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joltec
Inventar
#1 erstellt: 28. Apr 2026, 08:25
Hallo,

vor ca. drei Jahren hatte ich mich dazu entschlossen, nach 35 Jahren Abstinenz, Vinyl eine Chance zu geben.
Gesagt getan und mir einen günstigen Pro-Ject mit internen Phono-Pre bestellt.
Angeschlossen und gelauscht schrecklich - im Vergleich zu CD/Stream keine Dynamik, Mitten und Höhen unterbelichtet etc..
Soll das jetzt die analoge Wunderwelt gewesen sein?

Den Pro-Ject zurückgeschickt und mir einen AT Player gekauft und mit AT-VM95ML aufgerüstet.
Besser aber immer noch nicht zufriedenstellend.
Meinen damaligen Verstärker (Atoll IN 50 SE) mit dem dafür passenden MM-Modul versehen.
Besser aber nach wie vor nicht zufriedenstellend.

Rega Planar 2 angeschafft.
Wieder eine leichte Verbesserung (oder war's Psychoakustik?).
Ehrlich gesagt habe ich auch keine großen Unterschiede zwischen dem serienmäßigen Rega Carbon, welches ja ein umgelabeltes billigst AT System ist, und dem hochgepriesenden AT-VM95ML gehört.

Mittlerweile zog ein Accuphase E-206 Amp ein - dieser kann sowohl MM als auch MC.
Bis dato hatte ich mir bezüglich MC nie wirklich Gedanken gemacht.

Lange Rede kurzer Sinn - ich mir das altehrwürdige Denon DL-110 bestellt, welches mit dem Rega gut harmonieren sollte.

Das Ding eingebaut und vorschriftsmäßig justiert.
Eingeschaltet und gelauscht - alles, was ich bei den vorherigen Setups vermisst habe, insbesondere unterbelichtete Mitten und Höhen, war nun vollständig da.
Das Denon ist ein High-Output und man kann es sowohl über MM als auch MC laufen lassen.
Über MM besser als das AT-VM95ML aber erst über MC wird das volle Potential ausgeschöpft.
Ein weiterer Vorteil ist die höhere Lautstärke und die Unempfindlichkeit gegenüber Störimpulse.

Nun bin ich dort, wo ich ursprünglich hin wollte. Klar geht es wahrscheinlich noch besser aber mir reicht das.

Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass, zumindest meiner bescheidenen Erfahrung nach, MC deutlich überlegen ist,
was aber in den einschlägigen Foren, Youtube etc. kaum kommuniziert wird.


[Beitrag von joltec am 28. Apr 2026, 08:27 bearbeitet]
shabbel
Inventar
#2 erstellt: 28. Apr 2026, 08:37
Der Weg ist das Ziel.
Zaianagl
Inventar
#3 erstellt: 28. Apr 2026, 08:41
Yo, da ist ja noch mächtig Luft nach oben...

In meiner Vinyl Zeit hielt ein TA meist nur paar Jahre bis zum erneuten Upgrade. Auch immer nur MC.
Rascas
Inventar
#4 erstellt: 28. Apr 2026, 09:13
Du sprichst bewusst oder unbewusst einige Probleme an, an denen der normal "Sterbliche" wahrscheinlich brutal scheitern wird und sich wieder von Vinyl verabschieden wird.

Du hast einiges an Geld und Zeit investiert und wusstest in etwa wo "der Hase im Pfeffer" liegt. Als Neuling ist das in der Tat ein schwieriges Unterfangen.

Der Durchschnittspreis für einen neuen (!) Plattenspieler liegt bei etwa 300 Euro. Da muss aber auch schon alles dabei sein.

Dagegen stehen dann neues Vinyl, was qualitativ schwierig sein kann und im Vergleich zum Durchschnittsplattenspieler viel zu teuer ist.

Mit ein bisschen Erfahrung weiss man, dass gebrauchte Schallplatten meist wesentlich günstiger sind und zudem auch noch besser klingen. Das liegt sicher nicht (nur) am digitalen Mastering, was moderne Vinyl zu 99 % durchlaufen. Es macht aus modernen "nur" analoges abspielen von ursprünglich digitalen Daten, was mentale Fragen aufwirft...

Ich glaube, dass es eher an den Hörgewohnheiten liegt. In den 70s/80s wolltte man aus der Schallplatte das Beste herausholen. Heute geht es eher um die Verpackung. Picture-Discs waren früher verpönt, weil sie klanglich als schlechter galten. Heute wird einem das als "Sammlerstück" verkauft. Wenn man moderne Aufnahmen analysiert, fällt auf, dass der Schwerpunkt wohl anders gesetzt ist. Aufnahmen aus den 70s/80s haben meist einen DR Wert über 10. Die neue hochgelobte Foo Fighters hat einen DR Wert von 3 (!!!). Das ist eine musikalische Frechheit! Es passt aber offensichtlich zu aktuellen Hörgewohnheiten. Es geht weniger um Musik. Es geht darum, dem Hörer eine auf die zwölf zu verpassen. Genusshörer bleiben da auf der Strecke.

Das ist dann das Nächste: viele kaufen Schallplatten gar nicht zum hören. Sie sammeln, weil sie erzählt bekommen, dass es sich "lohnt". Die Frage ist: für wen? Klar macht es Spaß, besondere Alben im Regal stehen zu haben. Aber je "wertvoller", desto weniger will man es abnutzen. Und ob es wirklich einen "Wert" darstellt, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich mir die Neuveröffentlichungen so anschaue frage ich mich ernsthaft: wer hört das und wer hat Spass daran? Die Hörgewohnheiten bei Vinyl sind heute anders als früher (als es bekanntlich nichts anderes gab. ).

Heute erwarte ich von einer Schallplatte, dass man zumindest 1 Seite gerne durchhört. Und mal ehrlich: welche Alben erfüllen das wirklich? So viele fallen mir dazu gar nicht ein. Eigentlich werden heute keine "Alben" mehr produziert sondern nur noch potenzielle Klicks. Das passt gar nicht zu Vinyl. Deshalb werden wahrscheinlich auch so viele Klassiker neu aufgelegt. Problem dabei: die Originale sind meist preiswert zu bekommen und sind qualitativ oft besser. Und das mit weniger Chi-Chi: früher brauchte es kein 180 gr. Vinyl. Plattenwaschen war was für High-Ender. Den ganzen Aufwand brauchte man nicht und es hat trotzdem funktioniert.

Und Vinyl intensiv hören ist ein einsames Hobby. Vinyl kann man meist eben nur im heimischen Wohn-/Hör-Zimmer hören. Durch den "perfekten" Kopierschutz (den die Branche jahrzehntelang gesucht hat und ausgerechnet in Vinyl wieder gefunden hat) ist die Nutzung arg eingeschränkt. Das passt dann wieder nicht zu dem heute erwarteten "immer und überall".

Wenn man ehrlich ist: es spricht eine Menge gegen Vinyl! Die technischen Hindernisse auf dem Weg zu einer guten Kette (die Du geschildert hast) kommen nur noch oben drauf.

Und trotzdem gibt es diese Momente, die man nicht missen möchte. Der perfekte (Hör-)Abend ist eben durch nichts zu ersetzen. Dabei geht es nach dem 2ten Glas Rotwein gar nicht mehr um den Klang. Es geht um Musik und das Erlebnis. Und das kann Vinyl offensichtlich gut vermitteln. Die Frage ist doch: warum kann ein Streamdienst, eigene digitale Daten oder eine CD das nicht auch? Können sie! Es gehört nur eine entsprechende Nutzung dazu, die sich bei Vinyl automatisch einstellt. "Digital" setzt Disziplin voraus. Sonst skippt man doch nur wieder durch die Musikwelt ohne großen Genuss. Es ist ja so schön einfach.

Ich für meinen Teil höre extrem wenig Vinyl, obwohl ich es könnte: in meinem Keller lagert meine komplette Vinyl-Sammlung, die ich seit den 70s angefangen habe und um 2000 "beendet" habe. Meine Musikdaten sind mir viel wichtiger, weil ich da viel mehr mit anfangen kann.

Einem Neuling würde ich einen Streamdienst á la Qobuz empfehlen und verschiedene Arten des Hörens "beibringen". Eine solide musikalische Grundausbildung ist durch nichts zu ersetzen. Dabei nicht verknöchert nur alte Werte hochzuhalten ist die Kunst. Oder man macht es nur für den eigenen Genuss und da ist alles erlaubt, was einem Spass macht... Und wenn es Vinyl ist...
joltec
Inventar
#5 erstellt: 28. Apr 2026, 10:25
@Rascas
Ein sehr schöner und insbesondere treffender Kommentar
Vielen Dank dafür.
hpkreipe
Inventar
#6 erstellt: 28. Apr 2026, 21:00
Hi,

das Thema MC als die bessere Variante sollte grundsätzlich klar sein.

ABER: MM ist eben auch fast immer deutlich anders als CD oder ähnlich hochwertiges Quellmaterial und das anders - so meine Wahrnehmung wird mit analog und besser gleichgesetzt.

Wenn ich mich wirklich zum Musikhören zurückziehe, dann höre ich ein Werk auch komplett durch. Egal ob Platte oder CD, wobei es einem bei den LPs deutlich einfacher gemacht wird. Ich zumindest fahre da fast nie einzelne Titel an.

Zur Qualität der LPs aus den 1980ern und 1990ern, ich finde das verglichen mit den heutigen Pressungen nicht so viel besser oder anders. Die Welligkeit der LPs heute könnte zugenommen haben. Da die aber heutzutage viel häufiger einzeln verschickt werden und dann mit höherer Wahrscheinlichkeit Stress abbekommen, der dann zu einem Verzug führt, ist das je kein Wunder. Und auch früher habe ich eher CDs bestellt als Platten - aus dem Grund, dass es auch schon damals oft verzogene LPs aus dem Versand gab. LPs habe ich immer im Laden aus den Kisten gegriffen und gekauft. War das ausgesuchte Exemplar wellig, was man sich ja vorher ansehen konnte, wurde eben dasselbe Album, daneben aus der Kiste genommen. War die LP ein Geschenk und die war wellig, ging es auch zurück in den Laden und die wurden eben getauscht.

Der Massenmarkt damals hat das ausgeglichen, da damit gerechnet wurde, dass ein deutlicher Prozentsatz eben in den Schrottpresse landete.
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#7 erstellt: 29. Apr 2026, 13:39
Erstmal Widerspruch!

MC ist nicht immer besser und jedem MM-Abtaster überlegen.
Das halte ich für viel zu pauschal. Es gibt MCs, die spielen wie eingeschlafene Füße und MMs, die genau das Gegenteil machen.

Prinzipiell haben MMs richtig schön Biss und im Bassbereich Attacke und Bumms.

Außerdem gibt es auch noch das MI-Prinzip, prominentester Verfechter mit Weltklassetonabnehmern im Programm: Grado.

Mir ist bekannt, dass es Rega Fans gibt. Ich war nie einer:

Schon der RP-3 konnte einem Thorens TD-166 nicht das Wasser reichen.
Aktuell dürfte ein guter Direkktläufer ( z. B. Technics oder Pioneer) einen eutlich höheren Spaßfaktor vermitteln.
Die Rega Platenspieler waren mir immer zu "lahm".
Wenn ich das so bei meinem Händler anspreche, ist er genau der gleichen Ansicht.

Gerd


[Beitrag von bielefeldgibtsnicht am 29. Apr 2026, 13:41 bearbeitet]
Zaianagl
Inventar
#8 erstellt: 29. Apr 2026, 13:53
Ich freu mich...
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#9 erstellt: 29. Apr 2026, 17:59

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #7) schrieb:
Erstmal Widerspruch!

MC ist nicht immer besser und jedem MM-Abtaster überlegen.
Das halte ich für viel zu pauschal. Es gibt MCs, die spielen wie eingeschlafene Füße und MMs, die genau das Gegenteil machen.

Prinzipiell haben MMs richtig schön Biss und im Bassbereich Attacke und Bumms.


Das ist genau das, was ich an guten MC-System so mag. Smooth und ermüdungsfreies Hören, aber dennoch mit Auflösung.
Al1969
Inventar
#10 erstellt: 29. Apr 2026, 18:23
Angekommen?
Glaub ich nicht! Jetzt hast Du bloß einmal gehört, dass sich auch jenseits des recht guten Einstiegs per AT95ML etwas tut.
Nach oben hin ist alles offen.

Ich kenne verdammt gute MMs aber wenn man in immer höhere Regale greift, gibt es irgendwann nur mehr MCs.
Die "Vernünftigbisidiotisch"-Skala ist nach oben hin offen.
...und für jeden eine andere!
Klaus_N
Inventar
#11 erstellt: 29. Apr 2026, 18:30
Man kann aber auch einfach mit dem zufrieden sein, was man hat.
hpkreipe
Inventar
#12 erstellt: 29. Apr 2026, 19:04
Kurz Widerspruch zu MM vs. MC

Es geht mir um die Schnittstelle und die ist bei MM grundsätzlich schlechter als bei MC - eben wegen der Empfindlichkeit gegenüber der Kapazität aus Kabel und Phonoeingang. Das ist so und läßt sich auch nicht schön trinken. Ob man das wirklich hört, das sei dahingestellt - ich behaupte aber, dass das zu über 50% so schlecht angepasst ist, dass das hörbar ist.

Warum glaube ich an die 50% - das ist mein Eindruck zur Marktdurchdringung der AT MMs und die sind ja besonders empfindlich.

Zu den Grados volle Zustimmung - für mich sind die Grado-Systeme, die einzigen, die ich vorbehaltlos an jede MM-Phonosektion klemme, mich wegdrehe mit der Aussage, nun kannst Du anfangen Musik zu hören, das mache ich aber auch bei jedem MC das ich mit 1:10 in der Impedanz abgeschlossen weiß und mit der passenden Verstärkung betrieben wird - aber nicht über einen Übertrager an ein MM gepäbbelt wurde..

Ich kenne kein MC das so angeschlossen, wie schlafende Füße klingt - auch kenne ich kein MC, das den Bass, den eine Platte liefert, nicht auch wiedergibt.
shabbel
Inventar
#13 erstellt: 29. Apr 2026, 20:18
Es gibt das Elac STS 222, STS 322 und STS 333. Das ist der Urahn der Magnettonabnehmer. MM natürlich. Es handelt sich um das pegelstärkste System auf dem Markt. Mit hochwertiger Nadel kann man da jede Fliege husten hören. Deswegen bezweifle ich die Überlegenheit von MC.

joltec
Inventar
#14 erstellt: 29. Apr 2026, 21:36
Für alte Hasen, die schon seit Jahren vinylmäßig unterwegs sind und auch regelmäßig Platte hören, mag es, und wird es wohl auch, bei MM-Systemen große Unterschiede geben.
Für meiner einer (10 - 20% Platte), der gar Probleme hatte zwischen einem billigen Rega Carbon und einem bestens beleumundeten AT-VM95ML Unterschiede auszumachen (seinerzeit über Graham Slee Amp 2 SE), ist das Denon DL-110 eine ganz neue Erfahrung.
Die Phonovorstufe vom Accuphase dürfte natürlich auch ihr Scherflein zur guten Gesamtperformance beitragen.

Mehr brauche ich nicht.
mkoerner
Inventar
#15 erstellt: 29. Apr 2026, 22:37

joltec (Beitrag #1) schrieb:
Was ich eigentlich sagen möchte ist, dass, zumindest meiner bescheidenen Erfahrung nach, MC deutlich überlegen ist,
was aber in den einschlägigen Foren, Youtube etc. kaum kommuniziert wird.


Da bin ich in jeder Hinsicht anderer Meinung....
Tauern
Inventar
#16 erstellt: 30. Apr 2026, 18:26
So so, wieder einmal ein Rega Planar 2, der alle Erwartungen erfüllt.

Allerdings wurde zwischen einem Rega Carbon und einem Audio-Technica VM95ML kein signifkanter klanglicher Unterschied festgestellt. Das günstige Denon MC brachte nun den gewünschten Erfolg. Soweit so gut.

Einem Punkt stimme ich gerne vollumfänglich zu: das Rega Carbon ist ein Audio-Technica AT3600L.

Selbst besitze ich kein VM95ML, wohl aber unter anderem ein VM95SH - welches dem ML klanglich nicht unähnlich sein dürfte. Der klangliche Unterschied zum AT3600L ist eindeutig feststellbar - an folgenden Equipments:

Technics SL-D202 - Sony STR DB 790 QS - Magnat Quantum 505
Omnitronic DD-2550 - Yamaha A-S 500 - Behringer Truth B2031P + Subwoofer Mordaunt Short MS 308

Jeweils mit adäquater und qualitativ ordentlicher Verkabelung.

Wo liegt nun der klangliche Unterschied zwischen den Tonabnehmern? Das VM95SH löst feiner auf. Details werden schöner herausgearbeitet. Da werden keine klanglichen Details unterbelichtet.

Soweit meine Einlassung zu diesem Thread.


[Beitrag von Tauern am 30. Apr 2026, 18:27 bearbeitet]
Lucky_8473
Inventar
#17 erstellt: 30. Apr 2026, 18:29
Hi,
dann hat wohl die Anschluss Kapazität beim VM95 ML nicht gepasst, denn wenn die Passt, spielt es detailreicher als das Denon DL110.
Hab beide da und ausprobiert.
Tauern
Inventar
#18 erstellt: 30. Apr 2026, 18:58
Ich kenne das MM-Modul des genannten Atoll nicht. Daher kann ich mich zu dessen Kapazitätswerten nicht äußern.

Der Yamaha A-S500 hat taugliche Werte (hat der leider ausgeschiedene Forist Albus vor Jahren bestätigt). Die Werte des Sony AVR kenne ich nicht - Hersteller hat keine Werte in der BDA publiziert. An beiden laufen ATs, VM95C, VM 95SH, XP 3, XP 5, VM520, AT100, Thakker Epo E - keine Probleme.

Ein Onkyo A-9155 (liegt seit langem in Reserve) macht derartige Probleme - wurde in der Audio 10/07 seinerzeit bestätigt. Meines Wissens über 400pF am Phono-Eingang.
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#19 erstellt: 30. Apr 2026, 20:27
Ich stelle hier mal eine These auf:

Ein bei der HiFi-Zeile in Worpswede revidierter Harman-Kardon HK-6350R verfügt über einen Phono Eingang, der komplett diskret (also ohne ICs) aufgebaut ist und eine separate Stromversorgung hat, die Phono Vorstufe ist identisch mit den HK-6500 und HK-6600 Verstärkern.

Ich bezweifele, ob es so etwas heute noch im erschwinglichen Bereich bei Verstärkern gibt, wahrscheinlich erst oberhalb von 2.500,- € und dann noch aufpreispflichtig.

Dieser Verstärker dürfte auch für den Accuphase eine Herausforderung sein.
Ich habe ihn unrevidiert lange gehabt und er hat mich stets zufrieden gestellt, war absolut zuverlässig und hatte die nötigen Kraftreserven für eine Party.

Gerd
joltec
Inventar
#20 erstellt: 30. Apr 2026, 21:33

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #19) schrieb:
Ich stelle hier mal eine These auf:

Ein bei der HiFi-Zeile in Worpswede revidierter Harman-Kardon HK-6350R verfügt über einen Phono Eingang, der komplett diskret (also ohne ICs) aufgebaut ist und eine separate Stromversorgung hat, die Phono Vorstufe ist identisch mit den HK-6500 und HK-6600 Verstärkern.

Ich bezweifele, ob es so etwas heute noch im erschwinglichen Bereich bei Verstärkern gibt, wahrscheinlich erst oberhalb von 2.500,- € und dann noch aufpreispflichtig.

Dieser Verstärker dürfte auch für den Accuphase eine Herausforderung sein.
Ich habe ihn unrevidiert lange gehabt und er hat mich stets zufrieden gestellt, war absolut zuverlässig und hatte die nötigen Kraftreserven für eine Party.

Gerd

Wenn deine These ist, dass Verstärker früher bessere Phono-Vorverstärker hatten, dann denke ich, dass du Recht hast.
Moonlightshadow
Inventar
#21 erstellt: 30. Apr 2026, 21:38
Also wenn mir jemand Geschichten von seinem tollen Verstärker erzählt, stelle ich einen Naim Nait 50 hin und sage: Bitte, den gilt es zu schlagen. Der Nait 50 hat übrigens Phono MM, ist diskret aufgebaut, die Eingänge sind Relais gesteuert und neu hab ich dafür keine 2k€ gezahlt.


[Beitrag von Moonlightshadow am 30. Apr 2026, 21:55 bearbeitet]
joltec
Inventar
#22 erstellt: 30. Apr 2026, 21:56
Unterbelichtete Mitten und Höhen bezogen sich jeweils auf einen Quercheck mit CD/Stream.
Beide Medien synchron gestartet und hin und her geschaltet.
Das Denon DL-110, aber auch nur im Betrieb über MC, hat das nicht und alles ist da. Jetzt macht mir Platte Spass.

Als Lautsprecher fungieren Harbeth 7es-2 und CD/Stream/Radio/USB über meine eierlegende Wollmilchsau Yamaha CD-NT670 D.
LS-Kabel Cordial 2x2,5 qmm.

Mir gefällt das sehr gut, auch optisch, und ich benötige nicht mehr.
dialektik
Inventar
#23 erstellt: 30. Apr 2026, 22:14
Glückwunsch zum guten Hören mit dem Denon DL-110 ich habe eines aus den 90ern, was auch sehr gut klingt. Empfehlung vom Händler für einen Thorens 320 MKII gewesen zu einem damals vergleichsweise günstigen DM Preis
Vorteil von MC (auch die HO-Modelle) kümmern sich nicht um die "Impedanzfrage"
Jörg_A.
Inventar
#24 erstellt: 30. Apr 2026, 22:47
Ich kann auch nur bestätigen dass das DL110 (bei mir am Denon DP2000) hervorragend spielt.
Viel falsch gemacht zu haben scheinst Du nicht.
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#25 erstellt: 01. Mai 2026, 10:48
Auch wenn hier im Forum einhellig vertreten wird, dass es bei Kabeln keine Klangunterschiede gibt, würde ich am Accuphase mal ein anderes Lautsprecherkabel als das Cordial ausprobieren. Geh zu deinem Händler und leih dir eins zum testen aus.
Kostet nichts und du bist um eine Erfahrung reicher.

Jetzt werden gleich die Ratschläge kommen, weshalb sich das nicht lohnt. Ich würde es trotzdem machen.

Gerd
NoControl2560
Schaut ab und zu mal vorbei
#26 erstellt: 01. Mai 2026, 10:56

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #25) schrieb:

Jetzt werden gleich die Ratschläge kommen, weshalb sich das nicht lohnt. Ich würde es trotzdem machen.


Ein guter Ratschlag wäre, nicht jeden Thread zu kapern, um zu missionieren.


[Beitrag von NoControl2560 am 01. Mai 2026, 10:57 bearbeitet]
joltec
Inventar
#27 erstellt: 01. Mai 2026, 11:42

Geh zu deinem Händler und leih dir eins zum testen aus.
Kostet nichts und du bist um eine Erfahrung reicher.

Selbst Gartenschläuche haben gegen das Cordial keine Chance - ick schwöre
Ano_Malie
Stammgast
#28 erstellt: 01. Mai 2026, 12:07
Hallihallo


Ein guter Ratschlag wäre, nicht jeden Thread zu kapern, um zu missionieren.


Was ein Blödsinn, tut er nicht. Er hat eine berechtigte Meinung.

Und der Thread wird normalerweise von ganz anderen Leuten hier gekapert... Das sind Erfahrungswerte

LG


[Beitrag von Ano_Malie am 01. Mai 2026, 12:10 bearbeitet]
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#29 erstellt: 01. Mai 2026, 12:07
Dann lass es so.
Ich kenne niemand der an einem Accuphase oder vergleichbarem Verstärker ein Cordial Lautsprecherkabel betreibt.

Auch hier im Forum nicht, da bin ich sicher, auch wenn hier die Kabel vorsichtshalber verschwiegen werden.

Und zum Thema Abzocke:
Es gibt in Deutschland ziemlich sicher mehr Leute, die eine Armbanduhr für 75.000,- € tragen und mehr als eine davon haben, als HiFi-Anlagen in diesem Preissegment.

Gerd
tubescreamer61
Inventar
#30 erstellt: 01. Mai 2026, 18:20
Moin,
bezüglich Analog(Schallplatten)spieler: Dual CS70 (701) mit Shure V15 /V .......... schon seit Jahren.
bezüglich (Phono-)Vorverstärker:
https://www.jogis-roehrenbude.de/Verstaerker/SRPP-VV/SRPP-VV.htm ........ auch schon seit mehr als 25 Jahren.
Den SRPP-Vorverstärker werde ich aber zukünftig ersetzen ...........allerdings nur gegen einen "Neubau" (ist schon "in bearbeitung" ) mit extern ausgelagertem RIAA-Entzerrer Vorverstärker - die Schaltung bleibt aber gleich,
Kabel: Handelsübliches Proel Bühnen-Mikrofonkabel ............mit stabilen Steckern (nicht zwangsläufig vergoldet - Rodium beschichtet tut`s auch, dient sowieso nur dem Schutz vor Kontaktkorrosion) - muss man dann eben ein wenig löten.
https://www.simplyso...e-cable-2-x-0-22-mm2
............ "quasisymetrisch" verschaltet - die beiden Innenleiter als Signalführung und die Abschirmung einseitig über 220Ohm/0,4W Metallfilm-Widerstand (passt in den RCA/Cinch-Stecker) auf Masse gelegt.
........... so einfach kann`s sein - und kostet keine 75tsd € ,-)


[Beitrag von tubescreamer61 am 01. Mai 2026, 18:33 bearbeitet]
bielefeldgibtsnicht
Inventar
#31 erstellt: 01. Mai 2026, 20:19
Interessant ist aber, dass der Accuphase den in Tests so hoch gelobten Atoll IN 50 hinter sich lässt.
Ich habe noch nie einen Atoll gehört, kenne aber die ähnlich eingepreisten Audiolab Verstärker ganz gut.
Ich finde sie klanglich gut und nicht unterkühlt oder gar analytisch-sezierend.

Lässt sich denn beschreiben, was am Klangbild des Atoll letztlich unzufriedenstellend war?

Gerd
Skaladesign
Inventar
#32 erstellt: 01. Mai 2026, 21:35

Ano_Malie (Beitrag #28) schrieb:
, tut er nicht. Er hat eine berechtigte Meinung.


Tut er doch , ich habe eine berechtigte Meinung davon. Und warte mal ab wie es sich nun entwickelt.
Zaianagl
Inventar
#33 erstellt: 02. Mai 2026, 08:38
Jaja, Meinungen. Der Gral der Hörenden...
tubescreamer61
Inventar
#34 erstellt: 02. Mai 2026, 09:18

Jaja, Meinungen. Der Gral der Hörenden...


Die Frage ist nur, worauf sich diese Meinungen begründen.
Eigene Erfahrungen? .............. dem lesen der vielen illustren Hifi-Magazinen? .........dem "ich hab`mal gehört, das einer (von einem Besitzer eines Hifi-ladens) gehört hat" ?

Da ja (auch in der Hifi-Szene) fast täglich das Rad neu erfunden wird, ist es evtl. ratsam, sich weniger Hifi Magazine durchzulesen und lieber mal Grundlagenartikel von Urgesteinen der Hifi-Technik zu Gemüte zu führen.
......... kann auch für den "Nicht-Techniker" sehr aufschlussreich sein (und sorgt mitunter für Belustigung beim durchblättern so mancher "High-End Gazette".).


[Beitrag von tubescreamer61 am 02. Mai 2026, 09:25 bearbeitet]
DB
Inventar
#35 erstellt: 02. Mai 2026, 09:36
Ich würde noch einmal über den SRPP-Verstärker nachdenken. Damit man einen minimalen Klirrfaktor erreicht, ist eine symmetrische Stromaussteuerung der übereinanderliegenden Röhrensysteme erforderlich, was bei hochohmigen Lasten nicht geschieht. Genaugenommen hat man eine exakt symmetrische Arbeitsweise nur bei einem konkreten Lastwiderstand.
An der Stelle wären so Schaltungen wie im Marantz 7 oder Radford SC22 zweckmäßiger.


MfG
DB
tubescreamer61
Inventar
#36 erstellt: 02. Mai 2026, 12:52
@ DB
Theoretisch ja ...... jedoch funktioniert es bei mir sehr gut und ist so ziemlich der beste VV den ich in meinem Leben gehört habe (deswegen baue ich ja mittlerweile den 3ten oder 4ten davon auf - 2 davon haben Bekannte von mir "übernommen" ............ und sie wollen auch nix anderes mehr).
In diesem Zusammenhang finde ich immer wieder "lustig" wie die Leute reagieren, wenn ich ihnen erzähle aus welchen (selbstgebauten) Gerätschaften meine "Stereoanlage" besteht - ich hab`ja nicht nur den Vv selbstgebaut. Auch die Endverstärker (EL84 Eintakt-Pentode, EL156 Eintakt-Pentode sowie Hiraga Class A Amplifier 30Watt) und die Lautsprecher (F.a.S.T. bestehend aus Visaton W130S/4R in 9L geschl. Gehäuse und Lyeco/Dynavox LY302F/6R bei einer Trennfrequenz von 300 bzw. mittlerweile 400Hz durch Aktivweiche) sind selbstgebaut. Die EL84 treibt den Lyeco Breitbänder mit 5,7W je Kanal ohne jegliche frequenzbeeinflussenden Bauteile dazwischen und die EL 156 mit 15W je Kanal - oder wahlweise die 30W Class A - den W130S
Immer wieder ernte ich Hohn und Spott - dieser "alte Schrott" kann ja nicht funktionieren ............. so lange, bis dann mal einer hier ist und den "Schrott" gehört hat (dann klappen die Kinnladen runter).
Aber egal - das ist jetzt ein wenig "sehr off-topic" ........ darum geht`s ja hier nicht.


[Beitrag von tubescreamer61 am 02. Mai 2026, 13:33 bearbeitet]
joltec
Inventar
#37 erstellt: 02. Mai 2026, 13:41

bielefeldgibtsnicht (Beitrag #31) schrieb:
Interessant ist aber, dass der Accuphase den in Tests so hoch gelobten Atoll IN 50 hinter sich lässt.
Ich habe noch nie einen Atoll gehört, kenne aber die ähnlich eingepreisten Audiolab Verstärker ganz gut.
Ich finde sie klanglich gut und nicht unterkühlt oder gar analytisch-sezierend.

Lässt sich denn beschreiben, was am Klangbild des Atoll letztlich unzufriedenstellend war?

Gerd


Atoll baut klasse Geräte, da machte der IN 50, auch wenn er damals der Einsteigerverstärker war (600€), keine Ausnahme.
Was beide gemeinsam haben - Mosfet Endstufen. Mosfets sagt man nach, was ich voll und ganz bestätigen kann, dass sie röhrenartig
klingen.
Insofern sind sich der Accuphase und der Atoll tonal garnicht so unähnlich.
Der Accu legt aber, insbesondere bei der Tiefenstaffelung, und in allen anderen Disziplinen, noch eine Schippe drauf.

Ich hatte den Atoll ca. 8 Jahre. Wie es nunmal so ist, wollte ich etwas anderes ausprobieren.
Mir dann einen hochgelobten Rega Elex MK2 Verstärker (neu) angeschafft
Schrecklich - Schönhören hat nicht funktioniert und ihn nach zwei Monaten, mit großem Verlust, verkauft.
Hatte dann diverse Verstärker ausprobiert. Die größte Enttäuschung war Marantz (PM-7001) - für meine Ohren analytisch und nix da von der hochgepriesenden Musikalität.
Dann einen 80er Jahre Pioneer Boliden (A-616). Der war richtig gut mit einer überragenden Haptik - zudem bekommt man diese Teile geradezu spottbillig.
Die können MM/MC und das sehr gut!
An der Harbeth 7es-2, die ich im letzten Herbst erworben hatte (obwohl knapp 20 Jahre alt war sie nicht billig aber preiswert), spielte der Pioneer gut aber nicht herausragend.
Im übrigen mein erster Fertiglautsprecher nach 25 Jahren diy.

An den Accu E-206 kam ich eher durch Zufall und ich hatte mich bis dato noch nicht wirklich mit Accuphase beschäftigt.
Wann weiß man, dass man zufrieden ist? Wenn das im Kopf implementierte Testprogramm sich nach wenigen Minuten selbstständig ausschaltet und man nur noch der Musik lauscht.
Und so ist es bei dieser Kombi - es klingt für mich einfach richtig.

Den Pioneer hatte ich gegen einen JLH 1969 getauscht (2x 10W im Class A Betrieb). Die Dinger gibt's aus China für'n Appel und'n Ei.
Wer seine Weltanschauung mal so richtig einstürzen lassen möchte, der sollte sich sowas zulegen - Absurdistan at it's best.

Edith sagt:
Weil es hier ja um Plattenspieler bzw. Tonabnehmer geht, noch ein Paar Worte dazu.
Mag sein, dass ein alter Thorens, Dual, Technics oder was weiß ich einem Rega Planar 2 mindestens ebenbürtig oder sogar überlegen ist.
Meine Wahl fiel auf den Rega, weil ich ihn einfach todschick (zudem in rot) finde.
Und allen Unkenrufen zum Trotz scheint er, insbesondere mit dem Denon MC, vieles richtig zu machen.
Und bitte keine Diskussion, an der ich mich nicht beteiligen werde, dass doch das Produkt xyz soooooo viel besser ist.


[Beitrag von joltec am 02. Mai 2026, 14:06 bearbeitet]
tubescreamer61
Inventar
#38 erstellt: 02. Mai 2026, 15:27
[quote]Den Pioneer hatte ich gegen einen JLH 1969 getauscht (2x 10W im Class A Betrieb). Die Dinger gibt's aus China für'n Appel und'n Ei.
Wer seine Weltanschauung mal so richtig einstürzen lassen möchte, der sollte sich sowas zulegen - Absurdistan at it's best.[/quote]
..

Ich weiß - meine Rede ;-) John Linsley Hood war nicht umsonst einer der Pioniere in der Hifi-/Verstärkertechnik ............. aber wenn du die Gelegenheit hast, hör`dir den mal an. Den gibt`s zwar (in der originalen Schaltungstopographie) m. W. n. nicht in China - aber dafür ist das PCB Layout im Artikel enthalten.
https://www.sound-au.com/tcaas/hiraga1.htm
https://www.sound-au.com/tcaas/hiraga2.htm
https://www.sound-au.com/tcaas/hiraga3.htm

[quote]Mag sein, dass ein alter Thorens, Dual, Technics oder was weiß ich einem Rega Planar 2 mindestens ebenbürtig oder sogar überlegen ist.[/quote]

Spricht ja nix dagegen - allerdings mag ich "die alte Handwerkskunst" ............ die Haptik eines Dual 701, 1219/1229 oder 1019 ist mir aber lieber als die eines "Brettspielers".
Und wenn so`n klassischer Dual (1219/1229 oder 1019 ) gut gewartet ist, spielt auch so`n Reibradler erstaunlich gut ............. so`n EMT 930 hat ja auch nix großartig anderes als Antrieb (und das ist/war immerhin ein Studiogerät in Rundfunkstudios).

@ DB
Vielleicht liegt meine Zufriedenheit mit meinem SRPP-VV auch daran, das ich mir die Röhren von einem Bekannten (Militärangehöriger) aus den USA schicken lasse. Hersteller Philips USA ..... 6679 /6060 /6201 für ECC801S, 6680 /6067 /5814 /6189 /7316 für ECC802S und 6681 /6075 /5751 /7025 für ECC803S (aus alten Militärbeständen, nach Army/Navy Spezifikationen und beide Systeme auf nahezu identische Werte ausgemessen sowie bereits "gepaart").
Allerdings wird`s wohl zukünftig - aufgrund "bekannter Umstände" - etwas schwieriger werden.


[Beitrag von tubescreamer61 am 02. Mai 2026, 15:51 bearbeitet]
DB
Inventar
#39 erstellt: 02. Mai 2026, 17:40
Bei einer ECC82 unter den gegebenen Bedingungen hast Du Wechselstromsymmetrie bei einem Lastwiderstand von etwa 6,5 kOhm.
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