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Klipsch Cornwall III Erfahrungen

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papptröte
Neuling
#1 erstellt: 07. Feb 2007, 16:34
Hallo HiFi-Freunde,

wer von euch hat schon die Klipsch Cornwall III gehört?
Da gibt es ja einige gegensätzliche Meinungen zu Klipsch im allgemeinen und zu den Cornwall im speziellen.

Ich muß dazu sagen, daß ich mich schon vor längerem vom Wettrüsten des HighEnd-Bereichs verabschiedet habe.
Ich möchte einfach Spaß am Hören haben und nicht mehr nach Details und Verfärbungen lauschen.

Daher bin ich auf der Suche nach einem Pegelfesten Vollgaslautsprecher, der sich zudem mit ein paar Röhrenwatt zufrieden gibt. Laut Spezifikation erfüllt die Cornwall III diese Kriterien.

Ich würde mich freuen, von euch ein paar aussagekräftige Kommentare zu bekommen.

HiFidele Grüsse.......Herbert
Alex58
Stammgast
#2 erstellt: 08. Feb 2007, 00:22
Grüß Dich Herbert!

I got them …

Seit etwa knapp zwei Monaten, nachdem mir die Heresy zu wenig Volumen und Bass hatte. Ja - die Cornwall IIÍ dürfte sicher die Gemüter spalten. Wie es auch bei vielen anderen Produkten im Hifi- Segment der Fall ist.

Kommen wir erst einmal zu den kritischen Punkten:
Sie baut mit ca. 65 cm ziemlich breit. Eine große quadratische pegelfeste Kiste im Stil der 60er und 70er. Mag schon optisch nicht jeder. Aber von diesem Teil habe ich Jahrzehnte geträumt. Und dann spontan diesen Traum wahr gemacht. I’m lovin’ it!

Der Hoch- Mittentonbereich löst sich erstaunlich gut vom Lautsprecher, gute Quellen (mein CD- Player befindet sich derzeit leider in Reparatur) und Verstärkung vorausgesetzt und ist dann praktisch verfärbungsfrei. Es gibt natürlich Lsp. dieser Preisklasse, die luftiger und neutraler agieren, meist aber auch viel langweiliger sind. Neutralitätsfetischisten, die einen laid- back Klangcharakter bevorzugen, finden da sicher "Besseres" auf dem Markt. Ganz ehrlich betrachtet, erfüllt eine besonders gute Kalotte oder Bändchen diese Aufgabe feinfühliger und somit "audiophiler".

Da ich einen Unison Hybridverstärker ohne Klangregler an meinen Cornwalls betreibe, werde ich wahrscheinlich um einen Equalizer (evtl. Behringer Q) nicht herumkommen. Jeder weiß ja, wie unterschiedlich verschiedene CDs an seiner Anlage klingen. Das ist auch bei meiner der Fall. Manchmal ist der Hochtonbereich der Cornwalls eine Spur zu aggressiv. Ich empfinde es nicht als eine Schande, da etwas manipulierend eingreifen zu können. Der Behringer ist daher fest eingeplant.

Sie brauchen ein wenig Lautstärke, um dynamisch richtig aus dem Quark zu kommen.

Sie dünsten bei mir immer noch etwas aus – das riecht nicht besonders gut, hat aber schon so sehr nachgelassen, dass es fast nicht mehr wahrnehmbar ist.

Kommen wir zu den Vorteilen: Klar - sie können richtig zulangen – tun es aber auf eine Art, die ich nicht als extrem spektakulär, sondern eher als souverän empfinde. Eigenartig: Ich höre sie nicht so sehr gerne bei extrem hohen, sondern am liebsten bei mittleren Lautstärken. Noch mehr Schalldruck in dieser bzw. auch einer darunter liegenden Preisklasse können allenfalls bestimmte Beschallungslautsprecher.

Z. B.: JBL

Der Bass ist phänomenal kräftig. Trotzdem ist die Cornwall für nahe Aufstellung zur Rückwand und sogar für die Eckaufstellung nach meiner eigenen Erfahrung ganz hervorragend geeignet! Der Bass wurde im Vergleich zu Vorgängermodell etwas höher platziert und die Bassreflexöffnungen gehen nach vorne heraus. Die Cornwalls sind trotz ihres Bums im Bass total unkritisch in der Aufstellung!

Die Anbindung des Hoch – Mittentonbereichs an den Bass geschieht völlig bruchlos.

Verstärker und Quellen machen sich deutlich bemerkbar. Trotz 102 DB / Watt / Meter Wirkungsgrad honoriert die Cornwall Verstärker mit viel Power. Aber auch eine Unsion Simply Two mit EL 34 Röhren und 2 x 8 Watt läuft unglaublich harmonisch an diesem Teil.

Es gibt bisher nur einen (hervorragend ausgefallenen) Test im LP Magazin von der Klipsch Cornwall, den man (leider nur gebührenpflichtig) downloaden kann:

LP Magazin 5/2006

Hör sie Dir einfach mal ganz ausgiebig an! Egal, welche Komponenten Du bereits hast, die Cornwall wird technisch damit problemlos laufen. Aber sie braucht zumindest Komponenten, mit denen sie klanglich harmoniert. Das heißt, Verstärker und Quellgerät sollten, unterm Strich betrachtet, nicht zu "hell" im Klangbild agieren.

Grüße, Alex.
papptröte
Neuling
#3 erstellt: 09. Feb 2007, 14:57
Hallo Alex,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
Nun kann ich mir ungefähr ein Bild über die Qualitäten der Cornwall III (CW) machen. Besonders vielversprechend für mich ist dabei, daß die CW optimal mit meiner dunkel eingefärbten Anlage harmonieren dürften. Meinem Verstärker KORA Design30 hab ich nämlich Röhren verpasst, die in den Höhen etwas zurückhaltend sind und den Bass mehr betonen.

Jedenfalls werde ich demnächst zu einem Klipschhändler im Altmühltal fahren mit meinem Verstärker im Gepäck.
Bin schon gespannt auf die Hörsitzung und werde in Kürze davon berichten.


Gruß.......Herbert
Alex58
Stammgast
#4 erstellt: 09. Feb 2007, 22:41
Gute Adresse! Bei Max Krieger (Audio Creativ) in Riedenburg habe ich auch meine Lautsprecher und meinen Verstärker erworben. Einen sehr fairen Preis habe ich auch bekommen.

Da ich das letzte verfügbare Paar Cornwalls dort aus der Vorführung erworben habe, hoffe ich, dass die neue Lieferung eingetroffen ist oder bald eintrifft.

Die Klipsch Cornwall ist etwas für Fans. Wie Guinness oder ein guter Islay Malt Whisky. Man mag sie oder nicht. Vor einiger Zeit hatte ich mal ein Paar Spendor Lautsprecher an Sugden Elektronik gehört. Nun – bis zu mittleren Lautstärken war diese Kombination musikalisch schlicht ergreifend. Dieses Klangbild kann auch eine Klipsch Cornwall in punkto Feinfühligkeit nicht ganz generieren.

Darüber aber geht den meisten sog. Lautsprechern doch ziemlich bald die Luft aus.

Natürlich kommt auch eine Klipsch Cornwall letztlich nicht an ein Kugelwellenhorn wie eine Avantgarde Acoustic Duo o. ä. wirklich heran. Gemessen an ihrem noch erschwinglichen Preis ist sie aber den Preis mehr als wert. Und das genau macht sie so einmalig und sympathisch. Seit 1959 gebaut, wird die Nachfolgerin wohl erst eine Generation später kommen. Die Cornwall hat den Vorzug, nicht so schnell durch irgendwelche Neuerscheinungen abgelöst und damit auch nicht in kurzer Zeit zum Vorjahresmodell degradiert zu werden. In gewisser Hinsicht gibt sie sich dadurch Konsumterrorresistent.

Wahrscheinlich werde ich die Vorstufe meines Unison Unico Verstärkers irgendwann mit gematchten historischen Mullard (teuer: "british made") Röhren bestücken. Den CD- Player gegen einen (evtl. gebrauchten Naim Audio CD 3, wenn ich ihn denn noch bekomme) tauschen. Und mit einem Equalizer den Klang bei Bedarf in den Höhen beschönigend und anpassend verfälschen. Damit klanglich auch das letzte Bausteinchen passt.

Max Krieger hat bei mir zuhause alle Komponenten phasenrichtig angeschlossen und sich viel Mühe gegeben. Ein sympathischer Mensch. Und auch ein guter und zuverlässiger Partner für den Erwerb einer Klipsch.

Zum Schluß noch – Auf Deine Erfahrungen mit den Cornwalls freuen wir uns alle und insbesondere ich selbst.

Grüße, Alex
dr-dezibel
Stammgast
#5 erstellt: 18. Mrz 2007, 20:17

papptröte schrieb:
Hallo Alex,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar.
Nun kann ich mir ungefähr ein Bild über die Qualitäten der Cornwall III (CW) machen. Besonders vielversprechend für mich ist dabei, daß die CW optimal mit meiner dunkel eingefärbten Anlage harmonieren dürften. Meinem Verstärker KORA Design30 hab ich nämlich Röhren verpasst, die in den Höhen etwas zurückhaltend sind und den Bass mehr betonen.

Jedenfalls werde ich demnächst zu einem Klipschhändler im Altmühltal fahren mit meinem Verstärker im Gepäck.
Bin schon gespannt auf die Hörsitzung und werde in Kürze davon berichten.


Gruß.......Herbert



Und, gibts was neues?
Hast du schon zugeschlagen?
dr-dezibel
Stammgast
#6 erstellt: 18. Mrz 2007, 20:26
Alex,
wie spielen die Monsters im täglichen Betrieb bei Zimmerlautstärke?
tüv´ler
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 18. Mrz 2007, 20:43
Hallo Klipsch Gemeinde,

ich kann auch nur gutes von Herrn Krieger berichten. Ich bin auch Klipsch Hörer - man liebt die Dinger oder hört sich die Teile nie an
Alex58
Stammgast
#8 erstellt: 19. Mrz 2007, 23:53

dr-dezibel schrieb:
Alex,
wie spielen die Monsters im täglichen Betrieb bei Zimmerlautstärke?

Hallo Doc!

Zimmerlautstärke kommt beim bewussten Musikhören bei mir viel zu selten vor.
Meist merke ich gar nicht, dass ich schon ganz weit über der Zimmerlautstärke liege. Zurückhaltend können die Cornwalls natürlich auch. Aber ganz, ganz leise – da habe ich schon Lautsprecher erlebt, die unter dieser spezifischen Bedingung ein noch plastischeres Klangbild erzeugen. Mit den Cornies macht es am meisten Laune, mittelkräftig Gas zu geben.

Irgendwie würde ich die Cornwalls am ehesten mit einem fetten Cadillac assoziieren, der mit knapp 2000 rpm über den Highway blubbert. Lässig und mit viel Druck von unten raus, aber nicht messerscharf und bissig wie ein Rennwagen. Obwohl sie auch gemein zubeißen können.

Am wohlsten fühlen sie sich bei mittleren Lautstärken. Punkt drei bis vier auf dem Poti des Unico Verstärkers von elf Punkten. Mehr ist schon ziemlich böse. Vor allem für die Nachbarn. Klar – habe ich natürlich schon ein paar Mal gemacht. Bisher hat sich da noch niemand beschwert.

Grüße, Alex.
dr-dezibel
Stammgast
#9 erstellt: 20. Mrz 2007, 13:15

Alex58 schrieb:

dr-dezibel schrieb:
Alex,
wie spielen die Monsters im täglichen Betrieb bei Zimmerlautstärke?

Hallo Doc!

Zimmerlautstärke kommt beim bewussten Musikhören bei mir viel zu selten vor.
Meist merke ich gar nicht, dass ich schon ganz weit über der Zimmerlautstärke liege. Zurückhaltend können die Cornwalls natürlich auch. Aber ganz, ganz leise – da habe ich schon Lautsprecher erlebt, die unter dieser spezifischen Bedingung ein noch plastischeres Klangbild erzeugen. Mit den Cornies macht es am meisten Laune, mittelkräftig Gas zu geben.

Irgendwie würde ich die Cornwalls am ehesten mit einem fetten Cadillac assoziieren, der mit knapp 2000 rpm über den Highway blubbert. Lässig und mit viel Druck von unten raus, aber nicht messerscharf und bissig wie ein Rennwagen. Obwohl sie auch gemein zubeißen können.

Am wohlsten fühlen sie sich bei mittleren Lautstärken. Punkt drei bis vier auf dem Poti des Unico Verstärkers von elf Punkten. Mehr ist schon ziemlich böse. Vor allem für die Nachbarn. Klar – habe ich natürlich schon ein paar Mal gemacht. Bisher hat sich da noch niemand beschwert.

Grüße, Alex.



Danke für deine Einschätzungen, Alex!
In der Vorführung ist man natürlich immer schnell bei einer Lautstärke angelangt, die man zuhause nur sehr selten fahren kann.

Ich war nämlich kürzlich auch beim Krieger Max in Riedenburg und habe den Fehler gemacht, mir die Cornwall anzuhören.

Die Vorführbedingungen waren leider nicht optimal, aber es hat gereicht um einen ersten Eindruck zu erhalten.
Ich hatte eigentlich nicht vor mich mit einem Lautsprecher in dieser Preislage näher zu beschäftigen, aber ich muss schon sagen, dass ich hellauf begeistert war. Ich kann auch im wesentlichen deine Beschreibungen bestätigen.

Eigentlich bin ich ja mit meinen Canton RCL schon zufrieden, aber der gewisse lässige Westcoast-Sound kommt halt nur mit einer Klipsch richtig rüber. Unangestrengt, druckvoll, da hört man Details, die andere Lautsprecher einfach "verschlucken".

Ausserdem gefällt mir auch die altertümliche breite Bauform. Deswegen werde ich von meinen Kumpels zwar immer verlacht, aber eine wandnah aufgestellte Cornwall wirkt für mich optisch weniger aufdringlich als ein schlanker frei aufgestellter Standlautsprecher.
(Immerhin kann man auf die breite Cornwall ein paar Blumentöpfe stellen)

Also werden die Canton wahrscheinlich doch für die Cornwall weichen müssen.
Das bringt mich zwar an meine finanzielle Leistungsgrenze, aber andererseits - vielleicht sind es dann die letzten Lautsprecher, die ich kaufe?
fcmu
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 08. Apr 2008, 16:25
Also ich werde die Cornwalls nächste Woche mal hören, ist geplant das sie meine JBL TI 5000 ersetzten. Was ich hier gelesen habe, könnte das auch klappen
puma77
Stammgast
#11 erstellt: 16. Jul 2008, 20:10
HI ALEX!
DU HAST WAS VON EINE "Behringer Q" EQUALIZER GESCHRIEBEN.
WELCHEN TYP MEINTEST DU GENAU. AUCH ICH WERDE MIR WOHL IN ABSEHBARER ZEI EINE KLIPSCH KAUFEN
Alex58
Stammgast
#12 erstellt: 17. Jul 2008, 09:40
Hi puma77!

Empfohlen hatte mir damals mein Klipsch Händler, Max Krieger von Audio Creativ, den Behringer Tube Ultra-Q T1951. Ist mit Röhren bestückt. Macht aber schon optisch einen etwas komplizierten Eindruck, was die Bedienung betrifft.
Aber dann wurde es ein etwa 30 Jahre alter Onkyo E-30, den er mir angeboten hatte. Mit staubgekapselten und aufteilbaren Drehreglern für den gesamten Oktavbandbereich und jeweils diskret aufgebautem analogen Schaltungslayout. Sehr aufwändig gefertigt. Wäre heute wohl zu teuer in der Produktion. Den konnte ich nicht stehen lassen.

Ein EQ macht aus einer schlechten Tonkonserve bzw. schlechten Aufnahme klanglich keine gute, aber ermöglicht gewisse Anpassungen. Der E-30 dient bei mir nicht zur Raumanpassung, sondern nur als Klangregelwerk. Wenn z.B. der Hochton in einem bestimmten Frequenzbereich zu scharf oder dominierend wird. Meist regele ich ein wenig herunter, seltener hinauf. Man sollte insbesondere bei hohen Pegeln aufpassen, denn bei plus 3 dB verdoppelt sich in diesem angesteuerten Frequenzbereich der Stromfluss. Das bedeutet für Verstärker und insbesondere für die Hochtöner (Gefahr verzerrter Signale = Clipping) eine entsprechende zusätzliche Belastung. So mancher Hochtöner ist durch Clipping schon den Hitzetod gestorben. Das geschieht meist dann, wenn bei einem relativ leistungsschwachen Verstärker bei hoher Lautstärke die Höhen zusätzlich angehoben werden.

Ansonsten wäre mein Tipp für einen EQ Audio Creativ. Max Krieger hat ab und zu einen gebrauchten EQ im Angebot, um den es sich lohnen könnte.

Grüße, Alex
puma77
Stammgast
#13 erstellt: 17. Jul 2008, 20:20
Besten Dank für Deine Ausführungen.
Bei der Front des TUBE ULTRA-Q T1951 verschlägt es mir schon die Sprache Sooo viel zu drehen
Vielleicht komme ich ja auch ohne ein solches Wunderwerk der Regler klar;)
thomas-0001
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 17. Jul 2008, 21:17
... schau mal hier:

http://www.stereopla...all-III_1504981.html

ich hab die nie gehört, aber muss geil sein, was man so hört und liest. gesehen hab ich sie schon mal. beim werner enge aus elze. sieht seeehr fein aus! männerbox halt.

gruß
tom
Alex58
Stammgast
#15 erstellt: 18. Jul 2008, 09:18
Hallo Tom!

Oh ja, den teilweisen Verriss der Klipsch Cornwall III in der Stereoplay habe ich schon vor einiger Zeit im Supermarkt mit Bestürzung gelesen.

Meiner Empfindung nach muss da manches in Argen gelegen haben, was ich mit meinen Cornies zuhause so nicht erlebt habe. Die erwähnten Verfärbungen treten bei meinen Cornwall eher selten und nur bei einigen Musikstücken (insbesondere Klavieraufnahmen in mäßiger Qualität) auf, aber es gibt sie. Die "flächige" Abbildung des Klanggeschehens ist nur dann gegeben, wenn die Qualität der Aufnahme auch entsprechend mau ist. Ein neutraler Lautsprecher ist die Cornwall nicht und will sie auch nicht sein. Sie hat ihren eigenen "Sound", der mir persönlich aber großen Spaß macht. Studiomonitorfans werden sicher nicht glücklich mit ihr.

Dass sie mit Röhrenverstärkern in der Regel viel besser als mit Transistorverstärkern harmoniert, ist auch meine bisherige Erfahrung. Manche Transistorverstärker jedoch, wie z. B. der Heed Obelisk, passen ganz hervorragend zur Cornwall. Mit einigen anderen Transistorverstärkern kann sie schon mal zu harsch und hell im Klangbild werden. Der Unterschied zwischen meinem vormals besessenen Unison Unico Hybrid (Vorstufe Röhre, Endstufe Transistor) und meinem jetzigen Unison Simply Two (reiner Röhrenverstärker) ist in dieser Hinsicht jedenfalls unglaublich groß. Viel größer als an manch anderen im Vergleich gehörten Lautsprechern, wo die Unterschiede zwischen den verschiedenen Verstärkern klanglich oft auf ein Minimum zusammenschrumpfen.

Eine Veränderung an meinen Cornwall steht wohl in absehbarer Zeit ins Haus: Der Tausch der derzeitig verwendeten Originalweichen gegen Bob Crites- Weichen, der die alten Weichen aus den 60ern bis 80ern, die damals in den Klipsch Heritage Lautsprechern verwendet wurden, nachbaut.

Ein interessanter Test der Cornwall III findet sich, wie schon erwähnt, im LP Magazin 5/2006 (leider nur kostenpflichtiger Download) und ein weiterer (kostenlos abrufbarer) an verschiedenen Verstärkertypen hier.

Gruß, Alex
jackabe
Hat sich gelöscht
#16 erstellt: 18. Jul 2008, 09:34
@thomas-0001

Wie kannst Du Dir nur einfach so eine LaScala holen ohne vorher die Cornies gehört zu haben, tsts ?

Die Kombination von T+A Elektronik und einer LaScala finde ich ja -sagen wir mal - recht mutig. Also so eine analytischen Amp wie den T+A an einem Voll-Horn wie der Scala zu betreiben muß doch zuweilen recht schrill herüberkommen hmm.
Hast Du bei der Wahl der Elektronik auch andere Marken an der Scala getestet ?

Gruß
Thomas
puma77
Stammgast
#17 erstellt: 18. Jul 2008, 21:34
Wie große ist eigentlich der Unterschied zur Heresy III?
jackabe
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 19. Jul 2008, 08:41
Der Unterschied ist viel größer als man sich aufgrund der Gleichheit der Hochton und Mittelton Tweeter von Heresy und der Cornwall vermuten würde.

Der Höhen und die Mitten gestaltet die Cornie um Welten luftiger und räumlicher, außerdem bietet die CW weitaus mehr Auflösung und Details als die Heresy.

Der Bass den die Cornwall macht ist imho sogar dem der LaScala und des Klipschorn weit überlegen (dafür legen letztere "obenrum" deutlich zu und lassen dafür die CW wiederum "alt" aussehen).

Hochinteressant finde ich übrigens die persönliche Reihung der Lieblingsboxen von Bob Crites (bekannter amerikanischer Klipschtuner) -


Quelle "www.klipschcorner.com" - Interview Bob Crites : schrieb:
KlipschCorner: What is your favorite and least favorite Klipsch product and why?

Well, I don’t have them (yet) but think I would have to put the Jubilee on top. As far as speakers I have now, I would probably rank them:

1. Cornwall
2. Khorn
3. Chorus
4. Lascala
5. Heresy
6. Forte



Thomas
jackabe
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 19. Jul 2008, 08:54
Nochmal zur Ergänzung:

Die Klipsch Jubilee die Bob Crites erwähnt, ist ein Lautsprecher aus dem Profi/PA-Beschallungs Segment und das letzte Projekt an dem Paul Klipsch noch mitentwickelt hat.

Die Jubilee hat unter amerikanischen Klipsch Freaks einen besonders guten Ruf.

Es ist sozusagen ein 2-Wege Eckhorn gegendem die FORTEs auf dem folgenden Bild wie Spielzeuge aussehen und kaum in ein normales europäisches Wohnzimmer passen dürften:



Gruß
Thomas


[Beitrag von jackabe am 19. Jul 2008, 08:55 bearbeitet]
Lucky_Tube
Stammgast
#20 erstellt: 31. Jul 2009, 07:53
Hallo liebe Cornwall-Freunde,

seit 3 Tagen ist es nun soweit. Ich bin endlich ein stolzer Besitzer einer Cornwall III. Seit ich sie vor ca. einem halben Jahr das erste mal hören durfte war ich süchtig nach diesem Klangmonument. Einer Box die so anders aussieht als die üblichen Highend Böxchen. Ich kann die Erfahrungen von Alex 58 nur teilen. Der Test in stereoplay stimmt in keiner Weise mit meinen Erfahrungen überein. Die Cornwall klingt auch an meinem alten Transitor Harman Kardon hk 660 nicht nur hervorragend sondern geradezu berauschend homogen - wirklich.

Auch an meiner Röhre macht sie selbstverständlich eine gute Figur, wie allerdings zu erwarten war. Sie ist sehr aufstellungsunkritisch und verbreitet eine große Räumlichkeit. Verfärbungen konnte ich bis jetzt auch keine feststellen. Noch nie hatte ich eine Box so schnell in eine pasabele Position rücken können. Sie macht wirklich Klang aus einem Guss ohne wenn und aber. Unglaublich mit welcher Leichtigkeit und Selbsverständlichkeit sie aufspielt. Da sucht man jahrelang nach Perfektion. Studiert endlos allerlei Fachmagazine. Berechnet Raummoden und Abstände, bedämpft tut und macht und dann kommt so eine alte Dame aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und löst alle Probleme auf einmal. Danke Cornie, dass du mir mein Leben zurückgegeben hast. Du hast mich befreit. Nun kann ich wieder richtig schlafen ohne Gedanken wie's denn besser ginge. Ich gehe jetzt abends ins Bett und freue mich auf den nächsten Tag und die gemeinsamen Stunden mit dir.

Jippi!!!

mmg

Lucky
heinzrehbein
Neuling
#21 erstellt: 11. Sep 2009, 23:57
Sorry wenn jetzt doppelt, aber irgendwie komm ich mit dem Forum noch nicht zurecht.

wollte nur sagen, dass es eine Jubilee auch in Deutschland gibt. Bekomme nur kein Bild hochgeladen...


[Beitrag von heinzrehbein am 12. Sep 2009, 00:01 bearbeitet]
Androlli
Stammgast
#22 erstellt: 01. Feb 2015, 21:09
Da der Threat ja schon länger im Tiefschlaf ist, werde ich Dornröschen mal wachküssen.
Seit ca. drei Wochen bin ich nun ebenfalls Besitzer der Cornwalls.

Nachdem ich dem Heimkinowahn abgeschworen habe, wollte ich mich wieder dem reinen Stereovergnügen widmen.
Bei mir werden die Cornwall lll an einer Kombination aus Musical Fidelity M6i und em passenden Cd Spieler M6SCD betrieben.
Zusätzlich nuckelt ein Sonos Connect noch musik aus den Weiten des Internetzes, der am DAC des CD Spielers hängt.

In meinen Ohren ein Dreamteam.

Wenn ich nicht noch zwischendurch Essen, Schlafen und Arbeiten müsste, würde ich wahrscheinlich 24 Stunden am Tag Music hören.
Meine Frau müsste mich Zwangsernähren und zwischendurch Trombosespritzen verabreichen.

Ich habe in den vergangenen Jahren schon Unsummen in dem Hobby versenkt, aber mit der Kombi bin ich sowas von Happy, dass nun erst einmal Schluss ist.
Wer nach Lautsprechern sucht, die Musik einfach nur selbstverständlich in den Raum stellt, sollte sich die Cornis unbedingt einmal anhören.

Der Bass kommt so locker aus der Hüfte und der Mittel- und Hochton kommen so entspannt aus den Hörnern geperlt, dass einem dieTränen kullern.
Ich würde die Cornwall lll auf jeden Fall empfehlen.
Zaianagl
Inventar
#23 erstellt: 03. Feb 2015, 06:17

die Musik einfach nur selbstverständlich in den Raum stellt


Ganz ähnlich hab ich es damals auch beschrieben, als ich über eine Probehörsession mit den Cornies berichtete...
Ich bin damals eigentlich los mir die RF7 MKII anzuhören, nach hause bin ich mit ner Bestellung für n Pärchen Cornwall III
Und das ist auch das, was den Leuten als erstes auffällt wenn sie hier sind: Der "Live Sound"!
Und den haben die Heresys ebenfalls, obwohl sie klanglich etwas anders abgestimmt sind.
Und weil mir das so gefällt, beschallen die Ketzer meinen Küche/Esszimmer Bereich. Da macht kochen gleich noch mehr Spaß...

Allerdings würde ich niemals pauschal einen LS der Heritage Reihe empfehlen, da sie schon sehr speziell sind und, das meine ich jetz gar nicht böse oder überheblich, eine gewisse "Reife" beim Hörer erfordern.
Reife so im Sinne von:
"Ich hatte Badewannen, ich hatte Monitore, ich hatte High End, ich hatte Hallsoßenwerfer und sonstige akustische Problemkinder...
Heute hab ich einfach nur Spaß an der Musik."
Androlli
Stammgast
#24 erstellt: 03. Feb 2015, 14:00
Stimmt.
Es macht einfach nur Spaß mit den Cornwall.
Trotz ihrer Ausmaße lassen sie sich zudem noch besser in den Raum integrieren als jeder Lautsprecher in Bleistiftform.
Man braucht keinen Meter Luft um den Lautsprecher. Einfach eine Wand und eine Ecke und gut ist.

Wäre ich vor Jahren schon auf sie aufmerksam geworden, hätte ich mir den einen oder anderen Kauf erspart.
coreasweckl
Stammgast
#25 erstellt: 03. Feb 2015, 20:02
zu #23 und #24:

quasi so ne Art "Hörnerprüfung" mit Dustin Hörman"


[Beitrag von coreasweckl am 04. Feb 2015, 18:15 bearbeitet]
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