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Alte Platten am neuen Plattenspieler?

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the_coffee
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 12. Dez 2006, 08:49
Hallo Leute,

bin ins Forum neu reingestolpert, weil ich am Überlegen bin, mir für meine alten Vinyls einen neuen Plattenspieler zuzulegen.

Ich habe noch einen ca. 25 Jahre alten (eher billigen - damals unter 300,-- DEM) Sony zu Hause, dem ich einmal eine neue Nadel gegönnt habe. Aber dessen Qualität traue ich nicht mehr ganz, und nun überlege ich, mir ein Neugerät unter EUR 500,-- zu kaufen, damit ich wieder gelegentlich meine alten Platten in neuer Qualität anhorchen kann.

Dazu stellt sich mir aber die Frage, ob es überhaupt was bringt, einen neuen Spieler der genannten Preisklasse zu kaufen - ob einerseits der alte Spieler auch nicht schlechter klingt als ein heutiger "Billig-Spieler", oder ob andererseits die Qualität der alten Platten durch Alterung, Staub, zerkratzen, und vor allem durch das früher fleißig erfolgte Abspielen ohnedies schon so gelitten hat, dass auch ein hochwertiger neuer Spieler keine vernünftige Qualität mehr aus den alten Rillen zaubern kann?!

Was meint Ihr?

Danke für Eure Beiträge!
Wolfgang_K.
Inventar
#2 erstellt: 12. Dez 2006, 09:38
Ich finde daß das schon etwas bringt. Es gibt kein dankbareres Medium als das gute alte Vinyl. Und die Technik bei den Abtastern ist ja nicht stehen geblieben. Ich habe in meiner Sammlung auch echte "abgenudelte" Platten, aber durch den Nadel,- und Systemtausch vor zwei Jahren sind die Kratzer so gut wie nicht mehr zu hören. Um diese Platten wäre es doch echt schade, ist auch ein legitimer Grund sich einen neuen Plattenspieler zu kaufen.

Du könntest Deinem alten Plattenspieler auch nur einfach ein neues System spendieren, das ist doch auch schon was. Bei meinen Neffen läuft ein alter Toshiba-Player (mit 25 Jahren auf dem Buckel und einem Sony-Abtaster) - was soll ich sagen - tadellos!

Und er dreht sich doch...
73newport
Stammgast
#3 erstellt: 12. Dez 2006, 10:57
Interessanterweise habe ich eine etwas gegenteilige Erefahrung gemacht.Bei relativ schlechten Platten werden die Probleme mit einer neuen/hochwertigen Nadel deutlich mehr hervorgehoben als mit einer etwas "schlechteren". Es gibt natürlich Unmengen an möglichen Problemen bei Platten, von Wellen über Kratzer bis zu ehem. Nassabspielung, aber ich empfinde es als angenehmer, die mittelprächtigen oder mieseren Exemplare nicht unbedingt auf der besten Kette zu hören.

Deinen Sony kenne ich natürlich nicht, wenn er ca. 25 Jahre alt ist KANN er noch aus der Vor-Vollplastik-Ära sein und demzufolge recht wertig. Eine Modellnummer wäre vielleicht hilfreich. In diesem Falle wäre auch eine neue Nadel mit Sicherheit lohnender als ein Neukauf und das gesparte Geld kann man ja sinnvoll z.B. in Platten stecken

Wenn es so ein "normales" 80er-Jahre Plastikteil mit 2 KG Gesamtgewicht sein sollte würde ich folgendes tun: Das Ding sinngemäß in die Tonne treten und nach einem guten gebrauchtem Dual ( siehe Kaufberatung!) Ausschau halten. Es gibt von 25-50 € schon brauchbare Modelle und wenn die Lust am Vinyl sogar noch größer werden sollte (wärst du nicht der erste, dem es so geht) macht es auch Sinn in die Dual/Thorens-Liga 100-200 € zu investieren, denn dabei handelt es sich um Produkte, bei denen bei Neugeräten mit Sicherheit mindestens das 5-fache fällig wäre. Von der Optik/Haptik hab ich jetzt noch gar nicht mal gesprochen.Gegebenenfalls ein neues System , ebenfalls ca. 100 € und du hast ne Menge Spaß.

Alles natürlich nur meine unbescheidene Meinung, vielleicht sehen die Profis das hier anders
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 12. Dez 2006, 17:18
Hallo!

Falls dir was an einem Neugerät für ca. 500 Euro gelegen ist wäre die erste Wahl m.E. ein Technics SL-1200 MK II. Fas Gerät ist Robust und klingt mit dem Passenden Tonabnehmer sehr gut, die Technik ist ausgereift, (was man bei dem Plattenspieler mit der längsten Entwickelungszeit in der Geschichte des Plattenspielerbaues ja auch erwarten kann) der Tonarm genügt den Anforderungen sehr gut und kann bei Bedarf auch durch einen besseren ersetzt werden. (m.E. nicht wirklich nötig) Auf Automatik mußt du bei dem Gerät allerdings verzichten. Für ein gut passendes System mußt du -je nach Anspruch noch einmal Geld hinlegen. Nach meiner Meinung lohnt sich beim Technics ein System so zwischen 300-600 Euro allemal. Bei sehr oft gespielten alten Platten gibt es oftmals Überraschungen, -sowohl in die eine wie auch die andere Richtung wenn du den Plattenspieler und das Abtastsystem wechselst, da hilft eigentlich nur ausprobieren. Falls du eher an ein Gebrauchtgerät gedacht hast wäre ein Dual der 6xx-7xx Reihe wirklich eine gute Wahl nur solltest du darauch Achten daß bei einem Gerät mit ULM-Tonarm auch ein passender Adapter mitverkauft wird falls du dich nicht nur auf die Alten Systeme von Dual beschränken willst.


MFG Günther
silberfux
Inventar
#5 erstellt: 12. Dez 2006, 21:17
Hi, ohne jetzt eine Grundsatzdiskussion lostreten zu wollen, ich finde nicht, dass die Technik bei den Drehern wesentlich voran gekommen ist. Bzw. findet man die Qualität, die früher z.B. ein Thorens 160 II oder ein guter Dual bot, heute nur noch im richtig teuren Bereich. Welche nennenswerten technischen Verbesserungen sind denn in den letzten Jahren auf den Markt gekommen??? Gleichlaufwerte z.B. eines TD 125 sind bis heute kaum zu unterbieten.

Womit ich nichts gegen den Technics 1200 II gesagt haben will. Aber den gibt es auch schon einige Jährchen, und technisch bietet er keine Revolution.

Ja, designmäßig hat sich was getan. Das ist aber Geschmacksache.



Gruß Silberfux
the_coffee
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 13. Dez 2006, 07:55
Hallo,

danke erstmal für die ersten Rückmeldungen!

Konkret: Mein alter Sony ist eher ein Verterter der "Unter-2-kg-Klasse", er heißt PS-LX310 und hat ein System XL-250G direkt an den Arm vorne dran gesteckt (also nicht die übliche Befestigung mit den Schrauben...) Aber immerhin hatte der damals Direct Drive mit "Quartz Lock" und Vollautomatik - ein Bedienungskomfort, der heute nicht mehr erhältlich ist.

Obwohl mir die Optik neuer Geräte (zB Pro-Ject oder Clearaudio) sehr gut gefällt, muss ich jetzt nicht so ein "Designteil" haben. Soweit ich mich erinnern kann, würden mir auch die Dual oder Thorens auch den 80ern nicht schlecht gefallen.

Nur hab ich einige Bedenken, mir ein Gebrauchtgerät übers Internet zu ersteigern (und ich wüsste keinen Laden mit Gebrauchtgeräten in meiner Reichweite) - da bin ich technisch zu sehr Laie, als dass ich mir zutrauen würde, an so einem Gerät Reparaturen durchzuführen, Ersatzteile zu besorgen usw.

Um aber auf das Kernthema zurück zu kommen: offenbar gibt es da so ziemlich gegenteilige Erfahrungen damit, ob alte Platten auf einem neuen Spieler gut oder schlecht klingen. Da wäre doch offenbar wirklich zu überlegen, als ersten Schritt einmal einen neuen Tonabnehmer zu probieren. Aber: weiß jemend, ob es für meinen Typ eine vernünftige Alternative gibt bzw. einen Adapter? Oder lohnt das bei meinem Gerät ohnedies nicht?

Viele Grüße! the_coffee
Wolfgang_K.
Inventar
#7 erstellt: 13. Dez 2006, 10:01
@the_coffee

Wenn der Spieler in Ordnung ist, dann wäre es doch schon aus Kostengründen das Sinnvollste dem Teil einfach ein neues System mit Nadel zu spendieren. Es sei denn für dieses Gerät gibt es keine passenden Systeme mehr....

Und die Frage nach den Platten zu beantworten - mit einem sogenannten Kristall-System werden unter Garantie die besten Platten auf Dauer ruiniert. Wenn Deine Platten zuhause aber in einem guten Zustand sind, dann wirst Du mit einer neuen Nadel mit Sicherheit Deine Freude dran haben. Sie werden zumindest nicht viel schlechter klingen als vorher. Du gehst also kaum ein Risiko ein.

Mit dem Kauf über Ebay wäre ich mehr als vorsichtig. Alleine mit einer schwierigen Verpackung dieser etwas sperrigen Angelegenheit sind viele Versender überfordert.
Da kannst Du böse Reinfälle erleben.


[Beitrag von Wolfgang_K. am 13. Dez 2006, 10:05 bearbeitet]
uem
Stammgast
#8 erstellt: 14. Dez 2006, 15:58
the_coffee,

ohne die "lokalen" Experten hier (einige sind sowieso "hier & dort") zu Beleidigen:
Bei "www.Analog-Forum.de, dem Forum der Analogue Audio Association
http://dedi262.your-server.de/analog1/

findest du sehr umfangreiche Infos.

Bezüglich "alter" Platten:
stark Verwellte ( und natürlich verkratzte) sind meist kritisch, evtl gar "Ausschuss"
nur "schmutzige" kriegst du mit einer Plattenwäsche - siehe AAA - meist wieder hin.

meine Erfahrung ist, dass mit einem (sehr) guten Plattenspieler (speziell einer guter Tonzelle) auch - oder gerade ! - alte Platten besser tönen, als mit einem "billigen/ Mittelmässigen".

Gruss

Urs

PS: Meine (Klassik-) Platten sind meistens "alt" - einige sogar schon soo alt, dass sie wieder wertvoll sind.....


[Beitrag von uem am 14. Dez 2006, 15:58 bearbeitet]
lini
Inventar
#9 erstellt: 15. Dez 2006, 05:25
t_c: Der Spieler ist so übel nicht (und sollte übrigens immerhin satte 4,5 kg wiegen ;)) - ungefähr vergleichbar z.B. mit den Quartz-Direkttrieblern der 3er-Reihe von Technics (a la SL-Q300 et cetera). Das System (sollte T4P/P-Mount sein...) gehört mit seiner konischen Nadel (0.6 mil) aber nur zur Einstiegsklasse. Da dürft's also durchaus was Besseres sein, selbst wenn die Auswahl im T4P/P-Mount-Bereich heutzutage recht dürftig geworden ist - insofern bietet sich wohl am ehesten ein Ortofon OMT10 oder OMP10 an.

Grüße aus München!

Manfred / lini
Surfingwilli
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 15. Dez 2006, 10:20
Hallo,

mal eine Zwischenfrage:
Suche einen guten neuen Plattenspieler um 300 Euro. Kein Gebrauchtgerät. Was haltet ihr von dem neuen Denon 300???

Grüße
pet2
Inventar
#11 erstellt: 15. Dez 2006, 20:38
Hallo,

laut diverser Tests soll der Denon 300 folgende Nachteile haben:
Lautes Motorgeräusch,
Lifthebel bleibt in jeder Stellung stehen (sehr gefährlich gerade für Anfänger).
Die Automatik soll auch nicht gerade vertrauenserweckende Geräusche machen.
Und das stand in Testzeitschriften, die immer alles ganz, ganz toll finden .
Über das montierte Tonabnehmersystem hat sich wohl aus Pietät niemand geäussert.
Stereo schrieb aber das es sich um ein hochwertiges System handelt.
Nun ja es scheint ein AT 2005 alias AT 3600L alias AT 91 zu handeln .

Gruß

pet
grappus
Stammgast
#12 erstellt: 16. Dez 2006, 20:57
moin,
mein tip: einen anständigen Denon dp-47 F bei ebay suchen,
ca 300 €. dann kannst du dir je nach musikgeschmack und klangideal für 200 doppelmark ein anständiges system kaufen.
nachteil: an dem dreher gibt es wenig zu spielen.
grüße aus dem norden
grappus
pet2
Inventar
#13 erstellt: 16. Dez 2006, 21:11
300 € für einen Denon DP-47F .
Mehr wie 100 € sollte man dafür aber nicht bezahlen, ist ja Wucher .

Gruß

pet
grappus
Stammgast
#14 erstellt: 16. Dez 2006, 21:15
moin,
war so als preismax gedacht. hab jahrelang drauf gehört und war bis vor kurzem sehr zufrieden( mit grado gold )
aber recht hast du: 300 sind zu viel.....
grüße aus dem norden
grappus
el_dani
Stammgast
#15 erstellt: 19. Dez 2006, 23:01
so ich habe auch noch ein paar kurze Einsteigerfragen, die ich bei Gelegenheit gleich poste:

Hab einen Project Debut; ist es beim Auflegen für die Nadel besser, wenn sich der Teller schon dreht oder wenn er sich mit der aufgesetzten Nadel erst zu drehen beginnt?

Wie ist es mit dem Stoppen / Heben des Armes?

Doofe Frage (aber will sicher sein): kann ich die Platte auch irgendwo in der Mitte zu spielen beginnen (wobei die Absenkungsfrage auch wieder mitspielt)?

Wisst Ihr gleich ein paar Tipps um alte Platten wieder auf Vordermann zu bringen, insb. in Staubfragen (bzw. ob Ihr Links dazu habt)?

hab folgendes Set: wobei das Tuch verdammt fuselt (da kann ich mit mitgelieferten "Manicüren-Teil" gleich 5 mal während dem Abspielen dahinter...


danke für eure Hilfe für den begeisterten Vinylanfänger!
Wolfgang_K.
Inventar
#16 erstellt: 20. Dez 2006, 10:27
el dani!

Erst den Plattenspieler starten, warten bis sich der Teller richtig dreht und dann erst die Nadel aufsetzen.
Diese Jaulgeräusche im Verstärker beim Anfahren des Tellers sind nicht unbedingt ein Ohrenschmaus ->

Dieser Tonarmlifter verhindert dass die Nadel zu hart aufgesetzt wird und der Abtaster beschädigt wird.

Diese Karbonbürste reicht völlig aus, habe so etwas auch schon seit Jahren in Betrieb, die Platten werden damit gründlich vom Staub befreit.

Du kannst Deine Platten auch in der Mitte abspielen, ist halt nicht ganz so komfortabel wie bei einer CD. Aber mit ein bischen Übung landet die Nadel dann schon richtig bei der entsprechenden Stelle.

PS.: warum poste ich so etwas überhaupt - kann das sein dass wir hoffnungslos technologisch veraltet sind und noch in der Hifi-Steinzeit leben????
el_dani
Stammgast
#17 erstellt: 22. Dez 2006, 13:43
dankschön

nur die Carbonbürste hilft mir in hartnäckigen nicht sehr weit...


Wolfgang_K. schrieb:

PS.: warum poste ich so etwas überhaupt - kann das sein dass wir hoffnungslos technologisch veraltet sind und noch in der Hifi-Steinzeit leben????


aber es macht viel meehr Spass, als einfach irgendwelche digitale Baukreise zu aktivieren... nur ist eine Plattenlänge immer so kurz


[Beitrag von el_dani am 22. Dez 2006, 16:52 bearbeitet]
doppelkopf0_1
Stammgast
#18 erstellt: 22. Dez 2006, 13:59
Hi .

Kurz mein Senf .

Die Abtastqualität alter Scheiben hängt in erster Linie vom Nadelschliff ab.

@ el dani:

Holger´s Cheepthrill ( googeln / AAA gucken ) hilf bei stärkeren Verschmutzungen .

Analogen Gruß , Dirk.
Holger
Inventar
#19 erstellt: 22. Dez 2006, 13:59
Für hartnäckigere Fälle gibt es den Cheap Thrill, hier findest du mehr dazu.
Holger
Inventar
#20 erstellt: 22. Dez 2006, 14:00
Hah, zwei ... , ein Gedanke.

doppelkopf0_1
Stammgast
#21 erstellt: 22. Dez 2006, 14:03
Ja , genau so .

Fhtagn!
Inventar
#22 erstellt: 22. Dez 2006, 14:04

the_coffee schrieb:
Hallo,

Nur hab ich einige Bedenken, mir ein Gebrauchtgerät übers Internet zu ersteigern (und ich wüsste keinen Laden mit Gebrauchtgeräten in meiner Reichweite) - da bin ich technisch zu sehr Laie, als dass ich mir zutrauen würde, an so einem Gerät Reparaturen durchzuführen, Ersatzteile zu besorgen usw.


Ich kann dir nur die alten Braun Plattenspieler empfehlen, und zwar die Geräte vom Anfang der 70er Jahre.
Die waren damals sehr teuer, wurden also zumeist auch pfleglich behandelt (nach 1. oder 2. Hand suchen). Der Reibradantrieb ist recht unproblematisch und die Optik ist super.Die original verbauten Shure Systeme sind nach einem Nadeltausch auch noch ok, ansonsten ein Audio Technika oder ähnliches draufsetzten und fertig ists.
Der PS 500 ist sehr schön, PS 450 (habe ich) ebenfalls, aber ein Vollautomat, daher kann da schon eher was kaputgehen. Ganz besonders robust sind die PS 350 ohne Automatik.
In perfektem zustand kosten die Dinger nicht viel mehr als 60€ bei E-Bay. Selbst wenn du da ein neues System einbaust, wärst du immer noch bei knapp unter 200€.
Ich kaufe mittlerweile fast nur noch Vinyl bei Neukauf, falls lieferbar. Klingt irgendwie besser und hat mehr Stil.
Keine Angst vor Gebrauchtgeräten, ich habe noch einige Akai und Technics aus der 80er Jahre Plastikära rumliegen, wahrlich nicht tolle Geräte. Aber die guten alten Braun sind robust wie ein T34. Auch die alten Lenco sind nicht übel. Da KANN man wenigstens noch was dran reparieren. Neu unter 500€ gibt es ja nicht viel, nur Pro-Ject und Denon. Der Debut ist aber wohl auch nicht schlecht.

MfG
HB
the_coffee
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 21. Feb 2007, 15:13
Hallo Leute,

ich habe mich inzwischen (nach ausführlicher Marktrecherche – Neugeräte sind ja im Vergleich dazu, was früher tolle Thorens oder Duals gekostet haben, unverschämt teuer...) und nach guter Beratung vom Fachhändler dafür entschieden, meinen Sony-Player mit einem neuen Tonabnehmer auszustatten (ein Ortofon-Teil um ca. 60 „Euer“ in der „dodelsicheren“ T4P-Norm) – und was soll ich sagen: ich bin mit dem Ergebnis zufrieden! Ich höre aus meinen alten Platten genügend Neues heraus, das vorher nicht da war?!

Zwar kann ich mir vorstellen, dass ein modernes Spitzenlaufwerk noch bessere Musikwiedergabe bieten könnte – aber dafür sind meine Platten nun wirklich zu wenig audiophil (Rock und Pop der 70er und 80er). Und dafür ist mir dann der Aufpreis für ein Neugerät eindeutig zu hoch, und auch der Bedienungskomfort ist bei meinem alten Direct-Drive Halbautomaten einfach merklich höher als bei vielen „modernen“ Geräten mit Riemenantrieb (der vielleicht sogar im Freien liegt und dadurch verstaubt), Geschwindigkeitsumstellung durch Riemenumlegen anstatt durch Tastendruck, nicht einmal automatischer Endabschaltung...

Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich jetzt wieder prinzipiell auf Vinyl umsteigen möchte, dazu ist mir das Plattenauflegen einfach zu umständlich, und aus meinem (SA)CD-Player (500-Euro-Klasse) kommt einfach der bessere Sound. Aber dass ich wieder meine alten Platten in noch nie gekannter Qualität hören kann – das macht mir schon riesigen Spass!

Also noch mal danke an alle für die Tipps!

the_coffee
Wolfgang_K.
Inventar
#24 erstellt: 21. Feb 2007, 17:30
@coffee

Da muß ich Dir völlig zustimmen. Ich bin ja der Meinung daß das Tonabnehmersystem der entscheidende Faktor für eine gute Musikwiedergabe ist. Und die japanischen Plattenspielerhersteller lieferten dazu auch ganz gute Laufwerke. Bei meinen Neffen steht noch ein alter Toshiba Direkt-Drive-Player der inzwischen 25 Jahre auf dem Buckel hat aber noch ganz gut arbeitet.
Wünsche Dir noch weiterhin viel Spaß mit den analogen Scheiben.
outis
Hat sich gelöscht
#25 erstellt: 21. Feb 2007, 17:32

the_coffee schrieb:
Aber dass ich wieder meine alten Platten in noch nie gekannter Qualität hören kann – das macht mir schon riesigen Spass!
Und wenn du dann Blut geleckt hast - es gibt derzeit den Dual 505-4 (einen der besseren/besten neuen Player < 1000,- EUR) für rund 280,- EUR.
aspro13
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 22. Feb 2007, 17:31
es gibt eben auch die andere riege die für manuelles riemen umlegen, keine automatik und keine endabschaltung viel geld bezahlen und bei jeder tonarmlüftung und riemenmanipulation in verzückung geraten
so liegen eben die werte immer ganz verschieden


[Beitrag von aspro13 am 22. Feb 2007, 17:31 bearbeitet]
Metal-Max
Inventar
#27 erstellt: 23. Feb 2007, 11:18

el_dani schrieb:
dankschön

nur die Carbonbürste hilft mir in hartnäckigen nicht sehr weit...



Was bei mir immer sehr gut hilft ist folgendes:
Ein Microfasertuch so falten, daß du eine etwa bürsten-breite Auflagefläche hast. Diese Fläche mit (100%igem) Isopropanol besprühen, so daß sie feucht ist, nicht gerade triefend nass.
Dann die Fläche sanft auf die drehende Vinyl aufsetzen und von innen nach außen arbeiten. Das Isopropanol verdunstet sofort wieder absolut rückstandsfrei und auf dem Tuch wirst du den gesamten Staub wiederfinden, auch feinste Partikel, die der Carbonbürste durchgehen. Eventuelle Fingerabdrücke werden so auch sanft entfernt.


[Beitrag von Metal-Max am 23. Feb 2007, 11:19 bearbeitet]
rw2
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 23. Feb 2007, 16:46
Hallo zusammen,

nachdem ich meinen 25 Jahre alten Dual ausgemustert habe (darf ich das hier überhaupt sagen? ), aber noch einige Schallplatten hatte, die es (noch?) nicht auf CD gibt, habe ich mir vor kurzem einen Project Expression II Comfort zugelegt (ja, ja, den "Comfort" hätte ich mir sparen können, aber es hat schon was für sich, wenn der Arm am Ende der Scheibe hochgeht und der Teller anhält ).

Kurz und gut, nachdem ich einige meiner alten Scheiben durchgehört habe (darunter auch solche, die ich doch schon als CD habe) möchte ich das Gerät nicht mehr missen!!

Es hat einfach was, wenn der Teller sich dreht, es ab und zu aus den Boxen knistert und wenn nicht mehr alles auf Druck der Fernbedienung reagiert.

Ich kann nach ausgiebigen Hörtests den Expression nur empfehlen, das montierte AT 95E (MM) kam mir sehr entgegen, da ich in meinem Verstärker eh noch eine MM-Vorstufe drin hatte.

Ob ich mir neues Vinyl zulegen werde, muß ich noch sehen, bisher bin ich noch mit dem Abhören der alten Scheiben beschäftigt ...

Gruß rw2
Wolfgang_K.
Inventar
#29 erstellt: 23. Feb 2007, 17:16
Gratulation!

Solange es Menschen gibt die solche Sachen zu schätzen wissen, werden die Vinyls nicht aussterben. Diese Technik ist alleine schon aus optischen Gründen nicht totzukriegen.

Gut auf eine Vollautomatik kann ich auch verzichten, aber eine automatische Endabschaltung mit Liften des Tonarmes ist schon wirklich eine feine Sache....Ein Mindestmaß an Komfort tut dem Abtaster gut und den Platten...
sveze
Inventar
#30 erstellt: 24. Feb 2007, 14:03

Wolfgang_K. schrieb:
Solange es Menschen gibt die solche Sachen zu schätzen wissen, werden die Vinyls nicht aussterben. Diese Technik ist alleine schon aus optischen Gründen nicht totzukriegen.


Ein wahres Wort !


Metal-Max schrieb:
Ein Microfasertuch so falten, daß du eine etwa bürsten-breite Auflagefläche hast. Diese Fläche mit (100%igem) Isopropanol besprühen, so daß sie feucht ist, nicht gerade triefend nass.


Den Tipp finde ich richtig gut! Werde das mal probieren.
Hat sonst noch jemand Erfahrungen damit gemacht?
el_dani
Stammgast
#31 erstellt: 25. Feb 2007, 19:38
Wo kriege ich Isopropanol? Danke!
hf500
Moderator
#32 erstellt: 25. Feb 2007, 19:50
Moin,
Apotheke. Achte darauf, dass Du 98 oder 99% Reinheit bekommst. Sonst erhaelst Du womoeglich eine geringere Reinheit,
die nicht ganz rueckstandsfrei sein kann.

Bei lokalen staerkeren Verschmutzungen gehe ich mit Wattestaebchen und Kontakt WL an die Sache. Auch das funktioniert.

73
Peter
Metal-Max
Inventar
#33 erstellt: 25. Feb 2007, 22:52
Reines Isopropanol kostet in der Apotheke 1,50€/100ml. Bei größeren Mengen wirds wahrscheinlich billiger.
harkpabst_meliantrop
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 25. Feb 2007, 23:52

Wolfgang_K. schrieb:
@coffee
Ich bin ja der Meinung daß das Tonabnehmersystem der entscheidende Faktor für eine gute Musikwiedergabe ist.


Wundert mich ja, dass da noch keiner widersprochen hat. Aber vielleicht ist das ja sogar bei Plattenspielern mit Endabschaltung so ...

Eins steht jedenfalls fest: In diesem Fall war ein neues Tonabnehmersystem (und nicht nur eine neue Nadel) ganz bestimmt die unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten beste Alternative. Was ein besseres Laufwerk aus einem Abtaster gleicher Qualität noch zusätzlich herausgeholt hätte (und ich behaupte natürlich: ein halbes akustisches Universum) spielt letztlich keine Rolle, wenn man das Geld dafür sowieso nicht ausgeben kann oder will.

In diesem Sinne, lieber the_coffee, weiter viel Spaß mit den alten Platten und wenn du mal wieder im MediaMarkt vorbei kommst, nimmst du ja vielleicht doch mal eine neue mit ...
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