Problem bei Aufnahme auf Tonbandgerät

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2006gerd
Neuling
#1 erstellt: 12. Mai 2009, 22:00
Hallo,
ich habe mich gerade angemeldet und möchte kurz etwas zu mir sagen. Ich bin 54 Jahre alt und mit RFT-Technik großgeworden. Meine Vorliebe ist eher das Sammeln und Hören von Musik (Schallplatte, Tonband, jetzt natürlich auch CD), weniger das Basteln. Da die Kinder aus dem Haus sind, habe ich wieder Zeit, u. a. meine Tonbänder zu reaktivieren. Da meine ersten Tonbandgeräte (TESLA B42 und B93) zwar noch funktionieren. aber nicht mehr optimal sind, habe ich mir 2 neue alte Geräte ersteigert (TESLA CM 160 und PHIlIPS N4512).
Wollte jetzt vom Radio (RFT REMA RX42) bzw. Plattenspieler (SP3001) eines aufnehmen. Verbindung erfolgt immer über DIN-Kabel 5polig (wahlweise DDR-Produktion und neu bei Conrad gekauft).
Das Problem bei beiden Tonbandgeräten ist, daß bei Schalterstellung Aufnahme (Monitorschalter auf Source) die Aufnahmepegel reagieren und sich auch regeln lassen. Über kopfhörer lassen sich die Aufnahmen mithören. Wenn ich die Aufnahme wieder abspielen will, is nichts zu hören (Monitorschalter auf Tape, Receiver auf Tape). Bereits bespielte Bänder lassen sich abspielen.
Ich bin zugegeben etwas ratlos.
Eine zusätzliche Frage habe ich zum PHILIPS. Es gibt ort einen Schiebeschalter mit dr Bezeichnung Tape Head. Dessen Funktion ist mir völlig unklar
Vielen Dank erst mal für Eure Geduld
2006gerd
Magnolia
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 17. Mai 2009, 19:25
Tape Head bedeutet Tonkopf.
Eventuell lässt sich mit dem Schieberegler zwischen mehreren Tonköpfen umschalten.

Zu Deinen anderen Fragen bin ich ratlos.
Bertl100
Inventar
#3 erstellt: 17. Mai 2009, 21:03
Hallo,

vermutlich ist die Aufnahme defekt. Aber in beiden Geräten?
Schon komisch.

Möglich sind Wackelkontakt, oder ganz fehlender Kontakt, am Umschalter von Wiedergabe auf Aufnahme. Das passiert sehr häufig, falls denn solche Schalter im Gerät sind. Schalter mit zig Kontakten. Größenordnung 20 - 30.

Andere Möglichkeit: Löschoszillator. Werden denn alte Aufnahmen gelöscht?

Gruß
Bernhard
2006gerd
Neuling
#4 erstellt: 24. Mai 2009, 10:56
Hallo, Bertl100 und Magnolia,
ich konnte leider nicht früher antworten,
Also, bespielte Aufnahmen werden gelöscht, aber es ist nichts zu hören, wobei ich jetzt das Philips-gerät angeschlossen habe.
Beim Schieben diese Tape-Head-Schalters ist zwar zu sehen, wie sich bei den Tonköpfen etwas bewegt. Es sind aber keine Auswirkungen beim Abspielen bzw. während der Aufnahme feststellbar.
An Kabelbrüche bei den Diodenkabeln glaube ich auch nicht recht, es sei denn, das es Unterschiede bei der Belegung der Anschlüsse in den Kabeln gibt.
Vielleicht sind die alten DDR-Geräte-/Kabel dadurch nicht so richtig kompatibel genauso wie umgekehrt die erst jetzt bei Conrad gekauften Kabel.
Das TESLA-Tonband ist von 89/90, beim Philips weiß ich es nicht.
Ich bemühe mich gerade bei Ebay einen preisgünstigen Stereo-Receiver zu erwerben in der hoffnung, dass das die lösung ist ist
Bertl100
Inventar
#5 erstellt: 24. Mai 2009, 11:31
Hallo,

es geht um DIN Kabel, oder?
Zu den Kabelbelegungen:

Was Conrad betrifft, kann ich nichts sagen.
Aber ich habe vor einiger Zeit mal DIN auf Cinch Adapterkabel gekauft (Din auf 2x Cinch). Und die waren falsch belegt, also unbenutzbar.
Das solltest du schon mal abklären, nicht dass beide Geräte gar kein Signal bekommen!

Ist ist nämlich schon nicht so wahrscheinlich, dass zwei Geräte UNABHÄNGIG voneinander denselben Fehler hätten!

Gruß
Bernhard
2006gerd
Neuling
#6 erstellt: 24. Mai 2009, 14:30
Hallo Bertl100
ich habe gleich meine 6 DIN-Kabel durchprobiert.
Es ist immer dasselbe, außer bei einem Kabel, wo sofort ein starkes Brummen der Lautsprecher zu hören war. Ich nehme an das ist hinüber.
Jetzt bleibt nach dem trail-and-error-Prinzip nur noch ein anderer Receiver. Habe ich aber noch kein Glück gehabt, weil ich einen in der Breite 39 cm suche.
Auf das problem der DIN-Kabel bzw -Anschlüsse bin ich egentlich bei dem TESLA gestoßen. Ich hatte mie eine Betriebsbeschreibung im Internet gekauft und in dieser Beschreibung war die Belegung der DIN-Anschlüsse verzeichnet. Das hatte mich verwundert, weil ich dachte, dass sei genormt.
Aber wie bereits gesagt ich bin kein Bastler und kann es weder überprüfen noch beheben.
Gruß
Gerd
Burkie
Inventar
#7 erstellt: 24. Mai 2009, 19:19
Hallo,

die DIN-Kabel verfolgen eine eigenartige Philosophie: 3 und 5 sind Wiedergabe, 2 und 4 Aufnahme.
Bei einem Radio sind also 2 und 4 Ausgang, bei einem Tonband 2 und 4 hingegen Eingang.
Bei Überspielungen von Tonband auf Tonband benötigt man also Kabel mit gekreutzten Adern. Und es ist gut denkbar, dass die Norm nicht immer richtig eingehalten wurde.
Außerdem könnten die Tape-Monitor-Schalter ein Problem machen. Vieleicht funktionieren die entgegen der Logik?

MfG
Bertl100
Inventar
#8 erstellt: 24. Mai 2009, 20:19
Hallo,


Bei Überspielungen von Tonband auf Tonband benötigt man also Kabel mit gekreutzten Adern.


Nein, das stimmt nicht.

Üblicherweise war es immer so:

Radio/Receiver:
Als Ausgang:
2 und 4 Ausgang, und zwar Stromausgang mit niedrigem Ausgangspegel (nicht Cinch-mäßig)
3 und 5 kein Signal.

Als Eingang:
3 und 5 Eingang, Cinch-Pegel (500mV).
2 und 4 nicht angeschlossen oder auf Masse kurzgeschlossen.

Tape Aufnahme:
2 und 4 Eingang, mit hoher Empfindlichkeit, passend zum Radio.
3 und 5 Eingang, mit niedriger Empfindlichkeit, passend zum Cinch-Pegel (ca. 500mV).

Tape Wiedergabe:
2 und 4 Ausgang mit niedrigem Pegel
3 und 5 Ausgang mit hohem Pegel.

Man kann also mit einem NORMALEN DIN Kabel zwei Tapes verbinden, und es funktioniert.
Da die Abschwächung von 3/5 auf 2/4 oft mit einem einfachen Widerstand geschieht, hat man zwar dann manchmal zwei solcher Abschwächerwiderstände parallelgeschaltet. Die Pegel sind daher dann etwas höher als geplant, liegen aber im Rahmen.

Gruß
Bernhard
ton-feile
Inventar
#9 erstellt: 26. Mai 2009, 16:28
Hi,

Gerd hatte ja geschrieben, dass ein Eingangssignal ankommt und auch Vorband mitgehört werden kann.

Ebenso lassen sich schon bespielte Bänder abhören und somit ist die Verkabelung als Fehlerquelle eigentlich aus dem Rennen.

Es bleibt nur ein Fehler am Gerät oder Fehlbedienung.

@Gerd
Nachdem Du ja mit den Tesla Geräten vertraut bist, halte ich eine Fehlbedienung Deinerseits für die unwahrscheinlichste Variante.
Du wärst leider nicht der erste, der defekte Geräte gekauft hat und bei dem Alter ist der Zufall, zwei kaputte erwischt zu haben, gar nicht so unwahrscheinlich.

Hast Du denn mal eines Deiner alten Tonbandgeräte zum Vergleich ausprobiert?

Gruß
Rainer


[Beitrag von ton-feile am 26. Mai 2009, 16:29 bearbeitet]
2006gerd
Neuling
#10 erstellt: 31. Mai 2009, 11:25
Hallo,
offensichtlich hat (leider) Rainer recht. ich habe gerade das noch ältere TESLA B93 aus dem Keller geholt und es nimmt auf (zwar nicht auf 3-2, aber wegen diesem Fehler hatte ich ja die anderen Geräte ersteigert).
Das ist natürlich wirklich Pech, zwei Geräte mit derselben Macke ersteigert zu haben.
Da werde ich wohl mindestens 1 Gerät als Bastlergerät wieder abgeben.
Vielleicht kennt jemand von Euch einen Service in Berlin, der Bandmaschinen repariert. Vielleicht läßt sich ja ein gebrauchter aber funktionsfähiger Aufnahmekopf einbauen.
Vielen dank erstmal für Eure Unterstützung.
Noch schöne Pfingsten
Gruß Gerd
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