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Wie von Kopfhörerausgang zu Verstärker

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FAT_Angus2000
Neuling
#1 erstellt: 03. Feb 2005, 22:58
Hallo,
ich bin neu hier im Forum. Ich habe einige Fragen zu einem bestimmten Plattenspieler und den Möglichkeiten, ihn an einen Computer anzuschließen.

Mein Ziel ist es, die Plattensammlung meines Großvaters von dessen altem Plattenspieler, einem Dual 1234 A, auf meinen PC zu bugsieren. Dieser Plattenspieler arbeitet mit MM-Technik und hat einen Verstärker eingebaut. Für die zwei Boxen hat er hinten zwei getrennte Buchsen, deren Name ich nicht kenne (da komen ein runder pin und ein breiterer flacher pin rein), einen DIN-Eingang zum Verstärker (der hier nicht weiter wichtig ist) und vorne einen DIN-Kopfhörerausgang.

Ich habe mich hier ein wenig umgesehen und soviel weiß ich schonmal: Ich benötige einen externen Phonovorverstärker. Ich habe da den NAD PP2 im Blick. Dieser hat Cincheingänge. (Vielleicht kennt jemand dieses Gerät und kann mir auch was dazu sagen?)

Das einfachste ist für mich, da ich die beiden hinteren Boxenausgänge nicht kenne und deshalb keinen Adapter oder sowas finden kann, das Audiosignal am Kopfhörerausgang abzugreifen und dann in den externen Vertärker zu leiten. Das würde ich mit einem einfachen DIN-Cinch-Adapterkabel machen.

Erstens ist die Frage, ob ich das Signal am Kopfhörerausgang abnehmen sollte oder überhaupt kann. Wird dieses Signal schon verstärkt und könnte es den externen Verstärker zerstören oder ist etwa die Tonqualität hier zu schlecht? Wer kann mir dazu was sagen?

Ich habe auch gelesen, dass es evtl. Probleme mit den Pegeln von DIN und Cinch gibt. Es gibt einen Bausatz von Conrad, der solche Probleme beseitigt.

Jetzt ist zweitens die Frage, ob ich diesen Bausatz überhaupt brauche, wenn ich einen externen Verstärker benutze, oder ob ich ihn sogar dringend brauche. Hier der Link zum Bausatz:

http://kaufen.conrad.de/din_cynch_pegelanpassung-36.asp

Danke für eure Kompetenz.
Sovebamse
Stammgast
#2 erstellt: 04. Feb 2005, 00:29
Hallo

Grundsätzlich sollte man nicht den Ton vom Kopfhörer-Ausgang abnehmen, da dort der Klang sozusagen "verfälscht" wird vom Verstärker. Wenn du den Pegel nicht zu laut einstellst beim Verstärker, dann kann nichts kaputtgehen. Allerdings brauchst du eigentlich keinen Vorverstärker, wenn der Verstärker schon im Plattenspieler eingebaut ist. Kannst einfach vom Kopfhörerausgang auf den PC gehen. Ich weiss nicht, wie das bei einem DIN-Kopfhörerausgang mit dem Pegel aussieht, aber da es bereits über den Verstärker kommt, sollte der Pegel dort eigentlich mehr als genug laut sein.

Wenn du direkt vom Verstärker-Ausgang den Ton abnimmst, dann brauchst du einen Aufholverstärker oder musst im Verstärker die Widerstände überbrücken, die den Pegel absenken. Ich habe auch einen alten Plattenspieler mit Verstärker, dort ist der Pegel ebenfalls zu schwach. Allerdings habe ich noch das Problem, dass es brummt. Das Problem konnte bis dato nicht beseitigt werden. Ist recht wahrscheinlich, dass du dieses Problem auch hast, wenn du den Ton vom DIN-Ausgang abzapfst.
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 04. Feb 2005, 18:54
Hi, der Dreher muss doch irgendwo den Ton rauslassen. Außerdem hat er, wenn er einen eingebauten Verstärker hat, auch einen Vorverstärker. An dessen Ausgang musst Du dran und von dort aus zum PC. Kopfhörerausgang ist eine Notlösung, die die alten Platten vom Opa nicht verdient haben. Gruß Silberfux
Squrl
Neuling
#4 erstellt: 04. Feb 2005, 20:07
Hab ein ähnliches Problem. Höre derzeit auch über den Kopfhörerausgang meiner Anlage. Hat schon jemand Erfahrungen mit diesen kleinen Vorverstärkern bei Ebay gemacht:

http://cgi.ebay.de/w...item=3870136718&rd=1
http://cgi.ebay.de/w...item=3871486515&rd=1

Taugen die was?
Sovebamse
Stammgast
#5 erstellt: 04. Feb 2005, 23:25
Ich persönlich habe einen günstigen Vorverstärker gekauft. Mit dem Ergebnis: Brummen!

Also lieber einen für 100 Euro kaufen von NAD, dann weiss man, was man hat.
FAT_Angus2000
Neuling
#6 erstellt: 05. Feb 2005, 15:35
Danke für die Antworten so weit. Ich habe entdeckt, dass der Kopfhöreranschluss gar kein DIN ist, der sieht nur im Schummrigen Licht bei meinem opa so aus... Scheint irgendwas eigenes von Dual aus den 70ern zu sein. Dafür bekomm ich nie im Leben einen Adapter. Also muss ich hinten ran. Ich habe jetzt endlich herausgefunden, was das für Anschlüsse hinten am Plattenspieler sind: Es sind Punkt-Strich-Boxenausgänge, die direkt zu den Boxen führen.

Ja... ist das dann so, dass ich da keinen Verstärker drankabeln sollte, weil der mir sonst um die Ohren fliegt? Die Signale haben ja schon ordentlich Saft! Also direkt in den PC? Wer weiß Rat?
HiFi_Addicted
Inventar
#7 erstellt: 05. Feb 2005, 16:32
Wie wärs mit einem Richtigen Plattenspieler??? und nicht so einem Plastik Kübel. Verstärker im Plattenspieler das das ist ja schlimm.

MfG Christoph
Sovebamse
Stammgast
#8 erstellt: 05. Feb 2005, 17:13
Hey ich check nichts mehr. Welche Anschlüsse bzw. Ausgänge sind nun vorhanden?

Wenn du einen Plattenspieler mit integriertem Vorverstärker und integriertem Verstärker hast, brauchst du sicher nicht noch einmal einen weiteren Verstärker dranzuhängen. Du kannst den Kopfhörerausgang benutzen (vielleicht ist das einfach ein grosser Klinkenausgang, dazu gäbe es Adapter problemlos). Bei den Boxenausgängen weiss ich nicht, das würde ich eher nicht versuchen, sollte aber schon möglich sein. Gibt es keinen normalen DIN oder Chinch-Ausgang?
gdy_vintagefan
Inventar
#9 erstellt: 05. Feb 2005, 18:02
Wenn der Dual einen eingebauten Verstärker hat, dann handelt es sich doch sicher um die HS-Reihe (Heim-Stereo).

Die müssten doch einen TAPE-Anschluss haben. Das ist zwar auch DIN bei diesen alten Geräten, aber mit einem passenden DIN/Cinch-Adapter (Achtung: es muss einer mit 4 Cinch-Steckern sein, 2 für Eingang und 2 für Ausgang) kann man die Soundkarte wie ein Tapedeck an den eingebauten Verstärker anschließen.

Einen Phono-Vorverstärker bräuchtest Du dann auch nicht.
Sovebamse
Stammgast
#10 erstellt: 05. Feb 2005, 19:17
Ich jedenfalls kann von diesem Vorhaben nur abraten über den Tape-Ausgang zu gehen. Habe dasselbe probiert an 2 verschiedenen ! Tape-Ausgängen, immer mit dem Ergebnis, dass es gebrummt hat. Bis heute konnte mir niemand eine Lösung des Problems nennen.

Also, kauf dir lieber einen günstigen Plattenspieler von Lenco für 60 Euro und du hast alle diese Probleme nicht.
FAT_Angus2000
Neuling
#11 erstellt: 05. Feb 2005, 20:31
HAHA! AUS Vorbei! Problem gelöst!

Der Kopfhörerausgang ist DOCH ein DIN! Nur nicht in halbkreisförmiger Anordnung der pins, sondern in der Würfel-5-Anordnung. Und: Der Plattenspieler hat ja einen Verstärker eingebaut, wie ihr ja geschrieben habt, da brauche ich also gar keinen Vorverstärker! Mein war Plan also, vom Kopfhörerausgang in die Soundkarte zu kommen.

Ein Kollege hat mir heute geholfen: Am Kopfhörer kommt genau das selbe Signal raus wie hinten an den Boxenausgängen, nur mit 300 Ohm abgeschwächt. Das passte, damit mir die Soundkarte nicht um die Ohren fliegt. Hätte ich die hinteren Ausgänge genommen und wäre in die Soundkarte rein, hätte das böse Folgen gehabt (Man hätte aber auch hier einfach Widerstände mit in den Stecker einbauen können, meint mein Kollege). Also hat er einfach ein abgeschnittenes Cinch Kabel genommen, und am losen Ende einen Würfel-Fünf Stecker angelötet, den er erstaunlicherweise direkt da hatte. Dann direkt rein in den Line-in an der Soundkarte. Und was soll ich sagen? Et JEEEEET! JUHUUU!

Mal im Ernst: Mein Opa hört sowieso nicht so super, also reicht diese Lösung vollkommen! Ich weiß nicht wie es sich unter optimalen Bedingungen anhört, aber es klingt genauso, wie er es seit jeher aus seinen Boxen gewohnt ist.

Danke an alle, die sich bemüht haben.


[Beitrag von FAT_Angus2000 am 05. Feb 2005, 20:39 bearbeitet]
cr
Moderator
#12 erstellt: 05. Feb 2005, 20:46

Hätte ich die hinteren Ausgänge genommen und wäre in die Soundkarte rein, hätte das böse Folgen gehabt (


Das siehst du zu dramatisch. Es wäre völlig egal. Die Soundkarte hat einen Eingangswiderstand von 10 - 50 KOhm, somit bewirkt der 300 Ohm-Vorwiderstand nur einen Spannungsabfall von 3 bis 0,6%, also nichts.
silberfux
Inventar
#13 erstellt: 06. Feb 2005, 11:34
Mit groben Pauschalierungen ist hier niemandem gedient.

Brummen ist nicht umgekehrt proportional vom Preis des Vorverstärkers abhängig. Erstens hat das Brummen häufig ganz andere Ursachen als den Vorverstärker. Zweitens gibt es auch preiswerte Vorverstärker, die nicht brummen. Drittens gibt es auch andere ordentliche Vorverstärker als die von NAD. Viertens kann ich mich auch an Diskussionen über Brummen bei teuren VV erinnern. Usw. usw.

Die Behauptung, dass mit dem Erwerb eines Lenco alle Probleme gelöst sind, ist ebenfalls zu pauschal. Es gibt hier genügend Beispiele dafür, dass manchmal die Probleme damit erst anfangen. Das gilt natürlich auch für andere Marken. Auch ein gebrauchter Thorens, Dual usw. spielt nicht immer gleich nach dem Kauf so, wie man sich das vorgestellt hat.
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