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Ist der Pro-Ject Debut III empfehlenswert?

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pantagruel78
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 02. Dez 2004, 12:17
Hallo,

momentan spiele ich meine Platten (vor allem ProgRock, Soul und Jazz) auf einer fast 30 Jahre alten Stereoanlage des Typs Sharp SH-460 H "The Searcher" ab. In das montierte Original-System habe ich eine passende neue Nadel eingesetzt.

Da das Gerät schon sehr alt ist, produziert der eingebaute Verstärker ein gut vernehmliches Grundrauschen, welches den Musikgenuß - besonders mit Kopfhörern - ziemlich stark beeinträchtigt.

Ich überlege daher, ob ich mir als Ersatz einen neuen Verstärker und den Pro-Ject Debut III kaufen soll. Da ich ziemlich viele gegensätzliche Meinungen zu dem Gerät gelesen habe, bin ich etwas verunsichert. Das Gerät soll an einem günstigen Verstärker von Conrad-Elektronic (Eltax Tangent AMP-50) mit 40 Watt betrieben werden - als Student sind meine monetären Möglichkeiten leider ziemlich begrenzt.

Ich gehe davon aus, dass ich durch meine bisherige Anlage in Sachen HiFi nicht allzu verwöhnt bin (z.B. klingen Zischlaute und hohe Töne auf meiner Anlage teilweise knirschig und verzerrt), so dass möglicherweise bereits der Pro-Ject Debut III eine erhebliche Verbesserung darstellen würde - allerdings kann ich dies aufgrund mangelnder Erfahrung nicht richtig einschätzen.

Bekomme ich eurer Meinung nach durch diese Plattenspieler/Verstärker-Kombination eine für meine Anforderungen ausreichende Lösung (auch in Bezug auf das Grundrauschen) oder wird es mir keine Vorteile bringen, da die Komponenten nichts taugen?

Den Spieler gibt es - um meine Verwirrung noch zu steigern - bei PhonoPhono in Berlin mit drei verschiedenen Systemen (Ortofon OMB5E und mit Aufpreis OMB10 oder VinylMaster White) - lohnt sich der Kauf einer der beiden besseren Varianten und wenn ja welcher?

Ganz herzlichen Dank im Voraus für eure Hilfe
anderl1962
Stammgast
#2 erstellt: 02. Dez 2004, 12:27
Hallo,

ich habe den Project Debut II, werde aber das serienmäßige OMB 5 System gegen ein OMB 20 austauschen, da dieses meiner Meinung nach doch eine deutliche Verbesserung der Dynamik und der Auflösung bringt. Ansonsten bin ich mit dem Teil sehr zufrieden, da es einen günstigen Einstieg in die wie ich finde " untere Mittelklasse " der Player bringt, und da ich nicht unbedingt Klassik höre und auch nicht das absolute Gehör habe ( Knalltraumageschädigt seit BW-Zeiten ) wie einige hier im Forum geht das Teil voll in Ordnung.
Da der Debut III als Nachfolger des Debut II einige wesentliche Verbesserungen erfuhr denke ich ist es ein guter Player.
Aber es hilft hier nur eins: Probehören mit Vergleichsplayern, denn jede Ohrmuschel hört anders.

Viele Grüße
Andreas


[Beitrag von anderl1962 am 02. Dez 2004, 12:29 bearbeitet]
georgy
Inventar
#3 erstellt: 02. Dez 2004, 12:31
Der Debut Plattenspieler ist nicht schlecht, ich würde aber eher Verstärker und Plattenspieler gebraucht kaufen, da bekommst du für dein Geld wenigstens einen vernünftigen Verstärker dazu.
Miles
Inventar
#4 erstellt: 02. Dez 2004, 12:39
Wenn nur Neugeräte in Frage kommen ist der Pro-Ject empfehlenswert, für das gleiche Geld (fast 200 Euro) bekommt man aber auch höherwertige Gebrauchtgeräte von Thorens (TD14x/16x), Dual oder Pro-Ject (bessere Modelle).

Lies die oben angepinnten Kaufberatungen an.
pantagruel78
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 02. Dez 2004, 13:47
Danke erstmal für eure Antworten.

Ich denke, grundsätzlich wäre mir ein Neugerät schon lieber, da ich mich zum einen nicht gut genug auskenne, um die Qualität der bei e-bay angebotenen Plattenspieler einschätzen zu können, und zum anderen etwas Bedenken habe, ob das gute Stück - so ich denn etwas taugliches erwischen würde - auch unfallfrei und in einwandfreiem Zustand bei mir einträfe.

Meint ihr, dass der Conrad-Verstärker qualitativ so schlecht ist, dass ich lieber einen anderen kaufen sollte? Hab ihn bisher noch nicht bestellt, da ich mich erst noch genauer informieren wollte. Es kam mir natürlich auch schon in den Sinn, was Passendes bei e-bay zu ersteigern aber aus den oben genannten Gründen hab ich mich dann doch wieder dagegen entschieden.

Gibt es denn in der Preisklasse unter 100 Euro irgend einen "Geheimtipp" bzw. einen Verstärker, der vergleichbare Leistungsmerkmale bietet (getrennte Bass- und Höhenregelung, Phonoeingang und Loudness-Funktion) und empfehlenswerter als der von mir angepeilte ist?

Wie sieht es denn bezüglich der Systeme aus - welches der drei Angebotenen würdet ihr mir empfehlen?
Miles
Inventar
#6 erstellt: 02. Dez 2004, 14:53
Ich würde kein System empfehlen das teurer ist als der Verstärker weil da die Relationen nicht stimmen. Ein beliebtes und häufig empfohlenes System (ich habe es noch nicht gehört) ist das Audio Technica AT95E für ca 30 Euro. Das wird bei auch wesentlich teuereren Plattenspielern serienmässig eingebaut.

Was den Verstärker angeht so fängt bei Neugeräten Hifi erst bei 150-200 Euro an. Diese Geräte haben meist keinen Phono-eingang (oder nur einen Not-Eingang :)), so dass dann noch mal mindestens 50 Euro für einen Phono-Vorverstärker anfallen.

Wenn du so knapp rechnen musst kommst du nicht an Gebrauchtgeräten vorbei, auch was den Plattenspieler angeht. Wenn du statt einem neuen Pro-Ject Debut einen guten gebrauchten Dual oder Thorens kaufst kannst du immerhin schon ca 100 Euro sparen.

Was Hifi angeht ist Ebay eigentlich - im Gegensatz zu PCs oder Handys - recht zivilisiert. Viele Geräte werden von den Erstbesitzern verkauft. Aufpassen muss man bei Auktionen wo Dachbodenfunde oder Erbstücke angeboten werden und die Anbieter mangels Sachverstand nicht in der Lage sind den Zustand vernünftig zu beschreiben.


[Beitrag von Miles am 02. Dez 2004, 14:54 bearbeitet]
pantagruel78
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 02. Dez 2004, 16:08
Hmm - also so langsam komm ich doch massiv in's Schwanken, ob ich's nicht doch mal mit e-bay versuchen sollte...*überleg*

Hab grad nen Blick reingeworfen und festgestellt, dass in den nächsten Tagen 2 x Thorens TD 320 (einer davon mit optischer Endabschaltung) und ein TD 160 MK II versteigert werden, die laut www.thorens-info.de beide gut sein sollen.

Welcher Preis wäre für diese Geräte (beide laut Beschreibung in gutem Zustand) denn gerechtfertigt? Würdest Du mir eher zum 320'er oder zum 160'er raten? Und wie sieht es da mit einem Wechsel des Nadelsystems aus - hat man da Auswahl bzw. wäre dafür auch das von Dir angesprochene System eine gute Wahl?

Bekommt man denn problemlos Ersatz- bzw. Verschleißteile wie z.B. Riemen für diese alten Plattenspieler? Und sind die Thorens nicht aufgrund des Alters einem neuen Plattenspieler unterlegen auch in Bezug auf die Zuverlässigkeit?(Keine Ahnung, ob die technische Entwicklung in diesem Bereich große Fortschritte gemacht hat) Bei meinem alten Möhrchen hat z.B. der Motor für den Plattenteller so langsam keine rechte Lust mehr, weswegen die Geschwindigkeit immer höher gedreht werden muss. Oh, da fällt mir auf: dafür hab ich weder bei dem Pro-Ject noch an den Thorens eine Einstellmöglichkeit gefunden - regeln diese Geräte die Geschwindigkeit denn automatisch?!

Auch das Justieren und Neueinstellen des Gerätes nach der Ankunft bereitet mir etwas Sorge

Herrje - soviele Fragen und so wenig Ahnung - Danke für Deine bzw. Eure Geduld und Mühe
Helge_W
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 02. Dez 2004, 16:24
Ich habe vor einiger Zeit einen Dual 704 bei ebay gekauft und mit einem Shure M97x ausgestattet, Kosten alles inclusive (Tonarmwaage und Libelle von Ortofon, neue ordentliche Verkabelung, Versand) knapp unter 200 und damit billiger als der Debut III. An den hatte ich zuerst auch gedacht, hab mich aber (u.a. in diesem Forum) überzeugen lassen. Ausserdem wirkt der Debut doch ein wenig einfach im Vergleich. Klanglich kann ichs allerdings nicht beurteilen.
Da ich auch Bedenken hatte bzgl. Vorbesitzer und Versand, hab ich etwas mehr bezahlt und bei einem Händler gekauft. Das macht ein paar Euronen aus und gibt die Möglichkeit, bei Nichtgefallen zurückzusenden.
Am Basics-Lernen kommts du imo eh nicht drumrum, früher oder später muss man das Ding ja doch mal einstellen.

Gruß

Helge
Holger
Inventar
#9 erstellt: 02. Dez 2004, 18:16
Hi panta (der Rest ist mir lang ),

Ich kann mir die eBay-Angebote für die beiden 320er und den 160 Mk. II z. Zt. nicht anschauen, aber grundsätzlich folgende Infos : 320 (der hat übrigens IMMER eine Endabschaltung) und 160 Mk. II sind gleichermaßen sehr sehr gute Laufwerke, wobei es den 320, wenn er keine Mk-nochwas dran hat, mit zwei Armen gibt, dem TP 16 Mk. III und dem Mk. IV. Die Arme unterscheiden sich in ihrer effektiven Masse, die vom Mk. IV ist höher, womit der Arm für mehr Tonabnehmer geeignet ist als der leichtere Mk. III, der übrigens auch auf dem 160 Mk. II drauf ist. Dafür hat man beim TP 16 Mk. III Wechsel-Armrohre und sogar die Möglichkeit, ein klasse MC von EMT namens TMC63 zu verwenden.
Aber auch für den TP 16 Mk. III gibt es eine Menge geeigneter Systeme, die Leichtigkeit des Armes ist also kein Hindernis.
Riemen bekommt man nach wie vor. Die Motoren sind extrem zuverlässig, meine Thorense - der jüngste ist 20 Jahre alt, der älteste ca. 40 ! - laufen und laufen und laufen, und zwar präzise. Ich bin übrigens kein Techniker oder begnadeter Heimwerker, sondern nur einfacher User, aber eben ziemlich "fanatisch" - Thorens-Info.de ist übrigens meine Webseite.
Man kann durchaus sagen, dass man von einem alten Thorens nur den Staub wegpusten und ihm vielleicht ein paar Tropfen Öl und einen neuen Riemen gönnen muss, und dann läuft das 20 Jahre alte Gerät, welches 10 Jahre im Tiefschlaf auf dem Speicher verbracht hat, los - und zwar für weitere 20 Jahre, oder so .
Was die Preise angeht : für einen 160 Mk. II in technisch und optisch gutem Zustand sind 150 Euro angemessen (ohne System), ein 320er kostet einen Fünfziger oder so mehr.
Ich selbst habe übrigens - u.a. - einen 160 Mk. II, und zwar mit dem o.g. EMT-MC-System.
Unten steht ein Link zu meiner Anlagenbeschreibung, da sind auch eine Menge Bilder zu sehen.
Riker
Inventar
#10 erstellt: 03. Dez 2004, 15:58

Man kann durchaus sagen, dass man von einem alten Thorens nur den Staub wegpusten und ihm vielleicht ein paar Tropfen Öl und einen neuen Riemen gönnen muss, und dann läuft das 20 Jahre alte Gerät, welches 10 Jahre im Tiefschlaf auf dem Speicher verbracht hat, los - und zwar für weitere 20 Jahre, oder so .

Naja, das ist vielleicht ein wenig übertrieben Aber die Richtung stimmt sicher - konnte mich auch von der Wertigkeit eines solchen "Panzers" überzeugen. Aber ab und zu ein bisschen Liebe schadet denen auch nicht. Die Wartung ist aber relativ unproblematisch, da gibt es z.B. im analog-forum.de viele Hinweise.
Ich würde eher zum TD160 tendieren, der 320er ist neuer, deshalb erzielt er wohl höhere Preise. Das Alter spielt aber nicht so eine Rolle, diese Geräte altern kaum, "verderben" nicht und es ist alles bewährte Technik, will heissen die älteren müssen nicht unbedingt schlechter sein.
Aber wenn du dir das nicht zutraust (würde ich verstehen, man hat sich aber schnell eingelesen und es ist kein grosser Zauber...), dann fährst du mit Pro-Ject sicher auch nicht schlecht.

Den Verstärker würde ich _unbedingt_ gebraucht kaufen! Hier würde ich einen neueren (ca. bis 10 Jahre) wählen, der solide aussieht und neu auch ein wenig gekostet hat (Region 300 - 500 E), also kein Plastikschrott aber auch kein Highend - solche sollte man für schmales Geld bekommen, da die Nachfrage nicht riesig ist.
So einer sollte allemal besser sein als irgendein Conrad-Teil.
Ich würde auch darauf achten, dass du schon einen Phono-Eingang am Verstärker hast. Andererseits musst du mind. 50 E gebraucht für einen schlauen Phonovorverstärker rechnen.
Damit solltest du einiges besser fahren als mit Conrads XY.

Riker
MyHifitoys
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 03. Dez 2004, 16:37
@pantagruel78: Wenn Du Interesse an einem guten Vollverstärker mit integrierter Phonoplatine suchst, der außerdem Deine oben genannten Anforderungen erfüllt, kann ich Dir meinen Denon PMA-980R empfehlen. Kannst ja mal in den Tests der Jahrgänge 93/94 in STEREO, Stereoplay, Hifi-Vision nachschauen. Bei Interesse schicke ich Dir Bilder.
Music_Man
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 10. Dez 2004, 23:47
Hi,
Noch n Tip: Falls Du Dir nen Verstärker ohne Phonoeingang kaufst-Gerade etabliert sich ein Phonopreamp von NAD, der PP2 auf dem (günstig-) Markt, gutes Teil für die Kohle. Dessen Vorgänger ist auch nicht viel schlechter und dürfte bald spottbillig gebraucht zu haben sein-PP1.
Gruß,
BE
pantagruel78
Schaut ab und zu mal vorbei
#13 erstellt: 14. Dez 2004, 11:30
Danke für eure Antworten!

Bin seit gestern stolzer Besitzer eines TD 320, der über einen neuen Yamaha-Verstärker läuft - klingt klasse! Allerdings habe ich noch einige Fragen zu dem Gerät (siehe neues Thema vom 14.12.04 "Thorens TD 320") - wär klasse, wenn ihr mir auch diesmal wieder weiterhelfen könntet.
GandRalf
Inventar
#14 erstellt: 14. Dez 2004, 11:58
Moin auch,


Gerade etabliert sich ein Phonopreamp von NAD, der PP2 auf dem (günstig-) Markt, gutes Teil für die Kohle. Dessen Vorgänger ist auch nicht viel schlechter und dürfte bald spottbillig gebraucht zu haben sein-PP1.


Kleine Anmerkung dazu:

Der PP1 ist nur für MM Abnehmer geeignet, der neuere PP2 für MM und MC.
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