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Netzbrummen beim Elac Miracord 50H

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Platte74
Stammgast
#1 erstellt: 28. Nov 2008, 10:16
Hallo zusammen,

ich habe eine technische Frage zu meinem Miracord 50H:

Der gibt, sobald der Netzstecker des Drehers eingestöpselt ist, so ein leises Summen/Sirren auf die Lautsprecher, das man zwar nur bei ziemlich hoher Lautstärke hört, aber mich natürlich trotzdem irgendwie stört. Es klingt anders als das tiefe Brummen bei fehlender Erdung und ist verschwunden, sobald man den Netzstecker (des Plattenspielers) zieht. Es besteht unabhängig davon, ob der Motor läuft, und ist auf einem Kanal etwas lauter als auf dem anderen. Wenn man den Netzstecker anders herum in die Steckdose steckt, verändert sich das Geräusch geringfügig (es kommt ein tiefer "Unterton" dazu). Woran kann das liegen? Ist das Netzkabel innerhalb des Gehäuses nicht genügend abgeschirmt? Kann man das ändern?

Danke schonmal für Eure Hilfe!

Analoge Grüße
Malle
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 28. Nov 2008, 18:59
Hallo!

Eventuell hast du eine ungeschickte Masseführung im Gerät, allerdings kann es auch sein daß einfach dein Motor in das System einstreut.

Eventuell nutzt du ja einen Adapter odere das Gerät wurde nicht sehr Professionell auf Cinchverkabelung umgerüstet. Bei einigen alten Plattenspielern die ich hier hatte hat der "Umrüster" schlicht und ergreifend vergessen die Brücke zweischen der Masse eines Kanals und der Tonarmmasse zu entfernen, -hat aber ein Massekabel rausgelegt-. Das Ergebniss konte man auch ohne Schallplatte hören.

MFG Günther
Platte74
Stammgast
#3 erstellt: 29. Nov 2008, 12:58
Hallo Hörbert,

vielen Dank für die Tipps!

An ein Masseproblem glaube ich eigentlich nicht, das verursacht doch eher ein lautes, tieffrequentes Brummen (kenne ich von meinem Dual 1218, der brummte so, als die TA-Kabel falsch aufgesteckt waren), oder? Bei mir ist es mehr ein Sirren, und das ist auch erst bei relativ hoher Lautstärke hörbar. Dass der Motor einstreut, ist ebenfalls unwahrscheinlich, da es ja auch summt, wenn der Motor nicht läuft. Die Umrüstung auf Cinch hat mein Vater vorgenommen, der Elektrotechniker ist und das eigentlich sauber hinbekommen haben sollte. Er hat mir zwei Cinch-Buchsen an die Rückseite der Zarge gesetzt, so dass ich vernünftige Phono-Kabel anschließen kann.

Offenbar fangen die TA-Kabel das elektromagnetische Feld des Netzkabels ein. Wenn man ein Stück Alu-Folie unter den Plattenspieler legt und mit der Abschirmung des Cinch-Kabels verbindet, wird das Summen etwas leiser (Verbindung mit der Verstärker-Masse bringt nichts). Aber wie man das ganz wegbekommt, weiß ich leider auch noch nicht...

Naja, wenn es Besserung gibt, werde ich Euch informieren.

Analoge Grüße
Malle
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 29. Nov 2008, 16:51
Hallo!

Cinch Steckverbinder an der Zarge und lange Tonarmkabel bis dorthin sind natürlich immer ein Schwachpunkt. Nicht umsonst haben bessere Tonarme ein Kabel mit speziellem Tonarmstecker, b.z.w. wurden früher und werden auch noch heute Tonarmkabel nach austritt aus dem Tonarm so kurz wie möglich gehalten bevor sie in abgeschirmte Koaxleitungen übergehen.

Auch kann nan für Phono nicht einfach irgendein Cinchkabel verwenden, neben der guten Abschirmung sollte es auch besonders Niederkapazitiv sein (ca. 50 Pikofarad/Meter) und die Kapazität sollte insgesamt pro Kanal 70-80 Pikofarad nicht überschreiten da es sonst bei Magnetsystemen zu erheblicher Klanglicher Beeinträchtigung kommen kann.

MFG Günther
Platte74
Stammgast
#5 erstellt: 01. Dez 2008, 10:04
Hallo Hörbert,

ich benutze ein gut geschirmtes, niederkapazitäres Kabel von Sommer, das hat schon an meinem Pro-ject Xpression gute Dienste geleistet. Die Tonarmkabel wurden beim Umbau auf Cinch-Buchsen nicht verlängert, die Cinch-Buchsen sind an das originale Koax-Kabel (an dem der DIN-Stecker hing) angelötet, das mein Vater schlicht auf ein paar cm gekürzt hat, so dass man das Chassis noch ohne Gefahr aus der Zarge heben kann. Statt den DIN-Stecker am alten Kabel durch Cinch-Stecker zu ersetzen (was hier im Forum meist als der beste Weg empfohlen wird), sind also lediglich Cinch-Buchsen dazwischen geschaltet worden. Das dürfte doch für die Abschirmung eigentlich keinen Unterschied machen? Oder es liegt an der mangelnden Abschirmung der Cinch-Buchsen selbst...

Aber danke nochmal für die Hinweise!

Analoge Grüße
Malle
Hörbert
Moderator
#6 erstellt: 01. Dez 2008, 10:15
Hallo!

Der Umbau von DIN auf Cinch ist nicht ganz so einfach wie es zuerst einmal scheint. Neben den Umbau des Steckers muß man noch die Tonarmkabelführung ein wenig verändern, zwischen dem Schirm eines der beiden Kanäle und der Tonarmmasse besteht in der Regel eine Verbindungsbrücke die aufgetrennt werden muß. Zudem sollte die Laufwerksmasse mit dem neuen separaten Massekabel zumindestens versuchsweise verbunden werden, je nach Plattenspielermodell ist der Tonarm vom Laufwerk elektrisch isoliert eingebaut oder aber schon damit verbunden.

Vermutlich bleibt dir das herumexperimentieren mit der Kabelführung nicht erspart, an deiner Stelle würde ich die gesamte Kabelführung ab dem Abtastsystem einmal durchchecken.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 01. Dez 2008, 10:16 bearbeitet]
Platte74
Stammgast
#7 erstellt: 01. Dez 2008, 10:50
Ich meine, in diesem oder im Dual-Board gelesen zu haben, dass der Umbau auf Cinch bei den Miracords anders als bei den Dual-Drehern gerade KEIN separates Massekabel erfordert, die Umbauanleitung von Dual, die hier schon öfters gepostet wurde, also auf keinen Fall für die Dreher von Elac gilt. Da ich von Elektrik nicht den blassesten Schimmer habe, kann ich aber leider nicht erklären, warum...


[Beitrag von Platte74 am 01. Dez 2008, 14:59 bearbeitet]
Platte74
Stammgast
#8 erstellt: 01. Dez 2008, 10:54
Jedenfalls haben im Dual-Forum schon einige Besitzer eines Miracord berichtet, dass sie einfach am Original-Kabel Cinch-Stecker angelötet haben, ohne dass etwas gebrummt hat. Bei den späteren Miracord ist das DIN-Kabel auf einer Seite auch mit Cinch-Steckern versehen, die im Gehäuse schlicht auf ein auf der Platine sitzendes Cinch-Terminal gesteckt werden. Die haben mW auch keine separate Masseleitung.

Analoge Grüße
Malle
Platte74
Stammgast
#9 erstellt: 01. Dez 2008, 14:58
So, habe nach einigem Suchen den betreffenden Thread im Dual-Board gefunden:

Frage: "ich habe meinen Elac 50H umgeruestet auf Cinch. Hierzu habe ich die Kabel vom Tonabnehmer direkt mit dem neuen Cinchkabel verbunden und ein extra Massekabel von der Masse-Schraube an den Preamp gefuehrt. ... Wenn ich die Lautstaerke erhoehe ist immer noch ein leichtes Brummen vernehmbar dass mich irgendwie nervt. Ich habe gesehen dass es an der Headschell ein Brueckenkabel gibt, dass die Masse des linken Kanals mit dem Kontakt zu einer Blechplatte an der Headshell verbindet. Ist dieses Kabel nach meinen Unbauarbeiten nun noch noetig oder kann ich es enfernen? Wozu dient diese Blechplatte?"

Antwort: "das Blech am TKS dient der Abschirmung und ist somit richtigerweise mit der Masse verbunden. Bei den Elac- Plattenspieler funktioniert die Umbauanweisung wie sie für Dual gegeben wird nicht. Die Massebruecke ist bei Elac erforderlich, dafür kann man auf das zusätzliche Massekabel verzichten. ... am einfachsten verbindest du alle Massepunkte miteinander. Wenn du die Steckleiste weglassen möchtest, lötest du die Leitungen am Kurzschliesser und legst ein Brücke zum Massepunkt an der Platine."

Werde also alle Massekontakte nochmal überprüfen (lassen) und ggf. für zusätzliche Abschirmung sorgen, bevor ich es mit dem Auftrennen der Massen probiere. Und wenn alles nichts hilft, werde ich das Brummen einfach überhören und den tollen Klang des Miracord genießen!

Begeistert von allen analogen Foren im digitalen Netz verbleibe ich mit

analoge Grüßen
Malle


[Beitrag von Platte74 am 01. Dez 2008, 14:58 bearbeitet]
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