl in den Scharnier-Federmechanismus sprühst?

8erberg reinigt Kontakte mit Isopropanol und Glasfaserstift. Glasfaserstift ist ok, Isopropanol entfernt aber keine Oxydschichten. Ich benutze Q-Tips mit einem Tropfen Ballistol. Die Q-Tips sind anschließend dunkelgrau.

Gerd


[Beitrag von bielefeldgibtsnicht am 31. Jul 2018, 22:11 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#46 erstellt: 31. Jul 2018, 22:26
Hi,


Matt_Murdock (Beitrag #44) schrieb:
Ihr hattet schon gemerkt, dass ich von der ganzen Materie null Ahnung hab, oder...?


jo


ParrotHH (Beitrag #42) schrieb:
Der ist hinten nicht richtig drin.


wir dachten uns das schon,
es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Bei einer Nadel unbekanntem Zustand kann man den Schmutzradierer einsetzen,
vielleicht spielt die Nadel dann schon gut genug und man kann die "machbesser" Gedanken
in weitere Zukunft versetzen.
8erberg
Inventar
#47 erstellt: 01. Aug 2018, 08:07
Hallo,

Ballistol muss aber grundsätzlich entfernt werden da es Buntmetall angreift (soll ja schließlich Waffenläufe von Messingresten reinigen), daher immer nachspülen bzw. säubern z.B. mit Kontakt WL.

Isopropanol entfernt Schmodder, wie Nikotin mit Staub.
Angelaufenes Silber der Kontakte (bester elektrischer Leiter) wird damit nicht blank, da hilft der Glasfaserstift.

Peter
bielefeldgibtsnicht
Stammgast
#48 erstellt: 02. Aug 2018, 10:36
@8erberg: Die Reste des Balistol können doch mit dem Isopropyl entfent werden. Alkohol entfernt Fettreste sehr gut. Und um die Reinigungsflüssigkeit zum Plattenwaschen anzusetzen, braucht man Isopropanol sowieso.

Ich will hier nicht gleich einen teuren Kontaktreiniger empfehlen. Und das beliebte K-60 richtet, wenn nicht richtig entfernt, mehr Schaden als Nutzen an.
Ich benutze es überhaupt nicht mehr.

Gerd
8erberg
Inventar
#49 erstellt: 02. Aug 2018, 11:34
Hallo,

stimmt, wer K60 leichtsinning ohne Spülen einsetzt kann das Gerät sofort zum Wertstoffhof bringen.

Peter
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