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Einstein TU2 s Antiscating

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uwesteffan
Neuling
#1 erstellt: 07. Nov 2003, 16:06
Hallo,

ich habe mir ein TU2s zugelegt.Das System habe ich in einem
REGA 250 montiert. Durch die hohe Auflagekraft von 2,5g lässt sich die Antiscatingkraft nicht genau einstellen da sie nur bis 2 einzustellen ist. Dadurch habe ich im rechten Kanal eher Verzerrungen als im linken Kanal.
Wer kann mir da weiterhelfen?!?!

Gruß an alle Vinylfreaks!!!!!
Uwe
Albus
Inventar
#2 erstellt: 10. Nov 2003, 09:56
Morgen Uwe,

es handelt sich wohl um den Fall einer Fehlanpassung, TU 2 an RB 250. - Was ist möglich, im Interesse einer tauglichen Nutzung?
Nun, erstens, man nehme eine Testplatte und versuche die Auflagekraft so einzustellen, dass die Antiskating-Kraft gerade perfekt kompensiert. Wenn die Abtastung dann eine laterale Amplitude von 50 oder 60 oder gar 70 µ akustisch (Kopfhörer) verzerrungsfrei schafft, dann ist nur noch zu prüfen, ob auch 50 µ vertikal sauber abgetastet werden. Die sich so ergebende Auflagekraft könnte bei dem gegebenen Exemplar dann im unteren Zulässigkeitsbereich heraus kommen, was nicht so schlecht wäre wie eine permanente Dysfunktion. Merke: Ein Tonabnehmer muss nicht extreme Amplituden permanent abtasten, wenn je überhaupt - extreme Amplituden sind 90 oder gar 100 oder 110 µ (auf manchen Testplatten vorhanden). Spielereien wie, "oh, mein Abnehmer schafft den Kanaonendonner auf der Tschaikowski-Platte", gehören in den Orkus. Normale Schallplatten vorausgesetzt, genügten 50 µ lateral und vertikal sauber abgetastet.
Auch möglich, man verzichtet auf jegliches Antiskating, setzt dafür die Auflagekraft so hoch, das die normale Abtastung sauber gelingt. Es kann sein, dass man auf diese Weise im oberen Grenzbereich der zulässigen Auflagekraft des Tonabnehmers heraus kommt. Der Diamant des TU 2 sollte so sehr poliert sein, dass hohe Auflagedrucke nicht schädlich sind.

MfG
Albus

PS: Ich empfehle als Testplatte die ältere von Ortofon; eine Seite technische Proben zur Einstellung (Phase, Kanaltrennung, Differenzton, Noise-Level, Amplitude lateral 40 - 80 µ, vertikal 20 - 50 µ, Tiefenresonanz lateral, Tiefenresonanz vertikal).
A.
Holger
Inventar
#3 erstellt: 10. Nov 2003, 11:07
Arm und System passen halt einfach nicht zusammen, das System hat auch einen besseren Arm verdient.

Lieber erst einen guten Arm mit mittelmäßigem System als umgekehrt.

Ich würde dementsprechend handeln.
uwesteffan
Neuling
#4 erstellt: 10. Nov 2003, 13:09

Morgen Uwe,

es handelt sich wohl um den Fall einer Fehlanpassung, TU 2 an RB 250. - Was ist möglich, im Interesse einer tauglichen Nutzung?
Nun, erstens, man nehme eine Testplatte und versuche die Auflagekraft so einzustellen, dass die Antiskating-Kraft gerade perfekt kompensiert. Wenn die Abtastung dann eine laterale Amplitude von 50 oder 60 oder gar 70 µ akustisch (Kopfhörer) verzerrungsfrei schafft, dann ist nur noch zu prüfen, ob auch 50 µ vertikal sauber abgetastet werden. Die sich so ergebende Auflagekraft könnte bei dem gegebenen Exemplar dann im unteren Zulässigkeitsbereich heraus kommen, was nicht so schlecht wäre wie eine permanente Dysfunktion. Merke: Ein Tonabnehmer muss nicht extreme Amplituden permanent abtasten, wenn je überhaupt - extreme Amplituden sind 90 oder gar 100 oder 110 µ (auf manchen Testplatten vorhanden). Spielereien wie, "oh, mein Abnehmer schafft den Kanaonendonner auf der Tschaikowski-Platte", gehören in den Orkus. Normale Schallplatten vorausgesetzt, genügten 50 µ lateral und vertikal sauber abgetastet.
Auch möglich, man verzichtet auf jegliches Antiskating, setzt dafür die Auflagekraft so hoch, das die normale Abtastung sauber gelingt. Es kann sein, dass man auf diese Weise im oberen Grenzbereich der zulässigen Auflagekraft des Tonabnehmers heraus kommt. Der Diamant des TU 2 sollte so sehr poliert sein, dass hohe Auflagedrucke nicht schädlich sind.

MfG
Albus

PS: Ich empfehle als Testplatte die ältere von Ortofon; eine Seite technische Proben zur Einstellung (Phase, Kanaltrennung, Differenzton, Noise-Level, Amplitude lateral 40 - 80 µ, vertikal 20 - 50 µ, Tiefenresonanz lateral, Tiefenresonanz vertikal).
A.

Hallo Albus,

vielen Dank für deine Antwort.Ich habe jetzt eine Auflagekraft von 2,3g eingestellt.Jetzt klappts auch mit der Antiskating.Als Testplatte habe ich nur die DHFI 2 zur Verfügung. Das System klingt oben und untenrum sehr gut!
Ist der RB250 denn so schlecht?
Gruß Uwe
Albus
Inventar
#5 erstellt: 10. Nov 2003, 13:31
Tag Uwe,

die Platte vom Deutschen HiFi Institut e.V. ist in ähnlicher Weise nützlich. Zu beachten nur, die Amplituden sind oberhalb 70 µ tatsächlich größer als angegeben, je ca. 10 µ größer. Bedauerlich, dass auf der DHFI-Platte kein Testband für die Tiefenresonanzen der Tonarm/Tonabnehmer-Kombination, lateral und vertikal, ist. Du könntest dann am lauten Trillern hören (und wohl auch am Vibrieren der Kombination auf der laufenden Platte sehen), was mit dem Hinweis auf Fehlanpassung u.a. gemeint ist. Die Nadelnachgiebigkeit des TU 2 dürfte viel zu gering sein (= das System viel zu hart) für den ca. 11 g Tonarm, im Lager unbedämpft. Bist du sicher, dass der Arm in der Waagerechten über der Platte abtastet (vertikaler Abtastwinkel)? Aber, man weiß ja nie, wenn es gut funktioniert, dann - viel Freude damit.

Wünscht Dir
Albus
Holger
Inventar
#6 erstellt: 10. Nov 2003, 14:14


Ist der RB250 denn so schlecht?


Nein, beim besten Willen nicht.

Aber es ist halt eben nur ein - wenn auch guter - Einsteiger-Tonarm und damit um Klassen unterhalb des TU-2 anzusiedeln.

Man schraubt ja auch nicht ein Ortofon OM 10 in einen Graham-Tonarm - wobei das nicht bedeutet, das OM 10 wäre ein schelchtes System.

Der RB 250 ist auch nicht für das Führen solcher Systeme ausgelegt, man würde normalerweise auch kein Ortofon Rohmann darin betreiben.
uwesteffan
Neuling
#7 erstellt: 10. Nov 2003, 20:01
Guten Abend Albus,

der Tonabnehmer wird sehr oft in Kombination mit dem Rega-Planer 3 verkauft.Ist der 300.er Arm schwerer als der 250.er?
Was wäre denn empfehlenswert für das System?
Hat die Image-Hifi-Testplatte die erforderlichen Testbänder?
Kennst du dich auch mit Phonostufen aus? Was ist von der Heed zu halten?
Besten Dank noch mal für alles

Uwe
uwesteffan
Neuling
#8 erstellt: 10. Nov 2003, 20:10
P.S.

Hallo nochmal,

das System schafft mit 2,3g keine 80mü. Da verzerrt es im rechten Kanal. Aber muß es glaube ich auch nicht wenn ich dich recht verstanden habe.

Gruß Uwe
uwesteffan
Neuling
#9 erstellt: 10. Nov 2003, 20:25



Ist der RB250 denn so schlecht?


Nein, beim besten Willen nicht.

Aber es ist halt eben nur ein - wenn auch guter - Einsteiger-Tonarm und damit um Klassen unterhalb des TU-2 anzusiedeln.

Man schraubt ja auch nicht ein Ortofon OM 10 in einen Graham-Tonarm - wobei das nicht bedeutet, das OM 10 wäre ein schelchtes System.

Der RB 250 ist auch nicht für das Führen solcher Systeme ausgelegt, man würde normalerweise auch kein Ortofon Rohmann darin betreiben.
Holger
Inventar
#10 erstellt: 10. Nov 2003, 20:28

der Tonabnehmer wird sehr oft in Kombination mit dem Rega-Planer 3 verkauft.


Wo kommt denn diese Info her ?

Also ich fahre selbst den "Vater" des TU-2, die originale EMT-Tondose, und die ist wie ihre Ableger nun mal nicht für die Verwendung in diesem Arm geeignet.
Holger
Inventar
#11 erstellt: 10. Nov 2003, 20:34
Ach ja, ganz vergessen : mein EMT schafft 60µ, ist aber auch schon älter und würde von einer Aufarbeitung bestimmt profitieren (meine neueren Denons schaffen teilweise 90, eins sogar 100µ).
Ist aber nicht sooo immens wichtig, wurde ja schon gesagt.
Tut aber gut, wenn's so ist ;-).
Ich habe übrigens als Phonovorstufen Linn Linto und Brinkmann Fein, gehen beide bestens mit dem EMT.
Auch über den Head-Amp Kenwood KHA-50 in die MM-Stufe des Rogers-Röhrenverstärkers bringt es erstklassige Resultate.
uwesteffan
Neuling
#12 erstellt: 10. Nov 2003, 20:39
Wo kommt denn diese Info her ?

Hat man mir in einem Bochumer Hifi-Laden gesagt.Da gibt es einige Kunden die das TU2 mit einem Rega 3 ordern.
Der Rega-Planer3 hat den 300.er Arm und nicht den 250.er.
Ich erwähnte es auch nur, weil ich glaube das sich die beiden Arme ähneln.
Es gibt einen Test in der Image Hifi "Rega 25 mit RB 600 und TU2.
Die beiden Arme kann man natürlich nicht vergleichen.

Gruß
Uwe
Holger
Inventar
#13 erstellt: 10. Nov 2003, 21:17
Aha, na gut.

Die Rega Arme 250 bis 600 sind im Prinzip sehr sehr ähnlich und alle in der Gegend um 10 bis 12 g effekt. Masse.
Für ein EMT sind sie damit definitiv zu leicht.
Das TU-2 gibt es aber auch in Versionen mit schärferen Nadelschliffen, so z.B. Gyger oder vdH, und Diamanten mit diesen Schliffen fährt man normalerweise NICHT mit so hohen Auflagekräften, wie sie für normale EMTs vorgeschrieben sind.
Also könnte es durchaus sein, dass man zur Verwendung dieser Schliffe auch intern etwas geändert hat, um eine höhere Nadelnachgiebigkeit und damit niedrigere Auflagekräfte zu erreichen. Dann kann man sie auch locker z.B. im RB600 betreiben.
Nachdem Du aber von 2,5 g sprichst, hast Du wohl die Normalversion, und wenn die so ist wie der "Vater", dann ist dieser Arm leider gar nicht optimal.

Tschuldigung, Du sprichst ja von einem TU-2S !
Hat das nicht eine vdH-Nadel ?
Und das wird mit 2,5 g betrieben ? Interessant.


[Beitrag von Holger am 10. Nov 2003, 21:22 bearbeitet]
Albus
Inventar
#14 erstellt: 11. Nov 2003, 09:49
Morgen Uwe,

ohne Vorrede. Du hast mich richtig verstanden, 80 µ muss ein TU 2 S (danke Holger, hatte ich auch überlesen) für normale Nutzung nicht sauber abtasten können, 70 µ sind gut. Der Rega-Vertrieb sitzt in Bochum (Marvel), mit Rega-TAs (Elys, Bias, SuperElys, SuperBias, Exact) kann man keine blendenden Geschäfte machen, man braucht für highfidelen Glanz andere Produkte. Aber warum ausgerechnet einen TA, der für die Rega-Arme (Spezifikation 11 g effektive Masse, kommt hin, nach Erfahrung) gewichtsmässig (TU 2 S eher schwer, da deutlich über 5 g) gerade noch geht (bei schwerem Gegengewicht), in einer Kombination, deren Tiefenresonanz als schlecht zu erkennen ist (man nehme nur die genannte Ortofon Testplatte oder die Shure TTR 117 zur Probe). Regel: 'Der Käufer merkt's eh nicht - und wenn, dann verkaufen wir ihm stracks ein 'besseres' System'?

Welcher Schliff auch immer, die verlangten 25 mN Auflagekraft (spezifiziert, für welche Amplitude, neugierig gefragt) zeigen ein System mit geringer Nadelnachgiebigkeit an (um 10 mm/N). Das haut weder rechnerisch hin noch nach best-practices-Regeln. ImageHiFi hin, Händlers 'wird gern gekauft' her. Hat die ImageHiFi zB ein Mess-Diagramm der Tiefenresonanz, vertikal, horizontal, Überhöhung in dB, der Kombination vorgezeigt?, sicher nicht (man kann in den diversen Abbildungen der ebenfalls empfohlenen typischen Denon DL 103/RB 250, RB 300 Paarungen, auch bei leider bei 20 Hz abgeschnittenem Diagramm, die Tiefenresonanz im Hörbereich deutlich erkennen). Die Zeiten sind leider perdu, zu denen man Derartiges sorgfältig untersuchte und bewertete, ja auch in den so genannten Fachzeitschriften des Publikumsmarktes.

Was paßt? Eine Nadelnachgiebigkeit größer/gleich 20 mm/N, Gewicht des Abnehmers 5-6 Gramm, Auflagekraft 15-20 mN. Wenn Netzteil und Motor im 'Chassis' (MDF-Platte), dann - wegen Brummausstreuungen des Rega Planar 3 (man versuche Vol max und Arm+System gegen Tellermitte geführt, Achtung, Brumm!) - besser ein MM-System, ein gegen Einstreuungen unempfindliches System jedenfalls. Möge der Händler raten, gut raten.

Soweit jetzt. - Aber: Der Kunde hat immer Recht; also, wenn es Dir gefällt, dann gilt 'einfach ignorieren, was da=hier geschrieben wird'!

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 11. Nov 2003, 10:56 bearbeitet]
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