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Kaufberatung Plattenspieler für Privatgebrauch

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Svenomenal
Neuling
#1 erstellt: 03. Sep 2019, 14:56
Hallo Zusammen!

Da meine Freundin und ich beide sehr gerne Musik hören und ich der Meinung bin, dass durch Spotify und Co. (die selbstverständlich ihre Vorzüge haben) ein wenig Drama und Genuss aus dem "Musik hören" verloren gegangen ist, möchte ich uns jetzt einen Plattenspieler zulegen.

Jetzt bin ich mal so gar nicht versiert in der Thematik und möchte euch um eure Hilfe bitten.
Ich bin mir sicher dieses Thema wurde schon häufig besprochen, allerdings stoße ich bei meiner Suche immer wieder auf Threads in denen die Fragenden scheinbar alles können aber nichts ausgeben wollen... Das macht es nicht einfach eine Entscheidung zu treffen.

Bei mir ist das Einsatzgebiet sehr simpel: Ich möchte zuhause in bestmöglicher Qualität Schallplatten abspielen... Punkt
Ich möchte nicht irgendwann mal DJ werden und schon mal einen Plattenspieler kaufen der das auch kann und Digitalisieren muss ich auch nicht unbedingt.

Angeschlossen würde der Plattenspieler an meinen Yamaha AV-Receiver, der wiederum an Quadral Lautsprechern hängt.

Wir hören zu 50% elektronische Musik und zu 50% alles aber auch wirklich alles andere

Preislich dachte ich an 300,- bis 350,- €.

Was könnt ihr mir empfehlen?
Wenn ich irgendwelche Infos vergessen habe, trage ich diese natürlich nach.

Danke schon mal für eure Hilfe!

MfG

Sven
kölsche_jung
Inventar
#2 erstellt: 03. Sep 2019, 15:09
Neu oder auch gebraucht? Wenn gebraucht auch eine Option ist, wäre es hilfreich deinen Standort anzugeben, das Versenden von Plattenspielern hat so seine Tücken ... da empfieht es sich häufig das Gerät persönlich abzuholen

Plattenspieler benötigen in der Regel einen Phono-Eingang ... Hat dein AVR einen solchen? Welcher AVR?

Daneben ... was soll es heißen, dass Drama und Genuss verloren gegangen sind? Erwartest du einen durch den Plattenspieler einen "besseren Klang" oder geht das mehr in Richtung "lifestyle" (sich selber mehr Zeit nehmen, keine Fernbedienung, mit der man permanent weiterskippt)?
Svenomenal
Neuling
#3 erstellt: 03. Sep 2019, 15:28
Es handelt sich um einen Yamaha RX-V685 https://de.yamaha.co...s/rx-v685/index.html
Phono-Eingang ist vorhanden.

Ich hatte mich eher auf was neues eingestellt aber wirklich festgelegt habe ich mich nicht.
Standort ist 46414 Rhede.

Ja, zum einen meine ich den "Lifestyle" der damit verbunden ist. Sich bewusst für eine Platte zu entscheiden, sie aufzulegen, die Nadel zu platzieren... das ganze halt ein bisschen mehr zu zelebrieren als eben einfach per Bluetooth sein Handy zu verbinden und eine Playlist abzuspielen.
Und na klar, einen besseren Klang verspreche ich mir natürlich auch...
Vinyl2006
Stammgast
#4 erstellt: 03. Sep 2019, 15:58
Besserer Klang ist so eine Sache,es sei denn die CD ist schlecht produziert und bei günstiger Tonabnehmer vs günstiger CD Spieler wird der Tonabnehmer nicht besser klingen.Der TA müsste wahrscheinlich deutlich teuerer sein um mit dem CD Spieler mitzuhalten.Platte ist natürlich deutlich schöner,aber besserer Klang eher nicht.
Svenomenal
Neuling
#5 erstellt: 03. Sep 2019, 16:04
Das möchte ich nicht bestreiten... Ich habe ja auch mit Musik-Streaming verglichen
Ich habe vor einigen Jahren bei einer zufälligen Bekanntschaft den Test Schallplatte vs. Spotify machen können und mich hat der Unterschied im Klangbild massiv überrascht. Kann natürlich auch subjektives empfinden gewesen sein...

Bei Cd´s fehlt mir allerdings auch einfach das Flair...
kölsche_jung
Inventar
#6 erstellt: 03. Sep 2019, 16:14

Svenomenal (Beitrag #3) schrieb:
... Und na klar, einen besseren Klang verspreche ich mir natürlich auch...

das könnte schwierig werden ... technisch gesehen ist Vinyl einer digitalen Abspiele deutlich unterlegen ...

Nicht falsch verstehen, ich höre seit zig Jahren Schallplatten, habe deutlich mehr Platten als CDs, streaming und mp3 sind bei mir nur Randerscheinungen, aber "besserer Klang"? Nicht wirklich ... ich habe zwar viele LPs die ich - gehörmäßig - nur wegen gelegentlicher Knackser von der CD unterscheiden kann. Aber ich habe keine "Dublette", wo die LP kanglich besser wäre ... solchen Murks wie zB Metallicas DeathMagnetic kaufe ich schlicht nicht, da ist die LP gegenüber der CD tatsächlich ... naja, sagen wir ... etwas weniger schlecht abgemischt (von akzeptaber Klangqualität sind da aber beide Medien entfernt, da habe ich die guitar-hero-version vorgezogen)

Ich höre aber auch Musik (die ich trotzdem teilweise auch auf Vinyl habe, ist so ein Sammel-Tick), wo ich digital aus klanglichen Gründen klar vorziehe.
Nimmt an zB mal extrem dynamische Musik (gemeint ist damit reale Dynamik, nicht die DR-Werte), wenn also ganze Sequenzen 30 bis 40dB unter Vollaussteuerung liegen, zB vieles von Mogwai ... sorry, aber da geht bei Vinyl einiges im Rillenrauschen unter ...
Daneben höre ich u.a Hardcore (RotterdamTerrorCorps, Angerfist, D-Fense und so n Zeug) ... das geht auf Vinyl überhaupt nicht, Klassik ist - je nach dem - auch eher miserabel über Schallplatte ...
Ronny1976
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 03. Sep 2019, 16:49
Wenn Du besseren Klang wie bei Spotyfy und mehr "Zeit" für das Hören suchtst:

Mein Tipp: kauf Dir nen halbwegs vernünftigen CD-Player (passend zu Rest der Anlage) und vergrabe die Fernbedienung in der hintersten Schublade.

Schon hast Du die gewünschte Anti-Zapping-Funktion, besseren Klang und das bei meist erheblich niedrigeren Kosten. Gebrauchte CDs bekommt man heute fast nachgeworfen und in 99% aller Fälle spielen die tadellos, was man bei gebrauchten Platten weitaus seltener sagen kann...
Tywin
Inventar
#8 erstellt: 03. Sep 2019, 16:59
Hallo,


Und na klar, einen besseren Klang verspreche ich mir natürlich auch.


faktisch gibt es per antiquierter Phonotechnik mehr oder weniger deutlich schlechteren Klang. Daher sind z.B. Menschen wie ich und fast alle anderen Menschen mit großer Freude auf digitale Technik umgestiegen als diese damals neue Technik für akzeptable Preise verfügbar war.

Ich habe derzeit aber trotzdem vier Plattenspieler, einige Phono-Pre, viele Tonabnehmersysteme und noch mehr verschiedene Nadeleinschübe weil mir die Beschäftigung mit dieser Technik Freude macht.

Und wenn man genug Zeit, Geld und Know-how in dieses Technik investiert, dann kann man damit auch relativ gut Musik hören.

Was kein kleines Wunder ist wenn man die ganzen Probleme dieser Technik kennt mit denen ab der Abmischung bis zum elektrischen Signal aus dem Phono-Pre gekämpft werden muss.

LG Michael
Vogone
Inventar
#9 erstellt: 03. Sep 2019, 17:39
Ich mag ja die unendliche Diskussion LP vs. CD

So habe ich dann nur so zum Spaß mit 3 Probanden LP gegen CD antreten lassen.
1 - nur die nicht sehr leisen Passagen
2 - als LP und CD: Robert Schröder, Bryan Adams, Billy Idol
3 - gleiche Lautstärke

Die Platte hat den Test klar gewonnen, auch wenn das im Grunde nicht sein kann.
Ich will das mal so zusammenfassen. Beim Umschalten ging mit der Schallplatte der Raum auf, mit der CD wurde er schmaler.
Wirklich messen kann das wohl nur mit sehr hohem Aufwand, oder?
Mehr Raum/Breite macht in dem Fall einfach mehr Spaß.
Keine Einbildung oder so. Subjektiv hat das Vinyl den Test gewonnen.
Es kann natürlich sein, dass die CD näher an der Wirklichkeit war.

Das war es auch schon
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 03. Sep 2019, 17:50
Hallo,

was soll diese Vogel-Strauß-Taktik .... Knacken, Knistern, Rumpeln, Rillengeräusche von der welligen, beschädigten, schlecht produzierten, nicht ganz sauberen Platte (und Abtastern) womöglich mit einem nicht ganz in der Mitte befindlichen Loch für den Dorn des Plattenspielers ....

Auf der CD wäre das der Grund zum Reklamieren, Umtauschen oder Wegwerfen. Warum wird das als ganz klar schlechtere Qualität einfach ausgeblendet. Da muss die rosarote Brille aber ganz doll gut funktionieren. Oder ist die Taubheit dann bereits vollkommen.

Dass Musik erst verzerrt werden muss damit die Bandbreite von Musik überhaupt auf einer Platte untergebracht (in den Vinyl-Kuchen mit ständig abnehmender Qualität gepresst) werden kann und nach dem wieder Herauskratzen durch den Abtaster und der unvollkommenen Umwandlung dieser kratzenden Bewegungen in der Plattenrille in empfindliche sehr schwache modulierte elektrische Ströme im Phono-Pre wieder entzerrt werden muss, das ist doch technischer Käse von Vorvorgestern.

Digitale Musik "kann" so aus dem Quellgerät kommen wie sie aufgenommen wurde. Was muss denn bei der Phonotechnik zwischen Aufnahme und Wiedergabe erst mal alles passieren.

Ich kann diese Verklärung von suboptimal funktionierender Technik wie bei einer Dampflok, bei einer Pferdekutsche oder dem Plumsklo mit all ihren Nachteilen nicht nachvollziehen. Da fehlt wohl bei vielen Menschen ein klarer/nüchterner Blick drauf.

Ich mag das alles bis auf das Plumsklo, aber es ist klar schlechter als moderne Technik.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 03. Sep 2019, 19:29 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#11 erstellt: 03. Sep 2019, 18:29

Vogone (Beitrag #9) schrieb:
... auch wenn das im Grunde nicht sein kann...

Warum soll das nicht möglich sein?
Ich hab früher auch mal Dreher/Abnehmer/Entzerrer-Kombinationen gehabt, die "anders" geklungen haben...
Bei dem letzten mir bekannten Drehervergleich unterschied sich auch einer der Probanden mehr oder weniger deutlich von den Konkurrenten.
Ist jetzt nicht soooo ungewöhnlich... und natürlich kann einem "sowas" auch gefallen... ich möchte "sowas" halt nicht haben und würde mich hüten, diese (de facto) fehlerhafte Wiedergabe dann auch noch zu loben...
lini
Inventar
#12 erstellt: 03. Sep 2019, 18:57
Sven: Sorry, aber bestmögliche Qualität und ein Budget von 300 bis 350 Euro schließen sich zumindest im Fall von Neuware definitiv aus, und selbst gute Qualität ließe sich eigentlich nur mit einem gebrachten Spieler realisieren.

Grüße aus München!

Manfred / lini
KyleCrane
Stammgast
#13 erstellt: 03. Sep 2019, 20:28
Hallo Sven

Ist immer wieder spannend, wie nahezu jeder Fred, wo jemand nach Beratung für einen Plattenspieler bittet, in eine Digital vs. Analog Diskussion mündet. Aber egal, ist ja auch ein legitimer Aspekt, wenn sich jemand "besseren Klang" erhofft, das zu erwähnen. Und da werden dir viele widersprechen bis hin zu Messergebnissen präsentieren. Fakt ist, wenn du vom Klang positiv angetan warst, dann bist du - wie ich - jemand dem der Vinylklang offenbar einfach zusagt.

Von diesem ganzen Knacken und Knistern, Rumpeln und sonstigen Geräuschen höre ich mit meinen Holzohren (fast) nix. Gepflegte LPs vorausgesetzt, was mit Aufwand verbunden ist. Ein paar wenige, simple Quervergleiche mit CD habe ich gemacht mit dem Fazit, dass ich die CD immer noch anstrengender wahrnehme als die LP. Mir auch egal wie verzerrt es ist, wie weit weg von HiFi die LP ist etc. Ist nunmal so. Das war aber nicht der Grund für den Umstieg auf Vinyl. Ich bin aus der gleichen Motivation wieder zurück wie du. Und habe es nie bereut. Seit Jahrzehnten hörte ich nicht mehr so bewusst Musik wie heute. Ich bezahle wieder für Musik, was mir ein gutes Gefühl gibt und wodurch ich ein Album einfach mehr schätze als früher. Und ich höre meine Alben jetzt durch. Praktisch immer.

Nur muss ich da Manfred zustimmen. Bei deinem Budget wird es bestenfalls das Zelebrieren und dein Wunsch nach Drama befriedigt, die Qualität wird da aber etwas vernachlässigt. LPs sind nunmal stark vom Equipment abhängig. 300 würde ich alleine schon in einen Tonabnehmer investieren. Zum Plattenspieler selbst wird dir die grosse Mehrheit hier zu einem guten Gebrauchten raten. Angesichts des Budgets auch absolut berechtigt. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass auch ein Neugerät gute Qualität nicht ausschliesst, vorausgesetzt der Tonabnehmer ist gut.

Mein Tipp wäre, dass du mit deinem Budget vorausschauend vorgehst und eine solide Basis mit einem vernünftigen Plattenspieler schaffst. Insbesondere die Tonarm-Justage sollte möglichst flexibel sein. Packt dich dann das Vinyl-Fieber, kannst du mit Upgrades anfangen, sprich Tonabnehmer. Gute Tipps für Gebrauchtgeräte werden hier von den Profis bald folgen, da bin ich mir sicher.

Gruss
KC
Vinyl2006
Stammgast
#14 erstellt: 03. Sep 2019, 21:02

KyleCrane (Beitrag #13) schrieb:
Hallo Sven

Ist immer wieder spannend, wie nahezu jeder Fred, wo jemand nach Beratung für einen Plattenspieler bittet, in eine Digital vs. Analog Diskussion mündet. Aber egal, ist ja auch ein legitimer Aspekt, wenn sich jemand "besseren Klang" erhofft, das zu erwähnen. Und da werden dir viele widersprechen bis hin zu Messergebnissen präsentieren. Fakt ist, wenn du vom Klang positiv angetan warst, dann bist du - wie ich - jemand dem der Vinylklang offenbar einfach zusagt.

Gruss
KC


Die Diskussion war nicht gewollt.
Jetzt mal zur wirklichen Beratung,in deiner Umgebung fällt mir nur der Elac Miracord 630 ein
https://m.ebay-klein.../1119960212-172-1381
sonst ist der Technics sl q300 noch ganz Ok,recht robust jedoch stark eingeschränkte Tonabnehmer Palette (T4P)
Tywin
Inventar
#15 erstellt: 03. Sep 2019, 21:34
Hallo,

ich habe ebay-Kleinanzeigen im 50km Umfeld um Rhede durchsucht und einen aus meiner Sicht scheinbaren recht interessanten Plattenspieler gefunden;

https://www.ebay-kle.../1180869228-172-2149

Die Haube soll nicht mehr schön aussehen, damit kann man sich aber mal selbst befassen oder für etwa 100 Euro eine neue Haube in Maßanfertigung beschaffen. Das muss aber nicht jetzt und gleich sein.

Dem Verkäufer würde ich dazu ein funktionierendes System mit einer funktionierenden elliptischen Nadel abhandeln, damit man schon mal mit dem Plattenhören loslegen kann.

Im nächsten Schritt wird wohl ein brauchbares Tonabnehmersystem bzw. ein brauchbarer Nadeleinschub fällig sein. Dazu ggf. ein brauchbarer Phono-Pre.

Hier noch ein anderer scheinbar brauchbarer Plattenspieler der wahrscheinlich nicht sonderlich günstig zu haben ist:

https://www.ebay-kle.../1166498039-172-2140

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 03. Sep 2019, 23:49 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#16 erstellt: 03. Sep 2019, 22:29
@Vogone

Noch etwas versöhnliches, ich habe gerade eine noch nie gespielte Ausgabe von Dark Side Of The Moon angehört, das klang in meinen Ohren
schon ziemlich perfekt

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 03. Sep 2019, 22:30 bearbeitet]
KyleCrane
Stammgast
#17 erstellt: 03. Sep 2019, 23:04

Tywin (Beitrag #16) schrieb:
@Vogone

Noch etwas versöhnliches, ich habe gerade eine noch nie gespielte Ausgabe von Dark Side Of The Moon angehört, das klang in meinen Ohren
schon ziemlich perfekt


Hi Michael

Einer der wenigen Quervergleiche Digital/Vinyl war bei mir genau DSOTM. Mag sein, dass ich da voreingenommen bin, weil ich dieses Album als Platte kennen und lieben gelernt habe in jungen Jahren. Danach hatte ich die CD, SACD, Streaming und jetzt wieder auf Vinyl. Das Gesamtergebnis funktioniert bei diesem Meisterwerk am besten auf Vinyl. Rein subjetiv natürlich und vermutlich auch von nostalgischen Gefühlen beeinflusst....

Gruss
KC
Vogone
Inventar
#18 erstellt: 04. Sep 2019, 19:18
Ich hatte echt überlegt, ob das wirklich schreiben soll, was ich geschrieben habe. Ich hatte mit schlimmeren feedback gerechnet.
Zudem werde ich noch ein paar vergleiche machen, macht ja auch Spaß und ich bin immer wieder erfreut, wie gut doch so eine einfache Technik wie der Plattenspieler klingt.

@lini: da stimme ich dir zu.

Die Vorschläge von Tyin sind gut.

Interessant noch diese Auswahl. PLZ 40699


[Beitrag von Vogone am 04. Sep 2019, 19:19 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#19 erstellt: 04. Sep 2019, 19:36
Hi,


lini (Beitrag #12) schrieb:
Sven: Sorry, aber bestmögliche Qualität und ein Budget von 300 bis 350 Euro schließen sich zumindest im Fall von Neuware definitiv aus, ...


so ist es.

Obwohl ... der Dreher ist ja nicht das Entscheidente
also ein neuer "Dual" DTJ und der reicht im Prinzip kostet 151,51
ein AT VM 95 ML kostet 155 €

sind knapp über 300 € für neu, das geht also schon
Burkie
Inventar
#20 erstellt: 04. Sep 2019, 20:12

Svenomenal (Beitrag #1) schrieb:

Bei mir ist das Einsatzgebiet sehr simpel: Ich möchte zuhause in bestmöglicher Qualität Schallplatten abspielen... Punkt

Preislich dachte ich an 300,- bis 350,- €.


Hallo,

das beißt sich etwas...

Für wirklich bestmögliche Qualität braucht man eine sehr gute Nadel.
Z.B. einen Jico-SAS-Nadeleinschub (mit Bor-Cantilever). Das ist sozusagen nur die Tauschnadel, für um die 200€. Ein dafür geeigneter Tonabnehmer kommt dann nochmal mit um die 50-70€ dazu.

Damit bleibt für den Plattenspieler selber ja nicht mehr soviel übrig...

Der Vorteil von Jico-SAS ist, dass kritische Stellen (scharfe S-Laute u.ä.) mit nur wenig bis praktisch nicht wahrnehmbaren Verzerrungen wiedergegeben werden, sowie insgesamt etwas weniger Rillenrauschen und Knistern und Knacken reproduziert wird, sowie der Verschleiß der Platten gering ist (was die Klangqualität lange erhält).

Die Frage ist, inwieweit du solche Feinheiten hörst bzw. bewusst wahrnimmst. Und natürlich, wieviel dir solche Verbesserungen bei Feinheiten wert sind....

Man kann auch mit deutlich günstigeren Tonabnehmern viel Spaß mit Platten haben.

Grüße
.JC.
Inventar
#21 erstellt: 04. Sep 2019, 20:34
Hi,


Burkie (Beitrag #20) schrieb:
Damit bleibt für den Plattenspieler selber ja nicht mehr soviel übrig...


so ist es, aber ML = SAS
(wer war zuerst?)
Im Fall vom 95 ML mit schnödem, gezogenen AluCantilever, als AT 150 MLX auf BorCantilever, als ...
Vogone
Inventar
#22 erstellt: 04. Sep 2019, 21:48
die AT-VM 95 SH würde ich gern mal gegen die ML probehören (auch leider etwas OT)

gerade gefunden: Vergleich


[Beitrag von Vogone am 04. Sep 2019, 21:50 bearbeitet]
Svenomenal
Neuling
#23 erstellt: 05. Sep 2019, 09:31
Erst ein mal möchte ich mich für alle Antworten bis hier hin bedanken!

Ich glaube aber ich habe mich etwas falsch ausgedrückt...

Ich zweifle auf keinen Fall an das CD´s eine bessere Soundqualität abliefern als eine Schallplatte. Für mein absolut subjektives Empfinden klingen Sie allerdings angenehmer. Jeder von uns hat so seine Präferenzen und ich bevorzuge halt - aus welchem Grund auch immer - den Klang einer Schallplatte...


Bei mir ist das Einsatzgebiet sehr simpel: Ich möchte zuhause in bestmöglicher Qualität Schallplatten abspielen... Punkt

Preislich dachte ich an 300,- bis 350,- €.


Hier meinte ich natürlich, dass ich den bestmöglichen Klang in der Preiskategorie 300,- bis 350,- € erreichen möchte und auf Sachen wie Digitalisierung und spezielle Gimmicks für den DJ-Einsatz verzichten kann. Das ich für diesen Preis nicht die bestmögliche Qualität im Ganzen erwarten kann ist mir vollkommen klar, bitte versteht mich nicht falsch... Nur irgendwo muss man ja anfangen und wer weiß, vielleicht sage ich nach ein paar Monaten tatsächlich das ist alles nichts für mich. Dann würde ich mich natürlich ärgern wenn ich mehrere Tausend Euro ausgegeben hätte.


Obwohl ... der Dreher ist ja nicht das Entscheidente
also ein neuer "Dual" DTJ und der reicht im Prinzip kostet 151,51
ein AT VM 95 ML kostet 155 €


Das finde ich tatsächlich sehr interessant... Den gibt es mit Direkt- und Riemenantrieb und als manuellen Plattenspieler. Womit bin ich besser aufgehoben?

Danke nochmal allen für eure Vorschläge! Ihr habt mir viel zum grübeln gegeben und ich hoffe die Diskussionen gehen noch weiter!

MfG

Sven
Tywin
Inventar
#24 erstellt: 05. Sep 2019, 09:40
Hallo Sven,


Das finde ich tatsächlich sehr interessant... Den gibt es mit Direkt- und Riemenantrieb und als manuellen Plattenspieler. Womit bin ich besser aufgehoben?


die Antriebsform ist für das Ergebnis beim Plattenhören irrelevant wenn der Antrieb genügend gut funktioniert. Das bedeutet, dass der Antrieb "keinen" hörbaren Einfluss ausüben darf - was für "richtige Plattenspieler" eine Selbstverständlichkeit ist.

Ein gut konstruierter Direktantrieb hat aber einige konstruktive Vorteile gegenüber einem gut konstruierten Riemenantrieb. Ein gut konstruierter Riemenantrieb ist für die Hersteller von Plattenspielern allerdings sehr viel einfacher und damit günstiger zu konstruieren und zu produzieren.

Daher gibt es heute sehr viele unterschiedliche Plattenspieler mit Riemenantrieb und nur sehr wenige mit Direktantrieb. Das ist eine Frage der Kosten und des Know-hows.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 05. Sep 2019, 09:41 bearbeitet]
holger63
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 05. Sep 2019, 09:43
So wie ich das sehe, ist das ein Riemenantrieb, was alleine nichts über Qualität aussagt.
Aber ich mag diese Technicskopien nicht.. Ich würde dir empfehlen, nach einem gebrauchten Technics Q2 oder Q3 zu schauen. Da hast du eine sehr gute Basis, und bist, was den TA angeht, maximal flexibel.

Gruß, Holger
kölsche_jung
Inventar
#26 erstellt: 05. Sep 2019, 11:15
mann muss ja das Budget nicht immer ausreizen ...

link

sehr guter Spieler, sehr preiswert, eigentlich unkaputtbar (und wenn was ist, bekommt man im Dual-Board ausgezeichnete Unterstützung)
8erberg
Inventar
#27 erstellt: 05. Sep 2019, 11:51
Hallo,

nur sollte man dann bis zur niederländischen Grenze fahren und ihn ABHOLEN, denn eine Verpackung durch Laien und dann die Tortour eines Paketdiensts überlebt der NICHT!

Peter
kölsche_jung
Inventar
#28 erstellt: 05. Sep 2019, 12:08
60 km vom TE ... sollte es wert sein
holger63
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 05. Sep 2019, 12:53
Etwas irritierend finde ich, dass der Teller nicht ohne Platte zu sehen ist, muss aber nichts heißen.
Und um den Tonarm etwas angestaubt, was für mich gerade einen gewissen Reiz ausmacht. Ich putze sowas gerne und freue mich danach umso mehr


[Beitrag von holger63 am 05. Sep 2019, 12:54 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#30 erstellt: 05. Sep 2019, 20:28
Hallo,

wie ist das eigentlich mit der Montage handelsüblicher Halbzoll-Tonabnehmer auf einem Dual-Tonarm...?
Ist das mittlerweile problemlos möglich...?

In der Regel würde ich davon ausgehen, dass die Nadel im Zweifel abgenutzt ist, und ersetzt werden muss. Wenn es für den verbauten Tonabnehmer (so denn die Typenbezeichnung bekannt ist !!!) noch gute Ersatznadeln gibt, ist das ja kein Problem, nur die Nadel zu wechseln.

Andernfalls läuft es auf einen neuen Tonabnehmer hinaus, und da gibt es heute eigentlich nur noch Halbzoll...?

Grüße
8erberg
Inventar
#31 erstellt: 05. Sep 2019, 20:39
Hallo,

Dual aus den 70ern haben Tonkopfschlitten (TK) dort wird ein Halbzollsytem einfach normal mit Schrauben befestigt.

Für ULM-Tonarme gibts Adapter, seit 1982 haben alle Duals 1/2 -Zoll Aufnahme.
Nix Exotik.

Pezer
Yamahonkyo
Inventar
#32 erstellt: 07. Sep 2019, 16:07
Hallo Sven,

bei neuen Plattenspielern im Bereich bis 350 € gibt es immense Qualitätsunterschiede, unabhängig von der Antriebsart (Direktantrieb/ Riemen) und Funktion (Vollautomat / manuell mit / ohne Endabschaltung).

Von dem vorgeschlagenen DUAL DTJ 301 würde ich aus eigener Erfahrung abraten und eher zum AT-LP120X raten.

Dieser wird mittlerweile in der dritten Generation gebaut und hat so ziemlich alle Kinderkrankheiten hinter sich gelassen. Zudem hat er den neuesten Audio Technica eigenen Tonabnehmer AT-VM95 mit der elliptischen VMN95E Nadel montiert, der so schon recht ordentlich klingt und sich mit der VMN95ML Nadel zu einem quasi High End System aufrüsten lässt.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 07. Sep 2019, 16:26 bearbeitet]
Burkie
Inventar
#33 erstellt: 10. Sep 2019, 01:18

Svenomenal (Beitrag #23) schrieb:
Erst ein mal möchte ich mich für alle Antworten bis hier hin bedanken!

...

Ich zweifle auf keinen Fall an das CD´s eine bessere Soundqualität abliefern als eine Schallplatte. Für mein absolut subjektives Empfinden klingen Sie allerdings angenehmer. Jeder von uns hat so seine Präferenzen und ich bevorzuge halt - aus welchem Grund auch immer - den Klang einer Schallplatte...

Vollkommen klar.

Ich höre auch lieber Platte als CD.
Hat mit dem Klang eher weniger zu tun. Ich freue mich, wenn mit meinem Aufwand die Platte schon fast so gut wie die CD klingt.
Und außerdem macht es mehr Spaß, mit Platten zu hantieren, als lediglich CDs einzulegen oder gar MP3s abzuspielen...




Bei mir ist das Einsatzgebiet sehr simpel: Ich möchte zuhause in bestmöglicher Qualität Schallplatten abspielen... Punkt

Preislich dachte ich an 300,- bis 350,- €.


Hier meinte ich natürlich, dass ich den bestmöglichen Klang in der Preiskategorie 300,- bis 350,- € erreichen möchte ...
Dass ich für diesen Preis nicht die bestmögliche Qualität im Ganzen erwarten kann ist mir vollkommen klar, bitte versteht mich nicht falsch...

Das hatte ich mir auch fast gedacht...
Aber ich habe einfach mal frech "provokativ" angenommen, du meintest wirklich "bestmöglichste" Qualität... um die Diskussion im Ganz zu halten und auf das Wichtige hin zu lenken.


Nur irgendwo muss man ja anfangen und wer weiß, vielleicht sage ich nach ein paar Monaten tatsächlich das ist alles nichts für mich. Dann würde ich mich natürlich ärgern wenn ich mehrere Tausend Euro ausgegeben hätte.

Richtig, so habe ich damals auch gedacht.

Eigentlich wollte ich damals nur meinen alten kaputten Plattenspieler (leiernd -> Riementausch, Rumpeln -> keine Lösung) durch einen günstigen ersetzen.
In den Medien-Märkten standen Duals mit Filzmatte auf den Plattentellern, externen Stecker-Netzteilen, und Folien-Furnier über Spanplatten-Zargen (man sagt vornehm OSB dafür) herum, die mich nicht begeisterten.

Nach etwas hin und her im Netz, kam die Idee auf, was "professionelles" zu kaufen, einen Technics 1210er. Damals gab es ihn noch neu für - im Vergleich zu heute - lachhaftes Geld, damals aber für mich schon gefühlt recht teuer.
Der erste Tonabnehmer war im Vergleich dazu "billig", hat aber viel Spaß gemacht.
Endlich konnte ich wieder meine alten Platten richtig gut hören.

Später vor einiger Zeit kam bei mir die Neugier auf, selber zu hören, inwieweit bessere Tonabnehmer, bessere Nadelschliffe wohl "besseren" Klang machen würden.
Deshalb hatte ich mir eine Jico-SAS-Nadel gekauft, dazu den passenden Tonabnehmer.

Diese Jico-SAS-Nadel ist wirklich besser.
Allerdings, bei Platten, die ordentlich gemastert sind, bei denen "kritische" Stellen oder Klänge beim Mastering schon so entschärft sind, dass sie auch mit "mittelmäßigen" Tonabnehmern noch gut klingen, spielt diese Nadel ihre Stärken gar nicht aus. Es bleibt bei jeder Platte das geringere Rillenrauschen, und wohl auch der - zugegeben eher gefühlte - geringe Verschleiß der Platte.
Inwieweit das nun den Mehrpreis rechtfertigt, - fraglich...?

Jedenfalls denke ich seit dem, für guten Plattenklang ist der Tonabnehmer, und da eher die Nadel, der entscheidende Punkt.
Außer, der Plattenspieler selber stört durch leiern und eiern, oder durch lautes Rumpeln.

Inwieweit der Technics "besser" klingt als ein Re-Loop oder Stanton oder Audio-Technica-Plattenspieler, kann ich auch kaum sagen.

Bei Parties habe ich meine Platten auch auf Re-Loops oder andere Plattenspieler aufgelegt, und mit eher DJ-Tonabnehmern abgespielt, und wir hatten dabei auch unseren Spaß dabei. Am Sound, am DJ-Tun, am Platten-Auflegen und übereinander mixen....

Was würde ich dir raten wollen...sollen...?

Ich würde einen DJ-Plattenspieler nehmen. Den man neu aus einem Musikalienhaus bezieht, nicht aus einem Hifi-Hi-End-Laden.
Dazu womöglich den neuen AT95VM-Tonabnehmer mit ML-Nadel. Ist wohl etwas teuer, soll aber ziemlich gut sein.

Mein Gefühl sagt mir, für gleiche Qualität wie DJ-Plattenspieler bezahlt man im Hifi-Hi-End-Laden 50-100% mehr.
Der neue Technics fällt nicht mehr in die DJ-Sparte, das ist jetzt ein reines Kult-Gerät. Technisch vermutlich super, aber vergleichsweise sehr teuer.

Grüße
.JC.
Inventar
#34 erstellt: 10. Sep 2019, 05:46
Moin Sven,


Svenomenal (Beitrag #1) schrieb:
... möchte ich uns jetzt einen Plattenspieler zulegen.


nun, wenn eine Frau im Spiel ist, dann wird die Optik des Drehers noch wichtiger.
Du kannst mit ihr diesen Thread ja mal durchblättern, was ihr denn so gefallen würde.

Grundsätzlich gilt: der Dreher macht nicht den Klang (kann ihn aber mindern),
sondern die Kombination Tonabnehmer mit Phonovorverstärker (und die Qualität der Platten).
Svenomenal
Neuling
#35 erstellt: 10. Sep 2019, 09:22
Ich muss mich nochmals für die Zahlreichen Antworten und tollen Tipps bedanken!
Ihr seid echt klasse


nun, wenn eine Frau im Spiel ist, dann wird die Optik des Drehers noch wichtiger.
Du kannst mit ihr diesen Thread ja mal durchblättern, was ihr denn so gefallen würde.


Ja, da hast du wohl recht
Allerdings habe ich bei der Wahl meiner besseren Hälfte glück gehabt und wir sind uns einig, dass uns das Design Richtung der hier erwähnten DUAL DTJ 301 und AT-LP120X besser gefällt als ein mega durchgestylter Dreher... nicht das die nicht schön sind aber wir haben beide, wenn wir an Plattenspieler denken, den 1210er im Kopf, da das Design einfach ikonisch ist. Der wäre natürlich erste Wahl aber das ist mir einfach zu viel Geld...

Als TA habe ich mich für den AT VM 95 ML entschieden. Wurde hier schon zwei mal erwähnt und nach einer Menge einlesen auf diversen Seiten scheint mir das eine vernünftige Wahl zu sein.

Welcher Dreher es am ende wird weiß ich allerdings noch nicht so genau
Also haut ruhig weiter raus! Macht echt spass hier

MfG

Sven


[Beitrag von Svenomenal am 10. Sep 2019, 09:23 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#36 erstellt: 10. Sep 2019, 10:41

Svenomenal (Beitrag #35) schrieb:
... Als TA habe ich mich für den AT VM 95 ML entschieden. Wurde hier schon zwei mal erwähnt und nach einer Menge einlesen auf diversen Seiten scheint mir das eine vernünftige Wahl zu sein. ...

Jein ... das AT VM 95 möchte eine Lastkapazität von 100 bis 200 pF sehen ... bei geschätzten (wenn es richtig gemacht wurde) um 100 pF für die Verkabelung am Plattenspieler bleibt da für den Phono-Pre recht wenig übrig ... das wäre an sich kein Problem, wenn die Gerätehersteller nicht großteils absurd hohe Kapazitäten in die Geräte bauen würden (... und nein, da ist leider nix genormt) ... und das führt zu Unlinearitäten im Frequenzgang (ob das jemanden stört, steht wieder auf einem anderen Blatt).
Solltest du mit der Kombi Yamaha-Phonoeingang/ AT tonal unzufrieden sein, könntest du zwar grundsätzlich auf einen externen Phono-Pre zurückgreifen (ab ca. 50€) aber ...
... die von dir genannten Dual und AT haben jeweils schon einen "Phono-Pre" verbaut, da liegt allerdings die "Gefahr", dass dieser bereits eine zu hohe Kapazität aufweisen könnte (Herstellerangaben dazu fehlen) und/oder, dass diese Kapazität im Signalweg liegt, obwohl man das unentzerrte Ausgangssignal wählt (auch dazu fehlen Herstellerangaben), man also im Grunde einen brauchbaren externen Phono-Pre auch nicht mehr sinnvoll betreiben kann ...

... und leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass "die Hersteller" es schon richtig machen, selbst Technics hat mal in einer Serie der 1210er ein Kabel mit deutlich zu hoher Kapazität verbaut (was man aber recht problemlos ersetzen konnte) ... zumal "die Hersteller" in beiden Fällen Hanpin sein dürfte und die Chinesen schrauben eh alles zusammen, was der Besteller wünscht ... bzw zu zahlen bereit ist ...
.JC.
Inventar
#37 erstellt: 10. Sep 2019, 14:29
Wenn das DJ Design gefällt wäre der Pioneer PLX 500 (oder der 1000) auch eine gute Wahl.
kölsche_jung
Inventar
#38 erstellt: 10. Sep 2019, 14:39
wobei der 500er auch nen internen Pre hat, von dem niemand ahnt, was da verschaltet ist ...

Das wirklich blöde ist ja, dass in sämtlichen Tests sämtlicher Geräte kein Sterbenswörtchen zu realen Daten verloren wird ... da werden Verstärker mit teilweise 800-1000pF mit AT-Systemen "gehört" und es wird nur um den - selbstverständlich UVP-angepassten - Klang fabuliert ...

Ich hab heute morgen noch irgendwo was gelesen von nem Verstärker mit Phonosektion mit 35kOhm ... natürlich im Forum, nicht in der Fachpresse ... gemessen, mE von einer ausgesprochen vertrauenswürdigen Person
Tywin
Inventar
#39 erstellt: 10. Sep 2019, 19:02
Hallo,


Das wirklich blöde ist ja, dass in sämtlichen Tests sämtlicher Geräte kein Sterbenswörtchen zu realen Daten verloren wird ... da werden Verstärker mit teilweise 800-1000pF mit AT-Systemen "gehört" und es wird nur um den - selbstverständlich UVP-angepassten - Klang fabuliert ...


ich gehe davon aus, dass dort technisch Ahnungslose schreiben und ein Großteil der Texte ehedem auf Vorgaben der Marketingabteilungen der Hersteller/Vertriebe beruht.

Ich mache mir schon mal den Spaß und reduziere solche Texte mittels Marker auf nachweisbare Fakten ... wenn man bis auf nachweisbare Fakten alles weglässt, dann bleibt kaum was übrig.

Die Mint habe ich aus diesem Grund auch nicht mehr gekauft. Außer Blabla, Werbung und Marketing findet sich dort kaum etwas.

Der Plattenspielervergleich mit der Dame von einer Herstellerfirma für Laufwerke die kaum ein Wort über Tonabnehmer und zusammenhängende Themen verloren hat war für mich ausschlaggebend nie wieder dieses Magazin zu kaufen.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 10. Sep 2019, 19:03 bearbeitet]
.JC.
Inventar
#40 erstellt: 10. Sep 2019, 20:40
Hi,


kölsche_jung (Beitrag #36) schrieb:
Jein ... das AT VM 95 möchte eine Lastkapazität von 100 bis 200 pF sehen ... bei geschätzten (wenn es richtig gemacht wurde) um 100 pF für die Verkabelung am Plattenspieler bleibt da für den Phono-Pre recht wenig übrig ...


stimmt. Machbar ist das aber durchaus (Aikido phono1).
Günstiger ist dann aber ein MC, wie das Denon DL 110


ps
wie gefällt Euch der hier? (Kabel insg. 125 pF)
Yamahonkyo
Inventar
#41 erstellt: 11. Sep 2019, 00:11

kölsche_jung (Beitrag #36) schrieb:
Jein ... das AT VM 95 möchte eine Lastkapazität von 100 bis 200 pF sehen ... bei geschätzten (wenn es richtig gemacht wurde) um 100 pF für die Verkabelung am Plattenspieler bleibt da für den Phono-Pre recht wenig übrig ... das wäre an sich kein Problem, wenn die Gerätehersteller nicht großteils absurd hohe Kapazitäten in die Geräte bauen würden (... und nein, da ist leider nix genormt) ... und das führt zu Unlinearitäten im Frequenzgang (ob das jemanden stört, steht wieder auf einem anderen Blatt).
Solltest du mit der Kombi Yamaha-Phonoeingang/ AT tonal unzufrieden sein, könntest du zwar grundsätzlich auf einen externen Phono-Pre zurückgreifen (ab ca. 50€) aber ...
... die von dir genannten Dual und AT haben jeweils schon einen "Phono-Pre" verbaut, da liegt allerdings die "Gefahr", dass dieser bereits eine zu hohe Kapazität aufweisen könnte (Herstellerangaben dazu fehlen) und/oder, dass diese Kapazität im Signalweg liegt, obwohl man das unentzerrte Ausgangssignal wählt (auch dazu fehlen Herstellerangaben), man also im Grunde einen brauchbaren externen Phono-Pre auch nicht mehr sinnvoll betreiben kann ...

... und leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass "die Hersteller" es schon richtig machen, selbst Technics hat mal in einer Serie der 1210er ein Kabel mit deutlich zu hoher Kapazität verbaut (was man aber recht problemlos ersetzen konnte) ... zumal "die Hersteller" in beiden Fällen Hanpin sein dürfte und die Chinesen schrauben eh alles zusammen, was der Besteller wünscht ... bzw zu zahlen bereit ist ...


Jein jein das gilt für fast alle ATs bis dato.

Die neuen AT-VM95 Tonabnehmer kommen laut Albus auch mit etwas höheren Kapazitäten oberhalb von 200 pF. zurecht.

Der Phono Pre des DUAL DTJ 301 arbeitet halbwegs gut, jedoch lässt er sich nicht sauber deaktivieren.
Zudem haben die 301er, selbst in der Neuauflage 301.1 arge Fertigungsmängel. Es gibt genug Leute, die erst nach dem 3. oder 4. Umtausch ein vernünftig funktionierendes Gerät bekamen.
Ich hatte einen 301.1 bestellt, bei dem der Motor rumpelte, und es gleich verworfen einen neuen Austausch anzufordern, nachdem ich gelesen habe, was los ist.

Wie ich schon geschrieben hatte, hat der AT-LP120X die anfänglichen Probleme der ersten Generation, z.B. nicht funktionierendes Antiskating, längst hinter sich gelassen.
Das Gehäuse, der Motor und der Plattenteller wurden ebenfalls überarbeitet.
Wenn man sowieso auf das AT-VM95ML spekuliert, ist er eigentlich optimal, da man nur die Nadel tauschen muss.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 11. Sep 2019, 21:20 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#42 erstellt: 11. Sep 2019, 14:38
... und wie sieht es beim "AT"-Hanpin mit dem phono-pre aus? Wirklich deaktivierbar? Kapazität?
Yamahonkyo
Inventar
#43 erstellt: 11. Sep 2019, 21:19
Soweit ich weiß hatten die ATs das Problem mit dem internen Phono-Pre von Anfang an nicht.

Gruß Roland
Albus
Inventar
#44 erstellt: 12. Sep 2019, 12:01
Tag,

hier frage ich mich wieder einmal, laufen lassen oder anmerken? Also, anmerken zu den frühen AT-LPs sowie AT-VM-Passung an RX-V685.

Die frühen AT-LPs konnten nur durch Ausbau der Phono-EQ-Platine gut brauchbar hergerichtet werden, im Splitting war diese immer mit dabei.

Der Phono-MM-Modus des RX-V685 ist mit nominell 440 pF bestückt. Das ist für sich dann doch schon entscheiden zuviel für ein als normal klingend gedachtes AT-VM95. Dazu dann noch die aus der Umgehung des internen Phono-EQ zu erwartenden 250-300 pF. Das wird also dann nichts Brauchbares mehr. - Es funktionierte aber wohl mit dem internen Phono-EQ vom Typ "Überall in ähnlicher Weise eingebaut", mit 150-200 pF für die verbreiteten Zubehör-ATs und darüber hinaus tauglich.

Freundlich
Albus
Yamahonkyo
Inventar
#45 erstellt: 12. Sep 2019, 15:33
Hallo Albus,

wenn ich das richtig sehe, wird es eh schon schwierig einen Plattenspieler vernünftig am RX-V685 / Phono MM zu betreiben
und generell sinnvoll einen Phono Pre, Plattenspieler-intern oder extern, zu nutzen, oder?

Gruß Roland
Tywin
Inventar
#46 erstellt: 12. Sep 2019, 17:36
Hallo,

so schwierig ist das nicht. Man muss nur Plattenspieler mit internem Pre meiden und benutzt einen zum Tonabnehmersystem (+Verkabelung) passenden externen Pre.

LG Michael
Yamahonkyo
Inventar
#47 erstellt: 13. Sep 2019, 01:09
Wenn der interne Pre im eingeschalteten Modus doch funktioniert, ist es dann doch auch ok.

Gruß Roland
kölsche_jung
Inventar
#48 erstellt: 13. Sep 2019, 08:29
@Roland

... für die Bemerkung würde man dich im Forum für betreutes Hören ins Fegefeuer verbannen ...

ich seh das aber auch so, nachdem was Albus geschrieben hat, sehe ich erstmal kein Problem beim AT-LP mit AT-VM.

Klar, man wird "gewisse Abstriche" machen müssen, die Armlager dürften bei alten und auch neuen (da allerdings mit ?) Spitzendrehern besser sein, zudem der Arm höhenverstellbar und noch ein paar Kleinigkeiten (Tellerdämpfung, Trittschall, Optik, Haptik) ... aber Vinylwiedergabe ist mE sehr robust, ich "befürchte" der AT-Dreher wird anständig funktionieren
Tywin
Inventar
#49 erstellt: 13. Sep 2019, 08:29
Hallo,

wenn der interne Pre technisch zum Tonabnehmersystem passt und verwendet wird ist alles ok.

Wenn der interne Pre nicht passt ist der interne Pre technisch womöglich ein Problem, da dieser sich auch ungenutzt auf die Verkabelung zwischen Tonabnehmersystem und Pre auswirkt.

Dass nur einige "neumodischen" Dreher mit internen Pre ausgestattet sind liegt nicht daran, dass dss in der Vergangenheit nicht möglich war.

LG Michael


[Beitrag von Tywin am 13. Sep 2019, 08:30 bearbeitet]
Yamahonkyo
Inventar
#50 erstellt: 13. Sep 2019, 12:51
Richtig, das liegt daran, dass früher auch fast jeder Verstärker einen Phonoeingang hatten.
Die wenigsten neuen Verstärker, vorallem AV Receiver, haben keinen mehr. Wenn doch sind die
MM Eingänge oftmals kapazitiv noch mehr daneben, als die VV in neuen Plattenspielern.

Gruß Roland


[Beitrag von Yamahonkyo am 13. Sep 2019, 12:58 bearbeitet]
Dieser_Benutzername_exi...
Stammgast
#51 erstellt: 13. Sep 2019, 15:24

Yamahonkyo (Beitrag #50) schrieb:

Die wenigsten neuen Verstärker, vorallem AV Receiver, haben keinen mehr.


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