zeitweise Störgeräusche auf rechtem Kanal

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ehco-fan
Neuling
#1 erstellt: 04. Feb 2020, 14:08
Hallo Zusammen

Ich habe seit etwa 3 Monaten ein ärgerliches Problem, bei dem ich in der Fehlersuche mittlerweile etwas überfordert bin.
Die Beschreibung wird vermutlich in einem längeren Beitrag ausarten.
Details über mein Equipment am Ende des Textes.

Das Problem ist, dass ich seit einiger Zeit beim Plattenspieler ein Rauschen auf dem rechten Kanal habe. Dieses Rauschen tritt aber nicht immer auf, ich habe bisher auch nicht herausgefunden, wie ich das Phänomen reproduzieren kann. Meistens hört es nach ungefähr einer Minute von selbst wieder auf, manuell beeinflussen kann ich es aber auch, indem ich IRGENDEIN Gerät an der Steckdosenleiste ausstecke und wieder einstecke. Zu 80% hört das Rauschen dann sofort wieder auf.

Ursprünglich dachte ich, dass das Problem am Netzadapter des Vorverstärkers liegen würde, denn das ziehen und wiedereinstecken von diesem löste das Problem ja (temporär). Also bin ich zum Händler gegangen, bei dem ich das Equipment gekauft habe. Er gab mir dann auch einen baugleichen Preamp inkl. Netzteil mit, damit ich das damit mal ausprobieren kann. Das Problem bestand weiterhin.

Also tauschte ich den Plattenspieler mit demjenigen meines Vaters, damit er beobachten kann, ob bei seiner Anlage mit meinem Plattenspieler ebenfalls dieses Rauschen auftritt und umgekehrt, ob ich mit seinem Plattenspieler an meiner Anlage dieses Rauschen habe.
Das Rauschen trat so gar nicht mehr auf, weder bei ihm noch bei mir. Allerdings kann ich wie gesagt das Problem nicht reproduzieren, daher ist für mich der Test an des Vaters Anlage nur bedingt aussagekräftig.
Der einzige Unterschied war, dass ich mit meinem Plattenspieler an der Anlage des Vaters einmal ein Radiosignal empfing, wenn ich die Lautstärke stark aufdrehte. Dies scheint ja aber ein recht verbreitetes Phänomen zu sein, und da ich das Radiosignal auf beiden Lautsprechern hatte, denke ich, dass es keinen Zusammenhang mit dem Rauschen auf dem rechten Kanal hatte.
Nach ungefähr einer Woche habe ich die Plattenspieler dann wieder getauscht.

Mein Verdacht lag danach am Stromnetz, daher habe ich die Verkabelung etwas anders gelegt (Vorher Steckdosenleiste an Steckdosenleiste, jetzt beide Steckdosenleisten getrennt. Das Problem trat wieder auf. Daher habe ich den Plattenspieler per Verlängerungskabel an einer komplett anderen Steckdose angeschlossen (Wird allerdings über die gleiche Sicherung laufen), auch so trat das Problem wieder auf.
Zum Schluss habe ich das Chinchkabel vom Plattenspieler an den Preamp getauscht. Das ursprüngliche Kabel war eigentlich ein abgeschirmtes, aber auch mit einem "gewöhnlichen", billigen Chinchkabel tritt das Rauschen auf.

Ein Defekt des Lautsprechers schliesse ich aus, da das Problem auf anderen Kanälen (z.B. CD) nie auftrat.
Ausserdem konnte ich das Rauschen mit Audacity vom Record-Out-Kanal aufzeichnen, was für mich heisst, dass es nicht vom Lautstärker stammt.
Sollte es helfen, kann ich die Datei hier veröffentlichen.

Ich weiss langsam nicht mehr, was ich noch testen kann. Der Plattenspieler hat noch bis Ende Februar Garantie, allerdings werde ich das Problem vermutlich reproduzieren können müssen, damit ich ihn einschicken kann.

Hier mein Equipment:
Mein Plattenspieler: Technics SL1200G, Ortofon 2M Bronze
Preamp: Vincent PHO-200
Verstärker: Vincent SV232
Plattenspieler des Vaters: Technics SL1210 MK2, Nadel bin ich mir nicht sicher

Habt ihr noch Ideen, woran es liegen könnte und was ich noch ausprobieren kann?

Liebe Grüsse
childofman
Stammgast
#2 erstellt: 04. Feb 2020, 14:32
Das Groundkabel zwischen deinem 1200G und Preamp hast du verbunden?
Es klingt wie wenn es ein Abschirmungsproblem wäre (auch der Radioempfang bei deinem Vater entspricht dem Problem mangelhafter Abschirmung). Hast Du einen Router mit WLAN in deinem Zimmer nahe dem Plattenspieler? Irgendwas mit Funkübertragung? Handy etc?
ehco-fan
Neuling
#3 erstellt: 04. Feb 2020, 16:32

childofman (Beitrag #2) schrieb:
Das Groundkabel zwischen deinem 1200G und Preamp hast du verbunden?
Es klingt wie wenn es ein Abschirmungsproblem wäre (auch der Radioempfang bei deinem Vater entspricht dem Problem mangelhafter Abschirmung). Hast Du einen Router mit WLAN in deinem Zimmer nahe dem Plattenspieler? Irgendwas mit Funkübertragung? Handy etc?


Vielen Dank für deine Antwort!

Das Groundkabel ist verbunden und sitzt fest, das habe ich bereits geprüft. Nicht auszuschliessen ist natürlich ein Defekt am Plattenspieler.
Als ich den Plattenspieler an der Anlage des Vaters anschloss, stand er deutlich näher an einem WLAN-Router. Funk gibt es meines Wissens auch nicht gross in der Umgebung.

Was mir auch noch eingefallen ist:
Ich habe mit vielen Platten ein Problem, dass sie sich sehr stark statisch aufladen. Sprich, wenn ich diese vom Plattenteller hebe, knistert es sehr stark, teilweise ist es schon fast unangenehm, die Platten zu berühren. Wäre es möglich, dass durch diese Entladungen etwas an der Elektronik des Plattenspielers beschädigt wurde?
Wuhduh
Gesperrt
#4 erstellt: 05. Feb 2020, 02:02
Moin !

Die statischen Auf- und Entladungen beschädigen nicht den Spieler. Dennoch bitte einmal über das Plattenwaschen nachdenken, damit die Störungen auch nicht bei einer Gummitellermatte auftreten können. Und nach dem Waschen bitte antistatische Innenhüllen verwenden.

Könnte das nach Rauschen ein Defekt an einem Bauteil sein, welches nach einer geringen Erwärmung wieder " friedlich " ist ?

MfG,
Erik
childofman
Stammgast
#5 erstellt: 05. Feb 2020, 02:13
Moin Moin
an Transistordefekt dachte ich auch zunächst. Wenn aber der Fehler a) offenbar vom Plattenspieler abhängig ist (Tausch mit Vateranlage...) und b) der 1200g keine aktiven Bauteile enthält (oder ist da ein Zusatzvorverstärker verbaut - ich meine doch nicht...) wo sollte da ein Temperaturabhängiges Bauteil drin sein - Oder hat der ein Muting verbunden mit Tonarmlift?
Yamahonkyo
Inventar
#6 erstellt: 05. Feb 2020, 15:31
Evtl. sind auch die Stecker der Kabel, oder/und die PINs am Tonabnehmer / Headshell oxidiert.

Gruß Roland
Wuhduh
Gesperrt
#7 erstellt: 07. Feb 2020, 03:43
Das ist unwahrscheinlich, weil das Rauschen nicht immer auftritt.
ehco-fan
Neuling
#8 erstellt: 09. Feb 2020, 23:14
Danke für eure Antworten und entschuldigt bitte die späte Antwort, war viel los die letzten Tage!

Habe in der Zwischenzeit paar weitere Dinge ausprobiert, allerdings trat das Rauschen nach wie vor sporadisch auf.

Auf Empfehlung meines Händler des Vertrauens habe ich mal ein zusätzliches Erdungskabel vom Vorverstärker mit dem Gehäuse des Verstärkers verbunden.
Also zusammen mit dem Kabel des Plattenspielers.

Weiter habe ich den Plattenspieler und den Vorverstärker etwa 1.5m vom Rest der Anlage weggestellt, um auszuschliessen dass ein "Störfeld" vom Verstärker ausgeht.


Wuhduh (Beitrag #4) schrieb:
Moin !

Könnte das nach Rauschen ein Defekt an einem Bauteil sein, welches nach einer geringen Erwärmung wieder " friedlich " ist ?

MfG,
Erik

Hmm, das schliesse ich aus, da ich das Rauschen sowohl direkt nach dem Einschalten des Stroms bei allen Geräten hatte aber auch schon erst nach 20-30 Minuten Betriebszeit.


childofman (Beitrag #5) schrieb:
Moin Moin
an Transistordefekt dachte ich auch zunächst. Wenn aber der Fehler a) offenbar vom Plattenspieler abhängig ist (Tausch mit Vateranlage...) und b) der 1200g keine aktiven Bauteile enthält (oder ist da ein Zusatzvorverstärker verbaut - ich meine doch nicht...) wo sollte da ein Temperaturabhängiges Bauteil drin sein - Oder hat der ein Muting verbunden mit Tonarmlift?

Da bin ich etwas überfragt, der Ton ist allerdings nicht gemuted wenn der Tonarmlift oben ist.

Momentan habe ich meinen alten Vorverstärker aus dem Keller geholt und angeschlossen (das Austauschmodell war ja ein baugleiches Gerät).
Die Tonquali ist eher Meh, aber zum Testen reichts ^^

Das ganze System hat sich in den letzten 1.5 Jahren nicht verändert (auch nicht der Standort), daher halte ich ein Problem mit dem Vorverstärker (und bei einem Ersatzmodell) für sehr unwahrscheinlich
Gurkenhals
Stammgast
#9 erstellt: 10. Feb 2020, 00:42
Tach!

Deine Geschichte hört sich nach einem Kontaktproblem an.

Wie ich gesehen habe, verfügt dein Dreher auch über ein relativ problemloses SME - Wechselsystem.

Schraub mal das Headshell ab und prüfe die Sauberkeit der Kontakte derselben, ggf. mit wenig Isopropylalkohol reinigen. Dann die Federkontakte des Tonarmes checken. Diese müssen sich problemlos mit einem Zahnstocher um ca. 2mm reindrücken lassen und wieder entspannt rausfluppen. Das Prozedere am besten pro Kontakt zehn- zwanzig Mal wiederholen.
Ebenfalls wie zuvor ggf. reinigen.
Zusammenschrauben und beobachten. Mit den Ohren....


Gruß,

Ulf
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