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. . . der Pro-Ject RPM1 . . .Erfahrungen . . .

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rehcus
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Aug 2008, 20:22
Hallo.

Vielleicht hat hier noch jemand Erfahrungen mit dem RPM1 von Pro-ject gemacht.
Meine sind wie folgt:

Vor einigen Jahren, als ich noch eine Frau und ein Haus hatte, konnte ich mich auf dem Dachboden austoben. Da hatte ich unter anderem ein Scheu Premier II und ein Kondo Audio Note M7 Phono Nachbau.......
Einige Platten konnte ich in die neue Wohnung retten. Den Scheu und den M7 habe ich leider verkauft. Eine schlechte Entscheidung, sieht man die heutigen Preise für diese Geräte.....

Nun, nach etwa 3 Jahren, hatte ich wieder einmal Lust auf Vinyl. Doch mein Budget ist minimal. Und einige der preiswerten Plattenspieler auf dem Markt reizten mich eher weniger. Ich suchte ein Masselaufwerk mit Stringantrieb und ausgelagertem Motor. Kein rechteckiges Brett.

Da war doch ´was. Pro-ject hat da ´was. Ein Minimalkonzept. Das reizte mich. Der RPM1. Bestellt. 269€. Dann noch einen Phonopre. Pro-ject MM Phonopre. Angekommen. Aufgestellt. Auf einem Lovan Rack mit 32mm Multiplexplatte. Angeschlossen.

Boah...... Die Erwartungshaltung war eher ernüchternd. Aber was da schon rauskam, war schon klasse. Als Klassikhörer war ich ob dem räumlichen und natürlichen Klangbild positiv überrascht.

Weiter. Den kleinen Phonopre aufgeschraubt, um 30.000µF Kapazitäten erweitert. Boah.... Das hört man deutlich. Raum. Ruhe. Natürlichkeit. Das Ortofon 2M red ist klasse.

Die Kombi macht glücklich. Zukünftig kommt noch eine Schieferplatte drunter und ein Acrylteller drauf. Gibt´s alles bei ebay.

Übrigens: der limitierende Faktor ist das beigelegte Phonokabel. Das klingt so, wie Audio den Player eingestuft hat. Dünn, blutleer, hell, leblos. Das liegt also am Kabel.......ich hab´s doch gewusst, dass in diesem Player erhebliches Potential steckt.....

Wie sind Eure Erfahrungen mit diesem Gerät ?

Jörn
thedriver
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 12. Aug 2008, 17:38
Hallo!

Ich hab mir das Teil gekauft, da ich noch einige alte Platten von meinem Pa und auch von mir selber aus den späten 80ern habe.
Seit ich mir vor einiger Zeit Nubert-LS gekauft hab', wollte ich die alten Schätzchen mal wieder hören und deshalb war der RPM1 fällig, da mir hier auch das Design zusagte und ich ihn recht günstig gesehen hab.

Bei mir ist allerdings der allerkleinste Ortofon-Abnhmer OM 3M drauf, (Man soll ihn mit anderen Nadeln etwas tunen können, aber das wird erst später mal von interesse sein)

Ich war sehr erstaunt, welchen Sound man aus den Platten holen kann, meine Erinnerung an früher war da eher nicht so gut...

Mittlerweile mach ich auch Flohmärkte unsicher und deck mich mit Sachen ein, die mir gefallen, auch bei eBay findet man immer wieder interessantes...

Das mit dem Kabel kann ich so eigentlich nicht nachvollziehen, ich hab mich gefreut ein robustes, dickes Kabel dabeizuhaben.
(Allerdings bin ich auch ein Gegner der Kabelklang-Fraktion - also mehr der pragmatische Typ)

Meiner steht momentan am Boden (jaja, ich weiß!), aber soll in kürze ein eigenes Wandregal spendiert bekommen. Wobei ich hier noch am Überlegen bin was funktionell wäre und das Design des RPM1 gut zur Geltung bringen würde...
Achja: Meiner spielt ganz easy an einem ca. 10 Jahre alten Sony Receiver mit integriertem Vorverstärker.


Mein Fazit: Ich würd den RPM1 wieder kaufen!

VG,

Dominik
Hörbert
Moderator
#3 erstellt: 12. Aug 2008, 19:51
Hallo!

Ich kenne den Plattenspieler bislang nur von meinem HiFi-Händler bei dem wir ihn einen Nachmittag lang angehört haben. Der Tonarm kommt bei höherwertigen Systemen leider recht schnell an seine Grenzen. Mich persönlich würde das fehlende Antiskating etwas stören, -aber das ist Geschmackssache- unverzichtbar ist es technisch gesehen nicht. Für rund 300 Euro ist allerdings auf dem Gebrauchtmarkt schon eine ganze Menge Plattenspieler zu kriegen, natürlich ist das nicht jedermans Sache und wenn ihr mit dem RPM-1 zufrieden sind ist das ja ganz in Ordnung. Das bestklingende System im RPM-1 war übrigends bei unserer Hörsitung das Goldring Elektra -allerdings nur mit einem anpassbarem Phono-Entzerrer. Das mitgelieferte Kabel ist von den Kapazitätswerten her durchaus Praxisgerecht, bei dem vorliegenden Exemplar haben wir ca. 95-100 Pikofarad/Meter gemessen. Das ist m.E. gerade noch tolerabel.

MFG Günther
thedriver
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 13. Aug 2008, 09:22
Da mit dem Gebrauchtmarkt muss ich Dir rechtgeben, aber mir hatte es wirklich das Design ein wenig angetan. (Ausserdem hab ich ihn für 180 € gekriegt , wobei wie gesagt nicht gerade die Härte an Abnehmer drauf ist)

Was legt man für das System, das du empfiehlst so hin? (Wahrscheinlich doppelt so viel, als für die Turntable, oder?

Angenommen man würde das Teil extremst tunen wollen, wäre es möglich, den Arm auszutauschen?

Was mich ein wenig ärgert, ist, dass die Speedboxen mE recht teuer sind, da frag ich mich dann doch wofür...

VG,

Dominik
Soulific
Stammgast
#5 erstellt: 13. Aug 2008, 10:17
Hallo,

eine gute Nachricht: das Goldring Electra kostet gerade einmal ca. 70€. Ich habe das System zwar noch nicht am RPM1 gehört, aber wenn der Hörbert das empfiehlt wird es Hand und Fuß haben.
Du könntest den Tonarm deines Plattenspielers übrigens ohne Probleme gegen den Arm des ProJect Debut III oder des Xpression III tauschen, welche ebenfalls 8,6" (218,5cm) lang sind. Ab und zu taucht mal einer bei Ebay auf. Du könntest auch mal beim Deutschen Vertrieb nachfragen.
Die Speedbox kostet derzeit rund 95€. Ob das zu viel ist musst du selbst wissen. Ich höre häufig Singles und da wäre mir die Umschaltmöglichkeit zwischen 33 und 45 RPM schon was Wert. Obendrein freut sich der Motor über einen glatten Sinus vom Quarzoszillator mit einer Frequenzeinhaltung ±0,001%. Da könnte sich ein hörbarer Unterschied zum original Steckernetzteil ergeben.
Das schwächste Glied ist aber der Tonarm. Tonabnehmer über 150€ kann er bereits nicht mehr ausreizen. Gerade der Arm des Xpression III kann allerdings aus eigener Erfahrung auch Tonabnehmer der 300€ Klasse noch anständig führen.

Lieben Gruß,
Sebastian
anderl1962
Stammgast
#6 erstellt: 13. Aug 2008, 11:36
Hallo,

Sebastian da muß ich Dir recht geben. Ein Shure M97xE macht sich aber bei den leichten Armen auch sehr gut. Bei Rock/Pop macht es ne sehr gute Figur.
Und ein Elac D796HSP ist der Knaller, aber leider nicht mehr zu bekommen. Für das System vertickt einer ne Originalnadel (neu originalverpackt ) bei ebay für 299 Euronen.
Die spinnen die Römer. Da hab ich Gott sei dank noch ein zweites davon in der Schublade

Analoge Grüße aus dem Oberbergischen Land
Andreas


[Beitrag von anderl1962 am 13. Aug 2008, 11:39 bearbeitet]
thedriver
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 13. Aug 2008, 14:13
Tatsache, ist wirklich gar nicht so teuer. (das Elektra)

Spielt eigentlich auch die Musikrichtung, bzw. die Musikrichtungen eine Rolle bei der Auswahl?

Meine Sammlung besteht momentan aus Classic Rock (Elton John, Saga, Tina Turner) bis hin zu Pop, Italo-Disco und neuen House und Techno-Platten...

In welcher Hinsicht kann man da eine Verbesserung erwarten beim Umstieg auf so ein System?

VG,

Dominik
Soulific
Stammgast
#8 erstellt: 13. Aug 2008, 14:31
Hallo,

die Musikrichtung ist gerade bei günstigeren Tonabnehmern schon wichtig. In diesem Segment gibt es noch keine wirklichen Allrounder.

Goldring Electra - (dynamisch, offen) ca.70€
Ortofon 2M Red - (räumlich, gut auflösend) ca. 85€
Ortofon Vinyl Master white - (dynamisch, kräftig) ca. 80€
Audio Technica AT-120E - (räumlich, klar) ca. 85€

Ausgehend von dem was du hast kannst du dir vielleicht ausmalen in welche Richtung es gehen soll. Absolute Aussagen kann man aber kaum machen. Es kommt auch sehr auf deine Anlage und deine Hörgewohnheiten an.

Lieben Gruß,
Sebastian
thedriver
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 13. Aug 2008, 14:37
Also rein von Deinen Adjektiven her gefällt mir "dynamisch, kräftig" am Besten
Das würde dann auf Vinylmaster White rauslaufen...
Was ist eigentlich mit "offen" gemeint?

das Problem ist: ausprobieren wird man die Abnehmer wohl bei mir im Umkreis nirgends können...

VG,

Dominik
Soulific
Stammgast
#10 erstellt: 13. Aug 2008, 15:38
Hallo,

ich wollte dir nichts empfehlen. Ich hätte dir allerdings auch zum Vinylmaster geraten. Rein von deinem Musikgeschmack her. Mit offen meine ich, dass einzelne Schallereignisse leichter von einander zu trennen sind. Das bezieht sich auf die Räumlichkeit genau so, wie auf die Abgrenzung einzelner Klangfarben. Es ist somit leichter aus zu machen wo ein Instrument spielt und ob es etwa ein Blech- oder ein Holzblasinstrument ist. Bei Klassik und akustischer Musik finde ich das sehr wichtig. Bei Italo Disco, Rock oder Techno ziehen Argumente wie dynamisch und kräftig wohl mehr. Unterschiede in Tempo und Lautstärke stellt das Ortofon gut da. Es ist kein Exorzist bei schlechteren Aufnahmen und es löst in den tiefen Lagen gut auf. Das wird wohl passen.
Nutz das Forum doch mal dazu Vinylhörer in deiner Nähe zu finden. Auch wenn man keinen Händler mit Analogequipment in der Vorführung im Umkreis hat kann man sich so seinen (Hör-)Horizont erweitern. Nichts geht über selber hören.

Lieben Gruß,
Sebastian
rehcus
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 13. Aug 2008, 18:38
Zum Thema Tonabnehmer: Ich bin der Meinung, dass das derzeit verbaute - und übrigens von Pro-ject perfekt justierte - Ortofon 2M red schon ein sehr gutes System ist. Das wird der Wechsel auf ein Vinyl Master nicht allzu viel bringen. Vielleicht einmal ein System der 350 Euro Klasse......später ´mal vielleicht. Aber derzeit bin ich mit dem verbauten System zufrieden.

Zum Thema Tonarm: Sicher kommt der verbaute S-förmige Arm irgendwo - wie jeder andere Arm auch - an seine Grenzen. Niemand, der sich ein RPM1 kauf, hat vor, ein Decca London zu verbauen. Es wird auch nicht viel bringen, den Arm durch den 8.6 aus dem debut zu ersetzen. Dieser s-Arm ist schon sehr gut. Übrigens hat er Antiscating. Nur eben nicht mit einem kleinen Gewicht, sondern durch Magneten. Fix eingestellt ist Antiscating für Abtastgewichte von 15 mN. Diese Art des Antiscatings finde ich für einen preiswerten Arm toll gelöst. Der Unify von Clearaudio hat übrigens auch ein solches......

Zum Thema Laufwerk: Inzwischen habe ich einen 33er Acrylteller installiert. Ein deutlicher Fortschritt.

Als Basis empfehle ich Multiplex oder Schiefer.

Dieser Plattenspieler ist für Individualisten mit wenig Geld, die wissen, was sie tun. Und eventuell immer weiter nach oben mit dem Teil möchten. Immer, wenn ´mal etwas Geld in der Kasse ist. Beamte und Menschen aus dem öffentlichen Dienst, deren Job noch sicher ist, können ja gleich zu einem 2000 oder 3000 Euro Laufwerk grefen und sich dieses finanzieren lassen.......;-)
rehcus
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 13. Aug 2008, 18:44
Eines hatte ich noch vergessen:

Zum Thema Phonopre: Den 49€ teuren Phono Box MM habe ich inzwischen mit einem 225VA Trafo mit 2x18V (hatte ich von einem Gainclone noch rumliegen) versehen und MUR860 Dioden sowie etwa 50.000 µF.......ein deutlicher Schritt in Richtung Ruhe, Raum, Auflösung und Natürlichkeit.....

Naim macht das nicht umsonst mit seinen Flat Caps und Super Flat Caps........
Soulific
Stammgast
#13 erstellt: 13. Aug 2008, 20:15
Hallo,

wenn ein 2M red verbaut ist wäre ein Vinylmaster white natürlich Quatsch. Da Dominik aber gesagt hat er hätte keinen all zu dollen Tonabnehmer drauf und am RPM 1 standardmäßig ein für ProJect gefertigtes Ortofon Alpha verbaut ist habe ich mich zu meinen Empfehlungen hinreißen lassen.
Was den Arm anbelangt so ist dieser den anderen ProJect Armen wirklich deutlich unterlegen. Ich beschäftige mich schon seit Anbeginn mit den ProJect Plattenspielern. Der ProJect One war Ende der 80er mein erster, neuer Plattenspieler. ProJect ist für mich eigentlich kein Thema mehr aber ich höre sie mir gerne an und probiere sie häufig auch zuhause aus. Es ist immer gut zu wissen was sich so tut. Nicht nur bei GEräten für etliche tausend Euro.
Zurück zum Thema. Die Lager, die Headshell-Befestigung und die Kunststoffbasis des S-Armes sind schlicht nicht sonderlich hochwertig, wie auch bei dem Preis. Hier wurde offensichtlich gespart. Angesichts des guten Motors und des hochwertigen Lagers ist es durchaus sinnvoll den Arm zu tauschen. Ist halt ein Flaschenhals. (Das magnetische Antiskating am Unify ist übrigens nicht fix eingestellt sondern durch die Montage des Mageneten auf einem langen Gewinde einstellbar)
Gerade, wenn man den Teller tauscht und eventuell noch mit dem Gedanken spielt eine Speedbox zu besorgen wäre es schade hier Potential zu verschenken. Tonabnehmer hochwertigerer Machart sind hier vorher schlicht nicht sinnvoll. Ich rede hier von Tonabnehmern bis ca. 450€ darüber hinaus wird es wohl nix mehr. Auch nicht mit neuem Teller, Speedbox und anderem Tonarm. Sich dahin Stück für Stück vor zu arbeiten finde ich eine ganz nette und reizvolle Option.
Toll finde ich übrigens die Sache mit dem Monsternetzteil für die Phono Box MM. Wäre ich nie drauf gekommen bei einem Gerät dieser Preisklasse. Wenn der Trafo natürlich schon mal da ist... Das würde ich gerne mal hören.

Lieben Gruß,
Sebastian
Hörbert
Moderator
#14 erstellt: 13. Aug 2008, 20:30
Hallo!

@rehcus

Verwechselst du da nicht die Magnetische Tonarmhalterung mit einer Antiskatingeinrichtung? Der RPM-1 der bei meinem Händler stand hatte keine erkenbare Antiskatingeinrichtung, beim Ausbalancieren des Tonarmes hätten wir das ansonsten merken müssen.
Das 2M-red ist sicher ebenfalls eine gute Wahl, aber es dürfte neben dem Elektra so ziemlich die Obergrenze für den Tonarm darstellen.

@thedriver

Es gibt sicher auch noch viele andere Systeme die wir nicht probiert haben und die ebenfalls gut für den Tonarm geeignet sind, neben dem Elektra kam unter anderen, -um die Obergrenze des Tonarmes auszureizen-, noch ein OM-30S zum Einsatz, aber da ist der Tonarm klar überfordert. Es klingt zwar immer noch gut aber das System wird nicht mehr voll genutzt.

Zum Tonarm:

Das Laufwerk a des Plattenspielers ist sicherlich nicht schlechter als das eines Debuet oder ähnlicher, vergleichbarer Plattenspieler und Optisch nicht ganz ohne Finesse. Entscheidend für die Wahl eines Tonarmes sind das Einbaumaß, das ermittelst du indem du den Abstand zwischen Tonarmdrehpunkt und Tellerache-Mittelpunkt genau abmisst. Dieses Maß muß auch der neue Tonarm einhalten. Es muß also nicht unbedingt ein Pro-Ject Tonarm sein.

Ich denke aber auch das ein neuer Tonarm (nebst einem besseren System, selbstverständlich)den Plattenspieler deutlich verbessern könnte, -zumindestens könnte damit die Auswahl sinvoll nutzbarer Systeme deutlich erhöht werden-. Allerdings würde ich von einer ( nicht rückgängig zu machenden ) Modifikation des Zargens zur Anpassung an einen anderen Tonarm abraten, dieser Plattenspieler wird sicher mal in Originalzustand ein Sammlerobjekt. Alleine schon wegen seiner relativ geringen Verbreitung.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 13. Aug 2008, 20:35 bearbeitet]
thedriver
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 13. Aug 2008, 21:31
Schönen Abend Euch!

@Sebastian: Ja, ich glaub das könnte schon was sein, siebzig € tun auch nicht zu sehr weh...
Und ich lass mir übrigens gern was empfehlen, da ich schlichtweg äusserst wenig Ahnung hab' aber das Thema momentan geradezu "einsauge"

@Rehcus: Bei mir war nicht das Alpha drauf sondern ein Ortofon OM 3E in der Plastik-Preisklasse

http://www.lpgear.co...Product_Code=OROM03E .

(Anscheinend bin ich da an ein Modell geraten, wie es in GB verscherbelt wird.
Aber wie gesagt: 180 mit dem Rabatt, da war es eigentlich ein Spontankauf, aber seit ich jetzt Blut geleckt hab ziehts mich voll in das Thema Vinyl rein...
Was bringt der Acrylteller eigentlich genau klanglich? (Muss ehrlich zugeben, dass mir der mattschwarze Originale recht gut gefällt...)

@Hörbert: inwiefern magnetische Tonarmhalterung? sowas hab ich bei meinem nicht gesehen...
Wenn ich dich richtig verstehe wärs also am Besten, einen Tonarm zu wählen, der von den Maßen her dem Alten in etwa entspricht, damit man ihn in die vorhandenen Einbaulöcher schrauben kann...

Allgemein muss ich ehrlich sagen, dass ich jetzt schon nen Klang erleb, den ich für Vinyl niemals für möglich hielt, mit dem alten Blaupunkt-Spieler meines Dads wars eher grausam Und meine Nubis würdens recht schonungslos aufdecken...

VG,

Dominik
rehcus
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 13. Aug 2008, 21:51
Zu mir muss ich natürlich noch hinzufügen, dass mein Hobby etwa zu 50% Musikhören darstellt und 50% bauen und löten....
Autodidaktische Erfahrungsjagd sozusagen. Ich lebe mich in eine Baustelle hinein. Deshalb hatte mich auch genau dieser Player gereizt, um ins Thema Vinyl neu einzusteigen.....

Ein anderer Tonarm, vielleicht auch ein 12" Einpunkt Eigenbau, schwebt mir da in näherer Zukunft schon vor......
ruedi01
Gesperrt
#17 erstellt: 14. Aug 2008, 11:56
Also ich weiß nicht. Einen relativ einfach gestrickten Einsteigerdreher, der vermutlich sein Geld grundsätzlich wert ist, durch aufwendiges Pimpen (TA, Tonarm, Elektronik usw.) auf Oberklasseniveau zu bringen, macht wenig Sinn.

Die Basis muss grundsätzlich stimmen, und da ist doch die alles in allem relativ einfach gestrickte Bauart des RPM1 nicht sonderlich ausbaufähig.

Für das Geld, das man da reinstecken muss, damit es auch was gescheites werden soll, alles in allem, bekommt man schon einen deutlich besseren Dreher der oberen Mittelklasse, auch bei Pro-ject.

Und ich schließe mich der Meinung von Hörbert an, ein unverbastelter RPM1 wird gebraucht einen guten Preis erzielen. Also, meine Meinung, behalte das Gerät so wie es ist, und der 2M red passt sicher prima zum RPM1.

Dann guckst Du Dich in der nächsten Zeit in aller Ruhe auf dem Markt um, lässt dich beraten, probierst aus usw.. Und kaufst Dir dann evtl. in zwei oder drei Jahren einen neuen Dreher mit besserem Arm und besserem TA und verkaufst Deinen RPM1...

Gruß

RD
Soulific
Stammgast
#18 erstellt: 14. Aug 2008, 12:34
Hallo RD,

das kann ja jeder halten wie er will. So wie du es vorschlägst kann man es natürlich auch machen und wird bestimmt auch glücklich dabei. Das hängt wohl auch ein bisschen vom Spiel- und Basteltrieb ab.

Der RPM 1 bietet aufgrund des Lagers und des Motors eine ausgezeichnete Basis zum weiterspinnen. Hier steckt also durchaus Potential. Man lernt bei der ganzen Bastelei auch immer was über Plattenspieler und über die eigenen Vorlieben. Ging zumindest mir so in meiner TD-160 Zeit. Da hab ich an etlichen ewig dran rumgeschraubt und alles mögliche ausgetauscht und ausprobiert. Letztendlich bin ich jetzt woanders gelandet, aber das macht nichts. Irgendwann wurde der TD-160 zu klein und er war ausgereizt.
Ich weiß jetzt viel über Resonanzen, Antriebe, Tonarme, Zargen, Kabel, Aufstellung, Tonabnehmer, Einbau, Justage, Plattenteller, usw. Außerdem kenne ich jetzt viele Stolpersteine und Einbahnstraßen. Aber ebenso weiß ich jetzt ziemlich genau was ich will und wie ich da hin komme.
Rational ist so ein Hobby nicht. Wer Lust verspürt an seinem Plattenspieler rum zu schrauben soll das tun. Der RPM 1 bietet dazu eine gute Grundlage. Als ich ihn das erste mal in den Händen hatte und angehört habe kam mir recht schnell der Gedanke an Modifikationen. Andere Plattenspieler sind weniger gut geeignet, da würde ich dann auch sicher abraten.

Das Argument Wiederverkauf verstehe ich in diesem Zusammenhang übrigens nicht recht. Ein Acryl- oder Glasteller lässt sich ebenso leicht wieder entfernen wie eine Speed Box oder ein ProJect 8.6c Arm. Es wird am Laufwerk selbst eigentlich nichts verändert, was einen Rückbau unmöglich machen würde oder etwas beschädigt bzw. die Funktionalität einschränkt. Desweiteren glaube ich kaum, dass diese Modifikationen den Wert verringern. Das man im Endeffekt weniger Geld heraus bekommt als man reinsteckt ist doch wohl jedem klar. Das ist bei Hobbys häufig so und wer heute einen neuen Plattenspieler kauft wird morgen weniger dafür bekommen, dann ist er ja auch gebraucht.

Jeder wie er will.

Lieben Gruß,
Sebastian
ruedi01
Gesperrt
#19 erstellt: 14. Aug 2008, 13:20
Soulific schrieb:


das kann ja jeder halten wie er will. So wie du es vorschlägst kann man es natürlich auch machen und wird bestimmt auch glücklich dabei. Das hängt wohl auch ein bisschen vom Spiel- und Basteltrieb ab.


Aus einer Tupperschüssel machst Du keinen High-End-Dreher...Punkt. Wenn der Bastel- und Spieltrieb im Vordergrund steht, sind rein rationale Argumente natürlich nicht zielführend.


Der RPM 1 bietet aufgrund des Lagers und des Motors eine ausgezeichnete Basis zum weiterspinnen. Hier steckt also durchaus Potential.


Na ja, einfach bleibt einfach. Was an einem einfachen Synchronmotor (nicht wirklich entkoppelt vom Masselaufwerk), der über eine einfache Plastikriemenscheibe mit einem außen laufenden Bindfaden einen Plastikteller antreibt, der in einem einfachen Reiblager läuft , eine ‘ausgezeichnete‘ Basis sein soll, erschließt sich mir nicht so recht. Und den Riemen muss ich auch noch von Hand umlegen, wenn ich die Drehzahl umstellen will, Der Plastiktonarm hat nicht mal Antiskating...mein Attribut für diese Art von Technik ist primitiv...ist ja bei dem Preis auch gar nicht anders möglich.

Primitiv bedeutet natürlich auch relativ leicht modifizierbar...für Bastler und solche die es werden wollen, also tatsächlich eine brauchbare Basis.


Ich weiß jetzt viel über Resonanzen, Antriebe, Tonarme, Zargen, Kabel, Aufstellung, Tonabnehmer, Einbau, Justage, Plattenteller, usw. Außerdem kenne ich jetzt viele Stolpersteine und Einbahnstraßen. Aber ebenso weiß ich jetzt ziemlich genau was ich will und wie ich da hin komme.


OK, dann hast Du ja viel gelernt und wenn Dir das Spaß macht, ist das in Ordnung. Ich habe das alles mit der Wahl meines Drehers dem Hersteller überlassen – mit Ausnahme des TAs - . Der Dreher ist – auf der Basis seiner Preisklasse – von vorne herein perfekt konstruiert und gefertigt, da gibt es keine Komponenten, die man noch nachrüsten oder austauschen könnte, um die Qualität zu verbessern. Alles ist auf einem einheitlich hohen Niveau. Was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht noch besser ginge, das ist dann aber eine Frage des Preises und irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen. Wenn ich mal Lust habe und mir eine reiche Erbschaft zufällt, dann denke ich vielleicht noch mal neu nach...


Rational ist so ein Hobby nicht. Wer Lust verspürt an seinem Plattenspieler rum zu schrauben soll das tun.


Das ist der Punkt, jeder sieht es anders. Nur rein objektiv gesehen, macht es wenig Sinn sich eine einfache Kiste zu kaufen und kurz danach gleich wieder an was besseres zu denken und alles mögliche auf- oder umrüsten zu wollen. Wenn das wirklich ausschließlich mit der Motivation begründet ist, einen besseren Klang zu bekommen, dann hat man einen großen Fehler begangen...dann hat man nämlich das vollkommen falsche Gerät gekauft...dann hätte man besser gleich zu einer höher wertigen Basis greifen müssen, unter dem Strich wäre das billiger und einfacher gewesen.

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 14. Aug 2008, 13:50 bearbeitet]
rehcus
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 14. Aug 2008, 15:21
hier mal ein Foto.....
rehcus
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 14. Aug 2008, 15:22

ruedi01
Gesperrt
#22 erstellt: 14. Aug 2008, 15:26
...ja, nett aussehen tut er ja...

aber mit einem Xpression III (mit Ortofon 2M Blue) wärst Du klanglich besser gefahren. Vor allem der Tonarm ist besser und hat mehr Potential für noch weit bessere TAs...vielleicht der aus Preis-/Leistungssicht beste Pro-ject...

...oder, ganz anders, gleich einen 1210ner, aber der sieht natürlich nicht so toll aus....

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 14. Aug 2008, 15:44 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#23 erstellt: 14. Aug 2008, 18:07
Hallo!

@rehcus

Von einem automatischen Antiskating kann ich in der Pro-Ject BDA nix finden: http://www.project-audio.com/inhalt/de/manual/manual_rpm1.pdf

Auch bei den nüchternen technischen Daten von Plattenspieler und Tonarm findet sich nix: http://www.project-audio.com/inhalt/de/pdf/rpm1.pdf

Woher stammt deine Information über dieses festeingestellte Antiskating?

@thedriver

Eventuell war das Modell das bei meinem Händler stand bereits vom Vorbesitzer modifiziert, (der RPM-1 war eine Inzahlungsnahme auf einen Rega P3) aber der Tonarm wurde jedenfalls Magnetisch in der Ablagegabel gehalten, als Antiskatingvorrichtung taugte diese Magnethalterung aber auf keinen Fall. Wie ist die Arretierung in der Halterung denn bei dir gelöst?

Ganz allgemein muß ich gestehen daß es mir ebenfalls in den Fingern gejuckt hat mir den RPM-1 zum Basteln und Schrauben ins Haus zu holen. Allerdings habe ich mittlerweile ohnehin schon 14 Plattenspieler/Laufwerke, diverse Tonarme und Systeme zu Hause, -also mehr als genug Material um mich zu beschäftigen wenn mir der Sinn danach steht. Schlußendlich hat trotz des güntigen Angebotes (125 Euro) die Vernunft gesiegt, der Plattenspieler war auch so nach einer Woche weg, es gibt also durchaus Nachfrage bezüglich des RPM-1.

MFG Günther
rehcus
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 14. Aug 2008, 18:18
Hörbert
Moderator
#25 erstellt: 14. Aug 2008, 18:46
Hallo!

Danke, aber der gleiche Text steht für das ansonsten verbaute OM 3E, die Auflagekraft das OM 3E betragt aber ein gutes halbes Gramm mehr. Wie also soll dieses famose Automatikantiskating auf beide gleich gut reagieren? Oder meinen die etwa Antiskating durch Lagerreibung? (kleiner Scherz)

MFG Günther
rehcus
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 14. Aug 2008, 19:14
Das Antiskating ist auf 15mN geeicht. Das merkt man auch, wenn man das Ortofon 2M red auf 20mN Auflagekraft stellt, dann beginnt es, auf einem Kanal etwas zu verzerren, zu hören bei Frauenstimmen zum Beispiel. Wenn ich auf 16-17mN gehe, so wie ich es habe, dann passt es.

Vie verblüffender finde ich ja die Veränderungen am Pre, wenn man das Netzteil verbessert. Der Pro-ject Phono Box MM hat einen kleinen Trafo im Steckernetzteil, dann geht es unsymmetrich per Kabel ind den Amp, der dann intern mit nur 2 kleinen Dioden gleichrichtet und daraus eine positive und eine negative Spannung macht. Dann kommen je ein kleiner Elko für die pos. und die neg. Pannung. Dort habe ich mein Netzteil angelötet. Der Klang ist viel viel besser mit dem großen Netzteil. War aber auch zu erwarten......
thedriver
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 15. Aug 2008, 12:39
Hola und schönen Feiertag,

also ich glaub, dass sich Audiotrade das mit dem Anti-Skating aus den Fingern gesaugt hat...
Aber wenn ich die Zusammenhänge richtig verstehe ist das Anti-Skating ja eine Sache des Tonarms, oder? Das hieße ja dann mit dem Umstieg auf einen "größeren"(im Sinne von Modellhöhe) Tonarm könnte man ein Anti-Skating ja quasi nachrüsten.

Zu den Auflagegewichten hätt ich noch ne Frage: Es gibt ja diese empfohlenen Auflagegewichte (z.B. bei mir 17,5 Nm oder näherungsweise 1,75 Gramm). Das soll quasi der Wert sein, bei dem eine otimale Auflagekraft gegeben ist, so dass er nicht springt oder die Platte stärker als nötig strapaziert)
Sind diese Werte aber jetzt als absolut gegeben anzusehen? Oder kann man durchaus ein paar Newtonmeter mehr draufgeben um Sprünge zu vermeiden und ist das dann auch nicht "soo schlimm" und da ist durchaus eine Toleranz drin?

@Rehcus: sieht fesch aus mit dem Teller.

@ Günther/Hörbert: Das ist so ne (zugegeben sehr einfache) Kunstoff-Klemmhalterung.

@All: Mir fehlt noch ein passendes Phono-Möbel, hab aber einen Schreiner sozusagen "in der Familie". Gibt es irgendwelche guten Bauvorschläge für eine Wandhalterung, wo man evtl. sogar eine Dämpfung, sowie eine Möglichkeit für Justage hat?

VG,

Dominik
ruedi01
Gesperrt
#28 erstellt: 15. Aug 2008, 14:18
thedriver schrieb:


Gibt es irgendwelche guten Bauvorschläge für eine Wandhalterung, wo man evtl. sogar eine Dämpfung, sowie eine Möglichkeit für Justage hat?


Für eine Wandhalterung gibt es eigentlich alles billig im Baumarkt zu kaufen. Zwei massive Alu-Winkel in der richtigen Größe und eine dicke Multiplex oder MDF-Platte zuschneiden lassen und ggf. lackieren. Dann noch die passenden Schrauben und Dübel. Eine Bohrmaschine, eine Wasserwaage und einen Schraubendreher hast Du sicher zu Hause...und hoffentlich keine zwei linken Hände...

Das wäre dann natürlich nur die einfache und preiswerte Ausführung. Es geht aber noch weitaus teurer. Allerdings wird es dann nicht besser, höchstens nobler und exklusiver. Eine polierte Natursteinplatte (statt MDF oder Multiplex) wäre z.B. ein Blickfang. Auch bei den Winkeln gibt es noch Design-Alternativen...

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 15. Aug 2008, 14:19 bearbeitet]
jotpewe
Stammgast
#29 erstellt: 15. Aug 2008, 14:28
Nimm die Wandhalterung von Pro-Ject, heisst WalmountIt I und kostet ab 79,- in A, und in D ab 128,-.

Sieht m.E. gut aus, sitzt 'bombenfest' und passt bei Dir sogar zum Dreher...

Ich hatte vorher eine 'Baumarktlösung', aber leider nicht die richtigen Winkel, das ganze wackelte leider immer noch, wenn man dagegen kam... Grund war, dass der Abstand von der Auflageplatte bis zum ersten Loch im Winkel zu groß war und die Bucheplatte (106 * 45 * 2,8) schon ziemlich schwer...
rehcus
Ist häufiger hier
#30 erstellt: 15. Aug 2008, 17:23
. . . jetzt mit Schieferplatte als Basis . . .

Hörbert
Moderator
#31 erstellt: 15. Aug 2008, 18:14
Hallo!

@thedriver

Du kannst die Auflagekraft ca. 10% nach oben variieren ohne (ausser einer geringfügig höheren Abnutzung von System und Schallplatten) daß du nachteilige Folgen zu befürchten hast. Nach unten hin solltest du die vom Systemhersteller angegebene Grenze auf jeden Fall einhalten da sonst durch die nicht mehr sichere Führung der Abtstnadel die Rille und den Diamanten gefährden kannst.

Wenn du Schallplatten hast die deine Nadel zum Springen bringen ohne daß Trittschall oder ähnliches im Spiel ist gibt es zwei Möglichkeiten wie das zustandekommt.

Erstens könnte die jeweilige Schallplatte stark verwellt sein und deine Tonarm-Tonabnehmerkombination steigt aus da die Kombination nicht Optimal zueinander passt.

Zweitens könnte die Schallplatte Schnellen enthalten die die Abtastfähigkeit deines Tonabnehmersystems übersteigt.

In Grenzen hilft dir in beiden Fällen die erhöhung der Auflagekraft ein wenig weiter, allerdings solltest du im zweiten Falle schleunigst auf ein besseres System umsteigen und solange diese Schallplatten möglichst nicht Abspielen da durch ein ungeeignetes System diese für dich zur Zeit nicht zugänglichew Information die auf der Schallplatte gespeichert ist unter umständen rasch zerstört wird.

MFG Günther
thedriver
Ist häufiger hier
#32 erstellt: 16. Aug 2008, 11:03
in einem Fall liegts bestimmt an der Wellung, eine pressfrische House-Buckelpiste, im anderen, einer Mike Olfdield-Platte von 79, könnte es wirklich gut sein, dass der Abnehmer der Plastikklasse überfordert ist.

Gibt es eigentlich Richtwerte oder MTBFs (Meen-Time-Between-Failures) oder dgl. wie oft sich so eine Platte abspielen lässt, bis sich die Qualität merklich verschlechtert (halbiert kann ma ja subjektiv eher nicht beurteilen :))?

Naja, momentan steht der RPM1 auf einem Holzstuhl (hab ich aus der Küche geklaut), der aber recht gerade ist (hab extra die Wasserwaage im Zimmer), aber da überträgt sich der Schall aus der Nubert wunderschön wieder aufs Holz zurück, der Sound ist merkbar schwammiger wie vorher, als der RPM aufm Boden stand.

VG
Hörbert
Moderator
#33 erstellt: 16. Aug 2008, 17:03
Hallo!

Der Plattenspieler sollte auf ein Wandregal, da ist er vor Trittschall und anderen Erschütterungen sicher. Erfahrungswerte mit anderen Abtastern und anderen Auflagedrücken würden dir nicht allzuviel nutzen, aber du kanst davon ausgehen daß die Mehrbelastung sich im Rahmen hält, ich denke nich daß man von einer Halbierung der Lebewnsdauer der Abtastnadel ausgehen kann sondern eher (bei ca.10%) von etwa 20-50 Betriebsstunden gerechnet auf die Gesamtlebensdauer der Nadel (eine Abtastnadel hat so zwischen 500 und 2000 Bertriesstunden je nach Qualität des Diamanten.) Erfahrungswerte bei Schallplatten sind etwa 100-200 Abspielvorgänge als Miniumum und etwa 500 als Maximum bevor eine deutlich hörbare Verschlechterung eintritt. Optisch erkent man abgenudelte Schallplatten an grau oder bräunlich verfärbten Rillen, selbst recht oft gespielte Scheiben aus meiner Sammlung zeigen noch keine solchen Anzeichen und sogar auf Flohmärkten habe ich nur in recht seltenen Fällen solche Scherben erblickt. Ich würde mir also deswegen keinen Kopf machen.

MFG Günther
thedriver
Ist häufiger hier
#34 erstellt: 17. Aug 2008, 13:37
Das beruhigt mich jetzt schon ziemlich, das man Platten doch recht oft abspielen kann, meistens hört man ja doch recht unterschiedliche Sachen, so dass sich das gut verteilt. Die Sachen die ich vom Flohmarkt hab, sind meistens noch super in Ordnung, vor allem die 7"-Singles, was mich sehr wundert.
Allerdings hab ich da ein paar jugoslawische (Jugoton) Pressungen gekauft und die sind wirklich grottig. Teilweise ist die Innenrille so schlecht, dass der Tonarm, wenn man nicht schnell ist aufs Etikett innen rauscht, was der Nadel bestimmt nicht so zuträglich ist...



also das Wandregal ist in Planung, das von Pro-Ject wär zwar ne gute Alternative und ich wohn auch nicht zu weit von Österreich weg, aber ich hab das ganze bei meinem Schwiegerpa jetzt schon angeritzt, das würde nicht allzu gut kommen, wenn ich jetzt was fertiges kauf.

Schiefer oder gar Granit würd mir natürlich gut gefallen, aber fällt wahrscheinlich ausm Budget, deswegen wirds wahrscheinlich eine dicke MDF-Platte, möglichst in Nussbaum dunkel lasiert und lackiert, bei der Befestigung dachte ich an Holzstreben die wie ein Dreieck angeordnet sind zum Abstützen des Gewichts.

Wahnsinn wär natürlich die Möglichkeit, mittels Rädelschrauben von unten her die MDF-Platte feinjustieren zu können, sowie eine in die Platte eingelassene Libelle um den Erfolg gleich kontrollieren zu können... *träum*

VG,
Dominik
Hörbert
Moderator
#35 erstellt: 17. Aug 2008, 15:41
Hallo!

Daß dir die Nadel über den Labelkleber brettert kann auch am fehlenden Antiskating liegen. (Zur Erinnerung, der Skating-Effekt zieht deinen Tonarm nach innen.) Zusammen mit einer flachen Innenrille kann es dir da schon den Tonarm aus der Auslaufrille hebeln.

Die Zutaten für eine optisch einigermaßen ansprechende Wandhalterung sollte es in jedem Baumarkt für etwa 20-25 Euro geben. Die mechanischen und technischen Anforderungen an diese Konstruktion sind gering, Finessen sind keine zu beachten, eigentlich tut es jedes einigermaßen gerade Brett und zwei Streben im imstande sind das Gewicht zu tragen. Klangliche Unterschiede durch die Materialien und die Konstruktion, -so sie stabil und fest verschraubt ist-, sind eigentlich nicht zu erwarten.

Eine günstige, stabile Schreinerlösung ist natürlich was für´s Auge und bei gleichem oder geringfügig höherenm Finanziellem Einsatz schon des guten Gefühls wegen vorzuziehen. Auch Edelstahlstreben und eine zentimeterdicke Glasplatte können dem ders mag die richtige optische Abrundung bieten. Erlaubt ist was gefällt und gut zur sonstigen Einrichtung passt.

MFG Günther
Soulific
Stammgast
#36 erstellt: 18. Aug 2008, 09:55

thedriver schrieb:

Wahnsinn wär natürlich die Möglichkeit, mittels Rädelschrauben von unten her die MDF-Platte feinjustieren zu können, sowie eine in die Platte eingelassene Libelle um den Erfolg gleich kontrollieren zu können... *träum*

VG,
Dominik


Hallo Dominik,

mittels Einschlaggewinde lässt sich die Sache mit der Rädelschraube bestimmt verwirklichen und was die Libelle angeht - gib mal 'Dosenlibelle' bei Ebay ein. Ab 4,70€ bist du dabei.

Lieben Gruß,
Sebastian
thedriver
Ist häufiger hier
#37 erstellt: 18. Aug 2008, 16:56
Hallo!

ja, so in etwa haben wirs geplant, mit 4 Schrauben (welche auch die schiefste Wand ausgleichen können) und so ner Dosenlibelle, wobei ich da noch nicht genau weiß, für welches Modell ich mich entscheide, wobei die schätzungsweise alle von der Genauigkeit her ausreichen.

Was mich momentan noch stört sind die drei spitzen Plastikkegel des RPM1, welche optisch zwar ansprechend sind, aber sich erstens ins Holz bohren und zweitens wohl auch aus schwingungstechnischer Sicht nicht optimal sind. Evtl werde ich da noch Gummidichtungen unterlegen...

Wenn alles fertig ist, kommt auf jeden Fall ein Foto davon rein.



VG,

Dominik
rehcus
Ist häufiger hier
#38 erstellt: 08. Sep 2008, 09:42
Hallo.

Hier ´mal ein aktuelles Foto vom RPM1.....
Inzwischen ist ein Carbon Arm installiert, was den Player wiederum stark nach vorne bringt......

thedriver
Ist häufiger hier
#39 erstellt: 08. Sep 2008, 16:36
HallO!

Sieht ziemlich schick aus, wie hat sichs auf den Klang ausgewirkt? Konntest du den Arm in den vorhandenen Einbauplatz einbauen oder musstest du Bohren?
Was legt man für so nen Arm hin (wenn ich fragen darf)?

VG,

Dominik
rehcus
Ist häufiger hier
#40 erstellt: 08. Sep 2008, 17:14
Ich habe extra einen Carbon 8.6 gekauft, sodass man ihn ohne weiteres in das Loch der Tonarmaufnahme und -höhenverstellung einsetzen konnte. Nur Umlöten war natürlich erforderlich. Meiner hat in der Bucht 94 Euro gekostet. Neu gibt es nur den 9cc für etwa 550 Euro und den 9cc evo für etwa 750 Euro. Den 8.6c aus einem Xperience gibt es nur gebraucht.

Klangliche Auswirkungen (nach wie vor Ortofon 2M red):
- der Ton ist voller
- mehr Dynamik
- mehr Räumlichkeit
- mehr Luft in den obersten Höhen
Rodeodave
Neuling
#41 erstellt: 04. Jan 2010, 20:16
Hi,

Ich hab mir heut einen RPM-1 gekauft für 100 Eurs mit Versand, also geht glaub ich.

Jetzt hab ich schon voll Bock auf Schrauben, Bohren und Löten.

Meine Frage also: Kann man das magnetische Anti-Skating aus dem 8.6s ausbauen? Möcht nämlich ein ProJect-übliches Antiskating mit Gewicht und Faden bästeln. Bin recht neu im TT business, deshalb auch die Frage: Wie schwer soll das Gewicht sein? Und zur Auflagekraft, tuts eine Waage ausm Hanfshop?

Grüße, David
Rodeodave
Neuling
#42 erstellt: 04. Jan 2010, 22:27
Also dass es gehen muss war mir klar, der Typ hier hats auch gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=Wuyo_H01fzw

Aber wie gesagt, kann man das magnetische Antiskating ausbauen? Eigentlich könnt man es auch drinlassen, oder?
Was meint ihr?
jaja00
Ist häufiger hier
#43 erstellt: 17. Jan 2010, 21:04
Hallo ist der Thread hir tot
Hätte gern weiter gelesen...


[Beitrag von jaja00 am 17. Jan 2010, 21:06 bearbeitet]
Rodeodave
Neuling
#44 erstellt: 18. Jan 2010, 19:33
Tot, ja, mehr oder weniger. Was magst wissen? Kann die Tage mal was schreiben und evtl. Bilder machen.

Greetz, Dave
jaja00
Ist häufiger hier
#45 erstellt: 19. Jan 2010, 02:44
wissen noch nix, meiner kommt die tage melde mich wenn er da ist (mein 1er platten teller)bis dann
killnoizer
Inventar
#46 erstellt: 19. Jan 2010, 11:53
.


jotpewe schrieb:
Nimm die Wandhalterung von Pro-Ject, heisst WalmountIt I und kostet ab 79,- in A, und in D ab 128,-.

Sieht m.E. gut aus, sitzt 'bombenfest' und passt bei Dir sogar zum Dreher...

Ich hatte vorher eine 'Baumarktlösung', aber leider nicht die richtigen Winkel, das ganze wackelte leider immer noch, wenn man dagegen kam... Grund war, dass der Abstand von der Auflageplatte bis zum ersten Loch im Winkel zu groß war und die Bucheplatte (106 * 45 * 2,8) schon ziemlich schwer...


Das Material kam wohl aus dem Baumarkt , was daraus entsteht liegt natürlich beim Konstrukteur .
Rodeodave
Neuling
#47 erstellt: 19. Jan 2010, 18:42

jaja00 schrieb:
wissen noch nix, meiner kommt die tage melde mich wenn er da ist (mein 1er platten teller)bis dann


Welches Modell? Da bibts ja mittlerweile drei oder vier verschiedene, mit verschiedensten Abnehmern.
Ich hab das erste Modell, den RPM1 Genie. Recht dünner Tonarm, mit Ortofon OM 3E. Hat mir nicht gefallen der TA, dann ich hab von meinem Dual 1219 das Shure M75 drauf getan, geht schon besser. Auf jeden Fall besser als mit dem Dual 1219. Ich hoff du hast was massives wo du ihn draufstelen kannst, das mag der RPM ganz gern.

Der RPM1 sieh auch recht geil aus, der Dual daneben voll alt und so.
Und wenn mir jetzt jemand kommt von wegen modern und pfui und so dann kann der jenige stfu machen und gtfo.

Mfgfu, Dave
jaja00
Ist häufiger hier
#48 erstellt: 20. Jan 2010, 02:25
hey habe mir den Pro-ject RPM 1 mit Ortofon Alpha gekauft.
das es bessere TA ´s geben soll habe ich schon gelesen, mal schauen kommt zeit kommt Geld es geht ja immer mehr.
gekauft habe ich ihn weil er geil aus schaut und ich Papas alte platten hören möchte.ich hoffe der kommt bald.
Ach mit den aufstellen, stell denn RPM1 erst mal auf mein Rack..
jaja00
Ist häufiger hier
#49 erstellt: 23. Jan 2010, 16:52
er ist da
Sibbe74
Ist häufiger hier
#50 erstellt: 25. Jan 2010, 23:36
hab mir den 1.3er gekauft
war einfacher
jaja00
Ist häufiger hier
#51 erstellt: 27. Jan 2010, 19:23
Oh sorry hab doch denn rpm 1.3
er macht schon spaß
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