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Marantz PM-17mkII KI und Ergo 609DC geht das?

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jpb
Neuling
#1 erstellt: 24. Jan 2007, 21:28
Hallo,


Ich habe mir vor 1nem Jahr einen gebrauchten PM-17mkII KI (2 x 100 W bei 4 Ohm) geleistet und jetzt da neue Lautsprecher fällig sind habe ich mir die Canton Ergo 609DC (170/320 Watt- 4..8 Ohm)(1245€ inklusive Lieferung bei HIFI-REGLER) bestellt.
Nun bin ich beim stöbern, auf der FAQ Seite von Audiotronic Service Gmbh, mit entsetzen auf diese Zeilen gestoßen:

Macht mein 100 Watt Verstärker meine 250 Watt Lautsprecher kaputt?

Definitiv ja, wenn Sie folgendes beherzigen:
Sobald ein Lautsprecher Signale bekommt, die außerhalb des Frequenzbandes liegen, für das er gedacht ist, wird er sehr schnell zerstört! Ein Hochtöner ist mit 5 Watt Baßsignal oder Gleichstrom (= Frequenz von 0 Hz) schnell zerstört. Er kann dem Signal in der Geschwindigkeit nicht mehr folgen, verharrt in einer festen Position und muß nun alle Energie komplett in Wärme umsetzen.
Bei Gleichspannung kann er außerdem weit über die mechanisch akzeptable Grenze raus- oder reingedrückt werden - die Aufhängung reißt. Ein Hochtöner kann wegen der steifen Aufhängung nicht langsam bewegt werden, ein Baßlautsprecher wegen des hohen Gewichtes der Membran nicht schnell. Gleichspannung oder hohe Frequenzen außerhalb des Hörbereiches zerstören daher die Lautsprecher schnell. Als Grenze kann man annehmen, daß 5 Watt Gleichspannung oder extrem hohe Frequenzen einen Hochtöner zerstören, 50 Watt einen Baß.
Ein Verstärker, der über seine Leistungsgrenze getrieben wird, gerät ins "clipping". Da die Versorgungsspannung Plus und minus XXX Volt beträgt, kann kein Signal unverzerrt größer werden als diese Spannung.
Wird das Signal aber noch größer von ihm abverlangt, so wird alles über und unter dieser Versorgungsspannung waagrecht abgeschnitten. Diese abgeschnittenen Stücke entsprechen aber einem Gleichspannungssignal, da während deren Dauer keine Bewegung mehr erfolgt. Zudem passiert dies ja auch noch bei der maximalen Leistung, die ein Verstärker überhaupt abgeben kann. Diese Form der Verzerrungen führen also zum sehr schnellen Tod der Lautsprecher - auch wenn der Verstärker nur 50 Watt hat, aber auf den Boxen 500 Watt draufsteht! Es kommt noch schlimmer: Die meisten Verstärker arbeiten in diesem clipping-Bereich so unsauber, daß sie Hochfrequenzsignale hinzumischen - sie "schwingen". Diese HF-Signale tun ihr Übriges während den Phasen zwischen den abgeschnittenen Bereichen. Außerdem wird Ihr Verstärker selbst nach einiger Zeit zerstört.
Auch die Kuzschlußschutzschaltungen sprechen hier oft nicht mehr an. Sie sind dafür ausgelegt beim Einschalten des Verstärkers zu testen, ob die Kabel in Ordung sind. Brennt Ihnen ein Lautsprecher bei höchster Leistung durch, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß er einen Kurzschluß erzeugt. Die Schutzschaltung ist bei dieser Leistung nicht mehr schnell genug, den Verstärker zu schützen. Sie dürfen nun wahrscheinlich Ihre halbe Anlage zu uns bringen.
Demzufolge ist ein Verstärker mit höherer Leistung sicherer als einer mit geringerer. Er wird erst viel später ins clipping getrieben, da er mehr Reserven besitzt.
Ein Anhaltspunkt sind immer Ihre eigenen Ohren:
Sobald Sie bei hoher Lautstärke höhrbare Verzerrungen wahrnehmen, sind Ihre Lautsprecher in allergrößter Gefahr!
Drehen sie den Lautstärkeregler einige Milimeter weiter zurück als bis zu dem Punkt, ab dem die Verzerrungen hörbar werden. Denn den genauen clipping-Punkt, wo das Abschneiden der Signale einsetzt, können Sie noch nicht hören. Die Verzerrungen liegen dann nur in den absoluten Spitzenpegeln, und werden so von der restlichen Musik maskiert.



Was tun? LS abbestellen? Kann mir jemand einen Rat geben?

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!
jpb


[Beitrag von jpb am 25. Jan 2007, 15:48 bearbeitet]
macyork
Stammgast
#2 erstellt: 24. Jan 2007, 22:44

jpb schrieb:

Macht mein 100 Watt Verstärker meine 250 Watt Lautsprecher kaputt?

Was tun? LS abbestellen? Kann mir jemand einen Rat geben?


Den Text über dem Zitat habe ich gar nicht gelesen, deshalb nur eine kurze Antwort auf die Fragen:

Solange die Verzerrungen den Hochtöner nicht überlasten, kann nicht viel passieren. Eine Überlastung durch den Verstärker (Grund: Übersteuerung -> Folge: Clipping) erfolgt jedoch erst bei sehr sehr hohen Lautstärken, denen sich jeder mit einem normalen Gehör sowieso nicht freiwillig aussetzt.

Deshalb sind alle Bedenken, ob die genannten Lautsprecher durch den genannten Verstärker überlastet (zerstört) werden gegenstandslos, solange der Lautstärkeregler nicht zu weit (z.B. bis zum Anschlag) aufgedreht wird.

Bereits lange vorher sind in der Regel entsprechende Verzerrung (hohe hörbare Klirrwerte) über die Lautsprecher hörbar.

Oder ganz kurz: Es dürfte unter normalen Hörbedingungen schwierig sein, die Canton-LS mit dem Marantz-Verstärker kaputt zu machen.

Grüße


[Beitrag von macyork am 24. Jan 2007, 22:58 bearbeitet]
jpb
Neuling
#3 erstellt: 22. Feb 2007, 17:24
Hallo Macyord,

Danke für deine Antwort!
Habe die Canton´s kommen lassen und musste feststellen dass mein Verstärker doch nicht kräftig genug ist die Canton´s auf Schwung zu bringen. ich musste Ihn kräftig aufdrehen um im Hoch und Mitteltonbereich ein Ok zu geben, im Tieftonbereich allerdings fehlte dann doch noch einiges.
Ich möchte allerdings betonen das Boxen es nicht einfach haben, auf meiner Galerie unterm Dach, das eine 30cm dicke Isolation aus Steinwolle, Holz, Heraklit und Lehm hat.

Kurz, ich habe die Canton´s zurück geschickt.

Jetzt habe ich die QUADRAL PLATINUM ULTRA 9 aufgestellt und bin fasziniert.
Meine Anlage ist so wie sie dasteht wunderbar und es bleiben meinen Gedanken noch Spielraum genug über eine zusätzliche Endstufe zu philosophieren

Mit besten Grüßen,
jpb.
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