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Pro-Ject Xpression III mit Ortofon 2M Red

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Autor
Beitrag
weyrich
Inventar
#1 erstellt: 04. Jun 2009, 14:55
Hallo,
ich hab ne Frage zu dieser Kombination.
Ich bin am Überlegen, meinen äußerst mäßigen Plattenspieler demnächst auszutauschen und die Project-Serien gefallen mir ausgezeichnet.
Neue Vinyls werde ich mir nicht mehr zulegen, sondern in erster Linie meine "Sammlung" von rund 300 antiquierten 80er-Jahre-Teilen hören.
Mich (als Analog-und-Vinyl-Unkundiger) interessiert vor allem, wie viel besserer Klang hier herauszuholen ist gegenüber einem 20 Jahre alten Nordmende-Plattenspieler, der Bestandteil meiner ebenso alten mäßigen Anlage war.
Welchen Sinn macht es, die alten Schätze mittels einer Plattenwaschmaschine zu reinigen?
Klar ist, dass ich eine absolute Schmerzobergrenze für Spieler und System bei 500 Euro angesetzt habe.
Danke vorab!
Gruß, Pit
ruedi01
Gesperrt
#2 erstellt: 04. Jun 2009, 15:53
Ich denke für den Preis für ein komplettes Neugerät bist Du mit dem Pro-ject recht gut bedient.

Es gäbe aber noch drei Alternativen, die man sich auf jeden Fall auch noch ansehen sollte.

Einen Technics SL-1210 mit Direktantrieb. Der dürfte mit dem 2m red in der gleichen Preisklasse spielen. Vorteil dieser Lösung, gegenüber dem Pro-ject, eine deutlich bessere Verarbeitung und ein über alle Zweifel erhabener Direktantrieb, der praktisch ewig ohne Verschleiß funktioniert. Nachteil, der Technics ist voll manuell, hat nicht mal eine Endabschaltung.

Ein Rega Planar P2. Sehr hochwertiger Tonarm (RB 250). Mit AT 110 unter, mit 2m red etwas über Deinem Budget. Allerdings recht primitiv, was die Bedienung betrifft, der Riemen muss zum Drehzahlwechsel manuell umgelegt werden.

Ein guter Gebrauchter. Die gibt es wie Sand am Meer und zwar deutlich unter 500 €! Ein 6er oder 7er Dual, voll funktionsfähig mit ordentlichem System kostet idR. zwischen 80 und 200 €. Perfekter Direct Drive, sehr guter Tonarm und wenn noch ein Originalsystem drunter ist, dann hat man meist einen sehr guten Tonabnehmer, für den es immer noch Nadeln zu kaufen gibt. Eine neue Nadel sollte man immer mit einplanen.

Auch die original Thorens aus den 80ern sind zu empfehlen. Ein TD 316/318 mit sehr gutem Riemenantrieb ist idR. auch Recht preiswert zu bekommen. Sehr solide gebaute Dreher ohne Schnickschnack. Lediglich ein neuer Riemen (neben einer neuen Nadel) sollte hier einkalkuliert werden.

Einfach mal ein wenig in der Bucht stöbern....

Gruß

RD
weyrich
Inventar
#3 erstellt: 04. Jun 2009, 16:45
Danke, gute Ideen! Und wie relevant ist die Qualität der Platten - welchen Sinn macht die "Plattenwaschmaschine" - oder ein unsinniger Gedanke, wenn man einen guten Spieler hat???
ruedi01
Gesperrt
#4 erstellt: 04. Jun 2009, 17:07
weyrich schrieb:


Und wie relevant ist die Qualität der Platten...


Entscheidend!

Die Platte ist letztendlich der Schwachpunkt des gesamten Systems!


welchen Sinn macht die "Plattenwaschmaschine" - oder ein unsinniger Gedanke, wenn man einen guten Spieler hat???


Kann grundsätzlich sinnvoll sein, ist aber recht teuer. so rund 500 € aufwärts. Es gibt Läden, die bieten den Service der Plattenwäsche an. Bevor man selber viel Geld ausgiebt, sollte man diesen Service erst mal ausprobieren. Und besonders ein guter Dreher mit einem guten Tonabnehmer seziert alle Schwachpunkte einer Platte, auch Dreck in den Rillen, werden mit einem guten TA noch deutlicher herausgearbeitet, als mit einem eher mäßigen System...

Aber bei 300 Platten würde ich die Anschaffung einer Plattenwaschmaschine nicht unbedingt als sinnvoll ansehen. Zumal sicher nicht alle Platten reinigungsbedürftig sein sollten. Behandelt man Platten pfleglich, nimmt zur Trockenreinigung eine Karbonfaserbürste vor jedem Abspielvorgang und packt die Platten sofort nach dem Abspielen wieder in die Hüllen zurück, braucht es eigentlich nie eine Naßreinigung...die Anschaffung von Innenhüllen mit antistatischen Kunstoffbeschichtungen macht allerdings immer Sinn, das kostet auch nicht die Welt.

Gruß

RD


[Beitrag von ruedi01 am 04. Jun 2009, 17:08 bearbeitet]
anderl1962
Stammgast
#5 erstellt: 04. Jun 2009, 17:25
Hallo Weyrich,

Du hast ne E-mail.

Analoge Grüße aus dem Oberbergischen Land
Andreas
weyrich
Inventar
#6 erstellt: 11. Jun 2009, 12:51
Danke, anderl!
Hab mal begonnen, mir das in Ruhe anzuschauen (Forum).

Nun was anderes: Hab diese Kombi (Xpres.+Orto2MR) nun für 449 Euro gefunden. Worauf muss ich vor Kauf achten? Gibts, wenn ich das richtig verstanden habe, diesen Spieler in verschiedenen Varianten (von Hand / automatisch / halbautomatisch)?
Platte74
Stammgast
#7 erstellt: 11. Jun 2009, 13:01
Hallo Pit,

den aktuellen Xpression III gibt es nur in zwei Varianten: ohne alles und Comfort (inkl. elektronischer Geschwindigkeitsumschaltung [= Speed Box]
und Endabschaltung). Eine vollautomatische Version gibt es nicht (von keinem Pro-ject).

Ich hatte mal den Xpression II, der war um einiges günstiger (weil nicht mit Acrylteller), hatte ansonsten aber dieselbe Ausstattung wie der III und war ein durchaus guter Plattenspieler, wenn man nicht gerade eins der Geräte mit brummendem Motor erwischt hatte (die sind nach den Erfahrungen hier im Forum nicht ganz selten).

Analoge Grüße
Malle
jopetz
Inventar
#8 erstellt: 11. Jun 2009, 14:52

weyrich schrieb:
Und wie relevant ist die Qualität der Platten - welchen Sinn macht die "Plattenwaschmaschine" - oder ein unsinniger Gedanke, wenn man einen guten Spieler hat???

Ich sehe es ein bisschen anders als Ruedi01:

Ja, entscheidend ist die Qualität der Platten!

Ich finde aber, auch bei 300 Platten lohnt sich eine Plattenwaschmaschine. Auch wenn man seine Platten pfleglich behandelt, über die Jahre sammelt sich doch einiger Staub/Dreck an, und den bekommt man m.E. am besten mit einer PWM weg. Und solltest du doch noch die eine oder andere Scheibe gebraucht dazu erwerben, ist die Wäsche oft dringend erforderlich. Ein weiterer Vorteil ist, dass eine Platte nach dem Waschen nicht mehr statisch geladen ist. Gerade wenn man einen ordentlichen Dreher hat lohnt sich die PWM -- für mich war das die Anschaffung mit dem besten Preis/Klangsteigerungsverhältnis der letzten Jahre...

1000 Euro würde ich dafür allerdings auch nicht ausgeben. Ich habe eine Okki Nokki, die liegt bei 400 Euro Neupreis; ich hatte meine als Ausstellungsstück für um die 300 bekommen. Ja, die Maschine ist kein Hightech und es gibt sicher wesentlich leisere Modelle, aber ich wasche ja auch nicht ständig.


Jochen


[Beitrag von jopetz am 11. Jun 2009, 14:52 bearbeitet]
weyrich
Inventar
#9 erstellt: 16. Jun 2009, 17:28
Hm, wies aussieht brauche ich 2 Plattenspieler! Für den "besseren" habe ich viele Tipps bekommen, nun wär noch einer für 100 Euro für das Arbeitszimmer fällig, betrieben an einer mittelmäßigen Anlage - jemand ne Idee?
weyrich
Inventar
#10 erstellt: 24. Jun 2009, 13:03
Kann mir eigentlich jemand erklären, warum der Project Xpression 2 nur die Hälfte vom 3er kostet???
weyrich
Inventar
#11 erstellt: 24. Jun 2009, 13:18
Nochmal ne Bitte.
Alternativ zum Xpression III gäbe es ja noch den RPM5 - bei welchem liegen die Vorteile??
Platte74
Stammgast
#12 erstellt: 24. Jun 2009, 13:57
Hallo Pit,

der Xpression II ist seit mehreren Jahren ein Auslaufmodell und wird daher von Händlern, die den noch auf Lager haben, meist unter der UVP von damals immerhin auch 400,- Euro (inkl. AT95E, das 2MRed ist deutlich teurer) verkauft.

Der RPM5 ist wohl noch eine Spur hochwertiger als der Xpression (hat der nicht auch einen längeren Tonarm, 9cc statt 8.6cc?), kenne den aber nicht persönlich. Einfach mal die Suchfunktion benutzen, zum RPM5 gab's hier ne ganze Reihe von Threads.

Analoge Grüße
Malle


[Beitrag von Platte74 am 24. Jun 2009, 13:58 bearbeitet]
weyrich
Inventar
#13 erstellt: 07. Jul 2009, 11:50
Hallo,
es wird nun (Ende der Woche) der Xpression III.
Da der Dreher mal im Hifi-Keller und mal im Wozi stehen soll, wo ich aber keinen Phonoeingang am Denon habe, benötige ich nen Phonoverstärker, daher die Frage: Muss es eine Project Phonobox 2 sein oder tut es auch ein Hama Stereo-Phono-Vorverstärker PA 506, mit Netzgerät 230 V/50 Hz? Dazwischen liegen preislich Welten - auch in der Funktionalität? Wäre schön, wenn das jemand wüsste.
Gruß, Pit
Platte74
Stammgast
#14 erstellt: 07. Jul 2009, 12:05
Hier im Forum wird als Vorverstärker gerne der Dynavox TC-750 empfohlen, kostet um die 20 Euro. Den habe ich auch und der ist für sein Geld sehr gut. Habe ihn allerdings nie direkt mit teureren VV vergleichen können, da ich ihn nur an einer Nebenanlage (für meinen Dual 1218) verwende. In der Funktionalität unterscheiden sich die MM-Verstärker nicht (interessent wird es erst, wenn Du ein MC-System mit niedrigerer Ausgangsspannung verstärken willst, das können die Billig-Geräte nicht). Entscheidend ist die Klangqualität, da dürften die meisten Billig-Geräte (der TC-750 ist da wohl eine Ausnahme) mit der Project-Phonobox (die mit der NAD PP2 die Einstiegsklasse der "seriösen" Phonoverstärker bildet) nicht mithalten können.

Analoge Grüße
Malle
tmoe
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 07. Jul 2009, 12:43
Hallo!

Ich bin zur Zeit auch auf der Suche nach einem neuen Plattenspieler bis 500€ incl. TA. Bei mir stehen auch der Xpression III und der Music Hall mmf 2.2 zur Wahl. Kann mir vielleicht jemand zum Music Hall was sagen. Hab fast nix dazu gefunden.

VG Timo
Armin2
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 07. Jul 2009, 17:09
Hi Timo,
der MM2.2 nutzt einen alten Tonarm von Project. Der Metallteller war vor einigen Jahren auch bei Project im Einsatz. Die Füße sind verhighended. Den TA kenn ich nicht.
Alles in Allem verfügt der xpression 3 alle Merkmale die bei den MMFs erst bei größeren Modellen zum Einsatz kommen.
Ach so ja, ich beschäftige mich beruflich seit vielen Jahren mit Project Plattenspielern

Gruß
Armin
tmoe
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 08. Jul 2009, 10:27
Vielen Dank Armin!

Dann wird`s wahrscheinlich ein Xpression mit Ortofon 2M blue. :-)

VG Timo
Wuhduh
Inventar
#18 erstellt: 15. Jul 2009, 21:25
Das Ortofon 2M Red paßt akustisch nicht besonders zum SL1210MK2, auch wenn man andere Cinchkabel verwendet.

MfG,
Erik
ruedi01
Gesperrt
#19 erstellt: 16. Jul 2009, 07:52
Wuhduh schrieb:


Das Ortofon 2M Red paßt akustisch nicht besonders zum SL1210MK2, auch wenn man andere Cinchkabel verwendet.


Warum...und was heißt 'akustisch'?

Der Technics besitzt einen mittelschweren Arm und genau dafür ist das 2M red, wie auch die anderen Exemplare der 2M Familie gut geeignet.

Gruß

RD
Hörbert
Moderator
#20 erstellt: 16. Jul 2009, 08:01
Hallo!

@weyrich

Der verwendete Phono-Entzerrer ist lange nicht so wichtig wie das System oder die Qualität der Tonträger.

So paradox es klingt, je schlechter deine Tonträger in Schuß sind um so besser sollte das System sein. Mit einer Abtastnadel mit schärferem Schliff ist es oft möglich noch unbeschädigte Rillenbereiche abzutasten die von einer "gröber gestrickten" Abtastnadel gar nicht abgetastet werden. Kommt dazu noch eine gute System-Tonarmkombination mit möglichst idealem Verhältniss von Nadelnachgiebigkeit zur eff. bewegten Tonarmmasse sowie eine penible Justage und gute Führungseigenschaften des Tonarms spielen viele der kleinen -zumeist oberflächlichen- Kratzer und ein gutteil der Knackser keine große Rolle mehr.

Bei einer Sammlung von 300 Exemplaren lohnt sich eine der günstigeren Plattenwaschmaschine durchaus schon, im idealfall gebraucht. Zumal die Erfahrung zeigt daß es gerade ab einem bestimmten Qualitätsniveau leicht dazu kommt das die vorhandene Plattensammlung durch Zukäufe gebraucher "Abrundungsexemplare" sich urplötzlich dann doch erweitert.

MFG Günther
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