Mehr Bass: Super OM 40 oder gänzlich neues System ?

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Modulor
Stammgast
#1 erstellt: 02. Nov 2008, 19:30
Heute hatte ich mal wieder länger Zeit mich meinen Platten zu widmen (inkl. Waschen) und habe dabei den Eindruck gehabt daß es irgendwie am Bass mangelt (z.B. Bob Seeger/B 52´s/Lenny Kravitz).Ich weiß schon daß mein OM 10 Super nicht tief runter geht weswegen ich mir die Frage stelle ob eine Nadel 40 Abhilfe schafft oder ob es besser gleich ein ganz anderes System sein sollte - ohne die Qualitäten eines alternativ dann vorhandenen OM 40 Super einzubüßen natürlich...
Grado soll ja diesbezüglich sehr gut sein,leider verträgt sich mein Harman T60 nicht mit Grado Systemen (brummt).
Preislich möchte ich 180-200 € nicht überschreiten (OM 40 Nadel = 180.-Euro).
Wichtig ist auch eine hohe Compliance (>20) da der Microrace Tonarm zur leichteren Gattung gehört und nicht wenige meiner Platten doch schon Schlag haben (ich habe deswegen auch schon das Gewicht aus dem OM 10 rausgenommen).
Musik ist Rock/Pop,keine Klassik (siehe oben).
Was tun,sprach Zeus?
silberfux
Inventar
#2 erstellt: 02. Nov 2008, 19:48
Hi, ich habe zwar 2 Stück OM40, aber kann nicht mit einem 10er vergleichen, weil ich davon keines haben. Kann mir aber nicht vorstellen, dass es im Bass große Unterschiede gibt. Die besssere Nadel sollte sich m.E. eher im Mittel- und Hochtonbereich auswirken.

Gruß von Silberfux
stbeer
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 03. Nov 2008, 00:04
Ich unterstreiche Silberfux' Meinung und empfehle, mal eine externe Phonostufe zu probieren.

Stefan
pet2
Inventar
#4 erstellt: 03. Nov 2008, 00:52
Hallo,

auch wenn man mich jetzt steinigt:
Als probatestes Mittel gegen eine etwas schlanke Tieftonwiedergabe sehe ich eigentlich den Erwerb eines aktiven Subwoofers an .
Im Selbstbau muss so etwas nicht über 200 € kosten.

Gruß

pet
Modulor
Stammgast
#5 erstellt: 03. Nov 2008, 03:29
Ich probier´s mal mit einem Goldring 1006.Die Meinungen quer durchs Internet und letztendlich der Test in der lp 5/2005 haben den Ausschlag gegeben.Gewicht und Compliance passen perfekt zu meinem T60 und die Aufrüstbarkeit durch Nadeltausch finde ich auch sehr gut,jetzt muß nur noch "die Tiefe" stimmen,der Unterschied zum OM 10 Super sollte auf jeden Fall hörbar sein...
stbeer
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 03. Nov 2008, 11:10
Modulor,

dann schreib' auch mal, ob es mit dem GOLDRING 1006 tiefer in den Keller geht

Stefan
Modulor
Stammgast
#7 erstellt: 03. Nov 2008, 14:04

stbeer schrieb:

dann schreib' auch mal, ob es mit dem GOLDRING 1006 tiefer in den Keller geht



Nicht nur das,ich habe schonmal vorsorglich ein paar Stücke mit dem OM 10 Super auf Festplatte gebannt um einen direkten Vergleich zu haben (ich habe einen alten thread von Hörbert (?) gefunden wo er uns so den Unterschied zwischen dem OM30 und OM40 deutlich gemacht hat - finde ich immer klasse sowas,besser als einfach seinen zumeist subjektiven Eindruck zu schildern...).
Stay tuned!
Modulor
Stammgast
#8 erstellt: 07. Nov 2008, 17:15
So,das Goldring 1006 ist drin.Die erwartete Ausprägung der Bässe blieb jedoch aus.
Dafür habe ich jedoch festgestellt daß das Ortofon sehr höhenbetont spielt,im Zusammenspiel mit meinem ohnehin hell abgestimmten Denon PMA-1500AE eigentlich zuviel des Guten.Das Goldring klingt deutlich weniger grell und zischelig ohne jedoch die Höhen zu unterdrücken,insgesamt ergibt sich ein wärmerer Klang.
Außerdem übergeht es Kratzer viel besser.Während man beim OM10 deutlich die Spuren der Zeit und schlechte Pflege der letzten 20-30 Jahre wahrnimmt hört man das beim Goldring bedeutend weniger.
Und eigenartigerweise weist das Ortofon Störgeräusche und teilweise auch Rumpeln auf,beim Goldring höre ich davon nichts.
Eine klangliche Revolution stellt das Goldring 1006 gegenüber dem OM10 Super trotz des mehr als doppelt so hohen Preises insgesamt nicht dar,kann man bei Systemen dieser Preisklasse wahrscheinlich ohnehin noch nicht erwarten,aber dennoch ist es das bessere System.Besserer Schliff,wärmerer und sauberer Klang,ich bin erstmal zufrieden.

Hier noch einige 320kbit Samples:

The Chain OM10
The Chain 1006
We belong together OM10
We belong together 1006
Oy yeah OM10
Oy yeah 1006
It´s not the spotlight OM10
It´s not the spotlight 1006
rkb
Stammgast
#9 erstellt: 07. Nov 2008, 17:26
Du kannst auch mal verschen, die Auflagekraft ein wenig zu erhöhen. Mitunter kommen dann die Bässe besser.
stbeer
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 07. Nov 2008, 17:45
Nochmal: Bessere Phonostufe und bessere Kabel! Da nutzt das beste System nichts, wenn Phonostufe und Kabel im Signalweg begrenzend wirken!

Die Hoehenbetonung beim Ortofon ggue. dem Goldring koennte mitunter auch an zu hoher Lastkapazitaet am Eingang der Phonostufe begruendet sein.

Stefan
hifi-zwerg
Stammgast
#11 erstellt: 07. Nov 2008, 19:20
Hallo,

sofern es nicht eine Fehlabstimmung (Kapazität) gibt wird das Kabel schon nicht den Bass rausfiltern. Allerdings ist das Goldring sehr Kapazitätsemfindlich (empfohlene Abschlußkapazität 150µF). Phonoverstufen neuerer Vollverstärker haben häufig eine sehr hohe Kapazität (500 bis 700pF) und sind daher eigentlich für die meisten MM Systeme bedingt geeignet. Abhilfe:
- externe Phonostufe mit niedriger oder anpaßbarer Kapazität.
- ein MC LO System ausprobieren (Benz 20EL ist im preislichen Rahmen, allerdings sicherlich kein Bassmonster, das DENON 103 soll da mehr liefern, ist aber möglicherweise mit der sehr niedrigen Ausgangsspannung nicht für den MC Eingang des Denon geeignet).
- ein Ho MC System an MM eingang, dann wäre die Kapazität kein Problem.

Aber:
- ist es sicher, daß es ein Problem der Phonosektion ist (System, Kabel, Verstärker) und nicher der Anlage (lingen CD gut?).
- Ist MM als Phonoeingang gewählt oder steht der Schalter versehentlich auf MC.

Für TA Empfehlungnen müssten wir desPS/Tonarm kennen.

Gruß
Zwerg
Modulor
Stammgast
#12 erstellt: 07. Nov 2008, 20:14
Danke für eure zahlreichen Tipps und Anregungen.
Das "Problem" lag jedoch ohrenscheinlich woanders:
In den unteren Baßreflexöffnungen der Tannoy (die haben derer zwei) steckten von außen fast unsichtbar Schaumstoffstopfen einige Zentimeter tief drin,hatte ich völlig vergessen...
stbeer
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 07. Nov 2008, 23:45
shit happens ...
Modulor
Stammgast
#14 erstellt: 08. Nov 2008, 16:57

stbeer schrieb:
shit happens ...


Ja,echt peinlich...:cut
Dafür haben die Dinger jetzt wieder einen echten "Killerbass"!
chingon
Neuling
#15 erstellt: 08. Nov 2008, 22:31
i love bass lol





stbeer
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 09. Nov 2008, 00:23

chingon schrieb:
i love bass lol







ER muss nur "trocken" genug sein ... WOM stat WUMMMM ...

Stefan
fibbser
Inventar
#17 erstellt: 09. Nov 2008, 09:02

stbeer schrieb:

chingon schrieb:
i love bass lol







ER muss nur "trocken" genug sein ... WOM stat WUMMMM ...

Stefan


Das stimmt.

Aber besser WUMMM als tock....
HiFi_Addicted
Inventar
#18 erstellt: 09. Nov 2008, 14:28

Modulor schrieb:
...Besserer Schliff,wärmerer und sauberer Klang,ich bin erstmal zufrieden.

Wie jetzt. Sauber oder warm mit etwas K2 Verzerrungen? Das eine schließt das andere aus.


stbeer schrieb:
Nochmal: Bessere Phonostufe und bessere Kabel! Da nutzt das beste System nichts, wenn Phonostufe und Kabel im Signalweg begrenzend wirken!


Wenn die Kapazität vom Kabel und das RIAA Netzwerk in der Phonostufe einwandfrei funktioniert brauchts für einen besseren TA keine besseren Kabel oder Elelktronik. Die Mängel der elelktonik sind im vergleich zur Mechanischen Abtastung zu vernachlässichen.

Ich hänge jedenfalls ohne schlechtes Gewissen mein van den Hul Grashopper IV GLA das mittlerweile repariert wurde an einen Project Phonobox MK2. Klingt auch ned höhrbar schlechter als die Aqvox Stufe.

MfG Christoph
Modulor
Stammgast
#19 erstellt: 09. Nov 2008, 20:40

HiFi_Addicted schrieb:

Modulor schrieb:
...Besserer Schliff,wärmerer und sauberer Klang,ich bin erstmal zufrieden.

Wie jetzt. Sauber oder warm mit etwas K2 Verzerrungen? Das eine schließt das andere aus.


Der Begriff K2 Verzerrungen ist mir nicht geläufig.
Mit "sauber" meinte ich daß Kratzer besser überspielt werden,bei den Vocals die S-Laute nicht zischeln und auch die beim Ortofon bei hohen Lautstärken wahrnehmbaren Rumpelgeräusche nicht mehr hörbar sind.
Mit "warm" meinte ich die weniger höhenbetönte Wiedergabe des Goldring.


HiFi_Addicted schrieb:

Wenn die Kapazität vom Kabel und das RIAA Netzwerk in der Phonostufe einwandfrei funktioniert brauchts für einen besseren TA keine besseren Kabel oder Elelktronik. Die Mängel der elelktonik sind im vergleich zur Mechanischen Abtastung zu vernachlässichen.


Ack.
Ich gehe mal davon aus daß die Phonostufe des PMA-1500AE nicht zur schlechtesten ihrer Gattung gehört und auch meine Kabel VdH The Bay C5 den restlichen Komponenten qualitativ durchaus angepaßt sind weswegen der hier empfohlene externe Phonoverstärker oder andere Kabel für mich nicht in Betracht kamen.
Man muß ja auch die Kirche mal im Dorf lassen,ich habe ja hier keinen Transrotor o.ä. und meine Plattensammlung besteht aus einigen hundert zumeist 20-30 Jahre alten Pop/Rock Scheiben an denen teilweise der Zahn der Zeit genagt hat - und die kann ich genußvoll mit meinen Komponenten hören,was will ich mehr (jedenfalls augenblicklich).:)
Hörbert
Moderator
#20 erstellt: 09. Nov 2008, 21:39
Hallo!

@Modulor

Es wäre auch wohl mehr als verwunderlich wenn ein ca. doppelt so teueres neues System nicht besser klänge als ein OM-10S mit runtergespieler Nadel.

Phonokabel bemessen sich Qualitativ im wesentlichen durch die Parameter Induktivität/ und Kapazität/Meter, offenbar hast du da sehr großes Glück da die Goldring MM-Systeme recht kapazitive Diven sind und recht schnell zum Zischeln neigen.

K2 ist sogenannter quadratischer Klirr, das sind harmonische Klirranteile in der Musik wie sie z.B. von diversen Röhrenverstärkern produziert werden. Im Gegensatz zum unharmonischen kubischen Klirr (K3) wie er z.B. bei übersteuerungen auftritt wird der K2 von vielen Zeitgenossen als eher angenehm wahrgenommen.

MFG Günther
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